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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 20.07.2021 12:49Du hast auch eine igenes Zuhause... Gedankenverloren nickte Joanna. Sie seufzte schwach. Sie kam sich so dumm vor. Es war alles so klar gewesen für sie. Sie war sich so sicher darin gewesen, dass ihr Mann sie hasste, dass James nichts mehr von ihr wissen wollen würde, sie war sich so sicher dass er wie alle anderen - zurecht - gegen sie stehen würden.... dass sie keine Minute daran gedacht hatte, wie es ihm wirklich gehen könnte. Wie all ihre Aktionen auf ihn wirken mussten. Und damit hatte sie nur noch mehr Scheiße gebaut. Das war wohl alles, was sie noch konnte. Scheiße bauen.
"Ich wusste nicht, ob es noch mein Zuhause ist", erwiderte sie also nur leise. Es entsprach der Wahrheit. Mehr oder minder. Sie hatte es nicht gewisst. Bzw. war davon ausgegangen,d ass es das eben nicht mehr war. Sie hatte dieser erneuten Konfrontation, dieser erneuten Anspannung einfach nur aus dem Weg gehen wollen, hatte sich irgendwo verbarrikadieren wollen, wo sie niemandem weh tun konnte. Und hatte damit wieder einmal genau das falsche getan.
Wieder nickte Jo nur leid. Hätte sie mit ihm geredet... tja. Aber das hatte sie nicht, nicht wahr? Sie konnte nichts mehr dazu sagen.
Sie versuchte es ja. Sie versuchte es ihm zu erklären. Sie versuchte ihm ihre Gedanken zu erklären, ihre Entscheidungen. Und warum sie geglaubt hatte, er würde sie hassen. Sie war eine Mörderin. Da gab es nichts dran zu rütteln. Eine Verbrecherin und Verurteilte, was spielte es für eine Rolle? Doch dann brach es plötzlich wieder los. James brach aus, unangenehme Erinnerungen kamen wieder hoch - und Joanna spürte, wie auch in ihr die Wut anstieg, der Widerstand - und vor allem Verletztheit. Es war als würde ein Hagel von Pfeilen ihre Mauer treffen - nur dass manche der Pfeile einfach hindurchbrachen durch den Mörtel. Es traf. Shit, es traf.
Es fiel Joanna schwer, ruhig zu bleiben und als sie sprach, zitterte ihre Stimme vor Wut. "Nein. Ich stelle mich nicht so vor! Ehrlich gesagt habe ich mit keinem beschissnen Arsch über irgendwas in der Richtung gesprochen, seit ich raus bin!" Sie wollte es nicht. Die Andern fragten, sie schwieg oder blockte ab. Und bei neuen Leuten über Internet oder sowas versuchte sie einfach so etwas wie normale Konversation zu betreiben - denn ganz ehrlich: im Knast verlernte man das. "Und wage es nicht zu sagen, das passiert halt oder dass ich nur eine verdammte Phase durchmache! Bei dir ist es dein verdammter Job, ich hab meine Familie umgebracht!! Das kannst du nicht vergleichen!!!" Wütend deutete sie mit einem zitternden Finger auf ihn, starrte ihm direkt in die Augen. Ihre Augen glänzten, sie atmete heftig. Dann senkte sie ihren Arm wieder. Ihre Kiefer waren fest zusammengepresst. "Und glaub mir. Hätte ich mich aufgegeben, wäre ich tot." Aber nein, sie kämpfte sich jeden beschissenen Morgen aus dem Bett, kämpfte sich jeden beschissenen Morgen durch die beschissenen Briefe und den beschissenen Tag!
Jeder Atemzug schmerzte. Sie entzog James wieder ihre Hand. Ihr Blick suchte den Kellner. "Ich möchte bitte zahlen." Ihre Stimme ließ keinen Widerspruch zu. Sie wollte nur noch weg und sich betrinken.

Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)
von Joanna am 20.07.2021 12:33Lachend schüttelte Joanna den Kopf und boxte James leicht gegen den Oberarm. "Idiot", grinste sie ihn einfach nur an, während sie nun gemeinsam das Kino verließen und über ihre weiteren Pläne redeten. Sie war froh, dass er tatsächlich genauso gerne irgendwelches Zeug unternahm wie sie. Diese Nacht würde sie wahrscheinlich wie ein Stein ins Bett fallen, doch all das - der Fallschirmsprung, der Jahrmarktsbesuch mit der Kugel und jetzt auch noch das Kino... das alles war es ihr definitiv mehr als nur wert gewesen!
"Klingt doch nach einem guten Plan", nickte Joanna zustimmend, als James den Badesee vorschlug. "Du kennst dich hier ja richtig aus!" Gemeinsam gingen sie los in Richtung des Kiosks - und da Joanna noch immer durch den Rummelplatz-Tag sehr knapp bei Kasse war, erlaubte sie es James, ihnen das Bier zu kaufen.
Kaum waren sie aus dem Kiosk wieder draußen, als sie sich die Dose öffnete (Dosen waren für einen Badesee einfach praktischer, Flaschen kippten dann doch zu schnell um) und nahm einen großen Schluck. Sie gingen zu James Auto und er ließ sich wieder einmal hinterm Lenker nieder, sie auf dem Beifahrersitz. "Fährst du mich dann eigentlich nachher auch nach Hause?", fragte sie und sah zu ihm. "Ich glaube nämlich nicht, dass ich dann übermüdet, vielleicht etwas angetrunken und nass und im Dunkeln dann noch den Weg einwandfrei finden werde." Sie wusste, es war ne dumme Frage - aber sie wollte ja nur nochmal auf Nummer sicher gehen!

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 19.07.2021 18:50Jetzt, wo er es so sagte... es tat weh. Sie war dumm gewesen. Sie hatte nur den Streit im Kopf gehabt. Die angespannte Atmosphäre die zwischen ihnen geherrscht hatte zwischen der Zeit des Unfalls und der Anhörung. So oft. Wegen so viel. Manchmal war er zu seiner Familie gefahren für ein Wochenende. Manchmal ahtte sie bei Maria - einer ihrer engsten Kollegen - übernachtet.
Ja, sie hatte ihn im Knast gemieden. Und war nicht zurückgekehrt. Sie hatte das alles nicht noch einmal gewollt. Diese Last. Dieses.. einfach alles. Es war schon scheiße genug. Alles. Sie wollte nicht sehen, wie sehr sie ihm mit ihrer Aktion wehgetan hatte, wie sehr er sie hasste. Das... hatte sie einfach nicht gekonnt. Aber wie sollte sie ihmd as sagen? Sie war schon immer so schlecht daring ewesen, über ihre Gefühle zu reden. Er hatte sie irgendeiwann geknackt, James hatte es irgendwann - zumindest kurz - immer mal wieder hinbekommen ihre Eisschicht zu durchbrechen. Jetzt war daraus aber eine Mauer geworden. Würde er das auch schaffen?
Langsam öffnete sie die Lippen. "Ich dachte, du willst nichts mehr von mir wissen.", sagte sie tonlos, obwohl sie innerlich am heulen war. "Ich dachte, es wäre einfacher so. Und... naja. In dem Haus kann ich günstig leben, es gehört mir und alles ist da..." Und das ganze Dorf hasste sie, noch so viel mehr als früher, immerhin hatte sie fünf Dorfbewohner umgebracht. Und sie sorgten dafür, dass Jo das nicht vergaß. Ihre Mauer half ihr damit - dennoch schmerzte jede Aktion sie und jeden Schmerz packte sie zu allem anderen irgendwo tief in sich drin und verschloss ihn. Einfach nur irgendwo weit weg, damit sie irgendwie weitermachen konnte.
Irgendwie.
Sie schloss die Augen. Spürte wie die Tränen kämpften. Unbedingt aus ihr herauswollten. Aber nicht hier. Nicht vor Leuten. Mühsam und angestreng und zitternd atmete Joanna tief ein, um es irgendwie aufzuhalten. Am liebsten wollte sie ihn anschreien. Ihre Hand verkrampfte sich auf dem Tisch zu einer Faust, um sich davon abzuhalten. Als sie sprach zitterte ihre Stimme. "Ich weiß doch auch nicht", presste sie hervor, öffnete ihre Augen, konnte ihn nicht ansehen und schüttelte stattdessen den Kopf. "Vielleicht..." Sie brach ab. Vielleicht hatte sie einfach Angst gehabt, schoss ihr durch den Kopf. Aber das wusste sie nicht. Echt nicht. Als sie jetzt sprach, sprach sie so leise, dass man ihre Stimme kaum hören konnte. "Ich wollte den ganzen Scheiß einfach nicht mehr." Den Streit, das angespannte, den anklagenden Blick. Sie hatte einfach nur ihre verfickte Ruhe gewollt.
Und ihm damit nur noch mehr wehgetan. ...was war sie nur für ein egoistisches verdammtes Arschloch.
Er... sah sie nicht als Verbrecherin. Er. Der Cop. Sah sie nicht als Verbrecherin. "Dann bin ich eben eine Verurteilte", sagte sie tonlos, innerlich gefühlt am Sterben. "Was macht es für einen Unterschied? Sie sind tot. Meinetwegen. Und wie du schon gesagt hast gibt es nichts, womit ich es widergutmachen könnte." Die Anschuldigungen von vor fünf Jahren... sie würden immer bleiben. Sie hatte Leben auf dem Gewissen, während James sich doch so bemühte diese zu retten. Sie war nun ein (Ex-)Häftling, noch auf Bewährung, er noch immer ein Cop. Eine gefühlt unüberbrückbare Schlucht.
Und jetzt fragte er sie. Ganz explizit. Warum hatte sie ihn nicht sehen wollen. Und sie antwortete, wahrheitsgemäß. Ließ es... einfach raus. Ließ ihn teilhaben an ihren Gedanken. Doch das letzte war das gewichtigste. Sie hatte wirklich gedacht, dass er sie hasste. Sie... hatte es wirklich gedacht.
Sie spürte die Berührung in ihrer Hand. Ihr erstes Impuls war es wegzuzucken - nicht wegen ihm, sondern einfach, weil sie Beürhrungen nicht mehr gewohnt war und in den letzten fünf Jahren praktisch immer eher von negativer Sorte gewesen waren. Dann aber krallte sich ihre Hand nahezu in die seine.
In guten, wie auch in schlechten Zeiten. "Oh fuck", flüsterte Joanna und spürte, wie ihre Stimme brach. Da hatte er es wieder geschafft. Die Tränen kamen. Zwängten sich aus ihren widerspenstigen Augen, rollten ihr über die Wangen. Rasch hob Joanna eine Hand, wischte die Tränen weg und stürzte dann den Rest des Weins in ihrem Glas in wenigen Zügen hinunter, sodass sich der Geschmack dick und pelzig auf ihrer Zunge ausbreitete. Es war ihr egal.
Sie blickte ihm in die Augen. "Es tut mir leid.", flüsterte sie. Sie konnte grade nicht lauter sprechen, es war schlichtweg nicht möglich. "Das alles, dieser ganze Scheiß. Echt, es tut mir leid."

Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)
von Joanna am 19.07.2021 18:24Vor dem Film hatte sie sein Knuddeln selbstverständlich noch lachend und nach Luft schnappend erwidert. Sie harmonierten wirklich auf eine spontane konkrete Art, die einfach... ach es war einfach erfrischend, es gefiel ihr und sie spürte dieses Kribbeln in ihrem Bauch, von dem sie sich unsicher war, was genau es bedeuten mochte, duchaus. War es nur, dass sie für ihn zu schwärmen begann, weil sie sich mit ihm so gut verstand? Oder... war es mehr?
Bezogen auf den Horrorfilm lachte sie. "Aha! du bist also ein ganz harter, hm?", neckte sie ihn, erneut mit einem breiten Grinsen auf den Lippen.
Nach dem Film hatte Joanna erwartet, dass sie jetzt wohl den Tag würden ausklingen lassen müssen. Sie war echt müde - aber sie wollte nicht, dass der Tag endete. Auf gar keinen Fall! Dafür war das heute viel zu genial gewesen! "Hmm...", machte sie nachdenklich, während sie sich dem Ausgang näherten und sie die leere Popcorn-Tüte kurzerhand in den Müll warf. "Wie wärs mit ... beidem?", fragte sie und grinste dann. "Wir holen uns ein paar Bier und gehen dann irgendwo schwimmen?" sie selbst wäre durchaus auch einfach in ein Freibad "eingebrochen" (also über den Zaun geklettert), doch da sie hier mit einem angehenden Meister-Cop war, wollte sie diesen Vorschlag lieber nicht unterbreiten. "Falls du denn auch weißt, wo wir das legal machen können", fügte sie also stattdessen mit einem zwinkern hinzu.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 14.07.2021 10:02Wenn es vorher noch nicht unangenehm gewesen war, so wurde es das spätestens jetzt. Stur blickte Joanna auf den Tisch. Bemühte sich, nichts an sich ranzulassen, nichts aus sich rauszulassen. Weiterzuatmen. Ganz ruhig. Sie spürte dass ihre Mauer Risse bekam und fuck, das wollte sie nicht. Sie wollte keinen Zusammenbruch, nicht... nicht wenn er zusehen konnte. Aber sie schuldete ihm eine Antwort. Fuck das wusste sie. Alles hier, diese ganze beschissene Situation, war ganz allein nur ihre Schuld.
Und das wusste sie.
"Ich weiß", sagte sie also leise, den Kopf erst gesenkt, dann blickte sie kurz in Richtung Decke und zuckte mit den Schultern. Sie hatte Angst ihn anzusehen, bei dem was sie sagen wollte. Angst, was sie dort entdecken könnte in diesem wundervollen Gesicht. "Aber ich hab nicht mehr so viel Geld und in meinem Elternhaus kann ich abgesehn von den Stromkosten und so kostenlos wohnen weils an mich übergangen ist und..." Sie spürte das ihr Atem ein wenig zitterte. Sie wappnete sich. "...und nach Vancouver wollt ich nicht. Du hattest immerhin deutlich gemacht, dass du mich nicht mehr sehen willst, also..." Sie zuckte erneut leicht mit den Schultern.
Gott, sie fühlte sich allein. Einsam. Sie fühlte sich grade so fucking einsam. Und das obwohl sie in einer Stadt saß, in einem Café, vor ihrem Mann. Scheiße.
Sie entschuldigte sich. Und er ließ sie Ausreden, was ihr schlechtes Gewissen nicht im Mindesten beruhigte, ihre Angst, ihre Schuld, das alles nicht minderte. Dann begann er. "Nein, bin ich nicht.", warf Joanna sofort ein, als er fragte ob sie als Mörderin unterwegs war und öffnete schon ihren Mund, um weiter zu reden - doch das übernahm er. Er hatte sie ausreden lassen, also... also wollte sie jetzt auch ihn ausreden lassen. Das war nur fair.
Dennoch war es wie Messerstiche. Ja. Ja es war nicht rückgängig zu machen. Und das war es, was sie tagtäglich, in jeder Minute des Tages erdolchte. Ihre Eltern, ihre Schwester und zwei weitere unschuldige Personen waren tot, weil sie zu dumm gewesen war auf die Verkehrsregeln zu achten, zu dumm, zu egoistisch und zu DUMM gewesen war. Ein dummer Fehler, fünf Menschenleben weg - und es gab NICHTS womit sie das widergutmachen konnte..
Sie schloss die Augen, als er zum Knast kam. Kämpfte mit den Tränen, während seine Worte wie ein Hammer immer und immer wieder auf sie einschlugen. Ihre Mundwinkel zuckten. Sie hatte es sich fast gedacht. Im Knast und man ihr - mehr als nur einmal - gesagt hatte, sie hätte einen Besucher. James. Ihr Mann. Sie hatte es sich gedacht, dass er ihren Streit bereute, dass er sie sehen wollte, dass...
...aber sie hatte es nicht sicher gewusst. Er hätte auch immer noch wütend und verbittert sein können, zornig weil sie nun fünf Jahre lang gezwungen war im Knast zu sitzen. Den Ort, wo er schon so viele reingeschickt hatte. Sie waren nun gegensätzliche Partien.
Atmen fiel ihr schwer. Er hatte geendet. Sie öffnete die Augen - noch hatte sie die Tränen erfolgreich zurückgehalten. Sie wusste nicht, wie lange ihr das noch gelingen würde. Aber diesmal sah sie ihn an. Auch das war sie ihm schuldig. "Ich... wollte nicht, dass du mich so siehst.", sagte sie dann. Leise, aber ehrlich. "Ich wollte nicht, dass du siehst wie am Arsch ich bin, wie ich diese orangene Kleidung trage und überhaupt. Ich wollte nicht, dass du - der Cop, mein... Mann - mich als Verbrecherin siehst." Kurz holte sie nochmal tief Luft, um die Mauer in sich zu stärken, kurz an die Decke zu blinzeln um sich wieder mehr in den Griff zu bekommen. "Ich... wollte einfach nicht, dass du mich so in Erinnerung behältst. Als Verbrecherin." Kurz schwieg sie. Und dann zuckten ihre Mundwinkel für einen Moment minimal nach oben. Fast ein wenig entschuldigend. "Außerdem dachte ich, dass du mich hassen würdest - zurecht - und... das hätt ich einfach nicht ertragen." Dass er das nicht tat, war ihr tatsächlich erst aufgegangen bei der Nachricht, die er ihr vor einer Woche geschickt hatte. Und womit sie nicht gerechnet hätte. In hundert Jahren nicht. Die Zeit nach dem Unfall und vor der Anhörung war eben schwierig gewesen - verdammt schwierig. Und hatte ihrer Ehe definitiv nicht gut getan..

Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)
von Joanna am 14.07.2021 09:35"Wer weiß, vielleicht geschieht das ja auch so noch", grinste Joanna nur leicht und stellte es sich vor. Mh... gab definitiv schlechtere Vorstellungen. Ob sie dann auch so eine gewisse Beule in seiner Hose spüren würde? Rasch verdrängte sie mit einem schwachen Lachen und Kopfschütteln die Gedanken aus ihrem Kopf. Das war streng genommen erst ihr drittes Treffen mit James. Sie sollte echt nicht so voran galoppieren. Er schien zwar auch nicht mega abgeneigt zu sein und dass sie beide single waren hatten sie schon geklärt, aber... dennoch. Bloß nichts überstürzen - immerhin wars auch gut möglich, dass es nichts mehr als eine leichte Schwärmerei war, weil er so ein geiler lockerer und cooler Typ war.
"Vielleicht ja beides", erwiderte Joanna mit einem Zwinkern, als er ihr die Wirkung ihres creepy Blicks genauer beschrieb, ehe sie sich dann gemeinsam ins Kino und vor den ausgewählten Film setzten.
Anschließend verließen sie gemeinsam den Kinosaal - beide von dem Film begeistert. "Freut mich, dass er dir gefallen hat!", grinste Joanna ehrlich und streckte sich. "Geht doch nichts über ein bisschen Hooo-rooor", fügte sie neckisch hinzu, während ihre Schritte sie nun in Richtung Ausgang führten.
Tatsächlich hatte Joanna erwartet, dass nun der Tag leider enden würde - waren sie doch gemeinsam seit heut Morgen unterwegs, doch bei seiner Frage lächelte sie ihn dann an. "Nicht wenn du noch etwas geplant oder noch eine Idee hast", sagte sie dann. Von ihr aus könnte der Tag wirklich ewig dauern - auch wenn der Tag theoretisch vermutlich nur noch so etwa zwei Stunden ging.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 11.07.2021 20:51Langsam und in Gedanken versunken nickte Joanna. Ja. Genau das wars. Der Ablauf fehlte doch irgendwo, obwohl das Gefängnis gleichsam auch...grausam gewesen war. Das war es wirklich. Nicht alle Wachen gingen verständnisvoll mit ihm um. Von den anderen Gefangenen mal ganz zu schweigen. Da drin gabs keine Freunde. Nur Feinde. Da hatte ihre Mauer sie geschützt. Hatte sie davor geschützt ihre Gefühle nach außen zu lassen - was Schwäche bedeutet hätte - und gleichzeitig das Leid anderer an ihr abprallen zu lassen - was sie selsbt nur noch mehr geschädigt hätte. Seit sie draußen war versuchte sie ja, es besser zu machen. Wieder mehr auf andere zuzugehen. Zu helfen. irgendwie. Aber ... es war schwierig.
Manchmal kam es ihr echt so vor, als hätte sie den Kontakt mit Menschen verlernt.
"Ja", stimmte Joanna, James leicht zu und ihre Mundwinkel hoben sich für einen kurzen Moment ganz ganz schwach. "Aber nicht so wie jetzt." Früher hatte das Dorf sie nicht gemocht. Jetzt hasste sie es.
Die Kellnerin brachte das Wasser. Sie schien die Spannung zwischen ihnen zu spüren, denn sofort ging sie wieder. Was genau tut dir leid? Sie hörte die Anklage nahezu heraus. Die Nachfrage traf sie wie eine Faust ins Herz, doch mit ihrer Mauer schaffte sie es, die Tränen die sich in ihre Augen drängen wollten, zu verhindern.
"Es tut mir leid, dass ich diesen verfickten Unfall gebaut hab. Es tut mir leid, dass ich zu ner Verbrecherin geworden bin, es tut mir leid, dass ich nicht aufgepasst hab, es tut mir leid, dass ich so bin wie ich bin, es..." Sie holte Luft und richtete nun doch endlich ihren Blick auf James. "Es tut mir leid, dich verletzt zu haben."

Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)
von Joanna am 11.07.2021 20:42Spielerisch stieß sie ihn mit der Schulter an. "Ach komm! Als würdest du einen Angsthasen neben dir wollen!", lachte sie und erwiderte dann sein Grinsen. Sie mochte wirklich wirklich veieles sein - aber ängstlich war sie nicht. Tatsächlich liebte sie sogar Horrorfilme. Noch so etwas, was ihre Familie nie wirklich hatte nachvollziehen können - und immer gesagt hatten 'das ist doch viel zu brutal für dich', 'nicht dass dich das noch beeinflusst', bla bla. Aber so oft waren diese Diskussionen zum Glück nicht gewesen. Immerhin hatte 99 % der Zeit ihrer Jugend aus Musik bestanden. Und... wenn sie nicht grade bei der Arbeit war, war das heute ja immer noch so.
Als er ihr die Wange tätschelte zog sie lachend ihren Kopf zurück, wippte dann aber nochmal mit den Augenbrauen hoch und runter. "Als würde dir das nicht gefallen", grinste sie provokant, ehe sie ihre Fassade wieder verlor und erneut leicht lachend den Kopf schüttelte. Echt, was fürn Kerl.
Und was fürn schöner Abend.
"Jaaa, stimmt. Aber das andere ist halt nervig", stimmte Jo sofort zu, als sie im Kinosaal saßen. Sie stibitzte sich geschickt einer seiner Nachos und als er sie als Dieb betitelte, sagte sie nur "Schuldig!". Dann richtete sie sich wieder auf und richtete ihre Aufmerksamkeit nach vorne, um sich auf diese ach so tolle Werbung zu konzentrieren - und gemeinsam mit James immer wieder darüber herzuziehen.
Die Filmtrailer kommentierten sie leise, was ihnen zusagte und was sie interessieren würde (James und ihre Interessen waren da echt gleich, wie sie zu ihrer Freude feststellte!) und dann begann der Film.
Es stellte sich als ein Psycho-Horrorthriller heraus, der in einer Nachbarschaftsgemeinschaft spielte und echt gut gemacht war. Oft grimelte Joanna vor sich hin, während sie sich ein Popcorn nach dem anderen in den Mund warf und es sich auf ihrem Sitz mit angezogenen Beinen gemütlich machte. Nach insgesamt 124 Minuten kam schließlich der Abspann und das gedimmte Licht der Deckenleuchten des Kinos sprang an. Das eindeutige Zeichen, dass der Film vorbei war. Die leere Popcornpackung stellte Joanna beiseite und zog ihre Schuhe wieder an - wobei sie feststellte, dass sie voller kleiner Popcorn-Krümel war. Ups.
Provisorisch trat sie mit James wieder hinaus ins Licht - und sah ihn dann strahlend an. "Das war cool!", grinste sie und streckte sich. Ein bisschen ernster, aber immer noch mit einem ehrlichen Lächeln sah sie ihn an. "Das war ein schöner Tag. Danke."

Re: Rumple & Joanna ~ Magic Is Real
von Joanna am 11.07.2021 16:18So hatte es nie verlaufen sollen.
Jo wusste, dass sie in ihrem Leben schon viel Scheiße gebaut hatte. Ironisch, dass nichts davon letztlich zum Untergang führte, nichts von ihren eigenen Fehlern dazu führte, dass einfach alles beschissen wurde.
Letztendlich war Joanna jahrelang unter der Hand Rumpels gefangen, welcher ihr Herz sicher weggesperrt hatte und sie für seine Zwekce ausbildete und nutzte. Ohne Bedingungen. Jo hatte nicht dem nicht das geringste entgegen zu setzen. Es war wie, als hätte man an ihren Hals eine Eisenkette gezogen, oder an ihre Hände und Beine schnüre gebunden um sie wie eine Figur im Puppentheater zu bewegen. Sie wollte diesen Scheiß nicht. Versuchte auch andere immer darauf aufmerksam zu machen, doch ihre Hände waren ihr weitestgehend eifnach gebunden.
Ihr Mann suchet vergeblich nach ihr, setzte eine Vermisstenanzeige auf - doch es gab keine Chance. Nach vielen gescheierten Versuchen von Joannas Kollegen und den Bewohnern Story Brookes, den Zauberwald irgendwie zu erreichen, waren Hammer und Maria niedergeschlagen und versetört in ihre Welt zurückgekehrt um James und Joannas Familie und Tonys Familie zu erzählen, was geschehen war.
Letzlich war es ein Abenteuer gewesen.
Ein Abenteuer von dem sie alle sich wünschten, sie hätten es niemals begonnen...
~ Ende
~

Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)
von Joanna am 10.07.2021 22:47"Oh, da brauchst du bei mir keine Angst haben.", grinste Joanna breit, stibitzte sich eine Popcorn, warf sie sich in den Mund udn grinste ihn dann diabolisch mit funkelnden Augen von unten herauf an. "Wenn ich will, kann ich dein schlimmster Alptraum sein!" Sie wackelte gefährlich mit den Augenbrauen und lachte dann, ehe schon einige weitere Popcorn der ersten in ihren Mund folgten.
Den Kinosaal hatten sie rasch gefunden und gemeinsam setzten sie sich auf die bequemen (und teureren - sorry James!) Sitze in der oberen Reihe, von wo aus sie einen hervorragenden Blick auf die Kinoleinwand hatten. Gemeinsam stellten sie alles ab und kurzerhand zog Jo sich einfach ihre Schuhe aus, um sie mit auf den Sitz zu ziehen und sich hier gemütlich hinlümmeln zu können. Dabei mögliche Blicke anderer Leute gekonnt ignorierend - darin war sie schon immer gut gewesen!
"Ich auch!! Aber das wird schon, ganz bestimmt." Sie grinste und aß einige weitere Popcorn. "Ich hoffe nur, die Werbung ist nicht schon wieder 120.000 Stunden lang! Das ist echt immer viel zu nervig!"
Kurz legte sie ihren Kopf auf seiner Schulter an, ehe sie grinste und sich eine seiner Nachos stibitzte - natürlich mit Jalapenos! Wenn schon denn schon!
Allmählich wurde der Saal abgedunkelt - ein Zeichen dafür, dass jeden Moment die Werbung beginnen würde. Jo war schon echt gespannt. Also - auf den Film. Nicht die Werbung, selbstverständlich. Mit einem vollkommen und rundum zufriedenen Gefühl, wandte sie ihre Aufmerksamkeit nach vorne auf das Licht..









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