Toxische Wirkungen von vorwiegend nicht medizinisch verwendeten Substanzen
Die klinischen Anzeichen einer Vergiftung mit Alkoholen wie Methanol, Ethylenglykol oder Diethylenglykol sind häufig unspezifisch.
Organische Lösungsmittel sind eine chemisch heterogene Stoffgruppe mit der gemeinsamen Eigenschaft, Stoffe zu lösen, ohne diese oder sich selbst chemisch zu verändern. Sie werden deshalb in der Arbeitswelt vielfältig verwendet. Industriell werden sie vorwiegend in Gemischen aus meist zwei bis sechs einzelnen Lösungsmitteln eingesetzt. Die Verwendung von nur einem Lösungsmittel stellt zunehmend die Ausnahme dar. Die Zusam-mensetzung der Gemische variiert je nach technischer Anforde-rung und Hersteller ganz erheblich. Viele von ihnen können beträgliche gesundheitliche Schäden zur Folge haben.
von organischen Lösungsmitteln
T52
von halog. aliphat. & aro-mat. Kohlen-wasserstoffen
T53
Die Halogenkohlenwasserstoffe sind stabile, lipophile Substanzen, die vielfach hervorragende organische Lösungs-mittel und teils extrem wirksame Gifte zum Einsatz als Insektizide sind. Deswegen werden sie weltweit in großen Mengen produziert. Trotz dieser in vielen Bereichen ausge-zeichneten Eigenschaften stehen einige im Verdacht kreb-serregend zu sein. Auch akut nicht allzu toxische Verbindun-gen rufen Spätfolgen hervor, da sie sich durch ihre hohe Stabilität und ihren lipophilen und damit hydrophoben Charakter in der Fettschicht von Mensch und Tier anreichern. Bestimmte Halogenkohlenwasserstoffe wie DDT und seine Abbauprodukte DDE und DDD, Chlordan und 3,4-Dichloranilin scheinen auch durch Ähnlichkeit mit Steroiden in das Hormon-systen höherer Tiere einzugreifen. So wurden bei Fischen und Amphibien Geschlechtsumwandlungen entdeckt.
Auflistung der giftigen Wirkung von ätzenden Substanzen, wie bspw. Phenol und dessen Homologe, Salzsäure, Schwefelsäude, Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid usw.
von ätzenden Substanzen
T54
von Seifen und Detergenzien
T55
Auflistung der giftigen Wirkung von Seifen und Detergenzien, wie bspw. Spülmittelverfitung usw.
Schwermetalle haben sowohl direkte toxische als auch immunologische Auswirkungen, sie akkumulieren zum Teil im Menschen und die toxischen Wirkungen werden durch vielfältige Wechselwirkungen verstärkt. Die Aufnahme erfolgt über die Nahrung, über die Luft (hohe Resorption über die Schleimhäute), durch Genussgifte (z.B. Cadmium im Zigaret-tenrauch), über Zahnfüll- und Brückenmaterialien sowie z.B. auch durch Endoprothesen. Die toxischen Wirkungen der Schwermetalle werden in aller Regel nicht durch die Metalle selbst ausgeübt (Ausnahme: Quecksilber in Amalgamfül-lungen), sondern durch Verbindungen der Schwermetalle. Dabei können unterschiedlichste Verbindungen vorliegen, z.B. in anorganischer und organischer Form, deren toxikologische Wirkungen sich in erheblichem Umfang unterscheiden können.
von Metallen
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von sonstigen anorganischen Substanzen
T57
Die Zytotoxizität kennzeichnet das Maß der toxischen Wirkung von chemischen Substanzen und lebenden Zellen auf die Körperzellen. Durch ihren Einfluss wird die menschliche Zelle geschädigt oder gar abgetötet. Dabei führen viele unterschiedliche Vorgänge zur Zerstörung von Körperzellen.
Kohlenmonoxid (CO) entsteht durch eine unvollkommene (unsaubere) Verbrennung von Gas und Sauerstoff. CO ist geruchlos, hat fast die gleiche Dichte wie Luft, CO-Luft-gemische sind hochexplosiv, kurz gesagt - CO ist extrem gefährlich! Es ist ein Atemgift mit Wirkung auf Blut und Zellen das vom Hämoglobin sehr viel besser gebunden wird als Sauerstoff. Da CO farb-, geruch- und geschmacklos ist, wird es von den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrgenommen. Der Körper zeigt keine Abwehrreaktion (Augentränen, Brech-reiz etc.) gegen dieses toxische Gas. Da in vielen Wohnungen die Gasfeuerstätten (Etagenheizungen oder Thermen) im unmittelbaren Lebensbereich z.B. Küche, Bad, Flur aufgestellt sind, kann schon eine geringe CO-Konzentration in der Wohnungsluft sehr schwere Folgen haben.
von Kohlenmonoxid
T74
Giftige Wirkungen von Gasen, Dämpfen oder sonstigen Rauches, welcher bisher nicht aufgeführt wurde.
Neben der akut und chronisch toxischen Wirkung von Pestiziden, die jährlich weltweit zu Hunderttausenden von Vergiftungen führen, wird schon seit Jahrzehnten die endokrine Wirkung von etlichen Pestiziden vermutet, und für eine Reihe von Substanzen konnte in Laborversuchen eine Wechselwirkung mit dem Hormon-system nachgewiesen werden.
von Schäd-lingsbekämp-fungsmitteln (Pestiziden)
T60
schädl. Subst., mit essbaren Meerestieren aufgenommen
T61
Vergiftungen welche zustandekommen durch den Verzehr schädlicher Substanzen, die mit Meerestieren aufgenommen wurden.
Vergiftungen welche zustandekommen durch den Verzehr schädlicher Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen wurden.
Vergiftungen welche durch Kontekt zu (giftigen) Tieren verursacht wurden. Allergische Reaktionen auf z.B. Insektenstiche zählen ebenso dazu.
Die für Lebensmittel relevanten Schimmelpilze befallen die Produkte entweder schon direkt am Feld oder bei der Lagerung, dem Transport und der Weiterverarbeitung. Schätzungen zufolge sind Mykotoxine in 25 Prozent der Welt-Nahrungsproduktion enthalten. Besonders anfällig sind Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte, Trockenobst, Gewürze und Kräuter.
von Aflatoxin & sonst. Myko-toxin in konta. Lebensmitteln
T64
sonstiger & nicht näher bezeichneter Substanzen
T65
Weitere bisher nicht genannte oder (bislang) nicht näher bezeich-nete Vergiftungen durch nicht-medizinisch angewandte Substan-zen.
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