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Joanna

46, Weiblich

FSK 18 Mensch neutral bisexuell biromantisch Geübter erfunden

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 28.09.2021 19:07

"Und das habe ich nicht..." Es war nur ein ersticktes Flüstern, aber es war da. Voller Selbsthass. Voller Schuld. Ihre Nase lief, ihre Brust schmerzte, ihre Augen drückten, waren geschwollen und sicher auch rot. Sie hatte nicht aufgepasst. Sie hatte den Unfall gebaut, nur ihretwegen war er geschehen. Hätte sie an der Ampel gehalten, hätte sie die Geschwindigkeitbegrenzung berücksichtigt, wären ihre Eltern, wären die beiden anderen, wäre Lis noch am leben...
Aber sie wusste, was James hier tat. Trotz allem drang das noch in ihren benebelten, sonst nicht aufnahmefähigen Kopf vor, der sich gerade im absoluten Ausnahmemodus befand. Er log sie nicht an. Er sagte ihr die Wahrheit. Und fuck, sie wusste ja selbst, dass man Unfälle nicht verhindern konnte. nicht immer jedenfalls. Nur ihren hatte sie ausgeführt. Sie hatte niemanden umbringen wollen, und doch hatte sie ja die rote Ampeln überfahren wollen, war bewusst schneller gefahren. Es kam auf dasselbe verfickte Ergebnis raus und sie... fuuuck...
"Ich weiß", flüsterte sie erneut, versuchte sich an einem Lächeln und scheiterte dabei kläglich. "Das ändert nichts daran dass ich ein Monster bin." Ihre Hände zitterten. Und es änderte auch nichts daran, dass sie Schuld war. Es änderte nichts daran, dass sie eine so viel härtere Strafe verdient hätte, als nur krass. Es war nicht fair. Dieses beschissene Leben war absolut nicht fair. Von vorne bis hinten nicht.
Ein ersticktes trauriges und verbittertes Lachen löste sich aus ihrer Kehle, als er sagte, dass sie ein 'guter Mensch' sei. In welcher fucking Welt, war das was sie getan hatte bitte gut? In was für einer Welt war also sie gut??! Sie hatte es schon einmal getan. Woher wollte er wissen, dass sie so etwas nicht noch einmal tat? Das war wirklich ihre größte Angst. Sie wollte ihn nicht verlieren, in keinstem Fall. Und am allerwenigsten wollte sie der Grund dafür sein, ihn zu verlieren.
Dann.... dann könnte sie mit dem Leben wohl doch endgültig abhaken...
Sag das nicht, Jo. Ihre Mundwinkel zuckten, doch sie sah ihn nicht an. Allerdings ließ sie es zu, dass er die Flasche aus ihrem halb verkrampften, halb lockeren Griff zog und beiseite stellte. Obwohl sie sich am liebsten noch mehr des Alkohols die Kehle hinuntergestürzt hätte. Sie konnte nicht darauf antworten. Grad nicht. Obwohl sie es gerne hätte. Ihm gerne erklärt hatte, warum der Alkohol half, warum.... Ich hab dich schon verloren. Der Satz blieb in ihrem Kopf hängen und wiederholte sich, ließ kaum etwas anderes zu. Wiederholte, wiederholte und wiederholte sich. Neuerliche Tränen drängten sich gegen ihren Willen in ihre Augen. Sie wischte sie weg.
"Ist das so?", fragte sie erstickt, versuchte verzweifelt die Steine ihrer Mauer auf dem Meeresgrund zusammenzuklauben, um diese wenigstens sporadisch wieder aufzubauen. "Siehst du mich als verloren an? Hast du mich aufgegeben?" Sie wusste, das war nicht fair. Sie wusste er wollte ihr helfen. Sie wusste sie machte grade alles kaputt aber dennoch konnte sie nicht anders. Sie atmete zitternd ein, blinzelte kurz an die Decke und schaffte es irgendwie, die Tränen wieder zurückzudrängen. "Es tut mir leid James. Ich sage es aber, weil es wahr ist. Ich habe den Unfall gebaut. Ich hätte diejenige sein sollen, die die Konsequenzen trägt. Nicht meine Familie, nicht die anderen beiden. Ich. Ich hätte sterben sollen." Sie schüttelte den Kopf, wandte den Blick ab. Aus dem Nichts löste sich nun doch noch eine weitere Träne und sie wischte sie sofort weg. Mühsam versuchte sie so ruhig es ihr grade möglich war, durchzuatmen.
"Ich liebe dich auch, James", sagte sie leise. Kurz warf sie ihm einen Blick zu, sah ihm in die Augen. "Das habe ich immer." Dann drehte sie sich um, eine Hand bereits auf der Klinke, im Begriff, ins Gästezimmer zu verschwinden...

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 27.09.2021 15:32

Joanna war dankbar, dass James sie nicht unterbrach. Es fiel ihr nicht leicht. Obwohl... vielleicht wünschte sich ein Teil von ihr sogar, dass er sie unterbrach. Damit sie bewahrt wurde davor, diese Grenze zu überstreiten. Aber das tat er nicht, und in der Theorie wusste sie auch, dass das gut war und dann... und dann kam es plötzlich raus. plötzlich kamen die Worte über die Lippen und sie konnte ihre Mauer in diesem Moment nicht mehr vollständig aufrecht halten. Sie bekam Risse, ihre Augen begannen zu glänzen, ihre Lippen leicht zu zittern und sie musste sichtlich mit sich ringen. Nein. Das fiel ihr nicht leicht.
es fiel ihr gnaz und gar nicht leicht das zuzugeben.
Und James Reaktion war die... war die liebevollste die man sich nur vorstellen konnte. Eine Reaktion, die eine kaatastrophale Wirkung nach sich zog. Als hätte man einen Meißel an einen der Risse in ihrer Mauer dran gesetzt, mit dem Hammer draufgeschlagen und damit den Damm endgültig zum Brechen gebracht. "Fuuuck", flüsterte sie mit brüchiger, nein sogar brechender Stimme und schon rollten die Tränen über ihre Wangen. Sofort hob sie schmale ebenso zitternde Finger um die Tränen wegzustreichen. Ihr Herz schmerzte so sehr als wäre es eine einzige rote Blutmatsche die irgendwohin geklatscht wurde. Ein wunder dass es so sehr rasend pochend konnte, obwohl es so kaputt war.
"Ich... ich...", das Reden fiel ihr schwer. Und dann brach es aus ihr heraus, plötzlich konnte sie nicht mehr aufhören zu reden, aus rot umrandeten Augen blickten sie ihn an, während die Tränen unkontrolliert kamen, ihre Stimme schankte, immer wieder wegbrach, ihre Schultern bebten und sie zum ersten Mal seit Ewigkeiten tatsächlich die Emotionen überwältigen - und sogar noch länger war es her, dass dies im Beisein von wem anderem geschah. "Und was ist wenn wieder so ne Scheiße passiert? Was ist wenn ich wieder irgendeine verfickte Scheiße baue, was wenn ich... fuck, keine Ahnung, was wenn ich dir das gleiche antue was ich meiner Familie angetan hab, meinen Eltern, L... scheiße, Lis??! Ich liebe dich James und ich hab auch Lis geliebt und trotzdem hab ich sie umgebracht, trotzdem klebt ihr Blut an meinen verfickten Fingern und ich..." Ihr Blick wandte sich ab und sie konnte ein Schluchzen nicht unterdrücken. "...Wer tut sowas James?" Sie sah wieder zu ihm. Selbsthass loderte nahezu in ihrem Blick, all ihre Brüche zumindest einmal ganz offen aufgedeckt. "Was bin ich für ein verfickter Mensch der sowas tut, wie... fuck. Wenn ich meiner Familie das angetan hab, was könnte ich dir dann erst antun? Oder Fremden? Oder..." Sie schluckte schwer und schüttelte leicht den Kopf. Sie fühlte sich wie auf den Grund des Ozeans gezogen. Als sie diesmal sprach war ihre Stimme ganz leise. Ein Hauchen des Selbsthasses. "Ich hätte mehr bekommen sollen als diese verfickten fünf Jahre Knast. Ich hab... ich..." Sie warf James einen Blick zu, wandte sich ab. "...Ich sollte an deren Stelle im Grab liegen."
Ein tiefes Schluchzen von ganz tief aus ihr drang nach außen. Neue Tränen rollten über ihre Wangen. Ruckartig stand sie auf, schnappte sichd ie erstbeste Flasche Alkohol die sie irgendwo fand - sie wusste noch nichtmal was es war - öffnete sie und trank daraus. Den Rücken James zugewandt an der Wand lehnent, den Kopf nach unten gesenkt...
... und weinend.

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 27.09.2021 14:42

Verstehend nickte Joanna, als James ihr erzählte dass er es vermutlich durchaus probiert hätte, wenn er nicht aus einer solchen Cop-Familie stammen würde. "Dein Dad hat dich echt geprägt, oder?", fragte sie nochmal genauer nach und sah zu ihm hoch während sie in den Park zurückgingen.
Sie packten sämtliche der gekauften Sachen, Getränke und Knabbereien auf und bereiteten soweit es möglich war schonmal alles zum Grillen vor. Jetzt hieß es nur noch warten, wofür Joanna sich einfach auf den Tisch setzte und eine (normale) Zigarette anzündete, während sie wartete, dass die Kopfschmerztablette wirkte, was nach einer knappen Dreiviertelstunde der Fall war. Nebenbei hatte Joanna noch ihre WG erreicht und die davon überzeugt, ne Musikbox mitzubringen, sodass sie noch ordentlich Mucke würde machen können.
Nach einer ganzen Weile kamen dann auch endlich die ersten ihrer Gäste - tatsächlich die beiden von Jo: Mike und Theresa.
"Jooo, geil ey!!", rief Mike zur Begrüßung, umarmte sie und schnappte sich ihre (zweite oder dritte? Heute war sie einfach gut drauf) Kippe, um dran zu ziehen, ehe er sich dann selbst ein Bier aus dem Kasten nahm und köpfte. "Mega ey!! Dann werden wir dich wohl bald in unserer Gruppe verlieren, oder?"
Theresa lächelte eher schüchtern und schnappte sich dann auch ein Bier. Und dann kamen auch schon James Leute, wo die Musikfanatikerin sogleich vom Tisch rutschte um James Kumpels zu begrüßen - sie hatte echt Kohldampf!! Hoffentlich hatte irgendwer jetzt auch das Fleisch mitgebracht!

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 24.09.2021 13:45

Allein der Anblick von James zeigte ihr, dass er wieder einmal trainieren gewesen war. Die Schweißflecken unter den Armen, am Rücken. Er war schon immer der Sportliche von ihnen beiden gewesen. Ehrgeizig. Ähnlich wie sie und doch auf eine andere Art und Weise. Er war eben schon immer der einhundert prozentige Polizist gewesen und sie... nun. Sie eben die rebellische Musikproduzentin. Aber nicht anders hätte sie es je gewollt. Sie liebte ihn. Es war einfach nur... fuck. Alles scheiße gelaufen. Sie hatte eben Scheiße gebaut. Scheiße, die sie nicht rückgängig amchen konnte, die sie nie wieder gutmachen konnte.
Ja, sie war nervös. Vor dem, was sie vorhatte. Was wenn...? Sie wandte den Blick ab, dachte an Leynas Worte. Du liebst ihn nicht wahr? Das sagst du immer wieder. Werm kannst du dich anvertrauen, wenn nicht ihm. Er wird es zu schätzen wissen, wenn du es schafft, dich ihm zu öffnen. Das weiß ich, glaub mir. Fuck. Wenn das mal so einfach wäre. Sie trank noch einen Schluck Whiskey und wurde von James aus ihren Gedanken gerissen. "Ja klar, kein Ding. Viel Spaß." Ihre Mundwinkel zuckten ein wenig zu dem Ansatz eines Lächelns. Bei seinen warnenden Worten wegen des Alks schüttelte sie den Kopf. "Keine Sorge. Ich stell sie gleich weg." Die hier zumindest.
Sie beobachtete, wie er im Bad verschwand, dann exte sie kurzerhand das Glas, schüttete sich nach (ganz voll) und stellte die Flasche zurück in den Schrank, ehe sie ins Wohnzimmer ging und sich setzte. Viel zu schnell war das Glas erneut leer, obwohl sie bemühte sich am Riemen zu reißen. Immer wieder verbarg sie kurz das Gesicht in ihren Händen, dachte über ihre worte wieder und wieder nach. Fragte sich, wie sie das Ganze nur angehen sollte...
Und dann hörte sie Geräuschte, als James schließlich - umgezogen und wieder frisch gemacht - zu ihr kam. Er roch gut. Und sah gut aus. Fuck ey...
Sie räusperte sich leicht und lehnte sich nach vorne, die Unterarme auf ihren Knien abgestürzt. "Heute in der Therapiestunde mit Leyna, da ging es um... Ängste und Bevürchtungen und sowas. Gefühle früher heute und so weiter." Sie biss sich leicht auf die Unterlippen, befeuchtete ihre Lippen dann mit einem Rollen und atmete mühsam durch. "Wir haben über Autos gesprochen, Kreuzungen, Knast und so weiter, weißt schon. Und haben versucht meine Kernangst rauszufinden und... naja.." Sie atmete tief durch. Ihre Stimme war so leise, dass sie fast abbrach. "..sie meinte es sei gut wenn ich dir das sage." Erneut räusperte sich leicht und irgendwie befand sich jetzt das leere Whiskeyglas in ihren Fingern. Fuck, sie wünschte, es wäre gefüllt... "Ich..." Sie warf ihm einen Blick zu, merkte, dass das nicht funktionierte und wandte den Blick ab. ihre Mauern bekamen Risse. Sie spürte wie sich Tränen in ihre Augen drücken wollten. As sie sprach war ihre Stimme brüchig. "Ich hab Angst dich auch noch zu verlieren."
Wieder warf sie ihm einen schnellen kurzen Blick zu, ihre Lippen zuckten zu dem Ansatz eines Lächelnd und sie zuckte mit den Schultern. Fuck.
So sahs aus...

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 21.09.2021 21:17

"Naja. Es macht ja auch glücklich und leicht.", grinste Jo verteidigend, während sie sich wieder aufrichtete, die Tüten erneut nahm und sie ihren Weg zurück zum Park fortsetzten. "Aber wenn der Rausch dann abklingt..." Sie zuckte mit den Schultern. "...naja. Manche kotzen halt, ich krieg scheiße Kopfschmerzen. Kein Plan warum. Isn bisschen nervig, aber manchmal nehm ichs halt in Kauf." Bei seiner freundlichen Nachfrage nickte sie dann jedoch. "Ja, keine Panik. is beschissen, aber die Tablette wird gleich wirkn, definitiv."
Den Rest des Weges bis zum Park legten sie schweigend zurück. Leicht kaute Joanna auf der Unterlippe, bis sie schließlich die Frage einfach nicht an sich halten konnte. "Wenn du kein solcher Vorzeige-Cop und so wärst...", begann sie und blickte auf, während sei dabei war weitere der Snacks aus den Tüten zu räumen und auf dem Tisch zu verteilen. "...meinst du, du hättest es dann auch schonmal probiert, etwas Gras zu rauchen?"
Es interessierte sie wirklich. Sie wollte ihn nicht zu iwas übereden oder sonst was, fuck. Nein definitiv nicht. Immerhin war er ein Cop, Gras (noch) illegal und sie wollte alles andere als ihn in die Scheiße reiten. Obgleich die Diskussion, ob Gras nicht legalisiert werden sollte grade hoch herging in Kanada und natürlich setzte sich joanna auch mit allen Mitteln dafür ein, dass es das würde. Jetzt mal ernsthaft - ja, es betäubte und benebelte die Sinne, aber es war absolut geil, nicht gefährlcher als Alk oder so und machte auch nicht mega schnell abhängig oder sowas. So... why not? Abgesehen davon würde es das ganze bedeutend einfacher machen. Sie kiffte ja für sichs elbst zur Beruhigung, nicht wegen des Kick des Verbotenens (das war in ihrer Jugend oft auch gerne mal so gewesen. Allerdings auf generell das Meiste bezogen, unverwunderlicherweise..)

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 21.09.2021 21:05

~~~ Einige Wochen später ~~~

Joanna hockte auf ihrem Bett und klappte den Laptop vor sich zu. Sie hatte wieder einmal eine Online-Therapiestunde mit Leyna gehabt.
Noch immer war es kaum zu glauben, wie schnell sie tatsächlich eine Psychotherapeutin gefunden hatte wenn auch fast nur online. Dafür war sie Dr. Leyna Obama wirklich dankbar. Vor ein paar Wochen (kurz nachdem Joanna die Therapie bei ihr angefangen hatte), hatte die Psychologin sie sogar Zuhause besucht. Hatte mit James und anschließend noch mit Joanna gesprochen. Seitdem schien James irgendwie... nachdenklicher geworden zu sein, hatte Joanna den Eindruck. Sie hatte keine Ahnung, was Leyna ihm erzählt hatte, aber sie fragte auch nicht nach. Auf jeden Fall war Joanna froh, hier zu sein, anstellte von ihrem Dorf. An manchen Tagen fiel ihr das Aufstehen so schwer, dass sie kaum aus dem Bett kam. Andere Tage gingen etwas beser - der Alk half natürlich. Und James. Auch dafür war sie ihm dankbar. Sie war ihm in diesen TAgen für so ziemlich alles dankbar... sie hoffte, das wusste er..
Leicht kaute sie auf ihrer Unterlippe, während sie ihren zugeklappten Laptop betrachtete - und fühlte sich dabei wie tot. Sie wusste nicht, wie sie sich öffnen sollte. Wie sie sich James anvertrauen sollte. Allein beim Gedanken daran zu erzählen - also wirklich zu erzählen - zog sich alles in ihr zusammen. Über das, worüber sie heute geredet hatten. Das Thema ihrer heutigen Sitzung. Es war Angst gewesen. Das, was Joanna am meisten fürchtete. Sie waren dem wohl auf dem Grund gekommen - einfach war es nicht gewesen, fuck - aber... sie hatten es wohl. "Scheiße", flüsterte Joanna, versuchte den Kloß in ihrer Kehle zu unterdrücken, stand auf, schnappte sich aus ihrem Schrank eine Flasche Vodka und schluckte, schluckte, schluckte. Sie sammelte sich, ging es im Kopf durch, atmete durch. Fuck, sie konnte das nicht. Sie konnte das nicht...
Als sie den Schlüssel hörte und damit das Zeichen dafür, dass James Zuhause war, war bereits die halbe Flasche leer. Joanna schluckte erneut, versuchte erfolglos das Zittern zu unterdrücken, nahm noch einen letzten Schluck und stellte sie dann weg und trat hinaus aus dem Gästezimmer.
"Hey", begrüßte sie James und folgte ihm in die Küche, wo sie sich leicht an den Türrahmen anlegte. Und jetzt... Fuck. "Ich... wollte mal mit dir reden." Jetzt würde es kommen. Scheiße. Ihre Angst wuchs. Was tat sie hier verdammt. Es verlangte sie danach etwas zu trinken. Und dieses Verlangen war übermächtig. Kurzerhand ging sie zu ihrem gemeinsamen Schrank wo etwas Alkohol drin stand und schüttete sich von dort einen Whiskey ein (am liebsten hätte sie gleich die Flasche genommen). Der Whiskey neben der Kaffeemaschine war allein für Irish Coffee bestimmt. Mit dem Glas in der einen Hand und der Flasche aus dem Schrnak auf der Theke in der anderen Hand ruhend, sah sie zu James. "Können wir... dafür ins Wohnzimmer gehn?"

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 17.09.2021 12:47

Joanna winkte ab. "Morgen. Heute hab ich keinen Bock mehr auf irgendwelche bürokratischen Sachen." Gleich morgen - nachdem sie sich von ihrem sicher beträchlich werdenden Kater erholt haben würde (Apropos Kater - sie spürte die Kopfschmerzen grade deutlich pochend in ihren Schläfen, wie es langsam begann), würde sie sich an ihren Laptop setzen und die Kündigungsbriefe verfassen. Das würde eine einzige geile Erleichterung werden!! Endlich nicht mehr Kellnern und irgendwelchen Besoffenen noch mehr Bier bringen oder labbelige Burger an Heißhungrige austeilen, sondern sie würde ganz und gar das tun, was sie vong anzem Herzen liebte!
Sie konnte es immer noch kaum glauben, dass sie endlich - endlich - den ersten entscheidenden Schritt geschafft haben sollte.
Gemeinsam waren sie am Supermarkt angekommen und Joanna informierte sich, was ihnen jetzt überhaupt genau noch fehlen würde. Sie nickte. "Alles klar. Ich glaube meine würden nur ein paar kleine Häppchen mtibringen, das wars." Sie betraten das innere und hatten schnell das Regal mit den Knabbereien gefunden, Chips, Flips und Salzstanden landeten in hohem Bogen in ihrem Wagen dicht gefolgt von den Getränken. Am Wichtigsten natürlich: Bier. Neben dem stärkeren Alkohol den James organisierte kaufte Joanna auch noch einige Säfte ein, dass wenn jemand etwas alkoholfreies wollte (was sie nicht glaubte) oder Cocktails mixen wollte (das glaube sie schon eher) dieser auch ein wenig experimentieren konnte.
"So, das sollte das Wichtigste sein!", lächelte Joanna, zwar voller Vorfreude und dennoch ein wenig gequält. Mittlerweile wollte ihr Körper sie umbringen aber sie musste warten bis sie ihre Sachen - inklusive das Wasser - gekauft hatten ehe sie ihre starke Schmerztablette schlucken konnte.
Sie bezahlten ihre Einkäufe (Jo bestand darauf, dass sie sich den Preis wenigstens Hälfte-Hälfte teilten) und verließen dann den Laden, wobei Joanna als allererstes ihre schwere Tüte abstellte, die Flasche Wasser herausklaubte und mit dieser die Tablette runterspürte. "Sorry", meinte sie in Richtung James. "Vom Kiffen krieg ich immer höllische Kopfschmerzen."

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Re: Holly Springs

von Joanna am 09.09.2021 12:30

Nach ihrem Kampf mit den Zombies auf der Hauptstraße von Holly Springs, stand Joanna noch immer da. Ihre ehemals blonden Haare so dreckig, dass sie durch die Asche fast grau erschienen. Ihre kalte Haut und Kleidung blutbefleckt, ihre, ihre Augen tief in Höhlen liegend und glanzlos. Der Blick dieser Augen war auf diese dunkle Gestalt am entfernten anderen Bürgersteig gerichtet, welche zu ihr sah. Leicht runzelte Joanna die Stirn, packte ihr selbst gebasteltes Katana wieder fester und versuchte ihr benebeltes Gehirn dazu zu bringen, Schlussfolgerungen zu ziehen - etwas, was ihr zugegeben zunehmend schwerer viel. Ihr im Grunde genommen aber egal war. Es war doch so oder so alles fürn Arsch.
Die Gestalt kam näher und zumindest erkannte Jo daran schonmal, dass es sich nicht um einen weiteren Zombie handelte. Die Frau - ja, es war eine Frau - bewegte sich nicht ein Zombie, machte nicht die Geräusche und ging ganz normal. Und dann, als Jo endlich auch begann das kantige Gesicht der Person richtig zu erkennen, wurde es ihr schlagartig klar.
"Sienna?!", fragte sie ungläubig. Was zum... Zugegeben, bei der Soldatin wunderte es Joanna nicht, dass diese diesen Scheiß hier überlebt hatte, aber dass sie sich ausgerechnet hier trafen. Hier, in dieser anderen Welt, hier, in dieser gottverdammten Stadt wo nichts mehr lebte außer Untoten.
Nun, anscheinend doch mehr als 'nichts'.
Siennas Begrüßung war denkbar unemotional. Nichts anderes dürfte man bei der Soldatin jedoch erwarten, so gut kannte Joanna die Andere doch. Als Antwort zuckte sie nur mit den Schultern. "Mich auch." Das stimmte. Hätte man sie gefragt, ob sie eine Zombie-Apokalypse überleben würde, wäre ihre Antwort klar gewesen. Aber irgendwie... hatte es doch funktioniert. Indem man einfach einen Schritt vor den anderen setzte. Noch einen. Und noch einen. Und noch einen. Eigentlich war sich Joanna gar nicht sicher, ob sie noch Leben wollte. Sie hatte keinen Lebenssinn mehr, kein Ziel oder sonst irgendwas. keine Musik, keinen Mann, keine Liebsten. Sie war allein in einer toten verseuchten Welt. Aber da war trotzdem dieser kleine Trotz in ihr. Sie war einfach kein Typ zum Aufgeben. Fuck everything, aber sie würde der Scheiß-Welt nicht den Gefallen tun, sich inne Klinge zu stürzen. Das war einfach nicht ihr Ding.
Außerdem hatte sie keinen Bock, dass ihre Leiche hier auch als Zombie rumstolzieren würde. Und das würde passieren. Sie war nicht bereit das freiwillig zuzulassen.
Jos Blick wanderte nach unten zu ihrem selbst gebastelten Katana. "Irgendwie muss man sich ja behelfen.", meinte sie tonlos, griff dann an den Bund ihrer Hose und zeigte Sienna die Pistole, welche sie ebenfalls gefunden hatte. "Die hier hab ich auch noch, aber da bin ich sparsam. Wird mit Muni un so sonst schwierig."
Sie betrachtete die andere Frau, welche hier so vollkommen unerwartet aufgetaucht war. Sie musste einfach fragen. "Was machst du hier?"

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.11.2021 18:57.

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 09.09.2021 10:07

"Davon geh ich doch hoffentlich aus!", erwiderte Joanna sofort. Eine Party die schon nach ein oder zwei Stunden vorbei wäre, wäre doch - jetzt ganz ehrlich mal - richtig lahm. Unwillkürlich musste sie an so manche Party in ihrem Nachbardorf denken, zu welchen sie sich rausgeschlichen hatte. Das war immer geil gewesen. Hatte zwar jedes Mal auch Sau-Ärger bei ihrer Familie gegeben, aber trotzdem. Cool war es allemal gewesen.
Doch heute würde es mehr sein, so vieles mehr. Sie musste nur daran denken, dass sie tatsächlich einen Job in der Musikbranche ergattert hatte und in ihren Körper schien sich ein unglaubliches Feuerwerk zu entfachen. "Ich muss noch meine beiden Jobs kündigen!", fiel Joanna fröhlich auf, während sie gemeinsam in Richtung der Straße gingen, um noch ein paar Sachen einzukaufen.
Bezogen auf Dans Anwesenheit bei der Party, konnte Jo nicht anders als das Fallschirmspringen noch anzusprechen. "Schaaade", zog sie es in die Länge und grinste James an. "Hätte echt was!" Wichtig: sie witzelte nur! Se mochte Adrenalin und ausgefallene Sachen, definitiv, jep. Aber sie war auch nicht gänzlich lebensmüde und ihr war durchaus bewusst, was alles geschehen konnte, wenn man einfach so ohne Genehmigung mit einem Fallschirm über einer Stadt absprang um in einem Park voller Leute zu langen. Nein. Ganz ganz blöde Idee.
"Jo-Baum, klingt doch gut!", grinste sie und lachte dann leicht. Gespielt überheblich warf sie ihre blonden Haare zurück. "Und dann bin ich der schönste Baum von allen!" Das gespielte Gebaren fiel beim Lachen wieder von ihr ab. Sie erreichten den Supermarkt, holten sich einen Einkaufswagen und betraten das Innere.
"Mmh... Knabberzeugs auf jeden Fall, ganz viel! Und wie war das jetzt mit den Getränken? Und Saucen und Fleisch und so? Wollten da die anderen was mitbringen oder erledigen wir das jetzt?" Möglicherweise waren ihre Gedanken beim Planen der Party noch bei etwas anderem gewesen - wie zum Beispiel in Wolken zu schweben oder nervös zu sein vor dem nahenden Anruf.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.09.2021 12:44.

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 05.09.2021 12:23

"Ja, tschuldigung!", lachte Joanna und machte dann absichtlich Schweinsgeräusche nach, um ihren neuem Titel als 'Ferkel' auch gerecht werden zu können. Auf ihre Frage, wie viel Zeit sie noch hatten bis die eigentliche Party losgehenw ürde, nickte sie. Dann hatten sie also noch 1-2 Stunden Zeit zu vertrödeln!
Bei seinem Vorschlag nickte sie. "Klingt nach einem guten Plan.", asgte sie und sprang sofort auf. Der Sekt machte sich sogleich bemerkbar mit einem leichten Schwindel, der aber sofort wieder verflog. Lange würde es eh nicht andauern - das war nur, weil sie ihn grade fast geext hatte.
"Jaa, ist ja kein Problem", winkte Joanna locker ab auf James Aussage, dass zwei sich etwas verspäten würden und hängte sich ihre Tasche um. "Oh cool!", fügte sie sogleich hinzu, als James sagte, dass Dan auch kommen würde. "Kommt er dann mit einem Fallschirm hier auf den Platz gesprungen?", witzelte sie grinsend, während sie sich gemeinsam auf den Weg durch den Park machten.
"Was für ne Frage! Ich komm mit!", sagte sie sofort und schlug mit ihm den Weg raus aus dem Park ein, um wieder zu den Straßen und zu den Läden zu kommen. "Ansonsten schlag ich hier ja noch Wurzeln an, das will doch auch keiner!"

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