Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

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Kadira
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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Kadira am 07.11.2024 08:48

Die Schattenjägerin hatte sich früh morgens aus dem Institut geschlichen, war joggen um den Kopf frei zu bekommen ehe sie nach einer heißen Dusche das Institut dann offiziell verließ und sich auf den Weg ins Hotel machte. Auf dem Weg besorgte sie noch Frühstück und Kaffee. Kadira konnte sich vorstellen das Ivy vielleicht Hunger hatte oder auch einen Kaffee wollte. Die Schattenjägerin hatte 4 Kaffeebecher dabei weil sie nicht wusste worauf Ivy stand.
Als sie gerade im Hotel an der Zimmertür klopfen wollte ging die Tür auch schon auf und Ivy wollte wohl gerade aufbrechen. „Guten Morgen. Ja wir kennen uns. Ich bin Kadira. Und ja ich habe dich hier her gebracht.", erklärte Kadira mit einem freundlichen Lächeln ehe sie Ivy wieder ins Zimmer schob und den Kaffee hinhielt. „Ich wusste nicht was du trinkst. Also habe ich normalen Kaffee. Einmal mit Milch, einmal mit Milch und Zucker, Latte Macchiato.", erklärte sie ehe sie es abstellte und sich den kleinen Becher voll mit Espresso runter nahm. „Und Croissants oder Brötchen. Worauf du Lust hast.", fing die Schattenjägerin zu erklären ehe eine ganz andere Frage in ihren Kopf kam. „Wo wolltest du überhaupt hin?", fragte sie dann und wartete einen Moment ehe sie zum Eimer blickte. Kadira stellte den Kaffee ab und ging mit dem Eimer ins Bad. Die Schattenjägerin hatte keine Angst dass Ivy abhauen würde. Ohnehin war Kadira durch ihre Fähigkeiten schneller. „Wie hast du geschlafen? Geht es dir etwas besser?", hörte man Kadiras Stimme aus dem Bad ehe sie dann wieder zurück kam.

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Ivy

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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Ivy am 30.12.2024 15:25

Die Fremde vor der Tür hatte gleich vier Kaffeebecher dabei. Informationne prasselten auf sie ein und trotz ihres matschigen Schädels versuche sie, sich das Wichtigste herauszufiltern: Kadira. Hatte sie hierher gebracht die Nacht. Ob die Erinnerungen wieder kämen? Das war nicht immer so. Noch bevor Ivy irgendetwas sagen oder tun konnte, wurde sie bereits mit einiger Bestimtheit wieder ins Zimmer gedrückt und Ivy - deren Beine sich immer noch nicht zu hundert Prozent stabil anfühlten - stolperte zurück. Die Tür war wieder zu. Was zur Hölle ging hier ab? Wohltuender Kaffee-Geruch erfüllte jetzt den Raum. Wie sie ihren Kaffee trank? "Schwarz. Mit einem Schuss Zucker.", antwortete sie und nahm sich einfach den schwarzen, auf welchen sie gedeutet hatte. Sie sah das alles an, inklusive der Brötchen und dann wieder auf. "Wieso tust du das...?", fragte sie. Sie war nichts weiter als eine beschissene Drogen-Junkie. Wieso war diese Frau hier und... tat das für sie??
"Danke. Ich... hab nur keinen Hunger." Sie wusste dass sie abgemagert war, sie wusste auch nicht wann sie das letzte Mal etaws gegessen hatte. Aber die Drogen hatten ihr mal wieder alle Grundbedürfnisse genommen."
Fragen prasselten auf sie ein. Fragen die ihr Schädel nur nach und nach prozessierte. Die Frage danach, wo sie hin wollte, ignorierte sie gelissentlich. Ihre Dealer und ihr Stoff waren ihre Sache. Und auf die Frage nach der Nacht, zuckte sie die Schultern. Nach dem High kam das Down. Das war immer so. Und es war immer beschissen. Deswegen suchte man sich ja so bald wie möglich das nächste Hoch. "Ja. Es geht mir gut.", log Ivy. Denn von 'gut' war sie weit entfernt. Aber zumindeset war es besser als die Nacht. Mit dem heißen Kaffee in der Hand ließ sie sich langsam auf einen Stuhl nieder und ließ dabei Kadira nicht aus dn Augen: "Wirklich... warum tust du das?"

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Kadira
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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Kadira am 03.05.2025 09:51

Kadira bemerkte den überraschen Gesichtsausdruck von Ivy, als ich vor der Tür stand. So war Kadira eben. Nett, hilfsbereit und mal froh, von ihrer Familie und dem Institut weg zu sein.
Als die Schattenjägerin ihre Frage hörte, schmunzelte sie leicht. „ Vielleicht weil ich nett bin? Vielleicht aber auch einfach, weil ich sowieso nichts besseres zu tun habe.“, erklärte sie und lachte kurz. Dann aber wurde Kadira wieder ernst. „ Nein Spaß beiseite. Ich glaube, ich hätte keine ruhige Minute schlafen können, wenn ich dich hätte einfach auf der Straße liegen lassen. Und der Tag startet nur gut mit einem guten Frühstück. Außerdem war ich sowieso unterwegs. Und wieso sollte ich nicht gucken, wie’s dir geht.“
Kadira schüttelte bei ihrer Aussage den Kopf. „ Ob Hunger oder nicht du wirst was essen müssen. Schließlich musst du wieder zu Kräften kommen, nachdem du wahrscheinlich gestern einen ganzen Mageninhalt in die Toilette entleert hast. Außerdem bist du es mir schuldig.“, sagte Kadira und lächelte sanft. Kadira ließ sich ebenfalls auf einen der Sessel nieder und schob die Tüte mit Brötchen zu Ivy rüber. „Iss was.“, hörte man Kadira sagen ehe sie einen schluck von ihrem Espresso nahm und Ivy musterte. „ Ich bin einfach ein netter und hilfsbereiter Mensch, und ich habe das Gefühl dass du auch ein netter Mensch bist und das eigentlich gar nicht verdient hast, was passiert ist oder was du mit deinem Körper machst“

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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Ivy am 15.07.2025 21:56

Eine solche Behandlung war Ivy nicht gewohnt. Bei weitem nicht gewohnt. Sie war es nicht gewohnt... dass man nett zu ihr war. Immerhin war sie nur eine beschissene Drogensüchtige. Für mehr als Ficken oder ihr Geld zu nehmen, war sie nie zu etwas gebrauchen gewesen. Mit einer Hand fuhr sie sich kurz durch ihre langen glatten Haare, dann atmete sie durch. Bei den Worten, dass die Andere womögich nichts Besseres zu tun gehabt habe, zuckte ein kurzes schwaches Lächeln über ihre Lippen. Vermutlich gab es tausend bessere Dinge, die es zu tun gäbe. 
An der Aussage, dass sie etwas Essen müsse, war zu viel Wahres dran, um es abzutun. "Vermutlich... hast du Recht... Danke.", sagte sie kurzum und zog die Brötchentüte zu sich. Hunger hatte sie dennoch nicht. Nach dem Kaffee. Nach dem Kaffee würde sie etwas davon essen. Sie nahm noch einen Schluck, dann seufzte sie und zog ein Croissant aus der Tüte, von dem sie vorsichtig ein kleines Stück abbiss. Dann blickte sie wieder zu ihrer neuen Bekanntschaft und irgendwie schaffte es ein schwaches, wenn auch sehr erschöpftes, Lächeln auf ihr Gesicht. "Danke.", wiederholte sie, ehrlich.
"Ich heiße übrigens Ivanny - aber Ivy reicht völlig.", stelle sie sich selbst vor. "Und... naja." Es auszusprechen war immer schwer, aber sie wollte ehrlich sein zu ihrer neuen Bekannten. Entweder sie wäre gleich wieder weg - was verständlich wäre - oder sie würde bleiben und... tja. Keine Ahnung. Man würde sehen, wohin das wohl führte... (wobei ihr diese Möglichkeit derart unwahrscheinich vorkam, dass sie diese Option gar nicht weiter ausarbeitete). "...wie du vermutlich schon unschwer erkannt hast, bin ich drogensüchtig." Sie zuckte mit den Schultern und trank noch einen Schluck Kaffee. Was sie sich wohl gleich beim nächsten Dealer holen würde? Irgendwas um die Welt zu vergessen...

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.09.2025 18:30.

Kadira
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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Kadira am 15.08.2025 09:50

Auch wenn ihre Eltern wahrscheinlich eine andere Vorstellung davon hatten den Menschen zu helfen war Kadira doch davon überzeugt dass sie Ivy helfen musste. Ihre Eltern dachten sie sei auf einer Mission, bei der ein Mensch von einem Dämon getötet wurde und sie sollte herausfinden wo dieser Dämon sich rumtreibt. Darum würde Kadira sich später kümmern. Jetzt kümmerte sie sich um ein anderes Problem. „Feuer mich ivy. Ich bin Kadira. Darf ich dich fragen wie du dazu kamst ? Also wie der Anfang war mit den Drogen?“, fragte die Schattenjägerin. Es war fast eine Art Therapiesitzung. Zumindest stellte Kadira es sich so vor. „Ich will nicht zu neugierig sein. Aber ich verstehe nicht wie so eine hübsche junge Frau in diese Falle tappen kann ? Brauchst es wirklich ? Oder ist es nur ein Weg der Welt zu entfliehen ? Willst du nicht für irgendwen oder irgendwas damit aufhören ? Ein normales Leben führen ohne dass jemand Angst haben musst dass du stirbst ?“, redete Kadira einfach weiter. Manchmal ging Kadira zu weit aber so war sie nunmal. Sie nahm kein Blatt vor den Mund. Konnte aber auch einfühlsam sein wenn sie musste.
Aber die Schattenjägerin wusste dass man manchmal die Wahrheit aussprechen musste. „Ich meine dass ist doch kein Zustand. So toll kann der Rausch nicht sein dass man sein Leben dafür aufs Spiel setzt.“
Nun war Ivy am Zug darüber zu reden. Entweder sie sprach darüber oder würde Kadira aus dem Zimmer schmeißen. Aber eine winzige Möglichkeit bestand dass sie vielleicht über kadiras Worte nachdenkt.

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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Ivy am 01.09.2025 18:42

Ivy seufzte. Wie sollte man anfangen? Wie beschrieb man jemandem diese unglaubliche Verlockung, welche die Drogen darstellten, wenn man sie einmal genommen hatte? wenn man einmal der wirklichen Welt wirklich ganz und gar entflohen war. Wenn man diese grenzenlose Freiheit und pure Glückseligkeit gekostet hatte? Ein Zustand der so unglaublich berauschend, so allumfassend ausfüllend war, dass man gar nicht mehr zurück wollte in die immer dunkler und immer schwerer erscheinende Welt?
Unwillkürlich musste sie lachen, als Kadira sie als 'jung' beschrieb. Ironisch wenn man bedachte, dass ihr Gegenüber sicher um einiges jünger war als sie selbst. Die Fragen schossen Kadira nur so aus dem Mund. Fragen, welche Ivy sich schon so verdammt häufig selsbt gestellt hatte. Sie amchte ihr keinen Vorwurf. Leute die nie Drogen genommen hatten, konnten das eben einfach nicht nachempfinden...
Sie trank noch etwas Kaffee und beugte sich vor. Sie versuchte die richtigen Worte zu finden, doch bevor sie welche fand stellte sie den Kaffee auf dem Nachttisch ab, legte das Croissant auf das Bett und zog sich ihre Handtasche heran, die wie ien Wunder neben dem Bett lag. Ein paar Kippen waren noch übrig. Sie nahm sich eine ZIgarette, zündete es sich mit ihrem Feuerzeug an und setzte sich dann wieder aufs Bett. "Tut mir leid. Aber... das hilft beim Reden.", entschuldige sies cih mit ihrer rauen Stimme und pustete den Rauch weg von Kadira. 
"Tja... wo soll ich anfangen..." Nachdenklich drehte sie die Zigarette zwischen ihren Fingern. "Das erste Mal Drogen genommen hab ich als Jugendliche, nachdem sich meine Eltern getrent haben. Meine perfekte Welt stürzte in sich zusammen und zeigte, dass sie doch nicht perfekt war. Und ich wollte dem allem entfliehen." Sie zuckte mit den Schultern. "Und die Drogen... scheiße, die waren eine verdammt gute Flucht." Sie starrte in eine Ecke. "Du vergisst was dich besorgt oder was dich beschäftigt. Du vergisst die Realität, du vergisst sogar dich selbst. Farben, Töne, Musik ist alles was existiert. Es ein Rausch, wie eine andere Ebene, eine andere Welt, es ist wie..." Sie suchte nach den richtigen Worten, doch es gab keine. Leicht schüttelte sie den Kopf. "Anfangs wars nur am Wochenende. Dann auch immer öfter unter der Woche. Schätze irgendwo da wurd ich dann richtig süchtig." Sie zuckte mit den Schultern. Sie sog tief an ihrer Zigarette.
"Und um deine Frage zu beantworten: doch. Es gibt jemanden für den ich clean sein will. Und ich hab es endlos oft probiert. Für meine Tochter." Sie zögerte. Es auszusprechen tat weh. Ihr Kopf pulsierte, ihr Körper schmerzte und scheiße, sie wollte etwas Stoff. Alles unter ihrer Haut kribbelte und ein paar Gegenstände im Raum schienen zu wabern und sich zu bewegen. "Vor paar Monaten hab ich es endlich geschafft. Ein Jahr lang clean. Ich hab Kontakt mit ihr aufgenommen. Sie sogar gesehen - gegen den Willen ihres Vaters." Sie schluckte, schmeckte den Rauch in ihrer Kehle und spürte den Kloß in ihrem Hals. Sie leckte sich über die Lippen. Sog nochmal an der Zigarette. "Ich wollte Teil ihres Lebens sein. Jetzt wo ich es endlich - nach 17 langen Jahren des ständigen Probierens und Scheiterns - endlich von den Drogen weggeschafft hatte. Aber die Vergangenheit lässt einen halt nicht so einfach los." Die Muskeln ihrer Arme zeichneten sich deutlich ab, als sie sich unwohl bewegte, ihren Sitz veränderte. "Hab mir ind en Jahren ziemlich viele Feinde gemacht. Und einer dachte sich, ich habs nicht verdient clean zu sein. Er fand mich, überwältigte mich und injizierte mir Stoff und... scheiße. 'Reset' war gedrückt. Alles zurück auf Anfang." Sie lächelte bitter und sah zu Kadira auf. "Und hier bin ich nun. Wieder allein, wieder süchtig, wieder am Arsch der verfickten Welt."

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