Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

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Kadira
Gelöschter Benutzer

Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Kadira am 28.01.2024 09:30

Die junge Schattenjägerin hatte eigentlich keine Zeit um sich um Ivy zu kümmern aber ihr Helfersyndrom schlug aus weshalb sie die junge Frau nicht einfach sich selbst überlassen konnte. Wer weiß wo sie landen würde.
Kadira hörte ihre Worte und zuckte leicht mit den Schultern. „Ich bin keine Mörderin. Wie gesagt es war doch auch keine Leiche dort. Und ich weiß nicht was du genommen hast aber du scheinst wirklich zu halluzinieren also so richtig.", gab die Brünette von sich und zuckte leicht mit den Schultern. Sie konnte doch nicht verstehen weshalb es Mundis gab, die sich mit Drogen oder Alkohol zudröhnten nur um einen Kick oder ähnliches zu bekommen.
Kadira empfand es als unverantwortlich wie Ivy sich verhielt nachdem sie ihr all die Geschichten von einen Ehemann und einem Kind erzählte. Welche Mutter würde so sein und ohne ihr Kind aufwachsen wollen?
Aber wahrscheinlich konnte Kadira es deshalb nicht nachvollziehen weil es in ihrer Welt eben anders war. Auch wenn es bei Ihnen ähnlich ist und die Kinder selten Liebe und Zuneigung bekamen so war es trotzdem eine Familie, die am Ende zusammen halten würde. Und die Schattenjägerin war sich sicher wenn sie jemals Kinder haben würde, würde sie es zumindest anders machen als ihre Eltern. Natürlich müsste sie ihr Kind gleich über die Gefahren dieser Welt aufklären aber sie würde sie mit aller Macht beschützen und nicht zu einer Kampfmaschine ausbilden, wie alle anderen es tun.
Im Hotel angekommen setzte sie Ivy auf ein Sofa in der Lobby ab ehe sie sie ansah. „Du wartest hier. Ich kümmere mich drum.", sagte Kadira und bewegte sich dann zum Tresen Kurz redete sie mit dem Hotelier, immer wieder ging ihr Blick zu Ivy. Dann wandte sie sich ab und ging wieder zu dem Sofa zurück. „So alles geklärt. Du kannst 2 Tage hier bleiben. Keine Kosten. Ruh dich aus und versuch etwas runterzukommen. Soll ich dich rauf bringen?", fragte die Schattenjägerin dann und sah Ivy an.

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Ivy

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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Ivy am 31.01.2024 15:55

Während Ivy in einer Ecke saß liefen ihre Finger über ihr Bein. Also in Wahrheit tippte sie wie ein verpsieltes Kind auf ihrem Bein herum, aber es fühlte sich lustig an. Wie ein Trampolin oder dergleichen. Auch wenn ihr allmählich richtig schwindelig wurde. Und schlecht. Gottverdammt, ihr war richtig schlecht und ihr Schädel dröhnte. Ihre Finger gingen vom Hüpfspiel in einen Streichelmodus über.
Ihre Freundin kam zu ihr zurück, auch wenn Ivy einen Moment brauchte sie zu identifizieren. Die Wände atmeten laut. Aber es war nicht mehr lustig, berührigend. Auch eher dröhnend. Alles dröhnte nur noch...
"Ich kann...", begann sie, mit dem Anflug der gewissen Autorität und Bestimmtheit in der Stimme, die sie nüchtern normalerweise besaß und stand auf, doch sofort hatte sie das Gefühl umuzknicken. Oh fuck, ihr war übel. Ihr war echt nicht gut. Sie schluckte ihren Stolz hinunter. "Ja...", bat sie und stützte sich mit einer Hand an der Frau ab, während sie es irgendwie in den Aufzug schafften. Sofort lehnte sie sich an die Wand und schloss die Augen vor dem grellen Licht, dass ihr furchtbar hell und stechend vorkam. "Mir ist echt nicht gut.", gestand sie, wischte sich ein paar blonde Strähnen aus dem Gesicht und stolperte aus dem Aufzug raus, als sie in der (hoffentlich) richtigen Etage angekommen waren. Es war unendlich schwer ihren pochenden Schädel der mit der ganzen Welt zu pulsieren schien zum Denken anzuregen. "Wel-Welches Zimmer...?", schaffte sie es zu fragen und sah sich um. Die Zahlen hüpften von ihren Plätzen, wirbelten durcheinander und verstärkten ihre Kopfschmerzen und die Übelkeit nur noch. Gott, sie brauchte ein Bad und ein Bett und das ganz dringend..

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Kadira
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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Kadira am 15.06.2024 20:56

Die junge Schattenjägerin war froh, der junge Frau helfen zu können. Schließlich war das ihre Aufgabe. Die Schattenjäger waren da, um den Menschen zu helfen. Ihr war es egal, ob da bei Dämonen im Spiel waren oder ob es Alltagssituation waren. Auch wenn Kadiras Eltern anders sehen würden. Für die McKenzie‘s gilt nur das beschützen der Mundies vor Dämonen. Über die Jahre hinweg hatte die Familie sich einen Ruf aufgebaut, und diesen möchten sie nicht aufgeben. Kadira gehörte eins zu den Vorzeigekindern der Familie. Sie war gut im Training und hatte viel gelernt, war eine hervorragende Kämpferin und auch sonst ging sie nur genehmigten Mission nach und tat, was man ihr sagte. Doch das hatte sich verändert, seit sie in London gewesen ist. Ihre Eltern verstanden nicht, was genau da geschehen sein muss um ihre Tochter so zu verändern, auch wenn sie wussten, dass ihr Parabatei dort ums Leben kam. Jeder Schattenjäger schätzte die Verbindung dennoch waren Kadiras Eltern der Meinung, sie müsste langsam darüber hinweg kommen. Im Grunde ging es der Familie um den Ruf und nicht um Kadira selbst auch wenn die junge Schattenjäger das nicht sah.
Kadira hätte die junge Frau nicht einfach sich selbst überlassen können. Schließlich hatte sie genau bemerkt, dass irgendwas nicht stimmte. Für den Anfang wirkte sie verwirrt doch schnell bemerkte Kadira, dass die junge Frau Substanzen zu sich genommen hatte, eine Art, die Kadira selbst nicht kennt.
Durch das Engelsblut in den Adern war ein normaler Rausch durch Drogen nicht möglich. Natürlich wusste sie, dass es auch Möglichkeiten für Schattenjäger gab. Zumindest hatte sie davon gehört und wurde auch von ihren Eltern davon gewarnt. Vampirblut das war eine der Schwächen der Schattenjäger, hatten sie einmal das Blut intus ob durch Medikamente, Salben oder aus der Vene selbst war es wie ein Rausch, von dem nicht so einfach losgelassen werden konnte, denn Vampirblut hatte für Schattenjäger eine süchtig machende Wirkung.
Nun war sie aber mit Der jungen Frau im Hotel. Das Zimmer hatte sie bereits bezahlt. Sie wollte der jungen Frau einfach nur helfen, auch wenn sie wusste, dass in der nächsten Zeit die junge Frau wahrscheinlich wieder Drogen zu sich nehmen würde. Die Schattenjägerin ging nicht davon aus, dass es einfach nur eine Einmalige Sache war.
Als Ivy sie nach der Nummer fragte blieb sie schon vor einer Tür stehen. „Wir sind schon da.“, verkündete sie und öffnete die Tür mit der Zimmerkarte, die sie Ivy noch nicht gegeben hatte. Im Grunde hatte sie ihren Job erledigt, aber trotzdem wollte sie nicht einfach gehen. Sie machte sich Sorgen, dass die junge Frau einfach wieder verschwinden würde, um sich den nächsten Kick zu holen. Als sie die Tür geöffnet hatte, brachte sie Ivy hinein Und und ihr sich aufs Bett zu setzen. „Kann ich dir sonst noch helfen“, fragte sie leise.

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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Ivy am 17.06.2024 12:32

Der 38-Jährigen ging es richtig mies. Das war der Bullshit. Nach dem High kam das Tief. Und sie fühlte sich dreckig. So unsagbar dreckig, dass sie weinen könnte. Ihr Schädel pochte, ihr war speiübel, sie konnte ihre Gliedmaßen kaum fühlen. Die wände atmeten und bewegten sich und wankten, der raum war zu dunkel, die Schatten lebendig. Was für einen beschissenen Eindruck sie machen musste. War sie froh dass ihre Tochter das nicht sehen konnte... das niemand das sehen konnte....
"Eimer...", brachte Ivy zusammenhanglos raus. Und dann: "Bad..." Sie stand auf, stolperte fast hin und gelangte nur mithilfe der Fremden rechtzeitig zur Toilette, um vor dieser zusammenzubrechen und sich zu übergeben. Da war sie, wie der Junkie der sie früher gewesen war. Und bürdete sich dann auch noch der jungen Frau auf. Was war sie für eine Schande. Wieder würgte sie. Wieder brach sie. Alles drehte sich. Wie gerne wollte sie schlafen. Alles betäuben...
Sie merkte nicht, wie sie den Mund grob ausspülte, und auch nicht wie es zurück ging. Sie nahm kaum Notiz davon, im Bett zu liegen, spürte nur schließlich etwas weiches. Die Schatten waberten noch immer, doch der Rasuch verebbte nach und nach, ließ nur die Schmerzen in ihren Venen und Armen und Verletzungen zurück, das Atmen der Wende, die Kopfschmerzen und die Realität, die so viel härter als alles andere war.
Die Fremde war noch da. Warum war sie noch da? Ivy suchte sich zu erinnern, wo oder wie sie sich getroffen hatten, doch ihr Kopf wollte nicht funktionieren und so ließ sie es bleiben. Sie konnte sich aber daran erinnern, ihren Körper wieder verkauft zu haben. Sie sollte sich waschen. Später...
"Ich war clean.", brachte sie raus und hasste es, dass ihre Stimme wie eine Rechtfertigung klang. "Ich war clean, gottverdammte Scheiße..." Sie starrte an die Decke. Sie war clean gewesen und hatte ein neues Leben angefangen und es hätte gut werden sollen. Mit ihrer Tochter, mit einem vernünftigen Job, ohne Drogen. Und jetzt? Alles wieder auf Anfang. Alles einfach immer und immer wieder zum beschissenen Anfang..

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Kadira
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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Kadira am 20.06.2024 13:36

Kadira spürte dass sie die junge Frau noch nicht sich selbst überlassen konnte. Und es gehörte zu ihrer Pflicht ihr zu helfen. Auch wenn es mehr oder weniger eine Auslegungssache war wie man jemanden half. In den Augen ihrer Familie war es das töten von Dämonen damit die Mundis beschützt wurden, für Kadira zählte aber mehr dazu. Vor allem nachdem sie mit einem zusammen war und ihn vor allem beschützen würde.
Die Worte der jungen Frau waren leise und schwach. Kadira half ihr ins Bad und hielt ihre Haare als diese sich hemmungslos über der Toilette übergab. Die Schattenjägerin konnte sich nicht vorstellen warum jemand sich so was absichtlich antat aber es war nicht ihr Recht darüber zur Urteilen.
Kadira hatte das Gefühl die Frau würde langsam das Bewusstsein verlieren, weshalb sie sich den Duschkopf nahm, leicht anmachte und ihr etwas den Mund ausspülte ehe sie sie langsam zum Bett brachte und dort nieder legte.
„Ich besorge die einen Eimer, bin gleich wieder da.", gab Kadira von sich und verließ für wenige Minuten das Zimmer ehe sie wiederkam. Das war der Vorteil der Fähigkeiten der Schattenjägerin. „Draußen war eine Putzfrau, die gab mir den Eimer.", log Kadira. Sie hatte sich mit einer Rune unsichtbar für Mundis gemacht und war dann in den Personalbereich gelaufen um einen Eimer zu besorgen.
Kadira stellte den Eimer neben das Bett und sah Ivy an. „Du warst clean? Ich würde ja fragen was passiert ist aber ich glaube das wäre jetzt etwas viel. Du solltest schlafen. Soll ich dir irgendwas besorgen? Frische Kleidung oder was zu essen für später?", fragte Kadira nett und überlegte wie sie Ivy noch helfen konnte. Diese Situation war neu für sie.

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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Ivy am 02.07.2024 14:16

Ivy wusste wirklich nicht, womit sie diese Behandlung verdient hatte. Diese Fürsorge, die diese fremde Frau ihr zuteil werden ließ. Wer war sie nur? Diese hübsche junge Frau, die an ihrem Bett stand, einen Eimer abgestellt hatte ohne dass sie wirklich weg gewesen war (in Ivys nicht funktionierendem Zeitverständnis momentan). "Danke.", hauchte sie nur leise, als der Eimer abgestellt worden war. Sie zog die Nase hoch und spürte irgendetwas im Rachen krisseln. Es interessierte sie nicht, was das war. Sie versuchte sich ein wenig hochzuschieben. Aufrechter zu sitzen, während Schweißperlen ihre HAut bedeckten und die Schatten sie zu umkreisen schienen. Kopfschmerzen begannen. Aber sie wusste, dass sie nicht würde schlafen können. Noch nicht. Es wäre nur ein Dahinsiechen. Nur ein Dahinsiechen, bis das Down vorbeiging. Oder sie sich was neues gab. Aber die Fremde hatte auch Recht. Sie musste schlafen. Ihr Körper brauchte das. Genauso wie den Stoff...
"Ein verficktes Arschloch aus meiner Vergangenheit.", sagte sie, und hasste die Verbitterung in ihrer Stimme. Ebenso bitter lachte sie kurz auf und ließ ihre Faust kraftlos aufs Bett fallen. "Hat mich an einen Stuhl gefesselt und mir eine Dosis gegeben." Sie erinnerte sich daran. Gott und wie gut sie sich daran erinnerte. Was für ein atemberaubendes Gefühl es gewesen war, als dieses flüssige Glück über sie hinwegspülte und sie mitriss, nachdem sie es fast zwei Jahre lang nicht angerührt hatte.
Etwas nasses. Sie tastete hoch. Tränen. Sie wischte sie weg. So viele Angebote... kraftlos schüttelte Ivy den Kopf. "Du hast mehr als genug für mich getan. Mehr als ich verdient habe." Das war kein Selbstmitleid. Das war die Wahrheit. Sie blinzelte hoch. Durch die Schatten zum ersten Mal genau in das Gesicht der fremden. Sie war unglaublich hübsch, mit ihrer leicht gebräunten Haut und den dunkelbraunen Locken. "Wie heißt du?", fragte sie mit rauer Stimme. "Wirst du wiederkommen?" Sie rechnete nicht damit. Aber irgendwie würde Ivy versuchen, sich bei dem Mädchen zu revanchieren. Eines Tages. Das war sie ihr schuldig.

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Kadira
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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Kadira am 07.07.2024 11:58

„Kein Problem", sagte die Schattenjägerin und lächelte sanft. Auch wenn sie sich sicher war dass Ivy dies wahrscheinlich kaum war nahm.
Nach wie vor konnte sie nicht verstehen wie jemand sich selbst so schaden konnte aber es war nicht ihre Aufgabe darüber nach zu denken und ihr wirklich auf Dauer helfen konnte sie auch nicht. Das müsste die junge Frau, die nun im Bett lag, selbst Entscheiden.
Als Ivy ihr erzählte wie das ganze zu Stande kam war die Schattenjägerin leicht schockiert. „Du hast die Drogen nicht mal freiwillig genommen?", fragte sie nach und sah Ivy an. Kadira fragte sich wieso Menschen so etwas anderen Menschen antaten aber auch wenn die Schattenjägerin dafür da war Menschen zu schützen hatte sie oft genug mitbekommen wie Grausam diese sein konnten. „Wie heißt er?",fragte Kadira leise und setzte sich ans Bett. Sie könnte dem Mann eine Lektion erteilen. Sie würde ihn nicht umbringen aber sie könnte dafür sorgen dass der Typ vielleicht so etwas nicht mehr tat. „Ich finde du hast das nicht verdient so zu leiden. Deshalb helfe ich dir.", erklärte die Brünette und lächelte. „Ich bin Kadira. Und wie ist dein Name?", fragte sie nach. „Ich kann auch noch hier bleiben. Habe ohnehin nichts vor. Oder ich komme morgen früh und sehe wie es dir geht. Wie es dir lieber ist.", gab Kadira von sich und stand wieder auf.

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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Ivy am 24.07.2024 18:27

"Früher... früher schon...", erzählte Ivy, dabei tief Luft holend und fragte sich für eine Sekunde, warum sie es erzählte. Aber sie trug es so lange mit sich und es wollte raus und hier war grade jemand der zuhörte und was spielte es schon für eine Rolle? Sie schluckte schwer um das Krisseln weg zu bekommen. Einen ganz kleinen Schuss nur und sie könnte besser denken, die Schmerzen vertreiben und alles.. "Früher, in der Schule. Nachdem meine Eltern sich getrennt hatten. Da hab ichs freiwillig genommen. Ich brauchte diese Freiheit." Mit glasigen Augen blinzelte sie an die Decke. Sie war doch das Kissen wieder etwas runtergerutscht. Sie wusste nicht wo sie war, ihr war schweindlig. Aber sie redete trotzdem weiter, wie zu sich selbst oder einem Gespenst. "Dann hatte ich eine Tochter. Aber ich habe immer noch Drogen genommen. Er hat mich verlassen. Ich hab so viele Jahre versuch clean zu werden. Dann war ichs und bin zu ihr. Aber ein Typ aus der Vergangenheit hatte noch eine Rechnung mit mir offen. Ein Dealer... den ich einmal bei den Cops verpfiffen hab um meine Hafstrafe zu verkürzen..." Sie schloss die Augen. Jetzt pulsierten immer wieder leichte Schmerzwellen durch ihren  Körper. Schweißperlen glänzten auf ihrer Haut. Wie sie das Down nach dem High hasste. Sie fühlte sich als wäre sie in einem zerschmetterten Körper gefangen. Vermutlich war sie das auch... "Seinen echten Namen kenne ich nicht.", brachte sie leise raus und schluckte. Ihre Augenlider waren nur noch halb geöffnet. "A.G. Simp. So nennt er sich..." Sie hustete, was ihren Körper aufflammen ließ. Und diese Kopfschmerzen. Wann waren die denn dazu gekommen??
"Kadira..." sie wollte die Hand des Mädchens drücken, doch sie hatte keine Kraft. "Ich werd dir die Helfe vergelten. Versprochen. Komm... komm morgen wieder, okay?"
Sie hatte keinen Stoff mehr. durch dieses Tal musste sie jetzt durch..

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Kadira
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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Kadira am 02.08.2024 09:34

Kadira hörte Ivy zu und nickte dann. Nach wie vor konnte sie sich nicht vorstellen warum jemand das freiwillig tat und weshalb. Aber sie hatte diese Erfahrung auch nicht gemacht und hatte nicht vor in diese Richtung einzuschlagen. Oft hatte sie aber von Auswirkungen gehört zumindest war es bei Schattenjägern so wenn sie Vampirblut zu sich nahmen. Sie hatte viele Geschichten gehört und diese hatten sie abgeschreckt. Außerdem wusste Kadira dass sie als Schattenjägerin Verantwortung trug und diese würde sie auch wahrnehmen.
Ivy erzählte der Schattenjägerin ihre Geschichte, schüttete ihr ihr Herz aus und nannte ihr den Namen, der verantwortlich dafür war dass es jetzt so schwer wurde. Als Ivy ihre Tochter erwähnte zuckte Kadira leicht zusammen. Auch wenn ihr Verhältnis zu ihren Eltern nicht das beste war könnte sie sich nicht vorstellen das einer der beiden so gewesen wäre. Sie hätte ihre Eltern verabscheut und hätte sich sicherlich schnell von diesen entfernt.
Aber jetzt hatte sie einen Namen. Und dieser Mann würde seine Strafe erhalten, dafür würde Kadira sorgen. Umbringen konnte sie ihn nicht, das würde gegen den Kodex verstoßen aber es gab andere Wege und Mittel. So hatte sie, gegen den Willen ihrer Eltern, auch Freunde in der Unterwelt. Dieser Mann würde seine Lektion bekommen. „A.G. Simp", wiederholte sie leise und sah dann Ivy an.
„Ich komme morgen wieder aber du schuldest mir nichts. Versuch dich auszuruhen und keine Dummheiten anzustellen. Wir sehen uns morgen.", sagte die Schattenjägerin ehe sie das Zimmer verließ und sich auf den Weg ins Institut machte.

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Re: Kadira & Ivy ~ Schatten in der Dunkelheit

von Ivy am 11.08.2024 18:08

Ivy wollte noch fragen, was für Dummheiten gemeint waren. Aber sie hatte keine Kraft mehr. Und nur wenige Augenblicke später...
...war sie allein.
Die Nacht war ein einziger Horror. Schmerzen, die durch ihren Körper pulsierten, Kopfschmerzen, Selbstzweifel, Todeswunsch. Sie schwitzte und sie zitterten, an Schlaf war nicht zu denken, während die Schatten sie manchmal atmend anzufallen schienen, und doch schlummerte sie zwischendurch immer mal wieder weg. Es war nicht erholsam doch diese Momente waren die besten. Und irgendwann - nach Jahren, Jahrzehnten, einem ganzen Leben - ...
...wachte sie auf durch Sonnenlicht, dass ihr in die Augen fiel. Ivanny fühlte sich wie zerschlagen. Ihr Kopf hämmerte dumpf. Ihre tätowierte Haut war von kaltem Schweiß benetzt. Sie leckte sich mit ihrer Zungenspitze über die rissigen Lippen, ihre Finger krallten sich in die Matratze. Ganz langsam richtete sie sich auf, setzte sich auf, schwang die Beine vom Bett. Ihre blonden Haare waren lang und zerzaust. Sie blinzelte und blickte sich in dem Zimmer um. Es sah aus wie ein Hotelzimmer. Wie zur Hölle war sie hierhingekommen? Warum war sie nicht Zuhause? Sie war sich ganz sicher, dass sie doch auf dem Weg nach Hause gewesen war!! Oder nicht?
Sie versuchte sich zu erinnern, was gewesen war, doch ihr Kopf hämmerte davon nur noch mehr und sie ließ es bleiben. Langsam stand sie auf. Ihre Beine fühlten sich endlos schwach. Sie sammelte sich, ehe sie aufstand und in Richtung Badezimmer schlurfte. Dabei stieß sie auf einen stinkenden Eimer mit Erbrochenem. "Na ganz toll...", murmelte Ivy, ignorierte ihn und ging ins Bad. Sie blickte sich selbst an. Dunkle Schatten unter den Augen, eingefallen, leichenblass, sprüdes Haar. Sie sah so furchtbar aus wie sie sich fühlte. Wenn sie schon hier war...
Sie zog sich aus, trat unter die Dusche und wusch sich. Das tat verdammt gut, auch wenn es die Spannung und Unruhe in ihr nicht im Mindesten besserte. Ihre Muskeln schmerzten, ihr Magen grummelte. Sie brauchte eine Nase zur Beruhigung. H oder sowas. Dann wäre es schon besser. Dann könnte sie wieder denken.
Ihre Haare trocknete sie nur sporadisch und ließ sie sonst nass wie sie waren hängen. Sie zog sich wieder an, ging ins Zimmer zurück, suchte ihre Handtasche und machte sich mit schwitzigen Händen eine Zigarette an. Sie nahm ihr Handy, das kaum noch Akku hatte und suchte einen ihrer Dealer raus. Denn in ihrer tasche hatte sie keinen Stoff mehr gefunden. Sie fragte ihn wo er war. Er antwortete innerhalb einer Minute. Perfekt. Das würde sie finden, wo auch immer sie grade genau war. Sie packte es wieder ein, hängte sich ihre Tasche um, vergewisserte sich trotz ihres matschigen Schädels dass sie alles hatte und öffnete die Tür.
Ihr Herz blieb stehen.
Dahinter stand jemand.
Einen Augenblick starrte Ivy die junge Frau an. Nur ganz ganz langsam kehrten Ausschnitte der Nacht zurück. Mörderin? schoss ihr kurz durch den Kopf, doch sie verwarf es direkt wieder. "Wir... kennen uns, richtig?" Den Namen hatte sie vergessen. Verdammt. Aber eine andere Erinnerung kam. "Du hast mich hierher gebracht, oder?"

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