Austin [Texas, USA]
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Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 16.03.2025 14:56Corey ignorierte ihre helfende Hand. Eigentlich hätte sie es sich nicht wundern durfen, oder? Sie wusste schließlich, dass ihre Mum eine Einzelkämpferin war. Also zog sie ihre Hand wieder zurück, lächelte sie jedoch leicht an. Ihre Augen glitten kurz zu der Schusswunde am Bein, die immer noch gut und fest verbunden war. Zum Glück. Sie btete, dass sich die Entzündung oder so noch würde aufhalten lassen. Sie wollte nicht, dass ihre Mutter wieder ins Krankenhaus müsste... (und diese wollte es sicher genauso wenig).
Corey schrieb etwas und Cecilia wartete. Doch als sie die Nachricht dan las, zogen sich ihre Augenbrauen sofort misstrauisch zusammen. Sie schüttelte den Kopf, nahm jetzt - aus Gewohnheit - den Stift und schrieb schnell und kräftig: ~ Ich bin schon seit Stunden wach. Entzugserscheinungen und Schlafstörungen. Du hast geschlafen. Nur Elias kam einmal rein mit den Kissen und Decken und hat uns dann nochmal den Kaffee gebracht. Wenn du gehst, dann sperr mich bitte direkt wieder ein. Und versprich mir, dir etwas Safe Food zu kaufen, ja? ~
Sie versuchte, nicht zu viel ihrer Sorgen und Ängste und zurzeit dank des Entzugs eh völlig durcheinanderwirbelnden und viel zu starken Gefühle in die Worte zu legen und reichte Corey den Block. Das gute Gefühl beim Wachwerden war wieder komplett verflogen. Ihr war schlecht und am liebsten würde sie sich aufschlitzen. Daran durfte sie nicht denken. Sie wollte Sandro nehmen, doch sein Bettchen war leer (ach ja... Elias...), also wandte sie ihre Schritte stattdessen zum Bett, setzte sich in seine Ecke, zog ihre Beine eng an ihren Körper, mit den Armen umschlungen, und legte ihren Kopf seitlich auf die Knie, um irgendwo ins Nichts zu starren. Wo sollte alles noch enden? Und würde sie jemals wieder vertrauen können...?

Corinne
Gelöschter Benutzer
Re: Austin [Texas, USA]
von Corinne am 20.03.2025 16:59Cecilia schrieb. Ihre Hand flog schnell über das Papier, als wäre sie aufgeregt und sie drückte den Stift fest auf, was Coreys Vermutung nur bestätigte. Sie schielte auf das Papier und konnte ein paar Worte davon lesen, aber sie wartete geduldig, bis Cecilia geendet hatte und ihr den Notizblock reichte. Als Corey die Worte las, hob sie ihre Augenbrauen, schürzte ihre Lippen kurz und nahm tief Luft. Ihre Lüge war aufgefallen und das Problem war nicht nur, dass sie sich damit immer tiefer in den Mist ritt, sondern auch, dass sie es Cecilia und ihren Mitmenschen nicht einfacher machte. Einen Moment starrte Corey an dem Notizblock vorbei auf den Boden. Safefood ... Sie schloss ihre Augen. Endlose Sekunden vergingen. Sekunden, die wie eine Ewigkeit wirkten und ihr tausend Gedanken durch den Kopf schießen ließen. Irgendwann öffnete sie ihre Lider wieder und nahm abermals tief Luft. Sie legte den Block auf den Tisch, drehte sich um und wollte statt die Garage zu verlassen, in die Küche gehen. Dabei stieß sie mit dem Fuß die Tasse mit ihrem Tee um. Die Tasse kippte mit einem dezenten Klirren um und die Flüssigkeit ergoß sich vor Coreys Füßen und begann sich auszubreiten. Der Tee floß auf ihre Schuhe zu, aber nur zwei Zentimeter davor machte er um ihren Schuh rechts und links einen Bogen und berührte nicht einmal die Sohlen. Hinter ihrem Fuß floß der Tee wieder zu eienr einheit zusammen. Sie beobachtete das Schauspiel, wohl wissend, dass es nicht normal war, aber ließ sich auch nichts anmerken. Stattdessen machte sie einen Schritt über das Malheur und ging dann aus dem Raum. Kurz darauf kam sie mit einem Putzlappen wieder, wischte alles auf und verschwand dann wieder. Nach einigen Minuten war sie aber schon wieder da. Jedes mal hatte sie die Tür zum Haus hin offen gelassen, darauf vertrauend und vielleicht auch wissend, dass Cecilia nicht abhauen wollte. Als sie diesmal reinkam, hatte sie ein großes Tablett dabei. Darauf standen zwei Schüsseln voll Müsli, eine weitere mit frischen Erdbeeren, dann einige Toastbrotscheiben, dazu Marmelade, Käse und Honig. Auch zwei Gläser Orangensaft und Tee stand auf dem Tablett. Sie stellte es auf dem Tisch ab. Wenn Cecilia nicht mit ihrer Familie essen wollte, schön. Aber nichts zu essen war keine Option. Sie nahm eine Erdbeere, steckte sie in den Mund und ließ bloß das Grünzeug am Ende übrig. Dieses warf sie in Cecilias Richtung. Es hätte niemals genügend Widerstand besessen überhaupt so weit fliegen zu können und doch tat es das und es traf die junge Frau am Arm und damit hatte Corey ihre Aufmerksamkeit. Sie deutete ihr an, herzukommen und mit ihr gemeinsam zu essen und um ihr zu zeigen, wie ernst es ihr war, nahm sie ein Toastbrot, schmierte es mit Honig ein und begann es zu essen. Soviel zu Arfid. Während sie aß, setzte sie sich an den Tisch und betrachtete das Honigglas. Sie wusste, woher es kam und plötzlich kam ihr eine Idee. Sie legte das Brot ab, schnappte den Notizblock und schrieb:
~ Lass uns nach Australien gehen. ~
Sie hielt den Block und Stift in einer Hand und hielt Beides hoch, damit Cecilia es lesen konnte und mit der anderen Hand nahm sie wieder ihr Toastbrot und knabberte daran herum.
Re: Austin [Texas, USA]
von Cecilia am 26.03.2025 12:31Cecilia bekam Coreys Reaktion auf ihr Geschriebenes gar nicht mit. Sie hatte sich bereits auf das Bett verzogen, starrte an die frisch gestrichene Wand und stellte sich vor, wie Corey gleich hinaushumpeln, die Tür abschließen und wer weiß was tun würde. Vielleicht ja Drogen oder Medikamente kaufen? Cecilia würde es ihr nicht verübeln können. Sie wollte ja selbst. Aber sie musste an Sandro denken. An Coreys Abschlussworte. Vielleicht sollte sie sie aufschreiben? Damit sie sie ja nie vergaß und immer wenn sie schwach wurde, wieder lesen konnte? Ja. Wahrscheinlich wäre das gut. Vielleicht würde es ja irgendetwas bringen. Später. Gott wie gern würde sie diesen Schmerz in sich betäuben, diesen Schmerz von dem sie gar nicht so genau wusste oder benennen konnte, wo er herrührte, aber der sie einfach noch in den Wahnsinn trieb, dieser tiefe psychische Schmerz...
Schritte... Klirren. Cecilia öffnete die Augen, die sie irgendwann geschlossen hatte und sah auf. Corey stand da, die zerbrochene Tasse Tee zu ihren Füßen. Es war nicht schlimm. Sie würde es später wegmachen. Kleidung hatte sie ja, damit könnte sie das wegwischen. Oder so. Sie beobachtete, wie der Tee um Coreys Fuß herumfloß, ohne es so wirklich wahrzunehmen. Erst im Nachhinein fiel ihr auf, wie seltsam das war - doch dann schob sie es auf ihre Entzugserscheinungen. Wahrscheinlich nur eine ihrer beschissenen Halluzinationen. Gott, wie gern sie sich selbst den Kopf abreißen würde...
Corey ging hinaus - die Tür blieb spindelweit offen. GEH RAUS!!!, schrie ihr Verstand sie an. Cecilia krallte ihre Finger in ihre Beine, zog diese noch dichter an ihren Körper und legte ihren Kopf auf die Knie. Wenn sie sie nicht ansah, könnte sie ihrem Verstand vielleicht vorgaukeln, die Tür wäre geschlossen. Aber natürlich war das nicht so einfach. HAU SCHON AB!!! Worauf wartest du??? Sie stellte sich vor aus der Tür raus zu gehen und über den Hof, inw elchem Corey vorige Nacht angekommen war. Sie stellte sich vor auch den zu überqueren und dann der Straße einfach in die nächste Stadt zu folgen. Es war egal wie lange es dauerte, sie würde das packen, weil sie wusste, dass am Ende eine Belohnung auf sie warten würde. Es wäre einfach dort in den Gassen, in der Nähe von Clubs jemanden zu finden. Meist waren es eh die Dealer, die einen fanden - sie erkannten Junkies, die auf der Suche nach Stoff waren. Natürlich hatte Cecilia grade kein Geld, aber es wäre ja nciht das erste Mal, dass sie einen Dealer anders bezahlte...
Die Euphorie und die Motivation, die sich ihrer bemächtigten, als sie es sich so vorstellte, bekamen die Überhand. Sie stand auf, doch in diesem Augenblick war Corey wieder da. Sie wischte den Tee weg. Starr wie eine Statue, als wäre sie ertappt worden, stand Cecilia da, rührte keinen Muskel und beobachtete Corey steif. Wenn sie jetzt ging, würde sie die Tür abschließen, oder? Sie würde nicht mehr offen und einladend dastehen.
Aber sie schloss sie nicht... und Cecilia konnte sehen, wie Corey auch nicht das Grundstück für ihren "Spaziergang" verließ, sodnern wieder ins Haupthaus ging. Wie lange würde sie weg sein. Würde sie schnell merken, wenn sie jetzt ging? Cecilia steltle sich ihren Weg erneut vor. Stellte sich vor wie Corey zurückkam und feststellte, dass Cecilia weg war. Selbst hinterherlaufen würde sie mit ihrem Bein nicht können. Aber wahrscheinlich würde sie Elias Bescheid sagen. Sie hätten ein Auto. Und würden sie schnell wieder einsammeln. Und dann käme sie vielleicht doch in den Keller.
Unschlüssig stand Cecilia noch immer an Ort und Stelle und war nur wenige Schritte auf die geöffnete Tür zugegangen, als Corey erneut erschien. Schnell, als wäre sie geschlagen worden, stolperte Cecilia zurück zu ihrem Bett. Ihr Herz schlug schwer. Jetzt hast du deine Chance verpasst, sagte ihre innere Stimme und sie fühlte sich schlecht.
Corey hatte allerhand Essen dabei. Unwillkürlich fragte sie sich, was das sollte. Wollte sie sie zum Essen zwingen? Es jetzt einfach hier stehen lassen und dann gehen, wie sie es angekündigt hatte? Cecilia verstand nicht, was hier abging...
Sie zog die Augenbrauen zusammen, als das Grünzeug einer Erdbeere bis zu ihr flog. War das etwa auch eine Halluzination? Sie griff danach und betrachtete es. Sie fühlte es zwischen ihren Fingern, den sanften Widerstand der kleinen grünen Blättchen? Wenn ja, dann war es eine ziemlich realistische Halluzination. Was ging hier ab? Verlor sie jetzt allmählich wirklich den Verstand? Oder war das nur eine weitere beschissene Entzugserscheinung? Bildete sie sich Corey vielleicht auch nur ein?
Sie verstand Coreys Gestik, bewegte sich jedoch nicht und beobachtete nur, wie diese sich ein Brot schmierte und tatsächlich zu essen begann. Ja. Es musste definitiv eine Halluzination sein. Was machte man eigentlich bei sowas? Sollte man es ignorieren oder mitspielen?
Wenigstens hatte Cecilia über dem allen ihre Übelkeit vergessen. Nur sehr zögernd stand Cecilia auf und setzte sich mit einigem Abstand zu Corey auf den Boden. Ihrer Paranoia erschien grade alles suspekt. Sie las die wenigen Worte auf dem Block und wenigstens passte das zu ihrer Halluzinations-Theorie. Sie stand auf um sich ihren eigenen Block und Stift vom Schreibtisch zu nehmen, setzte sich wieder in dem Abstand wie zuvor und schrieb: ~ Australien klingt gut. Ich halluziniere gerade, oder? ~ In Wahrheit war Corey wahrscheinlich einfach gegangen und hatte die Tür abgeschlossen. Und alles - der Tee, die offene Tür, dieses Frühstück hier - bildete sich ihr Schädel nur ein, um ihr... vorzugaukeln, dass alles gut und okay war? Oder so? Ergab das Sinn?
Konnte man in einer Halluzination eigentlich essen, oder flog das dann auf, wenn sie das versuchte? Nachdenklich betrachtete sie das Essen und ihr Magen verknotete es. Wollte ihr Magen sie daran hindern das Gedanken-Konstrukt auffliegen zu lassen? Ode rhatte sie womöglich sogar selbst Angst davor, einen Beweis zu haben, dass sie den Verstand verlor? Und wenn das alles doch wahr war? Aber nein, dafür ergab zu vieles keinen Sinn... Gott, seit wann konnte sie denn selbst ihrem eigenen Verstand nicht mehr trauen???
Nachdem sie ewigkeiten den Block in der losen Hand gehalten hatte, hielt sie ihn endlich einfach hoch, damit Corey es lesen konnte und fragte sich gleichzeitig, ob sie den Block gerade vielleicht auch einfach nur einem leeren Raum zeigte und wie das wohl von außen wirken musste... vermutlich, als sei sie völlig irre geworden...
~ ZWANGSCUT - Thread wieder frei ~ Adria











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