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Alena

33, Weiblich

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Re: Alena & Jodie ~ Journey to Our Self

von Alena am 12.09.2024 12:40

Was genau in ihrem Gegenüber vor sich ging konnte Alena schlecht einschätzen aber es wirkte wirklich nicht als würde die Frau sich so wirklich wohl in ihrer Haut fühlen aber diese darauf anzusprechen, würde alles vermutlich noch unangenehmer für Jodie machen und deshalb schwieg die Blondine lieber und versuchte eher in non-verbalen Gesten etwas angenehmere Atmosphäre zu schaffen. Denn das sich jemand in ihrer Gegenwart unwohl fühlte wollte sie ja schließlich nicht. Auch wenn dieses Unwohlsein nicht zwangsläufig ihretwegen war, so sollte das doch definitiv nicht sein. Aber ihre Möglichkeiten da Abhilfe zu schaffen waren wohl auch eher begrenzt. Zumindest ließ das die Arme schutzsuchend um sich legen Alena auch vermuten daß sie dabei eher semi-erfogreich war. Weshalb sie dann schließlich doch darauf kam diesen Kompromiss anzubieten und hoffte damit die Lage und auch die Brünette zu entspannen...
Da Jodie aber noch nicht reißaus genommen und zumindestens über ihren Vorschlag nach zu denken schien, wertete Alena das dann doch mal als Fortschritt. Und das die Brünette diesen Vorschlag dann auch noch akzeptierte freute die Hexe und Banshee natürlich ganz besonders.
Vielleicht hatte dieser Umstand dann auch die Zunge der Blondine etwas gelockert, denn im Normalfall erzählte sie Fremden, die sie auf der Straße oder sonstwo traf, nicht einfach so von dem Schicksal ihrer Eltern... Aber gut es war nun einmal so wie es war. Und das Bedauern von Jodie wirkte ja auch durchaus aufrichtig und diese vertraute ihr dann auch an das sie selbst wisse, wie es war nicht zu wissen was mit den Eltern genau war. Was Alena dann wiederum sehr Leid tat zu hören. Auch fragte sie sich, was dir Brünette wohl vielleicht noch hatte sagen wollen, bevor sie den Kopf geschüttelt hatte aber gut das würde sich dann vielleicht später noch ergeben. Das ließ sie mal offen im Moment.
Auf die Frage wegen dem Essen gehen nickte die Blondine dann zunächst nur und folgte ihrer neuen Bekanntschaft einfach. Der Weg selbst dauerte auch gar nicht lang und kaum in dem Restaurant angekommen, wurden die beiden dann auch schon von dem vertrauten Duft einer solchen Lokalität umhüllt. "Sicher ist das in Ordnung, wenn dir das wirklich reicht und dich satt macht. Aber könnten wir das Essen vielleicht mit nehmen? Weil ich habe ja schon Essen und ich möchte nicht das es deswegen Ärger gibt." Somit dürfte die Frage ob sie ihr Essen in diesem Restaurant geholt hatte dann wohl auch beantwortet sein. "Schnee finde ich ist etwas Schönes in Saint John hat es auch viel geschneit.. also tut es mit Sicherheit immer noch aber jetzt bin ich dort eher nicht mehr so oft, nur noch zu besuchen."


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Re: Alena & Jodie ~ Journey to Our Self

von Alena am 22.07.2024 21:07

Irgendwie hatte Alena das unbestimmte Gefühl, hier würde noch irgendwas anderes vorgehen auch wenn sie nicht hätte sagen können was. Aber die Vergangenheit eines Menschen konnte man ihm oder ihr natürlich nicht an der Nasenspitze ansehen und dann sollte man solche Themen auch nicht bei der ersten Begegnung mit jemandem zur Sprache bringen... Das hatte sie damals, trotz einer langen Phase mit täglichen Telefonaten oder Videocalls, ja bei Mateo auch nicht getan beim ersten persönlichen Treffen. Von daher ließ sie ihr Gefühl oder auch ihren Eindruck mal beiseite.
Jedenfalls schien Jodie in gesellschaftlichen Situationen auch nicht gerade geschickt zu sein.. aber gut vielleicht hatte ihre neue Bekanntschaft, mit den dunklen Haaren dabei nicht wirklich Erfahrungen sammeln können. Manche Leute waren eben eher schüchtern und zurückhaltend und knüpften deshalb nicht so oft neue Kontakte. Hatten auch in ihrer Kindheit vielleicht nicht so viele Freunde gehabt.. Aber gut da war in ihren Augen auch nichts schlimmes bei. Deshalb lächelte sie auch sanft, um ihr ihre Beklommenheit zu nehmen und schüttelte den Kopf. "Ist doch überhaupt nicht schlimm, so ein Zusammenstoß kann einen schon mal durcheinander bringen.", meinte sie wie fast immer verständnisvoll. Dann überlegte die Blondine kurz. "Wie wäre es denn mit einem Kompromiss? Ich lade dich heute Abend zum Essen ein und du lädst mich dann morgen Abend ein?", schlug sie vor um etwas die Anspannung aus der Situation zu nehmen.
Der Wechsel des Themas schien aber schon von ganz alleine so einen Effekt auf Jodie zu haben und Alena nickte einen Moment etwas verblüfft. "Ja.. die beiden sind mit meiner kleinen Schwester vor einigen Jahren auf einer Expedition im chinesischen Meer verschwunden. Offiziell wurden sie für Tod erklärt aber.. ich will und kann das nicht glauben." Den letzten Teil hatte sie eigentlich noch für sich behalten wollen aber irgendwie war es einfach aus ihr heraus gesprudelt...
Die Antwort auf ihre Frage nach der Herkunft von Jodie, quittierte sie zunächst nur mit einem kleinen Nicken. Sie hatte keine Ahnung wieso aber irgendwie hatte sie sich das bereits gedacht. "Und wo genau da? Eher in einer wärmeren Region oder doch in kälteren Gefilden?", fragte die Blondine dann neugierig weiter.


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Re: Alena & Jodie ~ Journey to Our Self

von Alena am 15.05.2024 17:16

Die Menschen in China waren wirklich alle so hilfsbereit und respektvoll, etwas was man in der Regel in den Staaten oder auch anderen teilen der Welt nicht unbedingt so vorfand. Es war eigentlich ziemlich traurig, wenn man sich einmal vor Augen hielt das die Leute heute in gewisser Weise fast alle und in jeder Situation meistens egoistisch waren und handelten. Ja es gab natürlich Ausnahmen und Alena hatte auch schon sehr viele nette Menschen getroffen, die ihr in brenzligen Situationen sehr geholfen hatten. Dennoch musste man immer mehr auf der Hut sein, was der jungen Frau im Herzen weh tat. Es gab zwar solche Veranstaltungen wie den Eurovision Song Contest bei dem es um Vielfalt, Solidarität und Zusammenhalt ging aber gleichzeitig war Zivilcourage ein Fremdwort genauso Toleranz. Man hörte in den Nachrichten fast nur noch von Krieg, Verbrechen, Hass und Gewalt und natürlich auch von Naturkatastrophen sowie Protesten gegen all diese Probleme, durch die sich aber bedauerlicherweise trotzdem nichts änderte... Da sollte man mal nicht den Glauben in die Menschheit verlieren. Was sie aber eigentlich nicht wollte, auch wenn ihr ja schon lange bewusst geworden war, dass es im wahren Leben alles andere als harmonisch zuging und definitiv nicht so schön wie in den Disney Filmen, die sie so liebte. Aber gut dann war auch schon der Zusammenstoß mit der anderen Frau passiert und hatte Alena aus ihren Gedanken gerissen und sah sich dann auch einer Frau gegenüber, die nicht einfach verschwand oder die sich nicht kümmerte. Im Gegenteil, ihr Gegenüber wirkte sehr besorgt. Und schien auch ein schlechtes Gewissen zu haben, obwohl das ganze ja eindeutig ein Unfall gewesen war. Zwar hatte Alena sich da ein paar Blessuren zu gezogen aber diese waren eher harmloser Natur. Die Geburt ihres Kindes hatte da deutlich mehr weh getan.
Deshalb war sie auch in keinster Weise böse und wollte auch gar keinen Streit oder böses Blut hier haben. Vielleicht war sie was die Einladung zum Essen von ihr dann doch ein wenig übereilt von ihr gewesen. Denn damit schien sie die Fremde dann doch ziemlich überfordert zu haben. Dem entsprechend war Alena dann doch recht still und ließ Jodie sich dann doch zunächst einmal sammeln und war einfach nur weiterhin lächelnd vor ihr. Wobei sie sich von dem Eingang des Hotels entfernt hatte, damit keine weiteren Zusammenstöße geschehen konnten. "Du würdest mir nichts weg essen, ich habe wirklich mehr als genug zu Essen besorgt. Aber wenn Du dir lieber selbst etwas zu Essen besorgen möchtest, dann ist das natürlich auch in Ordnung." Sie wollte Jodie natürlich zu nichts zwingen und würde dann eben alleine ihr Abendessen zu sich nehmen, dann wäre das eben so. Die Frage ob sie auch nicht von hier käme, mochte zwar eigentlich unnötig sein aber es machte Alena auch nichts aus, diese zu beantworten. "Nein, ich komme aus Kanada. Ich hoffe meine Eltern hier zu finden, auch wenn ich nach der langen Zeit mich vielleicht auf eine Enttäuschung einstellen muss. Aber dann habe ich zumindest Gewissheit und kann dann zu meinem Mann und meinem Kind zurück kehren." Natürlich wäre die Blondine dann sehr traurig aber noch, wollte sie dieser Möglichkeit und den damit verbundenen Emotionen nicht zu viel Raum in ihren Gedanken zu gestehen. "Und woher kommst Du ursprünglich?"


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Re: Alena & Zeynep ~ Death Is Everywhere

von Alena am 13.04.2024 13:13

Die blonde junge Frau hatte sich wirklich sehr bemüht, ehrliche und gleichzeitig tröstende Worte zu finden, denn sie wollte ihr helfen. Es hatte allerdings den Anschein das ihre Worte ihren beabsichtigten Effekt weit verfehlten, da die Club Besitzerin Tränen in den Augen hatte, die sie zwar sogleich weg wischte aber nicht ohne das Alena es bemerkt hätte. Auch wenn die Banshee und Hexe diese Tatsache sehr gut verstehen konnte und auch vermutete das womöglich etwas mehr dahinter steckte, sah sie lieber davon ab, nachzufragen sondern folgte der Frau einfach, die sich dann auch vorstellte, nachdem sie einen bestimmten Weg eingeschlagen hatte. „Freut mich sehr Zeynep, mein Name ist Alena." Wobei es unter diesen Umständen wohl etwas fragwürdig war von Freude zu sprechen, schließlich hatte der Fund eines Toten zu ihrer Begegnung geführt... Deshalb war sie den gesamten Weg über sehr schweigsam gewesen und auch in der Wohnung über dem Strip-Club machte sie nicht gerade große Worte. Stattdessen blickte Alena sich neugierig immer mal wieder um.
Es war wirklich eine geschmackvoll eingerichtete Wohnung, dass musste sie schon zugeben. Aber so ganz genau wusste Alena wirklich nicht mehr was sie noch groß sagen sollte, immerhin hatte sie ja bereits einen sehr langen Monolog gehalten. Viel mehr vermochte die Blondine wirklich nicht mehr zu sagen... Sie hatte auch nichts als die reine Wahrheit gesprochen aber manchmal da reichte das einfach nicht, um den Kummer zu vertreiben. Und Banshees hatten definitiv mit einer Menge Kummer zu kämpfen, ganz besonders wenn Angehörige von Ihnen zu den Toten zählten, die sie gefunden hatten.. da kam nicht selten ein Schuldgefühl mit auf. Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf kam sie nicht umhin, sich zu Fragen ob dies wohl hinter Zeynep's Schmerz steckte... Die Frage ob sie etwas trinken wolle, riss Alena plötzlich aus ihren Gedanken und sie zuckte deshalb kurz ein wenig zusammen. „Ich hätte gerne eine Cola, falls du hier welche hast?", sagte sie nach einem kleinen Räuspern. Dann lief sie ein wenig in der Wohnung umher, da sie nicht still stehen konnte im Augenblick. Nach dem Fund einer Leiche war die junge Frau immer sehr unruhig und nervös. Alena biss sich auf die Unterlippe und hatte die Arme leicht um ihren Oberkörper geschlungen, da ihr ziemlich kalt war.


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Re: Alena & Jodie ~ Journey to Our Self

von Alena am 29.03.2024 20:32

Sie hatte es tatsächlich getan und konnte es doch noch nicht so wirklich fassen, dass sie nun wirklich hier war. In China, auf den Spuren ihrer Familie - von der sie nicht einmal sicher wusste ob sie diese am Ende ihrer Suche wirklich finden würde. Zumindest ob sie sie lebend vorfinden würde. Zwar sprach Alenas Gefühl dafür und als halbe Banshee sollte sie es wohl auch wissen.. aber die Möglichkeit eines Irrtums bestand immerhin trotzdem. Ob sie das dann wirklich verkraften würde wusste die Blondine selbst nicht. Sie wusste nur mit Gewissheit, dass sie es sich niemals verziehen hätte gar nicht erst auf die Suche gegangen zu sein. Damals war sie noch zu jung gewesen und den Mut zur Suche mit allen möglichen Konsequenzen nicht gehabt. Sehr viel gereifter mochte Alena vielleicht jetzt auch nicht sein aber immerhin war sie inzwischen selbst Mutter geworden und wäre es nicht schön, wenn ihr Kind vielleicht doch die Chance bekäme seine Großeltern und seine Tante kennen zu lernen? Sicher die Chance mochte gering sein aber sie hatte es dennoch versuchen müssen. Und das hatte ihre kleine Familie zum Glück auch verstanden wobei sie daran keinen Zweifel gehabt hatte. Denn ihr Mateo war immer schon wundervoll gewesen: herzlich, unterstützend, ihr Fels in der Brandung und noch immer die einzig wahre Liebe ihres Lebens. Ihr Traumprinz. Es war ja auch nicht so als wenn sie nicht abgewartet hätte, bis ihr gemeinsames Kind alt genug gewesen war, um das zu begreifen oder um ihre Mutter nicht mehr allzu sehr zu vermissen oder zu brauchen. Denn dass hätte sie ihrem Kind nicht antun wollen, zumal sie ja ganz genau wusste, wie weh es getan hatte...
Und so war sie aufgebrochen, natürlich nicht ohne sich regelmäßig bei ihren Liebsten zu melden, denn das hätte sie sonst selbst nicht ertragen. Schließlich würden sie vermutlich sehr lange von einander getrennt sein, ganz egal ob sie letztendlich erfolgreich wäre oder nicht, der Weg zurück wäre genauso lang wie der Weg hin. Zumal Alena mittlerweile große Zweifel daran hegte, dass Golog ihre letzte Station auf dieser Reise sein würde. Gerade hatte sie das kleine Hotel betreten wollen, als eine Fremde gegen sie stieß und sie von den Füßen riss. Nichts was nicht leicht mal passieren könnte, weshalb sie auch nicht böse war, obwohl es schon ein wenig weh getan hatte aber sonst war hauptsächlich ihre Kleidung schmutzig und die konnte man ja schließlich waschen. Unwillkürlich musste sie Lächeln als die andere Frau sich sofort bemühte ihr wieder auf die Füße zu helfen und sich entschuldigte aber hauptsächlich weil nach längerem endlich wieder jemand ihre Sprache sprach! „Schon in Ordnung das kann ja passieren und nein, ich habe mir nicht weh getan, keine Sorge.", entgegnete sie gut gelaunt und richtete kurz ihre Kleidung. Ihrem Abendessen war ebenfalls nichts passiert, also war doch alles im grünen Bereich. Da das Essen für zwei reichte und weil ihr nach den vergangenen Tagen nach Gesellschaft war fragte sie dann einfach spontan: „Wollen Sie vielleicht mit mir Essen? Mein Name ist Alena übrigens." Die Freundlichkeit dieses Landes war wirklich so ganz ihres und wenn sie dann schonmal jemanden traf, mit dem sie sprechen konnte, warum nicht? Freundlich und abwartend betrachtete sie die andere Frau mit offenem Blick.


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Re: Alena & Zeynep ~ Death Is Everywhere

von Alena am 23.03.2024 15:25

Bei diesem Besuch in ihrer Heimat und für den Aufenthalt in London hätte Alena wohl mit so einigem gerechnet, doch mit dem Fund einer weiteren Leiche dann doch am wenigsten. Ja natürlich war der Studentin bewusst das ihre Fähigkeit dazu nicht einfach verschwinden würde, ganz gleich wie lange dass letze Mal das etwas derartiges passiert war bereits zurück lag. Dennoch war es ganz genauso unangenehm wie die Blondine es in Erinnerung hatte aber weshalb hätte sich das auch ändern sollen? Die Konfrontation mit dem Tod war nie etwas schönes und das ganz egal ob man die Person kannte oder nicht. Auch wenn es in letzterem Fall dann doch noch einmal ganz besonders schmerzhaft war. Zwar hatte es bisher nur ältere Verwandte von ihr getroffen aus natürlichen Gründen aber dennoch hatte diese Gewissheit es ihr nicht leichter gemacht. Ganz besonders nicht bei ihren Großeltern im zarten Alter von sieben Jahren, vor allem da sie zu diesem Zeitpunkt noch in keiner Form darauf vorbereitet worden war. Aber selbst wenn man dann darauf vorbereitet worden war, konnte es noch schwer sein. Und selbst die Gewissheit oder das untrügliche Gefühl dass die geliebten Personen noch am Leben waren, konnte eine Qual sein wenn diese nicht mehr bei einem waren... Aber da diese Gedanken sie im Augenblick in keiner Weise weiter brachten und zu dem ein kühler Kopf gefragt war, schob Alena diese für den Moment ganz weit in ihr Unterbewusstsein zurück. Stattdessen widmete sie ihre volle Aufmerksamkeit der Frau bei ihr. Und dass diese ebenfalls bereits ihre Erfahrungen mit ihrem Los gemacht hatte, war schon bei dem Fund des alten Mannes offensichtlich gewesen aber dennoch war es nochmal etwas anderes ihr genau anzuhören wie sehr sie tatsächlich hasste, was sie war. Den die Bitterkeit und die ganze Wahrheit dahinter war kaum zu überhören. Und Alena konnte es so gut verstehen. Auch das es sich wie ihre Schuld anfühlte, obwohl es dass definitiv nicht war. Denn wann die Zeit für jemanden gekommen war entschieden nicht die Banshees, sondern der Tod. Aber obwohl sie das wusste war es manchmal einfach nur unerträglich zu sein was sie waren. Die junge Studentin konnte das so gut verstehen und fühlte sich manchmal ganz genauso. Genau deshalb war ihre Stimme auch so sanft und verständnisvoll als sie erneut sprach. „Ja ich weiß das es eine furchtbare Aufgabe oder Funktion ist die wir haben und an manchen Tagen hasse ich es genauso sehr wie Du. Es liegt allerdings definitiv nicht in unserer Entscheidung, wann jemandes Zeit gekommen ist. Ganz egal wie ungerecht es in vielen Fällen auch erscheinen mag. Ich schätze, dass jeder von uns nur begrenzte Zeit auf dieser Welt zusteht...", sie hielt kurz inne und räusperte sich. Strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und seufzte schwer. „Auch wenn es uns manchmal schrecklich ungerecht vorkommt und manchmal ist es das ganz ohne jede Frage auch. Besonders bei den kleinsten von uns oder in Verbindung mit diesen unnötigen und grausamen Kriegen. Dennoch treffen wir nicht diese Entscheidung und auch wenn wir meinen unsere Entscheidungen könnten irgendetwas beeinflussen und verändern.. ändern wir vielleicht das wer aber nicht das jemand sterben muss. Und ich glaube nicht einmal diese Macht haben wir manchmal..", versuchte Alena ihre Gedanken in Worte zu fassen. Denn über diesen Teil ihres Wesens hatte sich die junge Frau sich schon sehr viele Gedanken gemacht. Womöglich stimmten ihre Annahmen auch nicht in jedem Punkt zur Gänze oder waren an manchen Tagen bei weitem nicht genug Grund, um sich selbst nicht ein Stückweit zu verabscheuen. Aber vielleicht konnte die Dunkelhaarige daraus ja doch etwas positives herausziehen, um sich zumindest ein wenig besser zu fühlen... Die Frage ob die Blondine etwas trinken wolle konnte sie in jedem Fall nur bejahen. „Sehr gerne sogar..", bestätigte sie deshalb zaghaft lächelnd und würde sich einfach mal überraschen lassen, wohin die Reise gehen würde. Ihr war es in diesem Moment wirklich egal, Hauptsache sie kämen von der Straße runter.


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Re: Alena & Zeynep ~ Death Is Everywhere

von Alena am 12.01.2024 11:55

Alena stand der Fremden ruhig gegenüber und ließ sie einfach sprechen. Es störte die gebürtige Schottin auch keineswegs das sie so ungewöhnlich offen war, denn das alles war selbstverständlich eine Ausnahme vom normalen alltäglichen Lauf des Lebens. Und das sie sich wohl mit Verletzungen dieser Art auskannte, war nun auch keine so wahnsinnig persönliche Enthüllung, da gab es in ihren Augen ganz andere Dinge, die sie hätte sagen können. Und Alena war ja froh, dass sie jetzt nicht auch noch irgendwie in ein Krankenhaus mussten, denn darauf hätte die Studentin nun weniger Lust gehabt. Und da die Fremde gerade ohnehin unter Autopilot zu laufen schien, nickte sie auch nur und unterbrach sie in ihren Überlegungen auch nicht. Damit, daß diese ihr gleich glauben schenken würde hatte Alena auch gar nicht gerechnet, denn es war ja tatsächlich nicht leicht zu glauben. Besonders wenn man mit seinem Wesen noch struggelte, dann konnte man das auch nur sehr schwer glauben. Besonders wenn man niemanden hatte, der einem hätte erklären können, was es mit dem Wesensanteil auf sich hatte... Und davon ging die Blondine nun einfach einmal anhand der Reaktion davon aus, dass ihr Gegenüber da niemanden hatte.
Auch das verzweifelte nicht wahr haben wollen sprach sehr dafür. Denn natürlich hätten die beiden einen Krankenwagen rufen können aber es hätte nichts mehr gebracht, es wäre schlicht und ergreifend zu spät für den armen Mann gewesen, so tragisch es auch wahr... Sie hätten es nicht verhindern können und auch nichts mehr tun können, da diese Entscheidung von anderer Seite bereits getroffen worden war. Und sie waren nur die bedauerlichen Frauen, die den Mann hatten finden und ihm beim Übergang hätten helfen sollen und müssen. Diese Tatsache stieß bei Alena ebenfalls nicht auf Begeisterung aber sie hatte dieses Schicksal schon länger für sich akzeptiert. Auch wenn es definitiv nicht einfach gewesen war aber danach fragte ja keiner. Sicherlich hatte auch Zeynep da keiner gefragt. Und das es schrecklich für sie war das konnte Alena vollkommen verstehen.
Auch die Überforderung konnte sie verstehen, weshalb sie die Clubbesitzerin auch zunächst gehen ließ und nur minimal zurücktrat als die junge Frau so nah an sie herantrat. Denn ihr war das schon irgendwie unangenehm. Und den wiederwillen hörte sie ihr auch deutlich an. Wobei es schonmal irgendwie erleichtert war, daß Zeynep wohl zumindest schonmal wusste das sie zum Teil eine Banshee war, so wie sie selbst eben auch. Deshalb nickte sie auch zunächst nur und räusperte sich dann. „Ja ich bin eine Banshee, zumindest zum Teil. Ich nehme an du hast noch nicht sehr viel Erfahrung im richtigen Umgang damit?" Gut das man nicht unbedingt oft Leichen finden möchte, konnte Alena natürlich sehr gut verstehen. „Also ich will dich definitiv nicht kritisieren oder so aber man merkt das einfach, daß dir das alles ziemlich zuwider ist.. Nicht das Ich das selbst so toll fände, dass auf keinen Fall. Ich habe es nur irgendwann notgedrungen akzeptiert. Ich verstehe aber auch, wenn Du da noch nicht so weit bist." Sie lächelte sogar zaghaft und versuchte ihrem Gegenüber ein gutes Gefühl zu geben. Halbwegs zumindestens auch wenn es in der Situation natürlich nicht so einfach war...


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Re: Alena & Zeynep ~ Death Is Everywhere

von Alena am 29.11.2023 16:08

Es war immer schrecklich wenn man mit dem Tod konfrontiert wurde, besonders auf diese Art und Weise, dass man einfach aus dem nichts auf eine Leiche stieß. Sie auffand und in das Jenseits begleiten musste, ob man nun wollte oder nicht oder ob man darauf gefasst war oder nicht. Alena hatte es immer wieder aufs neue gehasst, wenn es ihr nun einmal passiert war und das war es in ihrem Leben bisher leider schon viel zu oft... Vor allem war es eine Erfahrung, die einen immer wieder in gewisser Weise herunterzog, denn schließlich kam man ja immer zu spät und konnte nichts weiter mehr tun, als einfach mit der Situation irgendwie umzugehen. Dem Tod konnte man halt irgendwie nicht entkommen zumindest als Banshee nicht. Also für diesen Teil ihres Wesens war die gebürtige Schottin definitiv nicht gerade dankbar... Ändern konnte sie es allerdings natürlich auch nicht und gerade ging es definitiv in erster Linie mal um Schadensbegrenzung, denn sie und die Fremde hatten nichts getan. Auch wenn die Dunkelhaarige das dann doch etwas anders zu sehen schien.. aber vielleicht hatte sie ja einfach noch nicht viel Erfahrung mit dem Dasein als Banshee. Sie war schon froh das die beiden nun endlich weg kamen vom Ort des Geschehens.
Allerdings schien die Dunkelhaarige schon ein paar Probleme mit der ganzen Situation zu haben so wie die Fremde reagierte. Zutiefst erschrocken zuckte Alena zusammen und betrachtete die Verletzung an der Hand der Frau. Sie hatte keine Ahnung wohin die beiden Frauen denn gerade überhaupt unterwegs waren aber klar war auf jeden Fall, dass die Verletzung versorgt werden musste. "Gibt es hier irgendwo einen Ort, wo wir deine Verletzung versorgen können?", fragte sie deshalb zunächst einmal. "Und nein wir haben nichts getan, der Mann.. es war nicht unsere Entscheidung dass seine Zeit gekommen war.. wir haben ihn einfach nur gefunden. Das liegt in unserem Wesen.. dafür können wir nichts. Wirklich nicht, dass kannst Du mir glauben. Es hat auch lange gedauert bis ich das begriffen habe. Aber es ist nicht unsere Schuld." Das war vermutlich schwer zu glauben aber die beiden hatten sich das ja schließlich nicht ausgesucht alles... Alena wäre nun auch deutlich lieber mit ihrem Mateo zusammen als mitten in der Nacht mit irgendeiner Fremden durch die Gegend zu laufen, nachdem sie einen Toten gefunden hatten. Gerade hätte Alena sich am liebsten in ihrem Bett verkrochen und sich an ihren Traummann gekuschelt, damit ihr wieder warm würde...


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Re: Alena & Zeynep ~ Death Is Everywhere

von Alena am 30.09.2023 17:23

Alena hätte nicht erwartet jemals wieder ins Vereinigte Königreich beziehungsweise nach Schottland und insbesondere Iverness zurück zu kehren. Besonders da sie die Pflege ihres Elternhauses ja in professionelle Hände gegeben hatte. Aber wie sagte man so schön? Unverhofft kommt oft.. oder noch besser: Leben ist das was passiert, während man damit beschäftigt ist andere Pläne zu machen.. Jedenfalls war der Firmenchef besagter Firma wegen Betrug in den Knast gewandert und die Studentin hatte keine Ahnung, in welchem Zustand sie ihr Elternhaus vorfinden würde, als sie in Saint John in den Flieger gestiegen war. Und der Anblick hatte wirklich noch ihre schlimmsten Befürchtungen übertroffen. Der Garten war vollkommen verwildert, die Fenster verdreckt und in den Gängen und Zimmern sammelte sich der Staub und die Spinnweben. Und die Blumen im Haus waren verwelkt. Sie hatte einige Minuten wie vom Donner gerührt einfach nur dagestanden unfähig sich zu rühren und tief in sich, bereits die Ahnung - nein die Gewissheit - das dies nicht das schlimmste sein würde, was sie heute sehen würde. Der Tod gehörte in gewisser Weise bereits seit ihrer Geburt zu ihrem Leben. An diesem Tag war ihre Urgroßmutter verstorben aber noch vor ihrer Geburt weshalb sie das nicht wirklich bewusst wahrgenommen hatte. Aber dann einige Jahre später während ihrer Grundschulzeit, wie man in Deutschland sagen würde, war ein Mitschüler an einem angeborenen Herzfehler verstorben und dann war es im Abstand mehrerer Jahre noch ein paar Mal geschehen... Daher diese Gewissheit - nur im Fall ihrer Eltern und ihrer kleinen Schwester, fehlte ihr diese da sie in oder um China verschwunden waren. Und das nun wirklich eine zu große Distanz für sie als halbe Banshee gewesen war. Und von Seiten der chinesischen Ermittlungsbehörden waren keine Überreste gefunden worden, also galt ihre Familie weiterhin als vermisst und war lediglich von der Gesetzeslage her für Tot erklärt worden, weil inzwischen einfach bereits zu viel Zeit vergangen war...
Jedenfalls hatte Alena den ganzen weiteren Tag, bis zum Abend - nach einem Nachtflug wohlgemerkt - damit verbracht drinnen im Haus das größte Chaos zu beseitigen. Dann bestellte sie sich etwas zu Essen was schon an sich meist eher untypisch für die junge Frau war und dann kippte sie mindestens einen halben Liter Wasser auf einmal hinunter, bevor sie dann die angebrochene und eine weitere Flasche deutlich langsamer und Gläserweise leerte. Was ihre Kopfschmerzen in keinster Weise hatte beseitigen können aber es würde zumindest verhindern, dass sie morgen überhaupt nichts im Haus würde machen können. Wobei Alena sich nicht einmal sicher war ob sie nach der heutigen Nacht überhaupt morgen zu irgendetwas in der Lage wäre... Irgendwann übernahm dann einfach ihre Banshee-Seite die Kontrolle und schon stand sie vor dem Mann und versuchte ihm beizustehen währenddessen ließ sie kurz ihren Blick umherschweifen und erblickte die andere Frau. Und sie wusste das die Frau wie sie war, nun zumindest zum Teil aber das sie auf jeden Fall aus dem gleichen Grund wie die Blondine hier war. Und nicht nur eine einfach überforderte, zufällige Beobachterin war. Doch, bevor jemand da wäre, der sich um den Mann kümmerte beziehungsweise sich seiner Seele angenommen hätte, könnte sie sich nicht um die fremde Frau kümmern. Also wartete Alena noch so lange ab, bevor sie zu der Fremden ging und sie ansprach. "Hey entschuldige.. kann ich dir vielleicht helfen? Weil.. wir sollten vielleicht von hier verschwinden, das sieht nicht gut aus wenn man uns beide in der Nähe einer Leiche antrifft... Zwar haben wir nichts getan aber naja das wissen die Ermittlungsbehörden ja nicht im ersten Moment." Und Alena war todmüde und wollte sich nun nicht auch noch mit Scotland Yard auseinandersetzen. Weshalb sie die junge Frau sanft am Arm berührte und ihr bedeutete, ihr zu folgen. "Bitte, lass uns jetzt gehen, ja?", bat sie fast flehend.


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Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.09.2023 18:34.

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Re: Jane & Alena ~ A Nightshift full of Suprises (St. John, Kanada, Februar 2023)

von Alena am 01.06.2023 10:43

Alena hatte einfach mit ihrem Alltag weiter gemacht, da sie für die fremde Frau nach der Tätigung des Notrufs auch nichts mehr wirklich hatte tun können. Aber zumindest wäre sie in der Klinik hoffentlich in den Händen von fähigeren Leuten und könnte sich erholen. Natürlich hatte die Blondine eine medizinische Grundausbildung aber das hätte beim besten Willen natürlich nicht genügt um die Versorgung einer ernsthaft kranken Person zu übernehmen, ganz davon abgesehen das sie dafür gar nicht ausgerüstet gewesen wäre. Was allerdings nicht bedeutete, dass sie die Fremde vergessen hätte.
Ganz im Gegenteil, war ihr die Frau nicht mehr aus dem Kopf gegangen und hatte ihr einfach keine Ruhe mehr gelassen, denn schließlich kam ja auch nicht jeden Tag irgendeine Frau in das Diner gestürzt in einem auf unerklärliche Weise so desolaten Zustand und dabei so verstört wirkend als sei der Teufel höchstpersönlich hinter ihr her gewesen. Und das sie dann noch so dehydriert gewesen war, dass sie das Wasser förmlich herunter gestürzt hatte und kurz darauf ohnmächtig geworden war, war nun ja auch kein wirklich gutes Zeichen... Sie fragte sich was die junge Frau wohl durchgemacht hatte und sie wollte unbedingt wissen, wie es ihr nun wohl ging. Aber da waren ja noch immer eine ganze Menge Verpflichtungen die nun einmal dann einfach auch vorangig gewesen waren.
Aber dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann tatsächlich ein Tag, an dem wirklich nichts großartig anstand und die Blondine auch wirklich zeitig mit ihren Vorlesungen durch war. Und da gab es dann auch kein Zögern mehr, kein Hadern oder Zerdenken sondern sie fuhr mit ihrem Wagen einfach zum Krankenhaus und fragte dort angekommen, ob sie wohl nach der Patientin sehen dürfe, die im Diner zusammengebrochen war. Dann hatte man sie zunächst gebeten zu warten und nach einer kleinen Wartezeit, hatte man sie dann zu einem Zimmer geführt. Also hatte die Fremde augenscheinlich nichts dagegen sie zu empfangen. Eine Pflegerin klopfte kurz und ließ Alena dann eintreten. Als sie dann im Zimmer stand, wusste sie im ersten Moment gar nicht was sie eigentlich sagen sollte... Sie lächelte die Frau im Bett freundlich an und deutete auf einen Stuhl "Darf ich?" Eine harmlose Frage, unverfänglich und auch nicht unangebracht. Wie es so manche Formulierung wohl gewesen wäre. "Wie fühlen Sie sich? Geht es Ihnen schon besser?" Was Alena ihr wirklich wünschen würde, was sie im Grunde jedem im Krankenhaus wünschte, auch wenn sie wusste das es nicht immer gegeben war. Aber darum ging es ja gerade nicht und die junge Frau sah für ihr empfinden auch schon deutlich besser aus als beim letzten Mal...


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