
Sekundäres Parkinson-Syndrom
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Malignes Neuroleptika-Syndrom
G21.0
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=> akut lebenebsbedrohliche Reaktion auf eine Dopaminblo-ckade im ZNS
=> selten (ca. 0,02-0,01% der Neuroleptika-Nutzer) => Männer häufiger betroffen => Auslöser meist Antipsychotika & Neuroleptika, aber auch aniemetische Dopaminantagonisten (z.B. Metaclopramid, Pro-chlorperazin oder Droperidol) => v.a. bei raschem Aufdosieren/hoher Dosierung => Beginn meist Stunden bis Tage nach Therapiestart/Dosis-steigerung (meist 1-2 Wochen) => Dauer nach Absetzen & Therapie meist 7-10 Tage => Symptome: Fieber (oft > 38,5-40°C), starke Muskelteife, z.T. Zittern, Bewusstseinsstörung (Verlangsamung bis Koma), ggf. Stummheit, Herzrasen, Blutdruck-Schwankungen, Schweißaus-brüche, Schnellatmun, Myoglobinurie, Elektrolystörungen => (Sehr) Hohe Sterblichkeit (unbehandelt > 30-50%), mit Therapie mittlere bis erhöhte Sterblichkeit (~5-10%), meist durch Atem-/Kreislaufversagen, Nierenversagen oder Multior-ganversagen |
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Diese Kategorie dient der Kodierung von bisher nicht genann-ten arzneimittelbedingten Parkinson-Syndromen. Typische Auslöser sind D2-blockierende Medikamente wie Antipsychoti-ka/Neuroleptika (auch antiemetisch: z.B. Metoclopramid, Pro-chlorperazin, Droperidol), seltener Flunarizin/Cinnarizin, Val-proat, Lithium oder VMAT2-Hemmer (Tetrabenazin, Reserpin). Die Beschwerden beginnen meist Wochen bis Monate nach Einnahme, sind häufig beidseitig/symmetrisch und bessern sich nach Dosisreduktion oder Absetzen; die Therapie richtet sich daher vor allem auf das auslösende Medikament (ggf. Wechsel des Medikaments).
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Sonst. arznei-mittelinduziertes Parkinson-Syndrom
G21.1
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Parkinson-Syndrom durch sonst. exogene Agenzien
G21.2
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Diese Kategorie dient der Kodierung von parkinsonähnlichen Be-schwerden infolge äußerer Gifte/Einwirkungen, z.B. durch Kohlen-monoxid, Mangan/Schweißrauch, MPTP, organische Lösungsmit-tel, Pestizide, Methanol oder Quecksilber. Typisch sind ein symme-trischer Beginn und oft eine geringe L-Dopa-Antwort (Ausnahme: MPTP). Die Therapie besteht in einem sofortigen Expositionsstopp sowie einer symptomatischen Behandlung; die Prognose ist je nach Toxin variabel.
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=> Spätfolge einer überstandenen Gehirn-Entzündung
=> sehr selten (nur vereinzelte Fälle weltweit) => ausgelöst durch Gehirnentzündung (z.B. durch Grippeviren, West-Nil-Virus, Varizellen/"Gürtelrose", ...) => Beginn meist zw. 40-50 Jahren => oft einseitiger Beginn => langsam fortschreitender Verlauf; nach Anfangsphase oft länger stabil => Symptome: Bewegungsverlangsamung, Muskelsteife, z.T. Zittern, Blickkrämpfe/Zwangsblick (meist nach oben, z.T. minu-tenlang), oft Gangunsicherheit, leiser werdende Stimme, Schlaf- & Verhaltensauffälligkeiten |
Post-enzephalitisches Parkinson-Syndrom
G21.3
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Vaskuläres Parkinson-Syndrom
G21.4
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=> Parkinson-Symptome durch Durchblutungsstörungen/"klei-ne Schlaganfälle" im Gehirn
=> selten (2,5-5% aller Parkinson-Erkrankungen) => Männer & Ältere häufiger betroffen => Risikofaktoren bspw. Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes, Übergewicht, Nikotin-/Alkoholmissbrauch, hohes Al-ter, Genetik, ... => unterteilbar in (sub)akuten (Verschlechterung stufenweise nach einem/mehreren Schlaganfällen) & schleichenden (Ver-schlechterung schleichend über Jahre durch kleine Gefäßschä-den) Verlauf => meist symmetrisch; v.a. an Beinen => Symptome: verlangsamter/kleinschrittiger Gang, "Einfrie-ren" beim Gang, Steh-Unsicherheit, häufige Stürze, Muskelstei-fe, Bewegungsverlangsamung, früher/häufiger Harndrang/Dranginkontinenz, geistige Verlangsamung/Denkschwierigkei-ten, gesteigerte Reflexe, Gang-/Gleichgewichtsstörung, z.T. Saugreflex etc. |
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Diese Kategorie dient der Kodierung von weiteren bisher nicht ge-nannten sekundären Parkinson-Syndromen, z.B. ausgelöst durch ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, durch Sauerstoffmangel (z.B. nach Reanimation), Hirnbestrahlung oder durch neurochirurgische Eingriffe mit Basalganglien-Schädigung. Typisch sind ein subakuter bis schleichender Beginn, oft beidseitige Symptome und eine va-riabel ausgeprägte L-Dopa-Antwort; die Behandlung richtet sich primär auf die Folgen der Schädigung und eine symptomorientier-te Rehabilitation.
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Sonstiges sekundäres Parkinson-Syndrom
G21.8
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Sekundäres Parkinson-Syndrom
nicht näher bezeichnet
G21.9
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Diese Kategorie kodiert für ein sekundäres Parkinson-Syndrom, bei dem eine auslösende Ursache zwar vermutet, aber (bisher) nicht genauer angegeben ist.
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TRASHkind
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