SchwereBelastungs-Anpassungsstoerungen1.jpg
Reaktionen auf schwere Belastungen & Anpassungsstörungen
Akute Belastungs-reaktion
Belastungsreaktion, Kriegs-neurose, Psychischer Schock
F43.0
=> Ursachen traumatische Erlebnisse oft lebensbedrohlich, z.B.: Körperverletzungen, Krieg, Flucht, sexuelle Gewalt, Raub-überfälle, Naturkatastrophen, schwere Unfälle, Terroran-schläge
=> Nervenzusammenbruch, ausgelöst durch traumatisches Ereignis
=> Unterteilung in zwei Formen: Akute Belastungsreaktion (bis zu 2 Tage nach Ereignis), akute Belastungsstörung (bis zu 4 Wochen nach dem Ereignis)
=> Symptome: veränderte Wahrnehmung (Derealisation, Depersonalisation -> Fremdwahrnehmung von Umgebung oder sich selbst), Bewusstseinseinengung, Wiedererleben der Situation in Alpträumen o. Flash-Backs, Erinnerungslücken, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Schreckhaftigkeit, erhöhte Reizbarkeit, Vermeidungsverhalten, sozialer Rückzug, Stimmungsschwankungen zwischen Aggression, Angst und Trauer oder unangemessenes Weinen und Lachen, Erröten, Schweißausbrüche, Herzrasen, Blässe, Übelkeit, sprachloses Entsetzen
=> Heilung: folgenlose Heilung möglich, v.a. mit therapeu-tischer Hilfe. Aber auch Übergang in posttraumatische Belas-tungsstörung möglich
=> Entstehung durch traumatische Ereignisse (außergewöhn-liche & extreme Notlagen) -> häufigste Ursachen: Krieg, Extremsituationen bei Rettungseinsätzen, Vergewaltigungen
=> Auftreten i.d.R. 6 Monate nach Trauma
=> oft einhergehend mit Angsterkrankung, Borderline-Störung, Depression
=> Symptome: wiederholtes Erleben des Traumas (Nachhall-erinnerungne, Flashbacks), Alpträume, andauerndes Gefühl des Betäubtsein, emotionaler Stumpfheit, Gleichgültigkeit gegenüber anderer, Teilnahmslosigkeit der Umgebung gegenüber, Freudlosigkeit, Vermeidung von Aktivitäten & Situtionen bzgl. des Traumas, oft Übererregtheit, übermäßige Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Angst, Depression, oft Suizidgedanken
=> Heilung: bei 1/3 verschwindet PBTS nach 1 Jahr von alleine, mit Therapie 50 % nach 4 Jahren beschwerdefrei, 1/3 nach 10 Jahren noch immer betroffen -> kann in eine andauernde Persönlichkeitsstörung übergehen
Posttraumatische Belastungs-störung
Traumatische Neurose
F43.1
Anpassungs-störungen
Hospitalismus bei Kindern, Kulturschock, Trauerreaktion
F43.2
=> nach belastender/großer Lebensveränderung wie z.B. Trennung, Unfall, Geburt eines Kindes
=> i.d.R. zeitlich begrenzt
=> kann in jedem Lebensalter auftreten
=> Alleinstehende gefährdeter
=> Auftreten der Symptome innerhalb eines Monats
=> Symptome: Trauer, Sorge, Ängste, Verlust von Freude, Schwierigkeiten im Fortsetzen des Alltags, Gefühl der Überforderung, Anzeichen von Depression & Angststörungen, Bauchschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten,  Verspan-nungen, Herz-Kreislauf-Probleme, oft Rückzug aus sozialem Leben
=> Heilung: sehr gut möglich, Verschwinden je nach Schwere sogar von selbst möglich
=> Dauer: i.d.R. Wochen bis einige Monate (max. 6 Monate, außer bei depressiver Anpassungsstörung)
Weitere bisher nicht genannte Reaktionen/Störungen auf schwere Belastungen/Traumata
Sonstige Reaktionen auf schwere Belastung
F43.8
Reaktion auf schwere Belastung
nicht näher bezeichnet
F43.9
...
  TRASHkind
__________________________________________________________
Erkrankte
__________________________________________________________
Genesene
SchwereBelastungs-Anpassungsstoerungen2.jpg