
Nichtorganische Schlafstörungen
|
Nichtorganische Insomnie
F51.0
|
=> nicht bedingt durch andere psychische oder oragnische Störungen oder Einnahme von bestimmten Substanzen
=> Abgrenzung zu anderne psychischen Störungen (durch häufiges Zusammenauftreten) schwierig => Entwicklung durch emotionale Faktoren, sowie unregel-mäßige Schlafenszeiten und andere störende äußere Umstände => 10-30 % der Bevölkerung zumindest zeitweise betroffen => 1/6 hat chronische Insomnie => 2/3 Frauen, 1/3 Männer, meist zwischen 45-55 Jahren und ab 85. Lebensjahr => induziert oft Entwicklung von Angststörungen, Depressio-nen und Missbrauch von abhängigkeitsmachenden Substan-zen (Alkohol, Medikamente, Drogen) => Symptome: Schwierigkeiten beim Ein- & Durchschlafen, nicht erholsamer Schlaf, Abends lange wach und/oder frühes Aufwachen am Morgen, mit Schwierigkeiten wieder einzu-schlafen, tagsüber häufig müde, wenig erholt, weniger leistungsfähig | selten auch zwar normaler Schlaf möglich, der gefühlsmäßig dennoch als Schlaflosigkeit wahrgenommen wird und zur Müdigkeit führt => Heilung: gut und lang anhaltend möglich |
|
=> nur wenn keine anderen erkennbare Ursachen vorhanden
=> selten (weniger als 1 % der Bevölkerung) => beginnend meist zwischen 15.-30. Lebensjahr => i.d.R. dauherhaftes Bestehen der Erkrankung => Grund der Entstehung unbekannt (emotionale und geneti-sche Faktoren vermutet) => kann auch z.B. durch Depressionen oder PTBS induziert sein => Symptome: Schläfrigkeit tagsüber, wiederholes ungewoll-tes Einschlafen oft auch in unpassenden Zeiten (während Arbeit oder in Gespräch), Müdigkeit & Schläfrigkeit stärker ausgeprägt bei zu wenig oder schlechtem Schlaf, ansonsten aber normale Schlafstruktur, schlafen mehr als 10 Stunden pro Nacht, Orientierungsschwierigkeiten nach Wachwerden und Schlaftrunkenheit, Energielosigkeit, Unruhe, langsames Denken, Gedächtnisprobleme => Heilung: i.d.R. nicht möglich, nur Symptomlinderung durch Medikamente und Achtung auf gute Schlafhygiene sowie Ernährung |
Nichtorganische Hypersomnie
F51.1
|
|
Nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
F51.2
|
=> Ursache äußere Umstände wie Jet-Lag oder Schichtarbeit
=> Symptome: Abweichung vom gewöhnlichen Schlafmuster, nächtliches Wach sein, Schlafen tagsüber, Müdigkeit, Schläfrig-keit & Einschlafen am Tag, nicht leistungsfähig, irritierbar, wenig konzentriert, oft kürzere Schlafdauer, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Desorientiertheit, leichte depressive Verstimmung möglich => Heilung: i.d.R. von selbst wenn äußere Umstände außer Kraft sind (im Durchschnitt pendelt es sich nach 2 Wochen wieder ein). Aber auch Linderung der Symptome während der äußeren Umstände gut möglich |
|
=> vermutlich durch genetische Faktoren, sowie Unreife des ZNS, best. äußere Umstände können es verstärken
=> Beginn i.d.R. zwischen 4-8 Jahren, mit alleinigem Rückgang im Jugendalter => 10-30 % der Kinder & Jugendlichen mind. 1 Phase mit Schlafwandeln, bei 15 % gelegentlich | bei Erwachsenen deutlich seltener (1-7 %) => tritt meist im ersten drittel der Nacht auf (der Zeit des Tiefschlafs) => z.T. Kombination mit anderen Schlafstörungen => Symptome: teilweises Erwachen aus dem Tischlaf, wenig Bewusstein, jedoch Handlungsausführungen die man normalerweise nur im Wachzustand macht (z.B.Aufsetzen im Bett, Kaubewegungne, Herumzupfen an Kleidung, aber auch Umherlaufen, Putzen oder Kochen) -> Augen dabei offen, Gesichtsausdruck starr und kaum Reaktion auf Umgebungsreize, nur schwer aufzuwecken, nach Aufwachen keine Erinnerung ans Schlafwandeln => Heilung: meistens keine Therapie notwendig (v.a. bei Kindern & Jugendlichen), sonst medikamentöser Versuch |
Schlafwandeln (Somnam-bulismus)
F51.3
|
|
Pavor nocturnus
F51.4
|
=> vermutlich genetische Ursachen, aber auch Reifungs-prozesse im Gehirn möglich
=> Beginn bei Kindern i.d.R. zwischen 4-12 Jahren (oft auch mit Schlafwandeln, Jungs häufiger als Mädchen), bei Erwachsenen Beginn zwischen 20-30 Jahren und Dauer meist über langen Zeitraum => 1-6% der Kinder betroffen (bei Erwachsenen etwa 1 %) => meist im ersten Drittel der Nacht (während des Tief-schlafes) => bei Erwachsenen häufig mit anderen psychischen Störun-gen verbunden (v.a. PTBS, generalisierte ANgststörung & best. Persönlichkeitsstörungen) => Dauer nur wenige Minute => Symptome: Aufschrecken aus dem Schlaf, heftige Erre-gung, Aufsetzen im Bett, Schreien, aufgerissene Augen, starke Angst, heftige Bewegung, schnelle Atmung, Schwitzen, schnel-ler Puls, keine Reaktion auf Reize von außen (auch nicht auf Beruhiungsversuche), nach Aufwachen keine Erinnerung an etwas => Heilung: nicht wirklich möglich, meist selbstständiger Weggang | jedoch bei starken Ängsten auch über den Tag über psychotherapeutische Hilfe ratsam |
|
=> Entwicklung vermutlidh duch Angst oder starken Stress
=> v.a. bei Kindern zwischen 3-6 Jahren (10-50% zeitweise Alpträume) | etwa 50 % aller Erwachsenen hin und wieder Alpträume, aber nur 1 % längere und wiederholte (chronisch) => Frauen häufiger betroffen als Männer => (bei Erwachsenen) oft einhergehend mit anderen psychi-schen Erkrankungen wie PTBS oder Angststörung => meist in zweiter Hälfte der Nacht (während REM-SChlaf) => Symptome: wiederholte lebhafte bedrohliche Träume, detaillierte Erinnerung an Träume auch nach Aufwachen, Träume oft über Bedrohung eigener Sicherheit oder Bedro-hung des Selbstwertgefühls, starke Angste (auch nach Aufwa-chen) was Einschlafschwierigkeiten zur Folge hat, Schlaf-mangel, Beeinträchtigung psychischer & sozialer Funktionsfähigkeit => Heilung: gut möglich, v.a. bei Kindern auch oft selbst weggehend |
Albträume (Angstträume)
Angsttraumstörung
F51.5
|
|
Sonstige nichtorganische Schlafstörungen
F51.8
|
Weitere bisher nicht genannte Schlafstörungen, welche nicht durch körperliche Beschwerden oder Erkrankungen verursacht werden.
|
|
...
|
Nichtorganische Schlafstörung
nicht näher bezeichnet
Emotional bedingte Schlafstörung o.n.A. F51.9
|
TRASHkind


