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Death

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FSK 18 Anderes Wesen flexibel pansexuell panromantisch Profi Sandman

Beiträge: 35

Re: Ahi & New-Media ~ You Wanna Be A God?

von Death am 24.04.2021 15:39

Ich hatte ihm die versprochene Zeit eingeräumt. Immerhin wollten wir mal nicht so sein. Wir lebten in einer schnelllebigen und stark bewegten Welt, doch ihn zu einer Entscheidung zu drängen – also noch mehr, verstand sich, würde zu weniger positiver Ergebnissen führen. Und dabei war Feedback, Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz doch für uns so wichtig – da konnte man sich kein langes Zaudern lassen, aber auch keine schlechten Umfrageergebnisse.
Stattdessen war ich zum Festland zurückgekehrt – natürlich nicht, ohne ihn dabei aus den Augen zu verlieren; ich konnte schließlich überall sein. Auch wenn er stumm war, hatten die beiden Ehepartner ihren Fernseher laufen – ein bessere Fenster gab es für mich gar nicht. Und sie waren so vertieft, dass sie es gar nicht mitbekamen, dass ihn die Seriencharaktere mehr Aufmerksamkeit widmeten als der eigentlichen Handlung.
„Hat er sich schon entschieden?" Der Mann mit Hut war zu mir getreten. „Gerade dabei", gab ich zurück und widmete mich wieder meinen Nägel und ihrer Aufhübschung. Auch wenn an mir natürlich alles perfekt war. Er bekam keine weiteren Erklärungen von mir, keinen Blickkontakt. Und mir war vollkommen klar, wie brennend er mich dafür hasste und gleichzeitig meinen eigenen Kopf bewunderte und für seine Pläne brauchte, weil er dafür so wichtig war. Und ich wusste, dass das gar nicht schlecht für uns ausgehen konnte – er war viel zu sehr ins Schleudern geraten und sein bisheriges Leben war teilweise sehr schlecht zu ihm gewesen. Endlich einmal davon loszukommen, seine Familie beschützen zu können – das waren schon genau die richtigen Trigger. (Gott, wer überlegte sich denn solche Geschichten für seine Charaktere – die armen Dinger?!) Ich schüttelte leicht mit dem Kopf und zuckte dabei resigniert mit den Schultern. Manche liebten Drama einfach zu sehr, nicht wahr? Und das von mir, als eine der dramatischsten Personen der Welt! Ich warf einen Blick zum Technical Boy. Okay, die wahre Dramaqueen war ich hier allerdings nicht (Nein, im Ernst, diese Pussy musste man sich manchmal einfach geben! 🤦‍♀️)
Im Hinterkopf noch immer den Streit verfolgend, bemerkte ich schließlich, dass das Ehepaar halb getrennte Wege ging – erst einmal zu Bett. Morgen würde ich seine Entscheidung haben und er würde mich kontaktieren – ich wusste es einfach.
„Bye, Spacko", sagte ich bald darauf und trat vor den großen Bildschirm. Er begann zu flirren und zu rauschen, als ich ihm näherkam. „Noch einen schönen Abend als Worlds Schoßhündchen." Mit einem süßen Lächeln und einem Knicks wandte ich mich ab, hörte seine Worte gar nicht, ignorierte sie einfach, denn produktiv waren sie ja doch nicht. (Echt mal, wie konnte so etwas der Dreh- und Angelpunkt aller Technologie sein? Wenn man ihn so ansah, würde ich ihm nicht einmal glauben, dass er wusste, wo sein Gesicht war! 😂)
Der Bildschirm ging in bunten Farben mit Emojis, Social Media Posts und Bildern auf, als ich ihn berührte und mit einem knisternden und rauschenden Feuerwerk der Geräuschkulisse (wie auf jeder guten Party!) hineintrat. „Peace!" Meine zwei erhobenen Finger waren das letzte, was er von mir zu Gesicht bekam. Für die Nacht verbrachte ich meine Zeit im Cyberspace, in meinem leeren, weißen Backstagebereich – ein Raum nur für mich, ohne Ablenkung, wo ich ganz in mir selbst aufgehen konnte (Also, um genau zu sein, in allem, was Social Media und moderne Welt des Internets war).
Die Zeit lief hier drinnen ganz und gar gleich war und wenn überhaupt vollkommen anders – Stunden waren wie Monate, Jahre waren wie Sekunden. Alles einerlei. So vergingen meinem Empfinden nach nur wenige Minuten, ehe eine Nachricht eintrudelte und mit einem lauten, widerhallenden PLING durch die weiße Leere geschleudert kam, um vor meinen Füßen liegen zu bleiben. Ich lächelte triumphierend.
Er bekam eine Sprachnachricht auf sein Handy: „Das ist ja ganz wundervoll. Herzlichen Glückwunsch zu seiner weisen Entscheidung. Natürlich wirst du das nicht bereuen!" Ich hatte ganz überschwänglich und energetisiert geklungen. Ein Zustand, der mindestens genauso gefährlich war wie ich in Wut oder Trauer. Auch wenn letzteres ein Fremdwort für mich war – in meinem Leben gab es rein gar nicht zu betrauern, dieses Gefühl war für mich vollkommen nutzlos. Manchmal trauerte ich höchstens aufgrund der Armseligkeit der allermeisten Menschen.
„Triff mich heute Abend um 7 vor dem Geschäft von gestern wieder.💜😘✌️" Wir hatten noch ein paar Dinge zu besprechen!

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...Anyway: I'm not blessed, or merciful. I'm just ME. I've got a JOB to do, and I do it.
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Re: Ahi & New-Media ~ You Wanna Be A God?

von Death am 06.03.2021 23:29

Gott, diese Zerrissenheit. Die Menschen von heute wussten wohl wirklich nicht, was gut für sie war. Immerhin wussten die Menschen der modernen Zeiten ohnehin nicht mehr viel – wandelten blind durch Welt; geblendet von den neusten Angeboten im Internet, von Social Media in den Bann gezogen und am besten immer in einer Hand das Handy. Oh nein, keine Sorge, das störte mich nicht. Noch nie waren die Menschen so leichte Opfer gewesen und noch nie hatten sie so selbstverständlich ihre Energie darauf verwendet, zu den Göttern zu beten. Auch wenn sie uns, die Neuen, nicht sehen konnten und nichts von uns wussten, so fütterten sie uns doch so freigiebig und dauerhaft wie sie es sonst nie mit einer Gottheit getan hatten. Lebenszeit und Geist – es gab keine besseren, keine mächtigeren Opfer. Und wie das eben so war, wenn man einmal angefüttert worden war: Man wollte mehr und immer mehr. Wir wuchsen und wir wollten noch mehr erreichen, strebten immer nur nach vorn...
„Kleiner, mach dir keine Sorgen. Deine Familie ist bei uns sicher. Niemand kann ihr und dir mehr etwas zu Leide tun, wenn wir dich unter uns wissen." Keine legte sich mit einem Gott an. Keiner konnte sich mit einem Gott anlegen. Nicht mit uns. Wir waren in unserer Gestalt und unserem Auftreten so wandelbar und fließend, dass wir weder von Mensch noch von Gott zu schlagen waren – wir waren Ideen, Gedanken, Wünsche und Psychologie. Was man einmal losgetreten hatte, ließ sich nicht mehr rückgängig machen – wie ein Fass, das ungebremst einen Berg hinunterrollte. Technologie war den Gedanken der Menschen entsprungen, Medien füllten die Köpfe. Da gab es kein Aufhalten mehr, kein Entrinnen, kein Entziehen. Wieso also nicht einfach ein Teil davon werden?
Mit einem süßen Lächeln neigte ich den Kopf zur Seite. „Eine Antwort sollte so früh wie möglich kommen. Aber natürlich hast du Zeit. Und wenn sie um ist, das bemerkst du dann schon." Ich drohte ihm natürlich nicht mit Mord, doch ich wusste, dass er nicht dumm war – sonst wäre er für die Yakuza niemals wichtig geworden. Immerhin waren das keine Idioten – sie würden auch keine Schwachmaten in ihre Reihen lassen. Deshalb setzte ich eher darauf, dass er aus meinen Worten und aus meinem Tonfall würde lesen können, worauf ich hinauswollte: Uns zu verärgern und warten zu lassen, würde Folgen haben, die kein Mord auf offener Straße sein würden wie die Yakuza ihn ihm wohl bescheren würde, aber man sollte nicht mit jemandem anlegen, der steuern konnte, was in den Köpfen der Menschen vorging, jemanden, der kontrollierte, was in der Gesellschaft geschah und nicht zuletzt zu beeinflussen wusste, wie sich die Zukunft eines Menschen gestalten würde, wenn wir unsere Finger im Spiel hatten. Wie sehr ich dieses Gesicht in Descendants gemocht hatte – ein junger Mann, der wusste, was er wollte, doch Ahi war so nachdenklich und verschüchtert...
„Geh nur!", sagte ich und schwang fröhlich und mit einem breiten Grinsen die Hände nach vorn, wie um ihm eine Richtung zu weisen. „Und lass uns nicht zu lange warten, Süßer!" Ich atmete gegen das Glas seines Handydisplays und zeichnete dann ein Herz hinein. Nachdem der Hauch wieder verschwunden war, machte ich ein Handküsschen und zwinkerte ihm zu, ehe sein Display schwarz wurde. Einen Moment später ploppte auf seinem Handy eine Nachricht von New Media auf. „Wir zählen auf dich, Burnin' Man. ❤️😘"

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.03.2021 23:30.

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Re: Ahi & New-Media ~ You Wanna Be A God?

von Death am 31.01.2021 00:32

Er war unentschlossen und wusste kaum, was er sagen sollte. Zugegeben, ich hatte auch einen regelrechten Wasserfall von Informationen auf ihn losgelassen. Es war ja nicht so, als wäre das Teil der Taktik, denn das war es tatsächlich; wer verwirrt war und zu einer schnellen Antwort gezwungen war, entschied sich in der Regel falsch. Wobei das im Auge des Betrachters lag: Was für ihn eventuell falsch war, spielte uns genau in die Karten. Genau so funktionierten die Massenmedien und die moderne Marktwirtschaft: Der schiere Überfluss an Informationen, an Input, überfüllte den Geist der Menschen und sie wurden sehr viel leichter führbar, beeinflussbarer. Denn auch wenn man sich noch so sehr dagegen sträuben mochte, genau so und bewusst oder nicht arbeitete das System hinter den Kulissen. Das war Dynamik, ein Eigenleben, ich. Ein System mit eigenen Spielregeln und eigener Bewegung, wie ein Gehirn, es arbeitete, kontrollierte und lebte. Vollkommen natürlich in seinem eigenen Rahmen. In meinem Rahmen. In der Welt hinter dem Display hatte ich das Sagen, doch ich brauchte niemandem etwas zu sagen, denn die Würfel fielen in der Regel von ganz allein genau so wie ich es brauchte. Vielleicht mit einem Schieben hier und einem Zurückhalten dort, Schande über mich, doch oft genug zeigte sich, dass ich aus alle diesen Daten zusammengesetzt war, ich die modernen Medien war; denn jede Bewegung war ein Handeln meinerseits und gleichzeitig bestand ich aus dem System. Alle war eins.
Ich bin die f*cking Medien!
Worüber er wohl die ganze Zeit nachdachte? Er wirkte hin und hergerissen. Meine Worte hatten den gewünschten Erfolg gehabt und ich konnte mir ein schiefes Schmunzeln nicht verkneifen. „Natürlich kannst du das mit deiner Frau besprechen, Kleiner!", rief ich schließlich aus und klatschte die Hände vor meiner Brust zusammen. „Dummerchen. Sicher kannst du mit ihr sprechen." Ich schenkte ihm ein aufgesetztes wohlwollendes Lächeln. „Aber lass dir nicht zu viel Zeit", warf ich einige Augenblicke später mit einem mahnenden Finger ein; überzogen und aufgeputscht. Mit einer gewissen Düsternis dahinter, die sich hinter meinem scheinbar unschuldigen Klein-Mädchen-Lächeln verbarg. „Wenn die Zeit verstrichen ist, gibt es kein Zurück mehr." Wenn die Uhr einmal tickte, gab es nur noch diese Entscheidung. Die Welt, in der wir heute lebten, war ein gefährlicher Ort. Nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Wesen aus Sagen und Legenden. Märchen und Fabeln waren out, entsprechend fanden auch alle diese furchtbaren Zauberwesen langsam ihr Ende. Doch in unserer Welt rang die Tradition dauerhaft mit dem Aufbruch, dem Neuen, der Innovation. Man konnte sich dem Glauben und der Huldigung nicht mehr sicher sein. Und auch wenn wir die Fäden waren, an denen die neue Welt befestigt war, die Strippen, die Mr. World in der Hand hatte, so waren wir auf der anderen Seite auch nur Produkte des Glaubens und der Energie, die die Menschen in uns investierten. Wir waren dazu gezwungen uns anzupassen, damit wir fortbestehen konnten. Doch das bedeutete, von Level zu Level zu springen ohne jemals zur Ruhe zu kommen. Erst ich, dann der Technical Boy, und auch Mr. World hatte sich verändern müssen, um weiter voranzukommen. Es lag zum einen in seiner Natur, zum anderen starb aus, wer sich nicht anpasste. Der Stärkere würde immer den Schwächeren überleben. So sah unsere Welt heute aus. Und wenn Ahi einen falschen Tritt machte, würde es ihn zu Fall bringen. Religiöser Darwinismus.

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Re: Teststrecke

von Death am 04.10.2020 13:10

Testilein ❤️💯😇

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