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Rachel

29, Weiblich

FSK 18 Mensch gut pansexuell Intersexuell sapioromantisch Geübter erfunden Apokalypse

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Re: Killeen, Texas [USA]

von Rachel am 04.05.2026 17:45

Rachel setzte sich auf den Beifahrersitz und buchstabierte Yara mit dem Fingeralphabet die Adresse, zu welcher sie in Killeen müssten. Von Austin aus war es eine Fahrt von etwa 1 Stunde und 15 Minuten. Nachdem das Navi angeschaltet war und sich beide Frauen angeschnallt hatten, ging es auch schon los. 

Es war eine schweigsame Fahrt. Rachel hing ihren Gedanken nach und ohnehin war es keine der klügsten Ideen, sich mit einem Autofahrer auf Gebädensprache während der Fahrt zu unterhalten. Sie wusste, dass manche gehörlose Eltern in der Lage waren, über den Rückspiegel mit ihren Kindern auf dem Rücksitz zu kommunizieren, dennoch... erschien es ihr eher unsicherer Natur. Stattdessen blickte Rachel aus dem Fenster, auf die vorbeiziehende Landschaft und Autos und fragte sich, wie ihre Eltern wohl aussehen mochten. Was sie tragen würden. Und vor allem: wie sie darauf reagieren würden, wenn ihre verschwundene Tochter plötözlich wieder vor der Tür stand. Jene Tochter, von denen sie seit 2 Jahrzehnten davon ausgingen, dass sie geistig minderbemittelt wäre und es ohnehin zu nie etwas bringen würde.
Heute würde sie ihnen das Gegenteil beweisen. Oder... es zumindest versuchen. Ihre Hände zitterten leicht, als sie ihre Handtasche öffnete und den Brief herauszog, den sie an ihre Eltern verfasst hatte, damit diese ihn lesen könnten. Denn reden... konnte sie natürlich immer noch nicht. Und würde sie auch nie kennen. Stimmbänder konnten einem nicht nachwachsen. Sie las ihn Wort für Wort. Dann nochmal. Und nochmal. Befand ihn für annehmbar und verstaute ihn wieder sicher in dem Umschlag in ihrer Tasche, damit er nicht zerknittert wurde. Seufzend sah sie wieder nach draußen.

~~~

Etwas über eine Stunde später waren sie in Killeen angekommen. Als der Motor erstarb, sah Rachel zu Yara. Jetzt, wo sie vor dem haus ihrer Kindheit stand, war jeder einzelne Muskel in ihrem Körper angespannt - nein, das war untertrieben - jeder einzelne Muskel war zum Zerreisen gespannt. 'Das da war mein Kinderzimmer. In dem Zimmer habe ich quasi 15 Jahre lang gelebt', gebärdete sie und deutete auf das Fenster im Erdgeschoss, gleich links neben der Haustür. Sie schloss kurz die Augen und atmete tief durch, um sich zu beruhigen. Dann öfnete sie die Augen wieder und presste die Lippen fest zusammen. 'Wartest du hier?, fragte sie und glaubte, hinter einem der Fenster eine Bewegung gesehen zu haben. Es war also jemand da...

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Rachel

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Re: Killeen, Texas [USA]

von Rachel am 02.03.2026 21:18

Proviant? 
Daran hatte Rachel nicht einmal im mindesten gedacht. Sie horchte in sich hinein und fand nichts vor außer einem vor Nervosität völlig zugeknoteten Magen. An Essen und selbst trinken war nicht einmal zu denken. Noch nicht jedenfalls. Sie schluckte schwer, zwang sich zu einem kleinen Lächeln und schüttelte dann rasch den Kopf. 'Für mich nichts, danke. Vielleicht auf der Rückfahrt'. Dann konnte man sich immer noch was holen. Sie war zwar in ihrer Kindheit und Jugend nie aus dem Haus gekommen, aber sie wusste dass der Ort durchaus auch Supermärkte besaß in denen man was kaufen konnte.
Der Kaffee war fertig. Im Gegensatz zu Yara hörte sie es, doch diese hatte es natürlich auchs chon lange am Blinken der Kaffee-Maschine gesehen und füllte die heiße Flüssigkeit um. 'Nur Zucker' antwortete Rachel. Schwarz war einfach zu bitter. Wobei sie sich nichtmal sicher war, ob sie gerade selbst den süßesten Kaffee runterbekommen würde. Aber... einen Versuch war es wert. Irgendwie musste sie ihre Nerven ja wenigstens ein bisschen beruhigen (obgleich sie unschlüssig darüber war, ob Kaffee dafür die allerbeste Idee war). Nichtsdestotrotz nahm sie den Kaffee mit einer dankenden Gebärde an. 
Tatsächlich trank sie ienen kleinen Schluck des heißen Wachmachers, ehe sie Yara dann gebärdend - aber recht knapp gehalten - die heutige Mission anvertraute. Das zu wissen hatte Yara absolut verdient. 
'Danke', gebärdete sie erneut, auf Yaras Versprechen, dass sie das gemeinsam schon hinbekommen würden. Tatsächlich glaubte Rachel auch daran - sie wusste nicht warum, aber in Yaras Gegenwart fühlte sie sich irgendwie... sicher. Ein Gefühl, welches sie sehr schätzte. 
Bei der Frage, ob sie loswollten nickte Rachel und stand sofort auf. Ihre Nerven flatterten wieder. In nur wenigen Stunden würde sie ihren Eltern wieder gegenüberstehen. Wie sie wohl reagieren würden?? Sie konnte es wirklich nicht im Mindesten sagen...
Tief atmete Rachel durch, ehe sie dann in Richtung Tür und damit in Richtung Yaras Auto ging.

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Re: Killeen, Texas [USA]

von Rachel am 05.01.2026 19:01

Rachel war sehr froh, dass Yara das Merci annahm. 
Bei der Frage, ob sie noch Zeit für einen Kaffee hatte, nickte sie sogleich. Doch ob sie selbste ienen wollte... sie zögerte, dann zeigte sie mit ihren Händen langsam ein Ja. Für einen Kaffee würden sie wohl noch Zeit haben, obwohl alles in ihr kribbelte und brannte endlich loszufahren. Es hinter sich zu bringen. Andererseits wusste sie, dass für manche Menschen der KAffee nahezu überlebenswichtig war. Sie selbst zählte zwar nicht dazu, aber trotzdem. Nicht, dass sie nachher noch einen Unfall bauten wegen etwaigen Entzugserscheinungen oder... 
Sie schüttelte den Kopf um ihre eigenen viel zu übertriebenen Gedanken abzuhaten. Aber wie auch immer: sie würde Yara ganz sicher nicht ihres Kaffees berauben. Sie setzte sich also in die Küche und sah zu, wie Yara den Kaffee machte. Als sie schließlich ebenfalls bei ihr am Tisch saß, hatte Rachel einen Entschluss erfasst. Mit ihrem eigenen seltsamen Gen-Teset, der behauptete, sie sei männlich, würde sie noch nicht herausplatzen... aber zumindest die Info, wohin sie fuhren und warum, konnte sie Yara mal anvertreuen, oder? Das war nur gerecht, wo diese sich doch schon bereit erklärt hatte, sie zu fahren. 
Ich habe dir noch nicht gesagt, wohin wir eigentlich fahren., gab sie also in Gebärden zu, sobald sie Yaras Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hatte. Nach einer kurzen Pause machte sie weiter. Wir fahren zu meinen Eltern. Ich habe keine sonderlich gute Beziehung zu ihnen, weil sie mich meine ganze Kindheit lang weggesperrt haben im Glauben, ich könnte durch meine Stummheit eh nie etwas erreichen. Gerbäden und so habe ich mir alles selbst beigebracht und... bin danns chließlich abgehauen. Sie machte erneut eine Pause und biss sich dann auf die Unterlippe. Es war ein sehr persönliches Thema und es tat weh. Insbesondere, weil sie ihre eltern trotz allem immer noch liebte. Das verstand keiner, der ihre Geschichte kannte, aber es war so. Aber ich muss ihnen eine für mich sehr wichtige Frage stellen. Ich weiß nicht was passieren wird wenn wir dort sind und ich sie darauf anspreche, also... sollte ich danach emotional oder sehr emotional sein, tschuldige schonmal im Voraus. Sie ließ ihre Hände wieder sinken und schenkte Yara eine Art leichtes entschuldigendes Lächeln. 

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Re: Killeen, Texas [USA]

von Rachel am 11.10.2025 16:04

Die Tür öffnete sich und Yara war vollständig in einen Bademantel gewickelt. Oh nein... hatte sie sich etwa zu früh auf den Weg gemacht? Sie warf einen Blick auf ihre Uhr: es war 9:45 Uhr. Mitst. Mit leicht rosa Wangen, bedankte sie sich mit einer kurzen schnellen Handbewegung und trat herein. Sie trat in den Flur und dann in die Küche wo sie artig wartete, bis Yara wieder da wäre. Während der Wartezeit drapierte sie die Packung Mercie hübsch auf der Anrichte. es bedeutete ihr wirklich viel, dass Yara mitkam. Sie kannten sich bisher zwar nur sporadisch, dennoch... fühlte es sich mit ihr irgendwie richtig an. Es war nicht selbstverständlich, dass Yara ihr half und ohne sie, hätte sie sich bestimmt nicht getraut. Tief atmete sie durch und hoffte wirklich, dass ihre Eltern Antworten für sie hätten. Sie wusste wirklich nicht, was sie erwarten würde. Seit sie von Zuhause abgehauen war, hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihnen gehabt.
Nach etwa einer Viertelstunde war Yara wieder da und Rachel blickte mit einem Lächeln auf. 
Wirklich gut geschlafen habe ich nicht., gab sie mit schnellen Gebärden zu, dann deutete sie auf das Merci. Ich habe dir ein kleines Dankeschön mitgemacht. Als danke, dass du das für mich machst.
Sie lächelte leicht, aber ehrlich. Und ja, ich würde gerne jetzt direkt los. Je eher ich es hinter mir habe, desto erleichterter bin ich.
Und danach würde sie Yara alles erklären - wenn sie es konnte. Sie könnten sich in irgendein kleines Café setzen und dann würde sie Yaras Fragen beantworten. Sie hoffte, dass sie dann psychisch in der Lage dazu wäre. Aber es würde schon werden.
Jetzt musste sie erstmal das Treffen mit ihren Eltern überstehen.

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Re: Killeen, Texas [USA]

von Rachel am 25.08.2025 20:03

------ Yara & Rachel IN von Bibliothek -------->

Sie erhielt Yaras Antwort, als sie gerade auf dem Weg zur Uni war. Lautlos seufzte sie erleichtert und ihre FInger flogen nahezu über die Tastatur, als sie ihre Antwort schrieb. Perfekt, ich danke dir! Ich werde am Samstag so gegen 10 Uhr bei dir sein. Passt das? Kurz lächelte sie, auch wenn sie sehr nervös war. Aber immerhin würde sie nicht allein sein, sondern eine Freundin an ihrer Seite haben. Sie würde das schon schaffen - und hoffentlich endlich Antworten bekommen. Endlich einen kleinen Schritt weiter sein in ihrer Identitätsfrage...
Von der Nacht von Freitag auf Samstag schlief Rachel sehr schelcht. Sie hatte Alpträume und wachte früh auf. Sie duschte, aß etwas Müsli zum Frühstück und versuchte nicht zu sehr darüber nachzudenken, wie ihre Eltern wohl reagieren würden, wenn sie plötzlich vor ihrer Tür stand. Aber es würde schon werden. Es musste werden...
Die Zeit schien zu schleichen. Rachel versuchte sich auf diverse Weisen abzulenken: eine Serie, ein Buch, Lernen... doch auf nichts konnte sie sich konzentrieren. Es war hoffnungslos. So machte sich Rachel bereits um 9 Uhr morgens auf den Weg zu Yara, als sie es einfach nicht mehr länger ertragen konnte, still zu sitzen. Unterwegs kaufte sie in einem Supermarkt eine Packung 'Merci' mit welcher sie sich nun auf den Weg zu Yara machte.
Bei der Wohnung ihrer Bekannten - oder Freundin - angekommen, drückte sie auf die Klingel. Sie hörte das leise Schellen, versteckte die Schokolade hinter ihrem Rücken und wartete nervös darauf, dass die Tür sich öffnen würde. Hoffentlich hatte sie Yara jetzt nicht wachgeklingelt...

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Killeen, Texas [USA]

von Rachel am 21.08.2025 15:26


Quelle: AmandaBrown

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.05.2026 17:45.

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