Starkville

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Diego
Gelöschter Benutzer

Re: Starkville

von Diego am 14.05.2023 00:33

Oh sie konnten sich beide sicher sein, ihm gefiel das ganze auch nicht, sich eine Fremde fast nackte Frau anzuschauen... auch wenn man es bei Männern wohl anders erwarten würde.. aber sein Herz gehörte eben Zeynep und das würde sich nicht ändern.  
Er neigte den Kopf etwas, als Adria aufzählte, was sie alles so bei sich hatte und nickte ganz langsam. "Gut." dann sah er zu Zeynep, legte seine Lippen kurz auf ihre Wange und verschwand ins Schlafzimmer. Er lehnte sich an die Fensterbank und zündete sich eine Zigarette an, während er die leere graue Umgebung beobachtete. Als die beiden Frauen ins Schlafzimmer kamen, drehte er den Kopf zu den beiden, wandte sich aber Adria direkt zu. "es gibt noch einen winzigen freien Raum hier im Haus, grade groß genug, um eine Matratze rein zu kriegen. Ist aber auch kein Problem wenn du lieber hier mit im Raum schlafen willst, die Entscheidung bleibt bei dir. " 

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Adria
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Re: Starkville

von Adria am 20.05.2023 12:47

Adria war sehr erleichtert als die Untersuchung endlich vorbei war, natürlich verstand sie die Notwendigkeit dahinter aber es war einfach nichts Schönes. Deshalb hätte sie die Erlaubnis von Zeynep auch definitiv nicht gebraucht um sich wieder anzuziehen aber noch immer war sie sehr bedacht darauf keine plötzlichen Bewegungen zu machen oder irgendwas das ihr entweder doch noch eine Waffe an der Kehle einbrachte oder ein unnötiges Geräusch machte. Da war sie vorsichtig geworden, extrem vorsichtig und auch das bestücken des Rucksacks war ein reiner Erfahrungswert. Denn man musste ja nicht nur darauf achten das die Last nicht zu schwer war sondern auch so packen das man keine verräterischen Geräusche damit erzeugte. Aber sie hatte schon immer schnell gelernt sich anzupassen auch wenn die Apokalypse dann doch nochmal eine besondere Herausforderung war, da jeder noch so kleine Fehler einen das Leben kosten könnte...
Die Entschuldigung für die Untersuchung quittierte sie lediglich mit einem leichten Nicken denn sie verstand es ja. Und ihren Mundwinkel umspielte sogar ein kleines Lächeln, als Zeynep sie dann quasi bei den beiden Willkommen hieß. Und so folgte die Brünette ihr dann auch ins Schlafzimmer, zu Diego. Das die beiden ein Paar waren, hätte sie auch gewusst ohne das die andere Frau es ihr sagte aber das war wieder eine andere Geschichte. Bei der Frage nach dem Schlafplatz musste Adria gar nicht lange überlegen, besonders da der andere Raum verdammt klein und beengt klang. Was sie zur Not ertragen hätte aber wenn man ihr schon die Wahl ließ... „Lieber hier dann.", entgegnete sie nur knapp. Ihre kleinen Schwächen musste sie ja nicht direkt offenbaren wenn es nicht unbedingt sein musste. Und es war ja auch nicht so schlimm das sie gleich nackte Panik überwältigen und sie rumschreien würde in einem kleinen Raum. Ruhig öffnete sie ihren Rucksack und nahm einen kleinen Schluck aus der Wasserflasche. Schön einteilen dann musste man auch seltener auf Toilette und man konnte ja auch nie wissen wie lange man mit dem Wasser auskommen müsste. Dann fiel ihr ein das Zeynep ihr ja noch eine Frage gestellt hatte. „Ich komme aus Manhattan. Und ihr?"

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Zeynep

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Re: Starkville

von Zeynep am 02.08.2023 09:46

"Wirf mir auch mal eine rüber.", bat Zeynep Diego, fing die Kippe auf und zündete sies ich mit dem gleich nachkommenden Feuerzeug an. Sie nahm einen tiefen Zug und versuchte, sichw ieder zu beruhigen - noch klopfte ihr Herz von der kurzen Aufregung draußen, von dem Einflass der Fremden und der Untersuchung. Sie zog die Knie an sich ran und betrachtete, wie ihre neue Bekanntschaft Alena sich auf dem Boden niederließ und etwas trank. Sollte sie nachher auch mal wieder. Tat sie viel zu wenig. Und scheiße, manchmal fehlten ihr echt die Energys. Es füühlte sich für sie immer an wie ein Jackpot-Gewinn, wenns ie einen Kiosk gefunden oder überfallen hatten, wo noch irgendwelche Energy-Dosen in den Kühlschranken standen die schon lange warm waren oder auf dem Boden lagen, irgendwo unter irgendwelche Regale gerollt.
"London.", antwortete sie Adria. "Zumindest hab ich da gelebt. Geboren wurde ich in München:" Sie zog wieder an ihrer Zigarette und beschloss kurzerhand ihre wahre Geschichte mitzuteilen. Der Frage die kommen würde konnte sie ruhig zuvorkommen und jetzt spielte es ohnehin keine Rolle mehr, wer davon wusste oder nicht wusste. Es gab keine Justiz mehr. "Ich hatte in London einen Strip-Club und war so halb-involviert in Mafia-Geschäfte. Die haben meinen Club für Geldwäsche und Drogenhandel genutzt. Ich hatte da immer so'n Auge mit drauf." Sie zuckte mit den Schultern, nahm noch einen Zug, stieß ihn in die Luft und seufzte. "Kurz vor der Eruption wollte dann der Mafiaboss, dass ich einen Geldwäsche-Transport in Amerika überwache und vielleicht auch eine neue Partenrschaft schließen kann. Sowas kann ich ganz gut. Also hat er mir Reise und alles nach Missisippi finanziert. Tja. Und während ich hier war ist Amerika in die Luft geflogen, also bin ich immer noch hier." Wieder zuckte sie mit den Schultern und sah von Diego zu Alena und schließlich auf ihre Kippe. "Tja. So spielt das Leben."

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Diego
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Re: Starkville

von Diego am 07.04.2024 10:57

Er nickte auf Adrias Aussage, das sie lieber bei ihnen mit schlafen würde, nicht das er wirklich eine andere Antwort erwartet hatte, wer war in solch beschissenen Zeiten, wo man eh meistens alleine war, noch zusätzlich gerne alleine. Bei Zeyneps frage nach einer Zigarette, warf ihr beides zu. Wenn sie auch nicht mehr viele hatten, aber er brauchte das und er wusste, das seine Freundin das mindestens genau so gebrauchen konnte. Als Zeynep erklärte, warum sie hier war, lauschte er einfach nur schweigend und rauchte seine Zigarette zu ende. "gelebt habe ich, fast logisch, mit Zeynep in London, bin aber eh hier und da gewesen." Zuckte er mit den Schultern, bevor er Adria noch einmal musterte. "Und da du kein einfacher Mensch bist, kann ich dir auch sagen, das ich meine Kräfte genutzt habe, um aus London hier her zu ihr zu kommen." Denn auch wenn Zeynep selten schlief, wenn sie es tat, war es ein leichtes für den Nightmare seine Liebste zufinden. "Mein Leben ist sonst nicht weiter spannend gewesen.." Sein Blick ging wieder aus dem Fenster, an dem eine kleine Gruppe schlurfender Gehirnloser entlang lief. Wirklich, er konnte diese Wichser nicht mehr sehen.

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Adria
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Re: Starkville

von Adria am 08.04.2024 20:56

Aufmerksamkeit war eine ihrer neuen besten Freunde geworden und immer mit einem Ohr bei dem geschehen draußen zu sein, konnte im Zweifelsfall den Unterschied zwischen Tod und Leben machen. Dementsprechend hörte sie zwar ihren beiden neuen Verbündeten zu und nahm diese Informationen auch in sich auf, lauschte aber auch auf verdächtige Laute von den Zombies. Dieses Verhalten hatte ihr in der langen Zeit in der sie ganz auf sich allein gestellt gewesen war schließlich gute Dienste erwiesen, neben dem Lesen von Auren war es wirklich am effektivsten gewesen. Allerdings war jetzt eher die Frage, ob es nicht fair wäre wenn sie den beiden auch Einzelheiten über ihr altes Leben anvertraut sollte. Zwar war Diego nicht ganz so offen wie Zeynep gewesen aber das war nicht weiter schlimm und auch wenn es vielleicht schmerzhaft war sich an ein Leben zu erinnern, dass es vermutlich nie wieder geben würde, könnte es doch vielleicht auch ganz schön sein... Denn wie das alles hier enden und wer zuletzt die Überhand gewinnen würde, war äußerst ungewiss, was sollte es also schaden? Sie hatte ohnehin bereits alles verloren was ihr bis jetzt jemals wichtig gewesen war. So gesehen war es alles nicht mehr wichtig. Also sprang die Brünette nach kurzem Zögern über ihren Schatten und begann zu erzählen, nach einem kurzen Moment in dem sie sich gesammelt hatte. „Ich bin in New York aufgewachsen auch wenn ich noch viel Familie in Spanien hatte. Zuerst hatte ich eine Band und hab als Barkeeperin gearbeitet. Bis ich dann irgendwann entschieden habe das ich Krankenschwester werden möchte." Sie machte eine kurze Pause und atmete tief durch. „Deshalb war ich auch unterwegs nach Mississippi, als die Sonneneruption kam. Ich wollte so viel wie möglich lernen und auch die verschiedensten Ansätze und Vorgehensweisen und da ich Work ans Travel in meinem Vertag hatte, konnte Ich überall hin wo ich nur wollte." Den Teil in dem sie Abstand gewinnen wollte, weil ihr ihr Leben und Dinge wie ihre Beziehung und ihre Familie und Freunde entglitten waren, ließ sie aus. Zum einen weil dieser Schmerz noch immer tief saß und zum anderen weil es die beiden sicher nicht interessierte...

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Zeynep

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Re: Starkville

von Zeynep am 02.06.2024 14:58

Zeynep lauschte der Erzählung ihres Freundes. Sie war nicht lang - aber nichts anderes hatte sie auch erwartet. Sie kannte Diego und er war wirklich nicht der Mann der vielen Worte. Meist musste sie ihm irgendwelche Ereignisse regelrecht aus der Nase ziehen, wenn sie etwas wissen wollte. Doch als er dann erwähnte, dass Adria offensichtlich auch nicht gänzlich menschlich sei, hob sie den Kopf. "Was?", brachte sie raus und ließ ihren Blick zwischen Adria und Diego hin und her schweifen. "Was bist du?", fragte sie dann direkt - fast ein wenig brüsk (auch wenn sie das gar nicht merkte und auch nicht beabsichtigt hatte) - an Adria gewandt. Die Zigarette noch immer zwischen den Fingern. Rasch nahm sie noch einen Zug. Der Rauch tat so verdammt gut.
Dann jedoch beschloss sie, sich auf Adrias Geschichte zu konzentrieren. "Das ist cool", warf sie kurz ein, als sie von ihrer Band erzählte. Sie selbst hatte auch Musik gemacht. Meistens war sie zwar nur in ihrem Club aufgetreten, aber dennoch hatte Musik sie durch ihr Leben begletiet, eine Verbindung zu ihrem Geburtsland hergestellt und war einfach ein Teil von ihr. Gott, sie wusste nicht mal wann sie das letzte Mal gesungen hatte. Auf jeden Fall noch kein einziges Mal in dieser verfickten neuen zum Untergehen verdammten Welt. "Aber cool. Dann kannst du uns ja verpflegen, wenn wir verletzungen haben. Ein bisschen Erfahrung hab ich zwar auch darin, mich um Verletzungen zu kümmern, aber das liegt mehr an eigener Erfahrung, als an irgendeiner Ausbildung." Sie stieß ein leichtes raues Lachen aus, nahm einen weiteren Zug und sah ebenfalls wieder aus dem Fenster. Verfickte Zombies. Sie fragte sich, wie lange sie hier wohl noch leben mochten. Wie es weitergehen sollte. Wie es überhaupt weitergehen konnte. Wie sehr sie diese ganze Scheiße hasste.

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Zeynep

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Re: Starkville

von Zeynep am 21.02.2025 12:03

Drei Jahre. Drei verfickte Jahre waren seit der Eruption vergangen und Zeynep Yildirim lebte immer noch. Sie war immer noch in Mississippi, immer noch in Starkville, immer noch in dem Haus, in dem sie zusammen mit Diego hatte wohnen wollen und in dem sie einst auch eine junge Frau namends Adria kennengelernt hatten. Tja... Drei Jahre waren eine lange Zeit. Besagte junge Frau hatte sich wieder auf den Weg gemacht und Diego... nun. Sie waren schon immer ein explosives Paar gewesen und in der Apokalypse hatte sich das nicht geändert. Er war weg. Zeynep wusste nicht wo genau oder was er gerade trieb, ob er in der Hölle oder hier auf Erden mit den Zombies oder mit diesem anderen Dämon Xhapan oder sonst wem seine Spiele trieb. Mit ihr jedenfalls nicht. Ein Teil von ihr war froh darüber, der andere Tel - der immer mehr vereinsamte - wurde nur noch verbittert. Sie war allein, hatte ihre Stimme seit Ewigkeiten nicht mehr betnutzt. Sie machte immer mal wieder Streifzüge, manchmal auch für mehrere Tage, in denen sie nach neuen Waffen, Essen oder sonstigem suchte. Sie hatte sich eine Art Garten draußen und einen Kräutergarten drinnen angepflanzt, mithilfe von Garten-Büchern, die sie in einer Bibliothek gefunden hatte. Natürlich kamen nur kleine Früchte da raus, weil ihnen viel Licht fehlte; dem immer noch allgegenwärtigen und Licht-verschluckenden Rauch sei Dank. Zeynep war auch dazu übergegangen, wann immer sie sich draußen bewege, einen schwarzen Mundschutz zu tragen, um sich vor einer möglichen Infektion und auch der schlechten Luft zu schützen. Ansonsten hatte sie sich eine eigene Feuerstelle gebaut, an welcher sie kochen konnte. Sie hatte gelernt zu jagen. Sie fristete ihr einsames Da-Sein, überlebte von Tag zu Tag und fragte sich immer öfter, was eigentlich jetzt noch der Sinn des Lebens war. Was das alles noch sollte.
Sie saß grade draußen an ihrer Feuerstelle, über welche sie einen Topf gehängt hatte in welchem sie eine Art Hasenfrikassee anrührte (sie hatte heute Morgen geschafft, mit einer ihrer Fallen einen überlebenden Hasen zu fangen), als sie etwas hörte. Sie war immer aufmerksam, wenn sie draußen war, Ohren wie Augen hatten sich geschärft. Sofort erhob sie sich, die Hand an ihrem Katana - denn die Munition für ihre Glock war schon lange leer, und ihr Jagdgewehr verwendete sie absichtlich nur beim Jagen und nur, wenn sie sich sicher war zu treffen. Da ging sie ausgesprochen sparsam mit der Muni um. Denn auch wenn sie mal eine Jägershütte gefunden und ausgeräubert hatte, so ging sie doch langsam aber sicher zuneige und sie wusste nicht, wo sie neue herbekommen sollte.
Eine Gestalt regte sich. Sofort spannte Zeynep alle ihre Muskeln an, bereit, dem Zombie wie schon tausend Male zuvor den Kopf abzutrennen. Sie konnte nicht mehr zählen, wie viele sie schon umgebracht hatte. Gefühlt hatte sie diese ganze verdammte Stadt ausgelöscht. Oder vielleicht waren die Zombies auch irgendwann weitergezogen. Jedenfalls kamen mittlerweile oft nur noch vereinzelt Zombies hier lang und nicht mehr in großen Horden wie zu Anfang oft.
Als die Gestalt näher kam, verengte Zeynep die Augen leicht. Aber... warte... das war kein Zombie. Das war eine Überlebende. Und sie kam ihr bekannt vor...
Zeynep schob ihre Maske zurecht, überlegte kurz - und beschloss dann doch, auf die Frau zuzugehen. Als sie soweit in Hörweite war, dass sie nicht schreien musste (denn wie Licht lockten auch Geräsuche Zombies an), sagte sie ungläubig: "Adria?" Sie hatte ihre Stimme so lange nicht mehr verwendet, dass sie heiser und unglaublich rau klang, wie ein altes Getriebe das gerade das erste Mal wieder in Gang gesetzt wurde. Sie räusperte sich leicht, versuchte es nochmal. Immer noch war ihre Stimme rau und dazu gedämpft von der Maske. "Adria?" Dass sie nach so langer Zeit ebenfalls immer noch lebte, erschien fast wie ein Wunder.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.03.2025 18:48.

Adria
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Re: Starkville

von Adria am 24.02.2025 20:23

Inzwischen war viel Zeit vergangen, Jahre in dieser tristen neuen Realität die mehr ein Überleben als ein tatsächliches Leben war. Monate, seitdem sie geglaubt hatte Ezra wieder gesehen zu haben - diesem Glauben aber keine Gewissheit hatte folgen lassen - zu schmerzhaft war der Gedanke sich vielleicht geirrt zu haben oder gar die Vorstellung, ihn mit einer anderen Frau an der Seite zu sehen. Stattdessen hatte Adria die Flucht aus der Stadt angetreten, bis zu der sie gekommen war und war zurück gegangen. Zurück zu Orten, die zuvor noch voller Zombies gewesen waren. Größere Überlebenskämpfe gegen Horden von Zombies aber keineswegs erfordert hatten. Stattdessen war es beinahe friedlich gewesen, hatte ihr viele Vorräte eingebracht und beinahe erholsame Nächte.
Wenn man mal davon absah das die üblichen Alpträume sich noch um ein Vielfaches gesteigert hatten, durch die Erlebnisse in dieser beschissenen Apokalypse in der ihre einzige "Freude" eine Blume gewesen war, die sich durch den Asphalt gekämpft hatte und die Entdeckung das sie immun war. Im Gegensatz zu mehreren zeitweiligen Weggefährten...
Und jetzt? Jetzt war Adria zurück, zurück in Starkville, wo sie vor Jahren zuletzt gewesen war und dank Diego und Zeynep eine sichere Unterkunft gehabt hatte. Die Luft in Starkville war kaum noch als solche zu bezeichnen und sich hier ohne Maske draußen zu bewegen, wäre wohl reiner Selbstmord oder zumindest ein unnötiges Risiko. Weshalb die Weiße Maske jetzt auch wieder vor ihrem Gesicht oder zumindest Mund und Nase war. Gerade fragte Adria sich, ob Zeynep wohl noch am Leben und überhaupt noch immer hier war, als sie dann auch schon eine Person auf sich zukommen sah, mit eindeutig weiblicher Statur - was erstmal aber noch nichts zu bedeuten hatte - weshalb sie ihre Schritte auch gestoppt hatte.
Je näher die Gestalt allerdings kam, umso eindeutiger konnte die Brünette erkennen das es sich dabei tatsächlich um Zeynep handelte. Weshalb ihre Haltung sich deutlich entspannter, dennoch zog sie ihre Maske nicht vom Gesicht, sondern sprach durch diese. „Hallo Zeynep, schön zu sehen das Du noch lebst." Und das war es wirklich, denn in dieser Lage war daß durchaus keine Sache die selbstverständlich wäre. „Bist Du allein?", fragte sie ein wenig verwundert da sich nichts in der Umgebung regte oder tat, außer das es in dem Topf blubberte der über der Feuerstelle hing.

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Re: Starkville

von Zeynep am 22.03.2025 18:57

Hinter ihrer Maske musste Zeynep unwillkürlich leicht Lächeln, als Adria antwortete. Sie hatte seit so langer Zeit keine menschlichte Stimme mehr gehört, dass es wie Musik in ihren Ohren erklang. Normalerweise war sie bei weitem nicht so emotional, doch Monate (vielleicht Jahre?) der Einsamkeit, machten etwas mit einem. Mit wenigen Schritten hatte sie sich Adria endgültig genährt und schloss sie in eine kurze feste Umarmung. "Kann ich nur erwidern.", erwiderte sie ehrlich, noch immer mit viel zu rauer und brüchiger Stimme. Es stimmte. Es war schön zu sehen, dass Adria noch lebte und es grenzte an ein Wunder, dass sie es beide noch taten.
Sie bedeutete Adria, ihr zu folgen. Ihr Essen würde sie gerne mit ihrer ehemaligen Freundin teilen. Sie würde im Augenblick so ziemlich alles für etwas Gesellschaft tun. Irgendwann hielt man es nur allein mit seinen Gedanken nicht mehr aus. Während sie also auf das Feuer zugingen, antwortete Zeynep auf Adrias Frage. "Ja, ich bin allein." Sie klang verbittert und verschlossen. Erst nach einigen weiteren Schritten fügte sie mit einem Schulterzucken hinzu. "Wir haben gestritten und er ist gegangen." Es war natürlich viel mehr und vielkomplexer als das, aber es war das einfachste, es so zu erklären.
Sie waren an ihrem kleinen Lager angekommen und sie deutete auf den Topf. "Ich mach sowas wie ein Hasenfrikassee. Kannst gerne mitessen, wenn du magst.", bot sie an und setzte sich wieder, um den Eintopf mit der Fleischeinlage umrzurühren. In der heutigen Welt war man nicht mehr wählerisch was man aß. Man war stets froh, überhaupt etwas in den Magen zu bekommen.
"Wie ist es dir ergangen. Es ist ewig her, seit wir uns gesehen haben." Tatsächlich fragte sich Zeynep schon lange, wie die Welt wohl außerhalb von Starkville aussah. Ob es andere Überlebende gab. Vielleicht sogar funktioneirnede Städte mit Ansammlungen von Menschen bzw. Überlebenden. Aber sie hatte sich hier etwas aufgebaut. Etwas, wo sie tatsächlich (über)leben konnte. Und bisher war sie nicht bereit gewesen, eine solche Unterkunft aufzugeben. Vielleicht auch,w eil da ein kleienr Teil in ihr war, der immer noch hoffte, dass Diego zurückkommen würde...

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Re: Starkville

von Adria am 31.03.2025 15:39

Es war wirklich schön Zeynep wieder zu sehen - denn immerhin hätte diese inzwischen ja durchaus auch gestorben oder infiziert worden sein - und das es aber nicht so passiert war, war eine seltene Freude die einem in diesen Zeiten zuteil wurde. Daher musste man es in ihren Augen besonders zu schätzen Wissen! Denn auch Freunde waren in dieser "neuen Welt" oder eher Realität nur sehr selten zu finden. Oder auch Liebe... Aber darüber wollte dir Brünette jetzt lieber nicht nachdenken und Zeynep wohl auch nicht unbedingt reden - denn die kurze Erläuterung bei der sicher noch vieles mehr darüber zu sagen gäbe um die Situation in all ihrer mit Sicherheit vorhandenen Komplexität zu erfassen - klang doch sehr verbittert. Und die kurze Erklärung hatte ja bereits auf sich warten lassen, also wäre es wohl geschickter das Thema für den Moment nicht zu vertiefen.
Stattdessen folgte Adria ihrer alten Freundin, nach der kurzen aber festen Umarmung zu der Feuerstelle und lächente leicht. „Das klingt gut, ich hätte auch noch ein paar Gewürze im Gepäck, falls Du da noch welche gebrauchen kannst." Ein Gourmet Gericht würde es mit Sicherheit trotzdem nicht werden aber wer würde das in dieser Lage der Welt denn bitte noch erwarten? Nahrung diente dem Überleben, der Geschmack war da erstmal egal.
Mit der Frage wie es ihr denn ergangen sei war Adria im ersten Moment tatsächlich ein bisschen überfordert, denn nicht nur das man mittlerweile selten noch mit anderen sprach, behielt man oft auch seine Gefühle, Gedanken und Erfahrungen für sich. Vertraute diese im Höchstfall noch einem gut gehüteten und versteckten Tagebuch an... Die Zeit seit dem letzten zusammen sein der zwei Frauen hatte Adria auf jeden Fall verschlossen gemacht, weniger zugänglich und auch eher unterkühlt. Denn Hoffnung war ein nur schwer zu ertragen des Gefühl geworden, generell machten Emotionalität und Vertrauen einen schwach. Weshalb Adria diese Dinge tief in sich vergraben hatte und versuchte es zu unterdrücken, wenn sie an die Oberfläche kommen wollten... Kurz stieß sie einen langen aber fast lautlosen Atemzug aus und überlegte. „So viel.. und gleichzeitig doch so wenig.", begann sie dann mit einem trockenen Lachen. „Ich habe glaube ich einen Ort mit vielen Überlebenden gefunden, die ziemlich sicher aussah. Aber.. ich bin nicht lange genug geblieben un herauszufinden wie gut es tatsächlich funktioniert und wie sicher es ist." Nach diesen eher kryptischen Worten presste sie leicht die Lippen aufeinander und weigerte sich darüber nachzudenken oder gar auszusprechen wieso sie so schnell und vielleicht etwas kopflos dort verschwunden war.

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