Austin [Texas, USA]

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Cecilia

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FSK 18 Mensch gut androsexuell Two-Spirit panromantisch Geübter erfunden Apokalypse

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Re: Austin [Texas, USA]

from Cecilia on 03/01/2025 12:40 PM

Schritte, auf sie zu. Ihr Herz hämmerte schnell. Dann wurde ihr das beruhigende Gewicht Sandros aus den Armen genommen. Sofort schlang sie ihre Arme um sich selbst, hielt sich selbst fest, die Augen weier geschlossen und fest gegen die Tränen ankämpfend. Und endlich - endlich hörte sie, wie sich die Tür mit einem Klicken schloss. Das Drehen des Schlüssels im Schloss.
Erst kam ein Schluchzer. Dann zwei. Ihre Beine brachen unter ihr zusammen und sie sank zu Boden. Haltlos schluchzend, ihre Schultern bebten, immer und immer wieder hämmerte sie mit den Fäusten auf den Boden, kratzte dann mit ihren Fingernägeln über die Dielen, ehe sie ihre Fäuste gegen sich selber schlug. Wieder und wieder, bis sie keine Kraft hatte. Ihr Bein schmerzte, wo sie sich selbst gesechlagen hatte. Immer wieder hickste sie, wenn sie einen tiefen Atemzug nahm. So hatte es nicht laufen sollen. Nein, so hatte das doch nicht laufen sollen!!
Sie zog sich an ihrem Schreibtisch hoch, stellte sich auf ihre zitternden, schwachen Beine und sah hinaus in die Nacht. WIe spät es sein mochte? Zwei Uhr? Drei Uhr? Vier Uhr? ihr war kalt und ihr war schon wieder schlecht. Sie erinnerte sich, wie sie glücklich und erleichtert nach draußen gelaufen war, um Corey zu begrüßen. Warum hatte sie wieder solche Scheiße bauen müssen, wieso hatte sie wieder einmal alles ruinieren müssen? Ihr war kalt, wütend auf sich selbst krallte sie sich in den Schreibtisch. Ob die Fenster offen waren? Es wäre sicher ein leichtes, sie zu öffnen und rauszuklettern. Irgendwo wäre ein Dealer. Die fand sie immer. Oder besser gesagt: die Dealer fanden sie. Vermutlich sah man ihr ihren Konsum irgendwie an. Oh Gott wie sehr sie danach lechzte. Wie sehr alles in ihr dafür brannte und es wollte. Zitternd ließ sie sich wieder auf den Boden nieder, legte ihren Kopf auf ihre Knie, krallte ihre Finger in ihre Beine. Eine Weile lang verharrte sie so. Doch dann wurde ihr Kopf wieder laut. Die Stimmen. Die Erschöpfung, die Müdigkeit. Die Übelkeit. Sie begann ihren Kopf gegen ihre Knie zu schlagen. Einmal, zweimal, dreimal, ... sie wusste nicht wie of. Alles drehte sich und ihr war übel, Gott war ihr übel, aber alles war besser als die Stimmen, alles war besser als.... zwanzig... einundzwanzig, ... ..., dreißig ...
Jemand hielt sie. Sie zuckte zusammen, blickte aus Augen die nicht fokussierten auf und sah Corey und fragte sich, ob sie eine Halluzination war. Ob nicht vielleicht ihr ganzes Leben eine Halluzination war. Was tat sie hier. Ihre Wangen waren tränenverschmiert, die Augen wirr. Und doch war sie froh, dass Corey da war...
Wie sehr sie einfach schlafen und nie wieder denken wollte...
Wie sehr Morphium ihr dabei helfen würde...

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Corinne
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Re: Austin [Texas, USA]

from Corinne on 03/01/2025 03:21 PM

Cecilia saß auf dem Boden vor dem Tisch. Sie sah so elend aus, aber dennoch fuhr eine gewisse Erleichterung durch Corinne hindurch. Sie war noch da, war nicht durch eines der Fenster abgehauen. Entweder weil sie wirklich stärker war, als Cecilia von sich selbst glaubte, oder weil sie ws nicht bedacht hatte ... oder weil sie nicht konnte. Corey drückte sich von der Tür ab und ging zu der auf dem Boden kauernden Frau hin. Sie struggelte ein wenig damit selbst runter zu kommen. Hinter Cecilia knien konnte sie sich nicht, das würde ihre verletzten Oberschenkel zu sehr dehnen. Also setzte sie sich ganz normal hinter sie, die Beine ausgestreckt und genauso zog sie die junge Frau zwischen ihre Beine und an sich heran. Ganz fest schlang sie ihre Arme um den zierlichen Körper und irgendwo in der wirren Haarbracht gab sie ihr einen Kuss auf den Kopf. Vorsichtig legte sie ihre Hand auf Cecilias Stirn, ohne Druck auszuüben. Nur für den Fall, dass sie ihren Kopf wieder an ihre Knie schlagen wollte. Selbst das konnte schon eine Gehirnerschütterung auslösen. Corinne wusste wie empfindlich das Hirn war. Oh, woe sehr sie es seit dem letzten Jahr wusste. Ihre Augen wanderten zu der Stelle in der Garage, an der ehemals ihr Motorrad gestanden hatte. Da stand es heute selbstverständlich nicht mehr. Elias hatte es hinter das Haus und unter die Überdachung gestellt. Dennoch weckte es Erinnerungen, schöne, wie unschöne.
Sanft strich sie Cecilia mit ihrer Hand über die Seite ihres Körpers und rieb auch ihren Arm, un ihr zu zeigen, dass alles gut war. Dass, egal was sie tat oder sagte, Corinne es ihr nicht übel nehmen würde. Sie konnte ja schlecht mit ihr reden. Handzeichen würden jetzt auch nichts bringen und schreiben erst recht nicht. Sie kannte diese Situation. Nicht von sich selbst, nein. Sie hatte das alles schon einmal hinter sich gebracht. Nur ohne kleines Baby im Hintergrund. Damals war es Deryks Sohn gewesen, dem sie im kalten Entzug beigestanden hatte. Nicht hier, aber es war die gleiche Situation. Er hatte es danach geschafft, er war clean geworden. Corey angelte ihr Handy aus ihrer Hosentasche, öffnete die App und schrieb mit einer Hand, dann spielte sie die Computerstimme ab. Unpersönlich, aber es waren ihre Worte und vielleicht kam es irgendwo bei Cecilia an.
~ Es ist hart, aber egal wie schlimm es noch wird, ich weiß, du bist stark. Du schaffst das. Du bist stärker, als alles was dir bisher widerfahren ist, stärker als die Menschen, die dich versucht haben zu brechen und stärker als alles, was noch kommen wird. Ich hab dich lieb. ~
Worte, die sie damals auch Marvin sagte und jedes einzelne davon war bei beiden dieser jungen Leute wahr. Sie liebte beide wie ihre eigenen Kinder. Marvin hatte es damals geschafft, er war clean geworden. Was Corinne jedoch nie erwähnte war, dass er auch wieder anfing Drogen zu nehmen. Nicht mehr so wie früher, unregelmäßiger, nicht mehr so viel, aber er tat es. Von ihm wusste sie, dass man eine Sucht niemals wirklich los würde, es war ein Leben lang ein Kampf und die kleinste Ungereimtheit reichte, um einen wieder zurückzustreiben. Das waren seine eigenen Worte gewesen. Und sie wusste, er hatte Recht. Deryk wusste, dass sein Sohn recht hatte. Sie hatte es am eigenen Leib gespürt und Deryk wusste es. Er wusste, dass sein Sohn und seine beste Freundin abhängig waren. So, wie Deryk wusste, dass sie von ihm schwanger war. Corey schloss kurz ihre Augen und konzentrierte sich wieder auf die Situation, aber sie weckte so viele Erinnerungen und eine Sehnsucht, die sie immer versucht hatte zu unterdrücken. Unbewusst drückte sie Cecilia fester an sich heran. Ihre Nähe tat ihr gerade so gut, auch, wenn Corinne eher Cecilia gut tun sollte. Ob das der Fall war, wusste sie nicht, aber sie wusste eines. Wieder schnappte sie ihr Handy und tippte mit einer Hand etwas Neues ein.
~ Egal, wie das hier endet, oder irgendetwas je endet, ich werde dich nicht alleine lassen. Ich werde immer dein sicherer Hafen sein, egal wie weit du hinaus segelst ind wie lange du auf See bist. ~
Sie spielte die Nachricht ab und bemerkte erst im Nachhinein, wie poetisch das klang. Ab und an kam eben ihr Literaturstudium heraus. Sie küsste abermals Cecilias Kopf und legte ihre Hand wieder an deren Stirn. Sie würde ihr gerne all diese Entzugserscheinungen nehmen, aber das war unmöglich ...

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Cecilia

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Re: Austin [Texas, USA]

from Cecilia on 03/01/2025 07:25 PM

Es war, als wäre ihr ganzer Körper ein einziger schreiender Schmerz. Ihr Eingewiede krümmten und wandten sich, doch in ihremn MAgen war nichts mehr, was sie hätte würgen können. Ihre Augen brannten, ihr Kopf schmerzte und pochte und ihr war übel und alles in irh schrie nach Morphium, schrie nach Heroin, schrie danach, dass es enden sollte, dass es enden sollte. Sie befand sich in völliger Erschöpfung, völliger Entkfäftung, welcher sie nciht entfliehen konnte. Die sich nur immer weiter, ins Unendliche hinein verstärkte. Und ein Teil, ein kleienr Teil in ihr, der noch Verstand besaß, der schämte sich. Oh, und wie er sich dafür schämte, wie elendig sie hier auf dem Boden kauerte, wie elendig sie aussehen musste, mit Roth unter der Nase und schielenden Augen und tränenüberströmtem Gesicht, zitternd und dünn und blass und krank und am schlimmsten: alles selbst verursacht. Irgendwo. Sie hätte ja schon lange clean sein können. Warum hatte sie es bei all den vorigen Versuchen nur nie durchgezogen. Warum war sie immer rückfällig geworden. Wieder schlotterte sie und presste sich jetzt an den warmen Körper Coreys, der plötzlich da war, wie aus dem Nichts, sie wusste nicht woher, aber sie klammerte sich daran fest, wie zu einer Kugel zusammengerollt. Sie bibberte. Sie wollte sich übergeben, aber sich auch nicht bewegen. IHr Körper schmerzte. Sie wollte schreien und sie wollte um sich schlagen und topben, bie sie einfach bewusstlos würde und nichts mehr spürte, nichts mehr von allem spüren würde...
Eine mechanische Stimme erklang. Cecilia hatte die Augen geschlossen, klammerte sich an Coreys (abgesehen vom Schwangerschaftsbauch) dünnen Körper und lauschte der Stimme. Trotz des mechanischen Klangs, hatte es etwas beruhigendes. Etwas, worauf sie sich fokussieren konnte. Es war etwas anderes, als dieser immer währende Schmerz in ihr, die innere schreiende und brüllende Stimme. Sie wollte, dass diese Stimme weitersprach, einfach immer weitersprach, nicht aufhörte, auch wenn sie die Worte kaum schaffte zu hören oder zu verarbeiten,a uch wenn die Worte kaum bei ihr ankamen. Nur eines kam tatsächlich an. Sicherer Hafen. Dass Corey ihr sicherer Hafen war oder sein wollte oder irgendetwas in der Art. Zitternd stützte sich Cecilia hoch, wischte sich die Tränenspuren von den Wangen und den Schnodder von der Nase und sah Corey an. Ihre Mutter. Oh Gott, wie dankbar sie war diese Mutter gefunden zu haben. Ihre Mum.
Eigentlich wollte sie sagen, dass sie sie nicht verletzen wolle. Dass sie besser gehen sollte, falls sie austickte. Doch stattdessen fragte sie: "Kannst du irgendein Hörspiel anmachen? Irgendeines?"
Sie wartete kurz Coreys Antwort ab, dann legte sie sich wieder hin, kugelte sich zusammen, legte den Kopf in Coreys Schoß und versuchte nur, sich vom Inneren Schreien nicht überwältigen zu lassen, um nicht auf alles und jede zu beginnen, einzuschlagen...

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Corinne
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Re: Austin [Texas, USA]

from Corinne on 03/01/2025 08:09 PM

Cecilia kämpfte wirklich mit sich selbst oder besser dem Entzug. Alleine das und sich darauf einzulassen, war schon sehr mutig. Corinne war sich durchaus bewusst, dass Cecilia auch jederzeit durchdrehen konnte. Auch das kannte sie schon und das nicht nur von Marvin, Deryks Sohn. Aber viele Menschen vergaßen gerne, wer wirklich vor ihnen stand oder in dem Fall bei ihnen saß. Corinne mochte klein und schmächtig sein, derzeit vielleicht auch schwanger, aber sie war trotz allem eine Soldatin. Sie kannte sich nicht nur mit automatischen und halbautomatischen Waffen aus und traf jedes Mal ins Schwarze, sondern sie hatte dank dem Spezialprojekt gelernt mit jeder Waffe umzugehen. Wenn es sein musste, konnte sie mit einem Besenstiel töten oder sogar mit ihrer bloßen Hand. Sie kannte so viele verschiedene Verteidigungs-Kampfsportarten und konnte auch einige recht gut anwenden. Egal was Cecilia hier anstellte, Corinne würde sie mit wenigen Griffen so fixieren können, dass sie niemanden, nicht mal sich selbst schaden zufügen konnte. Auch, wenn das das Letzte war, was Corinne tun wollte, aber genau das hatte sie damit gemeint, als sie zu Cecilia sagte, dass sie, nachdem sie ihr Wort hatte, den Entzug wirklich durchziehen zu wollen, alles dafür tun würde, dass sie es auch wirklich durchzog.
Irgendwann bewegte sich das kleine Häufchen Elend in Corinnes Armen und sah sie an. Sie sah wirklich furchtbar aus und es gab noch nicht mal Tempotaschentücher in der Nähe. Daran hatte Corinne nun wirklich nicht gedacht. Und dann sprach Cecilia. Nicht jedes Wort konnte sie von deren Lippen ablesen und sie musste sich eingestehen, dass sie das noch mal vermehrt seit ihrem Unfall üben musste. Vielleicht sprach Cecilia auch nur undeutlich, zu verübeln war es nicht. Die App zeichnete aber alles auch und Corey konnte es lesen und dann stutzte sie. Sie hob überrascht ihre Augenbrauen und blickte die junge Frau, die es sich nun auf ihrem nicht verletzten Bein gemütlich gemacht hatte irritiert an. Ihr musste glatt entfallen sein, dass Corey taub war. Was sollte sie denn mit einem Hörspiel? Aber gut, sie kam der Bitte nach und begab sich mit ihrem Handy auf Youtube. Dort suchte sie nach Geschichten, aber im ersten Moment fand sie nur Gruselgeschichten oder Thriller. Na, das brauchten sie nun nicht. Also verließ Corey Youtube wieder. Da kam eh immer so merkwürdige Werbung und die musste für Hörende schon störend sein, wenn es sie bereist störte, wenn sie dann doch mal Videos mit Untertitel ansah. Ihr kam aber eine andere Idee. Und wieder war Deryk indirekt beteiligt. Deryk hatte nicht nur einen noch 25 Jahre alten Sohn, sondern auch eine 5 Jährige Tochter. Beide natürlich nicht taub und in der Vergangenheit kam es öfter vor, dass Corey auf Neave aufpasste. Diese liebte es, wenn man ihr etwas vorlas, was Corinne ja nicht wirklich konnte. Also hatte sie eine App mit Hörspielen, die sie immer laufen ließ. Als Ausgleich musste Corey dann mit Neave kuscheln, während das Hörspiel lief. Kinder wussten einfach, wie sie es machen mussten und sie vermisste die Kleine, aber jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt jemanden zu vermissen. Sie öffnete eben diese App und scrollte durch. Es gab natürlich nur Kinderhörspiele und viele davon kannte sie nicht. Neave hörte gerne Bibi und Tina, so ein Hörspiel mit einer kleinen Hexe auf einem Reiterhof. Pferde waren doch immer gut und so startete Corinne einfach eine Folge von Bibi und Tina, drehte die Lautstärke des Handys auf die Hälfte hoch und hoffte einfach mal, dass das laut genug für Cecilia war und gleichzeitig Sandro nicht weckte. Dann platzierte sie ihre Hand vorsichtig auf Cecilias Kopf und sanft strich sie durch deren Haare.

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Cecilia

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Re: Austin [Texas, USA]

from Cecilia on 03/01/2025 08:48 PM

Es brauchte eine Weile, bis endlich etwas ertönte. In der Stille, die bis dahin herrschte, verkrampften sich immer wieder Cecilias Hände. Mal in ihre eigenen Arme, bohrten ihre Fingernägel in ihre Haut, dann in Coreys Bein, dann kratte sie über den Fußbdoden. Verzweifelte Versuche, den Inneren Drang loszuschlagen, einfach auf irgendetwas in zu ürpgeln und zus chreien und bis zum Umfallen oder Heroin zu rennen zu unterdrückten. Sie wollte sich selbst den Kopf einschlagen, damit einfach alles ruhig war, endlich alles aufhörte, und grade als sie beschloss, das zu tun, beschloss sich aufsetzen zu wollen um dann ihren Kopf einfach rasend gegen den Boden zu donnern - gerade in diesem Moment, ertönte Musik. Natürlich kannte Cecilia die Musik. Bibi und Tina. Unwillkürlich musste sie lächeln. Es war ungewohnt, die Titelmusik auf Englisch zu hören. In ihrer Heimat hatte sie sie auf Portugiesisch gehört. Aber es war in Ordnung. Eigentlich war es sogar perfekt. Es versetzte sie in ihre Kindheit. Und zwar in einen Teil ihrer Kindheit, der heil gewesen war. Wenn sie bei ihrer Mãe im Bett gelegen hatte, an sie gekuschelt und dieses Hörspiel hörte. Oder mit Kopfhörern auf den Ohren mit diesem Hörspiel in ihrem Bett lag und irgendwelche Malbücher ausmalte. Sie hatte ewig kein Hörspiel mehr gehört, dabei war es früher eien sichere Zuflucht für sie gewesen. Ein Ort, wo sie alles vergessen konnte. Wo sie in Welten floh, in denen alles in Ordnung war.
Cecilias Atem wurde merklich Ruhe. Ihre angespannte Muskulatur erschlaffte, während sie den Worten und der vorlesenden Stimme horchte. Der Geschichte folgte sie nicht - dazu waren ihre Gedanken gar nicht in der Lage - aber einfach einer Stimme zu zu hören die redete und redete, über irgendetwas belangloses, irgendetwas vollkommen anderes, lenkte sie ab. Es ließ sie zur Ruhe kommen. Ihre innere schreiende Stimme wurde schwächer. Und nicht viel später hatte die enorme Erschöpfung wegen des ewigen Kampfes ihren Tribut gefordert und Cecilia war in Schlaf geglitten.

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Corinne
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Re: Austin [Texas, USA]

from Corinne on 03/01/2025 09:28 PM

Sie hätte es nicht für möglich gehalten, vielleicht auch, weil sie es selbst nicht nachvollziehen konnte, aber Cecilia beruhigte sich durch das Hörspiel. Sie betrachtete ihr Handy kurz. Geräusche hatten eine unheimliche Macht. Das hatte auch sie des Öfteren schon am eigenen Leib zu spüren bekommen, wenn sie die Soundprozessoren ihres Cochlea-Implantats angezogen hatte. So, wie sie es die letzten drei Tage auf ihrer Heimreise getan hatte. Sie war immer mitten im Nirgendwo, inmitten der Natur stehen geblieben, hatte gerastet und die Soundprozessoren angezogen. Es war überwältigend gewesen, aber außer Vögeln, dem Plätschern von Wasser, wenn sie in Flussnähe war und dem Rauschen des Windes, der die Baumkronen der Bäume durchstreifte und das Laub zum Rascheln brachte, war nie etwas zu hören gewesen. Bis auf ihren eigenen Atem, der jedoch etwas beruhigendes hatte und ihre Schritte und der Waldboden, der unter ihren Schuhsohlen knirschte. Sonst gab es nichts. Keine anderen Geräusche. Nur sie und die Natur, alleine, ganz alleine. Das hatte sie drei mal am Tag getan, für jeweils eine Stunde, eben immer dann, wenn sie rastete und es noch hell genug dafür war, draußen herumzulaufen. Und diesmal war es anders gewesen. Ganz anders als sonst. Vielleicht, weil sie es wollte. Weil es diesmal nicht ihr Vater wollte, sondern sie. Schon am dritten Tag, kurz bevor sie hier ankam, hatte sie bemerkt, dass etwas passierte. Ihre Ohren begannen die Geräusche herauszufiltern. Sie war in der Lage gewesen einen nervig pfeifenden Vogel in den Baumkronen ausfindig zu machen. Größtenteils hatten ihre Augen ihr dabei natürlich geholfen, aber lokalisieren konnte sie den Vogel nur, durch die Soundprozessoren. Corinne blickte wieder auf ihr Handy. Dennoch würden ihre Implantate hier nicht viel bringen. Sprachen klangen alle chinesisch für sie, wie man immer so schön sagte. Sie musste die Menschen, ihre Lippen ablesen und so langsam erst einmal lernen, wie sich die einzelnen Buchstaben wirklich anhörten und dann kamen die Worte, jedes einzelne, wie ein Baby, dass eine Sprache erlernen musste und genauso war es ihr auch erklärt worden. Bis sie überhaupt mal begreifen würde, wie die Sprache funktionierte würde ein gutes Jahr oder in ihrem Alter sogar zwei, drei Jahre ins Land gehen. Aber darum ging es ihr gar nicht. Sie wollte nur die Geräusche hören, wissen, wie sich Dinge anhörten. Gedankenverloren strich sie Cecilia so über den Kopf. Noch sehr lange war sie in ihrer eigenen Gedankenwelt geblieben, bis sie bemerkte, dass Cecilia eingeschlafen und das Hörspiel längst zu Ende war. Das war der Moment, indem sich Corey einfach auf den Rücken legte. Der Boden war hart, aber das war ihr egal. Sie war erleichtert, dass Cecilia eingeschlafen war. Im Schlaf konnte man die meisten Krankheits- oder eben Entzugssymptome bekämpfen. Sie bemerkte es nicht, aber auch ihr fielen irgendwann die Augen zu.
Erst, als es draußen bereits hell war, wurde sie wieder wach. Wie lange sie geschlafen hatte, wusste sie nicht, aber sie spürte sofort das weiche Kopfkissen unter ihrem Kopf. Jemand musste es dahingelegt haben, denn sie und Cecilia lagen noch da, wie zuvor. Aber nun lag zwischen Corinnes Beinen ebenso ein Kissen, auf dem die jüngere Frau ruhte. Außerdem waren sie, wie auch Cecilia mit einer Decke zugedeckt und neben ihnen beiden stand ein Tablett. Eines mit Kaffee und einem Zettel, auf dem Cecilia stand und eines mit Tee. Der war mit 'Corey' beschriftet. Natürlich ... kein Kaffee für sie, aber das war ja im Anbetracht ihrer Umstände in Ordnung. Corey blickte sich um und stützte sich auf die Ellbogen. Scharf zog sie ihre Luft ein. Ihr Rücken schmerzte von dem harten Boden. Sie war eben nicht mehr die Jüngste und die Schwangerschaft tat wohl ihren Rest. Jedenfalls erkannte sie nachdem die ersten Schmerzen verflogen waren, dass Sandro fehlte und auch die Tür zum Haupthaus stand sperrangelweit offen und der Duft von frisch gebackten Brötchen drang an ihre Nase und ... ihr wurde schlecht davon. Schwangerschaft und Arfid sei Dank. Sie konzentrierte sich wieder auf ihre Situation und strich Cecilia sanft über den Kopf, befühlte ihre Stirn, um zu sehen, wie es ihr ging.

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Cecilia

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Re: Austin [Texas, USA]

from Cecilia on 03/01/2025 10:02 PM

Erschöpfung hin oder her. Cecilia schlief nicht gut. Oder gar durch. Nach etwa drei Stunden schreckte sie auf, schreiend, keuchend. Ihr Vater, der sie wieder einmal misshandelt, vergewaltigt hatte. Und die toten Augen ihrer Mãe und ihres Bruders, welche sie dabei beobachteten. Sie fühlte sich elendig. Ihr Mund war trocken und schmeckte nach Erbrochenem, ihre Haut war kalt und klamm. Durch das Fenster fiel das erste schwache Sonnenlicht, der Himmel war in einem lilanen rosa gefärbt. Wie spät es sein mochte? Cecilia hatte keine Ahnung, wann hier die Sonne aufging. Fünf Uhr? Sechs Uhr? Sieben Uhr? Sie betrachtete ihre Mum und war dankbar, dass sie da geblieben war. Das war nicht selbstverständlich. Sie rollte sich wieder zusammen - es brauchte lange, aber irgendwann war ihr erschöpfter Körper wieder in einen unruhigen Schlaf geglitten.
Das nächste Mal wachte sie auf, als die Tür geöffnet wurde. Sie zuckte zusammen, fuhr hoch, war sich usnicher, ob sie überhaupt seit dem letzten Wach werden geschlafen hatte. Es war Elias. Er winkte ihr kurz zu und deutete auf Sandro. Er weinte. Sofort fühlte sich Cecilia schlecht. Wie war ihr das nicht aufgefallen? Hatte er grade erst angefangen? Hatte sie das wirklich ignoriert? Sie fühlte sich schlecht. Umso mehr wie die beschissenste Mutter die es gab. Sie verstand Elias lautlose Frage und nickte nur. Peinlicherweise fühlte sie sich grade nicht mal bereit, aufzustehen. Er gab ihr ein Kissen, legte auch den Kopf seiner Frau liebevoll auf eines, was Cecilia leicht lächeln ließ. Sie wartete, bis er - mitsamt Sandro im Arm - gegangen war, dann legte sie ihren Kopf auch wieder auf das Kissen. Ihr war klar, dass die Tür jetzt offen war. Sie könnte einfach rausspazieren. Raus, über den Hof und niemand würde sie aufhalten. Sie könnte sich den nächstbesten Dealer suchen. Aber wollte sie das?
Sie betrchtete Sandros leeres Bettchen, und eine Art schwere, bleierne Traurigkeit befiel sie. Ihr ganzer Körper pochte dumpf. Die Schmerzen waren weg und hatten eine bleierne erschöpfende Schwere hinterlassen. Nein. Nein,d as wollte sie nicht. das hatte ihr Sohn nicht verdient.
Und sie selbst auch nicht, dachte sie trotzig.
Kurz darauf kam Elias wieder. Kaffee und Tee. Cecilia dankte ihm kurz mit der Geste, dann legte sie sich erneut hin. Sie wollte bei Corey bleiben, bis sie wach war, so wie sie auch bei ihr geblieben war. Cecilia hatte außerdem nicht das Gefühl, viel geschlafen zu haben. Ihr ganzer Körper fühlte sich, als hätte sie Muskelkater. Ihr Magen war ein einziger leerer Schmerz. Ob sie es später wagen konnte, etwas zu essen? Sie schloss die Augen wieder. Irgendwann meinte sie, Brötchen zu riechen. Ihr Magen knurrte, gleichzeitig wurde ihr schlecht. Aber sie würde es versuchen müssen, oder?
Und dann spürte sie eine Hand, die ihr durch die Haare strich. Mum, dachte sie sofort. Einige Momente lang genoss sie die sanften Liebkosungen, die sie so gar nicht gewohnt war. Dann öffnete sie die Augen, richtete sich auf. Sie lächelte schwach und dankte auch ihr. Von ganzem Herzen. Sie deutete erst auf das Tablett und machte dann mit ihren Fingern das Finger-Alphabet: E-L-I-A-S. Wahrscheinlich war Corey das klar gewesen, dennoch... wollte Cecilia es ihr mitteilten. Sie beugte sich vorsichtig über Coreys Beine, um nicht auf ihr verletztes Bein zu kommen, reichte ihr dann Tee und nahm sich selbst den Kaffee. ihre kalten Finger klammerten sich an die heiße Tasse. Ob der drin bleiben würde?

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Corinne
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Re: Austin [Texas, USA]

from Corinne on 03/01/2025 10:40 PM

Cecilia war wach. Corey wusste nicht, ob sie die junge Frau geweckt hatte oder ob sie vorher schon wach gewesen war. Tatsächlich hatte sie nicht mal mitbekommen, als diese in der Nacht oder vor wenigen Stunden aufgeschreckt war. Corey musste ziemlich erledigt gewesen sein oder das Ibuprofen und das Penicillin hatten dazu beigetragen. Sie wusste es nicht und sie wusste ja auch nicht, dass Cecilia schon wach gewesen war. Wahrscheinlich hätte sie sich selbst dafür geohrfeigt, dass sie davon nicht aufgewacht war.
Sie lächelte Cecilia an und ihr Lächeln wurde breiter, als sie Elias namen buchstabierte. Corey nickte einmal kurz. Ihr war klar gewesen, wer hier für sie gesorgt hatte. Sie hob ihre Hand, formte sie zu einem 'E' und schüttelte sie dann sanft neben ihrem Kopf in Höhe ihrer Schläfen zwei Mal. Das war Elias Name in ihrer lokalen Deaf-Community und natürlich auch in der Familie und bei Freunden. Sie buchstabierte seinen Namen wieder und machte dann wieder das Zeichen, damit Cecilia verstand, was sie meinte. Sie wollte hier leben und hatte auch schon Interesse an ASL gezeigt, also warum nicht. Außerdem lenkte es sie vielleicht ein wenig ab.
Corey nahm den Tee dankend entgegen und trank einen Schluck davon. Sie hätte gerne gegegen den Kaffee getauscht, aber das ging leider nicht. Nach ein paar Schlucken stellte sie den Tee wieder ab und setzte sich langsam richtig aufrecht hin. Das klappte mehr schlecht als recht. Sie wurde wirklich alt. Dann begann sie zwei Gesten zu zeigen. Ihre beiden Hände lagen mit den Fingerrücken aneinander und nur eine davon drehte sie zur Hälfte, ehe sie fragend auf Cecilia deutete. Die Bewegungen waren etwas unflüssig, vor allem die erste, aber man konnte es dennoch erkennen. 'Wie geht es dir?' sollte es heißen. Corey war sich nicht sicher, ob Cecilia es verstand. Hatte sie es am Abend zuvor nicht schon genutzt? Sie wusste es nicht mehr, es war so viel dazwischen passiert. Sie schnappte ihr Handy und öffnete die App. Schnell tippte sie ein.
~ Wie geht es dir? Willst du mal versuchen etwas zu frühstücken? ~
Und spielte die Computerstimme wieder ab. Sie hatte ja bemerkt, dass es Cecilia auf seltsame Art ein wenig beruhigt. Außerdem war lesen für die junge Frau sicher noch schwer, nach der ganzen Anstrengung, die wahrscheinlich noch nicht ganz rum war. Mit der offenen Tür, fand momentan ohnehin eine Probe Cecilias statt, die Elias wahrscheinlich unbeabsichtigt aufgestellt hatte. Corey blickte zu der offnen Tür. Wäre sie schnell genug, wenn Cecilia es versuchen würde?

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Cecilia

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Re: Austin [Texas, USA]

from Cecilia on 03/02/2025 06:48 PM

Corey lächelte sie an. Und es tat gut, en freundliches Gesicht zu sehen. Eines, welches sie nicht mit ihrem Verhalten am vorigen Tag irgendwie weggestoßen hatte. Sicherer Hafen, kam irh grade unzusammenhängend in Den Kopf, aber sie wussete nict warum und konnte sonst auch keinen Bezug herstellen. Die letzte Nacht war... ein schmerzhafter, verchwommener Klumpen. Sie schämte sich dafür und hoffte, nicht so wahnsinnig gewesen zu sein, wie sie sich gefüht hatte. Zumindes jetzt im Rückblick.
Sie erwiderte Corey, die fast aussah als würde sie strahlen und beobachtete dann ihre Geste. Sie erkannte, dass auch sie Elias Namen buchstabierte. Und dann formte sie ein E, bewegte sie Hand jedoch an der Stirn. Kurz strenge Cecilia ihr Hirn an, dann fragte sie: Gebärden-Name? Sie wusste nicht, ob sie es wirklich richtig gebärdete, fügte einfach nur die beiden gebären die sie kannte: "Gebärden" und "Name", aneinander. Aber sie hoffte, dass Corey sie verstehen würde.
Mit dem Kaffee in der Hand - davon getrunken hatte sie noch nicht - beobachtete sie erneut Coreys Gestern. Sie glaubte, sie kennen zu müssen, doch es fiel ihr schwierig, sich zu konzentrieren. Sie fühlte sich wie überführen. Fragte sie, wie es ihr ging... oder so? Würde zumindest Sinn ergeben, oder?
Aber schon ertönte auch wieder die mechanische Stimme von Coreys App. Frühstücken... Cecilias Magen rumorte und bäumte sich kurz danach leicht auf. Sie zuckte mit den Schultern, nickte dann aber. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als es zu probieren. Ihr Körper brauchte unbedingt ein wenig Energie. Sie reckte sich, um ihre Kaffee-Tasse auf den Tisch zu stellen. Dann reichte sie Corey die Hände, um ihr hochzuhelfen. Sicher war sie nach einer Nacht auf dem Boden steif - und da war ja auch immer noch die Wunde. Als Corey stand, sah Cecilia auf ihrem Tisch Papier und Stifte liegen. Rasch schrieb sie: Versuchen wir beide was zu essen. Grade wollte sie fragen, ob sie nicht später vielleicht gemeinsam etwas Safe Food für sie kaufen wollten, da fiel ihr ein, dass das in ihrem (also Cecilias) momentamen Zustand, wohl keine gute Idee wäre. Sie würde sich sofort etwas besorgen. Scheiße. Sie biss sich kurz auf die Unterlippe, dann sah sie zu Corey und gebärdete: Danke - die Nacht.

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Corinne
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Re: Austin [Texas, USA]

from Corinne on 03/06/2025 05:20 AM

Corey hatte keine Ahnung, an wie viel sich Cecilia noch erinnerte, aber ihre Vermutung lag dabei, dass sie das Meiste, das letzte Nacht passiert ist, gar nicht mehr in Erinnerung hatte. Einerseits war das für Cecilia gut. Niemand wollte sich an sein Entzugsverhalten erinnern. Andererseits spielte es auch etwas Corey in die Karten, denn das Ganze schwächte die Erinnerung Cecilias an Coreys eigenen Probleme schön ab. Und das war gut so.
Nachdem sie gezeigt hatte, wie Elias Name ging oder wie man ihn rief, fragte Cecilia, ob es Elias Name in ASL war. Das hatte Corey nur allzu gut verstanden, trotzdem neigte sie ihren Kopf leicht zur Seite und ihre wurden wieder einmal die Unterschiede zwischen Hörenden und Gehörlosen bewusst. Tatsächlich waren die Namen, die man in ASL erhielt nicht zwingend mit den Namen gleichzusetzen, die auf dem Papier standen. Für Gehörlose waren die Namen auf dem Papier nur rein formell. Natürlich teilten sie jene den Hörenden mit, weil sie wussten, dass sie nur damit etwas anfangen konnten, aber für Gehörlose war es einerlei. Sie wussten sowieso nicht wie sich ihre Namen anhörten, sie kannten nur Zeichen und wussten damit etwas anzufangen, aber das zu erklären würde den Rahmen ihrer Kommunikation sprengen. Also zuckte sie lediglich mit den Schultern und nickte gleichzeitig.
Und dann stand Cecilia auf und Corey rappelte sich von alleine auf. Es wäre eine Lüge gewesen, wenn sie behauptet hätte Cecilia helfende Hand nicht bemerkt zu haben, aber sie tut nun mal so, als hätte sie sie nicht bemerkt und stand ganz alleine, ohne Hilfe auf. So, wie sie es gewohnt war und vielleicht war sie nach einer solchen Nacht, in der sie mehr Stärke bewiesen hatte, als eigentlich noch in ihr hätte schlummern können, einfach ein wenig zu stolz, um sich helfen zu lassen. Diese Nacht hatte sie wieder daran erinnert, was sie alles konnte und was sie alleine bewerkstelligt hatte. Sie war nicht der Typ Mensch, der nicht alleine klar kam. So stand auch sie kurz darauf auch und dann kam diese Frage. Corey nahm den Block von Cecilia entgegen und schrieb als Antwort zurück.
~ Bin schon etwas länger wach, hab bereits gegessen. ~
Und das war eine Lüge, aber Corey brachte sie rüber, ohne rot zu werden oder mit der Wimper zu zucken. Sie würde sich heute nicht die Blöße geben und an einem Frühstückstisch mit ihren Jungs und Cecilia sitzen und nichts essen können oder wollen. Sie wandte ihren Blick Richtung Küche. Apropos Jungs. Sie schluckte schwer. Sie hatte keine Lust ihnen über den Weg zu laufen. Nein, ganz und gar nicht und das hatte seine Gründe, also schrieb sie erneut.
~ Ich werde einen Spaziergang machen, während du frühstückst. Solltest du den Drang haben, dir Drogen zu besorgen, wird Elias dich einsperren und dann kannst du gleich deine Idee mit ihm besprechen. ~
Sie reichte Cecilia wieder den Block und hinkte auf die Tür zu, die zur Straße hinaus führte. Den Schlüssel dafür hatte sie ja.

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