Selena & Kate | the creatures among us [beendet]

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Selena
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Selena am 22.09.2020 23:27

Selena war zum Zerreißen angespannt. Seit Ewigkeiten hatte sie sich nicht mehr so sehr geladen gefühlt, dieses aufgeregte Kribbeln in ihrem Körper gespürt, wie ihr Herz raste, ihre Sinne jedes noch so kleinste Geräusch, jede noch so kleinste Bewegung, jedes noch so kleinste Duftmolekül in sich aufsaugten. Sie war bereit, sie war im Adrenalinrausch und sie liebte es.
Sie liebte es.
Wie hatte sie es vermisst.
Vollkommen ruhig war ihr Zauberstab nach wie vor auf die sich krümmende, gefesselte, schreiende Frau gerichtet, die offenbar sämtlicher ihrer Sinne beraubt wurde. Es war eindeutig eine Verwandlung. Jeden einzelnen Vollmond machte Selena das durch. Sie liebte es, sie war ein Teil von mir,s ie wusste genau, was diese Frau verspürte - wie jeder Knochen in ihrem Knochen zerbrach, neu zusammenwuchs, sich in die Länge streckten und verförmten, wie ihre Augäpfel herauszuquillen schienen und Zähen durch das Zahnfleisch brachen, Krallen durch die Fingernägel. Oh ja, sie kannte genau das Gefühl, diese Qual. Doch sie kannte auch die darauffolgende endlose Freiheit, den Blutdurst, die wilde Freude, dieses unbeschreibliche Gefühl, ein Wolf zu sein.
Doch es war nicht Vollmond. Diese Frau hier konnte kein Werwolf sein und dennoch verwandelte sie sich.
Die Verwandlung mochte maximal eine Minute dauern, doch es kam Selena bedeutend länger vor. Keiner ihrer Werwölfe rührte sich. Alle standen genau wie sie angriffsbereit da, bereit jederzeit einzugreifen, zu betäuben, zu fesseln und ja. Notfalls auch zu töten.
Selena war nicht nachlässig beim Unterrichten der dunklen Flüche gewesen. Natürlich hatte sie ihren Wölfen auch die Unverzeihlichen beigebracht. Natürlich hatte sie ihnen den Todesfluch beigebracht.
Und dann, mit einem Brüllen, dass einer Mischung aus einem Knurren und Jaulen glich, zerbarsten plötzlich die Fasern des Seils miteinem unheilvollen Ratschen und die Stücke des Seils flogen durch die Luft und landeten auf dem dunklen Boden ihres Lagers.
Das Ding, dass da vor ihnen stand...so etwas hatte Selena in ihrem ganzen Leben noch nicht gesehen.
"Was zur Hölle ist das?", flüsterte Benny. Alle Blicke auf dieses Wesen gerichtet. Es war kein Wolf. Aber es war definitiv auch kein Mensch. Und es hatte offenbar Ähnlichkeiten zu einem Werwolf, denn Selena konnte die Mordlust - oder den Blutdurst - in seinen Augen erkennen. Dort war nichts menschliches mehr zu entdecken, kein Funken mehr menschlichen Verstandes.
"Ein Wendigo", hörte sie die kratzige Stimme Kais hinter ihr.
"Ein Was?", fragte Selena gebieterisch, ohne ihre Augen auch nur eine Sekunde von dem Ding abzuwenden.
"Wendigos kommen teilweise in der Literatur der Muggel vor. Magische Wesen, die Wanderer überfallen und fressen und so. Glaube ich."
Selena nickte. Noch keuchte dieser Wendigo, knurrend, schien sich noch von seiner Verwandlung erholen zu müssen, doch gewiss würde dieser Zustand nicht mehr lange anhalten. Sein hungriger, bösartiger Blick wandte sich bereits ihr zu. Sie musste sich jetzt entscheiden.
Und das tat sie.
"Nicht töten. Ich will mehr darüber erfahren."
Das war ihr Befehl. Und dieser Befehl wurde auch ausgeführt.
Und als der Wendigo auf Selena zustürzte, war sie bereit.



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Kate
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Kate am 21.09.2020 15:59

Langsam aber sicher pochte die Wut in ihr auf, kroch ihre Kehle hinauf, doch ehe sie ausbrechen konnte, wurde ihr Körper erneut von einem Schmerz erfüllt. Kate verstand die Gott verdammte Welt nicht mehr. Es war nicht so, als wäre das das merkwürdigste, dass ihr in ihrem Leben je passiert war - nein, es gab eine Sache, die konnte nichts übertreffen - doch ragte dieser Abend, diese Nacht ... sehr nach daran. Kletterte immer näher zum ersten Platz. Von Sekunde zu Sekunde. Ihr wurde schlecht, verdammt schlecht. Nichts, dass das heute etwas neues wäre. Aber das kam von den Schmerzen, die sie sich einfach nicht erklären konnte. War das ein Gift? Etwas, dass sie langsam töten sollte. Und plötzlich brach leichte Panik aus, so fühlte es sich zumindest an. Jeder Blick auf die gewandt, sie spürte die Augen förmlich auf ihrem Körper ruhen, scharf, gespannt. Als wüssten sie nicht, was gerade los war. Doch wenn sie es nicht wussten und Kate auch nicht ... was war dann los?
Sie hatte gar nicht gemerkt, wie sie immer weiter zu Boden gesackt war, nun mit ihren Haaren irgendwo im Dreck lag, ihr Gesicht vor Schmerz verzerrt. Das war nun also das Ende? Sie fühlte sich wie ein Artist einer Freakshow, gepeinigt vom Leben. Aber sie war nicht schwach. Sie wollte nicht sterben. Sie wollte sich nicht in die Dunkelheit fallen lassen, die unmittelbar vor ihr wartete. Sie versuchte ich am Leben festzuhalten, griff nach allem, dass sie finden konnte. In ihrem Fall Dreck, Gras und Blätter. Doch sie bekam es auch gar nicht mehr so richtig mit. Sie sah nur die Dunkelheit, das Nichts, an dem sie sich versuchte festzuhalten und dann kam der Aufprall. Ihre Knochen schienen in tausend Einzestücken zu zerschmettern, sich zu veriegen und zu verformen. Als wäre sie hunderte Meter gefallen und auf hartem Boden gelandet. Und sie war weg.
Der Wenigo, der sich letzendlich erhob war größer als Kate. Die Arme und Beine waren lang. Man erkannte kaum noch wer zuvor hinter dem Körper gesteckt hatte. Ihre Kleidung fiel von dem Körper ab wie alte Fetzen. Man erkannte keinerlei Geschlecht, alles war als wäre nur eine dünne Hautschicht über den Knochen. Sie war blass, nur ihr Gesicht sah noch ein wenig so aus wie zuvor. Vollkommen von den Trieben eines Tieres geleitet, blickte das Wesen in die Runde - vollkommen ohne wissen, was es zuvor gewesen war. Wer es zuvor gewesen war. Es gab nur das hier und jetzt.


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Selena
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Selena am 15.09.2020 22:50

Aufmerksam blickte das gesamte Rudel die fremde Frau an. Reine Zeitverschwendung. Schließlich hatte Selena sie bereits ausgepresst, ohne Erfolg. Und mit genügend Druck. Sie glaubte kaum, dass jetzt mehr dabei herauskäme. Doch bevor sie ihr Rudel darauf hinweisen konnte, antwortete die Fremde auch schon und bestätigte somit Selenas Vorhersage.
Allerdings...
Gegeben? Selena runzelte die Stirn. Wovon zum Teufel sprach die? Sollte das etwa ein Ablenkungsmanöver oder irgendso ein dämlicher psychologischer Trick sein? Pf. Damit würde die bei ihr ganz sicher nichts erreichen.
"Wir haben dir gar nichts gegeben", sagte Selena hochmütig und mit deutlicher Genervtheit aus der Stimme. Die Frau schien zu leiden - oder zumindest Leid vorzutäuschen. Bei Merlins Bart, man konnte sich auch anstellen!
"Hey...nur mal so ne Idee...", begann Nico vorsichtig. Der Blick seiner graublauen Augen aufmerksam auf ihre Gefangene gerichtet. "Könnte es sein, dass ihr Wesen gerade durchkommt? Was auch immer sie ist?"
Selena wusste sofort, dass er Recht hatte.
Verdammt! Sie hatten ein fremdes Wesen, dass sich gerade verwandelte, mitten in ihr Lager geschleppt!
"Okay, Bewegung. Los!", fauchte sie ihre Wölfe an. Im Nu standen alle auf den Beinen, das Feuer war mit einem Schwung von Helenas Zaubersetab gelöscht, Selena ließ mit einem stummen Incarcerus feste Fesseln um Kates Körper schnüren. Jeder hatte seinen Zauberstab gezückt. Sie traten zurück, sämtliche Zauberstabspitzen auf die Frau deutend.
"Wann geht nochmal der Mond auf?", fragte Jenny, doch bevor Selena antworten konnte, übernahm das bereits Monja - ohne den Blick von der sich krümmenden Gefangenen zu nehmen. "In wenigen Minuten."
Selenas Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Sie war auf alles gefasst.
Gleich würden sie sehen, was es mit dieser Frau auf sich hatte... auch wenn es keinen Sinn ergab. Es war nicht Vollmond.
Was zum Teufel war sie verdammt?!

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Kate
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Kate am 15.09.2020 20:14

Aufmerksam hörte sie den fremden dabei zu, wie sie sich miteinander unterhielten und versuchte einen Sinn aus den Worten zu schließen. Es ergab alles jedoch noch immer nicht wirklich einen Sinn, doch langsam begann sie die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Vielleicht würde sie heute ja noch hinter die Gedankengänge der Personen kommen. Doch spürte sie immer mehr, wie ihr Herz immer schneller schlug. Nicht, weil ihre Angst wuchs. Aber wieso wusste sie auch nicht. Ihr war warm, doch sie musste sich auf die Worte konzentrieren. Ein wenig verletzt über die Aussage, wie man die da (also sie) denn für einen Werwolf halten konnte, zog sie ihre Augenbrauen zusammen. Zwar war sie wirklich kein Werwolf, wollte auch keiner sein, aber wusste sie wie abfällig diese Worte gemeint waren. Umso mehr sie anblickten, umso unwohler fühlte sich Kate, was man deutlich an ihrer Körperspannung erkennen konnte. Was sollte sie sagen? Sie war ein Mensch, schon immer. Eine andere Antwort war nicht möglich. Sie wusste wirklich nicht, was alle von ihr wollten.
Ihr Körper schien von Minute zu Minute immer mehr zu schmerzen, sie fühlte sich einfach schrecklich. Als würde sie binnen wenigen Minuten deutlich kränker werden. ''Ich weiß nicht, was ihr von mir wollt.'' Gerne hätte sie ihre Hände an ihren Kopf gedrückt, dieser schien langsam Feuer zu fangen. Was war das nur? ''Was habt ihr getan? Was habt ihr mir gegeben?!'' Es musste etwas in der Art sein. Gift? Starb sie gerade? Aber was für ein Gift sollte das sein? Sie wollte so nicht sterben. Nicht nach allem, was sie für ihr Leben getan hatte. Nein. Nicht allein, nicht ohne ihren Bruder. Fuck. ''Ich bin ein Mensch, ein verfickter Mensch! Was auch sonst?'' Langsam aber sicher wurde es schwierig so ruhig zu sitzen, doch noch konnte sie sich fassen. Das war doch alles ein schlechter Witz. ''Was wollt ihr von mir? Soll das hier ein Witz werden? Irgendein merkwürdig, krankes Rollenspiel?''

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Selena
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Selena am 07.09.2020 10:53

Monja blinzelte die Frau neben ihr an, als diese nachfragte und nicht zu verstehen schien. Sie warf Selena einen kurzen schnellen Blick zu. "Sorry", sagte sie dann und man konnte die Entschuldigung deutlich aus ihrer schnellen Stimme heraushören. "Ich bin sicher, du erfährst bald, was ich mein. Es geht gleich los." Und damit war sie wider verstummt und wandte sich auch in Richtung Feuer. Sie wollte Selena nicht mehr als nötig reizen. Und diese Sache besänftigte Selena. Ein wenig.
Sie mussten keine zwei minuten warten, da kamen durch den Eingang auch schon die fehlenden mit zügigen Schritten angelaufen. Sam, der ursprünglich Samantha geheißen hatte und dessen lange blonden Haare wie immer in einem Dutt nach hinten gebunden waren, Dennis, der seit ihr Auftrag zu Ende war wieder etwas Speck um seinen Bauch herum angesetzt hatte (wenn auch lange nicht zu vergleichen wie zur Schulzeit), Jenny, deren Atem schon wieder nach Rauch roch (kaum nach der Schlacht von Hogwarts hatte sie wieder damit angefangen. Zu Selenas großem Missfallen) und Petra - deren rote Haare lang und offen waren, die einen braunen Hut trug (sie hatte ihre Leidenschaft für Hüte entdeckt) und die breit strahlte.
Kaum hatten die vier sich ebenfalls um das Feuer niedergelassen, herrschte Stille. Aller Augen ruhten auf Selena, die ihren Blick noch ein letztes Mal prüfend über ihr Rudel schweifen ließ. Sie zählte 14 Wölfe plus die Gefangene. Sehr gut. Es waren alle da.
"Ihr erinnert euch an Devin, nicht wahr?", begann Selena mit hochmütiger Stmime. Die meisten ihrer Wölfe nickten mit dem Kopf. "Wie könnte ich den vergessen?", hörte sie Monja neben ihrer Gefangenen leise flüstern. Wieder kochte kurz die Wut in Selena hoch. Sie hätte Devin bis zum Tod foltern sollen. Sie war zu großzügig zu diesem Arschloch gewesen.
Wie auch immer. Ihre Hände gebieterisch hinter ihrem Rücken verschränkt, sprach sie weiter. "Er war wieder bei mir und hat mir die da mitgebracht. Als Geschenk oder Wiedergutmachung oder was weiß ich." Ihre Stimme hatte einen eindeutig abfälligen Ton angenommen. "Er sagte, sie sei ein Werwolf."
Einige lachten. "Ach du Scheiße, wie kann man die denn für nen Werwolf halten?", fragte Bennys tiefe Stimme verständnislos und schüttelte verachtend den Kopf. "Was für ein Vollspacko."
Selena nickte langsam mit dem Kopf. "Um Devin hab ich mich gekümmert, aber sie..." Sie deutete auf ihre Gefangene. Selena holte tief Luft. Jetzt kam der unangenehme Teil. "...in einer Sache hatte er Recht: ein Mensch ist sie nicht. Ich habe mit Legilimentik versucht etwas rauszufinden, hab aber nichts gefunden. Also: weiß einer von euch, was sie ist?"
Stille herrschte. Jeder schnüffelte, überlegte und nach und nach richteten sich die Blicke der Versammelten auf Sven, der schon immer in Sachen 'Wolfssinne' ausgesprochen begabt gewesen war. Aber selbst er schüttelte ratlos den Kopf. "Kein Wolf", sagte er. "Aber ich weiß wirklich nicht, was sonst."
"Mal eine ganz blöde Idee", meldete sich Kai zu Wort - er saß genau gegenüber von der Gefangenen. Seine etwas längeren Haare in einem kleinen Zopf im Nacken gebunden, der Schein der flackernden Flammen schienen die Tattoos an seinem Arm tanzen zu lassen. "Warum fragen wir sie nicht einfach?"
Selena verdrehte genervt die Augen (als hätte sie das nicht schon getan!), doch bevor sie ihren Wölfen das mitteilen konnte, lag die gesamte Aufmerksamkeit nun auf der Gefangenen. "Also?", fragte die rothaarige Petra neugierig und rutschte ein wenig näher ans Feuer und so auch an die Fremde heran. Vermutlich um sie besser sehen zu können. "Was bist du?"

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Kate
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Kate am 07.09.2020 09:55

Noch immer hatte Kate eine Ahnung, wieso sie eigentlich hier war und was diese beiden verrückten Leute von ihr wollten. Sie fühlte sich wie ein stinkender (immerhin hatte man etwas gegen ihren körperlichen Geruch [Sie war erst an dem Morgen duschen!]) Obdachloser (den man nicht vermissen würde), den man als Opfer für irgendeinen Kult ausgesucht hatte, um ihn dann jetzt endlich opfern zu können. Irgendwo im Wald. Toll. Fast schon stolpernd folgte sie gezwungender Maßen den Schritten der Frau, während diese sie am Arm mit sich zerrte. Jedoch widerstrebte es ihrem Körper einfach gegen ein Tor zu rennen, was für sie reiner Irrsinn war, weshalb sie versuchte dem Griff zu entkommen und sich schon auf einen harten aufknall gefasst machte. Die Frau war doch ... Moment. Was? Wie war das möglich? Sie waren einfach durch das Tor durch? War es nur eine Illusion? Projektion? Verwundert blickte Kate hinter sich, während die beiden stehen blieben und sich ein komisches Gefühl in ihr breit machte. Sie hatte Fragen - die sie wohl aber nicht beantwortet haben wollte. - Sie stand in einem Wald, alles drehte sich. Ein Gefühl der Übelkeit überkam sie und ohne dass sie irgendwie etwas tun konnte, erbrach sie das wenige Essen, dass sie in sich hatte. WAS zur Hölle war das? WIE kamen sie auf einmal hier her?
Doch konnte sie dazu gar nichts fragen, so wurde sie schon weitergezogen, trat dabei noch fast in ihr eigenes Erbrochenes, weshalb sie ein wenig herumtippelte und gegen eine erneute Welle der Übelkeit ankämpfte. Sie waren also wirklich in einem Wald, würde sie jetzt auch noch wirklich geopfert werden? Na hoffentlich nicht! Auf den Boden gedrückt fühlte sie sich nun noch unwohler, scheinbar wusste man nicht, dass sie Kate mitbringen würde - vor wenigen Stunden wusste das nicht einmal Kate - doch ob das etwas gutes war würde sich noch rausstellen. Kit beobachtete die Personen, die langsam den Weg zum Lagerfeuer fanden, sie ansahen, wie eine Ware und langsam Platz nahmen. Eine Frau sprach sie an und erneut setzten sich Fragezeichen in ihr Gesicht. ''Ein Wolf?'', fragte sie unwissend wie sie war nach, dennoch leise und so, dass es diese Selena hoffentlich nicht hörte. Diese jedoch reagierte nicht wirklich auf sie, zeigte nur ihre Tätowierung. Irgendetwas seltsames geschah, alle schienen wie ausgewechselt, es kamen immer mehr Leute, die ihren Blick kaum von Kate wandten. Sie hingegen bemühte sich einfach nur in die Flammen zu schauen, sich jegliche Situationen auszumalen, die Blicke zu ignorieren ... 

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Selena
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Selena am 30.08.2020 14:52

Zufrieden und unzufrieden gleichermaßen beobachtete Selena, wie die Frau ihrer Anweisung Folge leistete und sich aufrappelte. Warum ahtte sie nichts finden können? Ihr Geruch zeigte nur allzu deutlich, dass sie kein einfacher Muggel war - wenigstens so weit hatte Devin richtig gelegen - aber das war nicht alles, das war noch lange nicht alles. Sie würde schon herausfinden, was hiner dieser Frau steckte. Und warum.
Und wie es sein konnte, dass die Legilimentik ihr keine Antworten offenbart hatte. Das war bisher noch nie der Fall gewesen.
In Gedanken versunken schnippte Selena einmal mit ihrem Zauberstab und die Hände der Frau wurden auf deren Rücken wieder fest mit Seil verbunden. Schön eng anliegend, um ihr auch keinen Freiraum zu lassen. Sicher war sicher.
Selena packte die Fremde am Arm und gemeinsam traten sie hinaus auf ihr Grundstück, hinein in die kühle Abenddämmerung. Ohne zu zögern schritt Selena weiter voran, geradewegs auf das große eiserne Tor zu, welches scheinbar kein Schloss aufwies. Selena hatte den Zauber, der auf ihm lag seit der Zeit des dunklen Lords ein wenig modifiziert. Ehemals kamen hier nur Menschen durch, die ein dunkles Mal trugen. Nun kamen hier noch Menschen durch, die das Wolfs-Mal trugen. Und natürlich jene, die den passenden Spruch kannten.
Wie Devin.
Sie würde den Spruch definitiv noch einmal erneuern. Oder sogar ganz entfernen. Mal sehen.
Für den Moment führte sie die frau einfach auf das schmiedeeiserne Tor zu und ging mit ihr - ohne anzuhalten oder auf mögliche Proteste zu warten, einfach geradewegs hindurch, als wäre es aus Rauch. Und da sie die Fremde mit sich führte kam sie ohne mithindurch.
Selena ließ der Fremden keine Zeit für Fragen. Kaum waren sie auf der Straße, die vor ihrem Tor begann und von großen Hecken eingerahmt war angekommen, drehte sich Selena um sich selbst, ihre Hand fest wie ein Schraubstock um den Arm der Fremden gelegt und disapparierte.
Das typische Gefühl des Eingedrücktwerdens, durch einen Schlauch gedrücktwerdens erfüllte sie, bekam keine Luft mehr, ihre Lunge drohte zu bersten - und plötzlich füllten sich ihre Lungenflügel wieder mit Luft.
Sie atmete tief den Geruch des Waldes ein, in dem sie bereits leicht den ihres Lagers ausmachen konnte. Sie konnte Sven riechen. Alex und Monja und Kai war auch schon da. Bestimmt noch mehr. Es war nur eine sehr geringe Durftspur, nicht klar.
Mit hochgezogenen Augenbrauen wandte sich Selena kurz zu ihrer Gefangenen um, ob sie sich übergeben musste oder nicht (schmunzelnd erinnerte sie sich daran, wie sie einst mit Albus Dumbledore, Minerva McGonagall, Sven und Alex in Dumbledores Büro Seit-an-Seit-Appariert waren und wie man sie angestarrt hatte, weil es ihr nicht das geringste ausgemacht hatte. Sie war damals zwölf Jahre alt gewesen, doch ihre Mum war bereits seit ihrer Geburt mit ihr appariert.)
Selena hatte nicht viel Geduld. Nach einer wenig-sekündigen Verschnaufspause zog sie die Fremde wieder mit sich, zielgerichtet durch die Bäume durch, um einige Dickichte und Dronenbüsche herum, immer weiter. Sie kantne diesen Wald in und auswendig. Das hier war ihre wahre Heimat. Nicht das Manor. Und man konnte es ihr anmerken. Auf ihren vollen Lippen begann ein leichtes ehrliches Lächeln zu erscheinen, ich hochmütig aufgerichteter Rücken schien sich ein wenig zu entspannen und ihr Schritt wurde schneller - nicht strammer, sondern schneller. Weil sie eher dort ankommen wollte.
Als sie in Sichtweite kamen, sah sie Sven bereits breit grinsend vor ihrem Lager stehen.
Ihr Lager bestand aus hunderten von Pfählen, die kreisrum spitz aus dem Boden ragten und innen einen runden Bereich sichtbar nach außen hin abschotteten. Natürlich hatten sie auch die ein oder anderne Schutzzuaber hier drüber liegen, aber sie alle fanden es so 'cooler' ... wie Alex es ausgedrückt hatte. Innerhalb des Lagers fanden sich viele verschiedene, abgenutzte Zelte, hier und da sogar einfach ein Schlafsack auf dem Boden, genau Mittig ein großes Lagefeuer.
Und das war es. Das war ihr Lager. Ihr Zuhause.
Ihr Beta kam ihr ein wenig entgegen.
Sie hatte Sven gebissen, als dieser in der zweiten Klasse in Hogwarts gweesen war. Ein Hufflepuff durch und durch. Er war pausbäckig und gutgläubig gewesen und Selena hatte sich sein Vertrauen verschafft, ihn als Freundin bei Vollmond in den Wald gelockt und gebissen. Oh, was hatte er sie anfangs dafür verabscheut. Aber...sie hatte ihn wieder auf ihre Seite gekriegt. Über die Jahre war er zu einem großen fast schon schlaksigen Mann herangewachsen. Seine blonden Haare waren dünner und begannen bereits Geheimratsecken zu bilden, doch seine funkelnden blauen Augen und das breite freundliche Grinsen im Gesicht war noch wie vor das selbe.
"Hey, Selena", begrüßte er sie und hob kurz die Hand. "Die meisten der anderen sind auch schon da. Es fehlen nur noch Jenny, Dennis, Sam und Petra. Und wen bringst du mit?" Seine Augen funkelten neugierig. Es war selten, dass Selena jemanden mit zu ihrem Lager brachte. Sehr selten.
Genau genommen eigentlich nie.
"Das versuch ich rauszufinden.", antwortete sie nur kalt, was an Sven wie Wasser abzurpallen schien. Er winkte sie hinein und die Frau weiterzerrend betraten sie durch den Eingang das Lager. Ohne Komprmoss führte sie ihre Gefangene in die Mitte des Lagers in die Nähe des Lagerfeuers und drückte sie zu Boden. "Hierhin setzen.", befahl sie, ehe sie sich wieder aufrichtete und nun ihren schwarzen Blick richtig durch das Lager schweifen ließ. Sven war ihr gefolgt und unterrichtete Alex gerade leise darüber, was Selena gesagt hatte. Alex war ihr Gamma und wenn es Sven nicht gäbe, ihr Beta. Ein ehemaliger Gryffindor, mit braunen Haaren und muskulösen Armen und wenige Centimeter größer als Sven. Ganja, Nico, Helena und Dorthy saßen gemeinsam vor einem Zelt und redeten, Kai, dessen einer Arm komplett tätowiert saß und der einen eindrucksvollen Backenbart aufwies, saß alleine direkt am Rand und schrieb in ein Notizbuch - vermutlich eines seiner Gedichte - und Benny und Max waren in einem der Zelte und tranken gemeinsam etwas Bier. Sie konnte es riechen. Ehemals hätte sie sie dafür ausgepeitscht oder kurz den Cruciatus spüren lassen. Doch die Zeiten waren vorbei. Ihr Auftrag schon lange beendet. Und außerdem hatte Selena selbst ihre Liebe zu Wein entdeckt und verwehrte ihren Wölfen somit auch nicht mehr kleinere ihrer Gelüste. Obwohl sie es in ihrem Lager nicht gerne sah. Das wussten sie.
Ausnahsmweise würde sie heute aber darüber hinwegsehen.
"Hey", hörte Selena Monjas Stimme und drehte sich um. Die junge Frau mit dem kreisrunden russischen Gesicht hatte ihre schwarzen Haare wie immer in einem Pferdeschwanz zurückgebunden, nur ihr runder Pony hing ihr noch hübsch im Gesicht, sowie eine vereinzelte Strähne vor ihrem Ohr. Sie hatte - entgegen Alex' Vermutung - keinen Wachstumsschub gemacht und war so klein geblieben, wie sie auch schon zu Schulzeiten gewesen war. Klein, brabbelnd, nervig und liebenswürdig. Jetzt war sie aus ihrem Zelt, dass sie sich ehemals mit Petra, Dorthy und Helena geteilt hatte, herausgekommen und hatte sich kurezrhand neben der Gefangenen niederplumpsen lassen. "Wer bist denn du? Was tust du hier? Du bist kein Wolf."
Ein leichtes Knurren ertönte in Selenas Kehle. Monja fing ihren Blick auf, ihre Augen wurden groß - wie immer, wenn ihr bewusst wurde, dass sie einen Fehler gemacht hatte.
Sie schien schon Anstalten machen aufzuspringen, doch Selena schüttelte den Kopf. "Bleib sitzen. Ich hol die Anderen."
Sie schob ihren Umhang etwas zurück und offenbarte das Tattoo auf ihrem rechten Handgelenk. Es war ein Wolfskopf, von wenigen Strichen umgeben, die fast die Form eines Diamanten aufwiesen. Von Benny gemalt, aus Alex' Idee geboren und auf Selena gepolt. Angelehnt an das dunkle Mal der Todesser. Selena drückte da drauf. Keiner ihrer Wölfe reagierte, obgleich sie an allen Handgelenken sehen konnte, wie die Tattoos flammend rot aufleuchtete. Früher hatten sie gerne mal gezischt oder geflucht oder einen kurzen Schmezensschrei von sich gegeben, doch mittlerweile hatten sie sich alle an dne damit einhergehenden Schmerz gewöhnt.
Es war das Zeichen, sich bei ihr zu versammeln. Und sie wusste, dass nun auch Dennis, Sam, Jenny und Petra so schnell wie möglich auftauchen würde. Man ließ sie nicht warten. Die anderen, waren auch schon aufgestanden und einer nach dem anderen ließen sie sich in einem großen Kreis um das Feuer herum. Alle Augen waren auf Selena und ihre Gefangene gerichtet.

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Kate
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Kate am 27.08.2020 15:03

Muggel? Was zur Hölle war das denn schon wieder? Sie verstand die Welt wirklich nicht mehr, waren denn alle nun verrückt geworden? Sie hatte dafür wirklich keinen Nerv, keinen! Ihre Antworten? Sie stellte die Fragen? Kate verstand. So eine Frau war sie also, okay. Es war nur befremdlich wie diese mit einem Stock vor ihrer Nase herumfuchtelte, scheinbar vollkommen ernst. Kate konnte ja nicht wissen, dass sie damit mehr konnte, als nur mit einem Hund zu spielen. Und dann ... wurde ihr ganz komisch, die Worte von der Frau hatte sie zwar noch gehört, aber bei weitem den Sinn dahinter nicht verstanden. Es spielte sich eine rasche Folge von vorbeiziehenden Erinnerungsszenen vor ihren Augen ab, Erinnerungen an Dinge, auf die sie wahrlich nicht stolz war und auch auf Dinge, denen sie sich nicht einmal mehr bewusst gewesen war. Ihr wurde schwindelig, sie fühlte sich wie gefesselt, obwohl sie das nicht einmal mehr war. Für einen Moment verlor sie ihr Bewusstsein, kam jedoch schnell wieder zu sich - auf dem Boden liegend. Sie war mit voller Wucht auf ihr Gesicht gefallen, was nun natürlich schmerzte. Doch das ignorierte sie ... denn war nun schon wieder etwas wirkich merkwürdiges passiert. Was war hier nur los? Sie musste wirklich vergiftet worden sein. Irgendetwas stimmte doch nicht ...
Seufzend richtete sie sich nach und nach auf, der Schwindel verschwand, doch die Bilder waren wieder in ihrem Kopf. Hm, sie wollte sich wirklich nicht an diese Nacht erinnern. Sie hatte etwas getan ... das sie niemandem erzählen konnte. Niemandem. Zum Glück konnte niemand ihre Gedanken lesen ... Dachte sie. ''Jaja.'', schnaubte Kate unbegeistert und folgte der Schwarzhaarigen. Was sollte sie sonst machen? Sie würde sich sicher nur wieder verlaufen, geschnappt werden und wer wusste, was dann kommen würde. Diese Frau war gefährlich und das durfte sie nicht unterschätzen. Der richtige Moment zur Flucht würde noch kommen ... ganz sicher. Also blieb sie hinter der Fremden, sah sich alles so genau wie nur möglich an. Es war ein großes Anwesen, kein Wunder also, dass sie keinen Weg gefunden hatte. Es gab irgendwie gar keinen. Das alles wurde wirklich immer merkwürdiger.

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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Selena am 26.08.2020 16:48

Verächtlich hob Selena eine Augenbraue. Sie glaubte diesem Ding kein Wort. Sie konnte gut verstehen, warum jemand sein Wesen für sich behalten wollte: um unentdeckt zu bleiben, um aus dem hinterhalt angreifen zu können, um jemand anderem seine Schwächen nicht zu offenbaren - ebenso wie seine Stärken. Aber das würde bei Selena nicht funktionieren. So einfach ließ sie sich nicht hinters Licht führen.
Bis sie 'Polizistin' hörte. Sie schnaubte verächtlich. "Muggel", sagte sie leise abfällig. Sie konnte diesen nitsnutzigen Nichtmagiern einfach nicht das geringste abgewinnen und noch wengier mit ihnen anfangen. Aber diese Frau hier war kein reiner Muggel. Nicht nur. Es war besser auf Nummer sicher zu gehen - das war immer besser.
Vielleicht war sie ja ein Muggel, der von einem Werwolf gebissen wurde? Nein, dann würde sie wölfischer riechen, viel wölfischer. Selena hatte nicht oft Muggel-Wesen getroffen. Die meisten Muggel, welche sie selsbt angefallen und gefressen hatte, hatten den Morgen nicht mehr erlebt. Eigentlich alle. Sie konnte sich nicht an eine Ausnahme erinnern.
Wie auch immer.
Sie wandte ihren Blick wieder der Frau zu, die offenbar in die Offensive gehen wollte. Dazu hatte Selena jetzt aber wirklich nciht den geringsten Nerv. "Ich stelle hier die Fragen", antwortete Selena nur abweisend und zog ihren Zauberstab. In letzter Zeit übte sie auch immer mehr, ohne Zauberstab Magie zuw irken, doch es war schwierig und an einen solch komplexen Zauber wollte sie sich nicht ohne Zauberstab heranwagen.
Noch nicht.
"Und ich bekomme meine Antworten."
Sie richtete den Stab direkt auf das Gesicht der Fremden und noch ehe diese etwas tun konnte, sagte Selena: "Legilimens!" Und sie tauchte ab. Hinein in die Gedankenwelt und Erinnerungen einer anderen Person.
Nein, das war nicht das richtige. Weiter. Weiter. Mit geschlossenen Augen, angestrengter Miene intensivierte Selena ihren Zauber, suchte nach der Erinnerung, welche sie haben musste.
Und sie fand...
Nichts.
Nur irgendwelchen Sex zwischen ihr und einem Typen, der offenbar ihre Eltern umgebracht hatte. Oder etwas in der Art. Wie widerlich war das denn?
Frustriert und zornig zog sich Selena wieder aus der Gedankenwelt zurück und blickte hinunter auf das Ding, welches zu Boden gesunken war. Nachdenklich starrte sie sie an. Und jetzt? Sie könnte sie umbringen. Natürlich, anz einfach. Doch dann würde sie ni herausfinden, um was es sich bei ihr handelte. Vielleicht war ihr Rudel genau das, was sie jetzt brauchte. Vielelicht hatte irgendieiner von denen schon von irgendwelchen Muggellegenden gehört oder wowas - damit kannte sich Selena nämlich zugegebermaßen so gar nicht aus. Obwohl sie sonst stets jegliche Schwächen von sich schob.
"Na schön", teilte sie der Muggel-Frau genervt mit. "Aufstehen. Du kommst mit."
Da war sie mal gespannt, was ihre Wölfe zu der Frau sagen würden... Obwohl Selena sich wirklich nicht gerne auf deren Hilfe berief - aber...ja, selbst eine Selena Lestrange hatte mit den Jahren dazu gelernt. Und außerdem wollte sie wissen, was die Frau war - und das war ausnahmsweise mal dringender, als ihr Stolz. "Komm schon."

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Kate
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Re: Selena & Kate | the creatures among us

von Kate am 25.08.2020 22:52

Leider wusste sie wirklich nicht, wovon diese Frau da sprach und half auch nicht dabei, sie so bedrohlich anzusehen, immer und immer näher zu kommen. Sie praktisch mit ihrem Blick zu durchlöschern. Sie atmete ruhig. ''Es tut mir leid, aber ich weiß nicht was Sie mit was meinen. Ich bin Polizistin, falls Sie das wissen wollen. Aber sonst ... keine Ahnung.'' Kate hatte keine Ahnung, dass sie kein reiner Mensch mehr war, sie wusste von all dem nichts und würde es wohl auch lieber nicht wissen wollen. Für sie war das hier alles eine Entführung, deren Sinn sie nicht einmal verstand. ''Ich kannte diesen Kerl nicht und ich weiß auch nicht, wie ich hierher gekommen bin. Genau so wenig weiß ich, wer Sie sind.'' Ihr Blick blieb unbeeindruckt, etwas, das sie in ihrer Ausbildung gelernt und verinnerlicht hatte. Zwar war es nicht Alltag, dass so etwas passierte, doch bei Kate war noch nie etwas 'normal' gewesen und hatte sie definitiv noch viel zu viel vor, um nun schon zu sterben. Auch, wenn die Situation nicht gerade für sie sprach. Immerhin schien sie den Mann getötet zu haben (so hatte es sich jedenfalls angehört) und da würde sie bei ihr sicher nicht aufhören. Jedoch lag es nicht nur an der Situation, dass es der Frau gerade eher weniger gut ging, Sie spürte eine ungewohnte Hitze in sich, ihre Knochen schienen alle zu schmerzen. Hatte ihr dieser Kerl irgendetwas eingeflöst? Oder was war hier los? Es fiel ihr immer schwerer zu atmen, doch sie ließ sich nichts anmerken. Dafür war jetzt einfach nicht die richtige Zeit. ''Was wollen Sie von mir? Was tue ich hier?''

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