Boston [Amerika]

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Anastasija

23, Weiblich

FSK 18 Mensch gut pansexuell aroflux Polyamorie Geübter erfunden Apokalypse

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Re: Boston [Amerika]

von Anastasija am 13.08.2025 13:51

"Sie hat Möhrensalat!!", strahlte Thomas laut seine Mutter an. Ein gewisser fröhlicher Glanz war in seine müden Augen zurückgekehrt, der Ana ein wenig Hoffnung machte. "Und sie sagte, dass alles für mich ist!!" 
Müde musste Anastasija lächeln und gab ihrem Sohn einen Kuss auf sein nasses Haupt. "Ja, das ist super schön, mein Schatz.", antwortete sie ihm, bedeutend leiser. "Er wird dir bestimmt schmecken." Sie versuchte sich ihre Sorgen nicht zu sehr anmerken zu lassen. Sie wollte nicht, dass Thomas das mitbekam und deswegen runtergezogen wurde. 
"Danke...", sagte Anastasija wieder demütig, als Sofia den ganzen Plan berichtete; sauber werden, schlafen und... eine Einkaufs-Tour morgen??? Dabei konnte sie kaum ihren Ohren trauen. Rasch sagte sie: "Ich kann die Nacht dann auch gerne etwas arbeiten. Ich kann ja überall arbeiten. Dann haben wir auch etwas Geld für die Einkaufs-Tour." Das war nur fair. Sofia sollte nicht alles alleine bezahlen müssen. In Gedanken ging Anastasija bereits durch, wo sie wohl am Besten lohnende Kunden hier finden würde. Ach, notfalls würde sie Sofia einfach nach einem Laptop fragen und online gehen. Dabei verdiente man zwar nicht so viel wie in Echt, aber einige waren doch bereit etwas Geld für ihren sexy Live-Stream auszugeben.
Sie waren in der Tief-Garage angekommen. Anastasija half ihrem Sohn aus dem Auto, der ihre Hand nahm und sie praktisch schon in den Aufzug zog. "Ich will zum Möhrensalat!!", erklärte er bestimmt und Ana blieb nichts anderes Übrig, ihm zu folgen. Als sie im Aufzug standen und die Türen sich schlossen, sagte sie: "Wenn wir uns etwas frisch gemacht und gegessen haben, hättest du dann womöglich einen Laptop den ich benutzen könnte, um etwas Geld zu verdienen?" Sofia würde bestimmt verstehen was sie damit vorhatte bzw. wie sie entsprechend ihr Geld verdienen wollte. Andere Möglichkeiten kannte sie schlichtweg nicht und es machte auch in gewisser Weise Spaß, den eigenen Körper anderen so zu präsentieren. Es hatte etwas laszives und verbotenes, das sie irgendwie anturnte...

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Sofia

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Re: Boston [Amerika]

von Sofia am 25.07.2025 21:38

Niemals hätte Sofia damit gerechnet so kurz nach der alletersten Begegnung mit Ana, der jungen Mutter und ihrem Sohn aus einer Not hinaus helfen zu müssen. Denn beide waren bei Jonathan vermeintlich auch sicher und in guten Händen gewesen. Und dann hatte der Typ doch tatsächlich plötzlich die Nerven die beiden einfach wieder auf die Straße zu setzen! Wie konnte man nur so unverschämt und unverantwortlich sein? Männer echt. Gut, Frauen in Menschenhändler- oder anderen kriminellen Vereinigungen genauso oder fast noch schlimmer drauf waren. Skrupelos, ganz ohne Mitgefühl und Menschlichkeit... Zwar war Sofia sich nicht sicher ob Jonathan wirklich mit solchen Leuten zu tun hatte aber wenn man sie fragen würde, ob sie es ihm zutraue dann wäre die Antwort ein klares ja.
Durch die Frage von dem kleinen Thomas nach Möhrensalat, wurde sie in ihren Gedanken unterbrochen und blickte zu ihm. „Ja natürlich haben wir auch Möhrensalat und noch andere leckere Sachen. Aber der Salat gehört dann ganz alleine dir!", versprach sie mit einem sanften Lächeln. Ihr Verlobter aß ohnehin meistens nur auswärts und nur sie selbst kochte sich ihr Essen selbst und meistens gesund, zudem war Sofia eine so genannte Pescetarierin. Wenn es bei ihr also Fleisch gab dann war es von Fischen oder anderen Meerestieren. Fleisch-Ersatz gab es auch mal aber das war dann ja kein echtes Fleisch von Tieren.
Während der Autofahrt waren alle dann eher still, nachdem sie ihren Fahrer gebeten hatte heute noch die nötigsten Dinge zu besorgen. „Heute Abend schauen wir das ihr sauber und satt ins Bett kommt und morgen können wir ja mal eine Einkaufstour machen. Entweder durch Läden oder von Zuhause und dann bestellen wir alles." Nach kurzer Fahrt näherte sich das Taxi dann auch schon der Zufahrt zur Tiefgarage ihres Gebäudes. „Dann muss keiner wieder Nass werden.", gab sie fröhlich von sich. Dann wand sie sich auch nochmal ihrem Fahrer zu: „Ruf mich dann am besten einfach an, wenn du wieder hier bist und alles hast." Sie schnallte sich ab und gab Andrew einen Wangenkuss zum Abschied, ehe sie ausstieg und die Tür hinter sich zu machte. „Wollen wir den Aufzug nehmen?", wand sie sich an ihre unerwarteten Gäste und lächelte. In der Tiefgarage war es ja schon etwas kühl und die beiden sollten sich nicht erkälten. Auch wenn Sofia auch dafür eine Lösung finden würde aber Anastasija würde sich das sicher nicht verzeihen können...

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Anastasija

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Re: Boston [Amerika]

von Anastasija am 20.07.2025 19:11

Ist doch selbstverständlich, Ich bin schließlich kein Unmensch und ihr ganz offensichtlich in Not
Die Worte schienen in ihrem Kopf wiederzuhallen und unwillkürlich musste sie schwach und bitter lächeln. Nach allem was sie von anderen Prostitutierten gehört ahtte, war es alles andere als selbstverständlich. Und dass sie in Not waren... tja, irgendwo waren sie das wohl, oder? Und es war so viel Schlimmer als damals, als sie das erste Mal schwanger auf der Straße gewesen war und als Jonathan sie dort gefunden und runtergeholt hatte (indem er sie in die Welt der Prostitution einführte, was sie niemals gedacht oder erwartet hätte). Jetzt jedoch war es nicht nur sie selbsht die litt, sondern auch Thomas. Thomas litt, Thomas war n Not und das konnte sie sich als Mutter nicht verzeihen.
"Danke. Vielen vielen Dank", hauchte Anastasija immer wieder. Sie wusste nicht anders ihrer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen, während Sofia ihnen die nächsten Schritte erklärte. Beim Thema Essen blickte Thomas mit leuchtenden Augen auf. "Habt ihr Möhensalat?", fragte er mit seiner kindlichen Stimme und großen Augen neugieirg. Unwillkürlich musste Ana lächeln. Thomas und seine Möhren. Das war wahrlich eine Obsession.
Gemeinsam verließen sie das Domina-Studio und draußen wartete bereits ihre Fahrgelegenheit. Erleichtert (genau wie damals, als Jonathan sie in sein Auto eingeladen hatte) war sie endlos dankbar, nicht weiter durch den Regen laufen zu müssen. Während der Fahrt hielt sie Thomas eng an sich, welcher sich auch an sie kuschelte und blickte aus dem Fenster. Normalerweise war Ana kein sonderlich ängstlicher Mensch. Doch jetzt hatte sie Angst. Angst vor der Zukunft. Angst wie es weitergehen würde. Insbesondere in Hinsicht auf Thomas, der doch in einem Jahr eingeschult werden sollte...

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Sofia

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Re: Boston [Amerika]

von Sofia am 17.07.2025 12:47

Die Situation hatte schon etwas surreales an sich, immerhin war dies ein Domina-Studio und da hatten eine Mutter und ihr Kind für das Verständnis von Leuten mit hohen Vorstellung von Moral natürlich überhaupt nichts zu tun und zu suchen! Und dann waren beide auch noch völlig durchnässt - was Sofia natürlich nur die große Not der beiden verdeutlichte - bei anderen aber sicher Kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen würde. Deshalb hatte sie auch den Taxifahrer angerufen, der sie auch immer bei der Kanzlei abholte und diskret war da er quasi schon ihr privater Fahrer war. Ihr war jedenfalls schon öfter der Gedanke durch den Kopf gegangen ihn als solchen einzustellen - nur das Theo dies nicht gebilligt hätte, weil der Mann nicht nur äußerst sexy war sondern auch noch Gefühle für sie hegte. Womit er, sehr zur Verärgerung von ihrem Verlobten, alles andere als hinter dem Berg hielt. Aber das war ein anderes Thema für einen anderen Zeitpunkt. Jetzt ging es um Ana und ihren niedlichen kleinen Sohn.
Auf die Erklärung sie hätten keine andere Wahl gehabt, nickte sie nur, da ihr dies für den Moment vollkommen genügte. Auch Thomas hüllte Sofia in Decken und hoffte dadurch ein wenig die Kälte zu mindern. Hoffentlich würde es nicht dazu kommen das Mutter und Kind krank würden.. „Ist doch selbstverständlich, Ich bin schließlich kein Unmensch und ihr ganz offensichtlich in Not." Sie schenkte dem kleinen Jungen ein freundliches und warmes Lächeln. „Wir werden euch erstmal unter die Dusche und in die Badewanne packen, Essen besorgen und dann könnt ihr euch erstmal Ausruhen." Wie es genau weiter gehen würde könnten sie morgen dann immer noch planen und besprechen. Kurze Zeit später hielt dann auch schon das Taxi vor Ihnen und sie öffnete die hintere Tür für Anastasija und Thomas, sie selbst würde bei Andrew vorne sitzen. „Macht es euch bequem, wir sind auch bald da.", sagte sie sanft und glitt auf den Beifahrersitz. „Hey Andrew, kannst Du uns bitte nach Hause bringen?", bat sie sanft und reichte ihm einen Geldschein. Er nickte nur, bat alle sollten sich anschnallen und fuhr dann auch schon los.

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Re: Boston [Amerika]

von Anastasija am 13.07.2025 20:55

Die Sekretärin hinter dem Empfangsschalter teilte ihr freundlich mit, dass Mistress Lilly heute keine Termine mehr empfangen würde, aber falls sie sie trotzdem noch sehen wollen würde, im Vorraum warten könne. Also setzte sich Anastasija mit ihrem Sohn auf einen der Stühle, bibbernd und frierend. Die blonden nassen Haarsträhnen hingen ihr vors Gesicht und tropften den Boden voll. Ihr Sohn wimmerte immer wieder leise, dass ihm kalt sei, dass er Hunger habe. Ana wusste ihm nichts zu antworten, nahm ihn einfach auf den Schoß und drückte ihn an sich. Ihre einzige Hoffnung lag bei Sofia. Letztes Mal hatte Jonathan sie von der Straße geholt... vielleicht.. . wäre Sofia ja genauso? Würde sie wirklich zweimal solches Glück haben? Sie konnte es nur hoffen...
Gerade als die Verzweiflung ihr Tränen in die Augen treiben wollte, öffnete sich eine Tür und Sofia erschien. Sofort hob Ana ihren Sohn von ihrem Schoß und stand auf. Nach einem ersten offenbar schockierten Blick eilte Sofia bereits auf sie zu, zauberte dabei - woher auch immer - Handücher her, in welche sie sie sofort einwickelte. 
"Danke...", formte Ana mit den Lippen ohne zu wissen, ob dabei wirklich Ton ihre Lippen verließ. Winzige Hoffnung funkte in ihrem Inneren, dass Sofia ihnen vielleicht wirklich helfen würde. Bei der Frage räusperte sich Ana leicht, um ihre Stimme wiederzufinden. 
"Wir... wir hatten keine andere Wahl.", gab sie zu und zuckte leicht mit den Schultern. "Danke... danke, dass wir mit dir kommen durfen.", fügte sie an und folgte Sofia Richtung Ausgang. "Das hier ist übrigens mein Sohn Thomas. Thomas, das ist..." Sie zögerte. Sie hatte ihren Beruf vor ihrem Sohn nie geheim gehalten, allerdings war er auch noch zu klein, um ihn wirklich zu verstehen. Mit einem entschuldigendne Blick zu Sofia, in der Hoffnung, sie würde ihr vergeben, sagte sie: "...Sofia. Eine Freundin, okay?"
Thomas, normalerweise immer extrovertiert, offen und neugierig, nickte nur und bibberte. Er gehörte in eine warme Badewanne und dann in ein Bett. Was, wenn er ernsthaft krank würde? Das würde sie sich nie verzeihen...

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Sofia

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Re: Boston [Amerika]

von Sofia am 12.07.2025 23:40

Es war bereits ein ziemlich langer Tag für die ehrgeizige Sofia gewesen. Erst hatte sie sich in einige neue Akten eingelesen - denn so als Strafverteidigerin, hatte man natürlich meist mehr als nur einen Mandanten. Dies war fast schon Standard und dementsprechend, muss man in diesem Beruf fit im Kopf sein und auch flexibel was die Arbeitszeiten anging - solange man im Büro arbeitete jedenfalls - vor Gericht war immerhin alles fest terminiert. Es räumte einem aber auch die Möglichkeit ein, von Zuhause aus an den Akten zu arbeiten. So war es der Blondine dann auch überhaupt erst möglich gewesen, den lukrativen Termin mit Anastasija wahr zu nehmen beziehungsweise einzuschieben und sich eine Pause, von dem trockenen Gesetzestext zu gönnen. Allerdings hatte Sofia da noch nicht ahnen können, was für eine miese Nummer ihr ehemaliger Mandant, mit seiner Freundin abziehen würde - wenn doch, dann hätte sie ihm das sicher nicht durchgehen lassen und versucht ihn davon abzuhalten!
Nach dem Termin mit Anastasija, war sie dann zunächst in ihr Loft zurück gekehrt, hatte an den Akten weiter gearbeitet um sich optimal auf die bevorstehenden Mandantengespräche vorzubereiten. War unter die Dusche gesprungen und hatte dann ein Essen für Theo und sich gekocht. Denn um ihn für einen weiteren einsamen Abend zuvor, hatte sie ihn noch irgendwie besänftigen wollen - dementsprechend gab es auch sein Lieblingsessen und zum Nachtisch, gab sie ihm einen Blowjob. Sodass die vorherige Dusche nicht umsonst gewesen war. Denn während ihr Verlobter dann zu einem Meeting aufbrechen musste, war Sofia dann in das Domina-Studio zurück gekehrt.
Denn dort hatte sie noch einige Termine, die auf sie warteten oder eher auf Mistress Lilly, denn unter ihrem echten Namen konnte sie hier definitiv nicht tätig sein, ohne ernsthafte Konsequenzen fürchten zu müssen. Während sie also gerade die benutzten Utensilien in die dafür vorgesehene Box legte, konnte sie dann genau hören, wie nach ihr gefragt wurde. Und die Stimme erkannte sie sofort, weshalb sie zunächst auch verwundert war. Beschloss sich zunächst aber erst einmal umzuziehen und abzuschminken, bevor sie ihrem unerwarteten Besuch auf den Grund gehen würde...
Schließlich näherte Sofia sich dann in Jeans, Bluse, Sneakern und mit dem Mantel über ihrem Arm, dem Empfangsbereich. Dort fiel ihr Blick dann auch sehr schnell auf die völlig durchnässte Ana und auf den ihr bisher unbekannten - und ebenfalls nassen - kleinen Jungen. Aber das es wohl ihr Sohn sein musste, war auf den ersten Blick zu erkennen. Dementsprechend erschrocken war dann auch ihr Blick, bevor sie sich direkt einige Handtücher schnappte und diese um Mutter und Kind schlang. „Rufst Du uns bitte ein Taxi, Julie?", bat sie die Frau hinter dem Empfang knapp und bedeutete Ana zugleich ihr zu folgen. Denn was passiert war und ähnliches sollten die beiden wohl besser nicht vor den Ohren anderer besprechen. „Warum seid ihr denn durch den Regen gelaufen?", fragte sie dann schließlich sanft und besorgt. Natürlich wäre es am besten wenn die beiden aus den nassen Klamotten rauskämen aber hier gäbe es keine Wechselklamotten für die zwei und deshalb musste dies zunächst einmal noch warten. Das die beiden mit zu ihr nach Hause kämen, stand für Sofia bereits fest auch wenn Anastasija noch gar nicht gefragt hatte. Aber das die junge Frau und ihr Kind in großer Not waren, erkannte ja wohl jeder Blinde!

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Re: Boston [Amerika]

von Anastasija am 11.07.2025 21:51

Die junge Serbin war in Schock.
Nasse blonde Haarsträhnen klebten ihr im Gesicht, ihr Sohn klammerte sich an ihrem Bein fest, zitternd, maulend, weinend. Sie war überfordert. Sie fühlte sich in der Zeit zurückversetzt. Fünf Jahre in der Vergangenheit, als sie schon einmal so wie jetzt allein auf einer fremden Straße gestanden hatte und nicht wusste, wie es weitergehen sollte. Damals war sie schwanger gewesen, von ihren Eltern verstoßen, weil sie sich weigerte, das Kind abzutreiben, das nun an ihrer Seite stand. Und jetzt...
Sie schluckte schwer und versuchte immer noch zu begreifen, was geschehen war. Jonathan hatte sie einer Domina empfohlen, während er angeblich wieder etwas geschäftliches hatte regeln müssen. Sie war zu besagter Adresse und hatte sich mit der Domina namens Sofia die Zeit vertrieben. Es hatte ausgesprochen Spaß gemacht. Ein schöner Nachmittag, der ihre Dauer-Lust wundervoll befriedigt hatte. Und dann?
Sie war zurück zum Hotel gegangen. In der Lobby hatte ihr Sohn auf sie gewartet, mit geröteten und ängstlichen Augen. Offensichtlich hatte er geweint. Sie hatte ihn in den Arm genommen, getröstet, doch was geschehen war konnte - oder wollte - er ihr nicht sagen. An der Rezeption dann war ihr erklärt worden, dass die Suite - welche Jonathan gebucht hatte - nicht mehr belegt sei. Dass Jonathan am Nachmittag ausgecheckt habe und abgereist sei. 
In Schockstarre hatte sie gemeinsam mit ihrem Sohn das Nobel-Hotel verlassen... und stand nun auf der verregneten Straße Bostons, irgendwo im Nirgendwo. Die Nacht war hereingebrochen. Es war kalt. Sie hatte keinerlei Sachen. Jonathan musste ihre Tasche mitgenommen haben. Womöglich für ein neues Flittchen, dass er wie sie auf der Straße aufgegabelt hatte. Der Gedanke tat weh. Unbeschreiblich weh.
"Mama??", schniefte Thomas an ihrem Bein und zerrte an ihrem Jeans-Mini-Rock, der dunkel vor Nässe war. "Mir ist kalt... und ich hab Hunger..."
Anastasija wusste nicht, ob es Tränen oder Regentropfen waren, die ihr über die Wangen liefen. Was sollte sie jetzt tun? Thomas würde hier draußen krank werden!! Einen winzigen Augenblick lang dachte Ana an ihre Schwester - Paraskeva - aber die war gerade meilenweit weg und davon abgesehen mit mehreren Studien beschäftigt. Da konnte sie sicher nicht ihre dumme Schwester und 5-Jährigen Neffen als Ballast gebrauchen. Und dann... dachte sie an Sofia. Wieder ein schmerzhaftes Stechen in ihrem Herz. Aber einen Versuch war es wert. 
"Komm!", versuchte sie in möglichst aufmunterndem Ton zu ihrem Sohn zu sagen. "Ich weiß, wo wir hin können." Und sie betete, dass sie damit Recht behalten würde. Sie stiegen in die nächste U-Bahn und fuhren schwarz mit - zum Glück wurden sie nicht kontrolliert. Nur wurde sie in ihrem knappen, freizügigen Aufzug mal wieder angestarrt. Sie hörte, wie man hinter ihrem Rücken darüber tuschelte, was für eine furchtbare Mutter sie sei, was für ein schlechtes Vorbild für ihr Kind, wie sehr der Junge ihnen leidtue. Auch das tat weh, obwohl sie das nicht wollte. 
Sie stiegen aus und sie führte Thomas - noch immer an ihrer Hand (und noch immer war er viel schweigsamer als sonst, was ihr gehörige Angst machte) zu dem Ort, wo sie heute schon einmal gewesen war. "Bitte, bitte, bitte...", flehte Anastasija leise, und öffnete die Tür, um in den dunkelrot beleuchtete Vorraum einzutreten. Leise Musik spielte im Hintergrund. Ana und Thomas tropften den dicken, dunkelroten Teppich voll. Sie trat zu der Dame hinter dem Thresen. "Entschuldigung? Ist... Sofia noch da? Ich... ich meine... Mistress Lilly?", fragte sie, mit blauen Lippen und Gänsehaut auf den Armen. Thomas drückte sich wieder eng an sie. Sie wollte nur ihren Jungen beschützen. 
Wie hatte Jonathan nur gehen können? Vielleicht war da alles nur ein Alptraum. Einfach nur ein schrecklicher, fürchterlicher Alptraum, aus dem sie bald erwachen würde...

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.07.2025 22:07.

Anastasija

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Boston [Amerika]

von Anastasija am 11.07.2025 21:36

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