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Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 13.12.2025 21:32Tessa musste lachen. Es war ein kehliges, raues, aber ehrliches Lachen. "Kaffee und Käsekuchen um drei Uhr nachts klingt doch gut.", sage sie mit einem schiefen Lächeln und lehnte sich dabei gegen den Türrahmen. Das gab ihr Halt und der kühle Rahmen tat an ihrer heißen Stirn gut. Ihr war wirklich warm. Ein typischer Nebeneffekt vom Alkohol-Konsum.
Sie umarmten sich zum Abschied. Eine feste und lange Umarmung, die Tessa Hoffnung gab, auch für die Zukunft eine (sehr) gute Freundin gewonnen zu haben. Und vermutlich ihre einzige. Sie hatte viel verloren in den letzten Jahren und der Kontakt zu den Freunden, die sie gehabt hatte, hatten sich nach dem Tod von Ricky nach und nach im Sande verlaufen. Vielleicht war auch ihre Flucht in Alkohol und isolation schuld. Sie war zu betrunken um jetzt darüber nachzudenken. Sie war einfach nur dankbar, dass Lennox heute hier gewesen war... und hoffte, dass sie sich auch zukünftig wiedersehen würden.
Danke. Einen Moment war Tessa irritiert. Warum war Lennox diejenige, die sich gerade bedankt hatte? Doch dann dämmerte es ihr - wenn auch ganz langsam. Vielleicht hatten sie beide einfach jemanden gebraucht. Jemanden, mit dem man Reden konnte. Mit dem man ein ganz natürliches altes Band des Vertrauens hatte, obwohl man sich kaum kannte. Vielleicht... brauchten sie einander. Tessa lächelte warm. "Jederzeit.", sagte sie leise. Ehrlich.
Sie beobachtete wie Lennox sich auf den Weg machte. "Ich auch.", bestätigte sie, dass sie froh war, dass sie sich wieder getroffen hatten. und dann, leiser, als Lennox tatsächlich in die Nacht verschwand: "Bis bald, Lenox."
Und zum ersten Mal seit Jahren, ging Tessa mit einem fast guten Gefühl zu Bett. Einem gefühl der Hoffnung. Und das vielleicht - ganz vielleicht - alles ein bisschen besser werden könnte.

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 11.08.2025 17:34Auch Tessa beobachtete, wie Lennox Finger über die Zahlen strich, welche sie ihr gerade niedergeschrieben hatte. Sie musste lächelen. Es tat gut zu wissen, dass da wieder jemand war. Jemand, auf den sie scih verlassen konnte. jemand, der ihr freundschaftlich zur Seite stand. Die letzte, die an ihrer Seite gewesen war, war Rachel gewesen - und diese hatte Tessa nicht nur verloren, sondern unverzeihlicherweise mit sich in den Abgrund gezogen. Doch nach allem was Lennox ihr über die vergangenen Jahre erzählt hatte, glaubte Tessa nicht, dass das bei ihr auch passieren würde. Sie hoffte es jedenfalls sehr. Und sie war unglaublich dankbar, dass die den Kontakt endlich wieder hatten.
Wieder lächelte Tessa dieses traurige und zugleich dankbare Lächeln. "Es ist nicht so einfacher.", sagte sie mit der schweren, von Alkohol beladenen Stimme. "Aber... ich werds versuchen." Sie meinte es. Sie wusste nicht, ob sie es schaffen würde, aber... sie würde es definitiv versuchen. Sie erwiderte den sanften Druck von Lennox' Hand in ihrer, zum Zeichen, dass sie sie verstanden hatte. Und es wenigstens versuchen würde (wie sie es allerdings versuchen wollte, wusste sie noch nicht).
"Ja... ich bin darüber auch sehr froh.", sagte Tessa und stand auf, um Lennox zur Tür zu begleiten. "Und diesmal werden wir die Zeit auch festhalten." Etwas schwankend führte sie sie zur Tür und griff dabei nach dem Schlüssel. Mal sehen ob sie es heute Abend schaffen würde, die Tür abzschließen. "Du kannst hier jederzeit vorbeikommen. Tag und Nacht. Wirklich immer, okay?", sagte sie ihrer neu - oder wieder - entdeckten Freundin und nahm sie dann nochmal zum Abschied in den Arm.

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 13.07.2025 21:35Unwillkürlich musste Tessa leise lachen, als Lennox sagte, sie sei nicht kaputt, oder sei einmal am Boden gewesen, aber sei wieder aufgestanden. Würde kämpfen. Sie wusste nicht, ob das der Wahrheit entsprach. Aber... dennoch tat es gut zu hören, dass da noch jemand war, der an sie glaubte. Auch, wenn es nur eine einzige Person war. Das bedeutete ihr schon verdammt viel. Und natürlich war es die eine Person, welche ihr schon einmal das Leben gerettet hatte. Sie legte ihre Hand auf die von Lennox und sagte schlicht und ergreifend: "Danke." Und aus ihren glasigen Augen sprach reine Ehrlichkeit.
Als Lennox jedoch weitersprach, wandte sich Tessa ab. Sie starrte auf den Tisch. Auf ihr leeres Glas. Ihre Finger. Ihr Kopf was gesenkt. Tränen stiegen ihr in die Augen. Sie presste die Lippen zusammen. An Lennox' Worten war zu viel Wahres dran, als sie einfach ignorieren zu können. "Nein... das würde sie nicht.", gab sie mit belegter, rauer Stimme zu. Nein, wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst war, dann würde Ricky wollen, dass Tessa sich Ruhe gönnte. Dass sie nach vorne sah. Weitermachte. Aber das konnte sie nicht. Das konnte sie einfahc nicht. Sie konnte nicht einfach so tun, als wäre nie etwas gewesen... als hätte Ricky nie existiert...
Ihre Finger begannen zu zittern, Tränen liefen nun über ihre Wangen, welche sie aber sofort wieder wegwischte. Sie atmete tief durch und schenkte Lennox mit einem Seitenblick ein flüchtiges kleines Lächeln. "Ja... ich werd mal schauen.", sagte sie nur wegen einer Aushilfe, die ihr im Laden helfen könnte. Es würde isch schon alles zeigen. Irgendwann. Irgendwie.
Bei dem Angebot, wandte sich Tessa ihrer alten Bekannten wieder ganz zu und lächelte sie an. "Ja. Das fände ich sehr schön.", stimmte sie zu. Sofort stand sie auf, hielt sich dabei kurz am Tisch fest bis ihr Schwindel besser wurde, dann holte sie einen Stift und Block vom Thresen, mit welchem sie zum Tisch zurückkehrte. In großer, etwas unsauberer Schrift, schrieb sie auf den Block ihren Namen und zwei Telefonnummern. Das schob sie Lennox' zu.
"Hier. Oben ist die Nummer von der Bar. Das andere meine Private. Auf einer der beiden kannst du mich eigentlich immer erreichen.", erklärte sie. Damit sollten sie diese Mal hoffentlich den Kontakt halten können.

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 22.04.2025 09:56Tessa starrte vor sich hin, während ihre Gedanken immer konfuser wurden, es war,a ls würden sich Woklen oder Watte in ihrem Schädel aufbauen, alles etwas abdämpfen, alles erträglicher machen, alles weicher. Koordination war nicht mehr gegeben, genauso wenig wie Einschätzungsvermögen, aber das alles brauchte sie ja auch nicht mehr. Die Bar war geschlossen, sie saß hier mit einer Freundin. es war alles in Ordnung.
Sie lauschte Lennox' Worten, nickte hin und wieder seicht und nippte an ihrem Gin. Erst beim letzten Teil stellte sie das Glas weg und lächelte ihre Freundin und ehemalige Lebensretterin fast bitter an. "Kaputt bin ich schon lange.", gestand sie und seufzte dann, während sie das Glas auf dem Tisch zwischen ihren Fingern drehte. "Vielleicht is das alles hier auch ne Bestrafung an mich selbst. Weil Ricky tot is und ich noch lebe und ich mir da keine Pause oder Ruhe oder so gönnen will. Nich, wenn sie nich mehr is." Diese vermutlich wahren Worte kamen einfach so über ihre betrunkenen Lippe, ohne dass sie sie wirklich aufhalten konnte oder wollte. Sie hatte den Punkt erreicht, wo ihr Körper ein Eigenleben von ihrem Geist entwickelte. "Vielleicht hast du aber Recht und ich sollte mal irgendwas suchen. Also irgendwen." Sie zuckte mit den Schultern und leerte den restlichen Gin in ihrem Glas in einem Zug.
Mit den geröteten Wangen und Nase wandte sie ihren Kopf um Lennox anzsuehen und lächelte. "Ich bin froh, dass du hier vorbeigekommen bist. Das war und is richtig schön. Ich wünschte, wir hätten den Kontakt zwischndurch nich verloren. Immerhin hast du mir damals so ziemlich den Hals gerettet."

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 12.03.2025 12:21Tessa schüttelte nur den Kopf. Es war eine verzwickte Situation. Es schien, als hätte Lennox' Vater zumindest versucht sich zu bessern - allerdings nur halbherzig. Er hätte vielleicht in eine Klinik gesollt. Hätte wirklich etwas ändern müssen, etwas ändern wollen. Aber das hatte er nicht getan und damit seine Kinder erneut in Gefahr gebracht. Unwillkürlich fragte Tessa sich, wie sie sich an seiner statt verhalten hätte. Aber sie hatte auch schon recht viel getrunken, als Ricky noch am Leben gewesen war - das brachte es einfach mit sich, wenn man eine Bar führte. Aber sie hatte Ricky niemals etwas angetan und konnte sich das auch nicht vorstellen. Aber wenn doch... ein trauriges Lächeln huschte über ihre Lippen. Sie hätte alles darum gegeben, dass das dann nie wieder vorkäme. Sie hätte selbst die Bar aufgegeben dafür. Ja, das hätte sie. "Für Eltern sollte das Kind an erster Stelle stehen.", murmelte sie leise und trank noch etwas Gin.
Aprospos Ricky... kurioserweise tat es gut, über ihre tote Tochter zu sprechen. In Erinnerungen zu schwelgen. Und dann ging es schließlich auch darum, wie Ricky in ihrer Bar nach der Schule häufig mit ausgeholfen hatte. Und wie das der Grund war, warum Tessa keine Aushilfen mehr einstellte, obwohl sie die Bar kaum ncoh alleine führen konnte. Da konnte sie sich nichts vormachen. Abends war sie oft - okay meistens - so betrunken, dass sie überhaupt nicht mehr rechnen konnte und alles nur pi mal Daumen machte. Manchmal schaffte sie es nicht mal mehr, die Tür abzuschließen, wenn sie den Laden schloss. Es war ein Desaster und Tessa vermutete, dass es nur ihren guten Skills beim Cocktail-Mixen - und dementsprechend dem guten Ruf ihrer Bar - zu verdanken war, dass sie überhaupt noch Umsatz machte.
Ein schwaches Lächeln zuckte über Tessas Lippen, als sie Lennox' Worte hörte. "Ich seh sie immer wieder vor mir, weißt du...?", gestand sie und starrte auf einen Punkt, den nur sie sehen konnte. "Morgens, wenn ich hier aufräume, seh ich sie mit ihrem Schulranzen an der Tür zum Abschied winken, bevor sie rausgeht. Ihr Strahlen im Gesicht. Nachmittags seh ich sie wiederkommen. Bilde mir ein ihre Stimme zu hören, wenn sie mir fröhlich von ihrem Tag erzählt und sich bereit die Schürze umbindet um mir nen bisschen zur Hand zu gehen und dabei gekonnt ihr Hausaufgaben ignoriert..." Wieder musste sie unwillkürlich Lächeln. Ihre Zunge war schwer geworden und ihre Aussprache zunehmend verwaschen. Der Alkohol, der sich wie jeden Abend bemerkbar machte.

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 27.01.2025 17:38"Das is heftig... was der Kopf alles verdreht und verzerrt um sich die Wahrheit nicht eingestehn zu müssen." Tessa wusste, dass sie selbst auch nicht frei von Fehlern war. Bei weitem nicht. Aber ihre Tochter hatte sie niemals geschlagen und das hätte sie auch niemals getan. Unter keinen Umständen. Was Lennox hatte erleben müssen... das tat Tessa wirklich leid. und das, obwohl sie selbst in ihrer Jugend nicht von Schlägen verschont gewesen war. Aber bei weitem nicht so stark, dass es ins Krankenhaus hätte gehen müssen oder sonst was. Bei weitem nicht. Nein. Das hier war wirklich eine ganz andere Hausnummer und absolut unverantwortlich. Alkohol hin oder her.
Tessa lächelte schwach, dass es schonmal ein erster Schritt wäre, einzusehen dass etwas nicht stimmte. Dass dies etwas wäre, worauf man aufbauen könnte. Nun. Bei sich selbst wusste sie es, oder? Aber aufgebaut war trotzdem nie was worden. Sie war dafür einfach nicht gemacht...
Auch das mit den Bullen konnte Tessa kaum glauben. Es schien wirklich, als hätte über Lennox' Kindheit und Jugend ein Fluch gelegen. Tessa wünschte, sie hätten den Kontakt behalten. Sie hätte damals gewusst, dass das junge Mädchen, was sie gerettet hatte, ein solches Leben hatte oder ihr ein solches Leben bevorstand. Sie hätte ihr ein Zuhause gegeben. Ricky und sie hätten Schwestern sein können. Ahhhh shit. da kamen die Gedanken, ausgelöst vom Alkohol. Das musste sie ertränken. Sie trank noch einen Schluck ihres Grapefruit-Gins.
Nur langsam antwortete Tessa, als Lennox die Situation im Armen-Bezirk erläutert hatte. "Ricky... hat immer davon gesprochen, irgendwann mal Polizistin werden zu wollen. Um die Dinge besser zu machen. Ich glaube, genau sowas, was du grad erzählst, hatte sie gemeint. Um in so ein ungerechtes Chaos Ordnung zu bringen." Sie legte Lennox eine Hand auf die Schulter. "Ich weiß, das bringt überhaupt nichts, aber es tut mir leid, dass du das alles durchmachen musstest." Das meinte sie ehrlich.
Tja. Und da hatte Lennox einen Schwachpunkt gefunden. Tessa trank einen Schluck und räusperte sich dann leicht. "Letzteres.", gab sie zu, lehnte sich zurück und sah Lennox aus glänzenden Augen an. "Ich kann Ricky nicht ersetzen. Ich kann es einfach nicht..."

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 25.12.2024 16:15"Bitte was??!", Tessa konnte ihren Ohren nicht trauen. "Und die Blessuren und blauen Flecke auf deinem Körper waren ihm vollkommen egal?? Oder meinte er, die hättest du dir irgendwo anders zugezogen?!" Es war doh wirklich unglaublich, was für Ausreden solche Kerle fanden, nur um sich ihre eigenen Fehler nicht eingestehen zu müssen. Es war traurig und einfach nur unverantwortlich. Manchmal musste man eben seinen Stolz hinunterschlucken, Fehler eingestetehen, damit die Zukunft besser wurde. Doch diesen Mumm hatten leider nur wenige. Und wenn Tessa jetzt mal ganz e hrlich zu sich selbst war... sie wusste nicht, ob sie den Mumm hatte. Aber sie hoffte es. Wirklich.
"Ja... ja das stimmt leider.", stimmte Tessa leider zu. Hilfe war nur möglich wenn man es selber wollte. Sie trank einen Schluck. Tja, darauf kam es immer wieder zurück, ne? Auf diesen einen beschissenen Knackpunkt. Und den Grund, warum sie Rachel verloren hatte... ihre große Liebe... scheiße.
Aber irgendwie hatten sich sowohl Lennox als auch sie selbst den Weg durch diese Scheiße gekämpft. Doch bei den Worten, dass sie ihren Vater angezeigt und was das Resultat gewesen war, starrte sie ihre alte Bekanntschaft an. "Dein Ernst? Was für ein Bullshit ist das denn?? Kein Jugendamt das mal auf den Zahn gefühlt hat? Kein Shcutz der euch irgendwie zuteil geworden ist?? Was sind das denn für Bullen?!" Unwillkürlich ploppte Ricky in ihren Gedanken auf, als sie mal überschwänglich behauptet hatte, Polizistin werden zu wollen um dann alles besser zu machen und Menschen zu helfen. Ein Stehcen in ihrem Herzen, das altbekannte Brennen in ihren Augen. Scheiße. Sie leerte ihr etränk.
Sie nickte. Nicht unterkriegen lassen. "Manchmal schwerer gesagt als getan...", murmelte sie. "Aber ja, du hast Recht."
Sie holte die Getränke - inklsuge eines halbtrockenen Rotweins und eines passenden Glases dazu und trug alles gekonnt zurück zum Tisch. Mit dem typischen Schwindel umzugehen bekam man echt Übung. SOlange er nicht zu stark wurde.
"Auf die Kämpfer.", bestätigte sie, als sie miteinander anstießen.
Bei der Frage nickte sie. "Jeppp... ganz alleine." SIe holte tief Luft und seufzte dann. "Früher... früher hatte ich Angestellte. Vor allem RIcky hat mir nach der Schule auch oft geholfen. Und jetzt... naja. Ich kann ihre Stelle nicht einfach an andere vergeben. Ich kann... ich kann einfach nicht..."

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 29.08.2024 15:57"Er hätte sich Hilfe suchen müssen. Seine Kinder zu schlagen ist niemals richtig, egal in welchem Zustand." Ihr war klar, wie doppelzüngig das klingen musste, wo sie doch selbst grade betrunken neben Lennox saß und selber nur zu gut wusste, dass sie sich jeden Tag betrank. Zurzeit war es nicht mehr so schlimm wie vor einem Jahr, aber... vermutlich immer noch genug, dass Leute sie als Alkoholikerin abstempeln würden. Womit die Leute womöglich auch recht hatten. okay, sehr wahrscheinlich Recht hatten. Aber Tessa wollte davon nichts wissen und sie wollte darüber auch nicht nachdenken. Außerdem schlug sie kene Kinder!! Also warum Aufhebens darum machen?
Lenno erzählte weiter und Tessa lauschte, die Hand um das leere Absinth-Glas gelegt. Es wurde immer schlimmer. Sie verfluchte es, dass Lennox' und sie den Kontakt verloren hatten. HÄtte sie davon gewusst... sie hätte das Mädchen sofort bei sich aufgenommen, ohne Umschweife, ohne nachzudenken. Warum auch nicht? Verdammt, wie beschissen unfair das Leben einfach sein konnte...
"Dann bin ich dem Ehepaar verflucht dankbar.", sagte Tessa, und meinte es auch sehr. Ihre Zunge war trocken. "Scheiße, das Leben ist wirklich nicht fair. So mit dir zu spielen. Mit uns." Ein trauriges Lächeln zuckte kurz über ihr Gesicht. "Du hättest deinen Vater jederzeit anzeigen können. Das weißt du?" Leider kamen solche Arschlöcher viel zu oft mit dem davon, was sie taten, weil sie ihre Opfer zu gut im Griff hatten, oder die Scham zu hoch war oder die unberechtigten Schuldgefühle - oder was auch immer. Sie selbst hätte damals Anzeige erstattet... hätte sie denn gewusst, wer es gewesen war.
"Gut. Du kannst auch stolz sein. Du bist ne Kämpferin." Sie lächelte das Mädchen leicht an, ehe sie dann aufstand. Mit den Fingern stabilisierte sie ganz leicht und unauffällig ihren Stand, indem sie sie auf der Tischplatte aufstellte. Ein Trick, dem sie sich oft bediente, vor allem Abends. "Gut, was willst du denn?", fragte sie, ehe sie hinter die Theke ging und sich selbst eine Flasche Grapefriut-Gin herausholte. Mit den Getränkgen kehrte sie anschließend zu Lennox zurück. Wäre sie alleine, hätte sie jetzt aus der Flasche getrunken. Aber so viel Scham hatte sie dann jetzt doch noch, sodass sie die Kappe aufdrehte, mit einem Schwung das Whiskey-Glas bis obenhin füllte und dann mit Lennox anstieß. "Auf die Kämpfer.", sagte sie. Auf dich und Ricky, fügte sie in Gedanken an und leerte das halbe Glas in einem Zug.

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 13.08.2024 13:56Hätte.
Wie oft Tessa schon an alle möglichen Hättes und Wäres gedacht hatte. Wäre es ihr möglich, hätte sie sofort ihr eigenes Leben gegeben, um das ihrer Tochter zu retten. Aber das war ihr nciht möglich gewesen, so spielte das Leben nicht. Und so war Ricky viel zu früh ihr Leben geraubt worden, noch ehe sie die Möglichkeit erhalten hatte, wirklich zu leben. Es war nicht fair. Es war einfach nicht fair.
Sie exte den Rest ihres Absinths.
Sie wollte sich einen weiteren mixen, aber ihr war warm, schwindelig. Sie war betrunken und sich ehrlich gesagt nicht sicher, ob sie das Glas noch treffen würde. Dafür war ihr der Absinth zu kostbar. Also ließ sie es bleiben. sie würde sich gleich war anderes holen. Einen billigen Gin oder so etwas, das wäre gut. Vielleicht Grapefriut-Geschmack...? Doch in diesem Moment begann Lennox' von ihrer Zeit zu berichten und Tessa blickte auf, lauschte aufmerksam und ihre Augen weiteten sich leicht. "Er hat... bitte was??" Sie ahtte keine Ahnung gehabt. Mitfühlend - und weil Alkohol die Hemmungen nahm - legte sie der Jüngeren eine Hand auf die Schulter. "Himmel..." Sie schüttelte leicht den Kopf. "Es tut mir leid, dass du das erleben musstest. Wirklich. Das hast du nicht verdient. Du bist viel besser als er." Sie starrte einige Augenblicke vor sich hin. Sie hätte niemals ihr Kind schlagen können. Niemals. Egal wie betrunken sie am Ende eines Tages vielleicht war, weil ihr immer wieder von diesem oder jenem etwas ausgegeben wurde. Manche Menschen waren einfach Arschlöcher und das sollten sie nicht hinter dem Alkohol verstecken. "Was hast du dann gemacht? Als er dich rausgeworfen hat?", fragte sie und sah wieder auf, das leere Glas immer noch zwischen ihren Fingern. "Konntest du bei Freunden unterkommen oder so?"
Als Lennox von ihrem Studium und ihrer Arbeit erzählte, lächelte Tessa leicht. "Doch, ich find schon, dass das was besonderes ist. Da kannst du stolz drauf sein." Endlich bemerkte sie, dass auch Lennox' Glas leer war. Sie stand auf. "Magst du noch etwas zu trinken?" Sie würde sich selbst ohnehin etwas holen.

Re: Lennox & Tessa ~ In Darkest Times Can Be Sparks of Hope (Sommer 2021)
von Tessa am 08.08.2024 20:39"Ja. Ja, ganz genau. Und sie ließ sich nicht hereinreden.", stimmte Tessa sofort zu. "Als Mutter kann einen das wahnsinnig machen, aber fürs Leben ist es eine wunderbare und wichtige Eigenschaft." Deswegen hatte sie irhe Tochter auch nie bestraft - höchstens mal getadelt oder versucht eine Art Machtwort zu sprechen, auch wenn dieses oft nur selten angekmmon war. Häufig war es auch gar nicht nötig gewesen - sie hatten einander verstanden. Hatten eine sehr enge Bindung gehabt. Dafür war Tessa auch imemr sehr dankbar gewesen, denn sie wusste, dass das bei weitem nicht selbstverständlich war. Insbesodnere, wenn das Teenager-Alter nahte und die Dickköpfe noch dickköpfiger wurden als ohnehin schon und die Eltern peinlich.
"Ein Kind sollte nicht vor seiner Mutter ging...", flüsterte Tessa leise. offenbarte dabei für einen Augenblick wie tief dieser Schmerz war. Eine Träne wollte sich lösen. Doch sie hatte ihren Absinth jetzt fertig und unterdrückte die Tränen, indem sie einen schluck nahm. Es brannte in ihrer Kehle, in ihrer Brust und das war gut. Es würde alles andere wegbrennen. Genau das wollte sie. Egal was für Auswirkungen das haben würde.
Tessa lauschte nun Lennox' Update. "Oh... das du keinen Kontakt mehr zu deiner Familie hast tut mir leid. Ist da denn irgendetwas vorgefallen?", fragte sie. Sie fand es immer schade, wenn keine familiären Bande bestanden. Vielleicht, weil sie selbste in Adoptionskind war. Vielleicht, weil sie ihre Tochter verloren hatte. Jedenfalls war Familie wichtig, wenn man sie hatte - es sei denn natürlich, die Familie hatte einen misshandelt. Das war ein anderes Thema. Aber ansonsten... "Aber das mit deinem Job klingt doch wirklich spannend. Und was machst du so als forensische Agentin? Ich kann mir darunter kaum was vorstellen, außer vielleicht irgendwelche kuriosen Dinge, die man hier und da mal in Action oder Krimi-Filmen mitkriegt." Die sie auch schon lange nicht mehr gesehen hatte.









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