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Elzay
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Re: Elzay und Malachai
from Elzay on 11/14/2020 11:08 AMRe: Rachels Wohnung
from Tessa on 11/14/2020 10:21 AMHarry war überfordert. Ja, er, mit seinen stolzen siebzig Jahren Lebenserfahrung war überfordert.
Er wusste nicht, weshalb genau rachel gerade fluchend aufsprang, doch es war ohnehin einerlei. Seine Gedankend drehten sich ununterbrochen einzig und allein um Tessa. Er konnte es noch immer nicht glauben. Tessa? Eine Alkoholikerin?? Aber...wieso denn nur? Weshalb?? er wverstand es einfach nicht, er verstand es nicht und sie tat ihm so fürchterlich leicht. Er wollte ihr helfen, unbedingt - ihnen beiden, denn ganz offensichtlich belastete der Alkohol nicht nur Tessa, sondern auch Rachel. Sehr sogar.
Und was hatte das alles mit Ricky auf sich?
Als Rachel sich weigerte, es ihm zu sagen, schlossen sich die kalten Klauen der Angst nur noch mehr in seine Eingeweide. Was um himmels Willen mochte nur passiert sein? Was hatte er nur verpasst, dass alles so aus dem Ruder glaufen zu sein schien?
Rachels Erklärung, weshalb Tessa sich nicht bei ihmg emeldet hatte, ließ Harrys Herz nach unten fallen. Traurig blickte er Rachel an. Diese Worte klangen so unglaublich nach Tessa, dass sie wahrlich von ihr stammen mussten. "Sie und ihr verdammter Dickschädel", murmelte er und schüttelte den Kopf. "Sie sollte doch wissen, dass sie mich nicht enttäuschen kann." Er dachte, er hätte klar gestellt, dass er immer für sie da sein würde. Dass sie immer mit ihm reden konnte. Dass sie ihn nie enttäuschen würde. Es ging doch nicht um die Bar. Es ging um sie als Person.
Harry räusperte sich leciht. Es hatte ihm wirklich die Stimme verschlagen. Er nickte. "Das werde ich", versprach er. Er würde gleich hier nach zu Tessa in die Bar gehen und sie danach fragen. Wobei...
...traurig und mitfühlsam blickte er Rachel an. "Und keine Sorge. Ich werde ihr nich sagen, dass ich das von dir hab." Er würde einfach so tun, als wäre er direkt zu ihr gekommen, als wäre er zuvor gar nicht erset bei Rachel gewesen.
Das Entsetzen sickerte immer mehr durch seinen Körper, je mehr ihm die Auswirkungen des ganzen bewusst wurden. Oh Gott, hätte er das doch nur schon gestern Abend gewusst! Er hätte mehr darauf aufgepasst, hätte keine zweite Flasche Wein bestellt, vielleicht ja sogar...
Alkoholvergiftung. Gestorben. Harry atmete schwer durch. Und Ricky? Was war mit ihr? Sie musste etwas mit dem allem zu tun haben, sie würde doch nie im Leben ihre Mum fast sterben lassen.
Harry stand mit einem leisen Ächzen auf, trat dann hinüber zu Rachel, nahm ihre Hände in die seinen undblickte ihr in die Augen. "Ich werde mit ihr darüber sprechen. Versprochen.", sagte er ernst. Er würde Tessa helfen. Doch um zu wissen wie, musste er zu allererst mit ihr sprechen...

Sharon
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Re: Rachel & Sharon ~ Friend To You All (2018)
from Sharon on 11/14/2020 09:42 AMSharon lächelte leicht. Sie freute sich, es anscheinend halbwegs anschaulich erklärt zu haben. Es war ein wirklich kompplexes und auch spannendes Thema und sie selbst hatte sehr lange gebraucht um damit klar zu kommen. Es war wirklich schwierig. Viele stellten sich auch oft vor, es müsste toll sein, nie allein zu sein, immer Freunde ins einem Kopf zu haben, aber... es waren nicht alle Alters ihre Freunde.
Es war einfach nur so schwierig.
Zustimmend und mit einem leichten Lächen nickte Sharon. Ja, es war wirklich unglaublich, was der Körper leisten konnte. "Es ist...einfach unser Schutzmechanismus. Unser Körper hat gelernt, so mit traumatischen Erfahrungen umzugehen - eine neue Persönlichkeit zu kreieren, die die Erinnerung trägt. Unser ganzes Leben kann es sein, dass wir neue Alters dazu bekommen. Ein System ist nicht statisch, es ist dynamisch, immer in Bewegung." Sharon zuckte mit den Schultern und lächelte schwach. Mochte ihnen irgendetwas zustoßen - hoffentlich nicht! - war es sehr gut möglich, dass ein neuer Alter zu ihrem System hinzukäme. Es war so möglich, dass sie noch Alters in ihrem System hatte, von denen sie gar nicht wusste. Es war auch möglich, dass eine Integration stattfinden könnte - also, zwei Alters miteinander verschmolzen zu einem neuen. Um sich gegenseitig bei Problemen zu stützen, sich besser helfen zu können. Es kontne sein, dass die Alters mit der Zeit andere FUnktionen übernahmen, jeder entwickelte sich. Nur eins war nicht möglich: Alters konnten nicht sterben. Sie konnten höchstens so etwas wie... 'inaktiv' werden, dass sie jahrelang nicht frontete. Das war bei ihnen aber (noch) nicht der Fall.
Die Namens-Frage war gut! Und ganz langsam verlor Sharon ein klein wenig ihrer Sorge. Rachel schien sich wirklich ehrlich dafür zu interessieren. Es war ein...irgendwie schönes Gefühl. Ein akzeptiertes Gefühl. "Das ist unterschiedlich", erklärte sie. "Manche...haben ihren Namen einfach. Weil er passt. Ich trage unseren Geburtsnamen, weil es sich einfach angeboten hat, ich am meisten hier in der Welt agiere. Andere haben ihn sich tatsächlich selbst ausgesucht, den genommen, der sich gut angefühlt hat. Verschieden." Sie zuckte erneut mit den Schultern und lächelte leicht.
Ihr Gespräch wandte sich zu ihren Freunden zu. Und was rachel zunächst dazu sage, hörte sich wirklich gut an - es war schließlich auch so- doch bei dem letzten Satz versteifte sie sich innerlich. Sie spürte James in der Nähe, obgleich sie nicht mit ihm kommunizieren konnte (sie hatten eine schelchte Bindung zueinander). "Die Krankheit ist keine schlechte Seite an uns. Sie ist unser Schutzmechanismus, ohne den wir vermutlich schon lange nicht mehr leben würden", erklärte sie verteidigend. Es war nichts falsch mit ihnen, weil sie so waren, wie sie waren. Und jeder ihrer Alters hatte seine Daseinsberechtigung, hatte das Recht zu leben. Es war, wie es war, ihr Körer hatte gelernt mit dem, was auch immer geschehen sein mochte, zu leben. Sie wusste, dass es Rachel nicht so gemeint hatte, aber...dennoch hatte sie nicht anders gekonnt, als zu intervenieren. Vielleicht auch angefeuert durch James.
Ihr Kopf schaltete auf Durchzug, nahm kaum etwas von Rachels Worten war. Ihre Finger krallten sich in ihre Hose, strichen über den Stoff und mühsam zog sie ihren Blick weg von dem unsichtbaren Punkt. Sie bekam Kopfschmerzen. Vielleicht...vielleicht sollte sie besser...
"Tut mir leid, ich fühle mich sehr dissoziativ", entschuldigte sich Sharon und fokussierte sich mühsam wieder auf Rachel. Sie hoffte, dass sie sich täuschte und nicht James, sondern vielleicht Simon oder einfach irgendwer anders fronten würde. Die kopfschmerzen verstärkten sich. Sie schloss die Augen und atmete bewusst ein und aus, ehe sie ihre Augen ein wenig konfus durch den Raum schweifen ließ. "Huh, tut mit leid, wenn ich switchen sollte." Sie lächelte Rachel leicht an.
Es war gerade wirklich, wirklich schwer, hier zu bleiben.
Wirklich schwer.
Riley
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Re: Tara & Riley ~ Yes, I'm guilty (2014)
from Riley on 11/14/2020 08:32 AMRiley nickte leicht mit ihrem Kopf, beinahe schon geistesabwesend. Das war wohl das, was man aus sämtlichen Krimiserien und -filmen mitnahm: nichts ohne seinen Anwalt sagen war zunächt immer am Besten. Danach konnte man weitersehen.
Und nun.. hier war sie jetzt, hatte nichts ohne ihren Anwalt gesagt und jetzt saß sie genau vor dieser. was man jetzt am Besten tun sollte war in keiner Krimiserie vorhanden, mal ganz davon abgesehen, dass da noch immer ihre Mum in den Händen vom Kollektiv war. Dem Kollektiv, welches gedroht hatte ihre Mum umzubringen, wenn sie nicht...wenn sie...
Aber sie wollte auch nicht lebenslänglich in den Knast. Sie würde, solange wie nötig, aber...
FUCK, in was hatte sie sich hier nur reingeritten??! SSie hatte niemals ihre Mum mit reinziehen wollen! Die hatte mit all dem doch nichts am Hut!
Riley rang mit ihrer Fassung, atmete tief durch, zwang mögliche Tränen zurück, als sie sich vorstellte, was ihre Mum wohl jetzt gerade in diesem Moment wegen ihrem Scheiß-Fehler durchmachen musste und nickte dann leicht auf Wilsons direkte Nachfrage. Ja, verdammt. Sie hatte sich in die NSA gehackt. Absichtlich kompliziert, damit sie erwischt wurde. Für ihre Mum.
Und hier war sie jetzt.
Riley nickte leicht. Sie wusste, dass es schlecht aussah, noch nichtmal seiner Anwältin den Grund anzuvertrauen. Aber... sie konnte nicht! Was, wenn das Kollektiv davon erfahren würde? Was, wenn sie erfahren würden, dass Riley sie verraten hatte?? Verdammt, die hatten ihre Mum in ihrer Gewalt, konnten mit ihr tun und lassen, was sie wollten!! Sie konnte es nicht sagen. Nicht, weil sie nicht wollte, sondern weil sie nicht konnte.
Unruhig saß Riley da, innerlich so fürchterlich nervös. "Danke", sagte sie ehrlich, als Wilson ihr mitteilte, sie würde sich über ihre Freundin informieren. Es war immerhin ihre Wohnung, in der Riley gefasst worden war. Kai durfte man nur nichts anlasten. Riley hatte wirklich schon mehr als genug angerichtet, nicht das auch noch...
Wilson riss sie aus ihren Gedanken. Deal? Wie gern hätte sie dem zugestimmt. Aber sie musste in den Knast. Also zuckte sie mit den Schultern. "Naja, kommt auf den Deal an." Unwohl kaute Riley ein wenig auf ihrer Unterlippe, dann beugte sie sich vor (wobei die Handschellen um ihre Handelenke klirrten) und blickte ihrer Anwältin in die Augen. "Aber sie sagen, ich komme auf jeden Fall in den Knast, ja?"
Diese Info war ihr wichtig. Denn wenn die Antwort ja lautete... dann würde sie - in ihrem Rahmen - alles an Hilfe annehmen, was sie bekommen würde. Sie wollte nicht ewig weggesperrt sein. So lange wie nötig, ja, aber nicht so lange wie möglich. Bitte nicht..
Claire
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Re: Claire & Felix ~ Beginning Of a Patchwork-Family | Triggerwarnung
from Claire on 11/14/2020 01:47 AMSie spürte die Blockade, welche Felix erstarren ließ. Er stand wie ein Stein dort, doch nach und nach nahm er die Umarmung an, was sie wirklich freute. Es war ein schönes Gefühl eine Umarmung zu bekommen. Eine echte, keine gezwungene. Es war schön, einem anderen Menschen etwas Gutes zu tun, aus tiefstem Herzen. Einfach nur, um jemandem Trost, Hoffnung oder Freude zu schenken. Sie nahm ihn, wie er war. Genau so und nicht anders. Vielleicht war sie die erste Person, aber sicher nicht die Letzte. Das wusste sie einfach. ''Alles gut. Hauptsache dir geht es gut gut. Hauptsache du fühlst dich halbwegs gut.'' Noch immer hatte sie ein ehrliches Lächeln auf ihren Lippen. Es war ihr egal, wie sehr er nach der Straße roch, auf welcher er gelebt hatte. Es war ihr egal, wie er hieß, woher er kam, wie er aussah oder was seine Geschichte war. Jeder Mensch hatte irgendwo Liebe verdient, Zuneigung, Freundschaft, Vertrauen und Glück. ''Egal was auch immer passiert sein mochte. Jeder hat es verdient glücklich zu werden. Jeder hat es verdient er selbst zu sein, sein Leben so zu leben, wie er es wollte. Auch du und das wirst du auch. Irgendwann ... wird alles gut sein.'' Das glaubte sie wirklich. Es musste so sein. Wieso sonst waren die Menschen auf dieser Erde? Nur zum Leiden? Nein. Es gab immer auch schöne Zeiten, es musste so sein. Sonst wäre ein Leben nicht lebenswert, oder doch?
Während Felix die Tomaten schnitt, bereitete sie den Rest vor. Zum Glück handelte es sich um kein schweres Rezept, weshalb die beiden auch relativ schnell fertig waren und sich an den Tisch setzen konnten. Sie wusste, dass er etwas schlimmes erlebt hatte. Wahrscheinlich nicht nur eine Sache und es war schwer, sich zu öffnen. Daher wollte sie ihm etwas von sich erzählen, von ihrem Leben und dem, was sie geprägt hatte. ''Weißt du, ich hatte als Kind schreckliche Angst vor meinem Vater. Ich bin ihm so gut es mir möglich war aus dem Weg gegangen, habe nur gesprochen, wenn ich es musste. Ich hatte solche Angst, etwas falsches zu tun, dass ich täglich Bauchschmerzen hatte, wenn ich von der Schule nach Hause kam. Er hat meiner Mutter und mir sehr oft wehgetan, er war ständig wütend, überfordert. Aber nun bin ich hier, habe eine Tochter und habe es zum größten Teil geschafft, diese Angst hinter mir zu lassen.'' Natürlich war das nur ein kleiner Bruchteil, den sie schon halbwegs verarbeitet hatte, dennoch wollte sie ihm zeigen, dass sie ihm vertraute und dass sie ehrlich mit ihm umging. Er sollte sich nicht wie ein Außenseiter fühlen.
Claire
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Re: Claire & Nina ~ Life Is No One-Way Road | 18+ | Triggerwarnung
from Claire on 11/14/2020 01:29 AMEs erinnerte sie alles an diese Zeit, in welcher ihr alles so sinnlos vorkam. Als sie auf die Idee kam, Drogen zu nehmen und fast nicht mehr aufhören konnte. Als die Drogen alles irgendwie besser gemacht haben. Es erinnerte sie an die Gedanken, gegen welche sie noch immer ankämpfen musste, das dunkle Loch, welches sie immer wieder einziehen wollte. ''Wozu das alles? Wieso soll ich aufstehen und mich wieder mal durch meinen Alltag quälen? Aber es ist nicht nur die Angst vor dem Bevorstehenden, die mir die Kraft nimmt, aufzustehen. Kraft ist tendenziell ohnehin nicht vorhanden. Duschen, Zähne putzen, ankleiden – ein einziger Kampf, gegen den sich Körper und Geist sträuben. Alles ist anstrengend, sinnlos. Es fühlt sich an als würde dieses Leben mich bekämpfen und in die Knie zwingen wollen. Es ist ein Kampf zwischen Funktionieren-wollen und Nicht-mehr-funktionieren-können. Etwas anderes scheint dieses Leben nicht mehr darzustellen.'', gab sie leise von sich und blickte dabei ins Leere. ''Ich kann verstehen, wieso du immer drauf sein willst.'', fügte sie hinzu.
Zu Ninas Zustimmung nickte sie mit einem Lächeln. Es war schön, dass sie ihr irgendwie ein wenig Vertrauen entlocken konnte. Vielleicht würde sie ihr irgendwie eine Stütze sein können, vielleicht konnte sie ihr ab und an ein wenig helfen, ein Lächeln auf die Lippen zaubern. So etwas. Ihr eine Freundin sein. Ohne Gegenleistung. ''Ich muss ohnehin bald gehen. Meine Tochter ist Zuhause, sie sollte nicht zu lange allein sein. Nicht, dass sie sich noch Sorgen macht oder ... dass noch etwas passiert.'' Yelva war das Wichtigste in ihrem Leben. Sie bedeutete ihr alles. Sie war die Luft, die brauchte zum Leben, sie war der Grund, wieso ihr Herz noch schlug. Alles würde sie für dieses kleine Wesen tun. Alles. ''Aber sollte etwas sein, dann sag mir einfach bescheid. Wirklich. Selbst, wenn du dich einfach mal auskotzen willst. Wenn du mal raus musst oder so. Lass es mich wissen.'', entgegnete sie ehrlich.
Rachel
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Ereignisse im Tessa/Rachel Play
from Rachel on 11/13/2020 11:32 PMRickys Tod: 22.05.2020
Kennenlernen: 03.07. 2020
Bestricken & 1. Sex: 04.07.2020 auf 05.07.2020
Alkoholvergiftung: 06.07.2020
Krankenhausaufenthalt: 07.07.2020
Sex auf Barboden: 08.07.2020
"Date" Quincy & Rachel (Sex in Toilette): 15.07.2020
Nächter Tag: 16.07.2020 (logisch)
Tessa Friedhof: 22.07.2020
Tessa & Rachel - Streit: 23.07.2020
Quincys Übergriff: 13.08.2020
Rachel Polizei-Aussage: 14.08.2020
Abendessen Harry + öffentlicher Sex: 15.08.2020
Harry erfährt von Tessa: 16.08.2020
Feuer: 17.08.2020
Erwachen aus Koma: 07.09.2020
Intensivstation zu Reha: 07.10.2020
Essen in der Cafeteria: 10.10.2020
(Entlassung: 17.10.2020)
Rachel
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Re: Rachels Wohnung
from Rachel on 11/13/2020 11:28 PMSie hatte es getan. Was war da gerade nur in sie gefahren? Was zur verfickten scheiß Hölle sollte das gerade?! Am liebsten hätte sie sich selbst eine mit einem Baseballschläger übergezogen. Sie war so eine blöse Kuh! Fuck. Fuck! FUCK! Wütend auf sich selbst biss sie ihre Zähne fest aufeinander, versuchte sich zu beruhigen. Sie hasste diese Wut, welche sie gut vergraben geglaubt hatte. Doch gerade war sie da, kroch aus dem Loch, in welches Rachel es gestoßen hatte und machte sich in ihrem Herzen breit. ''Es tut mir leid.'', meinte sie nur fast fluchend und erhob sich von dem Stuhl, um durch den Raum laufen zu können. Das würde ihrem Kopf helfen (der gerade wieder langsam anfing schlimmer zu schmerzen). Was sollte sie tun? Was sollte sie sagen? Oh Tessa ... Es tat ihr so leid.
''Ich kann es nicht sagen. Es ... es ist nicht okay. Ich ...'' Ricky war tot, sie war tot und Tessa hatte ihn angelogen, hatte nie wirklich darüber gesprochen, alles im Alkohol ertränkt ... ''Sie wollte dich nicht enttäuschen. Du hast ihr diese Bar gegeben, sie legt so viel Wert darauf. Sie wollte ... dir deinen Frieden lassen, nach allem, was du für sie getan hast.'' Nervös fummelte sie mit ihren Händen an ihrem Shirt herum. ''Du solltest sie fragen, was mit Ricky ist. Ich glaube wenn ich dir das sage, übertrete ich eine Grenze, die ich nicht überschreiten sollte. Ich habe schon zu viel gesagt.'' Wahrscheinlich reichte das schon aus, um ihm zu sagen, was mit Ricky war oder wie wahrscheinlich es nun einmal war, dass sie nicht mehr lebte. Aber Rachel konnte es nicht sagen. Sie konnte Tessa nicht derart in die Pfanne hauen. Wobei sie das schon irgendwie getan hatte. ''Und ich mache mir schreckliche Sorgen. Sie hatte schon eine Alkoholvergiftung und wäre ich nicht in die Bar gekommen, wäre sie ... gestorben.'' Gott, sie war so eine miese Person, sie war so falsch, so rückgratlos. Sie war eine beschissene Person und eine noch beschissenere Freundin (wenn sie das überhaupt in Tessas Augen war)!
Re: Rachels Wohnung
from Tessa on 11/13/2020 10:59 PMErnst und ehrlich besorgt blickte Harry Rachel an.
Wenn sie ihm sagte, dass sie sich nicht sorgte, dann würde er das ebenfalls versuchen. Wenn sie ihm sagte, dass sie sich sorgte, aber es ihn nichts anginge, würde er das respektieren - und Tessa einfach noch ein paar weitere Male mitteilen, dass er immer für sie da wäre.
Doch das, was nach einer kleinen Weile des stillschweigenden Ringens alles aus Rachel hinausschoss, übertraf seine schlimmsten Befürchtungen. Ein tiefes Loch des Entsetzens tat sich auf und nur einige Stichworte aus Rachels völlig aufgelösten Monolog blieben in seinem Kopf hängen, brannten sich ein, immer tiefer. Halbtot. Wieder passieren. In diese Ecke. Ricky. Gefühle. Alkohol. Alkoholikerin.
Es hatte Harry, wortwörtlich, die Sprache verschlagen. Fassungslos starrte er Rachel an, während ihm einfach alles aus dem Gesicht gefallen war. "Sie...Sie ist...was?", brachte er schließlich brüchig hervor. Konnte seinen Ohren kaum glauben. Seine Tessa?? Alkoholikerin? Aber...aber wie...? Warum?? Sie war doch so eine starke junge Frau, die ihre Tochter über alles liebte, dies managte, dieses wunderbre Kind großzuziehen und gleichzeitig die Bar zu führen und...warte mal. Aber dann ist da Ricky...
Kalte Angst packte sein Herz. "Was ist mit Ricky?", fragte er mit belegter, eindringlicher Stimme. "Du hast etwas von Ricky gesagt. Was ist mit ihr?" Mochte es das erklären? "Um Himmels willen, wieso hat sie sich nur nicht bei mir gemeldet? Warum hat sie nichts gesagt?", fragte Harry zusammenhanglos in den Raum. Sie wusste doch, dass er immer für sie da war, wenn es ihr schlecht ging, wenn sie Probleme hatte - und die musste sie haben, wenn sie alkoholabhängig war (das zumindest erklärte ihre enorme Toleranz am Vorabend) - warum hatte sie sich nicht gemeldet??

Rachel
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Re: Rachel & Sharon ~ Friend To You All (2018)
from Rachel on 11/13/2020 10:57 PMZweifel waren wohl mehr als nur verständlich. Sharon, sowie all die anderen waren nicht ohne Grund so geworden. Es war nicht einfach aus der Laune der Natur einfach so gekommen. Dazu mussten viele Faktoren aufeinandertreffen und Rachel verstand nicht, wie man nicht wenigstens das einsehen konnte. Doch Rachel war bemüht darum, das System hinter Sharon zu verstehen. So gut es eben möglich war. ''Nein, alles gut. Ich habe es verstanden.'', nickte sie zu der Brünetten, die das alles wirklich sehr gut erklärt hatte. ''Wow. So lernt man nie aus. Es ist unglaublich, wozu der menschliche Körper fähig ist.'' Rachel würde nicht taktlos versuchen irgendwie jemanden zu triggern oder etwas herauszufinden, wozu sie oder einer der anderen nicht wirklich bereit war zu erzählen. Sie wollte sich bemühen nichts falsches zu sagen (wobei das sicher gar nicht mal so einfach war). ''Und wie ist es dann mit den Namen? Hat sich den jeder selbst ausgesucht? Oder wie läuft das?'' Für jemanden, der damit nie wirklich etwas am Hut hatte, war das alles eine ganz neue Welt. Sie fühlte sich wie ein Alien in Sharons Welt und diese Neugier ... war halt einfach immer groß. Schon immer. Schon als Kind.
''Natürlich tut es weh, das wollte ich damit auch nicht anzweifeln. Es ist für mich nur nicht zu verstehen, wie man aufgrund einer Diagnose einen Menschen einfach fallen lassen kann. Das was ihr habt ist keine ansteckende, schnell tötende Erkrankung, von der man sich fernhalten muss. Niemand ist perfekt, jeder kann schwierig sein und hat seine schlechten Seiten. Diese Krankheit ist eben eure 'schlechte Seite', was soll's?'' Rachel hatte bereits die Hände von am Lujo-Virus, an Ebola oder sogar der Pest (die Krankheit existierte auch heute noch) erkrankte und sterbenden Menschen gehalten, weil sie sonst nichts mehr für sie tun konnte und andere Menschen konnten nicht einmal versuchen jemandem zu helfen, der ganz offensichtlich nicht hochansteckend und gefährlich war? Nein. Das verstand sie dann wiederrum nicht! ''Es gibt so viel Elend auf dieser Welt, so viele grauenvolle Wege sein Leben zu ertragen oder zu sterben und die kleinsten Dinge wie Verständnis fallen den meisten Menschen so schwer...''
Während sie sprach und alles was Sharon ihr erzählte verarbeitete bemerkte sie nur nebenbei, dass sie ab und an ein wenig abwesend wirkte. Rachel kannte die Anzeichen für einen Wechsel der Personen nicht, sie wusste nicht, worauf sie zu achten hatte oder wie sie das (wenn überhaupt) verhindern konnte. Sie müsste sich in dieses Thema erst reinlesen, eventuell mehr von Sharon erfahren und nach und nach lernen, was okay war und was triggerte. Aber Rachel war dazu bereit, sollten Sharon und die anderen Alter das zulassen.
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