Boston [Amerika]
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Re: Boston [Amerika]
von Sofia am 20.09.2025 13:47Sofia beobachtete amüsiert wie der kleine Thomas stolz das Kinn reckte und verkündete das Möhrensalat immer gehe. In seinen Meinungen schien er schonmal sehr strikt zu sein und durch die Aussicht auf den Möhrensalat schien der kleine Junge auch wieder aufgeblüht und etwas zugänglicher zu sein, nachdem er den ersten Schock wohl verdaut hatte. Ein Umstand der auch die Anwältin erleichterte obwohl sie nicht die Mutter des kleinen Mannes war. Aber Kinder lagen ihr schon immer besonders am Herzen und waren auch in ihren Augen besonders Schützenswert!
Auf einen ähnlichen Effekt, vielleicht durch ein warmes Bad hoffte die Blondine auch bei der Mutter des kleinen Thomas. Denn Ana schien noch immer nicht ganz bei sich zu sein und mehr zu funktionieren als alles andere. Früher oder später würde es wohl auch dem Jungen auffallen, trotz Anastasija's Bemühungen fröhlich zu wirken. Zumindestens schien sie zu akzeptieren das sie sich erst einmal Stärken und Pflege sollte und vermutlich auch wollte, bevor sie dann Geld für die neuen Kleider verdienen wollte. Davon würde Sofia sie sich nicht ab bringen würde können, weshalb sie es hat nicht erst versuchte.
Stattdessen kümmerte sie sich zunächst einmal um den heiß geliebten Möhrensalat für Thomas und suchte dann in ihren Schränken nach etwas für Anastasija zum Essen. „Haferflocken habe ich leider keine..", begann sie während ihrer Suche zu Berichten. „...ich könnte dir allerdings Müsli oder auch Knäckebrot anbieten?" Zwar könnte der sehr schlanken jungen Frau auch etwas deftigeres zum Essen nicht schaden und ihr die Figur ruinieren aber das war vermutlich ein sehr kompliziertes Thema. Da musste man sehr behutsam an so ein Gespräch herangehen, wenn man es überhaupt wagen wollte. Sie selbst würde sich vermutlich eine Schale mit Porridge oder einen gemischten Salat machen aber erst wenn ihre Gäste versorgt wären.

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Re: Boston [Amerika]
von Anastasija am 21.10.2025 18:29Ihren Sohn glücklich zu sehen war das einzige auf der Welt, was noch zählte. Jetzt, wo ihr der Boden unter den Füßen weggezogen worden war, merkte Anastasija, dass sie nie ein richtiges Leben gehabt hatte. Das machte ihr Angst. Sie hatte nie über die Zukunft nachgedacht, was mal werden sollte oder wohin es gehen würde. Sie hatte schon immer nur im Hier und Jetzt gelebt. Jetzt sah man, wohin das führte, nicht?
Aber wie sollte man ändern, wie man war? Die Angst vor der Ungewissheit und der Zukunft hatte sie damals nur kurzfristig gehabt. Und sie hatte sie wirklich nicht vermisst.
Als es um etwas zu essen für sie ging, stand Ana trotz ihrer schmerzenden Füße auf. "Müsli klingt gut.", sagte sie und trat zum Kühlschrank. "Hast du vielleicht auch etwas Naturjoghurt oder so dazu?" Im Augenblick erschien es ihr zwar nicht wichtig, aber immerhin wollte sie nachher noch arbeiten um etwas Geld zu verdienen (vielleicht auch um wenigstens noch die Illusion zu haben, irgendetwas unter Kontrolle zu haben) und da konnte sie einen Blähbauch nicht gebrauchen, oder?
Ihre müden Gedanken waren wirr, unkoordiniert, chaotisch. Sie hatte das Gefühl jeden Augenblick umfallen zu können. Womöglich würde sie ja nachher in der warmen Badewanne einfach untergehen und ertrinken...
Ana schüttelte den Kopf, riss die Augen auf - die ihr zugefallen waren und gab sich kurz selbst eine saftige Ohrfeige. Sie hatte einen Sohn! Solche Gedanken durfte sie gar nicht erst in ihren Kopf kommen lassen. Jonathan hatte sie vielleicht im Stich gelassen, aber es gab einen Menschen auf der Welt, der sie immer noch brauchte! Und sie würde verdammt nochmal für ihn da sein!
"Tut mir leid.", sagte sie rasch zu Sofia, um ihre eigene Ohrfeige zu erklären. "Musste nur kurz dumme Gedanken loswerden." Und es hatte geholfen. Sie fühlte sich durch die leicht brennende Wange auch wieder etwas wacher. Sie ging zu ihrem Sohn und gab ihm einen Kuss auf ihren Scheitel. Es würde schon alles irgendwie werden. Es wurde doch immer alles irgendwie, oder?

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Re: Boston [Amerika]
von Sofia am 26.10.2025 20:29Während Sofia sich in ihren Schränken umsah nach etwas das sie Anastasija zum Essen anbieten und auch selbst essen könnte, beobachtete sie nebenbei Mutter und Sohn. Sie war ziemlich besorgt das Jonathan's unmögliches Verhalten für die beiden gesubdheitliche Folgen hätte unter anderem. Denn es wäre sicher nicht ganz so einfach das zu verpacken, wenn man von jemandem dem man vertraut hatte einfach so auf die Straße geworfen wurde. Ohne Vorwarnung, ohne irgendwelche finanziellen Mittel und vermutlich auch noch ohne vernünftige Begründung. Da war sie wieder, diese Wut...
Kurz schloss die Blondine ihre Augen und atmete tief durch bevor sie den Kühlschrank öffnete und nach dem Joghurt sah. „Ich habe Naturjoghurt, Skyr, Joghurt der die Verdauung reguliert, Fruchtjoghurt im Grunde alles mögliche an Joghurts oder was das Herz so begehren könnte." Sie selbst nahm sich einen Straciatella Joghurt und eine Flasche Actimel hinaus für sich und aua dem Schrank über der Spüle eine Hühnersuppe zum aufgießen mit heißem Wasser. Als sich Ana dann selbst ohrfeigte zuckte Sofia kurz zusammen und sah ihren Gast nur erschrocken an im ersten Moment. Dann wurde ihr Blick wieder verständnisvoller und sie nickte sachte. „Verstehe. Ich hoffe die Gedanken bleiben weg, ohne das Du dich noch einmal selbst schlagen musst." Nicht das ihr Gewalt fremd wäre, weder privat noch beruflich aber dennoch war es unerwartet gewesen...
Kurz wanderte ihr Blick zu dem zufrieden Essen den kleinen Jungen und dann stellte sie die Sachen erstmal ab, holte das Müsli aus dem Schrank und sah dann wieder zu Ana. „Bleibst Du bei Naturjoghurt oder darf es doch ein anderer sein? Und Du und Thomas sollten vielleicht auch besser ein Actimel trinken. Ist bestimmt kein Allheilmittel aber vielleicht bringt es ja doch was." Sofia wirkte kurz nachdenklich und lächelte dann sanft. „Bedien dich einfach, ich werde mal schauen was ich außer Bademänteln vielleicht noch da habe." Zwar besorgte ihr Bekannter bereits etwas für die beiden aber Mutter und Sohn sollten nicht länger als nötig in den nassen Sachen bleiben. Sie hätte ja auch versucht, mit der anderen Blondine über das heute geschehene zu sprechen aber nicht vor ihrem Kind und nicht bevor ihre beiden Gäste nicht trocken, satt, aufgewärmt und vielleicht weniger unter Schock wären...

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Re: Boston [Amerika]
von Anastasija am 04.01.2026 19:21"Natur-Joghurt ist perfekt. Danke." Obwohl Anastasija dank Jonathan die letzten Jahre mehr oder weniger im Reichtum gelebt hatte, war sie eigentlich ein einfacher Mensch und leicht zufrieden zu stellen. Solange sie ihren Sohn bei sich hatte, Kleidung die ihr gefiel und passte, eine warme Badewanne und ein Dach über dem Kopf und leichtes Essen, war doch alles gut.
Und nach der Ohrfeige um den kurzfristig aufgekommenen Suizid-Gedanken loszuwerden wurde ihr bewusst, dass sie gerade eigentlich all das hatte. Okay, sie wusste nicht, wie die Zukunft aussehen würde, doch gerade, jetzt, in diesem Moment, war alles in Ordnung. Sie waren im Warmen, bekamen essen, ein Bad, ein Bett... und sie konnte sogar gleich arbeiten. Ja, es würde alles wieder werden.
Sie schenkte Sofia ein Lächeln. Es tat ihr leid, diese erschreckt zu haben. "Bestimmt nicht. Ich glaube, ich habe sie vertrieben", versprach sie und kraulte dabei ihren Sohn im Nacken, ehe sie sich dann auch wieder an den Tisch setzte und sich ihren Müsli mit dem Natur-Joghurt mixte. Ein gutes, leichtes und leckeres Essen. Genau das richtige. Genau das, was sie gerade brauchte.
Nachdem das Essen bereitet war, dachte Ana über das Angebot des Actimels nach, mit leicht zur Seite geneigtem Kopf, sodass ihre hellen haare sie ein wenig in der Arm-Beuge kitzelten. "Thomas... möchtest du einen Actimel?", fragte sie sanft, während sie noch darüber nachdachte, ob sie selbst überhaupt einen wollte. Wie viele Kalorien hatte so ein Ding eigentlich.
"JA!", rief Thomas aber direkt laut. Anastasijasah auf ihren Müsli. Sie hatte heute kaum was gegessen. Und ein Actimel würde ihr wohl kaum einen Bläh-Bauch geben. "Ja... einen nehme ich vielleicht auch. Danke.", stimmte sie dem kleinen Getränk also zu und nickte.
Sie sah Sofia nach, wie sie wegging um nach Bädemänteln oder sonst was zu schauen, öffnete währenddessen ihren Actimel und roch daran. Sie zögerte, dann nahm sie einen kleinen Schluck. es schmeckte dickflüssig und süß. ein Zeichen für ne Tonne von kalorien. Vielleicht trank sie auch nur die halbe Flasche. Mal sehen. Für den Moment fokussierte sie sich auf ihren Müsli und war froh als sie merkte, wie die Schmerzen in ihrem Bauch allmählich besser wurden und sich eine müde Trägheit ihres Körpers bemächtigte.
Als Sofia wiederkam, sah Anastasija auf. "Alles okay? Tut mir echt leid, dass wir heir einfach so bei dir reingeplatzt sind. Ich wusste halt nur nicht..." Sie zuckte die Schultern und ließ den Satz ins Leere laufen.

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Re: Boston [Amerika]
von Sofia am 09.01.2026 18:59Anastasija und Thomas waren wirklich sehr süß zusammen und die Strafverteidigerin freute sich wirklich die beiden bei sich zu haben. Natürlich war das alles doch sehr unerwartet zustande gekommen aber das störte Sofia nicht weiter. Und vor allem war sie sehr froh, den beiden helfen zu können. „Gut, wenn den so ist, dann erleichtert mich das sehr." Immerhin brauchte der kleine Thomas seine Mutter ja schließlich und das unmögliche Verhalten von Jonathan wäre es sicherlich nicht wert, irgendeine Dummheit zu begehen! Und hier bei ihr würde es den beiden definitiv an den grundlegendsten Dingen auf keinen Fall mehr fehlen. Auch wenn es etwas schwer werden könnte die Hausgäste ihrem Verlobten zu erklären...
Aber eins nach dem anderen. Nachdem sowohl der kleine Thomas als auch Anastasija dem Actimel zugestimmt hatten, stellte sie eines mit Erdbeer-Geschmack vor den Jungen und ein normales ohne irgendeinen besonderem Geschmack vor die junge Mutter. Wenn sie schon lieber Natur-Joghurt wollte, dann wäre ihr bei dem kleinen Getränk sicherlich auch die natürliche Variante am Liebsten. Das Lächeln von Ana erwiderte sie und hatte sich dann in Richtung Badezimmer entfernt. Immerhin hatte Sofia noch keine Bademäntel und auch keine trockene Kleidung für ihre Gäste.
Dementsprechend war Sofia dann auch eine ganze Weile in einem anderen Teil des Appartments und suchte dort nach den Sachen, die sie dann ihren Gästen geben wollte. Fast eine halbe Stunde mit Sicherheit, großartig fündig wurde sie dabei allerdings nicht. Von den Bademänteln einmal abgesehen aber Kleider für Thomas fand sie natürlich nicht, da sie ja keine Kinder hatte. Für Ana brachte sie dann immerhin ein paar ihrer Klamotten mit. „Alles gut. Ich hab nur nach ein bisschen was zum anziehen gesucht. Aber ich weiß nicht ob dir meine Sachen wirklich passen werden.. Du kannst aber auch warten bis mein Bekannter wieder da ist. Ich dachte nur das dir etwas anderes als Handtücher oder Bademäntel lieber wären...", sagte sie dann um ihre etwas längere Abwesenheit zu erklären. Das sie selbst noch nichts gegessen hatte, hatte Sofia schon völlig vergessen aber es war ihr auch nicht weiter wichtig in der aktuellen Situatio. „Ist bei euch denn alles in Ordnung? Braucht ihr noch irgendwas?", fragte sie Blondine leicht besorgt.

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Re: Boston [Amerika]
von Anastasija am 19.02.2026 09:28Sofia war eine ganze Weile weg. Währenddessen hatte Thomas seinen Möhrensalat natürlich schon lange aufgegessen und auch den Actimel ausgetrunken. Selbst Ana, die viel langsamer aß, hatte ihr Müsli aufgegessen - den Actimel aber (nachdem sie die Zutaten- und Kalorienliste studiert hatte), nach wenigen kleinen Schlucken stehen lassen. Sicher war sicher.
Soweit gesättigt kehrte nun die Müdigkeit in die Körper von Mutter und Sohn. Ana zwang sich die Augen offen zu halten (immerhin stand noch die Badewanne und die Arbeit an), doch Thomas hatte sich auf seinem Stuhl wie eine Katze zusammengerollt, und den Kopf auf ihren Schoß gelegt, wie ein Kissen. Sanft streichelte Anastasija ihren Liebling. Er sah friedlich und glücklich aus, wenn er so schlief. Unschuldig. Als könnte nichts auf der Welt ihm etwas anhaben. Sie hoffte inständig, dass das so bleiben würde und er sich diese Friedlichkeit der Kindheit würde bewahren können. Doch da war ein leiser Teil in ihr, der das besser wusste. Sie selbst hatte die Erfahrung immerhin auch machen müssen, oder?
Aber selbst wenn... sie würde ihm zeigen, immer das Beste aus einer Situation zu machen. Das immerhin hatte sie in ihrem Leben gelernt. Wenn auch sonst nichts.
Sie streichelte seine Wange, seine Haare und als Sofia endlich mit ein paar Sachen zum Anziehen zurückkam, blickte sie auf und hob den Finger an die Lippen, zum Zeichen, leise zu sein. Ganz vorsichtig hob sie Thomas Kopf hoch, um aufstehen zu können, dann nahm sie ihren Sohn auf den Arm. Sein Kopf rollte ihr auf die Schulter. Falls er dadurch wach wurde, zeigte er es nicht. Er war vollkommen erschöpft.
"Ich glaube, Thomas badet morgen erst.", flüsterte sie Sofia zu. "Wo darf ich ihn zum schlafen hinlegen?" Ob Sofa, Bett oder einfach Matratze - ihr Sohn konnte überall schlafen (wie er eben bewiesen hatte). Und den Schlaf hatte er sich auch mehr als alles andere verdient.

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Re: Boston [Amerika]
von Sofia am 16.03.2026 12:07Natürlich hatte Sofia nicht mit bekommen was sich in der Küche abgespielt hatte, da sie ja andernorts beschäftigt gewesen war. Aber da es sehr ruhig in der Küche gewesen war, hatte die Karrierefrau mit dem geheimen Doppelleben bereits nicht sehr laut gesprochen, weshalb die Geste zum leise sein eher unnötig war. Aber das störte sie nicht weiter, stattdessen betrachtete sie kurz den schlafenden Jungen und sah erst dann wieder dessen Mutter an. „Klar gar kein Problem. Du kannst ihn auf die Couch legen oder auch ins Bett in einem der Gästezimmer, ganz wie Du möchtest." In einem der Gästezimmer würde er vermutlich etwas mehr ungestörte Ruhe haben für seinen wohlverdienten Schlaf, nach dem langen und aufwühlenden Tag. Sofia behielt die frischen Klamotten also in ihren Händen und deutete mit ihrem Kopf in eine Richtung. „Da sind die Gästezimmer, die dritte und vierte Tür Links.", teilte sie im Flüsterton mit und blieb dann stehen. „Ich warte hier auf dich, nimm dir deine Zeit, danach zeige ich dir das Badezimmer und während du badest, lege ich dann den Laptop bereit in anderen Gästezimmer." Immerhin hatten sie die Bitte nicht vergessen und würde dann auch auf die Rückkehr von ihrem Fahrer mit den paar neuen Klamotten und den Sachen für die Versorgung von Thomas.
In der Zwischenzeit oder wenn Sofia eben dann arbeiten würde, könnte sie nachdem sie selbst endlich mal etwas gegessen hätte, dann eventuell noch ein paar ihrer Akten durchgehen. Und sobald Theo nach Hause käme, müsste sie dann ja auch noch erklären, weshalb die beiden zwei Gäste beherbergten plötzlich und wie sie sich das bei deren Arbeitspensum denn überhaupt vorgestellt hatte. Kein Gespräch auf das Sofia sich sonderlich freuen würde aber immerhin wusste ihr Verlobter ja, wie hilfsbereit seine zukünftige Frau war und das diese öfter mal die Leute in Not die sie sah kurzerhand aufnahm... Alles sollte im Grunde also definitiv kein größeres Problem werden und das war gut, denn dafür hätte sie nach diesem Tag definitiv keinen Nerv gehabt. Stattdessen schloss Sofia kurz ihre Augen und atmete einmal tief durch, genoss die Stille die gerade herrschte auch wenn in ihrem Kopf die Gedanken wirbelten und sie noch immer eine gewisse Wut in sich hatte, die einfach nicht mehr verschwinden wollte...

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Re: Boston [Amerika]
von Anastasija am 07.05.2026 17:03Anas erster Impuls war sofort, ihren Sohn auf die Couch zu legen - sie wollte so wenig Probleme wie irgend möglich bereiten; doch als die Rede von mehreren Gästezimmer waren, taten sich neue Ideen in ihrem Kopf aus. In dem einen könnte sie dann arbeiten, während ihr Sohn im anderen schlief. Nach der Arbeit würde sie dann zu ihm ins Bett krabbeln und mit ihm kuscheln können... das war eigentlich keine allzu schlechte Idee. Außerdem... war ein Bett doch gemütlicher und ihr Sohn hatte nur das Beste vom Besten verdient.
'Danke', formte Ana mit den Lippen und trug ihren Sohn vorsichtig in das nähere der beiden Gästezimmer. Es war hell und schön. Sanft legte sie Thomas in die Kissen, zog ihm die Hose aus und deckte ihn zu. Dann schloss sie die Vorhänge halb, damit eine Art sanftes Dämmerlicht im Zimmer herrschte, ehe sie ihrem Sohn noch einen Gute-Nacht-Kuss auf die Stirn gab und leise wieder hinausging.
Die Müdigkeit steckte ihr in den Knochen. Sie fühlte sich bis ans Äußerte erschöpft. Sie atmete einmal tief durch, dann ging sie den Gang zurück zu Sofia. Anastasija hatte ihre Arme ein wenig um sich selbst geschlungen, wie um sich irgendwie zu halten. Der plötzliche Weggang von Jonathan tat ihr tief in der Seele weh - noch etwas, was zu ihrer psychischen Erschöpfung beitrug - doch sie wollte sich nicht mit diesem Gefühl des Entsetzens, des Verlassenwerdens, der Angst, auseinandersetzen. Es war ihr zu bekannt aus ihrer Jugend. Sie wollte es nicht. Sie wollte es einfach nicht.
Fast war sie froh, sich mit der Arbeit gleich ein wenig ablenken zu können.
"Ich weiß, ich... hab das heute schon tausend Mal gesagt, aber vielen Dank für alles.", sagte Ana mit leiser lieblicher Stimme. Ihre mittlerweile halbwegs getrockneten hellblonden Haare hingen ihr wirr ums Gesicht. "Und es ist wirklich in Ordnung, dass wir hierbleiben?" Bei Jonathan hatte sie gewusst, dass alles gut war. Sie war ja quasi mit ihm zusammengewesen (und er hatte ja auch ihren Körper verkauft, also war es für sie beide Profit gewesen), doch Sofia konnte sie dahingehend noch nicht einschätzen... sie wollte sich ihr nicht aufdrängen. sie hatte halt nur nicht gewusst, wo sonst hin... vor allem wegen Thomas (sie selbst hätte sich notfalls auch einfach auf der Straße verdingen können).

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