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Re: Killeen, Texas [USA]
von Yara am 18.03.2026 14:49Gespannt hatte Yara abgewartet was ihre Freundin bezüglich des Proviantes sagte und nickte dann schließlich. „Gut dann kein Proviant. Auch gut, dann müssen wir uns darüber jetzt noch keine Gedanken machen." Dafür hatten beide jungen Frauen allem Anschein nach ohnehin keinen Kopf für. Und eigentlich gab es ja fast überall eine Restaurantkette oder zumindest einen Supermarkt in dem man schnell mal etwas zu Essen organisieren konnte...
Nachdem der Kaffee fertig durchgelaufen war, füllte Yara diesen in zwei Thermobecher und nickte, als Rachel nur Zucker wollte. Sie selbst füllte sich Milch und ein klein wenig Zucker in ihren Becher und verschloss dann auslaufsicher beide, bevor sie Rachel ihren gab. Kaffee wäre zwar irgendwann nicht mehr empfehlenswert für Yara aber bis dieser Tag käme, würde sie sich diesen nicht nehmen lassen!
Aufmerksam hatte sie beobachtet wie ihre Kommilitonin ihr die Mission oder Aufgabe für heute erklärte und nickte dann am Ende leicht. Und versprach dann auch das beide es gemeinsam schon meistern würden - und da war sie auch fest entschlossen zu!
Danach ging es dann auch schon los und Yara führte Rachel zu ihrem Auto, nachdem sie noch ihre Handtasche geschnappt und die Haustüre fest verschlossen hatte. Die Reise heute würde mit Sicherheit interessant werden und Yara war sehr gespannt und auch ein wenig angespannt, was die beiden an ihrem Ziel wohl erwarten würde...
Aber ganz egal was es wäre: Nichts und niemand könnte ihre Meinung und Sicht auf Rachel ändern. Oder auch den Wunsch sie besser kennen zulernen und ihre Freundin zu sein. Wer weiß irgendwann vielleicht sogar nicht nur rein platonisch aber das könnte nur die Zukunft zeigen und sie würde Rachel mit Sicherheit zu nichts drängen oder ihr zur Last fallen. Den das wäre das Letze was sie wollen würde auch wenn sie es wohl nicht für immer würde vermeiden können...

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Written words are prevailing; at any time on any day, they can be read again, their comfort revisited, even from thousands of miles away. It's magical how someone can take just a few minutes to write down words of encouragement, support, love, or well wishes and make their love felt mightily from afar.
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Re: Gabriel & Laila ~ Aller Anfang ist schwer...
von Gabriel am 16.03.2026 14:55Laila nahm mit einer neutralen Mine auf, dass der Lehrer sich nicht verwandeln konnte. Gabriel versuchte etwas aus ihrem Gesicht herauszulesen, erkannte darin allerdings keine Regung. Vielleicht war das auch gut so. Er wusste nicht, wie er hätte reagieren sollen. Egal in welche Richtung das Ganze gegangen wäre. Allerdings war es auch nicht gerade angenehm so im Dunkeln zu tappen. Schließlich könnte die Latina noch auf die Idee kommen, dass er den ganzen Stress nicht wert war. Was war denn schon ein Werwolf, der sich nicht verwandeln konnte? Aber nach einem Moment des Schweigens sprach Laila ihn an. Sie versicherte Gabe sogar, dass das nicht schlimm sei und es manchmal einfach schwerer war. Anscheinend fiel der Dunkelhaarige mit seiner Verwandlung von vor 2 Jahren noch in die 'jung' Kategorie. Oder er wollte sich das einreden, um nicht zugeben zu müssen, dass er ein wirklich mieser Werwolf war.
Nachdenklich senkte Gabriel den Kopf und ging Situationen durch, in denen er sich beinahe verwandelt hätte. Und wie er sich dabei gefühlt hatte. „Angst. Die meiste Zeit habe ich das Bedürfnis, wenn ich Angst habe.", erklärte er und hob den Kopf. Ja, er war sich nicht zu Schade darum zuzugeben, dass er sich fürchtete. Er konnte nicht viel mit diesem Macho gehabe anfangen oder damit so zu tun, als würde man sich nie fürchten. Furcht gehörte dazu. Und bei dem, was er erlebt hatte, war das wohl normal.
„Soll das also bedeuten das Angst mein Anker sein könnte? Das klingt nicht gerade brauchbar, um ehrlich zu sein." Schließlich konnte es ihm nicht helfen seine Verwandlung zu kontrollieren. Das hatte ihn ja gerade erst in die Situation gebracht sich nicht verwandeln zu können.
Der Vorschlag Selbstverteidigung zu trainieren war kein schlechter, auch wenn es Gabe widerstrebte jemanden zu verletzen. Er hatte eigentlich eine recht friedvolle Natur und mied Konflikte so gut es ging. Trotzdem ließ er sich von Laila im laufe der Einheit einige Dinge zeigen, die in Zukunft noch nützlich werden konnten.

Re: Boston [Amerika]
von Sofia am 16.03.2026 12:07Natürlich hatte Sofia nicht mit bekommen was sich in der Küche abgespielt hatte, da sie ja andernorts beschäftigt gewesen war. Aber da es sehr ruhig in der Küche gewesen war, hatte die Karrierefrau mit dem geheimen Doppelleben bereits nicht sehr laut gesprochen, weshalb die Geste zum leise sein eher unnötig war. Aber das störte sie nicht weiter, stattdessen betrachtete sie kurz den schlafenden Jungen und sah erst dann wieder dessen Mutter an. „Klar gar kein Problem. Du kannst ihn auf die Couch legen oder auch ins Bett in einem der Gästezimmer, ganz wie Du möchtest." In einem der Gästezimmer würde er vermutlich etwas mehr ungestörte Ruhe haben für seinen wohlverdienten Schlaf, nach dem langen und aufwühlenden Tag. Sofia behielt die frischen Klamotten also in ihren Händen und deutete mit ihrem Kopf in eine Richtung. „Da sind die Gästezimmer, die dritte und vierte Tür Links.", teilte sie im Flüsterton mit und blieb dann stehen. „Ich warte hier auf dich, nimm dir deine Zeit, danach zeige ich dir das Badezimmer und während du badest, lege ich dann den Laptop bereit in anderen Gästezimmer." Immerhin hatten sie die Bitte nicht vergessen und würde dann auch auf die Rückkehr von ihrem Fahrer mit den paar neuen Klamotten und den Sachen für die Versorgung von Thomas.
In der Zwischenzeit oder wenn Sofia eben dann arbeiten würde, könnte sie nachdem sie selbst endlich mal etwas gegessen hätte, dann eventuell noch ein paar ihrer Akten durchgehen. Und sobald Theo nach Hause käme, müsste sie dann ja auch noch erklären, weshalb die beiden zwei Gäste beherbergten plötzlich und wie sie sich das bei deren Arbeitspensum denn überhaupt vorgestellt hatte. Kein Gespräch auf das Sofia sich sonderlich freuen würde aber immerhin wusste ihr Verlobter ja, wie hilfsbereit seine zukünftige Frau war und das diese öfter mal die Leute in Not die sie sah kurzerhand aufnahm... Alles sollte im Grunde also definitiv kein größeres Problem werden und das war gut, denn dafür hätte sie nach diesem Tag definitiv keinen Nerv gehabt. Stattdessen schloss Sofia kurz ihre Augen und atmete einmal tief durch, genoss die Stille die gerade herrschte auch wenn in ihrem Kopf die Gedanken wirbelten und sie noch immer eine gewisse Wut in sich hatte, die einfach nicht mehr verschwinden wollte...

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All the great things are simple, and many can be expressed in a single word: freedom, justice, honour, duty, mercy, hope.
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Re: Marseille, Frankreich
von Kiran am 15.03.2026 22:14

Everybody's got a dark side Do you love me? Can you love mine? Nobody's a picture perfect.
But we're worth it. You know that we're worth it. Will you love me? Even with my dark side?
Don't run away. Don't run away
Just tell me that you will stay. Promise me you will stay
Don't run away. Don't run away
Just promise me you will stay. Promise me you will stay
Re: Marseille, Frankreich
von Cleo am 14.03.2026 16:07Sie betrachtete Kiran aufmerksam nachdem sie zu Ende erzählt hatte und war gespannt, was er dazu zu sagen hatte. Die Unterhaltung war entspannt, angenehm und hatte etwas leichtes an sich. Es war wie ein.. erneutes Kennenlernen, Stück für Stück, Info für Info. Zwar gaben beide nichts großes von sich Preis und dennoch hatte es Wert und ein gewisses Gewicht. Denn Stück für Stück stellten sie beide ein Bild von sich für den anderen zusammen. Und so funktionierte es eben, ein Gespräch das eine Art von Brücke zwischen beiden bildete, ein Band. Nicht laut, nicht voreilig, nicht fordernd und ohne Erwartungen. Einfach zwei Menschen die sich tragen und miteinander austauschten. Das hatte schon irgendwo eine simple und doch schöne Unkompliziertheit...
Kurz wirkte Cleo leicht nachdenklich aber lächelte zart dabei. „Naja.. viele der großen und wundervollen Dinge im Leben lassen sich in einfachen Worten ausdrücken aber nur durch klare und bewusste Entscheidungen erreichen.", gab sie zunächst leise zurück. „Und gewisse Dinge.. Ereignisse die ändern auch die Sichtweise und die Bedürfnisse. Verschieben Prioritäten wenn auch vielleicht nicht mit Absicht." Und Kinder waren da wohl eines der besten Beispiele, denn besonders in jungen Jahren kamen diese meist eher ungeplant und dann erforderte dieses neue Leben in einem eben klare Entscheidungen und oftmals auch gewisse Opfer. Aber Cleo würde ihre Kinder um nichts auf der Welt wieder hergeben und hatte ihr Leben komplett für diese verändert.
„Bewusste Entscheidungen sind oftmals die besten im Leben, besonders da man diese niemals Leichtfertig trifft...". Gut manchmal war fliehen keine andere Option aber das war zum Glück inzwischen vielerorts zum Glück selten geworden wenn auch noch lange nicht überall leider...
Leicht hatte Cleo ihre Beine übereinander geschlagen und nickte dann sachte. „Ja ich liebe es auch mein Wissen mit ihnen zu teilen und ihnen neue Dinge zeigen zu können. Zeitgleich altes zu bewahren, die beiden mögen inzwischen auch viel lieber alte Städte und geschichtsträchtige Orte. Und haben Spaß daran aber natürlich besuche ich trotzdem oft auch einen Freizeitpark oder Zoo zwischendurch mit Ihnen. Es soll ja auch alles altersgerechte Ausmaße haben.", äußerte sie mit einem kleinen Schmunzeln. Dann blickte sie ihn neugierig an. „Welchen Ort hast Du denn zuletzt bewusst besucht und damit quasi wiederentdeckt für dich?"
Während Kiran dann kurz schwieg, blickte sie selbst auf ihr Handy, da das Display kurz aufleuchtete. Neugierig und kurz leicht beunruhigt schaute sie nach, bevor sie dann erleichtert Lächeln musste. Dann blickte sie etwas überrascht zu dem Hexenmeister auf. „Bist Du sicher? Ich hätte nichts dagegen das alles zu teilen. Ansonsten.. nehme ich das mit und bringe zu unserem nächsten Treffen dann etwas selbst gekochtes oder gebackenes mit?", schlug sie dann am Ende nachdenklich vor und blickte ihn abwartend und neugierig an.

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You don't have to be positive all the time. It's perfectly okay to feel sad, angry, annoyed, frustrated, scared and anxious. Having feelings doesn't make you a negative person. It makes you human!
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Re: Londoner Institut
von Iona am 14.03.2026 14:53Dagegen sich Häuser mit ihrem Verlobten anzuschauen hatte Iona nichts einzuwenden. Wenn das hier eine ganz gewöhnliche Verlobung wäre, dann wäre das ohnehin ein logischer Schritt irgendwann. Gut an der Situation von Jason und Iona war so einiges definitiv nicht ganz normal und gewöhnlich, weshalb auch noch nicht alles so ganz klar war. Aber man konnte ja über alles vernünftig reden, dann würden sie mit Sicherheit für alles gemeinsam eine Lösung finden. Vielleicht würde es bei manchen Sachen mehr zu reden und zu klären geben aber solange beide offen mit einandet klar kommunizierten, sollte es keine größeren Probleme geben. „Wie gesagt, lass uns da morgen genauer über unser beider Vorstellungen und Erwartungen an ein Haus sprechen, heute bin ich dafür definitiv zu müde und überwältigt. Aber wir bekommen das mit Sicherheit hin, solange wir offen miteinander sprechen, sollte das alles funktionieren.", gab sie ihm sanft zur Antwort und musste dabei ein kleines Gähnen unterdrücken.
Dann musste sie unwillkürlich Lachen, leise und nur kurz aber dennoch war es da gewesen. „Eben, der Wohnungs- und Häusermarkt ist sehr groß. Deshalb sollten wir uns vielleicht besser vorab über ein paar Parameter einig sein und eine grobe Vorauswahl treffen." Zwar hatte sie bisher eher weniger aktiv über ihre Hochzeit und das alles nachgedacht aber dennoch hatte sie eine gewisse Vorstellung davon wie sie Leben wollte. „Bist Du eigentlich für Haustiere oder dergleichen offen?", fragte sie daher neugierig. Denn Iona könnte sich durchaus vorstellen auf einem Gestüt zu leben oder einem Hof, mit etwas Viehzucht oder auch Rassezüchtungen von einer bestimmten Tierart eben. Oder zumindestens einem großen Haus mit Garten und Blumenzucht eventuell. Was auch gewisse Einnahmequellen wären die vielleicht sinnvoll in eine gemeinsame Zukunft investiert werden könnten...
Ihr Blick ruhte einen kurzen Moment einfach nur schweigend auf ihm und dachte dann für einen Moment nach. „Werde ich definitiv tun und ich bin auch gespannt auf deine Fragen, für den Moment haben wir aber denke ich das wichtigste erstmal geklärt." Immerhin war die Rothaarige noch immer von den Ereignissen dir hinter ihnen lagen ziemlich überrumpelt, von daher nickte sie und ergriff nach kurzem Zögern seine Hand. „Gerne, ich brauche definitiv etwas zu Essen und muss hier einfach raus." Und wenn er ein gutes Restaurant kannte dann umso besser, wieso sich also nicht überraschen und es auf sich zukommen lassen? „Wie ist das eigentlich mit dem Blut trinken? Also wie oft musst Du das Tun und würdest Du auch irgendwann vielleicht einmal von meinem Blut kosten wollen?" Ein besseres Wort fiel ihr gerade dafür nicht ein, das nicht irgendwie ablehnend geklungen hätte. Aber sie war tatsächlich neugierig und nicht völlig abgestoßen von der ziemlichen Gewissheit das er Blut trinken musste...

There is a time when fear is good and ought to remain seated as a guardian of the heart.".
Re: Starkville
von Adria am 14.03.2026 13:29Adria war froh das Zeynep sich tatsächlich über ihr Mitbringsel freute aber in Zeiten der Apokalypse wo Rauchen ein seltener Luxus geworden war, hätte das wohl jeder. Also zumindest jeder, dem diese Glimmstängel sowas wie Entspannung oder sonst etwas brachten. Die Dunkelhaarige hätte sich wohl über ein Musikinstrument wie ein Klavier oder auch nur Keyboard gleichermaßen in diesem Ausmaß gefreut. Auch wenn es eher selten geworden war das ihr überhaupt noch zum singen zumute gewesen wäre. Aber auf der anderen Seite vielleicht würde es sie auch von all der Schwere und dem verbissenen Überlebenskampf ablenken und ihr wieder das Gefühl geben können, wieder zu leben statt nur zu versuchen am Leben zu bleiben. In diesen Zeiten hatte man wohl ganz besonders zu wenig zum Leben aber auch noch zu viel um zu Sterben...
Diese eher düsteren Gedanken zogen durch ihren Kopf wie flüchtige und doch Hartnäckige Gewitterwolken, während ihre Freundin genüsslich ihre Zigarette rauchte. Ein Umstand der ihr zumindest ein flüchtiges kleines Lächeln entlockte. Aber es war schneller wieder verschwunden als die Sommersonne ein Eis dahinschmelzen lassen würde. Heute war nach der letzen Nacht einfach noch kein guter Tag, für die ehemalige so zähe Optimistin, dazu hatte die Realität sie zu hart eingeholt und ihr zu viele geliebte Menschen erneut genommen...
Langsam hatte Adria ihr Frühstück zu sich genommen und war dabei schweigsam gewesen, zumal jedes Wort von ihr aktuell rau klang als hätte Sandpapier ihre Sprachorgane umschlossen. Kurz rollten Tränen über ihre Wangen, wobei sie gar nicht sagen konnte worum sie gerade denn überhaupt weinte, bevor sie diese energisch fortwischte.
Zeynep's Stimme ließ sie sich zu ihr unwenden und im ersten Moment konnte sie nur verständnislos Blinzeln, bis ihr endlich die Erkenntnis dämmerte und Adria dann doch Lächeln musste, diesmal länger als zuvor. Von neuer Energie erfüllt nickte die und erhob sich. „Auf jeden Fall! Und sollten wir dabei noch vielleicht ein Keyboard finden, vielleicht nicht heute aber irgendwann, dann würde Ich mich auch unheimlich freuen. Aber eins nach dem anderen." Sie zog ihre Maske auf und straffte die Schultern. „Auf geht's!", sagte sie fast schon fröhlich, jedenfalls fröhlicher als sonst irgendwas in letzter Zeit und das war definitiv ein Fortschritt!

Sometimes the only payoff for having any faith
Is when it's tested again and again everyday
Quelle Gifs: Tumblr Quelle Zitat: Songtexte.com
Re: New York [USA]
von Lias am 12.03.2026 21:12Ihr Blick, als ich die Bestellung aufnahm, war anders als alles, was ich je in einem Gast gesehen hatte. Nicht dieses flüchtige Hinsehen, nicht die höfliche Gleichgültigkeit, mit der die meisten Menschen einem Kellner begegnen – als wäre man nur ein Teil der Einrichtung, eine menschliche Maschine, die Kaffee bringt und Teller abräumt. Nein, sie sah mich an, als ob sie mich wirklich sah. Als ob da etwas in ihr war, das etwas in mir erkannte, etwas, von dem ich nicht wusste, dass es überhaupt existiert. Es war, als ob sich in meiner Brust eine kleine Tür öffnete, eine, hinter der immer nur Dunkelheit gewesen war, und plötzlich fiel Licht hindurch, warm und golden und seltsam vertraut. Ich spürte eine Verbindung, die ich mir nicht erklären konnte, ein unsichtbares Band, das sich zwischen uns wob, feiner als Spinnenseide und doch stärker als jedes Tau, das je ein Schiff im Hafen gehalten hatte. Ich wusste nicht, woher sie kam, wer sie war, was sie hierher verschlagen hatte – und doch wusste ich etwas Tieferes, etwas, das nicht im Kopf saß, sondern im Blut pulsierte, in den Knochen summte wie eine alte, vergessene Melodie. Sie war anders. Und das machte mich neugierig, so neugierig wie ein Kind, das zum ersten Mal das Meer sieht und nicht versteht, warum es salzig schmeckt und woher die Wellen kommen.Als sie mich duzte, mit einer Selbstverständlichkeit, die keine Grenze überschritt, sondern eine Grenze einfach als nie existent enthüllte, durchfuhr mich ein Schauer, der nichts mit der Kühle der Klimaanlage zu tun hatte. "Hat dir schon einmal jemand gesagt, daß ein Poet an dir verloren gegangen ist?", fragte sie leise, und ihre Stimme war wie warmer Tee an einem kalten Tag, wie das erste Licht nach einem langen Sturm. Ich wollte etwas erwidern, etwas Leichtes, etwas, das die Situation wieder in die vertrauten Bahnen lenkte, etwas, das mich wieder hinter die Maske des freundlichen Kellners zurückschlüpfen ließ. Aber die Worte blieben mir im Hals stecken, als ich in ihre Augen sah, in dieses tiefe Braun, das so viel gesehen hatte und dennoch nicht aufgehört hatte zu leuchten. Es war, als ob ich in einen Brunnen blickte, der bis zum Mittelpunkt der Erde reichte, und auf dem Grund sah ich etwas glitzern, etwas, das ich kannte, ohne es je gesehen zu haben. Stattdessen lächelte ich nur, ein Lächeln, das meine übliche professionelle Freundlichkeit weit hinter sich ließ und etwas preisgab, etwas fast Verletzliches, etwas, das ich sonst vor der Welt verbarg wie eine Narbe, die man nicht zeigen will. "Nicht so, wie Sie es gerade getan haben", sagte ich dann leise, und das Sie war eine bewusste Entscheidung, eine kleine Mauer aus Pappe, die ich aufbaute, um nicht vollends in diesem Sog zu versinken. Aber die Mauer war aus Pappe, und ich wusste es. Sie würde dem ersten Windhauch nicht standhalten.Als ich mich dann umdrehte, um ihre Bestellung zu holen, spürte ich ihren Blick auf meinem Rücken wie eine körperliche Berührung, eine warme Hand, die mich sanft weiterdrückte und gleichzeitig zurückhielt. Es war ein seltsames Gefühl, und ich atmete erst tief durch, als mich die Küchentür für einen Moment ihren Blicken entzog. In der Küche, umgeben von Dampf und dem Zischen der Pfannen, blieb ich für einen Herzschlag stehen, lehnte mich gegen die Edelstahltheke und schloss die Augen. Was war das nur? Ich hatte Gäste, Tag für Tag, Hunderte von Gesichtern, die kamen und gingen, deren Bestellungen ich mir merkte und deren Namen ich vergaß, sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatten. Noch nie hatte mich jemand so berührt, so tief und so grundlos. Ich dachte an ihre Augen, an die Art, wie sie mich ansah, als ob sie etwas in mir suchte, das ich selbst nicht kannte. Und ich dachte an das Gefühl in meiner Brust, dieses Drängen, dieses Wissen, das kein Wissen war. Ich schüttelte den Kopf, griff nach dem Teller mit dem Wolfsbarsch, der wie ein Kunstwerk auf dem Porzellan lag, nach dem Glas mit der Limonade, die in der Morgensonne funkelte wie flüssiges Gold mit eingefangenen Sonnenstrahlen, und ging zurück in den Gastraum.Als ich das Tablett vor ihr abstellte, die Speisen wie eine kleine Opfergabe vor ihr auf dem Tisch arrangierte, traf mich ihr Lächeln mit voller Wucht. Es war, als ob die Sonne hinter den Wolken hervorkam, als ob der Himmel sich für einen Moment öffnete und etwas Helles, Warmes auf mich herabfiel. Sie bedankte sich, und dann, während mein Körper schon zum Gehen bereit war, mein Mund schon die Worte formen wollte, die mich zu den nächsten Gästen führen würden, blieb ich doch stehen, gefesselt von ihren Worten wie von einem unsichtbaren Seil. Syrien. London. Ein Hostel in der Nähe. Die Stationen einer Flucht, die ich zwischen den Zeilen las, die Narben einer Reise, die nicht freiwillig gewesen war. Sie erzählte es so beiläufig, als ob sie über das Wetter spräche, aber ich hörte das Echo der Verluste in ihrer Stimme, sah die Schatten hinter ihren Worten, die wie Geister um sie tanzten. Und wieder spürte ich diese unsinnige Vertrautheit, dieses Wissen um sie, das tiefer ging als jede Information. Ich kannte ihre Heimat nicht, hatte Syrien nie besucht, wusste nichts von London außer dem, was man in Filmen sah. Und doch, als sie davon sprach, war es mir, als ob sich in mir ein Bild formte, ein uraltes, verblasstes Foto, das Staub und Berge und das Lachen von Menschen zeigte, die ich nie getroffen hatte, und doch schien ich sie alle zu kennen. Es war, als ob wir uns auf einer Ebene begegneten, die unter der Oberfläche des Alltags lag, eine Ebene, von der ich nicht wusste, dass es sie gab, bis sie jetzt plötzlich vor mir aufgetaucht war wie eine verborgene Tür in einer Mauer, an der ich tausendmal vorbeigegangen war, ohne sie zu sehen."Dann willkommen in New York", sagte ich schließlich, und meine Stimme war rauer als beabsichtigt, als ob die Worte über Sandpapier rutschen müssten, bevor sie meine Lippen verlassen konnten. "Ich hoffe, die Stadt zeigt sich von ihrer besseren Seite. Nicht alle Nächte sind so seltsam wie die letzte, versprochen." Ich machte eine kleine Pause, ein schmaler Grat zwischen Gehen und Bleiben, ein Tanz auf dem Messer zwischen dem, was sein sollte, und dem, was sein könnte. Und dann, bevor ich mich umdrehte, bevor die Vernunft mich wieder in ihren eisernen Griff nahm, fügte ich leise hinzu: "Ich heiße übrigens Lias. Falls Sie noch etwas brauchen." Es war eine dumme, eine überflüssige Information. Mein Name stand auf dem kleinen Schild an meiner Brust, in sauberen, schwarzen Buchstaben auf silbernem Grund. Jeder Gast konnte ihn lesen, wenn er nur hinsah. Aber irgendwie musste ich ihr meinen Namen geben, musste dieses kleine Stück von mir in ihre Hände legen, als ob es ein Schlüssel wäre, ein erster Schritt, um dieses Rätsel zu lösen, das sie für mich darstellte. Ich wollte nicht, dass sie ging, ohne dass ich wusste, wer sie war, was dieses Gefühl bedeutete, diese seltsame Verbindung, die mich nicht losließ.Und als ich mich umdrehte, um zu anderen Tischen zu gehen, um meine Pflicht zu erfüllen, um wieder der freundliche Kellner zu sein, der niemandem zu nahe trat, spürte ich ihren Blick auf meinem Rücken. Er brannte dort wie ein kleines Feuer, wie eine warme Hand, die mich festhielt, auch wenn ich mich entfernte. Und es fühlte sich an wie eine Frage, die noch nicht beantwortet war, wie ein Buch, das ich aufgeschlagen hatte und nun nicht mehr zuschlagen konnte, ohne zu erfahren, wie die Geschichte weiterging. Ich musste sie wiedersehen. Nicht aus Sehnsucht, nicht aus Verlangen, sondern aus purer, brennender Neugier. Ich musste verstehen, was das war, dieses Band, das sich zwischen uns gesponnen hatte. Und tief in mir, in diesem Teil, den ich nicht kannte, den ich nie erforscht hatte, flüsterte eine leise Stimme, dass dies erst der Anfang war.
Re: New York [USA]
von Tara am 12.03.2026 14:04Noch immer war die Schwarzhaarige ganz gefesselt von diesem seltsamen Moment und seinem Nachhall, dennoch bemühte sie sich ihre Fassung schnell wieder zu gewinnen. Betrachtete ihn dabei aber neugierig, interessiert aber auch wachsam. Sie konnte nicht anders, die ständige Flucht schon ihr ganzes Leben lang mahnte sie dazu. Und doch.. schreckte Tara nicht vor diesem Vorfall zurück, nicht vor ihm. Dem vertrauten Fremden...
Interessiert lauschte sie dann seiner sehr angenehmen Stimme und registrierte dabei was er ihr da an Speise und Getränk empfahl. Und es klang wirklich Köstlich was er da erzählte, sodass ihr unwillkürlich das Wasser im Munde zusammenlief. Und ihr Magen knurrte auch ganz demonstrativ, nachdem er seine Empfehlung beendet hatte. Dieser Umstand ließ unwillkürlich ihre Mundwinkel zucken, das und diese seltene wenn auch unerklärliche Verbundenheit und Vertrautheit. „Hat dir schon einmal jemand gesagt, daß ein Poet an dir verloren gegangen ist?", fragte sie leise und sich dabei gar nicht bewusst daß sie ihn geduzt hatte. „Das nehme ich auf jeden Fall und freue mich schon darauf es zu kosten!" Und das tat Tara wirklich, denn sie war jetzt nicht die versierte Köchin und Bäckerin aber mit Abstand die leidenschaftlichste!
Sie konnte nicht erklären was das war, wann immer sich die Blicke der beiden begegneten aber irgendwie genoss sie es, diese Momente in denen Zeit und Raum still zu stehen schienen und nur noch die beiden zu existieren schienen. Dem sollte definitiv auf den Grund gegangen werden! Aber trotz aller Faszination war sie noch nicht bereit die mühsam erarbeitete kleine Sicherheit der Anonymität aufzugeben. Dennoch würde sie fortan definitiv öfter in dieses Café kommen!
Ihr Blick ruhte auf dem Rücken ihres Kellners als dieser sich in Richtung der Küche - wie sie vermutete - entfernte. Was ein leises Gefühl des Bedauerns in ihr weckte, was aber völlig irrational war denn schließlich musste er ja seiner Arbeit nachgehen und außerdem war sie nicht der einzige Gast in dem kleinen Cafe. Wie ihr nach einem kurzen Blick durch dieses auch wieder bewusst wurde. Obwohl ihr Gefühl ein anderes war...
Nachdem er dann mit ihrer Bestellung an den Tisch zurückkehrte und diese abstellte, bedankte sie sich mit einem Lächeln. Denn ihr Hunger meldete sich jetzt natürlich erneut und dennoch begann sie nicht sofort zu essen, sondern blickte kurz zu der Einrichtung des Kaffees. „Das allererste Mal, ja. Gebürtig bin ich aus Syrien und seit dem bin ich ziemlich viel rumgekommen. Zuletzt war ich in London und bin erst letzte Nacht dann hier angekommen, in dem Hostel ganz in der Nähe." Erzählte sie einfach mal ein bisschen, denn das konnte bei ihren eher vagen Angaben ja nichts Schaden.

Those who have survived the unthinkable are also those who know how to create a better world - because it's ended for us before.
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