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Athena
Gelöschter Benutzer

Re: Athena & Sylvia ~ Deep Secrets

von Athena am 07.09.2020 23:01

Ganz allmählich bemerkte Athena in was sie sich da reingeritten hatte. Sie hatte Sylvia fast schon versprochen ihre die Seelen ihrer Schwestern herbeirufen zu können. Das war aber auch nicht ungefährlich. Dadurch öffneten sie die Pforten zu anderen Welten und es konnte nicht nur die Seelen ihrer Schwestern hindurch wandern, sondern noch viel Schlimmeres. Aber einen Rückzieher konnte sie nun auch nicht mehr machen. Es würde der jungen Frau doch das Herz brechen. Allerdings ... was interessierte das Athena? Es müsste ihr egal sein. Aber das war es nicht. Irgendwie und irgendwo erinnerte Sylvia sie an jemanden, den sie in all den tausenden von Jahren mal getroffen hatte. Sie seufzte schwer.

"Ich habe ehrlich egesagt noch nie Seelen heraufbeschworen. Ich weiß zwar, wie Amazonen das tun, denn ich hänge recht oft mit Artemis ab, aber das wird uns nicht helfen, da weder wir noch deine Schwestern Amazonen waren. Wir werden erst mal Bücher lesen müssen."

Und damit gab Athena zu, dass sie nicht allwissend war. Aber das störte sie derzeit nicht. Gegenüber den Menschen war es kein Verlust Unperfektionismus zu zugeben, außerdem wollte sie Sylvia längst nicht mehr beeindrucken. Diese junge Frau wusste nun zwar, dass Götter existierten, aber ihren Schwestern zu Liebe, durfte sie nicht daran glauben.

"Hör mir gut zu, Sylvia. Ganz egal, was in deinem Leben noch passiert, du musst Elis Lehre weiterhin folgen. Folge ihr so, wie deine Schwestern ihr gefolgt sind. Nicht zu viel, nicht zu wenig, aber wende dich niemals davon ab, sonst wirst du sie nie wieder sehen. Du wirst sonst in ein komplett anderes Totenreich kommen und dann heißt es nicht, nach dem Tod sind wir wieder vereint. Glaub mir, dass hat schon viele sich Liebende auseinandergerissen und zwar für die Ewigkeit und das ist eine verdammt lange Zeit, glaub mir."

Mit diesen Worten legte sie den nun nicht mehr wirklich blutenden Arm der jungen Frau vorsichtig zur Seite und stand auf. Sie klopfte ihre Kleidung ab und streckte sich, dann hielt sie Sylvia ihre Hand hin. Es gab nun einiges zu tun, wenn sie ihr Versprechen halten wollte. Mit einem Lächeln sagte sie.

"Du musst nicht viel tun, um ein paar letzte Worte mit deinen Schwestern zu wechseln, außer Bücher durchwälzen und ... und ich will, dass du mir etwas versprichst."

Noch bevor Sylvia die Hand der Göttin nehmen konnte, zog jene sie wieder zurück und ging in die Hocke, genau vor ihr. Eindringlich sah sie jene mit ihren glänzenden, teilweise bedrohlich wirkenden Augen an. Ein Blick, der keine Wiederworte dulden würde.

"Ich will, dass du danach wieder lebst. Dass du lernst, dir nicht die Schuld an ihrem tod zu geben, den die trägst du nicht und ich will, dass du den wahren Sinn des Lebens erkennst, denn dann verstehst du auch deine Aufgabe. Ich gebe dir einen Tipp, der wahre Sinn des Lebens beginnt in dir und bei dir. Lerne glücklich zu sein, egal, was das Leben dir beschert, sei glücklich, achte dabei auf deine Umwelt und deine Mitmenschen und damit erfüllst du deine Aufgabe."

Athena war sich sicher, dass sie den Sinn dieser Aufgabe nicht verstehen würde, noch nicht oder niemals. Nicht viele Menschen verstanden den Sinn des Lebens und ihre Aufgaben darin, sollten sie auch noch so unbedeutend sein. Eine Schaden, denn würde jeder endlich verstehen und lernen zu sehen, wäre die Welt ein besserer Ort. Tatsächlich hatte sie den eigentlichen Sinn im Moment nicht einmal ausreichend erklärt, aber wozu auch? Sylvia war noch nicht so weit. Sie stand wieder auf und hielt der jungen Frau abermals ihre Hand hin. Diesmal zog sie jene nicht wieder zurück.

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Athena
Gelöschter Benutzer

Re: 18+ | Athena & Kate ~ where worlds collide | AU

von Athena am 07.09.2020 22:41

Athena verstand nicht recht. Es waren Untote oder wie man sie aus Legenden kennt, Zombies. Eigentlich das Werk ihres Onkels, aber dann hätte sie in der Lage sein müssen ihre Kraft an ihnen anzuwenden, was jedoch nicht funktioniert hatte. Noch nicht einmal auf ihr Rufen hatte Hades reagiert. Nun gut, das musste nicht ungewöhnlich sein. Aber dennoch kam ihr hier etwas eigenartig vor. Langsam hob sie wieder ihre Hand, richtete sie auf eines der Autos. Normalerweise hätte sie mit ihrer Macht jenes verschieben können, aber es funktionierte nicht. Sie schluckte schwer. Das war ja nur eine Kraft, vielleicht war nur jene lahm gelegt, weshalb auch immer. Sie zog ihre Hand zurück, hielt die Handfläche nach oben und versuchte einen Kugelblitz zu erzeugen, einen kleinen, der nicht auffallen würde, aber ... nichts. Athena zog scharf die Luft ein. Dann würde etwas anderes sicher auch nicht funktionieren. Sie tat nichts ungewöhnliches mehr, aber konzentrierte sich so stark, dass sie kurz ihre Augen schloss. Nichts. Eigentlich hätte sie sich nun davon teleportieren müssen, aber auch das klappte nicht. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder es war etwas gewaltig schief gelaufen, als ihr Vater sie auf die Erde geschickt hatte oder er hatte ihr ihre Kräfte genommen, wozu er eindeutig im Stande gewesen wäre, aber wieso sollte er ihr gleich soetwas derartiges antun?

 

"Ich ... bevorzuge Kate, wenn es dir Recht ist."

Langsam wandte sie ihren Blick zu der Frau neben sich, die ihr Verhalten sicher mehr als merkwürdig fand, aber was war an dieser Welt denn nicht ohnehin schon seltsam? Obwohl sie mit sich selbst beschäftigt war, hatte sie der Fremden dennoch zugehört. Mit deren Worten kam ihr ein ganz übler Verdacht und sie nahm tief Luft, ehe sie die nächste Frage stellte.

"Kate, welches Jahr haben wir?"

Sie wusste, dass auch das merkwürdig klingen musste, aber sie musste herausfinden, was hier los war, vor allem, wenn sie ihre göttlichen Kräfte wirklich verloren hatte. Eigentlich war sie dann aufgeschmissen. Extrem aufgeschmissen, vor allem mit Wesen wie den Untoten um sie herum. Die Untoten, auch so etwas, dass sie nicht verstand. Sie beobachtete wie die kleine Herde dieser Zombies an ihnen vorbei zog und verhielt sich währendessen still, aber sobald sie weit genug weg waren, wandte sie sich wieder Kate zu.

"Diese Dinger haben sich ausgebreitet? Weiß man denn nicht woher sie kommen und wo sind die Menschen hin?"

Tatsächlich schien Athena von dieser Welt und wie es hier zuging keine Ahnung zu haben. Dass es keinen Strom mehr gab, störte sie nicht sonderlich, sie war es gewohnt ohne Strom zu leben, aber da besaß sie auch noch ihre göttlichen Kräfte. Vielleicht ... vielleicht gab es keine Götter mehr. Wer wusste wie lange sie auf der Wiese geschlafen hatte. Stunden, Tage, Jahre? War das möglich. Sie war sichtlich verwirrt und bei einem Blick auf ihr Schwert, tat sie das einzig vernünftige, dass ihr übrig blieb und putzte dessen Klinge am feuchten Wiesenboden unter ihnen ab. Ganz beiläufig murmelte sie.

"Ich bin Athena."

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Rachel
Gelöschter Benutzer

Re: Rachels Wohnung

von Rachel am 07.09.2020 22:33

Zwischen den beiden war es von Anfang an nicht einfach gewesen, sie hatten in der kurzen Zeit schon viel erlebt und im Grunde wussten beide um die Gefühle der anderen. Dennoch war alles anders gekommen, als man es sich hätte vorstellen können. Sie waren nicht glücklich, beide waren nun alles andere als das. Dennoch war Tessa hier, so wie Rachel für Tessa dagewesen war. Immer. So gut sie konnte. ''Tessa...'', sprach sie leise, wandte ihren Blick dabei von ihrer Hand und dem Griff und sah zu Tessa, welche zwanghaft versuchte ihren Körper zu kontrollieren. Es schmerzte sie so zu sehen. So wie es zuvor auch immer geschmerzt hatte. So gern würde sie ihr ihr Leid nehmen, den Schmerz vernichten. Doch darauf konnte sie sich gerade einfach nicht konzentrieren. Sie wollte schlafen ... einfach schlafen. Doch sie konnte nicht. Ihre Gedanken umkreisten alle Ereignisse so intensiv, dass sie Kopfscherzen bekam. Sie würde alles gerne von sich fallen lassen, vergessen, schlafen ...
Ihr Griff auf der Klinke lockerte sich wieder. Den Arm ließ sie sinken, seufzend, während sie Tessa weiterhin ansah. Es war schön sie zu sehen, ihre Stimme zu hören, aber nicht unter diesen Umständen. Sie konnte nun nicht dagegen ankämpfen, sie überreden zu gehen. Sie wollte einfach einmal egoistisch sein. Bewusst, vollkommen bewusst. Daher legte sie ihren Kopf in die Halsbeuge von Tessa, seufzte erneut und legte ihre Arme um den Körper der Frau. Es war warm, sie roch gut. Rachel vertraute ihr. Es war schön. Sie fühlte sich sicher. Sie wusste schon eine Weile, dass sie sich in Tessa verliebt hatte und hatte diese Gefühle auch zugelassen, so schwer es ihr auch gefallen war. Doch hatte das letzte Gespräch seine Spuren hinterlassen. Es hatte sie verletzt, doch hatte es Tessa sicher genau so verletzt. ''Kannst du hier bleiben? Hier ... schlafen?'', murmelte sie leise gegen die Haut von Tessa und drehte ihren Kopf zur anderen Seite, um in den Raum blicken zu können. Sie konnte und wollte diese Wohnung heute nicht mehr verlassen.

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Tessa

39, Weiblich

FSK 18 Mensch neutral lesbisch homoromantisch Geübter erfunden

Beiträge: 208

Re: Rachels Wohnung

von Tessa am 07.09.2020 22:03

Tessa hatte nicht die geringste Ahnung, wie viel Zeit vergangen war. 'Eine Weile', würde sie antworten, aber eine genaue Zeit? Keine Ahnung. Aber es war ihr auch wirklich völlig egal. Das einzige wichtige war, dass Rachel sich allmählich beruhigte, dass das Beben ihres Körpers nachließ, dass ihre Tränen allmählich trocknete, obgleich die Spuren des Weinens noch deutlich auf ihrem Gesicht erkennbar waren. Die getrockeneten Tränen auf ihren Wangen, die rot umrandeten, feuchten, geschwollenen Augen...
"Du bist nicht allein", widersprach Tessa sofort. Zärtlich strich sie ihr einige braune Strähnen hinter ein Ohr, lächelte sie warm an. Sie würde sie nicht allein lassen. Nicht jetzt und auch nie wieder. Sie wusste nicht, was sie sich je dabei gedacht hatte, sie von sich zu stoßen. Den Fehler würde sie ganz sicher kein zweites Mal begehen.
Und jetzt war Rachel diejenige, die sagte, sie könnte gehen. Ihr Herz machte einen kurzen schmerzhaften Sprung nach unten. Woher kam das denn jetzt? Nein, sie wollte nicht gehen!
Sie spürte, wie Rachels Körper sich unter ihren Armen bewegte, ließ zu, dass diese aufstand, das Licht anschaltete. Es war hell, zu hell. Tessa blinzelte, die Welt drehte sich um sie. Nur gut, dass sie auf dem Boden saß. Dann schaffte sie es wieder, sich auf Rachel zu fokussieren. Im Licht sah man erst recht, dass es ihr nicht gut ging.
Auch Tessa hievte sich nun vom Boden - bedeutend weniger elagant, als Rachel das getan hatte. Sich mit einer Hand an der Wand abstützend, um das Gleichgewicht zu finden in einer Welt, die den Boden unter ihr und die Wände und alles schwanken ließ. Doch nach einigen Sekunden hatte Tessa sich gefangen, stand auf beiden Beinen und das relativ stabil.
Rachel stand nicht mehr unmittelbar vor ihr. Sie stand an der Tür. Die Hand auf der Klinke.
In zwei Schritten war sie bei ihr. Blickte zu ihr hinunter, blickte ihr in die Augen. Legte ihre linke Hand ganz sanft auf die Rachels auf der Klinke, die Rechte legte sie auf Rachels Wange. Blickte ihr in die verquollenen Augen.
"Ich werde nicht gehen", versprach sie ihr. Leise. Merkte nicht, dass sich das Verruchte schon wieder in ihre Stimme geschlichen hatte. "Die Bar ist mir egal, aber du bist das nicht, okay? Ich bin für dich da." Mit ihrem Daumen strich sie ganz sanft über die weiche Haut Rachels, über die getrockneten Tränenspuren hinweg.
Verdammt, sie liebte sie.

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Claire
Gelöschter Benutzer

Re: Claire & Nina ~ Life Is No One-Way Road | 18+ | Triggerwarnung

von Claire am 07.09.2020 21:22

Claire erkannte natürlich, dass es ihr nicht gut ging. Doch wie hätte sie ein Gespräch sonst anfangen sollen? Einfach weggehen war nicht ihr Ding, sie musste helfen. Wenigstens nachfragen. Es versuchen. So handelte Claire immer. Bei den Worten der jungen Frau packte sie ihre Tempopackung aus und reichte ihr kurz darauf ein Tuch. ''Ich hoffe das reicht, wenn nicht, kannst du gerne noch eins haben.'', sprach sie leise, ging gar nicht mehr auf die vorherigen Worte ein und beobachtete sie nur. Sie war doch ein wenig unsicher, auf der einen Seite konnte sie etwas Gras wirklich gebrauchen - so waren ihre letzten Wochen ziemlich anstrengend gewesen - doch hatte sie den Gedanken bisher auch immer gut zur Seite schieben können. Mit einem leisen Seufzter ließ sie sich neben der Frau nieder. Sie wirkte müde, aber gleichzeitig auch wach. Es ging ihr nicht gut - das konnte Claire sehen. Sie glaubte sie zu erkennen. War das nicht diese Schauspielerin? Wie war noch ihr Name? Egal ... Den Joint nahm sie daher an, ohne sie nach ihrem Namen zu fragen und nahm einen Zug. Füllte ihre Lungen, hielt einige Sekunden an und atmete wieder aus. Entspannter. Ja, das tat wirklich gut. Sie nahm noch einen Zug, reichte ihr jedoch den Joint daraufhin wieder. ''Ein Bier würde ich nehmen.'', nickte die Brünette, ehe sie sich nach hinten lehnte und ihren Blick gen Himmel richtete. ''Was treibst du hier so allein? Betrinken und bekiffen? Allein?'' Das tat man eigentlich nur, wenn es einem nicht gerade gut ging. Noch ein Anzeichen dafür, dass Claire die richtige Entscheidung getroffen hatte. Vielleicht konnte ihre Anwesenheit ja helfen - wer wusste schon, was diese Frau noch so alles vorhatte oder auf welche Idee sie kommen würde. Wenn sie wirklich die war, für die sie sie hielt, konnte sie wohl irgendwie verstehen, wieso sie hier so saß. Das alles musste viel zu viel sein. Jeder kannte sie ...

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Rachel
Gelöschter Benutzer

Re: Rachels Wohnung

von Rachel am 07.09.2020 20:31

Die beruhigenden Worte von Tessa bruhigten Rachel mit der Zeit immer mehr. Niemanden hätte sie nun lieber bei sich gehabt als sie. Das Wissen, nicht allein zu sein war schön, selbst wenn sie es sich vor einigen Minuten noch so sehr gewünscht hatte. Doch der Schock verflog, die Tränen trockneten, ihr Köper beruhigte sich. Sie kam wieder an, wurde wieder zur alten Rachel. Zumindest oberflächlich betrachtet. Mit roten Augen blickte sie Tessa an und schüttelte auf ihre Frage hin ihren Kopf. ''Nein...'', räusperte sie sich und wischte noch einmal die letzten Tränen von ihren Wangen. ''Ich ... will nur nicht allein sein.'' Eigentlich wollte sie nun nicht mehr, dass Tessa ging. Dass sie bei ihr bleiben würde, dass sie sicher war... Sich sicher fühlen konnte. Aber hatte sie ihre Bar, sie musste arbeiten. Also versuchte sie den Gedanken wieder abzuschütteln. ''Ich schon okay. Es geht mir gut. Du ... kannst ruhig gehen.'' Vorsichtig suchte sie den Lichtschalter, schaltete das Licht an und schlang ihre Arme erneut um sich. Sie fühlte sich unglaublich unwohl, doch zwang sie sich zu einem Lächeln. Tessa hatte ihr geholfen, doch wusste sie auch, dass sie eigentlich Abstand von ihr wollte und wenn sie ehrlich war, wollte sie sich nun keine allzu große Hoffnungen machen. So sehr der Gedanke auch schmerzte. Eine Hand legte sie auf den Türgriff, doch öffnen konnte sie diesen nicht. Sie starrte lediglich darauf. Schweigend, erstarrt. Verdammt ...

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Nina

22, Weiblich

FSK 18 Gestaltwandler Mensch neutral gynosexuell Trigender lithromantisch Geübter erfunden

Beiträge: 209

Re: Claire & Nina ~ Life Is No One-Way Road | 18+ |Triggerwarnung

von Nina am 07.09.2020 18:50

Nina zuckte sichtlich zusammen, als plötzlich eine Stimme ertönte.
Oh verdammt! Sie hatte gedacht, sie sei allein. Hoffentlich erkannte die Fremde sie nicht, bitte nicht. Obgleich Nina wusste, dass das beinahe vergebene Liebesmüh war. Viele der Filme, in denen sie mitgespielt hatte - vor allem ihr allererster, als sie zehn Jahre alt gewesen war, waren durch die Decke gegangen. Praktisch jeder hatte den Film gesehen. Eines ihrer hunderttausenden Probleme...
Alles okay? Die Stimme hallte in ihrem Kopf wieder. Beinahe hätte Nina verbittert aufgelacht. Nein. Es war nichts okay. Es war gar nichts okay. Es war einfach nur alles beschissen. Aber das würde sie nur verraten und sie wollte diesem Scheiß-Gefühl entfliehen, nicht ihm sich hingeben. Stattdessen nickte sie also. "Ja. Ja passt schon", antwortete sie mit einer sanften hellen Stimme darauf, die leicht rau vom Rauchen war. "Hab nur schon wieder Nasenbluten bekommen, so ne Scheiße." Natürlich hatte sie auch kein Tuch oder sowas mit. Fuck, das sollte sie sich mal angewöhnen. Und jetzt fiel ihr auch ein, dass sie vielleicht ihre Stimme hätte verstellen sollen. Tja, fuck, egal. Jetzt war eh zu spät. Mit ein bisschen Glück erkannte die Frau sie trotzdem nicht.
Mit ihrem Finger wischte sich Nina über die Oberlippe, um das Blut loszuwerden, spürte jedoch direkt, wie neues nachsickerte. Großartig, wirklich großartig. Sie nahm einen Zug von ihrem Joint, drehte den Kopf und pustete den süßlich durftenden Rauch weg von der Frau. Sie sah ihren Blick. Sag mal...
...ob sie etwas wollte? Zugegeben, gegen etwas Gesellschaft hätte Nina nichts einzuwenden und sie hatte eine sehr verlässliche Zulieferung...andererseits...hm...
Ach ganz ehrlich? Vielleicht war es das Koks, dass aus ihr sprach, aber sie hatte gerade keinen Bock allein zu sein. Vielleicht wurds ja irgendwas. Einfach scheiß drauf!
"Willst du mir Gesellschaft leisten? Hab-" Sie hielt den Joint hoch. "Und was Dosenbier." Sie tippte mit ihrer Fußspitze das neben ihr auf der Bank stehende Sixpack an.

I'm a bird in a cage. I can't fly away.


And my wings are broken, so if you open my cage, I'll die.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.11.2020 12:00.

Rachel
Gelöschter Benutzer

Re: Rachel Dalton

von Rachel am 07.09.2020 18:28

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Rachel wurde am 28.09.1985 in Nazareth, einer nördlich gelegenen Stadt in Israel als Raquel Talia Dalton, Tochter und zweites Kind einer israelischen Mutter, Talia, und drittes Kind eines britischen Vaters, Thomas, geboren. Auch heute noch sind die lebhaften Erinnerungen an die Zeit ihrer Kindheit vorhanden. Es war besonders für die Eltern, welche beide Professoren an einer Hochschule in Jerusalem, die zwei Stunden entfernte Hauptstadt des Landes, waren, eine schwierige Zeit. Ihren ältesten Bruder Nathaniel, der streng gesehen nur ihr Halbbruder ist, kennt sie nur flüchtig. Er wuchs bei seiner Mutter auf und die Beziehung der beiden litt immer unter der Tatsache, dass der gemeinsame Vater die Familie wegen ihm verlassen hat. Aman, der mittlere Bruder, stand Rachel relativ nah. Zumindest in der Kindheit. Doch entwickelten sich die beiden Geschwister in unterschiedliche Richtungen, weshalb Rachel mittlerweile mehr wie ein Einzelkind lebt und sich auch fühlt.
Als Rachel neun Jahre alt war, erkrankte ihre Mutter überraschend an Malaria. Das junge Mädchen verstand den Ernst der Lage noch nicht, weshalb ihr kaum noch eine Möglichkeit blieb sich von ihrer Mutter zu verabschieden, ehe diese zwei Wochen nach Ausbruch der Erkrankung verstarb. Ihren fünf Jahre älteren Bruder Aman verlor die Familie nicht einmal ein Jahr nach dem Tod der Mutter and die Ahfad al-Sahaba-Aknaf Bayt al-Maqdis, eine noch heute tätige terroristische Vereinigung Israels.
Noch vor ihrem 18. Lebensjahr wanderte Rachel mit einem Stipendium allein nach Amerika aus, um dort mit ihrem Studium zu beginnen. Rachel schloss ihr erstes Studium an der Yale University ab und promovierte im Alter von 20 Jahren im Juni 2005 in Virologie und im Septembter 2007 in Gesundheitswesen. Sie besuchte die Universität Oxford und schloss diese 2009 mit Auszeichnung und einem Bachelor-Studium in Chemie ab. Anschließend besuchte sie die Universität von Cambridge und schloss die mit einem Abschluss in Medizin ab. In den Jahren 2007 bis 2015 arbeitete sie neben dem Studium für die Weltgesundheitsorganisation, 2017 bis 2019 arbeitete sie für Ärzte ohne Grenzen und seit 2019 für das Center for disease control and prevention (CDC), eine Behörde des US-Amerikansichen Gesundheitsministeriums mit Sitz in Druid Hills. Die CDC wurden 1946 als Office of national defense Malaria control activities gegründet, um die Kontrolle der Malaria zu unterstützen.
Nach dem Beenden ihres Medizinstudiums im Jahr 2015 führte sie eine Forschung zum ersten Mal zur Zusammenarbeit mit dem Militär. Zusammen mit einer Einheit der Navy, der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika und der Army, das Herr der Streitkräfte, begibt sie sich auf eine 14 Monate andauernde Reise durch verschiedene von Krieg befallenen Ländern, sowie nahezu unerforschten Gebieten auf der Suche nach einigen Heilmitteln und Impfstoffen (u.A. Malaria). Nach den vielen, unter anderem auch traumatischen Erlebnissen nahm sie eine Auszeit und praktizierte lediglich einige Forschungen in einem Krankenhaus in den USA, bis sie Ende 2018 nach Oregon City zog, um dort für das CDC zu arbeiten.
In Oregon City lernte sie eine junge Frau während einem Interview kennen, welche eine Dissoziative Identitätsstörung hat. Die beiden haben sich durch Zufall wiedergetroffen und nach und nach lernte Rachel verschiedene Alter kennen. Mittlerweile sind die Beiden Nachbarinnen und gute Freunde. Etwa zwei Jahre später, noch immer in Oregon, lernte Rachel auf einer Feier mit ihren Arbeitskollegen die Barkeeperin Tessa kennen, welche sie (für alle außer sie selbst offensichtlich) anflirtete. Bis dahin hatte Rachel noch keine Ahnung, dass sie überhaupt auch Gefühle für Frauen entwickeln 'konnte' und damit kam sie zunächst auch eher mittelmäßig zurecht. Jedoch musste Rachel relativ schnell feststellen, dass vor allem die sexuelle Anziehung unumgänglich war und öffnete der Frau ihr Herz, ohne wirklich zu wissen, auf was genau sie sich da eingelassen hatte. Kaum war es um Rachel geschehen, suchte eine Katastrophe nach der anderen das Leben der Brünetten heim und all diese Geschehnisse schienen in einer brennenden Bar zu enden. Nun, nach drei Wochen künstlichen Komas, vier Wochen Therapie, der Behandlung ihrer schweren Trommfelfellperforation mit Luxation, den Verbrennungen am Rücken und ihrer rechten Hand und der Phsysio stand sie mit Tessa  vor deren Trümmern der Existens.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.11.2020 20:59.

Rachel
Gelöschter Benutzer

Rachel Dalton

von Rachel am 07.09.2020 18:10

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I N F O R M A T I O N E N
Name:
Rachel Dalton, geb. Raquel Talia Dalton 
Geburtsdatum &-ort:
13.08.1985, in Nazareth, Israel
Wohnort:
Oregon City, Oregon
Staatsbürgerschaft:
israelische Staatsbürgerschaft
Sternzeichen:
Löwe
Sexualität:
bisexuell
Fahrzeug:
Mercedes 300 TD (grün)


M A G I S C H E S
Wesen:
Mensch
Seit wann/Wie geworden?:
Fähigkeiten:
→ Stärken
→ Schwächen
Magst du es?:
Klar


A U S S E H E N

Größe:
1,68 cm
Gewicht:
54 Kg


C H A R A K T E R
positive Merkmale:
willensstark, intelligent, fürsorglich, ehrlich
negative Merkmale:
dickköpfig, besserwisserisch, zu selbstsicher
Vorlieben:
schwarzer Kaffe, lesen, baden, klassische Musik, Tee, Kunst 
Abneigungen:
Menschenmengen, Lügen, ungesunde Nahrungsmittel, Politik, Fernsehen, laute Kinder
Hobbies:
lesen, zeichnen, spazieren, arbeiten
Lieblingsfarbe:
Grün, Orange
Lieblingstier:
Hunde
Lieblingsessen:
Couscous à la Mahdia
Lieblingsgetränk:
Camellia Sinensis Tee


L E B E N S L A U F
1985-2002: Nazareth, Israel
(Kein Kindergarten, 1991: Gan Chova (ähnlich Vorschule), 1992-2002: Privatschule)
2002-2007: New Haven, Connecticut
(Studium: Yale University [Virologie & Gesundheitswesen])
2007-2009: Oxford, England
(Studium: Universität Oxford [Chemie] / Arbeit: Weltgesundheitsorganisation)
2009-2015: Cambridge, England
(Studium: Universität von Cambridge [Medizin] / Arbeit: Weltgesundheitsorganisation)
2015-2016 militärische Stützpunkte
(Arbeit: Geheime, militärische Forschung für die Staaten / Ärzte ohne Grenzen)
2016-2018 Hamilton, Montana

(Arbeit: Rocky Mountain Laboratories of the National Institute of Allergy and Infectious Diseases / Ärzte ohne Grenzen)
2018-present Oregon City, Oregon
(Arbeit: Hal's Construction / Center for disease control and prevention)

≿━━━━━━━━༺❀༻━━━━━━━━≾

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F A M I L I E
Vater:
Thomas Dalton
Mein Vater und ich hatten nie eine enge Bindung, er war selten Zuhause, arbeitete viel und ließ mich mit meinem Bruder größtenteils links liegen. Manchmal erschien es mir so, als hätte er ein schlechtes Gewissen oder bereute es, Kinder bekommen zu haben. Wirklich hinterfragt habe ich das jedoch nie. Wir haben seit meinem 18. Geurtstag keinen Kontakt mehr. Ich weiß nicht einmal ob er noch lebt und wenn ich ehrlich bin, interessiert es mich auch nicht.
Mutter:
Talia Dalton, geb Nejem - †
Meine Mutter war immer sehr liebevoll, leider hatte sie so wie mein Vater wenig Zeit für uns und arbeitete viel, damit wir als Familie über die Runden kamen. Doch die Zeit, die ich mit ihr verbringen konnte, habe ich stets genossen. Es war ein schrecklicher Verlust für meine Bruder und mich, als sie starb. Ihr Tod zerriss unsere Familie letztendlich vollkommen. Ich vermisse sie noch immer und denke jeden Tag an sie.
Schwester:

Brüder:
Aman Nejem, geb. Dalton
Mein Bruder wuchs gemeinsam mit mir auf, lernte viel negatives von meinem Vater. Dennoch waren wir als Kinder unzertrennlich, er war ein Vorbild für mich. Zumindest bis zum Tod unserer Mutter, denn veränderte er sich daraufhin ins Negative. Auch zu ihm habe ich seit er einer Terror-Gruppe beigetreten ist keinen Kontakt mehr. Er fehlt mir, aber mit seiner Einstellung möchte ich nichts zu tun haben.
Nathaniel Dalton (Halbbruder)
Mein Halbbruder wuchs bei seiner Mutter auf. Ich weiß nicht viel von ihm. Mein Vater sah ihn scheinbar nicht als seinen Sohn an, weil er Kleinwüchsig ist. Für mich stellt das zwar kein Problem dar, doch irgendwie kamen wir nie wirklich in Kontakt, weshalb ich auch zu ihm keinerlei Verbindung habe. Er lebt. Mehr weiß ich nicht.
Tochter:
Sohn:

F R E U N D E
Bester Freund:
ehem. Quincy Tophet
Beste Freundin:
Gute Freunde:
Sharon Hollt (& ihre Alters)
In Oregon City lernte ich eine junge Frau während einem Interview kennen, welche eine Dissoziative Identitätsstörung hat. Wir haben uns durch Zufall wiedergetroffen und nach und nach lernte ich verschiedene ''Alter'' neben Sharon kennen. Mittlerweile sind wir gute Freundinnen.
Freunde:
Lewa Kahue
Ich lernte sie über das Internet kennen. Zunächst ließ sie mich im Glauben, sie wäre würde in einem 24-Stunden-Kiosk arbeiten, jedoch stellte sich bei meinem Besuch in Salem (wo sie lebt) durch einen Zufall heraus, dass sie eine Prostituierte ist. Nun möchte ich ihr irgendwie aus der Lage helfen, da sie dort nicht freiwillig ist.
Freunde fürs Leben:

F E I N D E
Feind:
Aman Nejem, geb. Dalton 
Ewiger Hass:
Kann nicht ausstehen:
Kann mich nicht ausstehen:
Geht aus dem Weg:
Quincy Tophet
Nathan Dalton
Geht mir aus dem Weg:
Nathan Dalton
Mag nicht:
Mag mich nicht:

B E Z I E H U N G
In einer Beziehung mit:
Tessa Leia
In Tessa verliebte ich mich praktisch sofort ein wenig, auch wenn ich die Gefühle nicht zuordnen konnte und alles erst einmal mehr oder weniger auf den Alkohol schob. Wir lernten uns in ihrer Bar kennen, als ich dort Abends (gezwungenermaßen) mit meinen Arbeitskollegen ein wenig ferierte. Sie rettete meinen Abend und ich das betrunkene Ich von ihr, nachdem sie an diesem Abend zu tief in die Flasche geschaut hatte. Aktuell ist es noch zuemlich kompliziert zwischen uns.
On-Off-Beziehung:

Ex-Partner:
Denny Crane
Als ich Denny kennenlernte, hatte ich mein Studium an der Yale University gerade erst begonnen. Es war meine erste richtige Beziehung, in welche ich sehr viel Hoffnung gesteckt hatte. Selbst zu einem Hochzeitsantrag sagt ich nicht nein, obwohl ich wusste, dass er mir bereits das ein oder andere Mal fremdgegangen war. Doch als er sich letztendlich kurz vor der Hochzeit erneut einen Fehltritt leistete, trennte ich mich nach fast vier Jahren Beziehung und konzentrierte mich auf meine Karriere. Fast 10 Jahre später trafen wir uns wieder und führten über einige Jahre hinweg eine gewisse Art von Freundschaft+.
Vasiliy Fet 
Ihn lernte ich 2008 in England kennen und lieben. Er war gerade erst aus Russland nach Oxford gezogen. Nach einigen Monaten jedoch bemerkte ich, dass er eine kriminelle Ader hatte. Trotz dem Wissen, dass er mich aufrichtig liebte und er mir nie schaden wollen würde, trennte ich mich kurz darauf von ihm, um mich selbst zu schützen. Irgendwo aber auch ihn. Denn wollte ich mir einen Namen machen, er hingegen wollte untertauchen. Ein halbes Jahr später erfuhr ich, dass er erschossen wurde, was mir das Herz erneut brach. 
Kenneth 'Tex' Nolan
2015 lernte ich Tex auf der militärischen Mission an Deck der U.S.S. Nathan James kennen. Er war Soldat und warf sofort ein Auge auf mich. Für mich war es jedoch keine Liebe auf den ersten Blick, sondern eher auf den zweiten Kuss. Viele Jahre hatte ich bereits jegliche Annäherungen andere Menschen von mir gewiesen, einfach um nicht erneut mein Herz in Scherben liegen zu sehen. Er jedoch zeigte mir unglaublich liebevoll (was man von ihm zunächst gar nicht denken würde), wie schön eine Liebe wirklich sein kann und schenkte mir neue Hoffnung für die Zukunft. Selbst, wenn unsere Wege sich nach der gemeinsamen Reise trennten. Ab und an telefonieren wir noch. Ich hoffe, ihm wird es weiterhin gut gehen. 
Mike Fergusen
Mike lernte ich 2017 kennen. Er war Arzt in einem Krankenhaus in Hamilton. Jedoch hielt die Beziehung kaum ein halbes Jahr an, da wir beide viel zu wenig Zeit füreinander hatten und so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihm. Doch er hat mir lang gefehlt.
Verliebt in:

Tessa Leia
Verliebt in mich:
Tessa Leia
Quincy Tophet
Verlobt mit:

Verheiratet mit:

≿━━━━━━━━༺❀༻━━━━━━━━≾

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Aktuell:
Rachel & Tessa | Hauptplay 
https://wheredreamscometrue.yooco.de/forum/krankenhaus-72901865-t.html#72901865

Rachel & Sharon | Past-Play
https://wheredreamscometrue.yooco.de/forum/re_rachel__sharon__friend_to_you_all_2018-72284093-t.html#72284093


Beendet:

Rachel & Lewa | AU
https://wheredreamscometrue.yooco.de/forum/show_thread.html?id=72217229&p=1

Rachel & Beth | AU
https://wheredreamscometrue.yooco.de/forum/re_18__beth__rachel__the_last_of_us__au-72179381-t.html#72179381

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.01.2021 19:41.

Serenity
Gelöschter Benutzer

Re: Rachels Wohnung

von Serenity am 07.09.2020 17:35

Was bisher geschah ...
(https://wheredreamscometrue.yooco.de/forum/tessa_und_rachel__was_bisher_geschah-71794961-t.html#71794961)

Quincy:

Diesmal wollte Quincy alles richtig machen.
Das letzte Mal war irgendwie...schief gelaufen. Rachel hatte ja gesagt zu einem Date und es war wundervoll gewesen...bis sie auf Toilette verschwunden und nicht mehr aufgetaucht war. Gerne hätte er sich um sie gekümmert, doch es war ein falsches Gefühl gewesen. Als würde daran...irgendetwas nicht stimmen. Erst hatte er sich selbst die Schuld gegeben, dann rachel,d och er hatte sie ein wenig beobachtet. Ihre Arbeit und wohin sie danach fuhr. Immer wieder zur Everybody's Joy war. Sie wirkte glücklich. Und dnan war das plötzlich weg. düster war sie, verschlossen, verbissen. Er arbeitete wie immer mit ihr, sie war immer noch wunderschön. was immer in der Bar gwesen sein mochte, was immer sie abgehalten hatte...es war jetzt egal. Diesmal würde es besser werden. Viel besser.
Er sammelte all seinen Mut - Woche für Woche, bis er sie schließlich erneut einlud. Diesmal richtig. Nicht einfach nur zu einem Cocktail, sondern in ein Restaurant. Es war nicht allzu weit von Rachels Wohnung entfernt und hatte einen guten Ruf - das hatte er natürlich nicht ganz ohne Hintergedanken ausgewählt.
Er holte sie bei ihr Zuhause ab und führte sie aus ins das Restaurant. Es war ein wundervoller Abend. Das Essen war lecker, Rachel sah einfach nur umwerfend aus und auch der Wein passte. Es passte einfach alles an diesem Abend. Noch nie hatte Quincy sich glücklicher gefühlt.
Nachdem er bezahlt hatte (teuer, aber kein Preis der Welt würde Rachel nahekommen), führte er sie hinaus. Es war angenehm kühl draußen mit einem leichten Wind. Sie wollten noch eine Runde gehen - also...er wollte das...und dann (er merkte noch nicht einmal, dass sie sich genau gegenüber der verhängnisvollen Bar befanden), wagte er es. Er konnte einfach nicht mehr warten.
Noch im Gehen drückte er Rachel plötzlich gegen die Wand, all seinen Mut zusammengekratzt und küsste sie auf ihre vollen wunderbaren Lippen. Genoss das Gefühl, liebte es, liebte sie - bis sie sich losriss. "Nein", keuchte er, griff fest nach ihren Handgelenken, drückte sie fester gegen die Wand, wollte sie nicht loslassen, nicht gehen lassen auf keinen Fall, nein, nicht jetzt, nicht wo er endlich...
Es war spät abends, nur noch vereinzelt saßen Gäste in ihrer Bar und sie würde schon sehr bald zumachen. Dementsprechend betrunken war Tessa bereits. Die letzten drei Wochen waren...eine einzige Tortur gewesen. In ihren nüchternen Zeiten vermisste sie Ricky, sah ihren Tod, ihr Herz blutete und brach, in Scherben, schnitten sie auf von innen, immer weiter, mit all den gemeinsamen Erinnerungen, die nur noch ihre alleinigen waren, für immer. Und wenn sie betrunken war, vermisste sie Rachel. Sie dachte an sie, oft, ständig eigentlich. Sie wollte sie bei sich haben, wollte sie fühlen, ihr nah sein. Doch Rachel hatte unmissverständlich klar gemacht, was sie von ihrem Alkoholkonsum hielt und so tat Tessa nichts, außer weiter zu trinken, in der irrigen Hoffnung, so vielleicht auch diesen ganz anderen Schmerz einfach zu betäuben.

Tessa:
Tessa war gerade, ein wenig schwankend, dabei, Tische abzuputzen von den Gästen, welche gegangen waren, als ihr Blick zufällig aus dem Fenster fiel. Im ersten Moment glaubte sie, es müsse eine Sinnestäuschung sein. Hervorgerufen durch ihren verschwommenen, leicht zweigeteilten Blick, den der Alkohol ihr bereits verschaffte, hervorgerufen durch die Dunkelheit und durch ihre Sehnsucht nach Rachel.
Doch dann bewegte sich der Kerl, sie hörte die Rufe gedämpft sogar durch die geschlossene Tür. Der Typ verletzte sie. Sie erkannte ihn, es war der Kerl, der mit ihr hier gewesen war und ihr an die Wäsche wollte. Seine Hände hatten Rachels Handgelenke so fest umpackt, dass sie da sicher noch einige Zeit was von haben würde.
Nein!
Augenblicklich ließ Tessa alles stehen liegen und rannte, so schnell es ihr möglich war in dieser schwankenden Welt, auf die Straße. "Lass sie in Ruhe!", brüllte sie den Typen an, dabei war es ihr völlig egal, dass sie lallte und wie sie dabei wirken musste. Sie kam bei ihm an und funkelte ihn bestmöglich aus ihren glänzenden Augen an, der Blick leicht über deine Augen gerichtet. "Ich sagte, lass sie in Ruhe."
"Verzieh dich, du Suchtie", warf er ihr an den Kopf. In einer einzigen, kravtvollen Bewegung ihres Armes, hieb sie auf die Verschließung von seinen Händen an Rachel. Die Kraft reichte aus, dass er sie losließ. Er wandte sich ihr zu, wollte sie schlagen, doch trotz ihres Alkoholspiegels konnte Tessa ausweichen, seinen ausgestreckten Arm packen, seinen Schwung zu ihren Gunsten nutzen und ihn gegen die Wand schmettern. Sie stolperte zurück, suchte einen Moment ihr Gleichgewicht, ehe sie wieder bei ihm war, seinen Arm packte und ihn diesem hart auf seinen Rücken verdrehte und so gegen die Wand drückte. "Ich sagte, lass sie in Ruhe", zischte sie ihm lallend ins Ohr, ehe sie ihn endlich losließ, hoffend, dass die Botschaft angekommen war. Sie musste sich an der Wand festhalten, damit der Schwindel sie nicht zu Boden gehen ließ.

Rachel:
In den darauf folgenden Wochen dachte Rachel noch oft an Tessa, über das, was alles passiert war und was gesagt wurde. Rachel bereute einige ihrer Worte, doch im Endeffekt war ihr bewusst, dass sie Tessa nur helfen wollte und Tessa auf ihre eigene Art versucht hatte, Rachel vor sich zu beschützen - selbst, wenn die Brünette ihre eigenen Entscheidungen treffen konnte. Zu allem Leid kam jedoch noch Quincy hinzu, welcher ihr deutlich gemacht hatte, dass er mehr als nur Freundscchaft wollte. Dass er mehr fühlte ... was Rachel jedoch nicht erwiderte. Er war ihr bester Freund, oft auch nur ihr einziger Freund. Die beiden hatte so viel gemeinsam, sahen sich fast täglich und diese Gefühle von ihm machten alles kaputt und Rachel Leben nur noch komplizierter. Sie hasste es. Sie hasste das alles so sehr, doch war Quincy immer für sie da gewesen, auf seine ganz eigene, merkwürdige Art eben. Sie dachte viel darüber nach, sehr viel. Ab und an erwischte sie sich sogar bei den Gedanken es nicht einfach zu versuchen, zu sehen, ob Gefühle wachsen würden. Doch wäre das auf der anderen Seite einfach nicht richtig. Da war nichts, keine Liebe, kein kribbeln, nur Schmerzen im Magenbereich, wenn sie an die Zusammenarbeit mit ihm dachte. Nicht einmal der Arbeitsplatz war noch ein Zufluchtsort.
Als er sie letztlich um ein zweites Date bat, stimmte sie dem zu (mit dem Hintergedanken, dass vielleicht ja doch Gefühle kommen würden). Doch der Abend zeigte ihr erneut, dass er einfach nur ein Freund für sie war. Sie musste immer wieder an Tessa denken, merkte nicht einmal wie sehr sie ihre Gedanken eingenommen hatte - doch war da kein Platz mehr für ihn, für irgendjemand anders. Nein. So war sie doch ganz froh, dass der Weg zu ihr nach Hause nicht allzu weit weg war und sie so wenigstens nicht lange mit ihm noch durch die Gegend laufen musste. Gerade als sie ihm all diese Gedanken mitteilen wollte, sich herzlich entschuldigen wollte ... da wurde sie an eine kalte, harte Mauer gedrückt und geküsst. Okay, nein! Ohne zu zögern, total perplex und absolut sicher, das hier nicht zu wollen drückte sie sich von ihm weg (was schlecht möglich war, da hinter ihr eine Wand war), drückte ihn von sich. Doch schien er in einem vollkommenen Rausch der Gefühle (oder so) zu sein, er zerstörte wirklich alles was die beiden hatten mit diesem einen Moment, in dem er ihr nein, mit einem nein beantwortete und mit festen Griff gegen die Wand drückte. Panik stieg in ihr auf, ihr Herz raste wie verrückt und ohne darüber nachzudenken, versuchte sie irgendwie auf sich aufmerksam zu machen. Sie wollte das hier nicht, nichts von dem, was er da vielleicht gerade im Kopf hatte. Doch kam jemand, sie hörte die Schritte und dann die Worte. Eine bekannte Stimme - Tessa. Alles geschah so schnell, dass sie erst wieder klar bei sich war, als Quincy sie bereits losgelassen hatte, Tessa an einer Wand lehnte (wahrscheinlich um nicht umzufallen) und sie frei von allen Griffen und Blicken war. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass ihr bereits Tränen über die Wangen gelaufen waren. Sie hielt eines ihrer Handgelenke, wusste gar nicht was sie tun sollte ... sie dreht sich einfach um und ging. Sie wollte einfach nur weg, weit weg. Ganz weit weg. Immer weiter und weiter, bis sie Zuhause war. Sie sperrte alles ab, kontrollierte mehrmals, ob sie es auch wirklich getan hatte, schaltete die Lichter aus und setzte sich in eine Ecke ihres Wohnzimmers. Sie war gar nicht da. Sie wollte gerade nicht einmal existieren. 

Tessa:
Tessa lehnte da, ließ Quirinn nicht aus den Augen. Er tat das gleiche. Er atmete heftig, in seinem Blick - soweit Tessa das im Moment beurteilen konnte - nichts weiter als Hass.
Und plötzlich bewegte sich jemand zwischen ihnen. Rachel bewegte sich. Als sie geradewegs an Rachel vorbeilief - wohlgemerkt ohne sie eines Blickes zu würdigen, konnte Tessa Tränenspuren auf ihrem Gesicht erkennen. "Rachel!", rief sie, zeitgleich mit Quirinn. Der Kerl machte Anstalten, Rachel folgen zu wollen. Ohne großartig nachzudenken, streckte Tessa ihre Faust aus und ließ sie in Quirinns Bauch krachen. Nach Luft schnappend sank er auf die Knie.
"Du bist ein solcher Vollidiot, du Spast", lallte Tessa mit einer dieser herablassenden Stimmen, die einen geradewegs wie ein Pfeil durchbohrten. "Verzieh sich, bevor es noch schlimmer wird", knurrte sie. Sie ging sicher, dass er in die andere Richtung stolperte, nachdem er wieder stand, dann machte sie sich selbst auf, Rachel zu folgen.
Sie war nie bei ihr Zuhause gewesen. Aber natürlich hatte Rachel ihr dennoch einst erklärt, wo sie wohnte. Gott sei Dank! Mit einer Hand immer an der Häuserwand entlangfahrend, schlingerte Tessa über die Bürgersteige. Sie missachtete die verächtlichen Blicke anderer, ignorierte irgendwelche idiotischen Zurufe. Alles woran sie denken konnte, war Rachel. Sie brauchte jetzt jemanden. Und scheiß auf alles, was passiert war, scheiß drauf, dass sie selbst gerade völlig besoffen war: sie wollte dieser jemand sein.
Da! Sie sah das Haus, welches Rachel ihr beschrieben hatte. Die Buchstaben auf den Klingeln tanzten vor ihren Augen. Sie musste mit ihrem Gesicht ganz nah an die kleinen Schildchen gehen, damit sie endlich ruhig und klar genug dalagen und sie sie entziffern konnten.
Für einen Moment glaubte sie, es sei das falsche Haus.
Dann sah sie es. Da! Dr. R. Dalton.
Mit einem Finger drückte Tessa auf die Klingel. "Komm schon", murmelte sie leise. "Komm schon, Rachel, bitte, komm schon." Sie hörte das Klicken der Sprechanlage.
"Rachel, ich bins. Tessa. Dein Freund ist weg." Ihre Stimme war schwer, sie selbst fühlte sich ebenso. Bitte, Rachel dürfte sie nicht hier draußen stehen lassen, nur weil sie besoffen war. Sie wollte Rachel helfen. So unbedingt. Mit jeder Faser ihres Körpers. Der Ausdruck auf Rachels Gesicht, als sie fort gerannt war... die Tränenspuren auf ihren Augen...
Sie lehnte ihre Stirn auf das kalte Glas der Tür. "Bitte", murmelte sie nochmal leise. Flehte, dass die Tür sich öffnen sollte... 

Rachel:
Erst als sie in diesem dunklen Ecken ihres Wohnzimmers saß, verließ die Panik sie langsam. Sie beruhigte sich, erkannte, dass sie nun allein war, sicher. Niemals hätte sie so etwas von Quincy erwartet, niemals. Nicht einmal im Traum. Tief erschüttert spielten sich die wenigen Sekunden vor ihrem Auge wieder, immer und immer wieder - bis es klingelte. Sie zuckte auf, schmiss dabei die Vase neben sich um und zuckte durch das laute zerscheppern erneut auf. Wer war das? Sie wollte nicht ... nein, sie wollte niemanden hören oder gar sehen. Nein.
Einen ganzen Moment starrte sie zu der Tür, der Klingel ... bie sie sich letztlich doch mit dem letzten Mut, den sie gerade noch übrig hatte aufrichtete und den Hörer der Innenstation abhob. Sie sagte nichts, doch das war auch nicht nötig, da Tessa sofort anfing in den Lautsprecher zu reden. Es hörte sich so an, als würde sie gleich mit der Tür ins Haus stürzen, als würde sie jeden Augenblick einfach einschlafen oder das Bewusstsein verlieren. Doch nahm sie das nur als Nebensache mit. Gerade konnte sie sich damit nicht befassen. Ohne Worte legte sie den Hörer wieder auf, wandte sich ab und wollte zu Bett gehen, ohne Tessa hinein zu bitten. Doch ... sie konnte nicht. Sie konnte sie nicht dort stehen lassen, nicht sie, nicht Tessa. Weshalb sie nach einigen Sekunden doch den Knopf drückte, damit die Haustür sich öffnen würde.
Sie blieb an ihrer Tür stehen, hielt sie verschlossen und lauschte. Sie erkannte an den Schritten, dass es wohl wirklich Tessa war (sie musste einfach sicher gehen) und das erleichterte sie erneut ein wenig. Leicht öffnete sie die Tür und blickte zu der Barkeeperin, die genau so fertig mit ihrem Leben aussah, wie Rachel sich gerade fühlte. Gerne wäre sie nun auch so betrunken, betäubt. Doch dank ihr war nichts weiter schlimmes passiert. Dank Tessa ging es ihr noch halbwegs gut, wer wusste schon, wohin das alles geführt hätte. Also ließ Rachel sie hinein in ihre dunkle Wohnung. 

Tessa:
Tessas Herz raste. Das Klicken war ertönt. Rachel hatte wieder aufgelegt. Aber kein Summen ertönte. Die Tür gab unter ihren bebenden,f lehenden Händen nicht nach. Und doch weigerte sich Tessa aufzugeben, weigerte sich, zu gehen. Sie blieb. Sie betete. Und dann, auf einmal, war es erhört worden.
Die Tür gab unter ihrem Gewicht nach und ging nach innen - und fast hätte Tessa komplett den Halt verloren und wäre zu Boden gegangen. Am Treppengeländer konnte sie sich noch fangen, stieg allmählich auf, bis sie endlich vor Rachels Wohnung ankam - die Tür einen Spaltbreit offen. Und in diesem Spalt konnte sie Rachels Gesicht sehen.
Ihre Welt drehte sic. Sie starrte auf Rachels Gesicht. Sie wirkte so eledigt, so...gebrochen. Nein, das durfte sie nicht zulassen! Was hätte Tessa nicht dafür gegeben, gerade nüchterner zu sein...
Einen Moment standen sie da, dann öffnete Rachel die Tür. Tessa trat an ihr vorbei. Rachel hatte kein Licht angemacht. Es war alles dunkel. Es war ohnehin nicht wichtig. Sie streckte einen Arm aus, an Rachel vorbei und shloss die Tür wieder mit einem Drücken.
"Komm her", murmelte Tessa leise, zog sie in ihre Arme und saugte ihren Duft in sich auf. "Komm her. Ist schon gut, ist alles gut." Sie hielt sie. Eine Hand auf ihren Hinterkopf gelegt, die andere auf ihrem Rücken.
Sie würde nicht zulassen, dass irgendjemand Rachel etwas antat.
Das würde sie nicht zulassen. Jetzt nicht und auch in Zukunft nicht.
Niemals. 

Rachel:
Es war befremdlich Tessa zu sehen, besonders nachdem was gerade passiert war. Rachel hatte zwar schon vergessen, wie sie nach Hause gelaufen war, doch nicht, dass Tessa wie ein tollwütiger Hund (positiv gesehen) aus der Bar gestürmt (fast gestürzt) war um ihr - Rachel - zu helfen. Sie zu beschtützen. Sie war ihr dankbar dafür, selbst, wenn sie das nicht sagen konnte oder überhaupt auch nur einen Blick zu ihr gewandt hatte. Erst jetzt sah sie Tessa an. Rachel wusste gar nicht, was sie tun sollte. Kein Wort schien angemessen zu sein. Tessa schien wohl die einzige, große Ausnahme zu sein. Es tat gut, sie zu sehen. Teilweise.
Zögernd ließ sie es zu, dass die Frau sie in ihre Arme zog. Sie war gerade erst im Vertrauen erschüttert worden, da wollte sie nicht sofort wieder den gleichen Fehler machen. Doch Tessa würde ihr nie etwas tun, niemals. Allerdings ... hatte sie das auch von Quincy gedacht. Noch immer verstummt lehnte sie ihren Kopf irgendwo an Tessa ab, es war ihr egal, dass es nicht einmal gemütlich war. Sie wollte gehalten werden, selbst wenn sie das von sich aus niemals gesagt oder angedeutet hätte. Auch jetzt wollte sie das nicht allzu sehr zeigen. Sie konnte den Alkohol riechen, doch es war ihr egal. Es war ihr egal, dass Tessa noch immer so viel trank ... nicht auf sie gehört hatte ... dass sie sie von sich gestoßen hatte. Das war alles nicht mehr wichtig.
''Du musst doch ... sicher zurück.'', murmelte Rachel in ihr Oberteil, welches sie scheinbar mit erneuten, unbewussten Tränen genässt hatte. Es würde sicher gehen, sie würde sicher klarkommen. Allein, im Dunkeln. Sie musste, würde es müssen. Ja und Morgen ... Morgen müsste sie zur Arbeit. Sie würde ihn sehen. Was sollte sie nur tun? ... Bei diesem Gedanken brach sie dann schließlich doch entgültig in Tränen aus, es fühlte sich übertrieben an. Doch es schien eine Mauer gebrochen zu sein, die schon viel zu lange, viel zu viel zurückgehalten hatte.

Tessa:
Im ersten Moment spürte Tessa Rachels Anspannung. Ihre Angst. Doch sie legte sich. Erst kamen ihre Arme, dann schließlich ihr Kopf auf ihrer Brust, dann ihr ganzer Körper. Und Tessa hielt sie. Hielt sie einfach nur. Hier im Flur, hier in völliger Dunkelheit. Atmete und hielt sie, roch ihren wundervollen Duft. Sie würde immer für sie da sein.
"Das ist gerade nicht wichtig. Mach dir darum keine Sorgen", flüsterte Tessa nur, strich ihr sanft über die Haare, über ihren Hinterkopf. Ihr war bewusst, dass die BAr nach wie vor offen war. es waren zwar nur noch zwei Tische besetzt oder so, aber dennoch. Es war ihr bewusst, dass diese nicht bezahlen würden, dass sie wütend werden würden. Es war ihr bewusst, dass man sie vielleicht ihres Geldes beraubenw ürde, dass man sie vielleicht einigen Flaschen Alkohols berauben würde.
Aber es war ihr egal.
Rachel brauchte sie gerade. Und das war wichtiver. Viel wichtiger. Unendlich viel wichtiger.
Sie lauschte Rachels zitternden Atem - und plötzlich krallten sich Finger in ihre Haut, der dünne Körper verkrampfte sich unter ihren Armen. Und Tessa wusste, dass sie genau an dem Ort war, an dem sie sein sollte. Hier und nirgendwo anders.
"Sch. Ist schon gut. Ist schon gut", murmelte Tessa. Sie spürte, wie Rachels Körper zusammenzusacken drohte, hielt sie fest in ihren Armen und ließ sich gemeinsam mit ihr - ohne sie loszulassen - ungalant zu Boden sinken. Einfach auf den Boden des Flures. Sie streichelte ihren Arm, hielt sie bei sich udn zeigte ihr einfach nur, dass sie nicht allein war.
Dass sie nicht allein hier durch musste.
Sie war für sie da. Und sie würde nicht zulassen, dass Rachel zerbrach, wie sie selbst zerbrochen war. Unter keinen Umständen.

Rachel:
Sie wusste gar nicht, wie lange die beiden dort in dem dunklen Raum waren, schweigend, irgendwie auf dem Boden sitzend - aber es tat gut. Es tat verdammt gut. Am liebtsen hätte sie Tessa nie wieder losgelassen, hätte sie nie wieder gehen lassen ... Doch das musste sie, genau so wie sie diesen Raum wieder verlassen musste. Doch war sie froh, dass sie sich immer mehr beruhigte, wieder zu sich fand und wirklich realisierte, was eigentlich passiert war. Irgendwann starrte sie nur noch nachdenklich, mit Kopfschmerzen geplagt und müde in die dunkle Leere des Raumes, den Kopf noch immer an Tessa gelehnt. Sie hatte ihr geholfen, war nun für sie da und dieser Gedanke hätte ihr sogar fast ein kleines Lächeln auf die Lippen gezaubert. Sie wollte nicht mehr an Quincy denken, an den nächsten Morgen, an die Arbeit, an den Streit mit Tessa. Mit einem tiefen Atemzug löste sich die Biologin somit von dem warmen, gut riechenden, gemütlichen Körper, wischte sich noch einmal über ihr Gesicht, die Augen, die Wangen ... doch es war alles bereits getrocknet. Es fühlte sich eklig an, sie fühlte sich eklig. Schwach. Ja, sie hatte sich nicht einmal wehren können. Ihre Stärke war stets in ihrem Kopf gewesen, aber körperlich ... ''Danke.'', murmelte sie leise in Tessas Richtung, traute aber gar nicht sie anzusehen (selbst, wenn die beiden kaum etwas erkennen konnten). Sie schämte sich für diese ganze Situation, für das was passiert war, dafür, dass sie so schwach gewesen war. Sie überkam sofort ein Schauer, der warme Körper von Tessa fehlte ihrem sofort. So legte sie ihre Arme um sich und strich sich mit dem Händen über die Oberarme. Es war zum Glück noch dunkel, sie hatte sicher schon einmal besser ausgesehen. ''Danke ... dass du mir geholfen hast. Ich ...'', sie verstummte wieder. Würde sie jetzt anfangen darüber zu reden, würde sie wohl wieder mit ihren Tränen kämpfen müssen und das wollte sie nicht. Nein, absolut nicht. 

Tessa:
Ewigkeiten saßen sie da. Anfangs gab es nicht als Rachel. Ihr Schluchzen, ihre Tränen, ihre bendenen schulter, welche sie fest hielt, an sich gezogen, ihr Halt gab. Dann, nach einer Weile, war Tessa einfach nur absout schwindelig. Sie legte ihren Kopf nun selbst mit geschlossenen Augen nach hinten, Rachel weiter haltend. Ihre Gedanken flossen träge und unzusammenhängend dahin. Sie fragte sich, wie ihre Bar wohl aussehen mochte. Sie machte scih Sorgen um Rachel. Ob sie vielleicht ein Eis haben wollte? Was geklaut sein würde?
Und dann nachher, war da nur noch vollkommene Erschöpfung - genauso wie bei Rachel offenbar. Das Beben und Zittern war weniger geworden, das Schluchzen verklungen. Immer noch hielt Tessa sie, war für sie da und bereute es keine Sekunde lang.
"Sch", machte Tessa, als Rachel sprechen wollte. Sie konnte den Kloß in ihrem Hals nahezu entstehen hören. "Sch, ist schon okay. Du musst nichts sagen", murmelte sie leise und gab ihr einen sanften Kuss auf den Scheitel.
Sie war vielleicht betrunken, aber sie war nicht dumm. Sie wusste, dass Rachel für eine Weile bezogen auf alles Sexuelle schreckhaft sein würde. Und das war okay. Das war es wirklich.
Wieder saßen sie da. Es war erschreckend, wie egal ihr ihre Bar anscheinend geworden war. Wie wenig es sie kümmerte was man ihr stehlen würde, ob ihre Bar überhaupt noch stehen würde. Es war ihr tatsächlich einfach egal.
"Möchtest du irgendwas?", fragte Tessa schließlich leise. Strich Rachel leicht über die Schulter, streichelte sie. "Ein Eis, ein Kaffee, ein Cocktail? Irgendwas anderes?" Sie würde ihr alles holen. Denn Rachel bedeutete ihr viel. Sie bedeutete ihr wirklich viel.
Warum nur hatte sie sie jemals von sich weggestoßen? 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.09.2020 17:36.
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