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Re: See you again | Aurelie & Cecilia
von Cecilia am 24.09.2025 13:27Einen Moment lang kämpfte Cecilia gegen das träge Gefühl an, welches Heroin immer in ihr auslöste und zwang sich schließlich aufzustehen und ihre Dokumente zu durchsuchen. Endlich fand sie die Unterlagen des Bewährungshelfers und reichte sie Aurelie. "Hier. Reicht dir das an Infos?", fragte sie. Trotz der Versicherungen ihrer besten Freundin hatte Ceclia Angst. Was, wenn Aurelie versuchen würde, ihren Bewährungshelfer zu bestecken? Was, wenn Cecilia für diesen Versuch wieder zurück in den Knast müsste? Ahhh, sie durfte nicht drüber nachdenken. Etwas Heroin würde safe gegen diese Ängste helfen. Sie müsste noch ein paar Tabletten haben... wahrscheinlich in ihrer Tasche. Ihr Blick wanderte zu dieser und einen Moment war sie darüber am Nachdenken, wie sie die Tablette am Besten nehmen könnte, ohne dass Aurelia es mitbekam. Vielleicht im Bad? Aber es wäre sicher auffällig, wenn sie ihre Tasche mit ins Badezimmer nahm, oder? Während sie noch nachdachte ließ sie sich wieder auf ihrem Bett nieder und Aurelias Erzählungen über die sich anbahnende Beziehung verdrängte das Heroin für einen Moment aus Cecilias Gedanken.
Cecilia blinzelte. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie sollte bei Aurelie wohnen??
"Danke, für das Angebot. Aber ich glaube, letztlich wäre das nur für uns beide belastend.", meinte die gebürtige Brasilianerin mit einem kleinen Lächeln. Sie war nun einmal süchtig. Und safe wollte Aurelie auch ihre Privatsphäre haben. Es war schon okay so. Und sie wollte ihre Freundschaft mit Aurelie ganz gewiss nicht für eine luexuiösere Wohnung aufs Spiel setzen.
"So wie es klingt, hat er bestimmt ernsteres Interesse an dir. Sonst wäre er ein ziemlicher Knallkopf.", lächelte sie ihre Freundin an und versuchte ihr damit, ein bisschen Mut zu machen. "Ich mein... du bist stark, mutig, hilfsbereit, selbstbewusst, charmant. Was gibt es daran nicht zu mögen?", fügte sie mit einem kleinen Grinsen hinzu.
ZWANGSCUT - Thread wieder frei ~ Adria

Re: See you again | Aurelie & Cecilia
von Cecilia am 27.05.2025 16:41"Jaaa, I know. Meine mysteriöse Freundin!", grinste Cecilia leicht. Diesen Vorzug würde sie ihrerb esten Freundin lassen. Freundschaft bestand darin, wie und dass manf üreinander da war. Und Cecilia respektierte Grenzen, genauso wie Aurelia ihre Grenzen respektierte. Und wofpr sie sehr dankbar war.
Immer noch ungläubig lächelnd schüttelte Cecilia leicht den Kopf, als Aurelia bestätgite, dass das mit ihrer Haftstrafe kein Problem würde. Dass sie ihre Bewährungsstrafe würde aufheben oder verkürzen können. es erschien ihr undenkbar. NAch allem was im Knast geschehen war... "Ich bin für jede hilfe dankbar.", sagte sie schließlich aber dennoch leise. Plötzlich wieder ernster. Die Zeit im Knast war alles andere als schöng ewesen. "Vorausgesetzt, du bringt dich damit nicht selbst in Gefahr" Das würde ich mir nicht verzeihen können.", fügte sie an. Die Schuldgefühle falls doch, würde sie sonst wohl nie mehr wegbekommen.
neugierig lauschte Cecilia Aurelies neuer Liebesgeschichte. Sie freute sich für ihre Freundin, sehr sogar, denn man hörte, wie ernst und wichtig es ihr war. Wegen der Idee, eine Wohnung in New York zu kaufen, nickte sie. "Dann mach das doch! Notfalls kannst du die ja immer noch vermieten oder wieder verkaufen.", sagte sie. Wie so oft, wenn sie mit Aurelia zusammen war, kam ihr ihr Reichtum surreal vor, wo sie selbst doch an der Armutsgrenze lebte. Aber so war die Welt nunmal. Und American Dream war nichts anderes, als was es aussagte: ein Dream.
"Ich hoffe, wenn du und er dazu bereit seid, dass ich ihn dann auch mal kennenlernen kann.", meinte Cecilia mit einem Lächeln und beugte sich vor, um kurz Aurelies Hand zu ergreifen. "Ich freue mich für dich. Wirklich."

Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 26.03.2025 12:31Cecilia bekam Coreys Reaktion auf ihr Geschriebenes gar nicht mit. Sie hatte sich bereits auf das Bett verzogen, starrte an die frisch gestrichene Wand und stellte sich vor, wie Corey gleich hinaushumpeln, die Tür abschließen und wer weiß was tun würde. Vielleicht ja Drogen oder Medikamente kaufen? Cecilia würde es ihr nicht verübeln können. Sie wollte ja selbst. Aber sie musste an Sandro denken. An Coreys Abschlussworte. Vielleicht sollte sie sie aufschreiben? Damit sie sie ja nie vergaß und immer wenn sie schwach wurde, wieder lesen konnte? Ja. Wahrscheinlich wäre das gut. Vielleicht würde es ja irgendetwas bringen. Später. Gott wie gern würde sie diesen Schmerz in sich betäuben, diesen Schmerz von dem sie gar nicht so genau wusste oder benennen konnte, wo er herrührte, aber der sie einfach noch in den Wahnsinn trieb, dieser tiefe psychische Schmerz...
Schritte... Klirren. Cecilia öffnete die Augen, die sie irgendwann geschlossen hatte und sah auf. Corey stand da, die zerbrochene Tasse Tee zu ihren Füßen. Es war nicht schlimm. Sie würde es später wegmachen. Kleidung hatte sie ja, damit könnte sie das wegwischen. Oder so. Sie beobachtete, wie der Tee um Coreys Fuß herumfloß, ohne es so wirklich wahrzunehmen. Erst im Nachhinein fiel ihr auf, wie seltsam das war - doch dann schob sie es auf ihre Entzugserscheinungen. Wahrscheinlich nur eine ihrer beschissenen Halluzinationen. Gott, wie gern sie sich selbst den Kopf abreißen würde...
Corey ging hinaus - die Tür blieb spindelweit offen. GEH RAUS!!!, schrie ihr Verstand sie an. Cecilia krallte ihre Finger in ihre Beine, zog diese noch dichter an ihren Körper und legte ihren Kopf auf die Knie. Wenn sie sie nicht ansah, könnte sie ihrem Verstand vielleicht vorgaukeln, die Tür wäre geschlossen. Aber natürlich war das nicht so einfach. HAU SCHON AB!!! Worauf wartest du??? Sie stellte sich vor aus der Tür raus zu gehen und über den Hof, inw elchem Corey vorige Nacht angekommen war. Sie stellte sich vor auch den zu überqueren und dann der Straße einfach in die nächste Stadt zu folgen. Es war egal wie lange es dauerte, sie würde das packen, weil sie wusste, dass am Ende eine Belohnung auf sie warten würde. Es wäre einfach dort in den Gassen, in der Nähe von Clubs jemanden zu finden. Meist waren es eh die Dealer, die einen fanden - sie erkannten Junkies, die auf der Suche nach Stoff waren. Natürlich hatte Cecilia grade kein Geld, aber es wäre ja nciht das erste Mal, dass sie einen Dealer anders bezahlte...
Die Euphorie und die Motivation, die sich ihrer bemächtigten, als sie es sich so vorstellte, bekamen die Überhand. Sie stand auf, doch in diesem Augenblick war Corey wieder da. Sie wischte den Tee weg. Starr wie eine Statue, als wäre sie ertappt worden, stand Cecilia da, rührte keinen Muskel und beobachtete Corey steif. Wenn sie jetzt ging, würde sie die Tür abschließen, oder? Sie würde nicht mehr offen und einladend dastehen.
Aber sie schloss sie nicht... und Cecilia konnte sehen, wie Corey auch nicht das Grundstück für ihren "Spaziergang" verließ, sodnern wieder ins Haupthaus ging. Wie lange würde sie weg sein. Würde sie schnell merken, wenn sie jetzt ging? Cecilia steltle sich ihren Weg erneut vor. Stellte sich vor wie Corey zurückkam und feststellte, dass Cecilia weg war. Selbst hinterherlaufen würde sie mit ihrem Bein nicht können. Aber wahrscheinlich würde sie Elias Bescheid sagen. Sie hätten ein Auto. Und würden sie schnell wieder einsammeln. Und dann käme sie vielleicht doch in den Keller.
Unschlüssig stand Cecilia noch immer an Ort und Stelle und war nur wenige Schritte auf die geöffnete Tür zugegangen, als Corey erneut erschien. Schnell, als wäre sie geschlagen worden, stolperte Cecilia zurück zu ihrem Bett. Ihr Herz schlug schwer. Jetzt hast du deine Chance verpasst, sagte ihre innere Stimme und sie fühlte sich schlecht.
Corey hatte allerhand Essen dabei. Unwillkürlich fragte sie sich, was das sollte. Wollte sie sie zum Essen zwingen? Es jetzt einfach hier stehen lassen und dann gehen, wie sie es angekündigt hatte? Cecilia verstand nicht, was hier abging...
Sie zog die Augenbrauen zusammen, als das Grünzeug einer Erdbeere bis zu ihr flog. War das etwa auch eine Halluzination? Sie griff danach und betrachtete es. Sie fühlte es zwischen ihren Fingern, den sanften Widerstand der kleinen grünen Blättchen? Wenn ja, dann war es eine ziemlich realistische Halluzination. Was ging hier ab? Verlor sie jetzt allmählich wirklich den Verstand? Oder war das nur eine weitere beschissene Entzugserscheinung? Bildete sie sich Corey vielleicht auch nur ein?
Sie verstand Coreys Gestik, bewegte sich jedoch nicht und beobachtete nur, wie diese sich ein Brot schmierte und tatsächlich zu essen begann. Ja. Es musste definitiv eine Halluzination sein. Was machte man eigentlich bei sowas? Sollte man es ignorieren oder mitspielen?
Wenigstens hatte Cecilia über dem allen ihre Übelkeit vergessen. Nur sehr zögernd stand Cecilia auf und setzte sich mit einigem Abstand zu Corey auf den Boden. Ihrer Paranoia erschien grade alles suspekt. Sie las die wenigen Worte auf dem Block und wenigstens passte das zu ihrer Halluzinations-Theorie. Sie stand auf um sich ihren eigenen Block und Stift vom Schreibtisch zu nehmen, setzte sich wieder in dem Abstand wie zuvor und schrieb: ~ Australien klingt gut. Ich halluziniere gerade, oder? ~ In Wahrheit war Corey wahrscheinlich einfach gegangen und hatte die Tür abgeschlossen. Und alles - der Tee, die offene Tür, dieses Frühstück hier - bildete sich ihr Schädel nur ein, um ihr... vorzugaukeln, dass alles gut und okay war? Oder so? Ergab das Sinn?
Konnte man in einer Halluzination eigentlich essen, oder flog das dann auf, wenn sie das versuchte? Nachdenklich betrachtete sie das Essen und ihr Magen verknotete es. Wollte ihr Magen sie daran hindern das Gedanken-Konstrukt auffliegen zu lassen? Ode rhatte sie womöglich sogar selbst Angst davor, einen Beweis zu haben, dass sie den Verstand verlor? Und wenn das alles doch wahr war? Aber nein, dafür ergab zu vieles keinen Sinn... Gott, seit wann konnte sie denn selbst ihrem eigenen Verstand nicht mehr trauen???
Nachdem sie ewigkeiten den Block in der losen Hand gehalten hatte, hielt sie ihn endlich einfach hoch, damit Corey es lesen konnte und fragte sich gleichzeitig, ob sie den Block gerade vielleicht auch einfach nur einem leeren Raum zeigte und wie das wohl von außen wirken musste... vermutlich, als sei sie völlig irre geworden...
~ ZWANGSCUT - Thread wieder frei ~ Adria

Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 16.03.2025 14:56Corey ignorierte ihre helfende Hand. Eigentlich hätte sie es sich nicht wundern durfen, oder? Sie wusste schließlich, dass ihre Mum eine Einzelkämpferin war. Also zog sie ihre Hand wieder zurück, lächelte sie jedoch leicht an. Ihre Augen glitten kurz zu der Schusswunde am Bein, die immer noch gut und fest verbunden war. Zum Glück. Sie btete, dass sich die Entzündung oder so noch würde aufhalten lassen. Sie wollte nicht, dass ihre Mutter wieder ins Krankenhaus müsste... (und diese wollte es sicher genauso wenig).
Corey schrieb etwas und Cecilia wartete. Doch als sie die Nachricht dan las, zogen sich ihre Augenbrauen sofort misstrauisch zusammen. Sie schüttelte den Kopf, nahm jetzt - aus Gewohnheit - den Stift und schrieb schnell und kräftig: ~ Ich bin schon seit Stunden wach. Entzugserscheinungen und Schlafstörungen. Du hast geschlafen. Nur Elias kam einmal rein mit den Kissen und Decken und hat uns dann nochmal den Kaffee gebracht. Wenn du gehst, dann sperr mich bitte direkt wieder ein. Und versprich mir, dir etwas Safe Food zu kaufen, ja? ~
Sie versuchte, nicht zu viel ihrer Sorgen und Ängste und zurzeit dank des Entzugs eh völlig durcheinanderwirbelnden und viel zu starken Gefühle in die Worte zu legen und reichte Corey den Block. Das gute Gefühl beim Wachwerden war wieder komplett verflogen. Ihr war schlecht und am liebsten würde sie sich aufschlitzen. Daran durfte sie nicht denken. Sie wollte Sandro nehmen, doch sein Bettchen war leer (ach ja... Elias...), also wandte sie ihre Schritte stattdessen zum Bett, setzte sich in seine Ecke, zog ihre Beine eng an ihren Körper, mit den Armen umschlungen, und legte ihren Kopf seitlich auf die Knie, um irgendwo ins Nichts zu starren. Wo sollte alles noch enden? Und würde sie jemals wieder vertrauen können...?

Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 02.03.2025 18:48Corey lächelte sie an. Und es tat gut, en freundliches Gesicht zu sehen. Eines, welches sie nicht mit ihrem Verhalten am vorigen Tag irgendwie weggestoßen hatte. Sicherer Hafen, kam irh grade unzusammenhängend in Den Kopf, aber sie wussete nict warum und konnte sonst auch keinen Bezug herstellen. Die letzte Nacht war... ein schmerzhafter, verchwommener Klumpen. Sie schämte sich dafür und hoffte, nicht so wahnsinnig gewesen zu sein, wie sie sich gefüht hatte. Zumindes jetzt im Rückblick.
Sie erwiderte Corey, die fast aussah als würde sie strahlen und beobachtete dann ihre Geste. Sie erkannte, dass auch sie Elias Namen buchstabierte. Und dann formte sie ein E, bewegte sie Hand jedoch an der Stirn. Kurz strenge Cecilia ihr Hirn an, dann fragte sie: Gebärden-Name? Sie wusste nicht, ob sie es wirklich richtig gebärdete, fügte einfach nur die beiden gebären die sie kannte: "Gebärden" und "Name", aneinander. Aber sie hoffte, dass Corey sie verstehen würde.
Mit dem Kaffee in der Hand - davon getrunken hatte sie noch nicht - beobachtete sie erneut Coreys Gestern. Sie glaubte, sie kennen zu müssen, doch es fiel ihr schwierig, sich zu konzentrieren. Sie fühlte sich wie überführen. Fragte sie, wie es ihr ging... oder so? Würde zumindest Sinn ergeben, oder?
Aber schon ertönte auch wieder die mechanische Stimme von Coreys App. Frühstücken... Cecilias Magen rumorte und bäumte sich kurz danach leicht auf. Sie zuckte mit den Schultern, nickte dann aber. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als es zu probieren. Ihr Körper brauchte unbedingt ein wenig Energie. Sie reckte sich, um ihre Kaffee-Tasse auf den Tisch zu stellen. Dann reichte sie Corey die Hände, um ihr hochzuhelfen. Sicher war sie nach einer Nacht auf dem Boden steif - und da war ja auch immer noch die Wunde. Als Corey stand, sah Cecilia auf ihrem Tisch Papier und Stifte liegen. Rasch schrieb sie: Versuchen wir beide was zu essen. Grade wollte sie fragen, ob sie nicht später vielleicht gemeinsam etwas Safe Food für sie kaufen wollten, da fiel ihr ein, dass das in ihrem (also Cecilias) momentamen Zustand, wohl keine gute Idee wäre. Sie würde sich sofort etwas besorgen. Scheiße. Sie biss sich kurz auf die Unterlippe, dann sah sie zu Corey und gebärdete: Danke - die Nacht.

Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 01.03.2025 22:02Erschöpfung hin oder her. Cecilia schlief nicht gut. Oder gar durch. Nach etwa drei Stunden schreckte sie auf, schreiend, keuchend. Ihr Vater, der sie wieder einmal misshandelt, vergewaltigt hatte. Und die toten Augen ihrer Mãe und ihres Bruders, welche sie dabei beobachteten. Sie fühlte sich elendig. Ihr Mund war trocken und schmeckte nach Erbrochenem, ihre Haut war kalt und klamm. Durch das Fenster fiel das erste schwache Sonnenlicht, der Himmel war in einem lilanen rosa gefärbt. Wie spät es sein mochte? Cecilia hatte keine Ahnung, wann hier die Sonne aufging. Fünf Uhr? Sechs Uhr? Sieben Uhr? Sie betrachtete ihre Mum und war dankbar, dass sie da geblieben war. Das war nicht selbstverständlich. Sie rollte sich wieder zusammen - es brauchte lange, aber irgendwann war ihr erschöpfter Körper wieder in einen unruhigen Schlaf geglitten.
Das nächste Mal wachte sie auf, als die Tür geöffnet wurde. Sie zuckte zusammen, fuhr hoch, war sich usnicher, ob sie überhaupt seit dem letzten Wach werden geschlafen hatte. Es war Elias. Er winkte ihr kurz zu und deutete auf Sandro. Er weinte. Sofort fühlte sich Cecilia schlecht. Wie war ihr das nicht aufgefallen? Hatte er grade erst angefangen? Hatte sie das wirklich ignoriert? Sie fühlte sich schlecht. Umso mehr wie die beschissenste Mutter die es gab. Sie verstand Elias lautlose Frage und nickte nur. Peinlicherweise fühlte sie sich grade nicht mal bereit, aufzustehen. Er gab ihr ein Kissen, legte auch den Kopf seiner Frau liebevoll auf eines, was Cecilia leicht lächeln ließ. Sie wartete, bis er - mitsamt Sandro im Arm - gegangen war, dann legte sie ihren Kopf auch wieder auf das Kissen. Ihr war klar, dass die Tür jetzt offen war. Sie könnte einfach rausspazieren. Raus, über den Hof und niemand würde sie aufhalten. Sie könnte sich den nächstbesten Dealer suchen. Aber wollte sie das?
Sie betrchtete Sandros leeres Bettchen, und eine Art schwere, bleierne Traurigkeit befiel sie. Ihr ganzer Körper pochte dumpf. Die Schmerzen waren weg und hatten eine bleierne erschöpfende Schwere hinterlassen. Nein. Nein,d as wollte sie nicht. das hatte ihr Sohn nicht verdient.
Und sie selbst auch nicht, dachte sie trotzig.
Kurz darauf kam Elias wieder. Kaffee und Tee. Cecilia dankte ihm kurz mit der Geste, dann legte sie sich erneut hin. Sie wollte bei Corey bleiben, bis sie wach war, so wie sie auch bei ihr geblieben war. Cecilia hatte außerdem nicht das Gefühl, viel geschlafen zu haben. Ihr ganzer Körper fühlte sich, als hätte sie Muskelkater. Ihr Magen war ein einziger leerer Schmerz. Ob sie es später wagen konnte, etwas zu essen? Sie schloss die Augen wieder. Irgendwann meinte sie, Brötchen zu riechen. Ihr Magen knurrte, gleichzeitig wurde ihr schlecht. Aber sie würde es versuchen müssen, oder?
Und dann spürte sie eine Hand, die ihr durch die Haare strich. Mum, dachte sie sofort. Einige Momente lang genoss sie die sanften Liebkosungen, die sie so gar nicht gewohnt war. Dann öffnete sie die Augen, richtete sich auf. Sie lächelte schwach und dankte auch ihr. Von ganzem Herzen. Sie deutete erst auf das Tablett und machte dann mit ihren Fingern das Finger-Alphabet: E-L-I-A-S. Wahrscheinlich war Corey das klar gewesen, dennoch... wollte Cecilia es ihr mitteilten. Sie beugte sich vorsichtig über Coreys Beine, um nicht auf ihr verletztes Bein zu kommen, reichte ihr dann Tee und nahm sich selbst den Kaffee. ihre kalten Finger klammerten sich an die heiße Tasse. Ob der drin bleiben würde?

Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 01.03.2025 20:48Es brauchte eine Weile, bis endlich etwas ertönte. In der Stille, die bis dahin herrschte, verkrampften sich immer wieder Cecilias Hände. Mal in ihre eigenen Arme, bohrten ihre Fingernägel in ihre Haut, dann in Coreys Bein, dann kratte sie über den Fußbdoden. Verzweifelte Versuche, den Inneren Drang loszuschlagen, einfach auf irgendetwas in zu ürpgeln und zus chreien und bis zum Umfallen oder Heroin zu rennen zu unterdrückten. Sie wollte sich selbst den Kopf einschlagen, damit einfach alles ruhig war, endlich alles aufhörte, und grade als sie beschloss, das zu tun, beschloss sich aufsetzen zu wollen um dann ihren Kopf einfach rasend gegen den Boden zu donnern - gerade in diesem Moment, ertönte Musik. Natürlich kannte Cecilia die Musik. Bibi und Tina. Unwillkürlich musste sie lächeln. Es war ungewohnt, die Titelmusik auf Englisch zu hören. In ihrer Heimat hatte sie sie auf Portugiesisch gehört. Aber es war in Ordnung. Eigentlich war es sogar perfekt. Es versetzte sie in ihre Kindheit. Und zwar in einen Teil ihrer Kindheit, der heil gewesen war. Wenn sie bei ihrer Mãe im Bett gelegen hatte, an sie gekuschelt und dieses Hörspiel hörte. Oder mit Kopfhörern auf den Ohren mit diesem Hörspiel in ihrem Bett lag und irgendwelche Malbücher ausmalte. Sie hatte ewig kein Hörspiel mehr gehört, dabei war es früher eien sichere Zuflucht für sie gewesen. Ein Ort, wo sie alles vergessen konnte. Wo sie in Welten floh, in denen alles in Ordnung war.
Cecilias Atem wurde merklich Ruhe. Ihre angespannte Muskulatur erschlaffte, während sie den Worten und der vorlesenden Stimme horchte. Der Geschichte folgte sie nicht - dazu waren ihre Gedanken gar nicht in der Lage - aber einfach einer Stimme zu zu hören die redete und redete, über irgendetwas belangloses, irgendetwas vollkommen anderes, lenkte sie ab. Es ließ sie zur Ruhe kommen. Ihre innere schreiende Stimme wurde schwächer. Und nicht viel später hatte die enorme Erschöpfung wegen des ewigen Kampfes ihren Tribut gefordert und Cecilia war in Schlaf geglitten.

Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 01.03.2025 19:25Es war, als wäre ihr ganzer Körper ein einziger schreiender Schmerz. Ihr Eingewiede krümmten und wandten sich, doch in ihremn MAgen war nichts mehr, was sie hätte würgen können. Ihre Augen brannten, ihr Kopf schmerzte und pochte und ihr war übel und alles in irh schrie nach Morphium, schrie nach Heroin, schrie danach, dass es enden sollte, dass es enden sollte. Sie befand sich in völliger Erschöpfung, völliger Entkfäftung, welcher sie nciht entfliehen konnte. Die sich nur immer weiter, ins Unendliche hinein verstärkte. Und ein Teil, ein kleienr Teil in ihr, der noch Verstand besaß, der schämte sich. Oh, und wie er sich dafür schämte, wie elendig sie hier auf dem Boden kauerte, wie elendig sie aussehen musste, mit Roth unter der Nase und schielenden Augen und tränenüberströmtem Gesicht, zitternd und dünn und blass und krank und am schlimmsten: alles selbst verursacht. Irgendwo. Sie hätte ja schon lange clean sein können. Warum hatte sie es bei all den vorigen Versuchen nur nie durchgezogen. Warum war sie immer rückfällig geworden. Wieder schlotterte sie und presste sich jetzt an den warmen Körper Coreys, der plötzlich da war, wie aus dem Nichts, sie wusste nicht woher, aber sie klammerte sich daran fest, wie zu einer Kugel zusammengerollt. Sie bibberte. Sie wollte sich übergeben, aber sich auch nicht bewegen. IHr Körper schmerzte. Sie wollte schreien und sie wollte um sich schlagen und topben, bie sie einfach bewusstlos würde und nichts mehr spürte, nichts mehr von allem spüren würde...
Eine mechanische Stimme erklang. Cecilia hatte die Augen geschlossen, klammerte sich an Coreys (abgesehen vom Schwangerschaftsbauch) dünnen Körper und lauschte der Stimme. Trotz des mechanischen Klangs, hatte es etwas beruhigendes. Etwas, worauf sie sich fokussieren konnte. Es war etwas anderes, als dieser immer währende Schmerz in ihr, die innere schreiende und brüllende Stimme. Sie wollte, dass diese Stimme weitersprach, einfach immer weitersprach, nicht aufhörte, auch wenn sie die Worte kaum schaffte zu hören oder zu verarbeiten,a uch wenn die Worte kaum bei ihr ankamen. Nur eines kam tatsächlich an. Sicherer Hafen. Dass Corey ihr sicherer Hafen war oder sein wollte oder irgendetwas in der Art. Zitternd stützte sich Cecilia hoch, wischte sich die Tränenspuren von den Wangen und den Schnodder von der Nase und sah Corey an. Ihre Mutter. Oh Gott, wie dankbar sie war diese Mutter gefunden zu haben. Ihre Mum.
Eigentlich wollte sie sagen, dass sie sie nicht verletzen wolle. Dass sie besser gehen sollte, falls sie austickte. Doch stattdessen fragte sie: "Kannst du irgendein Hörspiel anmachen? Irgendeines?"
Sie wartete kurz Coreys Antwort ab, dann legte sie sich wieder hin, kugelte sich zusammen, legte den Kopf in Coreys Schoß und versuchte nur, sich vom Inneren Schreien nicht überwältigen zu lassen, um nicht auf alles und jede zu beginnen, einzuschlagen...

Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 01.03.2025 12:40Schritte, auf sie zu. Ihr Herz hämmerte schnell. Dann wurde ihr das beruhigende Gewicht Sandros aus den Armen genommen. Sofort schlang sie ihre Arme um sich selbst, hielt sich selbst fest, die Augen weier geschlossen und fest gegen die Tränen ankämpfend. Und endlich - endlich hörte sie, wie sich die Tür mit einem Klicken schloss. Das Drehen des Schlüssels im Schloss.
Erst kam ein Schluchzer. Dann zwei. Ihre Beine brachen unter ihr zusammen und sie sank zu Boden. Haltlos schluchzend, ihre Schultern bebten, immer und immer wieder hämmerte sie mit den Fäusten auf den Boden, kratzte dann mit ihren Fingernägeln über die Dielen, ehe sie ihre Fäuste gegen sich selber schlug. Wieder und wieder, bis sie keine Kraft hatte. Ihr Bein schmerzte, wo sie sich selbst gesechlagen hatte. Immer wieder hickste sie, wenn sie einen tiefen Atemzug nahm. So hatte es nicht laufen sollen. Nein, so hatte das doch nicht laufen sollen!!
Sie zog sich an ihrem Schreibtisch hoch, stellte sich auf ihre zitternden, schwachen Beine und sah hinaus in die Nacht. WIe spät es sein mochte? Zwei Uhr? Drei Uhr? Vier Uhr? ihr war kalt und ihr war schon wieder schlecht. Sie erinnerte sich, wie sie glücklich und erleichtert nach draußen gelaufen war, um Corey zu begrüßen. Warum hatte sie wieder solche Scheiße bauen müssen, wieso hatte sie wieder einmal alles ruinieren müssen? Ihr war kalt, wütend auf sich selbst krallte sie sich in den Schreibtisch. Ob die Fenster offen waren? Es wäre sicher ein leichtes, sie zu öffnen und rauszuklettern. Irgendwo wäre ein Dealer. Die fand sie immer. Oder besser gesagt: die Dealer fanden sie. Vermutlich sah man ihr ihren Konsum irgendwie an. Oh Gott wie sehr sie danach lechzte. Wie sehr alles in ihr dafür brannte und es wollte. Zitternd ließ sie sich wieder auf den Boden nieder, legte ihren Kopf auf ihre Knie, krallte ihre Finger in ihre Beine. Eine Weile lang verharrte sie so. Doch dann wurde ihr Kopf wieder laut. Die Stimmen. Die Erschöpfung, die Müdigkeit. Die Übelkeit. Sie begann ihren Kopf gegen ihre Knie zu schlagen. Einmal, zweimal, dreimal, ... sie wusste nicht wie of. Alles drehte sich und ihr war übel, Gott war ihr übel, aber alles war besser als die Stimmen, alles war besser als.... zwanzig... einundzwanzig, ... ..., dreißig ...
Jemand hielt sie. Sie zuckte zusammen, blickte aus Augen die nicht fokussierten auf und sah Corey und fragte sich, ob sie eine Halluzination war. Ob nicht vielleicht ihr ganzes Leben eine Halluzination war. Was tat sie hier. Ihre Wangen waren tränenverschmiert, die Augen wirr. Und doch war sie froh, dass Corey da war...
Wie sehr sie einfach schlafen und nie wieder denken wollte...
Wie sehr Morphium ihr dabei helfen würde...

Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 28.02.2025 08:05Ihr ging es nicht gut. Scheiße, ihr ging es echt nicht gut. Cecilia ging auf und ab, Sandro in ihrem Arm, den sie fest an sich drückte und versuchte gegen diesen schrecklich intensiven Impuls anzukämpfen, einfach rauszurennen. Rauszurennen und zu rennen und zu rennen und zu rennen, bis sie keine Kraft und Luft mehr hatte. Ihr wurde etwas hingehalten. Ein Handy. Wieso? Weshalb? Hatte sie nicht ein Handy? Sie trat näher und konnte sehen, dass darauf etwas geschrieben stand.
"Nein nein nein...", murmelte sie verzweifelt und Tränen stiegen in ihre Augen. Die Buchstaben veränderten sich. Sie blinzelte die Tränen weg. Was zum...? Auf dem Handy stand jetzt Nein, nein, nein. Sie hatten diese besondere App ewig nicht mehr benutzt. Lange vergessene Erinnerungen rührten sich tief hinten in Cecilias Gedanken. ihr allererstes Treffen mit Corey. Im Café. Die Stimmen aufzeichnete. War das diese App? Testweise sagte sie "Ah" und kurz darauf erschien auf dem Bildschirm Ah. Okay, das machte das es grade einfacher, auch wenn ein Teil von ihr lieber schreiben wollte (es fühlte sich irgendwie besser an, wenn sie die gleiche Form der Kommunikation benutzten), aber der andere wollte Sandro nicht ablegen. Wer weiß, was sie dann tun würde? Es kostete sie enorma eAnstrengung und Überwindung den Mund aufzumachen und die Worte zu sagen. Mehrmals setzte sie an, doch es kam kein Laut aus ihrer Kehle, nur Knacken. "Geh einfach udn schließ die Tür ab. Ich nehm einen Eimer für die Nacht." Und wieder wollte sie rennen. Und wie. Sie wollte rennen, ewig rennen, bis ihre Lunge stach, bis sie nichts mehr fühlte, bis das Blut durch ihre Adern rauschte...
... bis sie Heroin bekam.
Sie hatte die Augen geschlossen und sah deshalb nicht, dass ihr das Handy erneut hingehalten worden war. Sie klammerte sich an Sandro fest, wippte auf ihren Fußballen auf und ab und wartete nur auf das Geräusch der sich schließenden Tür. Wartete darauf, dass sie den Kampf aufgeben und durchdrehen konnte...











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