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Joanna

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FSK 18 Mensch neutral bisexuell biromantisch Geübter erfunden

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Re: Maria & Joanna ~ May I Sleep With You? [Anfang 2016]

von Joanna am 24.10.2023 12:09

Jo schloss die Augen. Sofort spielte sich der Streit mit James wieder lautstark in ihrem pochenden Schädel ab. Mit am meisten weh war die Tatsache, dass James' Eltern wohl von Anfang an Recht gehabt hatten, was ihre Beziehung angeht. Sie - Joanna, die Rebellin, die von Zuhause abgehauen, obdachlos gewesen war und manchmal gekifft hatte - mit einem der besten Cops überhaupt. Die Beziehung hatte nicht gut gehen können. Jo hatte dem nie Gehör schenkt, nicht eine Sekunde lang. Sie hatte James geliebt. Sie liebte James. Und doch war es jetzt so gekommen, wie seine Familie prophezeit hatte. Und das tat weh. Es tat so weh. 
Jo strich die stumme Träne die über ihre Wange rollte weg und trank stattdessen etwas von dem Epresso. Der starke Kaffee tat gut. Dennoch würde sie sich später etwas zu trinken holen. Irgendwie musste sie diesen Schmerz in sich betäuben.
Die Schuld.
"Danke.", sagte sie tonlos darauf, dass Ria ihm geschrieben und Bescheid gegeben hatte. Sie schluckte, fuhr sich mit der Hand durch ihre blonden Haare. "Haste ein paar Schmerztablettn?", fragte sie ihre Freundin und lehnte sich wieder zur Seite. Sie starrte vor sich hin. Dachte an ihren Traum vorhin. An den Unfall. Den realen Unfall. An Lis. An Lis strahlendes Gesicht, ihre strahlenden Augen, ihr strahlendes Lächeln. Ihre Schwester. Sie dachte an Lis.
"Vielleicht sollte ich einfach gar nich mehr schlafn. Was hältste davon?", meinte Jo und sah zu ihrer Freundin. Ihr Herz blutete. Und es schmerzte so sehr. Egal was für eine Strafe das Gericht ihr geben würde, es würde nicht genug sein.

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Re: Maria & Joanna ~ May I Sleep With You? [Anfang 2016]

von Joanna am 23.08.2023 14:16

Jo schüttelte leicht den Kopf, um Rias Entschuldigung gleich zu unterbrechen und bereute es sofort, als zum Dank eine Kettensäge durch ihr Gehirn zu sensen schien. Sie lehnte sich gegen irgendetwas stabiles - wahrscheinlich war es ganz einfach die Wand und hatte die Augen halb geschlossen. Einerseits um das Licht auszusperren und so das Pochen ihres Schädels zumindest ein wenig erträglicher zu machen, zum anderen um sich wenigstens halbwegs auf ihre Gedanken und Worte konzentrieren zu können. "Ich wär sowieso aufgewacht.", murmelte sie als erstes - und wahrscheinlich entsprach das sogar der Wahrheit. Sie kannte diesen Alptraum mittlerweile. Er war ein ständiger Begleiter von ihr geworden und Jo konnte sich nicht vorstellen, dass sich das wieder ändern würde. Wie sollte es? Sie hatte ihre Familie auf dem Gewissen...
Sie spürte, wie ihre Finger zu zittern begannen und rasch versuchte sie, ihre Hand unter ihrem Arm zu verstecken. Sie wusste nicht warum, aber sie wollte nicht, dass Ria das auch noch bemerkte. Die Arme musste jetzt schon genug wegen ihr durchgemacht haben.
"Wie spät ist es?", fragte die Musikproduzentin murmelnd, ließ Hand Hand sein und rieb sich stattdessen über die Stirn, während sie sich nun langsam am Küchentisch nieder ließ. Darauf bedacht, ja keine zu schnellen Bewegungen oder ähnliches zu machen. Plötzlich befand sich ein heißer Espresso zwischen ihren Fingern. Wie war der denn dahin gekommen? Hatte sie Sekundenschlaf oder was? Sie blinzelte, starrte in diese Tasse, in diese schwarze Flüssigkeit und sehnte sich nach einem Schluck Whiskey. Es wäre sinnfrei Ria alles doppelt zu erzählen, also...
"Was... war letzte Nacht? Abgesehn davon, dass ich mich übergebn hab?", fragte sie und sah ganz vorsichtig zu ihrer Kollegin. Beschissnes Licht. "Was hab ich erzählt?" Die Stimme der Blonden klang wie tot, komplett ohne Klang, komplett ohne Lebenssinn. Sie dachte an James und ihr Herz brach. Sie dachte an Lis, an ihre Familie und es war wieder ein reiner Scherbenhaufen. Wieder zitterten ihre Finger. Wieder wollte sie was trinken.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.10.2023 12:03.

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Re: Maria & Joanna ~ May I Sleep With You? [Anfang 2016]

von Joanna am 04.08.2023 14:04

Es war alles ein einziger dumpfer dröhnender Strudel. Jo saß da ohne sich daran uz erinnern wo sie gerade war oder warum sie grade hier war. Sie schwnkte leicht im Stuhl mit den geschlossenen Augen. Mal nach rechts, dann aber nach links, kam mit dem Ellbogen auf was hartem auf - einen Tisch. Stabilität. Ihr war so schlecht, ihr Magen fühlte sich beschissen an, aber irgendwie fühlte sich alles schwer an. So scheiße schwer.
Und dann eine Stimme. Eine bekannte Stimme. Sie öffnete die Augen und erblickte überrascht ihre Kollegin und Freundin. Die Bedeutung der Worte nahm sie kaum in ihrem betrunkenen Kopf aus. "Lia!!", begrüßste sie sie lallend. Die Augen offen zu haben schien den Shweindel nur noch zu verstärken. Und ihr Magen... Sie stand auf, doch ihre Füße waren krumm, die ganze Welt kippte und Jo stolperte und stieß volle Kanne gegen die Anrichte - glücklicherweise und zufällig genau auf Höhe des Spülbeckens, in das sie sich jetzt gradewegs übergab. Ihre Knie drohten mehrmals einzuknicken und sie klammerte sich am Hahn fest während sie würgte. Blonde Strähnen klebten ihr in Mund und Nacken, ihr Kopf hämmerte dumpf in der Ferne. Laufendes Wasser. Sie spülte den Mund leicht aus (oder wurde er ausgespült) und sie erhob sich wackelig. "Lia? Hillf mir... binn drunk..", lallte sie, während sie sich schwer auf ihrer Freundin abstützte und von dieser zum Sofa geführt würde. Ihr Magen schien sich im Kreis zu drehen und Karrussel zu fahren. "Hasssu'n Eima?", schaffte sie es noch zu fragen, ehe sie auch praktisch schon auf der Schlafcouch zusammenbrach und in die Bewusstlosigkeit hinüberglitt...

Zuckende schwarze Blitze zogen durch ihren Kopf. Unzusammenhängend erst, lange. Dunkelheit. Straße. Nacht. Ihre Schwester schwärmte von der Hochzeit. Ihre Eltern lächelten nickten, unterhielten sich erschöpf. Sie war von allem genervt. So genervt. Sie sah das Geschwindigkeitsschild. Aber sie wollte einfach ins Bett, einfach nur endlich verdammt nochmal ins Bett. Ihr Fuß drückts aufs Gas. Da war die rote Ampel. Aber fuck it, das hier war ein Dorf, es würde doch nicht...
Ein ohrenbetäubend lautes Rauschen und mit einem Schrei schoss Jo aus dem Schlaf hoch. Im gleichen Augenblick schien jemand Thor's Hammer selbst auf ihrem Schädel niederkrachen zu lassen und stöhnend sank sie wieder etwas zurück. Das Licht schmerzte in ihren Augen, die Erinnerungen waren allzu lebhabt. Und jetzt wurde ihr klar, dass der Knall, den sie im Traum gehört hatte, gespürt hatte, von dem sie erzittert worden war, nichts anderes war als die Kaffeemaschine die lief. Sie versuchte tief und ruhig einzuatmen - was schwierig war, weil es stank nach Kotze. Vorsichtig öffnete sie ihre Augen einen Spaltbreit und sah neben sich einen Eimer mit Erbrochenem. "Scheiße..", murmelte sie leise und war nur dankbar für den Filmriss. Vorsichtig versuchte sie sich wieder aufzusetzen. Wo war sie verdammt? Sie ließ ihren Blick umherschweifen. Sie kannte das Wohnzimmer. Ihr Kopf hämmerte wie Hölle... das war doch...
"Ria..", murmelte sie leise und fühlte sich nur noch schäbiger. Eine tolle Kollegin war sie. Wirklich eine tolle Kollegin. Oh nein nein nein. Sie würde Ria ganz sicher nicht mit sich belasten. Obwohl ihr Kopf, ihr ganzer Körper dagegen protestierte, erhob sie sich, schwankte kurz und tastete sich dann mit unsicheren Schritten in Richtung Küche und dem höllischen Geräusch das sich wie eine Motorsäge durch ihre Gedanken fraß. Sie war immer noch drunk, trotz Kater. Aber lange nicht mehr so heftig. Lange nicht mehr ausreichend.
Ria stand in der Küche. "Hey...", murmelte Jo, doch ihre Stimme ging bei der Kaffeemaschine unter. Grade wollte sie es lauter versuchen, als sie erstarb. Sie war fertig und jetzt leise. "Hey..", versuchte sie es nochmal, rieb sich über die Stirn, versuchte sich zu fokussieren. Einfach auf das Wichtigste zu fokussieren. "Sorry für die Nacht." Sie hatte keinen Plan was genau passiert war, aber sie hatte sich obviously übergeben, also konnte es nur alles andere als eine gte Nacht gewesen sein.

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Re: Varnado

von Joanna am 31.07.2023 18:05

Niemand wusste, wie lange genau Joanna nun weggetreten war. uhren waren stehengeblieben. Entweder waren die Battieren oder Akkus leer gelaufen mit der Zeit (ironischerweise) und Internet oder Strom gab es natürlich so oder so nicht mehr. Aber im Grunde genommen spielte es auch keine Rolle.
Jo erwachte mit einem enormane Dröhnen, der ihren gesamten Schädel auszufüllen schien. Ihr Kopf fühlte sich schwer an, unendlich schwer, wie mit Blei gegossen und allein die Augen zu öffnen kostete sie Mühe. Ihr Bauch rumoerte, bäumte sich kurz auf, aber zum Glück musste sie nur kurz aufstoßen und sich nicht übergeben. Ihr Magen war schon immer sehr fest gewesen. Selbst wenn sie übern Durst trank, musste sie sich nur sehr selten übergeben. Mühselig richtete sies ich auf und konnte vor sich einen Whiskey vom vergangenen Abend (oder wann auch immer es gewesen war) sehen. Perfekt. Das richtige um in die Gänge zu kommen. Mit leicht zitternder, eiskalter Hand griff sie danach, wobei ihr eine Decke die Schultern hinunterrutschte, öffnete sie mit Mühe und Not und nahm zwei, drei Schlucke. es brannte sanft und angenehm in ihrer Kehle und sie spürte, wie der neue Alk das dumpfe Pochen in ihrem Schädel weniger werden ließ. Sie atmete ruhig und gleichmäßig, die Augen geschlossen und trank dann nochmal etwas. Jetzt begann die Wärme ihre Brust zu füllen. Ja, das war gut.
Sie stellte die Flasche wieder auf den Tisch, tastete nach ihren wirren blonden Haaren und machte sich kurzerhand einen neuen Zopf. Dann warf sie einen Blick auf ihre veränderte Haut. Die Zombiemale. Sie hatten sich wieder etwas mehr ausgebreitet. Sie unterdrückte das Seufzen, unterdrückte es auch dran zu kratzen (sie glaubte, dass es sich dann nur noch schneller ausbreiten würde) und stand auf. Sie sah sich um. Ein völlig fremder Ort. Nicht ungewöhnlich. Sie dachte nach. Was war...?
Und dann fiel es ihr ein. Xhapan! Richtig! Er hatte sie mit seinen Unterschlupf genommen. Ein geiler Unterschlupf. Sie schuldete ihm was. Sie sah sich um, entdeckte ihn am Fenster und trat zu ihm, ein leichtes Grinsen auf ihren Lippen. "Hey.", begrüßte sie ihn mit ihrer leicht rauen Stimme und lehnte sich ebenfalls an die Wand. "Und? Alles ruhig?" Sie sah selbst nach draußen auf die Straßen,s ich dabei fast selbst schon wie ein ganzer Zombie vorkommend. Eines Tages würde es so kommen. Hoffentlich würde Xhapan sie vorher umbringen. Oder irgendjemand anderes.

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Re: Varnado

von Joanna am 23.05.2023 17:25

"Echt jeds?" Sie wollte sich etwas hochstützen, um ihm anzusehen, doch der enorme Schwindel der in diesem Augenblick auch schon ihren Schädel befiel, ließ sie stattdessen wieder aufs Sofa zurücksinken. Ihr Magen rumorte leicht, dennoch sprach sie einfach weiter. "Die Pest kam also von euch? is ja krass. Un da hbn die imer die Judn oder Rattn oder sonst wen beschulligt, dabei warns einfach die Dämonen." Sie schüttelte wie in Zeitlupe den Kopf, indem sie diesen auf dem Sofa liegend erst nach linls, dann nach rechts und wieder zurückrollte. "Warum habtn ihr dass getan damals? Langweile oder sowas?" Ihre Zunge war herrlich schwer, und sie glaubte jeden Herzschlag in ihrem Brustkrasten unglaublich intensiv wahrzunehmen, als würde er sie voll und ganz erfüllen. Es war ein eigentümliches, ablenkendes und daher auch wunderschönes Gefühl. Sie schwebte im trubeligen Schwindel und nicht anders wollte sie es grade auch haben. Auch wenn es sie und alles geichzeitig so unglaublich schwer machte...
"Ech jeds?" WIeder blinzelte sie zu ihm. Er ein Außenseiter? Staatsfeind Nr. 1? "Kann ich i´mir gar nich vorstelln. Bisd doch mega in Ordnung undn cooler Typ un alles. also wenns hilft..." Sie schwang ihren einen Arm etwas zu schwungvoll in die Luft, woduch er durch die Luf und über ihren Kopf segelte und nun übers Sofa runterhing: "...ich halt dich nich fürn Feind oder Sdaadsfeind oder was auch immer." Sie schloss die Augen. Der Schwindel intensivierte sich noch, wenn das überhaupt möglich war. Und trug sie dann fort. Fort, fort in eine angenehme bodenlose, sorgenlose Leere. Den absouten Schlaf, ausschließlich möglich in der Intensität durch Erschöpfung und Trunkenheit gleichermaßen und dadurch fast schon endgültig.

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Re: Varnado

von Joanna am 14.05.2023 17:18

Jo lauschte ihm, trank dabei immer mal wieder einen Schluck vom Rotwein und schüttelte den Kopf. "Das alles is einfach nur irre.", sprach sie geradewegs ihre Gedanken aus. "Früher hab ich an diesen ganzen Scheiss nichmal geglaubt. Meine Eltern habn mich zwar immer inne Kirche gezwungn, aber den Glaubn an Gott und das alles hab ich spätestens verloren, als..." Sie konnte und wollte nicht weitersprechen. Stattdessen nahm sie gleich zwei große Schlucke aus der Rotwein-Flasche. Die Welt drehte sich, der Geschmack lag schwer auf ihrer Zunge und es war einfach nur angenehm. Xhapan würde schon wissen, dass dass sie den Unfall meinte. "Un dass es überhaupt Übernatürliches gibt, hab ich noch nichmal richtig in Betracht gesogn. Und jeds schau mich an. Sitz ich hier mitm Dämon inner wortwörtlichen Apokalypse und wir rätseln wann wohl die apokalyptischn Reiter ausser Bibel über uns herfalln." Sie lallte. Sie war drunk. Aber genau so wollte sie es haben. Genau so brauchte sie es, um mit dieser ganzen Scheisse irgendwie klar zu kommen und fertig zu werden.
Bei Xhapans Bestätigung dass er auch was vom Rotwein wollte, schwenkte sie ihm Besenstiel-grade mit ausgestrecktem Arm die Flasche hinüber, damit er sie sich nehmen konnte. Als er sie hatte, ließ sie sich in eine Liegeposition auf dem Sofa fallen und berförderte einen Arm einmal quer über die Augen. Die ganze Welt drehte sich. Sie stellte einen Fuß auf den Boden um zumindest einen gewissen Bezug zur Realität zu behalten. "Ernsthaft? Das sagt man über uns?" lachte sie, als er von den Kakerlaken auf zwei Beinen sprach. Irgendwie gefiel ihr das Bild. Es passte. Es würde sie wirklich nicht wundern, wenn die Welt sie nur als lästige Kakerlaken sah.
"Mmmh... und was für ne Stellung hassn du dann bei den Dämonen?", fragte sie, nahm den Arm wieder von den Augen und schielte zu ihm hoch. Sie sah ihn nur verschwommen. "Höherer oder niedrigerer Rang? Oder iwas hübsches daswischen?"

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Re: Varnado

von Joanna am 12.05.2023 15:58

Jo musste leicht lachen. "Daran hab ich noch gar nich gedacht. He, wenns so is, dann hab ich ja zuindest endlich mal ne vernünfige Begründung zu trinkn!" Wobei sie ihre normalen Begrüunden auch durchaus valide fand. Der Tod ihrer Familie, an welchem sie Schuld war und allein diese ganze Apokalypse-Scheiße hier... jetzt mal ehrlich, wie könnte man sich da nicht nach ner Flasche Vodka oder so sehnen wollen?
Bei ihrer Frage ob er Alk da habe, hatte sie eigentlich fest mit einer Verneinung gerechnet. Vorräte finden war schwierig, erst recht diese beliebten Konsumgüter wie Suchtmittel und Lebensmittel - darauf stürzten sich Menschen in einer APokalypse als erstes, wo es doch so lebensnotwendig war. Daher richtete sie sich auch ein wenig auf, als Xhapan ihre Frage bejahte. "Ernsthaft jetzt?" Sie starrte ihn an. "Krass. Gott ey, endlich mal en bisschen Glück." Sie stand auf, wartete kurz auf ihr Gleichgewicht und ging dann zu der Tür, auf die er gedeutet hatte, um sie zu öffnen. Sogleich schnappte sie sich eine Flasche Rotwein und Tequila und kam mit beidem zum Sofa zurück, um sich wieder zu setzen. Den Tequila stellte sie beiseite, den Rotwein öffnete sie. "Magst du auch was?", fragte sie ihn, während sie (gott sei dank war es eine Flasche mit Drehverschluss) an diesem drehte.
Leicht zuckte sie die Schultern. "Menschen sind eben zäher wie sie aussehen. Ein paar werden safe überleben und irgendwo am Rande der Welt dann eine Winz-Population haben die die Erde nicht mehr so zerstören können wie sie es getan hebn. Oder irgendwie sowas, he." SIe nahm einen großen Schluck aus der geöffneten Flasche und sah Xhapan an. "Was würdet ihr eigentlich tun? Also ihr Dämonen und so weiter. Wenn die Menschn nich mehr da wärn?"

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Re: Varnado

von Joanna am 05.05.2023 18:13

Im nüchternen Zustand hätte Jo ohne Probleme selbst durch die Barrikade drüberklettern können. Doch sie war nicht nüchtern, sondern ziemlich drunk und dementsrechend tatsächlich dankbar für die Hilfestellung in Form einer Räuberleiter, welche Xhapan ihr leistete, dami sie es hinüberschaffte. Und eine Räuberleiter von jemandem zu bekommen, der locker über zwei Meter groß war, war fast schon wie ein Aufzug. Auf der anderen Seite brauchte Jo erneut kurz um den Schwindel in ihrem Schädel zu bekämpfen, der sie taumeln und mit der Schulter gegen die Wand stießen ließ. Als sich die Welt beruhigt hatte, griff sie nach den Sprossen der Leiter und erklomm das Dach. Sicher nicht der sicherste Ort für sie, aber sie würde schon nicht runterfallen. Der Alk machte Jo zuversichtlich. Mit einem Grinsen ließ sie sich den Wind um die Nase wehen.
"Jaaa, die Viecher scheinen iwie immer hinter mir her zu sein.", bestätigte sie Xhapans Beobachtung und deutete mit dem Daumen auf ihre selbstgebastelte Waffe aus Klingen und einem Besenstiel. "Aber dieses Ding leistest mir gute Dienste. Werd glaub ich immer besser drin."
Sie folgte ihm nach drinnen und nickte anerkennend, als sie sah, wie er es sich hier eingerichtet hatte und wo er anscheinend sein Lager aufgeschlagen hatte. "Wow. Nicht schlecht. Gefällt mir!" meinte sie ehrlich, schnallte die Waffe ab, legte sie nebens Sofa und ließ sich dann rücklings gleich auf dieses fallen. Sofort verschwammen die Farben der Welt wieder um sie herum, der Schwindel schlug kräftig wie ein Hammer zu und einen Augenblick lang wusste sie nicht mehr wie man atmete. Sie kicherte etwas, schaffte es irgendwie sich wieder in eine senkrechte Position zu heiven und fuhr sich mit einer Hand durch die blonden Haare.
"Tja, was gibts da zu erzähln? Vancouver wurd vonner Supereruption zerstört. Nich von Lava, aber vonnen Menschen und dem Rauch und allem. Mein Mann und ich sind geflohn, nach Amerika und weiter nach Ostn. Er wurd infiziert und ich war schliesslich gewzungn ihn zu tötn, als er endgültig nen Zombie war. Seitdem bin ich allein weiter. Und naja..." Sie lachte. Trotz ihrer Trunkenheit war es ein bitteres Lachen. Sie schob ihren Ärmel hoch und offenbarte Xhapan so all die Male, die sich bereits über die Haut ausgebreitet hatten - ausgehend von dem Biss, den ihr Zombie-Mann ihr zugefügt hatte - "warte eigentlich nur drauf dasses mich auch hinrafft. Und solang kämpf ich weiter. War schon immer scheisse im aufgebn. Du hast nich zufällig was zu trinkn da, oder?"

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Re: Maria & Joanna ~ May I Sleep With You? [Anfang 2016]

von Joanna am 05.05.2023 17:22

Jos Kopf fühlte sich riesig und dumpf an. Es war wirklich kein Kater, er war einfach nur fucking ebtrunken. Und so schwer. Es würde sie nicht wundern, würde sie einfach umfallen, sobald sie aufstand. Und sie hasste alles. Und sie wollte umfallen. Sich den Kopf aufschlagen und einfach liegen bleiben, an Ort und Stelle. Alles vergessen, alles begraben, sich mit begraben mit...
Das Tuch welches Ria ihr gereicht hatte, hatte sie gar nicht bemerkt und lag nur lose zwischen ihren Fingern, weil sie mehr aus Reflex als nach Bewusstsein danach gegriffen hatte. Doch Rias Worte zur Straße hörts sie durchaus. Tränen lösen sich plötzlich und unerwartet aus ihren Augen und rannen ihr langsam und stockend über die Wangen. "Warum?", lallte sie einfach nur und versuchte mit ihrem unfokussierten Blick in Rias Richtung zu schauen, sah sie dabei erneut nur doppelt, verschwommen. Sie war eine Mörderin, eine baldige Verurteilte. Warum würde noch wer was mit ihr zu tun haben wollen? Ihr eigener Mann wollte doch nichts mehr von ihr wissen... Und sie konnte es verstehen. Das war noch das Schlimmste bei der Sache. Er hatte Recht. Er hatte einfach Recht und es gab nichts was sie dagegen tun konnte, nichts was sie da wiedergutmachen könnte...
Als die jüngere begann immer lauter zu brüllen zuckte Jo so heftig zusammen, dass sie erneut Kaffee quer über sich schüttete und kurze schafe Schmerzen einmal quer durch ihren Kopf fuhren, die aber sofort auch wieder wegwaren. "Scheissse. I' mein doh nischt.... scheisse... so meint i' dass doh nisch, lia...", lallte sie. Sie hatte nicht gemerkt, dass Ria ihr die Kaffeetasse weggenommen hatte, beugte sich jetzt aber vor und verbarg das Gesicht in den Händen. Was den Schwindel nur noch verstärke. Alles drehte sich. "Scheisse is mir schlecht..."

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Re: Varnado

von Joanna am 25.04.2023 11:56

Mit einem Mal schossen an ihr vorbei plötzlich Messer, die den Zombies gradewegs in den Köpfen stecken blieben. Sie sah sich um und entdeckte einen riesigen tätowierten Mann - das konnte wahrlich nur einer sein. "Hey Xhapan.", grinste sie leicht und fasste ihre Waffe nun mit beiden Händen auch etwas fester. "Willkommn inner Apokalypse." Sie half ihm, so gut sie konnte, auch wenn der Schwindel dadurch nicht viel besser wurde, der sie belagerte. Nach wenigen Minuten, die sich wirklich viel länger anfühlten, war es bereits erledigt, doch bevor sie irgendetwas sagen konnte, wurde sie auch schon weiter in die nächste Gasse gezogen. Die ersten Schritte stolperte sie, biss sie ihr Gleichgewicht wiedergefunden hatte. Sie strich sich mit einer Hand einige blonde Strähnen aus der Stirn, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatten, mit der anderen hielt sie noch immer ihre Waffe.
"Danke für die Hilfe.", meinte sie, während sie ungefähr neben ihm herging und durchatmete. Eigentlich hätte sie sich jetzt nen Belohnungsschluck verdient. Scheiße. Musste sie wohl auf später verschieben bis sie ein Kiosk oder so etwas fand. "Ziemlich beschissn alles, ne? Schön zu sehn, dass du den Vulkanausbruch und die Zombies und so überlebt hast." Das war es wirklich. Die Welt spielte doch wirklich seltsam. Und niemals so, wie man erwartet hätte.

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