Neurotische, Belastungs- & somatoforme Störungen
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Phobien sind unangemessen starke Ängste vor bestimmten Situationen oder Objekten. Sei es die Angst vor dem Fliegen, dem Zahnarzt, vor Spinnen oder ganz allgemein im Umgang mit anderen Menschen: Die irrationalen Ängste wirken sich auf die Gedanken, die Gefühle und das Verhalten der betroffenen Personen aus.
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Herzrasen, Schweißausbrüche und Erstickungsgefühle sind typische Symptome einer Panikstörung. Bei den Panikattacken überfällt die Betroffenen massive Angst. Viele Patienten sind überzeugt, dass eine bedrohliche körperliche Ursache die Beschwerden auslöst. Das versetzt manche von ihnen sogar in Todesangst.
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F42
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Die Zwangsstörung ist eine schwere psychische Erkrankung. Die Betroffenen führen zwanghaftimmer wieder die gleichen Rituale aus oder werden von beunruhigenden Gedanken geplagt, denen sie nicht entkommen können. Obwohl sie erkennen, dass ihre Handlungen und Ängste irrational sind, können sie ihr Denken und Handeln nicht in den Griff bekommen. Sobald sie versuchen, diese abzustellen, steigen Unruhe und Ängste in ihnen auf – und erzeugen einen zunehmenden inneren Druck, dem sie auf Dauer nicht standhalten.
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Die Störungen dieses Abschnittes unterscheiden sich von den übrigen nicht nur aufgrund der Symptomatologie und des Verlaufs, sondern auch durch die Angabe von ein oder zwei ursächlichen Faktoren: ein außergewöhnlich belastendes Lebensereignis, das eine akute Belastungsreaktion hervorruft, oder eine besondere Veränderung im Leben, die zu einer anhaltend unangenehmen Situation geführt hat und eine Anpassungsstörung hervorruft. Obwohl weniger schwere psychosoziale Belastungen ("life events") den Beginn und das Erscheinungsbild auch zahlreicher anderer Störungen dieses Kapitels auslösen und beeinflussen können, ist ihre Ursprungs-Bedeutung doch nicht immer ganz klar. In jedem Fall hängt sie zusammen mit der individuellen Verletzbarkeit, das heißt, die Lebensereignisse sind weder notwendig noch ausreichend, um das Auftreten und die Art der Krankheit zu erklären. Im Gegensatz dazu entstehen die hier aufgeführten Störungen immer als direkte Folge der akuten schweren Belastung oder des kontinuierlichen Traumas. Das belastende Ereignis oder die andauernden, unangenehmen Umstände sind primäre und ausschlaggebende Kausalfaktoren, und die Störung wäre ohne ihre Einwirkung nicht entstanden. Die Störungen dieses Abschnittes können insofern als Anpassungsstörungen bei schwerer oder kontinuierlicher Belastung angesehen werden, als sie erfolgreiche Bewälti-gungsstrategien behindern und aus diesem Grunde zu Problemen der sozialen Funktionsfähigkeit führen.
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Dissoziative Störung ist ein Oberbegriff für eine Reihe psychischer Krankheitsbilder. Die Betroffenen regieren auf sehr belastende Erlebnisse mit der Abspaltung von Erinnerungen oder gar ganzen Persönlichkeitsanteilen. So lassen sich unerträgliche Erfahrungen ausblenden. Zu den dissoziativen Störungen gehören unter anderem die dissoziative Amnesie und die multiple Persönlich-keitsstörung.
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Somatoforme Störungen (auch psychosomatische Syndrome) be-zeichnen das wiederholte Auftreten körperlicher Beschwerden, für die keine hinreichende organische Ursache gefunden werden kann. Seelische Belastungsfaktoren, emotionaler Stress und unge-löste innere Konflikte spielen eine zentrale Rolle bei der Entste-hung und Aufrechterhaltung der Symptome. Die Behandlung er-folgt in der Regel psychotherapeutisch, sofern körperliche Ursa-chen zuvor ausgeschlossen wurden.
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Andere neurotische Störungen umfassen psychische Störungen, die durch anhaltende seelische Belastung und funktionelle Beein-trächtigungen gekennzeichnet sind, sich jedoch nicht eindeutig anderen neurotischen Erkrankungen zuordnen lassen. Die Be-schwerden sind subjektiv stark belastend, wirken sich spürbar auf Alltag, Sozialleben und Leistungsfähigkeit aus und stehen nicht im direkten Zusammenhang mit organischen Erkrankungen.
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TRASHkind