Episodische & paroxysmale Krankheiten des Nervensystems
G40
Epilepsie (lat. Epilepsia) wird im Deutschen auch "Fallsucht" genannt und umgangssprachlich häufig als Krampfleiden bezeichnet. Die Epilepsie ist eine Fehlfunktion des Gehirns. Sie wird durch Nervenzellen ausgelöst, die plötzlich gleichzeitig Impulse abfeuern und sich elektrisch entladen.
Hierbei handelt es sich um eine schwere Form der Epilepsie, bei der es zu einem epileptischen Anfall kommt, der länger als fünf Minuten anhält. Manchmal kommt es auch zu einer Serie mehrerer Anfälle kurz hintereinander, ohne dass der Patient dazwischen das volle Bewusstsein wiedererlangt. Solche Situationen sind Notfälle, die schnellstmöglich durch den Notarzt behandelt werden müssen!
G43
Bei Migräne leiden die Betroffenen unter meist einseitigen, oft sehr starken Kopfschmerzattacken. Hinzu kommen oft Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und andere neurologische Symptome. Die Ursachen für Migräne sind noch nicht eindeutig geklärt. Unter anderem vermutet man eine Botenstoff-Störung im Gehirn, verbunden mit einer Minderdurchblutung.
Hier sind weitere bisher nicht genannte Kopfschmerz-Syndrome aufgeführt.
Als transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnen Mediziner eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns oder der Netzhaut, die plötzlich neurologische Ausfä-lle verursacht und sich vollständig zurückbildet. Sie kann einem Schlaganfall vorausgehen und gilt deshalb als wichtiges Warnzeichen sowie als medizinischer Notfall. Häufig wird eine TIA durch kleine Blutgerinnsel verursacht, die aus Gefäßabla-gerungen oder dem Herzen mit dem Blutstrom in hirn- oder netzhautversorgende Arterien gelangen und diese vorüberge-hend verschließen.

Inkl.: Zerebrale transitorische ischämische Attacke [TIA]
nicht dazugehörend:
• In der Bildgebung nachgewiesener korrelierender Infarkt (I63)
• Zerebrale Ischämie beim Neugeborenen (P91.0)
Zerebrale Gefäßsyndrome sind typische Kombinationen neurologi-scher Ausfälle, die durch Durchblutungsstörungen, Gefäßver-schlüsse oder Blutungen in bestimmten Versorgungsgebieten des Gehirns entstehen. Art und Ausprägung der Beschwerden hängen davon ab, welches Blutgefäß und welche Hirnregion betroffen sind.
Schlafstörungen sind weit verbreitet. In Europa leiden Unter-suchungen zufolge etwa 5 bis 19 Prozent der Bevölkerung an einer Schlafstörung. Dabei ist Schlafstörung nicht gleich Schlafstörung: So gibt es zum Beispiel Einschlafstörungen und Durchschlaf-störungen (Insomnien), verschiedene Arten von Tagesschläfrigkeit (Hypersomnien), schlafbezogene Bewegungsstörungen (wie das Restless-Legs-Syndrom) und schlafbezogene Atmungsstörungen (z.B. das Schlafapnoe-Syndrom).