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Athena
Gelöschter Benutzer

Re: Athena & Sylvia ~ Deep Secrets

von Athena am 06.09.2020 20:14

Die Göttin hob ein wenig verblüfft ihre Augenbrauen und starrte die junge Frau tatsächlich für einen Moment so an, als sei sie verrückt geworden. Ein leichtes, aber unsicheres Lächeln erschien auf ihren Lippen.

 

"Es ist ja nicht so, dass ich dir nicht vorher schon gesagt hatte, wer ich bin."

Was beim ersten Mal nur kein gutes Ende genommen hatte. Diesmal allerdings war es anders. Sylvia schien beinahe erleichtert und sie wurde spürbar ruhiger. Damit hätte Athena nicht gerechnet und sie war sich auch nicht sicher, was dies nun wirklich verursacht hatte. Die Wahrheit alleine ganz sicher nicht und die Gedanken der Anderen konnte und wollte sie gar nicht wirklich lesen. Athena war erst einmal froh, dass sich alles allmählich wieder zum Guten wandte. Zumindest dachte sie das, ehe Sylvia ihre letzte Frage stellte.

Schnell wandte sie den Blick ab und starrte wieder auf den verletzten, vor ihr liegenden Arm, als könne sie so auch der Frage ausweichen. Ausweichen, das würde sie gerne wieder, aber sie fürchtete, dass Sylvia es ihr wieder übel nehmen würde, wenn sie wieder um den heißen Brei herum redete. Sie zögerte dennoch, ehe sie zu sprechen begann und sie wählte ihre Worte sehr vorsichtig.

"Deine Schwestern ... wiederzusehen, ist im Grunde ... nicht unmöglich."

Selbst wenn Hades ihr wahrscheinlich die Ohren lang ziehen würde, würde sie einen Menschen, einen lebenden Menschen in seine Welt bringen. Nicht auszudenken, was ihr Vater mit ihr machen würde, wenn Hades es ihm stecken würde. Aber das wäre nur das kleinste Übel von Allen. Es gab ein viel größeres Problem und das würde Athena wahrscheinlich daran hindern, Sylvias Wunsch zu erfüllen, obwohl sie bei ihr definitv etwas gut zu machen hatte. Sie nahm tief Luft und kratzte sich ein wenig nachdenklich am Hinterkopf.

"Es ähm, ... es kommt nur darauf an, auf welchen Pfaden sie gewandelt sind."

Sie blickte die Frau neben ihr wieder ein wenig unsicher und fast schon mitleidig an, denn sie war sich sicher, wie Sylvia auch, war keine ihrer Schwestern besonders gläubig gewesen. Sie räusperte sich und machte es für Sylvia ein wenig verständlicher.

"Was ich meine ist, es kommt darauf an, welchem Glauben sie gefolgt sind. Du weißt ja, dass jeder Glaube andere Orte für Tote hat. Ich habe leider nur Zugriff auf genau zwei Reiche. Das Elysium und den Tartaros."

Und Athena glaubte nicht, dass Sylvia ihre Schwestern dort finden würde, was ihr tatsächlich Leid tat. Was ihr aber noch viel mehr Leid tat, war die Tatsache, dass Sylvia scheinbar zwei Schwestern verloren hatte. Das könnte einen Menschen in Depressionen stürzen, aber ganz sicher nicht so irre machen.

"Darf ich fragen, wie du deine Schwestern verloren hast?"

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Nina

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Re: Ariel & Nina ~ Club Night | Triggerwarnung

von Nina am 06.09.2020 13:40

Sie waren am Flughafen. Leute tuschelten, deuteten mit dem Finger auf sie. Hier und da konnte sie das Knipsen einer Handykamera hören. Nina wollte am liebsten Kotzen.
Mit einer Sonnenbrille auf, um die eindeutigen Schatten unter ihren Augen und ihre Augen selbst zu verbergen, schleuste man sie in Mitten ihrer Manager und eineem Teil der Filmcrew nach draußen, wo bereits ihre Limousine wartete. Früher hatte all der Luxus und das Abeneteuer ihr den Atem geraubt. Heute verursachte es bei ihr nur noch Übelkeit. Sie stieg hinten ein, schloss die Tür und sperrte die Menschen draußen, Fans und Kritiker und sonst wenn noch alles einfach aus.
"Zu Ihrem Apartment, Ma'm?", fragte Max, ihr Chauffeur und sah ihr durch den Rückspiegel in die Augen. Nina schüttelte den Kopf. Würde sie zu ihrem Apartment fahren, würden bestimmt  bereits morgen wieder die ersten Paparazzi-Fotos von ihr durchs Internet kursieren, diese Aasgeier würden sich wieder versammeln und sie gar nicht mehr aus dem Haus lassen. Nein, da hatte sie gerade so echt gar keinen Bock zu. Sie war nur froh, dass irhe Manager noch einen anderen Termin mit irgendeinem Director oder Regisseur hatte, sodass sie vn denen nicht babygestittet wurde. "Nein. Fahr mich einfach in die Stadt." es war Nachmittag, noch waren die Geschäfte offen. Sie würde sich irgendwo ein kurzes Kleid kaufen, dass sie älter aussehen ließ, würde sich richtig schminken, ihre Sonnenbrille aufziehen und hoffen, dass man sie zu aufgetakelt nicht direkt erkennen würde. Oder wenigstens ihr Alter überspielen könnte. Aber eigentlich machte sie sich da keine großen Chancen. Sie war bereits mit 15 in irgendwelchen Clubs gewesen, in die sie eindeutig noch nicht hätte reingedurft. Jetzt war sie 17.
Während Max durch die Straßen fuhr, klappte Nina sich hinten den kleinen Tisch runter, der in den vorderen Sitz integriert war, legte sich eine Line Koks und sniefte dieses. Max reagierte nicht. Er war ein guter Kerl und seine Lippen komplett versiegelt. Er urteilte nicht, er tat nichts, er war einfach nur ihr Chauffeur, der wunderbar seine Arbeit machte und dafür war sie ihm wirklich verdammt dankbar. Sie wusste nichts über ihn - sie hatet keine Ahnung, was er wohl denken mochte - aber dennoch war er einer der Menschen, die sie am meisten mochte.
Toll. Ihr Leben. Oder?
Nach einer kleinen Shoppingtour hatte sie sich ein kurzes rotes schillerndes Kleid gekauft, dass ent anliegend war und ihr nur geringfügig über den Hintern ging, um alles zu verdecken und auch einen entsprechenden Ausschnitt hatte. Sie schminkte sich im Wagen, während Max sie zu einem Club fuhr (sie hatte nicht gesagt, welchen, aber Max war immer gut informiert und würde ihr sicher einen guten raussuchen). Sie packte sich ihren Stoff ein, zog die Sonnenbrille an - obwohl mittlerweile die Nacht hereingebrochen war und stolzierte in hochhackigen Schuhen auf das große gläserne Gebäude zu. Oberste Etage, hatte Max gesagt. Sie hatte ihn für den Rest des Abends entlassen. Das Koks würde sie wachhalten. Morgen früh, um sechs Uhr oder sowas, würde sie ihn anrufen und dannw ürde sie zu ihrem Apartment fahren. Vielleicht. Vielleicht war sie dann aber auch schon wieder woanders. Sie ließ sich überraschen.
Müde war sie nicht. Konnte sie gar nicht sein. Das ließ die Droge nicht zu und Nina war dankbar dafür. Sie hasste es zu schlafen.
Mit den Türstehern hatte sie in ihrem Outfit kein großes Problem. Nina fühlte sich gut. Heute war einer ihrer richtigen girly-Tage, ganz und gar Frau. Das war nicht immer so. Manchmal fühlte sie sich auch als Kerl, oder so, als hätte sie gar kein Geschlecht. Aber heute...heute wollte sie zeigen, was sie hatte und zwar bestmöglich so weit entfernt von irgendwelchen gierigen Papparazzos wie möglich. Sie hoffte, dieser Club hier würde ihr das garantieren.
Als erstes steuerte Nina die Bar an (auch wenn sie keinen Durst hatte, aber ein Dring zum Start gehörte einfach dazu) und ließ sich elegant auf dem Barhocker nieder. Ihr kleines Täschchen, in dem ihr Stoff, ihr Portmonee und ihr Handy war, legte sie auf ihre Knie. Sie betrachtete die Barkeeperin und ihr Herz machte einen kurzen Ausflug in ihre Magengegend, bevor es wieder in ihre Brust zurückkehrte. Oh wow. Oh wow. Noch bevor die Barkeeperin auch nur einen Ton gesag hatte, wusste Nina, dass sie ihr gefiel. Ihr sogar sehr gefiel. Verdammt.
"Ein Tequila Sunrise, bitte", rief sie der Barkeeperin zu und ließ den Blick ihrer erweitereten Pupillen über den Club und die tanzenden Leute schweifen. Wow, dieser Ort war so richtig fancy. Ein breites Grinsen erschien auf ihren Lippen. An diesem Ort würde sie die Nacht definitiv Spaß haben.

I'm a bird in a cage. I can't fly away.


And my wings are broken, so if you open my cage, I'll die.

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Nina

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Ariel & Nina ~ Club Night | Triggerwarnung [Zwangscut]

von Nina am 06.09.2020 13:17

Club Night
Ariel & Nina Price

Club_Night__Ariel_1.gif
  &  Club_Night__Nina_1.gif

Nina Price
ist gerade erst von einem Filmdreh in Neuseeland zurück in Los Angeles. In ihrer Wohnstadt angekommen ist jedoch das letzte was sie will, zu ihrem Apartment zu fahren, wo man davon ausgehen kann, dass die Papparazzi sie sofort wieder entdecken würden. Stattdessen beschließt die 17-Jährige also, feiern zu gehen und geht dafür in das LUX, der berühmtberüchtige Club des Teufels persönlich, bekannt für Drogen und Sex. Ariel, ein gefallener Engel und Lucifers Schwester, arbeitet dort und die junge, drogenabhängige Schauspielerin fällt ihr sofort ins Auge...

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.12.2020 09:36.

Sylvia

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Re: Athena & Sylvia ~ Deep Secrets

von Sylvia am 06.09.2020 13:04

Sie hörte etwas, sie starrte nach oben... und sah Athena springen.
Katzengleich landete die Frau auf dem Boden, kaum überhaupt ein Aufprall hörbar. Sie hatte sich nichts gebrochen,s tand einfach da, als wäre nichts geschehen. Als wäre sie nciht gerade über zehn Meter auf den Boden gesprungen. Einfach so. Ganz siecht, ohne es selbst zu merken, nickte Sylvia. In Ordnung. Sie verstand. Ja, sie verstand. Sie war in ihrem Kopf. Sie war verrückt. Das war okay. Sie würde es erkunden, so lange sie konnte. Sie spürte, wie ihr Herzschlag sich beschleunigte. Ja, vieleicht würde sie ja tatsächlich sogar Julia und Nici irgendwo finden. Im Kopf...in der irrealen Welt.. da war schließlich alles möglich, nicht wahr? Selbst Götter. Selbst aus viel zu großer Höhe springende Frauen, die sich nicht das geringste brachen, noch nicht einmal einknickten.
Wieder nickte Sylvia, diesmal ein wenig fester, als die Athena auf sie zukam und ihr Hilfe versprach. "Danke", sagte sie nur ruhig und fragte sich, was um Himmels willen es bedeuten mochte. Sie wusste ja noch nichtmal selbst, wie man ihr gerade helfen konnte - und wobei man ihr überhaupt helfen müsste. Bei was genau. Aber ... sie war der Fremden dennoch dankbar dafür.
Sylvia drückte einfach weiter ihr Shirt auf die Wunde, dass das Bluten nachließ, starrte gedankenverloren vor sich hin, als Athena sich neben ihr niederließ. Als die Frau begann zu sprechen, wusste Sylvia, was gekommen wurde. Jetzt wusste sie es. Jetzt, nachdem die Frau vor ihr durch diese Höhe gesprungen war.
Sie wandte ihren Blick der Frau neben ihr zu. Der Göttin. Athena. Irgendwoher trat ein leichtes, aber ehrliches Lächeln auf Sylvias Lippen zutage und sie folgte dem Zeigen der Göttin zu den Eulen hinauf in den Wipfeln. Am helligten Tag. "Danke, dass du es mir sagst, Athena.", sagte sie ehrlic, seufzte und legte ihren Kopf wieder an die Steinwand hinter sich. "Es tut mir leid. In den Augen einer Göttin muss ich wirklich völlig bescheuert erscheinen." Was sie auch war, aber das spielte jetzt keine Rolle mehr. Jetzt war sie hier und abgesehen davon, diese neue Welt zu erkunden, konnte sie eh nichts tun, um in die Realität zurückzukehren, nicht wahr?
Sylvia wehrte sich nicht, als sie plötzlich sanfte Hände an ihrem Arm spürte, welche ihren Griff lösten und ihrem Shirt entzogen. Sie sah zu, wie Athena ihren Arm auf ihren Beinen bettete und lauschte ihren Worten. Sie fühlte sich müde und erschüpft und doch...ruhiger und bedeutend zufriedener mit der ganzen Situation, als vorhin noch. Die Erinnerungen löschen? Bedeutete das etwa das Aufwachen aus dem Koma oder was auch immer? Es würde Sinn machen...nicht wahr? Aber wollte sie schon zurück? Jetzt, wo sie sich gerade damit abgefunden hatte, erstmal hier zu sein?
Die Möglichkeit würde ihr nicht weglaufen, nicht wahr? Athena war da, bei Bedarf könnte sie also jederzeit aufwachen?
Leicht kaute Sylvia an ihrer Unterlippe. "Kann ich...kann ich hier meine Schwestern treffen? Sie noch einmal sehen? Julia.. und Nici...?" Sie blickte Athena in einer Mischung aus Hoffnung und Traurigkeit an. Noch nie war sie den beiden näher gewesen, oder? Und selbst wenn es nur eine Illusion war, das alles hier, nur irgendwelche Hirngespinste.. so fühlte es sich doch für sie im Augenblick real an. Und ihre Schwestern noch einmal sehen zu können, das... das wäre mehr als sie jemals zu träumen gewagt hätte, mehr als sie sich jemals hätte vorstellen können.

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~aus Sylvias Song "This Angel"

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Athena
Gelöschter Benutzer

Re: Athena & Sylvia ~ Deep Secrets

von Athena am 05.09.2020 22:49

Irgendwie hatte sie ja schon geahnt, dass sie die Wunde nicht heilen sollte und das würde sie ohne Einverständnis auch nicht tun, selbst wenn ihr dann ein wenig wohler gewesen wäre. Tief nahm sie Luft. Das Verhalten der jungen Frau hatte sich verändert und die Göttin war sich nicht sicher, ob es an der selbst zugefügten Wunde, an dem friedlichen Wald oder an den wieder stabileren Nerven Sylvias lag. Sie hoffte, dass es Letzteres war, denn die würde sie nun brauchen. Die Göttin presste ihre Lippen zusammen und nickte mehr zu sich selbst, als zu ihrem Schützling. Sie stand wieder auf und sprang. Sie sprang die ganzen, kompletten 13 Meter, wie sie feststellte, herunter, als wären jene ein Katzensprung. Auf allen Vieren und in der Hocke, aber ohne sich verletzt zu haben oder gar beeindruckt zu sein, landete sie vor Sylvia. Sie machte sich nicht die Mühe aufzustehen, während sie jene mit ihren Augen fixierte.

 

"Was ich will, spielt keine Rolle. Mir ist ein Fehler unterlaufen und du badest ihn gerade aus, was ich nie beabsichtigt hatte. Deswegen versuche ich dir lediglich zu helfen."

Athena wusste, was nun folgen würde. Eine Rede darüber, dass das, was sie tat überhaupt nicht half und, dass sie die junge Frau besser in Ruhe lassen sollte, aber das konnte sie nicht. Nicht, nach all dem. Sie bewegte sich leicht, ließ sich neben Sylvia fallen und lehnte sich ebenso an die Felswand. Sie folgte dem Blick der anderen Frau, nicht wissend, ob sie das Gleiche sahen und fühlten, bei dem Anblick der Blätterdächer der Bäume und dem hindurchblitzen der Sonnestrahlen. Einige Zeit schwieg sie, ehe sie weitersprach, ohne die Andere anzusehen.

"Ich weiß, dass der Weg, den ich eingeschlagen hatte, der Falsche war, aber um ehrlich zu sein, ist jeder Weg in dieser Situation falsch. Ich bin Athena, griechische Göttin der Weisheit, des Kampfes, der strategischen Kriegskunst, der Gerechtigkeit und des Gesetzes, zudem Bgeleiterin menschlicher Helden, Schutzgöttin Athens und der Eulen ..."

Sie wusste, wie lächerlich das in den Ohren des einzig anwesenden Menschen klingen musste, aber es war die Wahrheit und egal wie es lief, mit ihr war es einfacher zu erklären, zu handeln und Maßnahmen zu ergreifen. Bei dem Wort Eulen brach sie ab und hob ihren Arm. Sie zeigte mitten in das Blätterdach einer der Bäume und deutete auf eine große, hellbraune, weiß-schwarz gescheckte Eule mit gelb leuchtenden Augen. Direkt neben ihr saß eine wesentlich kleinere dunkelbraun-weiße Eule. Athena lächelte bei dem Anblick. Das waren ihre beiden Eulen, aber das sagte sie nicht. Es war nicht von Bedeutung. Nachdem sie die beiden Eulchen lange genug betrachtet hatte, wandte sie ihren Blick zu Sylvia und dann auf deren blutverschmierter Arm. Vorsichtig schob sie den Teil des Shirtes weg und nahm den Arm hoch. Sie heilte ihn nicht, aber sie legte ihn auf ihre Beine. Es störte sie nicht, dass das Blut an dem Arm herunterlief und ihre Oberschenkel verschmierte. Sie hatte in ihrem Leben schon so viel Blut gesehen, das hier war gar nichts. Dennoch sorgte sie sich, dass sich die Wunde entzünden konnte. Während sie den Arm betrachtete, seufzte sie.

"Es tut mir Leid. Wenn ich gewusst hätte, was es für Folgen nach sich zieht, dann wäre ich vorsichtiger gewesen. Wenn du möchtest ... ich kann deine Erinnerungen an diese Nacht löschen."

Sie schaute wieder zu der jungen Frau und verrieht vorerst nicht, dass es auch andere Folgen haben könnte, wenn sie Erinnerungen nahm, aber da sie die Antwort noch nicht wusste, war noch keine weitere Erklärung nötig.

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Sylvia

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Re: Athena & Sylvia ~ Deep Secrets

von Sylvia am 05.09.2020 21:54

Sylvia zuckte zusammen und drehte ihren Kopf. Direkt über ihr, auf dem Felsblock, hockte Athena. Ausgerechnet Athena.
Verdammte scheiße, wie lange saß sie da schon? Wie lange beobachtete sie schon?! Und zusätzlich zu ihrem Erschrecken, kam nun noch eine leise Stimme in ihrem Hinterkopf dazu: Wie war sie so schnell hierhergekommen? Wäre sie gelaufen, müsste sie doch außer Atem sein, oder nicht? Aber das ist sie nicht. Kein Hinweis aufs Rennen. ...Also wie konnte sie so schnell hierherkommen?
Sylvia schluckte. Bedeutete das...bedeutete das, dass Athena wirklich die Göttin war?
Sie wagte nicht, erneut nachzubohren und wandte sich wieder um, den Blick von der Frau ab. Sie betrachtete ihre Wunde. Das Blut hatte sich langsam und stockend seinen Weg ihren Arm hinunter gesucht und bildete immer wieder schwere Tropfen, die hinunter auf den Waldboden fielen. Ob es wohl, wenn sie weg war, irgendwelceh wilden Tiere anlocken würde?
"Nein", sagte sie dann, jetzt wieder mit ruhigerer Stimme - wenn auch ein wenig rauer und heiserer als sonst - und schüttelte den Kopf. Sie schluckte das unwohle Gefühl in ihrem hals hinunter, nahm den unteren Teil ihres Shirts und drückte es auf die blutende Wunde - es war ihr egal, dass sie so jetzt Blutflecken auf das Oberteil bekam, die nie wieder herausgehen würden. Im Zweifelsfall würde sie es ohnehin nie wieder anziehen. Entweder, weil sie im Koma lag und das alles hier gar nicht passierte oder weil sie es beenden würde und dann hätte sie ohnehin kein Wasch-Problem mehr. "Ich werde es nachher einfach mit etwas Wasser säubern und dann heilt es von allein."
Damit kannte sie sich aus. Ind er Anstalt war sich um die Wunden gekümmert worden. Oft desinfiziert und verbunden worten - aber auch nicht,w enn sie nicht so tief waren. Es spielte keine allzug roße Rolle. Es würde sich nicht entzünden. Und selbst wenn...es war ihr gerade wirklich egal. Aber sie wollte nicht, dass es geheilt wurde, einfach so. Es würde...irgendwie den Zweck verfehlen, obwohl sie den Zweck noch nichtmal selbst genau benennen konnte. Aber es war ihr wichtig, dass es blieb. Als Erinnerung. Als Erinnerung ihres Schmerzes.
Sie atmete tief durch und schloss die Augen. "Was willst du?", fragte sie also die andere Frau über ihr. Ihr wieder irgendwelche Geschichten erzählen? Ihr wieder erzählen, dass nur sie slebst sagen konnte ob sie verrückt war oder nicht? So ein Bullshit.

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Athena
Gelöschter Benutzer

Re: Athena & Sylvia ~ Deep Secrets

von Athena am 05.09.2020 21:23

"Hätte auch gereicht, wenn sie gesagt hätte, dass sie keinen Hunger hat."

Murmelte Athena zu sich selbst, nachdem sie einige Sekunden perplex auf die Stelle gestarrt hatte, an der Sylvia zuvor gestanden hatte, ehe sie zur Tür herausgestürmt war. Natürlich wusste sie, dass es hierbei nicht ums Essen ging. Sie war es ja gewohnt, angeschrien zu werden, immerhin hatte sie viele nervige Geschwister, aber die letzten zwei Worte trafen sie dann doch ein wenig. Es waren genau die Worte, die Ares ihr immer an den Kopf warf, wenn sie sich stritten und dann verschwand er und ließ sie in ihrer Wut alleine zurück. Genau wie Sylvia gerade verschwunden war, nur, dass die Göttin diesmal nicht ansatzweise verärgert war. Tatsächlich war sie gerade ratlos.

Sie stellte die Nudelpackung hinter sich auf den Tisch und lehnte sich dagegen, während sie ihre Arme vor der Brust verschränkte. Diese Frau war wirklich nicht einfach und sie wusste nicht, wieso sie sich das antat. Sie würde jetzt da raus gehen und sie töten. Genau das würde sie tun. Allerdings setzte sie sich nicht einmal in Bewegung bei diesen Gedanken, denn auch andere Gedanken zuckten wie Blitze durch ihren Kopf.

"Menschen sind wichtig. Wir existieren nur durch sie. Sie sind unser täglich Brot, sie sind die Luft, die wir zum atmen brauchen, sie sind das Blut, dass durch unsere Adern fließt, sie schenken uns die Macht, die wir besitzen. Menschen sind wichtig, jeder einzelne."

Immer wieder murmelte sie diese Worte vor sich hin, wie ein Mantra. Ihr Vater selbst hatte ihr dies einmal gesagt und auch, wenn man es von dem Göttervater Zeus nicht erwartet hätte, er wusste wie wichtig die Menschheit war und Athena hatte es damals als eine der wenigen seiner Kinder verstanden. Also konnte sie diese junge Frau jetzt nicht einfach töten. Andererseits, es gab doch genug, was war schon ein Mensch unter Milliarden? Stop! Ein weiterer Gedanke schoss in den Vordergrund. Sie wollte doch nicht so sein wie Ares. Davon abgesehen war das Spiel mit dieser Frau doch ganz lustig und interessant war sie ohnehin. Interessant, aber echt kaputt, zumindest ihr Kopf. Athena hatte versucht, den besten Weg zu wählen, doch der war anscheinend falsch gewesen. Sie hätte es wissen müssen. Die Wahrheit brach immer durch und auch, wenn es für einige Sekunden am meisten schmerzte, man kam am Ende damit besser durch.

Mit diesem Entschluss verschwand Athena an Ort und Stelle. Ihre gekidnappte Krankenschwester kam nicht weit und es war ja nicht so, dass Athena ihre zwei Eulen nicht längst positioniert hatte. Sie wusste, wo sie fündig wurde. Leise, mit einem leichten Windhauch materialisierte sie sich in ihrem typischen, goldenen Funkenregen, der durch die hellen Strahlen der Sonne kaschiert wurde. Sie hatte sich auf die Felswand teleportiert und setzte sich vorsichtig an deren Rand. Sie war nicht hoch, vielleicht 10 oder 15 Meter. Zumindest kam es ihr, einer Göttin nicht hoch vor. Dort saß sie nun, wieder in ihrer geliebten, goldenen Rüstung und beobachtete die junge Frau unter ihr. Trotz, dass eine gewisse Distanz zwischen ihnen war, konnte Athena mit ihren scharfen Augen genau sehen, was sie tat und sie ließ es zu. Menschen konnte sie problemlos heilen, für Götter war ihr Vater zuständig. Und dennoch, sie verstand dieses selbstzerstörerische Verhalten nicht. Dieses Verhalten, dass sogar den Tod bedeuten konnte, wenn man sich falsch schnitt. Sie konnte sich denken, dass es sie beruhigte oder, dass sie versuchte in die Realität zurück zu finden oder vielleicht wollte sie sogar den seelischen Schmerz in körperlichen umwandeln, oder es war eine eigene Bestrafung, für was auch immer. Es gab viele Möglichkeiten. Nur eines wusste die Göttin, ein wenig Schuld traf sie da schon, aber trotzdem, es gab bessere Mittel und Wege mit sich selbst umzugehen, statt sich zu verletzen.

"Soll ich es heilen?"

Rief sie von oben herab. Sie sah zwar, dass die blonde Frau nach oben sah, aber sie war sich sicher, sie hatte sie noch nicht gesehen, sonst wäre sie erschrocken. Aus dem Winkel, wie sie an der Felswand lehnte, wäre dies auch schwierig gewesen. Es war vorbei. Das Versteckspiel zumindest. Ein weiteres Spiel war nun einen Draht zu der Krankenschwester zu finden. Sie schenkte der Frau weit unter ihr ein Grinsen.

"Ich meine, es sieht schlimm aus, eine Entzündung ist selbst für mich schwierig zu behandeln ... wenn du willst, kann ich es auch gerne so heilen, dass eine Narbe zurückbleibt, wenn du darauf scharf bist."

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Eve
Gelöschter Benutzer

Re: Eve & Petra [Selena] ~ Hope, Laugh And Death

von Eve am 05.09.2020 18:42

Eve wurde von Petra in eine der Nebengassen gezogen. Dort sagte sie Eve noch ertwas, doch sie verstand kein Wort. Was hatte Perta vor. Plötzlich wurde es seltsam um sie herum. Die Gasse löste sich auf. Alles wurde schwarz. Eve fühlte noch, dass Petras Griff immer fester wurde. Das schwarz löste sich wieder auf und Eve hörte, wie Petra nach Luft schnappte.
Moment mal. Eve sah an sich herunter. Ihre Brust war vollkommen still. Eve versuchte einzuatmen, doch sie konnte es nicht.
"Ich brauche auch gar nicht zu atmen", murmelte Eve. Mist, jetzt hatte sie schon wieder laut gedacht. Sie sah zu Petra, um sich wieder einmal zu entschuldigen, doch scheinbar hatte diese gar nichts mitbekommen.
Jetzt erst fiel Eve auf, wo sie war. Es war nicht mehr die Straße in London. Vermutlich war sie überhaupt nicht mehr in London. Sie stand irgendwo in einem Wald.
Petra zog Eve schon weiter und bald sie beraten eine Art Lager. Eine dunkelhaarige Frau kam auf sie zu. Sie hatte die selbe Art eines begeisterten Lächels im Gesicht, wie es auch Petra hat und auch Eve selber. Ein Lächeln, dass ansteckend war.
Selena? Wer ist denn Selena? Anscheinend ja nicht diese Frau.
Eve griff nach dem Arm der Unbekannten. Petra hatte sie ja loslassen müssen. Und sie konnte die Unbekannte tatsächlich berühren. Eines fiel Eve jedoch auf. Sie berührt direkt die Haut von der Unbekannten. Durch die Jacke griff sie hindurch. Darauf hatte Eve bei Petra gar nicht geachtet. Beziehungsweise... Sie hatte ja auch gar nicht darauf achten können. Petra hatte sie am Arm festgehalten. Nicht umgekehrt.
"Moment", sagte Eve der Unbekannten und ließ sie los. Eve klappte den Handstulpenteil ihres Ärmels um und schlüpfte mit dem Daumen durch das Loch. Eve liebte Handstulpen und hatte sich damals diese Jacke eigentlich nur gekauft, weil sie diese längeren Ärmel hatte, die in Handstulpen endeten.
Nun griff sie wieder nach der Hand von Petra und auch nach dem Arm der Fremden. 
"Seltsam", überlegte Eve laut, nur dass diesmal die beiden anderen ihre Gedanken auch wirklich hören sollten. "Ich greife durch eure Kleidung durch, aber ihr könnte meine Kleidung berühren. Oh", erst jetzt bemerkte sie, dass sie sich der Fremden noch gar nicht vorgestellt hatte. "Ich bin übrigens Eve. Ich bin eine Geist oder so. Zumindest bin ich vor etwas mehr als zwei Mo alten gestorben. Aber irgendwie bin ich immer noch hier. So mehr oder weniger." 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.09.2020 10:38.

Sylvia

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Beiträge: 362

Re: Athena & Sylvia ~ Deep Secrets

von Sylvia am 05.09.2020 18:23

Sylvias Mundwinkel zuckte. Jahrhunderte. Die Frau hatte sich verbessert, aber Sylvia hatte es dennoch gehört. So schnell es gekommen war, so schnell wie die ansatzweise lächelnde Regung in ihrem Gesicht auch schon wieder verschwunden. Es war ja nicht nur das. Es war nicht nur, dass Nici in ihren Armen gestorben war. Es war das vorher gewesen. Die Leiche ihrer Schwester gefunden zu haben, in die zu kleine Tiefkühltruhe gepresst, sämtliche Glieder zertrümmert, der Blick ihrer toten kalten Augen... das eingeritzte A auf der deformierten Brust... Unerwünscht tauchte das Bild wieder vor ihren Augen auf. Das Bild,w elches sie niemals vergessen würde. niemals. Ihr wurde schlecht und nur langsam konnte sie dieses drückende GEfühl der Übelkeit wieder wegatmen. So wie sie es damals in der jahrelangen Therapie gelernt hatte.
Sylvia blickte die Frau schlagartig an. "Was nicht getan?", fragte sie sofort nach. Sie wollte es wissen. Eigentlich hatte sie widersprechen wollen. Sie hatte viele Fehler gemacht und sollte die Geschichte mit dem Zwillingsbruder stimmen (wie gesagt... sie würde es nachprüfen, wenn es soweit war), dann hätte sie wegen nichts einen Nervenzusammenbruch erlitten. Einen jungen Mann gefährdet, weil sie zu dumm war, auf Zimmernummern zu achten, zu dumm um Unterschiede zu erkennen und rationale Schlüsse ziehen zu können. Sie wäre ungeeignet für ihren Job und wäre es auch all die letzten Jahre gewesen.
Wer wusste, wie viele Fehler sie unbewusst noch gemacht hatte?
Das mumlige schuldige Steingefühl in ihrem Magen war wieder da. Nein. Das sollte nicht sein. Bitte, bitte nicht, das dürfte nicht sein. Das konnte sie ihren Patienten, ihren Kollegen, vor allen ihren toten Schwestern nicht antun. Das durfte nicht die Wahrheit sein.
Sie musste die Antwort haben. Sie musste es wissen. Einfach...einfach um zu wissen, was zu tun war...
Doch die Göttin - oder Nicht-Göttin - wich schon wieder aus. Sylvia ließ sie zwar aussprechen, doch sie spürte, wie es in ihr zu brodeln begann, mit jedem weiteren Wort, dass diese Frau von sich gab.
"Verdammt! Was ist so schwer daran, auf die Frage zu antworten??!" Sylvia stand auf den Beinen - sie konnte sich nicht daran erinnern, aufgesprungen zu sein - und schrie Athena an. "Ich will nicht hören, ob ich verrückt bin oder nicht oder welch besondere Erfahrung es waren!! Lass das...lass das einfach mein Problem sein, okay?! Das einzige, was ich wissen will, ist, was jetzt stimmt! Ich will wissen, wer du bist!! Athena, die Göttein der Weisheit und Kriegskunst, oder irgendeine Frau von einer Convention, der Drogen untergejubelt wurden. SAG ES MIR!"
Sylvia konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal so zornig gewesen war. Wann sie das letzte Mal vor Zorn geschrien hatte. Doch so stand sie hier nun, Auge in Auge blickend mit der Göttin.
Die Göttin blieb stumm. Der Zorn in Sylvia wurde übermächtig, geboren aus der Verzweiflung, der Ungewissheit, was nur los war. Sie spürte schon wieder, wie ihre Augen feucht wurden, diesmal vor Wut. "Fick dich...", flüsterte sie nur leise, Worte, die Sylvia sonst nie in den Mund nimmt, stürmte an der Göttin vorbei und raus aus der Hütte.
Hier war Wald, nichts als Wald, Bäume über Bäume, nicht das geringste Anzeichen dafür, wo zum Teufel sie sich befinden könnte.
Sylvia war es egal. Sie rannte, sie rannte und sie rannte, bie sie schließlich an einigen großen Felsen ankam. Sie stieß einen wutentbrannten Schrei aus und trat so heftig sie konnte gegen einen der Brocken. Den Schmerz in ihren Zehen ignorierte sie. Ihr Herz raste. "Fuck, fuck, fuck!", murmelte sie und dann schrie sie in den menschenverlassenen Wald: "FUCK!"
Sie konnte das nicht, sie wollte das nicht. Wenn sie nur eine Antwort bekäme... wenn sie wüsste, was los wäre!! Sie wusste was sie tun würde. Ja. Grimmig nickte Sylvia. Würde Athena ihr sagen, sie wäre Athena, die Göttin. ...Nun, dann würde das bedeuten, dass Sylvia irgendwo in einer Anstalt lag. Vielleicht im Koma, vielleicht mit irgendwelchen starken Halluzinationen oder Psychosen, was machte es für einen Unterschied? Es war okay. Ihre Eltern und Kollegen würden sich vielleicht sorgen machen und sie...sie würde vielleicht diese, ihre Gedankenwelt erkunden, bis sie wieder in der Realität aufwachen würde. Wer wusste, was sie aufdeckte. Ob sie Nici und Julia sehen würde? Ihr wurde aufgeregt und schlecht zugleich.
Und wenn Athenas Drogen-Geschichte stimmte...wenn Sylvia einfach nur abgefuckt war, unfähig, gebrochen... wenn sie nichtmal mehr ihren Job als Krankenschwester ausführen konnte...ganz ehrlich? Was sollte das dann alles für einen Sinn haben? Was sollte sie dann noch hier.
Sylvia schluckte und strich sich mit einer Hand durch ihre blonden Haare. Wäre das der Fall. Nun. Dann würde sie den Schritt wohlg ehen. Sie war ihn schon früher gegangen, in ihrer Jugend, aber immer aufgehalten worden. Doch hier war niemand. Sie würde irgendwann als vermisst gemeldet werden, vielleicht würde man ihre Leiche irgendwann finden, aber dann wäre Sylvia schon lange wieder mit ihren Schwestern vereint. Es wäre okay.
Ohne es zu merken hatte sich Sylvia auf dem dreckigen Waldboden niedergelassen, mit dem Rücken an einem der großen Felsbrocken. Ihre rechte Hand hatte sich um Dreck und Erde verkrallt, um Blätter und Steine. Etwas schnitt sie in ihre Handinnenfläche. Und als Sylvia die Hand öffnete, sah sie einen flachen, scharfkantigen Stein, der von den Felsbrocken abgesplittert sein musste vor unbestimmter Zeit. Ein kurzes kleines Lächeln zuckte über Sylvias Gesicht.
Jetzt und hier, machte es doch ohnehin keinen Unterschied mehr, oder?
Mit dem seichtesten Lächeln auf dem Gesicht - und ohne noch weiter darüber nachzudenken - setzte Sylvia den scharfkantigen Stein an ihren linken Unterarm an und zog ihn mit Druck über ihren Arm hinweg. Ein kurzer stechender Schmerz, die Haut zweigeteilt und schon trat das Blut zutage.
Oh wow. Das weckte Erinnerungen.
Erschöpft lehnte sich Sylvia zurück und starrte hinauf in Richtung Blätterdach und Himmel. Irgendwann würde sie schon rausfinden, wie es weitergehen sollte. Irgendwann, irgendwie...
...ihre Hand verkrallte sich um den scharfkantigen Stein, der sie erneut piekste. Irgendwann würde Athena ihr schon die Antwort geben, nach der die sich so sehnte.
Und wenn nicht...wenn nicht, wusste sie wirklich nicht, was sie tun sollte...

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Who is this angel, sent here to change me, sent here to take me where I've never been?

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Long I have wandered, weary and waiting, for something to shake me and laugh to begin.
~aus Sylvias Song "This Angel"

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Athena
Gelöschter Benutzer

Re: Athena & Sylvia ~ Deep Secrets

von Athena am 03.09.2020 20:25

Athena lächelte bei Sylvias worten. Hatte sie doch geahnt, dass diese nicht an Magie oder dergleichen glaubte. Dabei war alles, auch die Wissenschaft und der Fortschritt irgendwo der Verdienst eines Gottes, der jemanden auf einen gewissen Pfad gelenkt hatte. Natürlich hatte die Menschheit auch alleine Fortschritte gemacht, aber nicht immer kamen sie von alleine auf des Rätsels Lösung. Doch darüber schwieg die Göttin. Was hätte sie auch sagen sollen, ohne den Verdacht wieder darauf zu lenken, dass sie doch kein Mensch war. Außerdem war es viel schöner im Stillen zu genießen.

Und so ließ Athena die junge frau selbstverständlich ausreden. Jemanden zu unterbrechen, war ohnehin nicht ihre Art. Allmählich begann sie zu verstehen, wieso sie so labil war. Trotzdem hielt sie sich recht gut, wie sie fand, aber wie sollte sie das schon beurteilen? Sie war eine Göttin, war selten mit solchen Gefühlen konfrontiert gewesen, wie Menschen. Nur eines, das konnte sie sehr wohl nachvollziehen.

"Ja, es verändert dich, wenn jemand in deinen Armen stirbt ... es nagt tatsächlich an deinem Verstand, über viele Jahrhunder... Jahre hinweg. Aber wenn man stark ist, dann kommt man eines Tages damit zurecht und findet wieder zu seinen Wurzeln zurück."

Ihre Worte klangen erst leicht verbittert, im zweiten Abschnitt jedoch fanden sie eine kleine Freude wieder und sie lächelte sogar. Obwohl sie selbst nicht sicher war, ob sie die Worte gerade so gemeint hatte oder ob sie sich nicht nur versuchte einzureden, dass es eines Tages vorüber ging. Wie auch immer, sie kannte nun einen Ansatzpunkt bei Sylvia. Sanft tätschelte sie ihren Arm.

"Sei unbesorgt, du hast alles richtig gemacht. Niemand ist zu Schaden gekommen. Aber du hast auch nicht wegen Nichts einen Nervenzusammenbruch erlitten. Jeder Mensch reagiert eben anders und hätte ich gewusst, wie es um dich steht, hätte ich es nicht getan."

Athena selbst wusste nicht sicher, ob sie nun an ihrer Geschichte festhielt oder nicht. Im Prinzip hatte sie sie mit ihrer Aussage weder bestätigt noch dementiert. Und was sie dann nicht getan hätte, das konnte man sich auslegen wie man wollte. Und schon war sie wieder da, die Frage, ob sie wirklich Athena war. nur allzu gerne hätte sie mit 'Ja' geantwortet, aber sie war sich nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee war. Stattdessen versuchte sie es anders. Einen Moment blickte sie zu Boden, ehe sie die junge Frau wieder ansah.

"Ich weiß nicht, was du im Krankenzimmer gesehen hast, jeder nimmt Dinge unterschiedlich wahr, aber ich glaube nicht, dass du verrückt bist. Ein wenig verrückt zu sein schadet auch ehrlich gesagt nicht. Damit kommt man heutzutage viel besser durch das Leben. Außerdem, wer weiß denn, was du gesehen hast, wenn du es niemandem erzählst? Nur du weißt es und egal was es war, lass es auf dich wirken und begüße, was auch immer du vor Augen hattest. nicht jeder sieht ungewöhnliche Dinge, die meisten nur einmal in ihrem Leben und andere nie. Es spielt doch keine Rolle, ob du dir etwas eingebildet hast oder nicht, das passiert jedem Mal. Es ist ja nichts passiert. Sorgen würde ich mir nur machen, wenn es häufiger passiert, aber glaub mir, dass wird nicht wieder passieren, also ... nimm das Erlebnis als besondere Erfahrung mit."

Und mit diesen Worten und einem Lächeln auf den Lippen, stand sie wieder auf und ging zu einem Kühlschrank am anderen Ende des Raumes. Sie öffnete das Gefrierfach und rief ihr zu.

"Hast du Hunger? Ich hab hier noch irgendwo Pinna, nein Pikka ... Pitta? Ah, man nennt es glaub ich Pizza ... oh, oh nein. Hab ich nicht, mein Bruder muss hier gewesen sein."

Sie schloss das tiefkühlfach wieder und kratzte sich nachdenklich am Kopf. Sie hätte auch einfach was zu Essen her teleportieren können oder kurz verschwinden und damit wieder kommen können, dass wäre unauffälliger, wobei doch irgendwie alles auffällig wäre, mitten in einem verlassenen Wald. Sie musste es auf die menschliche Art machen. Und so ging sie zu einem Schrank.

"Ha! Aber ich hab Mudeln, Nubeln ... die Dinger hier halt."

Sie hielt die Nudelpackung hoch. Das mit dem Essen war vielleicht doch keine so besonders gute Idee. Sie kannte sich mit diesen menschlichen Nahrungsmitteln noch nicht besonders gut aus und wenn, dann hatte sie es nie aussprechen müssen oder gar zubereiten müssen. Auf dem Olymp gab es dazu andere. Aber irgendwie musste sie ihren neuen Schützling ja ernähren. Sie würde Sylvia immerhin noch ein paar tage hier behalten, bis sie soweit wieder stabil war und bis sie wusste, was sie ihr nun erzählen würde und was nicht. Und natürlich bis sich die helle Aufregung im Krankenhaus um den verschwundenen Nicolas gelegt hatte und man ihr keine Vorwürfe mehr machen würde können, da sie ja selbst entführt worden ist.

Aber war es dann nicht an der Zeit ihre Frage endlich zu beantworten? Sie war sich unschlüssig, was sie darauf antworten sollte. Und wieder umging sie eine direkte Antwort, während sie nickte, aber gleichzeitig mit den Schultern zuckte. Eine Lüge war hier gar nicht nötig.

"Mein Vater gab mir jedenfalls den Namen Athena, aber was ist schon ein Name?"

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