Purvis

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Joanna

46, Weiblich

FSK 18 Mensch neutral bisexuell biromantisch Geübter erfunden

Beiträge: 543

Re: Purvis

von Joanna am 22.02.2025 18:34

Es war mehr als verständlich, dass Corey erstmal zu ende aß, bevor sie nach einem Stift griff, um auf ihre zwei Fragen zu antworten. In der Zeit  aß sie auch ihre eigene Reißwaffel. Und während Corey dann begann zu schreiben, aß sie tatsächlich zwei weitere. Sie aß sie sehr langsam, kaute jeden Bissen gründlich. Sie hatte gelernt, dass man so schneller satt wurde, ergo konnte man so auch Proviant sparen, was in dieser neuen Welt nicht grade unerheblich war.
Als sie schließlich den Block mit einem durchaus längeren Text zurückbekam, wischte sich Joanna ebenfalls die Finger an der Hose ab, ehe sie ein Bein an sich heranzog, einen Schluck Wein nahm (sie konnte nicht anders) und dann begann zu lesen. Dabei wurden ihr einige Dinge über ihre neue Bekanntschaft klar - unter anderem wie unglaublich intelligend und klug sie war. Sie musste einen hohen IQ besitzen und war in der alten Welt besimmt angesehen gewesen. Wer sonst könnte sich einen solchen Plan ausdenken und darüber hinaus sich ausrechnen, wann selbst Notstrom wohl nicht mehr funktionierte und überhaupt. Sie schien unglaublich viel zu wissen. Und das beeindruckte Joanna zutiefst, und machte ihr umso mehr deutlich, wie erbärmlich und unwissend sie selbst eigentlich war. Allein schon mit ihrer verdammten Alkoholsucht. Den etlichen Fehlern, den sie in ihrem Leben gemacht habe und die Leben, die es gekostet hatte. Nur eine einzige Sache tröstete Joanna: wenigstens musste Lis diese ganze Scheiße nicht miterleben.
Apropos Lis: auch Corey hatte eine Schwester. Ohne ihrer Hand wirklich den Befehl dazu gegeben zu haben, schrieb sie schon: ~ Ist sie deine große oder deine kleine Schwester? Ich hoffe wirklich sehr, dass du sie winderfindest. ~ Nach kurzem Zögern fügte sie an: ~ Du weißt übrigens echt viel über das alles. Warst du da irgendwie beruflich unterwegs? ~ Galanter konnte sie sich grad echt nicht mehr ausdrücken, ihr vom Alk etwas benebeltes Hirn weigerte sich. Aber war ja auch egal, hauptsache man verstand sie.
Sie las weiter, schüttelte zu sich selbst den Kopf und strich ihre erste Frage wieder durch. Dann setzte sie zu einem neuen Absatz an, um ihre eigene Geschichte zu erzählen. ~ Geboren wurde in dem kleinen Kaff Valemount in Kanada, aber ich bin von dort abgehauen als ich 18 war und lebte seitdem in Vancouver. Mein Mann war Polizist. Nachdem alles in sich zusammengebrochen ist und es auf den Straßen mehr Tote und Untote als Lebendige gab, haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir flohen. Einfach nach Südosten, immer weiter. Versuchen zu überleben. Er wurde infiziert und... hat es nicht geschafft. ~ Sie schluckte, kratzte kurz über ihr Handgelenk. Dann schrieb sie weiter. ~ Also bin ich seitdem allein weiter. Ohne Ziel. Ohne Aussicht. ~ Wieder zögerte sie. Doch dann schrieb sie: ~ Ich hatte auch mal eine kleine Schwester. Falls ich irgendwie helfen kann, dass du zu ihr zurückkommst, werde ich das tun. ~ Und wenn sie dabei sterben würde. Vielleicht hätte sie so ihre eigene Sünde dann wenigstens zu einem winzigen Teil wiedergutgemacht. Sie reichte Corey den Block, trank einen Schluck Wein und nahm sich dann etwas von dem Trockenfleisch.

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Corinne
Gelöschter Benutzer

Re: Purvis

von Corinne am 16.02.2025 00:58

Corey hatte nun wirklich nicht bedacht, wie ihre neue Begleitung zum Lüftungsschacht hochklettern sollte, sollten sie wirklich flüchten müssen. Sie war schlicht davon ausgegangen, dass sie es konnte und wer wusste, in einer Notlage war das vielleicht sogar möglich. Menschen wuchsen dich ständig über sich hinaus.
Sie breitete eine ihrer Decken auf dem Boden aus und setzte sich darauf. Sie bekam dieses 'okay-zeichen' von Joanna mit und lächelte schwach. Es war nicht das richtige Zeichen, dass in ASL genutzt wurde, aber sie war ja nicht auf den Kopf gefallen und verstand es. Und sie war so unheimlich froh und dankbar, dass sie nicht nachfragte, wieso sie sie Tabletten verwahren sollte. Vielleicht, war das in einer solchen Welt auch nicht mehr wichtig. Sie betrachtete das Essen auf dem Boden. Auch sie nahm sich eine Reiswaffel und bestrich sie mit ihrem kleinen Taschenmesser mit Marmelade. Früher hatten sie immer diese typischen, amerikanisches Sandwiches mit Erdnussbutter und Marmelade gegessen. Wie sehr sie das vermisste. Eine Reiswaffel schmeckte einfach nicht genauso. Ob sie je wieder Brot essen würde? Sie knabberte an ihrer bestrichenen Reiswaffel herum und wirkte ein wenig nachdenklich und das war sie auch. Sie machte sich bereits Gedanken über eine mögliche Zukunft. Es würde nie wieder werden, wie es einmal war, aber man konnte trotzdem das Beste daraus machen. Irgendwann kam dann ein Blatt Papier bei ihr an, auf dem einige Dinge standen. Corey las alles aufmerksam durch und verspeiste erst ihre Waffel, ehe sie antwortete. Ihre Finger wischte sie einfach mal schlicht an ihrer Hose ab. Wer trug heutzutage schon noch saubere Kleidung?
~ Ich habe eine Schwester. Wir wurden vor ein paar Tagen getrennt. Jetzt versuche ich sie wieder zu finden. Wir sagten, wenn wir uns verlieren, dann würden wir uns am Seuchenkontrollzentrum von Atlanta treffen, aber ich glaube, dem ist längst der Notstrom ausgegangen, wahrscheinlich schon drei Monate nach versagen des Stromnetzes. Die zuständige KI hat es sich durch den Schutzmechanismus wahrscheinlich längst zur Dekontaminierung mit FAE selbst in die Luft sprengen lassen. Außerdem hat Atlanta über 500.000 Einwohner, wenn nur die Hälfte von denen zu solchen Sickos wurden ... ich hoffe einfach, dass ich sie finde, bevor sie Atlanta erreicht, damit ich meine beschissene Idee irgendwie ausbügeln kann. ~
Hoffentlich. Hoffentlich war sie noch bei ihnen und hoffentlich waren alle noch am Leben. Suchten sie vielleicht auch nach ihr? Oder glaubten sie, dass sie tot war? Corey schluckte. Grausam. Hatten sie je geschätzt, was sie hatten, ehe es zu Ende ging? Nein, es war doch alles selbstverständlich gewesen. Nach einer Weile in Erinnerungen schwelgend, schrieb sie weiter.
~ Ich komme ürsprünglich aus Chicago. Nachdem meine Mutter sich von meinem Vater getrennt hatte, hab ich sie und meine kleine Schwester geschnappt und wir sind nach Austin in Texas gezogen. Und aus der Richtung komme ich derzeit auch. Woher kommst du? Und falls es nicht Mississippi ist, wie hat es dich herverschlagen? ~
Sie reichte Joanna das Blatt und musste zugeben, dass sie viel geschrieben hatte, aber taube oder eben stumme Menschen hatten eben am Meisten zu erzählen, außerdem hatten sie hier doch Zeit zu schreiben.

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Joanna

46, Weiblich

FSK 18 Mensch neutral bisexuell biromantisch Geübter erfunden

Beiträge: 543

Re: Purvis

von Joanna am 10.02.2025 18:40

Während Joanna auf Corey wartete, hatte sie sich hin und wieder tatsächlich noch einen Schluck Tequila genommen, diesen schließlich jedoch wiede verschlossen und in den Beutel geräumt um stattdessen eine der beiden Weinflaschen herauszuholen. Ihr Alibi-Getränk. Es war fast befremdlich. Es war so unglaublich lange her, dass sie ihren tatsächlichen Alkohol-Konsum vor anderen Leuten versteckt hatte... es fühlte sich wie ein kleiner Zeitsprung an, es nun wiederzutun. Auch wenn es natürlich nichts gutes war. Ganz und gar nicht. Und wahrscheinlich auch völlig unnötig. Tja, aber was sollte sie tun. Sie seufzte leise...
Sehr sehr leise Schritte und kurz darauf öffnete sich die Tür. Unwillkürlich zuckte Joanna zusammen und blickte auf, ihre Waffe bereits reflexartig in der Hand. Doch es war nur Corey, die mit einer Ladung Kissen und Decken hereinkam. Tief atmete Joanna durch, um sich wieder zu beruhigen. Sie stand sogar auf den Beinen, so schnell hatte sie sich bewegt. Jetzt - erst mit deulicher Verzögerung - kam ein leichter Schwindel hinzu, der ihr nur allzu bekannt war, sie aber nicht weiter störte. Damit konnte sie umgehen. Den kannte sie.
Sie setzte sich wieder auf den Bürostuhl und erwiderte Coreys Winken mit einem Lächeln. Sie war froh, die andere zu sehen und dass sie wieder da war. Mit einem dankbaren Nicken nahm sie zwei der Decken entgegen. Eine davon legte sie auf den Tisch, die andere über ihre Beine. Eigentlich war ihr nicht kalt. Tatsächlich war ihr trotz des veränderten und deutlich kälter gewordenen Klimas selten kalt. Aber sie wusste selbst, dass das an ihrem Alkohol-Konsum lag, der ihr Temperaturempfinden einfach vollkommen manipulierte. Also musste sie trotzdem darauf achten, nicht zu unterkühlen, was deutlich schwieriger war, wenn man die Unterkühlung dank des Alks nicht spürte. Als Corey Anstalten machte, den Stuhl zu nehmen, stand Jo inklusive Decke auf und setzte sich stattdessen auf den Tisch. So beobachtete Joanna, wie Corey zunächst die Tür versperrte und dann den Türspalt abdichtete (würden sie noch genügend Luft bekommen?) und anschließend den Schrank hinaufkletterte (na klar würden sie Luft bekommen. Der Lüftungsschacht). Joanna bewunderte Coreys Agilität und Fitness. Sie glaubte nicht, dass sie selbst zu sowas im Stande wäre. Das waren die seltenen Momente, in denen sie den Alkohol wirklich hasste. Aber wenn sie selbst durch eine Apolalypse nicht trocken wurde... dann würde sie das wohl nie werden.
Als Coreys Fuß gegen den Schrank geschlagen war, war ein lautes dumpfes Geräusch ertönt, dass Joanna wieder zusammenschrecken ließ. Sofort stand sie auf (die Decke rutschte von ihren Beinen) und sie ging zur Tür. Eigentlich wollte sie sie öffnen, aber dann fiel ihr ein, dass die Weste an den Spalt gestopft war und die Tür aufhalten würde. Also lauschte sie nur angestrengt durch die Tür, ob sie irgendetwas hörte. Aber nein. Es war alles still.
Kurz danach war Corey auch schon wieder bei ihr und reichte ihr den Block mit einer Antwort. Sie nickte leicht bei ihren Erklärungen, auch wenn sich Joanna Teile davon schon fast hatte denken können (es blieb die Frage, wie zur Hölle sie da hoch zum Lüfungsschacht kommen sollte, aber diese Blöße wollte sie sich nun nicht geben). Und schließlich war da eine Frage. Eine Frage, die Joanna leicht beantworten konnte: ~ Nein. Seit dem Tod meines Mannes ziehe ich nur umher und versuch zu überleben. Wie schauts bei dir aus? ~
Sie roch Feuer. Nein, Kerzen. Überrascht blickte Joanna auf und sah, dass Corey Kerzen angezündet hatte. Irgendwie verlieh es dem Büro fast etwas heimeliges. Joanna mochte Kerzen und hatte sich zugegeben ewig keine mehr angezündet. Aber es war eine gute Idee. Insbesondere sparte es Batterien, von denen sie eh immer nur sehr wenig bis keine hatte.
Corey kam auf sie zu und beschriftete ein Blatt, welches sie ihr inklusive einer Tablettenpackung zuschob. Stirnrunzelnd las Joanna. Es klang eindringlich und ernst. Joanna nickte, deutete mit dem Daumen nach oben, nahm die Tablettenpackung und steckte sie sich in ihre hintere Gesäßtasche. Da wäre sie wohl am sichersten aufgehoben. Dann nahm sie den Stift und schrieb zu den Worten, ohne jegliche Fragen oder irgendwelche verlangende Erklärungen: ~ Versprochen ~ Tatsächlich regte sich so etwas wie angenehme Überraschung in ihr. Es hatte so geklungen, als köntne sich Vorey vorstellen, noch eine kleine weitere Weile mit ihr unterwegs zu sein. Und warum auch nicht? Joanna hatte kein Ziel. Es hielt sie nirgendwo. Nur... würde sie dann früher oder später Corey beichten müssen, dass sie infiziert war. Aber noch nicht. Sie wollte nicht auf die neue Gesellschaft verzichten.
Sie beobachtete, wie Corey allerhand Essen herauskramte. Kurzerhand ließ sich Joanna auf den Boden sinken, wo sie sich im Schneidersitz hinsetzte. Sie las den neuen Satz, lächelte und zeigte mit ihren Fingern das Zeichen für 'OK' indem sie mit Zeigefinger und Daumen ein O bildete und die anderen drei Finger abspreizte. Sie trank einen Schluck Rotwein (einen Korkenzieher hatte sie immer in ihrem Rucksack) und betrachtete dann das Essen. Sie nahm sich eine Reiswaffel, holte ein Schwizer Taschenmesser aus ihrem Rucksack und beschmierte sich diese mithilfe des Messers mit der Marmelade. Noch auf der Waffel kauend nahm sie den Block und schrieb: ~ Woher kommst du ursprünglich? ~
Wenn sie jetzt schon einen Abend gemeinsam hatten, sprach nichts dagegen, sich auch ein wenig kennenzulernen, oder?

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Corinne
Gelöschter Benutzer

Re: Purvis

von Corinne am 09.02.2025 04:14

Tatsächlich vertraute Corey Joanna schon. Vielleicht noch nicht zu hundert Prozent, aber sie hatte sich bisher selten in Menschen getäuscht, die sie in ihrem Leben getroffen hatte. Viele von ihnen hatte sie sogar sofort durchschaut. Joanna mochte Alkoholikerin sein, aber Corey sah schon jetzt etwas in ihr, für das sie viele als verrückt erklären würden. Wenn dem nicht so wäre, hätte sie die Bitte der blonden Frau die Nacht mit ihr im Büro zu verbringen nicht so leichtfertig angenommen.
Es dauerte noch keine Stunde, da war Corey wieder zurück. Sie war sich dessen bewusst, dass Joanna das volle Alkoholregal gefunden haben musste. Ein wahres Schlaraffenland für sie. Corey seufzte, als sie mit Adleraugen die die Regalreihen des Supermarktes absuchte, ehe sie zu ihrem versteckten Rucksack ging. Er war noch da, unangetastet. Corey lächelte. Damit hatte sie gerechnet. Sie schulterte ihn und nahm dann tief Luft. Sie hatte draußen ein paar Untote gesehen und sie auch alle mit einem glatten Stich in den Kopf getötet. Ein paar davon hätte sie laufen lassen können, weil sie sie nicht entdeckt hatten, aber solange sie nicht in einer Herde auftauchten, hatte Corey es sich in letzter Zeit zur Aufgabe gemacht, sie zu erledigen. Irgendwann mussten es doch mal weniger werden, oder eben auch nicht.
Konnte schon sein, dass ihr schwarzes Shirt dabei ein paar Blutflecken abbekommen hatte, aber dank des dunklen Stoffes sah man sie kaum und es war nicht so, dass Corey es nicht gewohnt war. Sie nahm ihre Taschenlampe und machte sich auf den Weg, die Regalreihen entlang. Scheiße war im Moment, dass sie die Stofftasche in der Hand hatte und vier Decken. Würde sie jetzt ein solcher Untoter angreifen ... nun gut, sie hatte die Decken als Polster, sollte er da rein beißen ... Dennoch verspürte sie dezente Angst, als sie in den immer dunkler werdenden Supermarkt vordrang. Sie hatte Glück und kein Monster oder Sicko, wie sie sie ab und an nannte, war hier. Vielleicht hatte Joanna sie beseitige, wenn sie überhaupt soweit gekommen war. Corey wusste ja nicht, ob sie überhaupt noch lebte.
Dann aber sah sie einen dünnen Lichtschein in einem der Gänge. Das war schwaches Licht, dass unter einer Tür hindurchschien und das konnte nur eines bedeuten.
Sie näherte sich vorsichtig der Tür und öffnete sie auch genauso vorsichtig. Erleichtert stellte sie fest, dass es wirklich Joanna war, die inmitten des Raumes stand. Corey atmete hörbar aus, trat ein und schloss sofort die Tür hinter sich. Dann sah sie sich mit ihrer eigenen Taschenlampe um, dabei winkte sie Joanna kurz.
Keine Fenster, das war gut oder auch schlecht. Ein Belüftungsschacht, mindestens 50 cm breit und auch hoch. Corey runzelte ihre Stirn. Sie stellte ihren Rucksack, die Stofftasche, die nun einige Dinge enthielt auf dem Boden ab. In eine Ecke warf sie achtlos zwei der mitgebrachten Decken und Joanna reichte sie die zwei weiteren. Dabei entdeckte sie den Zettel neben ihr. Sie las ihn und legte ihn wieder zurück. Abermals hob sie ihren Finger, als Zeichen, dass sie gleich antworten würde.
Dann schnappte sie eine Weste, die wohl vor etlichen Jahren mal ein Mitarbeiter hier vergessen haben musste und diese klemmte sie am unteren Ende der Tür zwischen den Türspalt. Dann schnappte sie sich einen der Stühle. Es gab insgesamt drei, einer davon war ein Schreibtischstuhl, aber der interessierte sie nicht, er hatte Rollen. Einen der Stühle klemmte sie mit der Lehne direkt unter die Türklinke, damit sie niemad aufdrücken konnte. Aufbrechen würde man sie dennoch können. Den zweiten Stuhl stellte sie vor den Schrank, über welchem sich der Lüftungsschacht an der Wand befand. Corey kletter auf den Stuhl, testete, ob der Schrank stabil war, aber da er aus Metall war, war das wohl der Fall. Dann hievte sie sich auf ihn drauf. Dabei schlugen ihre Füße einmal gegen die Metalltür und es entstand ein mehr oder weniger lauter Rums. Corey verzog ihr Gesicht. Oh ja, sie wusste, dass sie gerade laut war, aber theoretisch hatte sie keine andere Wahl gehabt. Als sie zusammengekauert auf dem Schrank saß, der vielleicht nur gute 70 cm von der Decke entfernt war, zückte sie ihr Allzweckmesser aus ihrer Hosentasche und dann begann sie die Schreiben vom Gitter des Belüftungsschachts abzuschrauben. Wie zu erwarten kam keine frische Luft hinein. Die Ventilatoren darin funktionierten eben nur mit Strom, aber wenigstens war der Schacht breit genug. Nachdem sie das Gitter abgeschraubt hatte, leuchtete sie mit ihrer Taschenlampe hinein. Alles in Ordnung. Dann stellte sie jenes Gitter einfach nur wieder vor den Schacht. Sollte da etwas durchkommen, würde er das Gitter umschmeißen und zu Boden katapultieren. Das würde wenigstens Joanna wecken. Hoffentlich. Corey kletterte vorsichtig wieder von dem Schrank herunter. Diesmal ohne Geräusche zu verursachen. Sie hatte eine erstaunlich gute Körperbeherrschung und auch nicht wenige Muskeln. Den Stuhl ließ sie an Ort und Stelle stehen. Dann endlich kam sie zu Joanna zurück.
Sie musterte sie mit der Taschenlampe, abschätzend, ob es denn überhaupt noch Sinn machte, wenn sie ihr eine Antwort oder überhaupt etwas schrieb. Sie entschied sich, es zu versuchen.
~ Danke, dass du mir den Weg hier her geebnet hast. Die Straße draußen ist ruhig. Ich hab die ganzen Autos durchsucht und uns einige Decken besorgt und ich hab auch noch etwas mehr gefunden. Die Medikamente kenne ich nicht alle, aber heutzutage weiß man nie, wann man was gebrauchen kann und ob man es dann überhaupt findet. ~
Sie wollte Joanna den Zettel reichen, aber ihr fiel ein, dass das, was sie hier im Raum getan hatte, sicher merkwürdig schien, also fügte sie noch etwas an.
~ Man konnte das Licht unter der Tür hindurch schimmern sehen. Mir hat es gehoflen dich zu finden, obwohl ich auch das Büroschild hätte lesen können, aber es zieht auch Sickos an, also hab ich die Weste da hingetan und sollte es wirklich einen Notfall geben, ist der Luftungsschacht unser Fluchtweg. Die Ventilatoren funktionieren ohnehin nicht mehr, was allerdings auch bedeutet, dass wir nicht länger als nötig hier bleiben können, denn hier hinten wird es sonst stickig. Hast du eigentlich ein Reiseziel? ~
Jetzt reichte sie Joanna den Zettel und mann, sie hatte vielleicht viel geschrieben. Während Joanna also ein wenig was zu lesen hatte, leerte Corey die Stofftasche aus. Sie schnappte die Kerzen, die sie gefunden hatte. Es waren sechs, aber nur drei davon zündete sie mit ebenso gefundenen Streichhölzern an. Damit herrschte ein wenig Licht und die konnten die Batterien der Taschenlampen schonen. Apropos Batterien. Sie hatte auch davon welche gefunden. Außerdem jede Menge Medikamente. Corey kannte nur Ibuprofen, Paracetamol und noch ein paar andere Dinge gegen Erkältung und Entzündungen. Und eine Sache kannte sie davon ur allzugut. Valium. Es gab wohl einer der Autofahrer oder Mitfahrer, der Schlafprobleme hatte. Corey wollte die Packung erst nicht mitnehmen, aber sie war keine Ärztin, vielleicht brauchte man das Zeug oder vielleicht trafen sie mal auf einen Arzt, der es gebrauchen konnte. Diese Packung schob sie nun direkt Joanna zu und da hier so viel Papier und genug Stifte herumlagen, schrieb sie auf ein Blatt.
~ Kannst du das verwahren und es mir niemals, unter keinen Umständen, egal was ich tue, aushändigen? Niemals, verstehst du? Wenn es nicht anders geht, dann verbrenn es lieber, als es mir in die Hand zu geben. ~
Sie legte das Blatt zu der Packung hinzu. Anonsten gab es noch Medikamente, die Corey nicht kannte. Vielleicht würde sie eines Tages ja mal ein Buch in einer Bibliothek finden und alles nachlesen. Außerdem gab es zu all diesen Dingen auch noch ein wenig Nahrung, aber nichts bedeutendes. Sie hatte Reiswaffeln gefunden, noch verpackt. Die wurden nicht wirklich schlecht. Und zwei Dosen mit Tomatensuppe, außerdem eine Dose mit eingelegten Pfirsischen und ein Glas mit Marmelade und eines mit Erdnusbutter. Dazu gab es mal Toastbrot, aber das war in der Verpackung, die im Wagen dabei gelegen hatte, schon zu grau-grünem Staub verfallen. Aber sie hatten ja die Reiswaffeln und es gab einen Jackpot. Eine Dose Früchstücksfleisch. Corey hatte alles zwischen ihr und Joanna aufgestellt. Nichts davon würde sie in ihren Rucksack packen. Es war ganz offensichtlich, dass sie wieder mit der Blonden teilen würde. Und sie schrieb erneut auf einen neuen Zettel. Das hier war nicht nur ein Schlaraffenland für Trinker, sondern auch für Schreiber.
~ Bedien dich. Ich hab übrigens eine Karte der Stadt gefunden. Nicht weit von hier gibt es einen Outdoorladen, da würden wir sicher auch Campingzeugs finden und vielleicht auch mehr Waffeln. WAFFEN. ~
Corey verdrehte ihre Augen und korrigierte dieses eine Wort sofort wieder. Das wäre ein richtiger Outtake in einem Film geworden oder ein lustiger Schreibfehler in der Zeitung, für den irgendwer zum Boss zitiert wurde. Vielleicht hatte sie auch einfach nur Hunger. Dennoch würde sie teilen oder sogar alles einfach hergeben. Sie war nie der Ansicht gewesen, dass das, was jemand fand ihm auch wirklich gehörte. Es gehörte nur dem, der es am meisten brauchte.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.02.2025 04:20.

Joanna

46, Weiblich

FSK 18 Mensch neutral bisexuell biromantisch Geübter erfunden

Beiträge: 543

Re: Purvis

von Joanna am 08.02.2025 15:35

Selbst eine Kassenrolle war irgendwann und irgendwo zu Ende. Jo betrachtete das nun ein gutes Stück entfernt gerollte Papier. Solche ZEiten würde es nie wieder geben. Wo man einfach gemütlich in einen Supermarkt gehen konnte, um irgendetwas kaufen zu können. Die Zeiten waren vorbei und es ging nur noch um das nackte Überleben. Aus welchem Grund... das vermochte keiner zu sagen. In - vor allem betrunkenen - Momenten, in denen Joanna versuchte über so etwas wie den Sinn des Lebens nachzugrübeln, kam sie immer nur auf eines: das Leben selbst. Zu atmen, zu essen. Einfach die Existenz, dass man am Leben war. Das allein reichte schon, um leben zu wollen. Zumindest bei den meisten. Bei sich selbst war sie dar gar nicht so sicher, bei alldem Scheiß, den sie hatte erfahren müssen. Aber egal, irgendetwas trieb einen an. Immer weiter zu machen. Weiter zu kämpfen. Weiter zu leben.
Joannas Augen richteten sich von ihrem eigenen aufgeschriebenen Namen wieder zu der Fremden, als sie von dieser Bewegungen wahrnahm. Sie konnte zwar das Finger-Alphabet nicht, doch das 'o' erkannte sie zweifelsfrei. Die erste Bewegung (die ein wenig ausgesehen hatet wie ein geformter Haken mit dem kleinen Finger), hatte sie so schnell nicht erkennen können. Zumindest nicht schnell genug um es reproduzieren zu können. Als Corey auf sie deutete, versuchte Joanna es aber wenigstens. Streckte den kleinen Finger grade weg und machte irgendeine Hakenähnliche Bewegung nach innen und dann ein 'o'. Sie lächelte leicht und glaubte zu verstehen. Ganz sicher war sie sich allerdings nicht. Sie würde später mal nachfragen (vorausgesetzt sie schaffte es, daran zu denken).
Corey schrieb eine Weile. Joanna stellte sich zu ihr, um das Geschriebene zu lesen. Tja... bei dem ersten Absatz ging der Punkt definitiv an sie. Ja, wer war heutzutage kein Kämpfer? Das stimmte wohl. Und Glück musste man obendrein auch haben. Sich selbst konnte sie davon ja ebenfalls nicht freisprechen. Der zweite Absatz.... tat weh. Aber er war zu wahr, um ihn zu ignorieren. Vielleicht musste sie sich heute einfach mal wirklich am Riemen reißen (vorausgesetzt, sie fand hier überhaupt was zu trinken). Dann mussten ein oder zwei Flaschen Wein eben reichen. So, dass sie halt immer noch reagieren konnte, wenn irgendetwas war. Aber Corey hatte Recht. Besser Vorsicht als Nachsicht. Beim letzten Absatz lächelte sie leicht. Das freute sie tatsächlich. Sie wollte grade etwas dazu schreiben,a ls Corey ihr bedeutete, dass sie noch etwas hinzufügen wolle. Also ließ Joanna das zu und las auch die neuen Worte. Sie nickte, zum eichen, dass sie verstanden hatte. Dann schrieb sie noch rasch - den Block auf die Kasse hinter sich legend - dazu: ~ Ich werde versuchen, es nicht zu ausufernd werden zu lassen. Dann sehen wir uns später. ~
Einen Moment beobachtete Joanna, die Corey ihren Rucksack versteckte, und sich dann wieder auf den Weg machte, inklusive Einkaufstasche. Was sie wohl vorhatte? Jedenfalls war es schon ein Vertrauenszeugnis, dass sie ihren Rucksack hier ließ. Joanna rührte ihn nicht an (auch wenn die böse Stimme in ihr meinte, dass da Essen drin sei). Corey hatte ihr Essen gegeben, also gab es keinen Grund zu plündern. Sie nahm selbst einen Stoffbeutel und machte sich auf den Weg - der Kassenbonrolle folgend - zwischend ie Regale und suchte nach Ess- oder Trinkbarem, dass noch da war. Vorher hing sie sich selbstversetändlich noch ihre Waffe wieder um, die ihr schon so viele gute Dienste geleistet hatte. Grade nach der Warnung wollte sie nicht unvorbereitet den Supermarkt durchsuchen. Sie ging langsam und aufmerksam vor. Ihr Alkoholpegel - der einen unerfahrenen Trinker vermutlich schon isn Delir geschickt hätte - wurde von dem Adrenalin so runtergedrückt, dass sie perfekt einsatzfähig war. Die Ohren gespitzt, die Augen huschten in die Dunkelheit und die Regalreihen. Und dann - fand sie die Alkoholabteilung. Ihr Herz machte einen Satz. Sie wirkte fast vollständig. Ein peer zerbrochene Flaschen hier und da, wo man bei den Glasscherben aufpassen musste, keine knirschenden Geräusche zu verursachen oder sich Splitter zu holen. Aber sonst... unangerührt! Sie konnte ihr Glück nicht fassen. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Hier würde sie sich auf jeden Fall richtig eindecken können. Wenn es gut funktionierte und der Platz sicher war, könnte sie sogar eine Weile hier bleiben. Bis sie das Feld abgegrast hätte. Der Gedanke gefiel ihr. Für den Moment nahms ie eine teure Weinflasche und legte sie in ihren Beutel. Rasch ging sie zurück zur Krasse, um noch ein paar weitere Stoffbeutel zu holen - einen davon elgte sie über ihre bereits eingepackte Flasche, dann legte sie eine zweite darauf und wiederholte das ganze noch mit einer dritten (diesmal aber Tequila - sie konnte nicht widerstehen). Die Stoffbeutel zwischen den Flaschen verhinderten Klirren, was etwaige Monster auf den Plan hätte rufen können.
Dann erst ging Joanna mit ihrer Beute vorsichtig weiter in den hinteren Teil des Ladens, der aufgrund fehlender Beleuchtung und fehlender Fenster dunkel war. Sie fand eine Leiche, welcher sie vorsichtshalbe ihre Waffe in die trockene Kehle stach. Er gab kein Geräusch vons ich. Also war er wohl tatsächlich tot und kein lebender Untoter gewesen. Sicher war sicher. Eine große Automatik-Schiebe-Tür führte in ein großes Warenlager. Natürlich gingen die Schiebetüren nicht auf, doch die manuelle daneben sehr wohl. So durchstreifte die Kanadierin das Lager. Ihre Tasche legte sie neben der Tür auf den Boden. Zwei Zombies überraschten sie. Dem einen durchbohrte sie wie schon der Leiche die Kehle, dem zweiten schlitzte sie den BAuch auf, trat ihm dann geradewegs in die Eingeweide, ehe sie die Klingen dann ebenfalls durch die Kehle schlitzen ließ, bis er sich nicht mehr regte. Einige blonde Strähnen hatten sich gelöst und hingen ihr ins Gesicht. Sie pustete sie weg, ging zu ihrem Beutel und öffnete sich die oberste Flasche - den Tequila - um daraus zwei große Schlucke zu nehmen. Das hatte sie sich grade verdient und die heimatliche Hitze des Getränkes in ihren Adern tat gut. Sie stellte die Flasche wieder beiseite und machte sich - die Waffe am Anschlag - wieder auf den Weg. Zombies waren keine mehr da. ABer sie fand einige volle Müslipackungen, und einige Konserven mit Erbsen und Bohnen, die in dunklen Ecken versteckt gerollt waren. Sie sammelte alles ein, stopfte es in einen weiteren Beutel. Auch ein paar Softgetränke fand sie, die sie mal für Corey mitnahm, sollte sie so etwas mögen - und viele verschimmelte Dinge, die sie getrost ignorierte.
Mit ihrer Beute verließ sie das Lager wieder - den Tequila hatte sie wieder eingepackt - und ging weiter. Bereits nach wenigen Schritten im eigentlichen Laden, fand sie eine weitere Tür - und hier war das Büro. Es war klein. Blätter von Aktenordnern bedeckten den Boden, ein Schreibtisch war heir mit diversen schwarzen MOnitoren, mit denen einstmals der Laden wohl auch überwacht worden war. Auch eine Kaffeemaschine war hier und eine schon lange gestorbene Pflanze. Es mochte nicht der gemütlichste Ort sein, aber definitiv sollte er zum Schlafen gut geeignet sein. Er hatte keine Fenster, nur einen schmales Lüfungsgitter über dem Schrank. Ihre Beutel stellte Joanna in der Ecke ab, ihren Rucksack gleich daneben. Sie band sich ihre Haare neu, holte dann die Softdrinks für Corey heraus und gönnte sich selbst noch einen Schluck Tequila. Aber sie sollte gleich zum Wein wechseln. Sie hatte Corey ja versprochen, dass sie nicht übertreiben wollte.
Sie nahm sich einen der Zettel vom Boden, fand in der Schublade einen Stift und schrieb: ~ Nebenan ist ein Lager. Da hab ich neben zweiZombies noch ein bisschen Verpflegung gefunden. Keine Sorge, die Zombies werden uns keine Probleme mehr machen. Die sind tot. Wie lief es bei dir? ~ Und dann lehnte sie sich auf dem Stuhl etwas zurück, gönnte ihrem Körper die kurze Entspannung und wartete auf Corey.

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Corinne
Gelöschter Benutzer

Re: Purvis

von Corinne am 07.02.2025 12:31

Corey nahm den Notizblock entgehen und las die Worte, die darauf geschrieben waren. Natürlich wusste sie, was die Untoten anzog und dass es hauptsächlich Lichter und Geräusche waren. Sie hatte in ihrem Leben nie so viel über Geräusche lernen müssen, wie in den vergangenen drei Jahren. Sie hatte gelernt, darauf zu achten, was auch nur minimal laut war. Sie selbst war es jedenfalls nicht, das war wenigstens schon mal ein Vorteil gewesen, aber anders, als Andere, bemerkte sie zu Beginn der Apokalypse selten, wann sie versehentlich zu laut war. Heute jedoch konnte sie abschätzen, was Geräusche verursachte. Sie würde fast schon sagen, sie konnte es spüren, und das nicht unbedingt immer anhand von Vibrationen. Joanna hatte recht. Die Untoten würden nicht auf sie aufmerksam werden, wenn sie leise waren, aber wenn doch, dann waren sie einkesselt und das machte Corey Angst, auch, wenn sie es nie zugeben würde.
Sie seufzte leise und blickte zu den entfernten, großen Fenstern der Ladenfront, die erstaunlicherweise alle, bis auf die Eingangstür intakt waren. Die Zeit wurde knapp, bald schon würde es dämmern. Vielleicht hatte Joanna recht, andererseits würde sie nicht darauf vertrauen, dass sie noch was mitbekam, wenn sie besoffen war. Corey bemerkte, dass Joanna ebenso etwas auf die Kassenrolle schrieb und sie dann aufrollte und rollen ließ. Ein wenig verdutzt blickte Corey der Rolle nach, die irgendwo im nirgendwo endete. Wie viele Meter Papier da wohl drauf waren? Wie viel davon wohl täglich aufgebraucht worden war, ehe alles zusammengebrochen war? Ob jemals wieder solche Kassenbons gebraucht wurden? Joanna schien das Fortrollen der Rolle zu amüsieren, wie es ein Kind erfreute und Corey hatte keine Ahnung, ob das schon der Alkohol war oder ob Joanna an sich eine solche Persönlichkeit hatte. Jedenfalls amüsierte es sie innerlich, dass Joanna sich irgendwie darüber freute.
Letztlich schaute sie auf den Teil zu ihren Füßen und selbst im Stehen konnte sie den dort geschriebenen Namen sehen. Joanna. Corey lächelte zaghaft und nickte. Daraus einen Spitznamen zu machen, war einfach. Jo. Und es würde mit ihrem Fingern auch einfach zu buchstabieren sein, bis sie Joanna besser kannte und sich ein passendes Zeichen zu ihren dominanten Anfangsbuchstaben überlegt hatte. Sie blickte die Fremde an und nickte. Dann hob sie ihre Hand. Bildete das J des amerikanischen Fingeralphabets und ließ diese Handbewegung ganz schwungvoll, elegant und ziemlich schnell in ein O übergehen. (//You know, what you know!//) Eine sehr angenehme Bewegung und vor allem schnell und effizient. Nachdem sie diese Bewegung durchgeführt hatte, zeigte sie auf Joanna, um ihr zu vermitteln, dass dies das Zeichen war, wenn sie sie ansprach oder rief, wenn man es denn so nennen konnte.
Dann erst nahm sie wieder den Stift und begann zu schreiben. Um ehrlich zu sein, hatte sie sich in der Sekunde entschieden, als sie Joanna das vorherige Zeichen gezeigt hatte, trotz aller Zweifel.
~ Wer ist heutzutage, der noch atmend aufrecht steht, denn kein Kämpfer? Ich würde sagen, ich hatte einfach Glück und vielleicht ein wenig Köpfchen. ~
Sie zögerte wieder kurz, nachdem sie das geschrieben hatte. Sie wollte im Nachfolgenden wirklich nicht unhöflich wirken. Erst recht nicht, weil sie registriert hatte, dass Joanna offensichtlich ein Alkoholproblem hatte. Wenn es nicht so gefährlich wäre, hätten das wahrscheinlich in diesen Zeiten viele oder vielleicht hatten auch viele schon das Problem, sie hatten es nur nicht überlebt.
~ Es tut mir Leid, aber das beruhigt mich nicht wirklich. Ich zweifel dein Gehör nicht an, wirklich nicht. Genauso wenig, wie ich dein Urteilsermögen anzweifel, aber ich weiß, wie wenig betrunkene Menschen auf irgendwas reagieren. ~
Hatte sie Erfahrung? Vielleicht. Woher? Das spielte keine Rolle. Vielleicht waren Alkohol und Drogen oder Medikamente auch das ein und selbe. Sie berauschten, machten einen unzurechnungsfähig. Dennoch hatte Joanna recht. Sie hatte bislang überlebt und das musste etwas heißen.
~ Aber ich werde das Angebot dennoch annehmen und die Nacht mit dir in dem Büro verbringen. Vorausgesetzt wir finden es. ~
Die Nacht mit ihr im Büro verbringen. Wie das klang. Früher hätte man da auf eine Affaire geschlossen, heute würde sich keiner mehr darim scheren. Corey verdrehte schmunzelnd ihre Augen. Ihr Blick wanderte für einen kurzen Moment zu dem goldenen, schlichten Ring an ihrem linken Ringfinger, den sie niemals wagen würde abzulegen und dann reichte sie der eigentlich noch Fremden, zu der sie endlich einen Namen hatte, den Block und während sie las, kramte Corey wieder in ihrem Rucksack herum. Sie nahm zwei Taschenlampen heraus. Die würden sie im hinteren Teil des Ladens brauchen. Eine davon reichte sie Joanna, die Ersatzlampe behielt sie selbst. Beide hatten frische Batterien drin. Noch einmal sah sie zum Eingang. Joanna würde wohl ihren Alkohol suchen gehen und auch fündig werden, dann konnte sie auch noch mal kurz raus. Joanna las zwar gerade oder war fertig, aber Corey deutete an, dass sie noch etwas hinzuschreiben wollte und das tat sie, den Block ließ sie aber in Joannas Hand ruhen, sie hielt ihn nur ein wenig fest, damit sie so besser schreiben konnte. Gerade war sie ihr so verdammt nahe und sie konnte die Fahne noch einmal um ein Vielfaches riechen. Wie viel hatte sie bitte schon intus? Dennoch ließ sie sich nichts anmerken.
~ Ich werde uns noch ein paar Dinge besorgen. Pass im hinteren Teil des Ladens auf dich auf. Da war ich noch nicht. ~
Das sollte als Hinweis, dass sie nicht wusste, was da lauerte oder feststeckte, reichen. Dann blickte sie Jo noch einmal an, schenkte ihr ein kleines Lächeln, versteckte ihren Rucksack bei der Kasse und machte sich nur mit ihren Waffen und einer unter der Kasse ausgeliehenen Einkaufstasche aus Stoff, auf den Weg.

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Joanna

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Re: Purvis

von Joanna am 06.02.2025 19:51

Joanna verstand die Warte-Geste und beobachtete, wie Corey aus ihrem Rucksack einen Block und einen tatsächlichen Stift herausholte. Ja, das war natürlich definitiv hilfreich. Sie beobachtete mit leicht zur Seite geneigtem Kopf wie Corey schrieb und ihr schließlich den Block reichte. Es war eine Analyse der Situation eines solchen Büros. Allerdings sah Joanna in den Problemen dieser 'Probleme' nicht wirklich ein Problem. Sollte das irgendeinen Sinn machen. Allerdings waren die Schwierigkeiten, welche die Frau selbst als tatsächlich Gehörlose, wie es schien, natürlich eine ganz andere Hausnummer. Das wirkte ungeheuer schwer in dieser Welt und umso bewundernswerter war es, dass sie noch hier war. Einer Eingebung folgend nahm Joanna sogleich den Stift und schrieb ihre Gedanken nieder: ~ Du bist eine richtige Kämpferin, oder? Mach dir keine Sorgen mit dem Büro. Solange man leise ist und sie dich nicht sehen können, versammeln sie sich nicht zu einem Pulk. Zumindest nicht direkt vor deiner Tür. Also das kriegen wir hin. Und sollte doch irgendetwas sein, dann informiere ich dich. ~ An dieser Stellte zögerte sie kurz. Aber scheiß drauf. Die Fremde hatte ihre Schwäche mit ihr geteilt, dann konnte sie das im Gegenzug doch genauso machen, oder? ~ Ich mag vielleicht ein Alkohol-Problem haben, aber meine Ohren funktioneiren zum Glück noch und immerhin habe ich bisher auch überlebt ~
Sie schenkte der Frau ein Lächeln, als sie ihr den Block wieder gab und folgte dann ihrer Geste zu dem Kassenbon, auf dem in großen Lettern ein Name stand. 'Corey'. So schien die Fremde wohl zu heißen. Joanna lächelte, kniete sich hin, ließ den Kassenbon kräftig über den Boden des langen Flures rollen sodass er sich weiter aufwickelte und schrieb dann auf das Ende das bei ihnwn war: ~ Joanna ~ Dann richtete sie sich wieder auf und sah dem Papierband nach, welches der Kassenbon hinter sich gelassen hatte. Verrückt, dass man an solch kleinen Sachen in so einer Scheiß Situation Freude empfinden konnte. Andererseits... vielleicht war das auch nur der Whiskey der aus ihr sprach. Wer wusste das schon?

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Corinne
Gelöschter Benutzer

Re: Purvis

von Corinne am 06.02.2025 03:10

Corey nahm die Notiz der Fremden entgegen und las sie. Auf dem Bon und mit Bleistift geschrieben, fiel das deutlich schwerer, als gewöhnlich. Dennoch konnte sie die Sätze entziffern. Tatsächlich breitete sich ein Lächeln auf den Lippen der Halbafrikanerin aus, aber es war nur von kurzer Dauer.
Natürlich war ihr bewusst, dass Supermärkte in der Regel Büros hatten und manche hatten sogar welche, die keine Fenster besaßen oder nur schmale Fenster, die knapp unterhalb der Decke lagen. Das war definitiv eine relativ kluge Entscheidung, vor allem, wenn man bedachte, dass die gerade jemand gefällt hatte, der bereits recht angetrunken war, aber leider gab es im Angesicht von Coreys Umständen mehr zu beachten und jede kluge Idee hatte auch ein paar Nachteile. Dennoch schätzte sie sehr, dass Joanna ihre Gesellschaft wollen würde. Das zeugte von einem minimalen Vertrauen.
Corey hob kurz ihren Zeigefinger, um anzudeuten, dass Joanna warten sollte, dann stellte sie den Kassenbon zur Seite und suchte in ihrem Rucksack nach einem kleinen Notizblock und einem Kugelschreiber. Von Beidem hatte sie mehr als genug dabei, eben genau für solche Fälle. Sie schlug den Notizblock auf und begann zu schreiben.
~ Keine Fenster oder nur Fenster die hoch oben liegen, top. Aber nur ein Eingang. Zum Verbarikardieren, top. Aber man ist eingekesselt, wenn Untote ihn blockieren oder Menschen das wollen, was man zu bieten hat. ~
Sie hielt kurz inne. Für Joanna waren das die einzigen Probleme. Für Corey gab es da noch mehr. Dinge, die sie ungerne zugab, weil sie eine Schwäche offenbarten, vor allem in dieser Welt. Von wegen Superkraft und so. Sie setzte den Stift an und schrieb erneut.
~ Außerdem höre ich nicht, wenn jemand die Tür aufbrechen würde oder wenn sich Tote davor aufhalten und wenn ich schlafe sind auch meine Augen zu. Ich brauche etwas, dass mich aufweckt, wenn etwas passiert und die Vibration auf dem Fußboden, vor allem, wenn es Beton ist, reicht dazu nicht aus. ~
Erst jetzt gab sie der Fremden den Notizblock. Fast schon schämte sie sich dafür eine solche Schwäche zugeben zu müssen und tatsächlich hatte sie mit ihren Worten nicht darauf angespielt, dass Joanna sie wecken könnte. Es war mehr so, dass sie glaubte, dass sie das gar nicht hinbekommen würde, wenn sie sich betrinken würde. Selbst wenn, darauf wollte sie sich nicht verlassen. Sie hatte Menschen, die irgendwo auf sie warteten und sie brauchten und ehrlich gesagt, wollte sie noch ein wenig länger leben. Sie hatte es bis hierher geschafft, dann auch noch weiter. Wobei es alleine wirklich eine Qual war. Vielleicht war es ja auch für jemanden, der hören konnte eine Qual. Dabei genoß es Corey früher immer alleine unterwegs zu sein. Oftmals kam sie so sogar besser klar, aber Ereignisse und Zeiten änderten sich.
Während die Fremde las, riss Corey ein Stück von dem Kassenbon ab und schrieb ihren eigenen Namen recht groß darauf. Sie hielt den Zettel hoch und tippte Joanna kurz an der Schulter an. Dann zeigte sie auf den Namen und legte ihre flache Hand auf ihren Brustkorb, um ihr zu siganlisieren, dass Corey ihr Name war.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.02.2025 03:11.

Joanna

46, Weiblich

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Beiträge: 543

Re: Purvis

von Joanna am 05.02.2025 21:46

Joanna seufzte hörbar, als die Fremde Alkohol im Laden verneinte. Das hatte sie befürchtet. Aber sie würde dennoch suchen. Vielleicht ließ sich ja noch irgendeine verbliebene Flasche oder sonst was finden. Sie brauchte etwas zu trinken. Und auch Essen. Zum Glück hatte die Flasche Whiskey schonmal eine gute Grundlage gelegt, die eine Weile anhalten würde. Aber wenn Joanna in dieser postapokalyptischen Welt etwas herausgefunden hatte..., dann, dass Entzugserscheinungen der Tod waren. Unkonzentration, Zittern, Wutausbrüche. Nicht zu gebrauchen. Ja, sie liebte den Alkohol. Sie liebte es sich zu betrinken. Aber sie brauchte ihn auch wortwörtlich hier, um am Leben zu bleiben. Obwohl sie zugegeben immer noch nicht wusste, wie sie es geschafft hatte, noch am Leben zu sein.
Wieder schrieb die Frau auf den Kassenbon und es klang nach einer Verabschiedung. Das machte einen Teil von Joanna traurig. Sie wollte nicht auf Gesellschaft verzichten. Sie war immer schon ein eher extrovertierter und menschenoffener Mensch gewesn - mit Ausnahme nach dem Knast und Unfall - aber dennoch... hatte sie lieber Gesellschaft als Einsamkeit. Und in heutiger Zeit traf man nur selten Leute, die noch nicht untot waren. Wobei sie ja selbst schon halb eines dieser Dinger war. Sie kratzte sich kurz an ihrem Handgelenk, während sie beobachtete, wie die Frau ihre Tasche packte, aufstand und sich noch ein letztes Mal umblickte. Sicher suchte sie, ob es noch irgendetwas nennenswertes zum Mitnehmen gab. Unwahrscheinlich, dass Joanna noch irgendetwas Brauchbares finden würde. Aber sie musste es versuchen. Man musste es immer versuchen. Und immerhin hatte die Frau einen Teil ihrer Beute mit ihr geteilt... was einer Hiflsbereitschaft gleichkam, die man heute praktisch nciht mehr traf.
Auch Joanna stand auf, hin und her gerissen die Fremde zu fragne, ob sie nicht bleiben wollte. Doch dann sah auch die Frau wieder zu ihr und kurz darauf schrieb sie etwas auf die Kassenbonrolle. Joanna las ihre Worte und blickte dann auf. Sie zuckte die Schultern, nahm den Schrift und entrollte die Rolle noch etwas mehr um zu antworten: ~ Solche Supermärkte wie dieser hier haben in der Regel auch ein Büro. Das würde ich mir suchen um mch darin zu verbarrikadieren. Wenn du magst, kannst du gerne mitkommen. ~ Sie zögerte, aber nur einen kleinen Moment. Wahrheit war Wahrheit und wenn man Alkohol im Blut hatte, ging sie einem gleich nochmal leichter von der Hand. ~ Über etwas Gesellschaft würde ich mich freuen. Gesellschaft von Nicht-Untoten, versteht sich. ~ Sie legte den Stift beiseite und wartete ab. SIe könnte es der Fremden nicht verübeln, wenn sie trotzdem gehen wollte. Die heutige Zeit zwang einen nahezu, Einzelkämpfer zu sein...

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Corinne
Gelöschter Benutzer

Re: Purvis

von Corinne am 05.02.2025 03:21

Sie beobachtete die Fremde und so fiel ihr auch auf, dass sie auf ihren kleinen Text hin etwas sagte. Ihre Lippenbewegungen waren exzellent. Corey würde nicht lange brauchen, bis sie sie lesen konnte. Zumindest halbwegs, ganz war es keinem möglich. Dann müsste eine Person ihre Lippen schon absichtlich üebrtrieben bewegen, aber das sah einerseits lächerlich aus und andererseits konnte man das nicht verlangen. Sie lächelte zaghaft und nickte auf die daraufhin geschriebenen Worte, als der Fremden auffiel, dass es zwischen ihnen besser war zu schreiben. Und es dauerte auch nicht lange, da schrieb sie noch was. Diesmal auf Coreys letzte Frage hin bezogen. Sofort zog sie ihre Augenbrauen zusammen. Wie sie zuvor schon festgestellt hatte, war es leichtsinnig in solchen Zeiten zu trinken. Ob sie das öfter tat? So leicht, wie sie danach fragte und darüber schrieb wahrscheinlich schon. Corey blickte sie an. Ja, sie war an einem Regal mit alkoholischen Getränken vorbei gekommen, aber das würde sie ihr nicht sagen. Sie wusste ja nicht, dass Corey den Gang entlang geschlendert war. Also schüttelte sie den Kopf auf die Frage der Fremden zeigend. Natürlich würde jene es doch finden, zu übersehen war es ja nicht gewesen, aber so einfach würde sie es ihr dann doch nicht machen. Es war ohnehin erstaunlich, wie wie sie betrunken in einer solchen Welt überlegen konnte. Jedenfalls ging ihr Plan, die Nacht mit dieser Frau zu verbringen nicht auf. Sie hatte genug damit zu tun, auf sich selbst aufzupassen und jemand der Alkohol noch und nöcher in sich reinschüttete, war keine zuverlässige Quelle was Geräusche anging. Sie seufzte leise. Schrieb dann auf eine freie Stelle des Bons.
~ Viel Glück bei deiner Suche und auch weiterhin viel Glück. Nimm dich vor den Sickos in Acht. ~
Das würde sie wohl brauchen, so leichtsinnig wie sie mit ihrem Leben umging. Corey stand jedenfalls auf und ging zu ihrem Rucksack. Sie packte alles ordnungsgemäß ein und überprüfte noch einmal alles. Dann warf sie einen Blick auf ihre Armbanduhr. Es war 04:00 Uhr PM. In ein einhalb Stunden begann um diese Jahreszeit in Mississippi die Sonne unterzugehen und um 06:00 Uhr PM wäre es so gut wie dunkel. Sie musste einen geeigneten Wagen finden, in dem sie sich einschließen konnte und die Fenster abhängen. Außerdem musste sie zusehen, dass sie irgendwoher ein paar Decken oder Sonstiges bekam, damit die Nacht nicht ganz so kalt wurde. Wasser hatte sie heute Morgen schon genug abgekocht und umgefüllt. Den Reis, den sie gefunden hatte, würde sie heute nicht mehr zubereiten können. Feuer lockte die Monster da draußen an und nicht nur die, auch Menschen, lebende Menschen. Aber das war okay. Sie hatte noch eine Dose Tunfisch und einen Apfel, das würde ihr Abendessen werden. Corey verschloss ihren Rucksack und schulterte ihn. Dann sah sie sich um. Vielleicht gab es hier etwas noch etwas, was sie gebrauchen konnte. Batterien für ihre Taschenlampen vielleicht. Manche Geschäfte waren restlos leer bei diesen Artikeln, manche hatten sie noch in Hülle und Fülle. Es kam immer darauf an, wie viele Leute versucht hatten zu fliehen und wie viele sich verbarrikardiert hatten oder wie viele Survival Freaks es in der Gegend gab. Ein, zwei Kerzen wären auch eine Idee. Teelichter reichten schon. Wobei Corey dann die Fenster doppellagig abhängen und darauf achten musste, dass es keine Lücken gab. Riskant, aber so konnte sie schreiben und lesen. Vielleicht gab es hier sogar noch ein paar Notizblocke, kleine Notizbücher und Stifte. Sie hatte zwar genug dabei, aber man wusste ja nie und so schwer waren sie auch wieder nicht. Eventuell gab es hier vielleicht sogar eine Abteilung mit Tischdecken oder Bettwäsche, die sie nutzen konnte, um Autofenster abzuhängen. Ein Versuch war es wert, ging ja schnell. Schneller, als sich draußen alles zusammenzusuchen. Sie kramte ihre Taschenlampe heraus, warf dann einen Blick zu der Fremden. Was sie wohl tun würde? Sich hier betrinken und sitzen bleiben? Hier wo jedes Monster einfach reinspazieren konnte? Corey ließ ihre Schultern hängen. Sie war doch nicht ihr Problem, nur weil sie ihr Essen gegeben hatte. Sie seufzte schwer, ging zurück, schnappte die Kassenbonrolle und den Stift und schrieb erneut.
~ Hast du einen sicheren Schlafplatz? Keine Sorge, ich frage nicht, weil ich ihn will, aber wenn du dich betrinken willst, wirst du den brauchen. ~
Sie wollte dazu schreiben, dass sie einen hatte, aber als sie das vor einigen Tagen tat, hatten ihr zwei Typen den Schlafplatz gestohlen, würde ihr nicht noch mal passieren. Naja, so sicher hatte sie noch keinen, aber sie hatte ein paar Straßen weiter von hier einen alten Kombi gesehen. Er stand inmitten eines Staus aus hunderten von Autos. Menschen konnten über die Autos klettern, aber Monster hätten es schon mal schwerer ranzukommen. Sie reichte der immer noch Fremden die Papierrolle.

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