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Zeynep

33, Weiblich

FSK 18 Banshee Mensch flexibel coeosexuell Librafeminin aegoromantisch Geübter erfunden Apokalypse

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Re: Starkville

von Zeynep am 02.07.2025 11:48

Während sie ihr Essen mit der Schöpfkelle in Schüssel füllte, und Adria ihre Portion reichte, lauschte sie ihrer Geschichte, warum sie den Ort von den Überlebenden verlassen hatte. Sie zog sich die Maske ab (mit Maske konnte man schlecht essen) und legte den Kopf leicht zur Seite. Als Adria endete, zuckte ein leichtes, fast gequältes Lächeln über Zeyneps Gesicht. "Mit Ex-Freunden kenne ich mich auch. Ich hatte schon verdammt viele und hatte auch schon verdammt viele irrationalle und manchmal dämliche Gefühle wegen denen. Hab oft überreagiert." 
Sie nahm sich einen Löffel und aß einen erste Bissen. Das Fleisch war zäh, wie häufig heutzutage, weil die Tiere auch nichts mehr zu fressen fangen und deswegen meist abgemagert waren. Aber dennoch war es geschmacklich sehr gut. Das Beste, was sie seit langem gegessen hatte. Immer wieder erstaunlich, was so ein paar Gewürze ausmachten. Nachdem sie hinuntergeschluckt hatte, blickte sie wieder auf. 
"Ich kenn deinen Ex nicht, also kann ich dir nicht sagen, was zwischem ihm und ihr ist. Aber aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass man sich ohne genügend Informationen oft in die schlimmstmöglichen und häufig falschen Gründe hineindenkt. Vielleicht war das Mädel seine Schwester, Cousine oder sonst irgendeine Verwandte. Vielleicht auch einfach nur ne Freundni-" Wobei sie sich bei diesen Worten durchaus bewusst war, dass bereits 'Freundin' bei ihr ausgereicht hätte, um ihre Eifersucht wieder hochkochen zu lassen. Und die Eifersucht war leider schon immer eng mit ihren Aggressionen verknüpft gewesen. "- however, es muss nicht sein, dass sie zusammen waren. Dennoch kann ich gut verstehen, dass allein der Gedanke wehtat." 
Sie aß weiter und dachte dabei etwas nach. Eine Idee kam ihr. Sie wusste nicht ob die klug war oder hilfreich, aber... dennoch... "Dieser Ort von den Überlebenden... ist der weit weg von hier?", fragte sie mit ihrer rauen Stimme und sah wieder zu Adria.

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Re: Zeynep & Jamie: Time Flies....

von Zeynep am 03.05.2025 21:43

Es war ein normaler Tag im Club.
Es war nicht nur irgendein Club. Es war ihr eigener. Ihr Baby. The Devils Joy. Natürlich hätte sie das allein niemals auf die Beine stellen können. Himmel, woher hätte sie die verdammte Kohle nehmen sollen? Aber sie hatte eben einen Kumpel gehabt, dessen Vater in Mafia-Geschäften aktiv war. Er hatte seine Kontakte spielen lassen und die Mafia hatte ihr ein Angebot gemacht: sie würden das leerstehende Gebäude für sie kaufen, dafür würde sie ihnen den Club für ihre Machenschaften zur Verfügung stellen. Es war ein verlockendes Angebot, wenn man nur von Minijob zu Minijob lebte und sich der Straße näher fühlte als einem Dach überm Kopf. Wie lange hatte sie ständig nur bei ihren ständig wechselnden Ex-Freunden gewohnt? Die zumeist alle toxisch gewesen waren und ein ähnliches Temperament gehabt hatten, wie ihr alter Dad. Jedenfalls hatte sie die helfende Hand der Mafia sehr gerne angenommen. Sie war selbst zwar kein offizielles Mafia-Mitglied, doch die echten Mitglieder gingen bei ihr ein und aus und es war ihre Aufgabe, die Zahlen dieser Geschäfte im Blick zu haben und an die entsprechenden Mittelmänner weiterzugeben.
Hauptsächlich wurde ihr Club für Geldwäscherei und Drogenhandel verwendet. Sie führte geflissentlich gut versteckte Bücher in Codierungen geschrieben darüber, von was wie viel verkauft wurde und wie viel Falschgeld produziert worden war. Eine der Maschinen sollte kaputt gegangen sein: einer der Mafia-Leute hatte sie angerufen. Also war Zeynep eine der Treppen hinunter in den Keller gegangen, dort durch eine verborgene Tür und hatte sich in der Geldwäsche-Fabrik wiedergefunden. Sie hatten allerlei Sicherheitsvorkehrungen und Schlupflöcher eingebaut, sodass jeder schnell abhauen (und die Geräte versteckt) werden konnten, sollten die Bullen spontan entschließen, eine Razzia bei ihnen durchzuführen. Nach der Nachricht hatte Zeynep ihren Platz hinter der Theke verlassen und war nach unten gegangen, um sich das Problem anzusehen. Ein Teil war kaputt gegangen. Sie versprach eins nachzubestellen, vermerkte das Problem in den Büchern und machte sich dann wieder auf den Weg nach oben. Kaum war sie angelangt und trat durch die Tür zurück in den lauten stickigen Club, als auch schon ein junger Mann mit voller Wucht gegen sie rannte, der offenbar auf den Weg zu den nebenliegenden Toiletten gewesen war. Zeynep stolperte zur Seite, schlug sich die Schulter hart an der Wand an. Der Bass dröhnte dumpf; hier war die Musik etwas leiser als bei den Stages. Zumindest so, dass man sich unterhalten konnte.
Sie richtete sich wieder auf und sah den Mann genauer an. Ihre Lippen öffneten sich leicht. Etwas rührte in ihrem Gedächtnis. Sie war sich ganz sicher, dass sie ihn schonmal gesehen hatte. Wenn sie nur wüsste... kurz flammte vor ihren inneren Augen eine Landschaft draußen auf. Vor einem Krankenhaus. Eine Tischtennisplatte. Oder doch nicht? Sie hatte keine Ahnung. Aber sie kannte ihn, definitiv. Sie trat einen Schritt auf ihn zu. "Wir kennen uns doch, oder?", fragte sie. Ihre vom regelmäßigen Rauchen raue Stimme erhob sich gekonnt so über die Musik, dass man sie mühelos verstehen konnte.

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Re: Starkville

von Zeynep am 30.04.2025 09:10

"Uh ja, gerne! Meine Gewürze sind schon seit einer Weile zuneige gegangen." Wenn man nur an einem Ort blieb, fand man in den umstehenden HÄusern irgendwann nichts neues mehr und irgendwann war es auch aufgebraucht. NAtürlich hatte Zeynep noch ein paar Gewürze, aber sie gebrauchte sie so selten udn so wenig wie möglich. Man gewöhnte sich an alles, selbst wenn Fleisch oder Eintöpfe aufgrund fehlender Gewürze einfach nur fad schmeckten. Es war Essen, und mit essen überlebte man. Essen gab einem Energie. Das reichte, da musste es nicht besonders schmecken.
Doch heute würde es das vielleicht. Eine schöne kleine Freude, um ihr Wiedersehen zu feiern. Sie beobachtete, welche Gewürze Adria aus ihrer Tasche herauszog und fügte zum Essen ein wenig Salz und Pfeffer und Paprikapulver hinzu. Basilikum, welchen sie selbst gepflückt und gehackt hatte, war bereits drin. Er wuchs in einem Garten hinter einem nahen Haus wild. Die Blätter waren nur klein und gelb-grünlich gewesen, wegen des fehlenden Sonnenlichts (der Himmel war nach wie vor 24/7 von der Aschewolke des damaligen Vulkanausbruchs bedeckt), aber dennoch essbar.
Während sie den Eintopf also würzte und umrührte, stellte sie Adria die Frage, wie es ihr ergangen war und lauschte ihrer Antwort. Das lautlose Seufzen am Anfang konnte Zeynep nur zu gut nachfühlen. Ja. Diese Zeit war... gelinde gesagt eine beschissene Zeit zum Leben. Mehr als einmal fragte sich Zeynep, wie wohl das Leben in London war. Ob dort auch eine solche Apokalypse herrschte wie hier? Oder ging das Leben dort ganz normal weiter? Sie wusste es wirklich nicht... doch da sie keine Möglichkeit hatte dorthin zu kommen (zumindest keine, die ihr einfiel), war es eigentlich auch fruchtlos, darüber nachzudenken. Dennoch kehrten ihre Gedanken immer wieder zu dieser Frage zurück.
Überrascht blickte Zeynep auf, als Adria von dem Ort mit vielen Überlebenden berichtete, den sie jedoch schnell wieder verlassen hatte. Gesellschaft gab man in diesen Tagen nicht leichtfertig auf (vielleicht dachte sie auch nur, weil sie nun schon monate- oder sogar jahrelang in Einsamkeit einging). "Was ist passiert?", fragte Zeynep einfach und holte zwei Schüsseln heraus, um das Hühenrfrikassee mit einem Schöpflöffel in diese hineinzufüllen. Irgendetwas musste passiert sein, sonst wäre Adria sicher in dieser Gemeinschaft geblieben...

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Re: Starkville

von Zeynep am 22.03.2025 18:57

Hinter ihrer Maske musste Zeynep unwillkürlich leicht Lächeln, als Adria antwortete. Sie hatte seit so langer Zeit keine menschlichte Stimme mehr gehört, dass es wie Musik in ihren Ohren erklang. Normalerweise war sie bei weitem nicht so emotional, doch Monate (vielleicht Jahre?) der Einsamkeit, machten etwas mit einem. Mit wenigen Schritten hatte sie sich Adria endgültig genährt und schloss sie in eine kurze feste Umarmung. "Kann ich nur erwidern.", erwiderte sie ehrlich, noch immer mit viel zu rauer und brüchiger Stimme. Es stimmte. Es war schön zu sehen, dass Adria noch lebte und es grenzte an ein Wunder, dass sie es beide noch taten.
Sie bedeutete Adria, ihr zu folgen. Ihr Essen würde sie gerne mit ihrer ehemaligen Freundin teilen. Sie würde im Augenblick so ziemlich alles für etwas Gesellschaft tun. Irgendwann hielt man es nur allein mit seinen Gedanken nicht mehr aus. Während sie also auf das Feuer zugingen, antwortete Zeynep auf Adrias Frage. "Ja, ich bin allein." Sie klang verbittert und verschlossen. Erst nach einigen weiteren Schritten fügte sie mit einem Schulterzucken hinzu. "Wir haben gestritten und er ist gegangen." Es war natürlich viel mehr und vielkomplexer als das, aber es war das einfachste, es so zu erklären.
Sie waren an ihrem kleinen Lager angekommen und sie deutete auf den Topf. "Ich mach sowas wie ein Hasenfrikassee. Kannst gerne mitessen, wenn du magst.", bot sie an und setzte sich wieder, um den Eintopf mit der Fleischeinlage umrzurühren. In der heutigen Welt war man nicht mehr wählerisch was man aß. Man war stets froh, überhaupt etwas in den Magen zu bekommen.
"Wie ist es dir ergangen. Es ist ewig her, seit wir uns gesehen haben." Tatsächlich fragte sich Zeynep schon lange, wie die Welt wohl außerhalb von Starkville aussah. Ob es andere Überlebende gab. Vielleicht sogar funktioneirnede Städte mit Ansammlungen von Menschen bzw. Überlebenden. Aber sie hatte sich hier etwas aufgebaut. Etwas, wo sie tatsächlich (über)leben konnte. Und bisher war sie nicht bereit gewesen, eine solche Unterkunft aufzugeben. Vielleicht auch,w eil da ein kleienr Teil in ihr war, der immer noch hoffte, dass Diego zurückkommen würde...

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Re: Starkville

von Zeynep am 21.02.2025 12:03

Drei Jahre. Drei verfickte Jahre waren seit der Eruption vergangen und Zeynep Yildirim lebte immer noch. Sie war immer noch in Mississippi, immer noch in Starkville, immer noch in dem Haus, in dem sie zusammen mit Diego hatte wohnen wollen und in dem sie einst auch eine junge Frau namends Adria kennengelernt hatten. Tja... Drei Jahre waren eine lange Zeit. Besagte junge Frau hatte sich wieder auf den Weg gemacht und Diego... nun. Sie waren schon immer ein explosives Paar gewesen und in der Apokalypse hatte sich das nicht geändert. Er war weg. Zeynep wusste nicht wo genau oder was er gerade trieb, ob er in der Hölle oder hier auf Erden mit den Zombies oder mit diesem anderen Dämon Xhapan oder sonst wem seine Spiele trieb. Mit ihr jedenfalls nicht. Ein Teil von ihr war froh darüber, der andere Tel - der immer mehr vereinsamte - wurde nur noch verbittert. Sie war allein, hatte ihre Stimme seit Ewigkeiten nicht mehr betnutzt. Sie machte immer mal wieder Streifzüge, manchmal auch für mehrere Tage, in denen sie nach neuen Waffen, Essen oder sonstigem suchte. Sie hatte sich eine Art Garten draußen und einen Kräutergarten drinnen angepflanzt, mithilfe von Garten-Büchern, die sie in einer Bibliothek gefunden hatte. Natürlich kamen nur kleine Früchte da raus, weil ihnen viel Licht fehlte; dem immer noch allgegenwärtigen und Licht-verschluckenden Rauch sei Dank. Zeynep war auch dazu übergegangen, wann immer sie sich draußen bewege, einen schwarzen Mundschutz zu tragen, um sich vor einer möglichen Infektion und auch der schlechten Luft zu schützen. Ansonsten hatte sie sich eine eigene Feuerstelle gebaut, an welcher sie kochen konnte. Sie hatte gelernt zu jagen. Sie fristete ihr einsames Da-Sein, überlebte von Tag zu Tag und fragte sich immer öfter, was eigentlich jetzt noch der Sinn des Lebens war. Was das alles noch sollte.
Sie saß grade draußen an ihrer Feuerstelle, über welche sie einen Topf gehängt hatte in welchem sie eine Art Hasenfrikassee anrührte (sie hatte heute Morgen geschafft, mit einer ihrer Fallen einen überlebenden Hasen zu fangen), als sie etwas hörte. Sie war immer aufmerksam, wenn sie draußen war, Ohren wie Augen hatten sich geschärft. Sofort erhob sie sich, die Hand an ihrem Katana - denn die Munition für ihre Glock war schon lange leer, und ihr Jagdgewehr verwendete sie absichtlich nur beim Jagen und nur, wenn sie sich sicher war zu treffen. Da ging sie ausgesprochen sparsam mit der Muni um. Denn auch wenn sie mal eine Jägershütte gefunden und ausgeräubert hatte, so ging sie doch langsam aber sicher zuneige und sie wusste nicht, wo sie neue herbekommen sollte.
Eine Gestalt regte sich. Sofort spannte Zeynep alle ihre Muskeln an, bereit, dem Zombie wie schon tausend Male zuvor den Kopf abzutrennen. Sie konnte nicht mehr zählen, wie viele sie schon umgebracht hatte. Gefühlt hatte sie diese ganze verdammte Stadt ausgelöscht. Oder vielleicht waren die Zombies auch irgendwann weitergezogen. Jedenfalls kamen mittlerweile oft nur noch vereinzelt Zombies hier lang und nicht mehr in großen Horden wie zu Anfang oft.
Als die Gestalt näher kam, verengte Zeynep die Augen leicht. Aber... warte... das war kein Zombie. Das war eine Überlebende. Und sie kam ihr bekannt vor...
Zeynep schob ihre Maske zurecht, überlegte kurz - und beschloss dann doch, auf die Frau zuzugehen. Als sie soweit in Hörweite war, dass sie nicht schreien musste (denn wie Licht lockten auch Geräsuche Zombies an), sagte sie ungläubig: "Adria?" Sie hatte ihre Stimme so lange nicht mehr verwendet, dass sie heiser und unglaublich rau klang, wie ein altes Getriebe das gerade das erste Mal wieder in Gang gesetzt wurde. Sie räusperte sich leicht, versuchte es nochmal. Immer noch war ihre Stimme rau und dazu gedämpft von der Maske. "Adria?" Dass sie nach so langer Zeit ebenfalls immer noch lebte, erschien fast wie ein Wunder.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.03.2025 18:48.

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Re: Jamie & Zeynep ~ Somewhere Is a Spark In The Dark {Frühjahr 2010}

von Zeynep am 31.12.2024 10:09

Dass er nichts von zwischenmenschlichen Beziehungen hielt, konnte Zeynep ihm nicht mal unbedingt vorwerfen. Immerhin hatte sie selbst hauptsächlich negative Erfahrungen gemacht. Menschen konnten Arschlöcher sein. Und waren es zumeist auch oft. Und... dennoch sehnte sie sich nach Nähe. Ihren beschissenen Kopf sollte irgendjemanden verstehen. "Tja. So ne Haltung schützt einen vermutlich.", fasste sie ihre Gedanken kurz zusmmen. Sie selbst onnte das leider nicht. Sie lief mit Kopf voran immer wieder gerne von der einen in die nächste Katastrophe.
Sie hörte ihm zu wegen seines Heimatlandes und verzog ihre Lippen dann zu einem leichten schrägen Lächeln. "Und bei all den Orten denn einen gefunden, den du besonders magst?", fragte sie. Da sie selbst bisher kaum herumgekommen war, interessierte sie das tatsächlich. Who knows? Vielleicht würde sie eines Tages doch mal Kohle haben um riesen zu können und dann wäre es gut ein paar Anhaltspunkte zu haben, wohin es sich denn wirklich lohnen würde. Sie nickte nur. Arbeit und Austausch. Sie würde auch jede Gelegenheit am Schopf packen, woanders hinzukommen. Einfach nur weg.
Sie seufzte als er bei ihren Nachfragen nach Deutschland erneut nur vage blieb. "Du willst wirklich ein Buch mit sieben verschlossenen Siegelns ein, oder?" Sie rutschte von der Tischtennisplatte hinunter, nahm einen letzten Zug ihrer Kippe, ehe sie diese dann an dem Stein der Platte ausdrückte und einfach weg-flitschte. In diesem Moment war sie sich ihres blauen Auges und der aufgeplatzten Lippe mal wieder mehr als bewusst. "Naja, schätze ich muss mal nach Hause. Vielleicht sieht man sich ja nochmal." Sie wollte nicht nach Hause zu ihrem betrunken Dad, der sie anbrüllen würde, wo sie so lange gewesen war oder seine Fäuste fliegen ließ um die Frustrationen des Tages loszuwerden. Sie konnte natürlich warten. So lange warten bis er sicher schlief. Aber dann würde sie die Quittung am nächsten Morgen bekommen und das war nie gut. Sie hatte es schon mehr als einmal ausprobiert. Sie nickte Jamie nochmal zu, versteckte ihre Hände tief in den Taschen ihrer Lederjacke wo sie die Kippenpackung fest umklammerte (hoffentlich fand ihr Dad die nicht) und machte sich auf den Weg.

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Re: Jamie & Zeynep ~ Somewhere Is a Spark In The Dark {Frühjahr 2010}

von Zeynep am 15.09.2024 17:23

Sein 'Freut mich ebenfalls' klang unglaublich steid und distanziert. Sie rollte mit den Augen, aber grinste dann ein leichtes schräges Lächeln. "Mit sozialen Interaktionen hast du es nicht so, oder?", meinte sie, noch immer grinsend und zog nochmal an ihrer Kippe. Das würde nachher Zuhause wider so Ärger geben. Aber es war ihr grade - gelinde gesagt - scheißegal.
Zeynep lachte leicht und dabei entwich ihrem Mund ein wenig gräulicher Rauch. "Haste kurz vergessen woher du kommst?", fragte sie grinsend und schüttelte leicht, was ihre schwarzen Haare ihr Kinn kitzen ließ. "Also Amerika jedenfalls. Was treibt dich denn ins ferne England? Urlaub? Arbeit? Austausch?" Sie hatte keine Ahnung, war selbst bisher eigentlich nur Familienurlaube in die Türkei gereist und ansonsten war sie noch nicht groß irgendwo anders gewesen.
"Oh, krass! Gut erkannt.", meinte sie beeindruckt und nickte. Viel ehörten die kleinen Reste ihrer Kindheit oder Bilingualität nicht aus ihrer dritten Hauptsprache heraus. Einfach weil sie schonr echt früh nach England gekommen waren und man sich als Kind doch noch besser anpassen konnte. Sie zog nochmal an der Zigarette, asche ab und stützte sich dann mit der freien Hand auf der Tischtennisplatte ab, um sich etwas nach hinten zu lehnen. Die kleinen Steinchen drückten sich in ihren Handballen, aber es war angenehm und kühl. "Ich wurde in Deutschland geboren.", erzählte sie dann Jamie und neigte den Kopf leicht nach hinten, sodass ihre Haare sie im Nacken kitzelten. "Und meine Familie kommt aus der Türkei, sodass wir Zuhause praktisch nur Türkisch sprechen. Hierher sind wir gezogen, als ich elf Jahre alt war. Da ich eh zweisprachig aufgewachsen bin und wir in der Grundschule was Englisch hatten, habe ich schnell gelernt und mich angepasst. Aber ganz losgeworden bin ich meine verworrenen Wurzeln anscheinend nicht." Sie grinste kurz und sah Jamie dann an.
"Warst du schonmal in Deutschland? Oder sonst wo auf der Welt außer New York und London?"

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Re: John & Zeynep ~ Walking Death

von Zeynep am 12.08.2024 19:13

Zeynep verdrehte die Augen. Bitte was? "An den glaube ich nicht.", sagte sie schlicht. Sie war Muslimin und abgesehen davon hatte sie mit dem Heiligen Geist auch herzlich wenig zu tun.
An einer anderen Stelle? Sie zögerte. Aber vielleicht wäre es keine schlechte Idee. "Klar... kein Ding." Sie schluckte, nahm ihren Schlüssel heraus und trat zum Haupteingang des Clubs. "Das hier ist mein Club. Er ist grade geschlossen, also darin sind wir ungestört." Sie schloss auf, stieß die Tür auf und trat beiseite, um den Fremden in die Dunkelheit reinzulassen. HInter ihm schloss sie die Tür, ging zum Stromkasten und machte zumindest die Beleuchtung hinter der Bar an, damit sie wenigsten ein bisschen Licht hatten. Sie ging einige Schritte hinein und drehte sich dann zu ihm um. Sie holte tief Luft und versuchte ihren rasenden Herzschlag zu ignorieren. Die Worte waren raus, ehe sie sie sich zurechtgelegt hatte.
"Wieso fühlst du dich tot an?" Ihr Blut rauschte ihr in ihren Ohren. Fuck. Hatte sie das gerade ernsthaft einfach so rausgehauen?! Aber jetzt konnte sie es nicht mehr ändern. Mit geballten Fäusten deren HAndflächen komplett schwitzig waren, Herzrasen und trockenem Mund und starrte in dem Dämmerlicht den rothaarigen Kerl an, der sich aus irgendienem verfickten beschissenen Grund einfach nicht nach einem lebenden Wesen anfühlte. Jetzt konnte sie nur noch einer Antwort auf ihre bescheuerte Frage haaren. Zurücknehmen ging nicht mehr.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.08.2024 19:14.

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Re: John & Zeynep ~ Walking Death

von Zeynep am 08.08.2024 16:26

Es brauchte einige AUgenblicke bis der Kerl endlich reagierte. Hatte er sie nur nicht gehört? Oder hatte er sie nicht hören wollen? Oder war es etwas anderes. Jedenfalls reagierte er endlich, auf eine Art, die die ganze Situation nur noch seltsamer machte. "Klar, wer denn sosnt?", konterte Zeynep - immerhin war niemand anderes in direkter Nähe, den sie hätte meinen können. Sie machte noch einen Schritt auf ihn zu. Sie war nervös. Scheiße, wie ging man sowas denn an? Ey, ich wollt dich nur kurz fragen warum du dich tot anfühlst. Haha. Klar. Genau.
"Sorry, wenn ich störte, aber... kann ich dich kurz was fragen?" Sie kontne nicht verhindern, dass eine gewisse Anspannung in ihrer Stimme mitschwang. Sie hasste ihr Wesen. Lange Zeit hatte sie sogar professionell geschafft, zu verdrängen, was sie war. Bis natürlich das Gefühl wiedergekommen war und sie am Abend des Tages den Herzinfarkt eines alten Mannes wieder miterlebt hatte. Das hatte die ganze Scheiße dann wieder hervorgeholt gehabt und seitdem struggelte sie wieder damit, es erneut zu verdrängen. Gleich nach der Tatsache, dass sie keine Gebärmutter mehr hatte, war dies das beschisseneste, was sie von ihrem Vater abbekommen hatte.
Sie wartete immer noch, als Anspannung in Peron und mit heftigem Herzklopfen. Der Mann war wirklich muskulös, die Sonne spielte auf seinen roten Haaren, ließen die Augen nahezu noch mehr strahlen - eine fast unwirkliche Augenfarbe, die ihr aber gefiel. Genausio wie die Tattoos... Scheiße, hör auf damit!, schalt sie sich selbst und fokussierte sich wieder auf das Wesentliche: das Gefühl, dass er nicht lebendig war.

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Re: John & Zeynep ~ Walking Death

von Zeynep am 23.07.2024 15:35

Es war später Nachmittag - bis zur Öffnung des Clubs war noch Zeit. Dennoch war Zeynep bereits auf den Beinen und arbeitete. Sie war die Inventurlisten durchgegangen, hatte neuen Alkohol bestellt von jenem, der bald drohte leer zu gehen und packte grade die Dokumente zusammen, mit den Zahlen der Gelddruckerei und dem Umsatz der Drogengeschäfte, welche sie an den Mafia-Boss weitergeben sollte - denjenigen, der ihr es überhaupt erst ermöglicht hatte, diesen Club zu betreiben. Zeynep selbst war kein Teil der Mafia - und dafür war sie dankbar. Aber sie war eine.... Unterstützerin, wenn man so wollte und bedachte, dass die Mafia sie finanziert hatte. Im Gegenzug hatte sie ihren Club nur für die Geschäfte der Mafia zur Verfügung gestellt und sollte ein Auge drauf haben und genau das hatte sie.
Nachdem sie die Dokumente, Zigaretten, Portmonee in ihre schwarze Hadntasche gepackt und sich diese mit der langen silbernen Kette um die Schulter gehangen hatte, nahm sie sich einen Energy und ihren Schlüssel und verließ ihre Wohnung, welche direkt überhalb des Clubs lag. Sie ging hinten rum, durch den Hintereingang, schloss den gesicherten Eingang ab, ebenso wie das Tor des Hinterhofes und trat auf die Straße. Sie öffnete den Energy-Drink, nahm einen großen Schluck aus der Dose und wollte sich grade auf den Weg machen, als sie einen großen rothaarigen und muskulösen Mann vor ihrem Club sah. Seine Augen strahlten bernsteinfarben, doch das war es nicht, was sie an ihm irritierte.
Nein. Er fühlte sich nicht lebendig an.
So etwas hatte sie noch nie erlebt. Einen Augenblick stand sie wie angewurztelt da, Panik stieg in ihr auf - die Panik, jeden Moment dieses ungute Gefühl zu spüren, wenn bald jemand sterben würde.... aber nein. Da kam nichts. Sie biss sich auf die Lippen, schloss die Augen, atmete tief durch - und ging dann kurz entschlossen mit ihren schwarzen Stiefeln, der schwarzen engen Jeans und der schwarzen zu großen Bomberjacke auf ihn zu. "Ey!", begrüßte sie ihn und blieb zwei Meter entfernt von ihm stehen. "Hast du einen Moment?"
Sie kannte sich mit Übernatürlichem nicht aus und es konnte gut sein, dass sie grade einen Fehler machte - aber sie musste es einfach wissen! Ihr linkes Handgelenk, um den sich noch immer ein weißer Verband befand, juckte. Noch ein letztes Überbleibsel ihrer letzten Handgelenksverstauchung. Die hatte sie ständig. Genauso wie Brüche.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.08.2024 16:20.
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