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Re: Time to Start a new Chance for an Old Dream.. | Joanna & Adria (Sommer 2026)
von Joanna am 30.04.2025 08:15Alles in allem machte Ariadna bisher einen sehr positiven Eindruck auf Joanna. Ihre Stimme hatte einen hohen Wiedererkennungswert, sie sang gut und gleichzeitig gefühlvoll und war vor allem auch dazu bereit, mehr zu lernen und sich auf andere Ideen mit einzulassen. Was durchaus auch kein unwichtiger Faktor war. Auch ihre Nachfragen zeigten, dass sie sich wirklich dafür interessiert war, bereit war zu arbeiten, sich stetig zu verbessern.
Bei der frage wegen des Filters nickte Joanna. "Als stilistisches Mittel kann man diesen und andere Effekte natürlich hin und wieder bei verschiedenen Songs verwenden. Aber im generellen würde ich empfehlen, diese wegzulassen, damit deine eigene Stimmfarbe schön herauskommt. Wenn ein Filter draufliegt, hört es sich häufig etwas künstlich an und das hast du nicht nötig. Deine Stimme ist wirklich gut." Britney Spears war da wohl das Paradebeispiel, bei welcher praktisch alle Songs nur mit Autotune funktionieren. Ein Skandal in der Musikbranche.
"Dann leg los.", bat Joanna und machte sich bereit, den nächsten Song zu hören, wobei sie beobachtete, wie Adriana sich hinter das KLavier setzte. Dass sie nicht nur singen, sondern auch Instrumente spielen konnte, war natürlich ein weiterer Pluspunkt. Nein, in dieser Frau sah Joanna wirklich einiges an Potential, das sie nutzen könnten.
Es war tatsächlich ein sehr gefühlvoll gesungenes Lied, in welches sich das Klavier perfekt einfügte. Als sie mit ihrer Stimme das erste Mal nach oben ging und lauter wurde, hörte Joanna etwas Raues in ihrer Stimme, dass Joanna sofort aufmerken ließ. Das war ein Fragment, welchem sie sich selbst gerne bediente. Sie glaubte, dass es bei Ariadna gerade eher ein Versehen gewesen war und nicht beabsichtigt. Doch dass sie diesen Ton produziert hatte, zeigte, dass sie es konnte. Sie könnten daran arbeiten und damit dann noch eine tiefe Gefühlsebene eröffnen. Lächelnd machte sie sich eine Notiz. Das Arrangement selbst gefiel ihr ebenso. EIn gutes Abwechseln von den intensiveren und den ruhigen Momenten, dass man wirklich dranblieb. Her und da könnte man vielleicht noch ein wenig mehr phrasieren oder einen Höhepunkt rienbringen, doch das war alles etwas, an dem man arbeiten konnte.
Als die letzten Klavierklänge verklangen, applaudierte Joanna leicht. Als Ariadna wieder bei ihr war, lächelte sie sie an. "Ich weiß nich, ob du es bemerkt hast, doch beim ersten lauterwerden in dem Song, hattest du so etwas raues inner Stimme - ich nenn es gerne Motorrad, weils so nen bisschen was hat vonnem Motorrad, das Gas gibt. War das absichtlich oder versehentlich?"

Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Kiran am 28.04.2025 20:40

Everybody's got a dark side Do you love me? Can you love mine? Nobody's a picture perfect.
But we're worth it. You know that we're worth it. Will you love me? Even with my dark side?
Don't run away. Don't run away
Just tell me that you will stay. Promise me you will stay
Don't run away. Don't run away
Just promise me you will stay. Promise me you will stay
Bildernutzung - Hendrik
von Hendrik am 28.04.2025 14:22Hendrik - Avatar: Maximilian Mundt
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Letzter Aufruf: 28.04.2025, 14:22 Uhr
Jodie
Gelöschter Benutzer
Re: Beth & Jodie ~ Back to Life (September 2023)
von Jodie am 26.04.2025 16:14Jodie antwortete nicht sofort. Wie immer dachte sie erst nach, kamen erst tausende Gedanken, die Beth' Frage nach sich zogen. Was hielt sie davon ab, einfach zu ihm zurückzukehren? Eigentlich lag es auf der Hand: das Problem war sie selbst. Man sah doch, in welchem Chaos sie lebte in dieser kleinen Hüte in Alaska, die voller fliegender vollgekritzelter Papiere war. Sie kam nicht mehr heraus, sie hatte keinerlei soziale Kompetenzen. Wenn sie noch nicht einmal mit sich selbst zurechtkam, mit diesem klitzekleinen Leben in der Hütte, wie sollte sie dann mit einem Leben dort draußen zurechtkommen? Sie hatte Alpträume und Schlafstörungen, Aiden fehlte ihr und alles in allem war sie nichts anderes als ein Wrack. Das woltle sie Jay nicht zumuten. Sie wollte ihm sich nicht zumuten. Wenn es ihr irgendwann besser ginge... dann vielleicht. Wobei man natürlich nie wusste, was die letzten Jahre Jay gebracht haben mochten. Vielleicht war er ja gar nicht mehr auf der Ranch. Oder vielleicht hatte er eine Frau gefunden, die er liebte. Alles war möglich, oder? Und sie würde ihm ein solch normales Leben sogar wünschen, nach allem was er durchgemacht hatte...
Schon wieder hatte sie nach einer Frage viel zu lange geschwiegen. Doch wie sollte man das alles in Sätze verpacken? Wie aussprechen und erklären? Zumal Jodie nicht zu den Menschen gehörte, die ihre Probleme und Gedanken gerne mit anderen teilte. "Du hast gesehen, wie ich lebe. Soll ich ihm das wirklich antun?", fragte sie also Beth mit einem gespielten schrägen Lächeln und sah sie an. Ja, es war schwarzer Humor. Aber immerhin besaß sie noch Humor!
Einige Zeit später - nachdem sie die nahe Ranch erreicht hatten und sich nach Erlaubnis des Besitzers um den Stall und die Pferde gekümmert hatten - saß Jodie auf ihrem Fuchs Torpedo und beobachtete Beth. Bisher war sie nur selten dabei gewesen, wenn Beth zwischen Realitäten wechselte. Sie wusste von dieser Begabung, von ihrer Verbindung die sie hatte, diesen Multiversen und war immer wieder fasziniert davon. Aiden wäre das sicher auch gewesen...
Sie wusste nicht, was genau Beth tat, hatte aber eine Ahnung, ein Gefühl - als würde ein restlich verbliebender Teil von Aiden in ihr die Schwinungen empfangen - dass gerade etwas vor sich ging. Fast erwartete sie, das Beth plötzlich ihre Gestalt oder ihre Kleidung geändert hätte, aber nein. Als sie wieder aufblickte, sah sie genauso aus wie zuvor - nur ein Schimmern war in den Augen... und da war dieses unbestimmte Gefühl des Jenseits, das Gefühl, dass da... mehr war. Vielleicht würde Jodie Beth später mal danach fragen.
Erst einmal hatte Beth nun schwungvoll und leichthändig aufgesetzt, als hätte sie nie etwas anderes getan. Bei Beth Frage zuckte Jodie mit den Schultern. "Ich bin ja nie wirklich aus der Hütte rausgekommen. Wollen wir die Gegend einfach etwas erkunden?" Sie lenkte ihr Pferd auf das Gatter zu, um von der Ranch runter zu reiten und einen x-beliebigen Weg einzuschlagen. Wieder hingen ihre Gedanken bei Jay. Damals hatte er ihr die Gegend gezeigt, in der er aufgewachsen war. Die Wasserstellte. Den Baum seiner Ahnen, mit den Gräbern. Und nach dem Tod seiner Großmutter hatte er sie sogar zu ihrem heiligen Friedhof mitgenommen, den eigentlich nur sein Volk kannte. Es war wahrlich magisch gewesen. Jodie hoffte, dass es seiner Großmutter im Jenseits gut ging... sie war eine gutherzige alte Frau gewesen.
Sie blinzelte und schüttelte leicht den Kopf, um wieder in der Gegenwart anzukommen. Sie wandte sich um und lächelte Beth' zu. Es war ein schönes Gefühl, wieder auf dem Pferderücken zu sitzen. Es fühlte sich nicht so spielerisch leicht an wie mit Aiden, doch instinktiv wusste sie was sie zu tun hatte. Sie schnalzte mit der Zunge, drückte ihre Füße leicht in die Flanken von Torpedo und trieb ihn so erst in den Trab, dann in den Galopp. Sie jagte über unbekannte Wege und seit Ewigkeiten erfüllte sie wieder Freude. Freude und Sehnsucht. Der Gegenwind trieb ihr Tränen in die Augen und sie hatte ein stummes Lächeln auf dem Gesicht. So musste sich Freiheit anfühlen...
Re: What devil possessed you to do something like that?! ~ Ezra & Caliope (Frühling 2025)
von Ezra am 24.04.2025 15:48


Higher than it was before No, I don't know how it ends
For both of us
But why would you need to know the end, my dear?
So don't crash into everything
To make your point Let's get, get out of the way of us
I woke the lion You woke the tiger inside
Don't want to be this far
From you
Re: Enoch & Emily ~ Burning Drugs (2021) | FSK18
von Emily am 22.04.2025 11:19Mode war wirklich nicht Emilys Lieblingsthema. Ihre Prioritäten lagen anderswo. Dennoch war es wohl für ihr Wirken unverzichtbar und so erhob sie keinerlei Einwände. Selbst, als Lightsaber den Vorschlag einer Shopping-Tour für die benötigten Stoffe machte. Emilys Augen ruhten nochmal kurz auf dem Papier, auf welchem sie eben ihre Notizen niedergeschrieben hatte. Sie würde nicht viel brauchen. Den Pulli stahl sie sich, eine schwarze Hose besaß sie bereits. Der Hut... nun. Das wäre wohl das einzige, an dem man gegebenenfalls feilen müsste. Sie fing Enochs Blick auf, als dieser sich nach der genauen Uhrzeit und Ort erkundigte und verstand sofort. Er würde sich bei der Shoppping-Tour genauso unwohl fühlen, wie sie. Auf ihren Lippen erschien die Andeutung eines Lächelns, welches sie ihm widmete, dann sog sie erneut an ihrer Zigarette.
Lousie unerdessen schien nachzudenken. "Wie wäre es dieses Wochenende?", schlug sie dann vor. Sie schien Feuer und Flamme für die Ideen zu sein und man konnte ihr anmerken, dass sie am liebsten sofort loslegen wollen würde. "Wann müsst ihr denn so arbeiten?"
Emily ging gedanklich ihren Terminkalender durch, wan ihre Schichten im McDonalds war. Kein glorreicher Beruf und nervig viel Kundenkontakt. Aber sie wurde bezahlt und musste nicht viel leisten. Das reichte ihr vollkommen. "Samstag Abend hab ich eine Schicht.", antwortete sie mit ihrer ruhigen rauchigen Stimme, bei der auch wieder Rauch aus ihrem Mund kam. Sie aschte ab und sog erneut dran. "Und Sonntag früh ebenfalls." Frühschichten gefielen ihr, denn da war meist nichts los, sie konnte mehr Raucher-Pausen machen und ihren Gedanken nachhängen. Wahrscheinlich würde sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag auch nicht viel schlafen - die freien Nächte nutzte sie gerne draußen auf den Häuserdächern oder den dunklen Parkbänken und beobachtete. Oder natürlich sie war für diese Gruppe hier auf 'Patrouille'

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 22.04.2025 09:56Tessa starrte vor sich hin, während ihre Gedanken immer konfuser wurden, es war,a ls würden sich Woklen oder Watte in ihrem Schädel aufbauen, alles etwas abdämpfen, alles erträglicher machen, alles weicher. Koordination war nicht mehr gegeben, genauso wenig wie Einschätzungsvermögen, aber das alles brauchte sie ja auch nicht mehr. Die Bar war geschlossen, sie saß hier mit einer Freundin. es war alles in Ordnung.
Sie lauschte Lennox' Worten, nickte hin und wieder seicht und nippte an ihrem Gin. Erst beim letzten Teil stellte sie das Glas weg und lächelte ihre Freundin und ehemalige Lebensretterin fast bitter an. "Kaputt bin ich schon lange.", gestand sie und seufzte dann, während sie das Glas auf dem Tisch zwischen ihren Fingern drehte. "Vielleicht is das alles hier auch ne Bestrafung an mich selbst. Weil Ricky tot is und ich noch lebe und ich mir da keine Pause oder Ruhe oder so gönnen will. Nich, wenn sie nich mehr is." Diese vermutlich wahren Worte kamen einfach so über ihre betrunkenen Lippe, ohne dass sie sie wirklich aufhalten konnte oder wollte. Sie hatte den Punkt erreicht, wo ihr Körper ein Eigenleben von ihrem Geist entwickelte. "Vielleicht hast du aber Recht und ich sollte mal irgendwas suchen. Also irgendwen." Sie zuckte mit den Schultern und leerte den restlichen Gin in ihrem Glas in einem Zug.
Mit den geröteten Wangen und Nase wandte sie ihren Kopf um Lennox anzsuehen und lächelte. "Ich bin froh, dass du hier vorbeigekommen bist. Das war und is richtig schön. Ich wünschte, wir hätten den Kontakt zwischndurch nich verloren. Immerhin hast du mir damals so ziemlich den Hals gerettet."

Re: Palazzo der Familie Lobosca
von Luca am 20.04.2025 12:52''Das kannst du nicht, da hast du vollkommen recht'', ich lächelte sie an udn wusste ja auch was sie damit meinte und wollte auch, dass sie das erfüllt, damit ihr Vater seinen letzen Willen noch bekommen kann. ''Natürlich, sehr gerne doch und ich weiß doch, dass du nicht alleine arbeitest'', meinte ich udn sah wie sie dann erhoben war, aber ich verstand sie auch schon. Ich konnte nicht die Finger von ihr lassen, wenn sie bei mir war, deswwegen war es ja auch gut, dass sie gerade ein wenig abstand genommen hatte, ansonsten wüsste ich nicht was ich mit mir tuen würde, wenn sie weiterhin neben mir sitzen würde. ''Okay... mach das'', sagte ich, als ich aus dem Zimmer ging und so wie sie es sagte verunsichterte es mich schon ein wenig, auch wenn ich wusste, dass sie es ja nur gut meinte und das beste für uns zwei wollte. Dennoch konnte ich mir denken, dass es mehr als nur eine Sache war, die sie dazu getrieben hat, mich nach unten zu schicken, neben der Tatsache, dass unsere geschwister so eben angekommen sind und ich grinste alle dann an, als ich unten war. ''das wollen wir'', nahm ihren Arm und ging dann auch schon mit dem Rest in die Küche


You can't choose who you Love
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Jamie
Gelöschter Benutzer
Re: Zeynep & Jamie: Time Flies....
von Jamie am 19.04.2025 16:18London. Wieder. War ich nicht erst vor wenigen Tagen hier gewesen? Na ja, für mich schon. Für die Stadt und die Leute hier war ich 15 Jahre nicht hier gewesen. Gott! Das wurde langsam echt verwirrend. Olivier legte den Arm um meine Schultern und ich schreckte aus meinen Gedanken auf. „Na?" - „Na..." - „Alles gut?", fragte er und das Glitzern in seinen Augen brachte mich fast um. Er konnte mich zu Dingen überreden, die würden mir nicht mal im Traum einfallen. Ein fucking Strip-Club?! „Ja", sagte ich und hoffte, dass es nicht allzu sehr nach einer Lüge klang. Ich wollte ihn nicht verletzen oder vor den Kopf stoßen. Er hatte die Idee gehabt, hier hin auszugehen. Und auch wenn der perfekte Abend für mich eher bedeutete, mit einem Buch vor dem Gesicht im Bett zu hocken oder meine Platten zu hören, hatte mich sein Welpenblick überzeugt. Diesen großen braunen Augen konnte man nichts abschlagen. Nicht mal ich. Himmel! Jedes Mal, wenn er mich so ansah, kribbelte es in meinem Bauch und ich konnte mir ein dämliches Grinsen nicht verkneifen – und zu allem Ja und Amen zu sagen, das er wollte, konnte ich mir auch nicht abgewöhnen. Ob er wusste, wie viel Kontrolle er über mich hatte? Gott! Und was, wenn er es bewusst tat? Wenn er mich manipulierte? Noch nie hatte ich anderen so nachgegeben wie ihm – ich hatte doch immer selbst alle Trümpfe in der Hand gehabt. Doch wie es aussah, brauchte es manchmal nur einen hinkenden Soldaten aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg, der aus den Jahrhunderten gestolpert war, um einen vom Gegenteil zu überzeugen.
Seine nervig weichen und vollen Lippen kitzelten mich kurz an der Wange und meine Schultern spannten sich an. Es war nicht so, dass ich es nicht mochte und mehr, dass ich mich erschrocken hatte, auf der anderen Seite wollte ich aber gern, dass es mir nicht gefiel, weil er mir nicht gefiel...oder es mir nicht gefiel, dass er mir so gefiel und dass ich es mochte, wenn er so etwas tat und...und...und meine Gedanken machten keinen Sinn mehr. Ich, sprachlos, eine Seltenheit. Denn selbst wenn ich ruhig erschien und wenig sagte, sollte ich dann den Mund aufmachen und meinen Teil beitragen, so fand ich doch immer die richtigen Worte...
Ich verzog grimmig das Gesicht.
„Wie wäre es, wenn du was von der Bar holst...?", fragte ich, sprach dabei gegen die Musik an. Ich brauchte einen Moment, um mich zu sammeln. Wir waren erst seit einer halben Stunde hier und der grässliche blecherne Sound vergewaltigte meine Ohren dennoch schon eine gefühlte Ewigkeit. Ich hatte weder dem nackten Kerl noch dem nackteren Weib bisher mehr als einen Blick zugeworfen. Sie waren nicht hässlich. Aber ich konnte das gerade nicht.
Ich sprang von meinem Hocker und suchte nach einer Toilette; es würde mich nicht stören, wenn ich einfach in ein anderes Jahrtausend stolpern würde, die Konzentration, hier an diesem Ort in dieser Sekunde zu bleiben, einfach fahren lassen konnte, doch...Olivier sorgte für eine seltsame Ruhe in meinem Bauch, es kostete mich fast keine Kraft hier zu bleiben und nicht zu slippen...Also war die Toilette ein angemessener Ort für eine Pause, meinte ich. Doch die vielen Menschen machten es einem nicht gerade leicht, einfach mal so eben von A nach B zu gelangen. Gott, wie ich Menschenansammlungen hasste! Nachdem ich mich endlich durch einen Großteil der Menge gedrängt hatte, erreichte ich den Gang, auf dem ich die Toiletten hoffte. Natürlich sollte all die Arbeit, nicht unbedingt zu sehr mit den Leuten zusammenstoßen, auf diesen letzten Metern zunichte gemacht werden. Ein schmales Mädchen mit dunklen Haaren tauchte aus einer Tür auf und ich trat nicht nur auf die Füße, sondern stieß sie mit einem ganzen Körper beinahe wieder die Treppe hinter der Tür hinunter, aus der sie gerade gekommen war. Ich konnte gerade noch ihren Arm greifen und sie festhalten. „Sorry", murmelte ich nebenbei und wollte mich eigentlich gleich wieder auf den Weg machen, erkannte aber dann doch die Gesichtszüge, hatte ich sie doch erst vor wenigen Stunden in einem Park getroffen...auch wenn es für sie wie eine Ewigkeit erscheinen musste. Sie hatte etwas schärfere Züge bekommen, wirkte gereifter, aber auch selbstsicherer. „Äh, hallo", sagte ich, etwas lauter. Ich trug sogar noch die selben Klamotten wie vor Jahren als ich sie ihm Park über den Haufen gerannt hatte. Das Nikotin ihrer Zigarette saß noch in meinem Rachen, wenn ich schluckte und doch...lagen Welten zwischen diesem Moment auf der Tischtennisplatte und diesem Augenblick hier an der Treppe. Vielleicht sollte ich es auch nicht herausfordern und einfach gehen, und doch stand ich noch an Ort und Stelle und starrte sie an. Wenn ich Julie besuchte, dann tat ich das immer so, dass für sie fast keine Zeit vergangen war, sodass alles für sie ganz "normal" wirkte...bisher war ich niemals jemandem nach Jahren wieder begegnet, die sich für mich nur wie eine Wimpernschlag anfühlten. Ich schuldete ihr noch Antworten auf Fragen in einem Gespräch, auf dass sie sich vermutlich nichtmal mehr erinnern konnte. Ich hoffte normalerweise, dass der verdrehte Geist der meisten "normalen" Menschen solche Dinge einfach ignorierte und unter den Tisch fallen ließ, weil sie es nicht verarbeiten konnten, wollten und wussten, weil ihr Kopf nicht aus jeder Mücke gleich einen Elefanten machte...
Wieso...also...sah sie mich dann aber ebenso irritiert an wie ich sie?
Jamie
Gelöschter Benutzer








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