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Re: Whatever it takes [Clint & Steve]
von Clint am 22.07.2021 12:02Clint konnte es noch immer kaum fassen: Natasha war am Leben. Er wusste nicht, wie das möglich gewesen war und hätte Steve ihm nicht versichert, dass es wirklich Natasha war... Dann hätte er das wohl auch nicht geglaubt.
Er hatte Natasha sterben sehen und auch wenn sie wieder da war - es verfolgte ihn noch immer Nacht für Nacht. Genau wie seine Erinnerungen an Budapest, die er wiedererlangt hatte, als Natasha auf Vormir in den Tod gestürzt war.
Seufzend goss Clint sich eine weitere Tasse Kaffee ein, den er gerade neu gekocht hatte. Er hatte die Nacht wieder kaum geschlafen, seit Natasha zurück war hatten sich die Probleme bei ihm zu Hause angehäuft. Natasha hatte keine Schuld daran, so viel stand fest. Nein, es lag an ihm selbst, er hatte gemerkt, dass er eine Lüge gelebt hatte, was Laura betraf. Wenn Loki ihm seine Erinnerungen nicht genommen hätte hätte der Bogenschütze wohl schon längst etwas geändert.
Das Knarren auf der Veranda riss Clint aus seine Gedanken und sofort sah er aus dem Fenster. Als er erkannte, wer so früh bei ihm auftauchte nahm er eine weitere Tasse aus dem Schrank, füllte diese ebenfalls mit Kaffee und ging hinaus. Er machte sich keine Mühe leise zu sein, dafür war er sowieso viel zu müde. Er konnte sich nicht einmal daran erinnern, wann er das letzte Mal wirklich geschlafen hatte.
"Guten Morgen", erwiderte der Agent und drückte dem Captain die Tasse in die Hand. Steve kam öfter vorbei um vor allem nach Natasha zu sehen. Er war ein guter Freund für Natasha, anders als Clint es war, zumindest hatte er dies so empfunden, seit Natasha sich auf Vormir aus seinem Griff befreit hatte. Er hatte es bereut, dass er es nicht geschafft hatte, selbst zu springen. Sie hätte leben müssen, nicht er. Und auch wenn Steve sie im Austausch für den Stein zurückbekommen hatte, wurde der Bogenschütze diesen Gedanken nicht los.
"Ja, alles in Ordnung", log er, so wie jedes Mal, wenn Steve hier war und fragte, wie es lief. Doch vermutlich konnte er diese Lüge nicht mehr lange aufrecht erhalten, Steve war nicht dumm.
"Der Rest der Bande schläft noch", fügte er noch hinzu, "Wie geht es dir?"
Er sah den Captain neugierig an, ehe er die Tür zur Veranda noch einmal öffnete um Lucky herauszulassen, der sofort freudig Steve begrüßte, ehe er wie jeden Morgen die Gegend erkundete.
Clint & Natasha ~ What happened in Budapest? [FSK18] (Zwangscut)
von Clint am 11.07.2021 20:49
Clint & Natasha
What happened in Budapest?
!!! Achtung: Kann Spoiler zum neuen Black Widow Film enthalten (keine Major Spoiler) !!!
Clint Barton hatte schon viele Aufträge für die Geheimorganisation SHIELD erledigt, jeder neue Auftrag anders als die bisherigen. Was er nicht wusste war, dass sein Auftrag in Budapest einer der ganz besonderen Art sein würde. Er wurde in die Hauptstadt von Ungarn geschickt um einer Spur nachzugehen. SHIELD hatte Geheiminformationen über den Roten Raum in Budapest, ein streng geheimes Programm, in dem Frauen zu Attentäterinnen ausgebildet wurden. Und Clint Barton alias Hawkeye hatte die Mission, eine der Attentäterinnen zu finden und auszuschalten: Natasha Romanoff.
Der junge Mann checkte in einem eher kleinen Hotel ein und richtete sich in dem kleinen Zimmer ein, baute seine Ausrüstung auf und ordnete seine Pfeile an, um zu entscheiden wie er vorgehen würde. Für den Anfang musste er unauffällig sein, Hinweise sammeln um eine erste Spur zu bekommen, da konnte er nicht einfach mit seinem Bogen in der Stadt herumspazieren. So entschied er sich vorerst nur für eine Handfeuerwaffe, dem Colt M1911 Kaliber 45, und ein Kampfmesser. Vorsorglich steckte er sich auch Ersatzmagazine in die Jackentasche und setzte sich die Sonnenbrille auf, ehe er das Hotel verließ und sich auf den Straßen von Budapest umhörte. Natürlich fragte er niemanden direkt nach dem Roten Raum und versuchte eher Gesprächsfetzen aufzugreifen. Den halben Tag verbrachte er damit, war jedoch weniger erfolgreich. Bis er herausfinden konnte, wo genau sich das Safehouse der Black Widow befand, die er eliminieren sollte.
Er machte sich, nachdem er noch einmal zurück ins Hotel ging, um seine Ausrüstung samt Bogen und Pfeile zu holen, sofort auf den Weg um dieser Spur nachzugehen. Er beschaffte sich Zugang zum Haus auf der anderen Seite um hier vom Dach aus die Lage zu überprüfen. Mithilfe einer Wärmebildkamera stellte er fest, dass sich nur eine Person in diesem Haus befand. Natasha Romanoff, wie der Bogenschütze vermutete. Auch in der Umgebung des Safehouses konnte er niemanden entdecken, der ihm eine Gefahr sein könnte und so suchte er sich nun einen Weg um sich Zutritt zum Haus beschaffen zu können. Leichten Schrittes lief er über einen Torbogen auf das Dach eines anderen Hauses, von wo aus er auf das des Safehouses sprang. Er rollte sich ab und sah sich um. Hier oben gab es eine Tür, die er mit einem Dietrich schnell knacken konnte, um das Haus zu betreten. Leisen Schrittes lief er die Treppe hinunter, den Bogen im Anschlag, ein Pfeil lag in der Sehne. Sicherlich wusste die Black Widow bereits, dass er hier war und so bereitete er sich auf einen Kampf vor, der sicherlich für einen der beiden tödlich enden würde....
Re: Farm der Familie Barton
von Clint am 11.07.2021 17:41Bei Natashas Kommentar bezüglich des Sandwich musste Clint etwas lachen.
Erneut brach Clint seinen Satz ab und wandte den Blick von Natasha ab und sah aus dem Fenster.
Re: Farm der Familie Barton
von Clint am 16.03.2021 21:02Natasha konnte Clint genau so wenig erklären was geschehen war wie er sich selbst, nachdem sie ihre gefühlt unendlich lange Umarmung wieder gelöst hatten. Doch irgendwie war ihm das auch egal... Er hatte sie wieder. Er hatte seine Natasha wieder. Er senkte den Blick zu Boden - sie war nicht seine Natasha. Nicht so, wie er es sich gewünscht hatte. Das hatte er in den letzten Tagen, in denen er dachte sie nie wieder zu sehen realisiert. Loki hatte mit seinen Gedanken gespielt, sie verändert und somit auch seine Erinnerungen verändert. Seine Erinnerungen an Budapest... Doch in dem Moment, in dem Natasha seine Hand losgelassen hatte und in die Tiefe gestürzt war war alles über ihn hereingeprasselt. Er konnte sich an alles erinnern, alles was in Budapest geschehen war. Und er hasste sich dafür, dass er damals schon die falsche Entscheidung getroffen hatte, wie schwierig musste es für Nat gewesen sein, als sie realisiert hatte, dass Clint sich nicht mehr daran erinnern konnte?
Clint atmete tief ein und kehrte in die Gegenwart zurück, er hob den Blick wieder und versuchte etwas zu lächeln. Natasha erzählte, was geschehen war und kurz dachte Clint, er wäre Natashas zu Hause, schließlich hatte Red Skull sie hier her geschickt.. Aber vielleicht auch nur, weil er kam um sie zurückzuholen.
Als sie fragte ob der Bogenschütze allein war nickte er. "Ja, Laura ist mit den Kindern unterwegs, es ist..."
Er brach ab, er konnte Natashas Frage nicht so einfach beantworten.
"Lass uns reingehen, du musst Hunger haben. Und Durst. Und du solltest aus diesem Anzug raus", meinte er dann, nahm Natashas Hand in seine und ging mit ihr ins Haus. Er besorgte ihr zunächst einige Sachen aus dem Gästezimmer (Natasha hatte dort oft übernachtet wenn sie zu Besuch war und hatte deshalb schon ein paar Kleidungsstücke dort gelassen) und ein Wasser aus der Küche und brachte es ihr.
"Ich mach dir noch schnell ein Sandwich, du musst wirklich was essen, du hast ja..."
Erneut brach Clint ab. Natasha starb vor einigen Tagen und war nun wieder da, er wusste nicht einmal ob sie Hunger haben konnte. Clint verschwand in der Küche, immer noch verwirrt von seinen eigenen Gedanken und vor allem von seinen eigenen Gefühlen. Mit dem Sandwich auf einem kleinen Teller wollte er zurückgehen, jedoch war Natasha gerade dabei sich umzuziehen und so blieb er stehen und wandte sich ab. Es wäre unhöflich, sie dabei anzustarren, doch er konnte sich nicht zurückhalten noch einmal zu ihr zu sehen. Sie war wunderschön, wie schon immer in seinen Augen und nun, wo er sich an jedes Detail aus Budapest erinnern konnte, konnte er den Blick nicht mehr abwenden. Er fragte sich, ob es wirklich so falsch war, Natasha zu lieben, er hatte Kinder, er war verheiratet, doch nur weil er mit Laura Kinder hatte hieß das nicht, dass er mit seiner Frau ein Leben lang glücklich sein könnte.
Und in diesem Moment traf Clint eine Entscheidung, die sein Leben verändern würde, seines und das seiner Familie.
Leise räusperte er sich und wandte den Blick wieder ab, als Natasha sich fertig angezogen hatte und brachte ihr das Sandwich.
"Hier", meinte er und stellte den Teller auf den Tisch.
"Um deine Frage von eben zu beantworten, es... Es ist nicht mehr so wie früher. Es gibt.. Probleme, aber ich versuche einfach, dass die Kinder nichts mitbekommen."
Clint versuchte seine Antwort so kurz wie möglich zu halten, er wollte jetzt nicht darüber reden.
"Aber darum geht es jetzt nicht. Du bist wieder hier und... du hast einiges verpasst. Ein Thanos aus einer anderen Zeitline ist uns nachgereist und hat uns hier in unserer Zeitlinie angegriffen. Tony wäre fast gestorben, hat dabei aber das ganze Universum gerettet. Genau so wie du es gerettet hast."
Re: Farm der Familie Barton
von Clint am 07.02.2021 18:26Es war nun schon einige Tage her, seit Clint versucht hatte Natasha im Austausch gegen den Seelenstein auf Vormir zurückzubekommen. Doch Red Skull hatte ihm nicht geben können, was er wollte. Er hatte den Seelenstein zurückgebracht und war mit leeren Händen zurückgekehrt. Die Enttäuschung auf den Gesichtern der anderen Avengers war nicht gleichzusetzen mit dem, was Clint im Inneren gefühlt hatte. Es hatte ihn auseinandergerissen, wie noch nie etwas zuvor. Einmal abgesehen von dem Verschwinden seiner eigenen Kinder, aber sie hatte er wiederbekommen. Natasha nicht.
Er konnte nicht schlafen. Er wusste nicht einmal, wann er das letzte Mal wirklich geschlafen hatte, jedes Mal, wenn er es versuchte sah er Tasha vor seinem inneren Auge, wie er versuchte, sie festzuhalten und wie sie sich dennoch aus seinem Griff befreit hatte und fiel.
Nacht für Nacht stand er auf, ging mit dem Hund spazieren oder suchte sich eine andere Beschäftigung. Es war nichts mehr wie früher, natürlich war er überglücklich seine Kinder wieder zu haben, doch seit Bruce alle wieder zurückgebracht hatte und der Kampf gegen Thanos vorbei war hatte sich zwischen Clint und Laura viel verändert. Sie hatten viel Streit, vor allem weil Clint sich von Laura nicht verstanden fühlte, sie wusste nicht wie er sich nach Tasha's Tod fühlte und nach allem was er hatte durchmachen müssen, nachdem seine Familie einfach so verschwunden war. Natürlich bemerkten das auch die Kinder, vor allem aber Cooper und Lila, Nate war noch zu jung dafür, um es zumindest zu verstehen. In einer Nacht - in der er mal wieder nicht schlafen konnte - stand plötzlich Lila in der Wohnzimmertür und sah ihn verschlafen an.
"Du kannst schon wieder nicht schlafen, oder?", hatte sie gefragt und hatte sich zu ihm auf die Couch gesetzt und sich an ihn gelehnt. Er hatte ihr nicht geantwortet, er wollte seine Probleme nicht auf die Kinder übertragen, es reichte schon aus, dass sie bemerkten, dass es ihm nicht gut ging.
"Dad? Ist es wegen Tante Nat?", fragte sie dann und er hielt den Atem an. "Streitest du dich deswegen so oft mit Mom?"
Clint hatte Lila erklärt, dass sich nach dem 'Blip' einiges verändert hatte und dass Laura und er nicht immer einer Meinung sein würden, dass sie jedoch immer für ihre Kinder da sein werden. Dass sie gefragt hatte, ob sich ihre Eltern trennen würden hatte ihm einen kleinen Stich versetzt, aber es wäre gelogen, wenn er sagen würde, dass er darüber noch nicht nachgedacht hatte. Natürlich hatte Clint ihr das nicht gesagt, aber er hatte ihr gesagt, dass sie immer das tun würden was für sie und ihre Brüder am besten wäre.
An diesem Tag hatte Laura beschlossen, mit den Kindern einen kleinen Ausflug zu machen – ohne Clint. Es hatte ihn nicht sonderlich gestört, er würde so seine Ruhe haben, doch das was Laura ihm gesagt hatte, bevor sie gegangen war, war der Grund dafür, dass er nun mit einer Axt im Garten stand – vor einem riesigen Stapel Holz. Für ihn war es immer etwas gewesen, was ihn beruhigt hatte. Mit aller Kraft auf Holz einzuhacken war vielleicht nicht für viele eine Beruhigung, aber Tasha hätte ihn verstanden. Er umklammerte die Axt noch etwas fester als wieder Lauras Stimme in seinem Kopf ertönte.
„Ich werde allein mit den Kindern gehen, dann hast du genug Zeit mal über das nachzudenken, was du deinen Kindern mit deinem Verhalten antust. Und mir."
Clint hatte in der letzten Zeit alles für seine Kinder getan und vor allem dafür, dass sie nicht mitbekamen was los war, wo er es selbst nicht einmal wusste. Natürlich, er hatte seine beste Freundin verloren aber dieses Gefühl in ihm... da war mehr, mehr als ihm bewusst war. Mehr als Laura bewusst war, aber vielleicht wusste sie es bereits. Vielleicht wusste sie bereits etwas, was er selbst noch nicht wusste. Und Lila wusste es auch.
„Du hast Tante Nat geliebt, oder?", hatte sie ihn gefragt. „Natürlich", hatte er ehrlich geantwortet, „Sie war meine beste Freundin."
Clint hackte ein weiteres Stück Holz in zwei Teile und legte schließlich die Axt beiseite, um das Holz wie gewohnt zu stapeln. Clint würde den Blick niemals vergessen, den Lila ihm nach seiner Antwort zugeworfen hatte. Dieser wissende Blick, doch gesagt hatte sie nichts.
Clint bückte sich, um die ersten Holzscheite vom Boden aufzuheben als jemand seinen Namen sagte. Die Stimme war ihm so bekannt und doch so... fremd. Eine Stimme, die er viel zu lange nicht mehr gehört hatte und bei der er sich sicher war, sie nie wieder zu hören. Und doch tat er es, aber das war nicht möglich... oder? Innerlich schüttelte er den Kopf, nein, Red Skull hatte es ihm deutlich genug gemacht, es war unmöglich, sie konnte es nicht sein. Langsam drehte er sich um und blickte ihr direkt ins Gesicht. Sie war es, sie stand vor ihm, dennoch... spielte ihm sein Verstand einen Streich? Bildete er sich das nur ein? Langsam glitten die beiden Holzscheite, die er eben aufgehoben hatte, aus seiner Hand und fielen zu Boden.
Sie sah genau so aus wie an dem Tag, an dem er sie verloren hatte... Sie trug noch immer den Quantum Realm Anzug, hatte ihre Haare geflochten und sah... wunderschön aus. Langsam ging er um den Holzstapel herum, bis er direkt vor ihr stand, immer noch unsicher, ob er dem trauen konnte, was er sah.
„Natasha?"
Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, nachdem er Nat eine Hand an die Wange gelegt hatte und ihm klar war, dass sie vor ihm stand. Lebendig. Ohne ein weiteres Wort nahm er Natasha in den Arm. Er hoffte wirklich, dass dies hier kein Traum war, egal wie sehr er sich immer mit Laura gestritten hatte, wenn das die Realität war und gleichzeitig bedeutete, dass er Nat wiederbekommen hatte, dann würde er das akzeptieren. Ohne Natasha hatte er sich leer gefühlt, wenn er seine Kinder nicht gehabt hätte, wer weiß wo er dann stehen würde.
Er stand eine halbe Ewigkeit mit Natasha einfach nur da und hielt sie fest in seinem Arm, aus Angst sie könnte gleich wieder verschwinden. Doch irgendwann musste er sie loslassen und sah sie wieder an.
„Red Skull hat gesagt, ich könnte nicht... Wie ist das möglich?", fragte er sie, er wusste nicht, ob sie eine Antwort darauf haben würde, er wusste ja nicht einmal ob er überhaupt eine brauchen würde. Natasha war wieder da. Und das war es, was er sich die letzten Tage gewünscht hatte, das war es, was er sich gewünscht hatte als Bruce mit den Fingern geschnipst hatte. Und nun stand sie hier, direkt vor ihm und er würde nicht zulassen, dass er sie noch einmal verlieren würde.









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