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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 10.10.2021 20:09Sie nickte. "Ja. Ich weiß.", sagte sie ruhig, aber ehrlich und strich mit ihrem Daumen sanft über seine Hand. Zum Zeichen, dass sie es so meinte und ihn verstand, auch wenn ihre Stimme womöglich etwas anderes ausdrückte (sie konnte das selbst grade absolut nicht einschätzen bei dieser seltsamen Gummimauer oder eben einfach etwas wackligeren Mauer, die sich zurzeit in ihr befand). Sie würde sie auf jeden Fall wieder stärken müssen. Um sich wieder sicherer zu fühlen. Wenigstens ein bisschen.
"Danke", meinte sie ehrlich und ein kleines Lächeln zuckte über ihr Gesicht. Sie wusste es zu schätzen, dass er ihren Versuch sich zu öffnen zu schätzen wusste. Und auch, dass er sie nicht drängte. Sie liebte ihn. Nach wie vor, ja. Aber... sie war eben einfach noch nicht bereit, sich zu öffnen. Noch nicht. Das gersten war viel gewesen. Zu viel auf einmal eigentlich, für ihren Geschmack. Sie musste das jetzt... sie musste das erstmal für sich selbst klären und dann würde sie irgendwann mit ihm darüber redn können. Irgendwann. Aber nicht jetzt. Auch nicht morgen. Einfach noch nicht.
Offenbar hatte auch er sie noch nicht in alles eingeweiht, was in den fünf Jahren geschehen war. Sie machte ihm keinen Vorwurf. Es war schwierig, seit sie wieder da war. Schön, aber schwierig. Und Weil sie beide arbeiteten sahen sie sich auch nocht so oft - und abends war sie meist drunk und tiefgründige Gespräche kamen da meist nicht zustande. zumal sie beide da noch echt vorsichtig waren, wie sie eben ja erst festgestellt hatten.
Sie ließ ihn ausreden, hob dann aber beeindruckt die Augenbrauen. "Marine Coprs?", wiederholte sie und nickte langsam. "Krass. Heftig. Das war... sicher nicht leicht, oder? Die Einsätze." Sie hatte keine Ahnung gehabt. Jetzt fühlte sie sich schuldig. War er dorthin aus Frustration, weil sie abgeblockt hatte, weil er seine Frau praktisch verloren hatte, weil sie die Besuche von ihm im Knast nicht angenommen hatte? Hatte er deswegen weggemusst, war deshalb zum Militär gegangen?
Militär war nochmal eine ganz andere Hausnummer als nur ein Polizist. Das war hart. Echt richtig hart. Sie fühlte sich schwer. Viel zu schwer. "Wie... kommst du mit damit klar?", fragte sie und sah zu ihm. Fürchtete sich fast ein wenig vor der Antwort und trank rasch die letzten Schlucke ihres Irish Coffees aus.

Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)
von Joanna am 10.10.2021 15:30"Noch kennst du mich ja erst ein paar Wochen!", erinnerte sie ihn und streckte ihm leicht die Zunge raus, lachte dann aber. Nein, sie kam sehr gut mit ihm aus und sie freute sich darüber, dass das umgekehrt genauso zu sein schien. Sie konnte es ehrlich gesagt sogar kaum erwarten, noche tliche weitere Abenteuer mit ihm zu erleben, scheiß egal worume sging. Schwimmbad, Freibad, Klettern, Feiern und Party machen, Bungee Jumping, Karaoke und was es sonst nicht alles noch so geben mochte. Wanderungen, ans Meer, whatever. Sie war definitiv zu allem bereits und soweit sie ihn bisher kennengelernt hatte, war er das auch! Es passte einfach!
Abgesehen natürlich von der Tatsache, dass sie die Rebellin und er der Regelkonforme war. Gott, wenn ihre Familie das wüsste, dass sie mit nem Cop abhing! Die würden wahrscheinlich echt noch vom Glauben abfallen.
Interessiert lauschte sie James erklärung, ob er diese ganze Polizisten-Tradition auch in Zukunft würde weitertragen wollen. "Find ich gut von dir", sagte sie ehrlich und nickte. "Zwang ist immer scheiße. Jeder hat seine igenes Leben und jeder sollte selbst herausfinden, was er mit sienem Leben anfangen will." Ihre Ernsthaftigkeit wich wieder einem neckischen Grinsen. "Scheinst ja also doch nicht gänzlich verkorkst zu sein", zwinkerte siei m Witz, während sie den Rest für die Feier weiter vorbereiteten.
Eine Weile später war die Party dann tatsächlich im Gange. Für Musik war gesorgt, dei Würstchen brutzelten fröhlich, es gab allerlei Salate und die Stimmung war großartig - auch wenn abgesehen von Mike und Theresa alle anderne rstmal hatten ingeweiht werden müssen, worum es hierbei überhautp ging. Aber da Jo darüber über alle Maßen glücklich war (wie auch nicht), machten ihr die ganzen Fragen ausnahmsweise sogar nichts aus. Auch ihre Kopfschmerzen waren dank der Tablette verschwunden, sie war leicht angetrunken (nur leicht - bis jetzt) und hatte sich wieder zu james begeben. Sie war hungrig und wartete nur darauf, dass die Würstchen auch mal fertig sein würden.
In diesem Augenblick jedoch wurden sie auchs chonv on ihren neugierigen Freunden bedrängt, die wohl die Frage der Fragen stellten. Neugierig blickte Joanna zu ihm hoch, was er wohl darauf erwidernw ürde, sich dabei selsbt auf die Unterlippe beißend und grinsend. Als er dann zu ihr hinunter sah, grinste sie richtig. "Also ich auch nicht", stimmte sie ihm zu und legte kurzerhand ihre Lippen erneut auf die Seinen. Mike und ein paar andere johlten und als sich Joanna - zugegeben etwas widerwillig - von James löste, lachte sie. "Dann sind wir also wohl jetzt zusammen", stellte sie fest. Hatte sie von ihrer Seite aus zumindest nichts gegen!
Das konnte definitiv lustig werden!

Re: Elva & Joanna ~ The First Case could change Everything.. (2015)
von Joanna am 10.10.2021 13:56Der Besuch ihrer Anwälte war kurz gewesen. Oder lang? Joanna konnte es nicht einschätzen. Seit des Unfalls war ihr Zeitgefühl nicht mehr im Mindesten vorhanden. Es konnte sein dass ihre Anwältin und ihre Auszubildende seit zwei Stunden in diesem Zimmer saßen. Genauso gut könnten es auch nur zehn Minuten sein. Joanna fühlte sich tot. So tot. Wie sie da lag und an die Decke starrte. Aber wenn sie sich so tot fühlte, warum fühlte sie dann noch so viel? Warum tat es so weh? Und sie meinte nicht die physischen Verletzungen - weshalb die schmerzten war schließlich klar. Nein sie meinte ihr Inneres. Wenn sie sich so ausgebrannt und wirklich gestorben fühlte, als wäre sie bei dem Unfall ebenfalls ums Leben gekommen (wie es hätte sein sollen), wie konnte sie diesen ganzen Schmerz, dieses wieder und wieder und wieder Zerbrechen ihres Herzens und das Schneiden an seinen Scherben, die krampfhaft leidvollen Atemzüge, dieses riesige Gebirge an Schuld auf ihren Schultern, dass sie nahezu erdrückte, sie wortwörtlich in jeder Sekunde ertrinken ließ... wie konnte sie das alles denn dann noch fühlen? So sehr, so intensiv, so...
Sie schluckte. Schwer. Ihre Hand zitterte leicht und sie klammerte sich an die nächsten Worte. Die Frage nach Fragen und sofort kam ihr eine. Ihr war klar, dass sie eine Strafe erwarten würde. Sie wusste, was sie getan hatte. Scheiße, ja, sie wusste es. Auch wenn sie sich an den genauen Tathergang während des Unfalls nicht mehr erinnern konnte (wobei die Ärzte meinten, es sei gut möglich, dass die Erinnerungen später wiederkämen). Aber sie erinnerte sich, dass sie zu schnell gefahren war. Sie erinnerte sich, die rote Ampel gesehen... ...und ignoriert zu haben. Sie wusste dass sie Schuld war. Sie allein.
Als ihre Anwältin das Wort an die so süße und liebliche Angestellte weitergab, richtete sich Joannas Blick auf diese. Die Worte von ihr schienen seltsam in Joannas Kopf nachzuhallen. Was? Bitte... was? Obgleich es sich vollkommen surreal und irrational anfühlte - der Gedanke, dass sie wohl aller Wahrscheinlichkeit nach in den Knast kommen würde - hatte sie gleichzeitig das Gefühl, als sei es nicht Strafe genug. Nicht im Mindesten. Sie sollte auf ewig dort verroten. Oder gleich umgebracht werden. Oder...
"Ich komm also in den Knast.", unterbrach Joanna tonlos ihre eigenen kreisenden Gedanken. Sie würde vorbestraft sein. Wie lächerlich das jetzt einfach klang. Es sollte eine lebenslange Strafe sein. Es war ja noch nichtmal, dass sie irgendwelche Fremden überfahren hatte oder sonst was. Sie hatte ihre Familie umgebracht. Ihre kleine Schwester... sie.. "Danke für die Ehrlichkeit. Und... dass ihr mich vertretet.", sagte Joanna und unterbrach damit erneut ihre eigenen Gedankenstränge. Gerne hätte sie sich noch ein wenig mit Elva unterhalten. Um sich abzulenken. Um reden zu können, irgendwas. um diese Gedanken durchschneiden zu können, wenigstens für einen kurzen Moment, um es hinauszögern zu können, hinauszögern, um... um...
"Sie werden mich kontaktieren, wenn es irgendwas Neues gibt oder... keine Ahnung. Iwas?", fragte Joanna. Es fühlte sich noch immer surreal an. Sie hatte schon viel Scheiße in ihrem Leben gebaut. Kleinere Einbrüche (ohne etwas zu stehlen, nur mal unerlaubt auf nem Dach tanzen oder sowas), illegal Gras rauchen, besoffen fahren (okay, da war sie noch jung gewesen und nicht ihr Auto - aber selbst da war ironischerweise nix passiert)... aber sie hätte nie gedacht, mal in den Knast zu müssen. Was würde ihr Mann dazu sagen? Was, wenn er gezwungen sein würde, sie festzunehmen (was natürlich eigentlich niemals passieren konnte, doch ihr Kopf arbeitete zurzeit zu irratonial, um sich dessen bewusst zu sein). Sie sah es schon vor sich. Wie James ihr die Handschellen anlegte. Mit einem tief enttäuschen Blick. Irgendetwas in ihr brach erneut.
Wäre sie doch nur gestorben...
Wäre sie doch nur gestorben...

Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)
von Joanna am 09.10.2021 10:54"Echt? Uff, dann seid ihr ja mal echt ne richtige Cop-Familie. Krass. Sicher, dass du dann überhaupt mit mir Rebellin klarkommst?", fragte sie neckend und streckte ihme twas dei Zunge raus. "Spaß", sagte sie rasch dahitner und antwortete jetzt ernster auf seine Worte - weil es sie auch wirklich interessierte. "Find ich zwar einerseits cool dass da alle so zusammenhalten bei euch, aber auch Scheiße dass das echt son Zwang zu sein scheint. Hast dun vor wenn du mal Kinder kriegst dieses Cop-Sein an die weiterzugeben?" Das interessierte sie echt. Wollte er mit der Tradition fortfahren oder sie doch lieber brechen?
Nach langer Wartezeit kamen dann in kürzester Zeit sämtliche Leute zu ihnen, um mit ihr ihren neuen Job zu feiern und plötzlich waren neben dem Haufen Leute auch ein Haufen zu Essen da und der Duft vona ngezünderter Grillkohle erfüllte die Luft. Joannas Magen knurrte laut und rasch stibitzte sie sich einfach mit den Fingern was aus dieser oder jener Schüssel an Salaten, um es sich hungrig und auffällig heimlich in den Mund zu befördern.
Auch Jo hatte natürlich sämtliche von James Kumpels strahlend begrüßt. Als James laut rief sprang Mike nahezu auf. "Ja, hier!", rief er und stellte schon die Musikbox auf den Rand des Tisches und begann diese aufzudrehn. Sogleich schallte die Musik durch den Park und automatisch, wie durch unsichtbare Fäden gezogen, begann sich Jo rhythmisch zur Musik zu bewegen. Fuck, sie liebte Musik einfach. Und sie kannte auch das Lied, sang mit, während sie sich so halb tanzend durch die Leute zum Grill drängte, zusah wie es da mit den Würstchen und dem Fleisch voranging, als sie James erblickte, der sich grade mit ein paar seiner Freunde unterhielt. Grinsend tanzte sie sich von hinten an, schlang dann kurzerhand seine Arme um ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Mike sah es ebenfalls und tauchte plötzlich neben James Freunden mit auf. Er reichte Joanna ein frisches geöffnetes Bier. Stimmt - sie hatte ihres schon leer gehabt. "Also-", rief er aus und grinste breit. Theresa erschien - selbstverständlich - direkt hinter ihm. Wie immer folgte sie ihm auf Schritt und Tritt in der Hoffnung, seine Aufmerksamkeit zu erlangen. "-seid ihr jetzt zusammen oder was ist los?" Joanna spürte auch die Blicke von James Leuten auf sich ruhen, nahm einen großen Schluck Bier und blickte dann neugierig zu James hoch, gespannt darauf, was er wohl darauf erwidern würde.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 09.10.2021 10:38Langsam nickte Joanna. Es machte Sinn was er sagte. Und sie war ihm auch dankbar dafür. Ehrlich dankbar. Es fiel ihr schwer, sich zu öffnen. Sehr schwer. Erst recht, anchdem ihre ursprüngliche kleine Mauer durch den Knast noch vervielfacht und doppelt, dreifach und vierfach verdickt worden war. Aber dennoch hatte er es (gemeinsam mit Leyna, das konnte Jo nicht abstreiten) es irgendwie gescahfft, die Mauer für einen Abend zu Fall zu bringen. Das hatte sie nicht gewollt, aber es war geschehen und nichts zeigte wohl mehr, wie viel James ihr doch noch bedeutete, als dass er zu ihr durchgedrungen war irgendwie. Sie griff nach seiner Hand. Ihre Finger waren kalt, seine aber angenehm warm. "Danke.", sagte sie ehrlich. Hielt inne, dachte kurz nach und öffnete zögernd, aber dennoch sicher in ihren Worten, ihre Lippen. "Ich werd mich bemühen, mich öfters zu öffnen. Ich kann nicht versprechen, dass das klappen wird, aber ich verspreche, dass ich es versuchen werd." Wie sie es schon gesagt hatte. Sie wollte ihn nicht verlieren, wollte irgendwie darum kämpfen. Auch wenn in ihrem Körper Gefühle so wie auch Kraft abgestellt zu sein schienen. Zum größten Teil. Das waren die Depressionen, hatte Leyna ihr erzählt. Jo hasste sie. Wahrscheinlich auch einer der Gründe, weshalb sie so viel trank - dann fühlte sie wiederetwa. Dann fühlte sie sich soagar fast wie früher, wenn sie dank des Alks wirklich nur noch im Rauch des Hiers und Jetzt lebte. Sie liebte das Gefühl.
Parallel zum Frühstück sprach Joanna ihn auf seine Uniform an. Bei seiner Frage zog sie dann leicht die Augenbrauen zusammen. "Du warst in Afghanhistan?" Sanft legte sie ihm nun - nur für einen Moment, die Hand auf die Schulter. "Tut mir aber leid für ihn. Und dich natürlich, echt." Das würde sicher traurig werden. Sie dachte an die Beerdigung ihrer Familie, spürte automatisch, wie der Schutzmechanismus in ihr griff, die Mauer der Depression verstärkt wurde, und sie nahm einen großen Schluck des Irish Coffees. Am liebsten wollte sie sich wieder hinlegen, obwohl sie es doch eben erst nach Ewigkeiten geschafft hatte, wirklich aufzustehn. Fuck everything.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 06.10.2021 19:18Erst als Joanna aus der Küche zurückkam - mit ihrem üblichen Irish Coffee in der Hand - bemerkte sie die Uniform, die James trug. Doch... darauf würde sie gleich zu sprechen kommen. Erst lag ihr etwas anderes auf der Seele. Etwas schweres.
James kam ihr zuvor. Ein schwaches kurzes Lächeln zuckte über ihre Lippen. Ihre Stimme war nicht mehr ganz so monoton wie zuvor, aber auch lange nicht mehr so gefühlsüberladen wie am vorigen Tag. Sie hatte sich ihm geöffnet. Ihm einen kleinen Einblick darin gegeben, wie es ihr innerlich wirklich ging. Und es tat ihr leid, ihn damit belastet zu haben. Sie fragte sich... ob ihr Schutz, ihre Mauer nicht doch besser gewesen wäre. Nicht nur um sich selbst zus chützen, sonderna uch ihn. Aber... das konnte sie so genau noch nicht sagen. Ihre Mauer stand zwar wieder, aber lange nicht so stabil wie zuvor. Eher etwas wackelig. Sie hoffte, er verzieh ihr. Für ihren Ausbruch.
"Ein wenig.", antwortete sie zunächst jedoch auf seine Frage nach den Schultern und zuckte mit den Schultern. "Wie immer, eigentlich." Etwa drei Stunden durchschlafen, dann von einem der üblichen Alpträume geweckt werden bzw. von den Erinnerungen, und der Rest der Nacht bestand aus einem hin und her wälzen, kurzfristigen Eindösen, nur um ne halbe oder ganze Stunde später erneut aus dem Schlaf zu schrecken. Es war nervig. Wirklich. Einfach nur... beschissen. "Und du?", stellte sie die Gegenfrage zu seinem Schlaf.
Dann kam sie uz dem, was sie iegentlichl oswerden wollte: ihre Entschuldigung. Es war zwar knapp, aber er nahm sie an. Joanna brachte ihre Lippen zu einem kleinen Lächeln. Allmählich wurde sie besser darin. "Danke. Ich... wollte dich nicht so überfordern", erklärte sie noch ein wenig den Grund für ihre Entschuldigung, und begann sich ein Brot für das Frühstück zu schmieren. Anschließend nickte sie zu seiner Uniform. "Schick. Wofür ist die?", fragte sie interessiert, und richtete ihren Blick in den seinen. Sie gab sich Mühe. Wirklich. Sie... sehnte sich nach der Nähe zu ihm. Das konnte sie nach dem gestrigen Tag wohl wirklich nicht verleugnen, oder?

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 04.10.2021 10:02"Ja... bestimmt", sagte Joanna leise und sanft auf seine beruhigenden Worte, dass es besser werden würde. mit ihr. Mit ihrer Angst. Noch... konnte sie daran nicht glauben, wirklich nicht. Aber das war okay und sie wollte ihn nicht vor den Kopf stoßen. Das hatte sie eute wohl ohnehin genug getan. Und so zog sie sich schließlich sanft und im Guten von ihm zurück und betrat das Gästezimmer. Einen Augenblick lang stand sie einfach nur da, die Tür geschlossen, ehe sie sich dann unten aus ihrem Kleiderschrank ne Flasche Schnaps holte, mit dieser aufs Bett fallen ließ und einfach versuchte, nicht in ihren verhassten Gefühlen zu ertrinken...
Die Nacht war wie immer ein einziges Herumwälzen gewesen. Wenn sie es mal schaffte irgendwann einzuschlafen, wachte sie nur kurze Zeit später wegen einem der üblichen Alpträume oder einfach der Erinnerungen von dem Unfall wieder auf. Sie hasste es. Sie hasste es so sehr. Ab fünf Uhr morgens hing sie das mit dem Schlaf also wieder an den Nagel, scrollte gelangweilt am Handy durchs Internet und nahm hin und wieder ein oder zwei Schlucke von dem Eierlikör der neben ihrem Bett stand (den hatte sie sich gestern geholt nachdem der Schnaps leer gewesen war).
Schließlich zeigte ihr die Uhr, dass es Zeit wurde aufzustehen. Es brauchte noch ne halbe Stunde, bis sie ihren Körper dazu überredet hatte, sich tatsächlich aufzusetzen. Mit einer Hand fuhr sie sich durch ihre wirren blonden Haare, ignorierte das tiefe fallende Gefühl der Tiefe in ihr und erhob sich endlich. Ihre Mauer stand wieder. Wackelig wieder, aber sie stand und dafür war sie dankbar. Am liebsten wollte sie nicht mehr über den vergangenen Tag nachdenken, obwohl sie die Nacht gefühlt nix anderes getan hatte als es wieder und wieder und wieder durchzugehen.
Mit einem Seufzen ging sie zu dem Tisch mit dem Buch, in welches sie laut Leyna positive Dinge und Gedanken aufschreiben sollte, und was ihr an diesem Morgen gefiel (sie sog sich irgendwas aus den Fingern, wie das Zwitschern der Vögel und die draußen recht rasch dahingleitenden Wolken), schmiss den Stift hin, zog sich an (lockeres weites ärmelloses dunkelgraues Shirt mit Aufdruck einer roten Gitarre, darüber ne hellblaue Jeansjacke und ihre schwarze enganliegende Hose) und beförderte die leere Schnapsflasche vom vergangenen Abend mit einem Fußkick unters Bett um sie zu verstecken. Erst dann verließ sie endlich das Gästezimmer. Sofort begrüßte der angenehme Kaffeegeruch sie - und James, der bereits am Esstisch saß.
"Morgen", begrüßte ihn, überlegte kurz ihre Hand auf seine Schulter zu legen, entschied sich dagegen und ging in die Küche. Sie hatte ihn gestern schon echt genug bedrängt. Sie goss sich den Kaffee ein, tat sich einen Schuss von dem Whiskey dazu, rührte um und kehrte damit an den Esstisch zurück, wo sie sich an ihrem üblichen Platz am Kopfende niederließ und gleich einen Schluck nahm. Sie sah in ihr schwarzes Getränk, erst dann blicke sie auf. "Hey.. sorry wegen gestern. Es war..." Wieder seufzte sie und schüttelte den Kopf. "Keine Ahnung was mit mir war." Sie griff nach einer Scheibe Brot und der Wurst..

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 03.10.2021 12:14Eing anz schwaches Lächeln zuckte über Joannas Lippen. "Ja. Ich weiß.", sagte sie leise. Sie wusste, was er gemeint hatte. Dass sie seine Familie geworden war, selbst wenn ihnen Kinder nie vergönnt gewesen waren. Zunächst weil sie es nicht versuchten, später funktionierte es nicht bis zu dem einen Mal, wo sie das Kind dann verloren. Dass er sie trotzdem, nach allem was geschehen war, noch immer als seine Familie sah... das war mehra ls sie erwartet hätte, wirklic. Und das Gefühl in ihr blieb trotzdem. Er hätte noch immer seine Eltern und seinen Bruder gehabt,w enn sie weg wär. Natürlich war es nicht das Gleiche, aber er wäre nicht allein gweesen. Er hätte Rückhalt gehabt. Leute die sich um ihn sorgen, die für ihn da sind. Sie...
Fuck. Sie sollte echt aufhören darüber nachzudenken. Echt. Auch wenn das viel lecihter gesagt als getan war. Denn diese Gewissehit und diese Gedanken waren immer da. Immer in den dunkelsten Stunden. Nur der Alk konnte sie zeitweise vertreiben.
Einer der hundert Gründe, warum sie so oft zur Flasche griff.
Die Umarmung tat unendlich gut. Sie war schön, intim. Und der Kuss... halb hatte Joanna schon erwartet. dass er zurücktreten würde. Dass er ihr sagen würde, dass das noch zu schnell ging. Dass er noch nicht wieder soweit war. Und das wäre okay gewesen. Sie wusste, dass sie nichts anderes verdient hatte. Doch zu ihrer Überraschung erwiderte er den Kuss. Er zog sich in die Länge und es fühlte sich einfach an wie...
...wie Zuhause.
Den Kopf sanft an seiner Schulter lehnend hörte sie seine Frage, sein Geschmack noch auf ihren Lippen. Sie dachte nach. Sollte sie die Wahrheit sagen. Oder lügen? Sonst wählte sie immer die Lüge. Es war einfach einfacher. Für alle. Für die anderen und für sie selbst. Aber Leyna hatte sie heute versprochen mit James zu reden, ihm zu sagen was sie fühlte, was ihre Angst war und das hatte sie gtan. Und gänzlich schien das Gespräch noch nicht vorbei zu sein. Sie seufzte leicht. "Ja.", sagte sie und löste sich leicht von ihm, um ihm in die Augen sehen zu können. "Die wird immer da sein, die Angst. Die geht nicht so einfach. Aber das ist schon okay." Sie versuchte sich an einem Lächeln und es funktionierte sogar halbwegs. "Danke fürs Zuhörn und alles. Wirklich." Sie gab ihm nochmal einen kurzen Kuss auf die Lippen, ehe sie ihn dann losließ.
Jetzt würde sie aber in ihr Zimmer gehen. Sie wollte was Musik hörn, was trinken und einfach alle Gedanken ausschalten, die grade viel, viel, viel zu laut in ihrem Kopf herumgeistern. Sie einfach zum Schweigen bringen, die Ruhe genießen und dann hoffentlich ein wenig schlafen.
Wieder einmal war sie nämlich, viel viel zu müde.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 01.10.2021 10:51Joanna nickte leicht, in Gedanken versunken. Ja. Da hatte er Recht. Sie war schon immer eine Kämpferin gewesen. Und auch jetzt kämpfte sie. Anders als damals in dem Wunsch ihrem Traum nachzujagen, ihrem Traum den Wunsch zu erfüllen, eine Karriere mit der Musik zu haben. Irgendeine. Heute war es mehr ein Kampf durch den Tag. Eben nicht aufzugeben. Natürlich waren ihr Suizidgedanken gekommen. Vor allem nach dem Unfall. Als es mit James schwer wurde und die Anhörung und allem. Im Knast war es nich viel besser. Aber sie hatte diesen Gedanken nie nachgegeben. Wenn sie darüber nachdachte... der Gedanke sich selbst das Leben zu nehmen war wohl die ultimative Form des Aufgebens. Aber sie war niemand der aufgab. War sie noch nie gewesen. Sie hatte schon immer bis zum Schluss gekämpft Und das würde sie auch mit ihrem gesamten verdammten Leben machen. Darin zumindest war sie entschlossen.
Und sie war froh, dass James das wusste.
Abgesehen vom langsamen nicken und einem gehauchten. "Ja... das mein ich...", sagte sie also nichts weiter zu. Sie wussten, was sie einander hatten.
Deine Familie würde noch leben... meine aber nicht. Ein tiefer Stich in ihren Herzen als hätte grade jemand entschieden, ihr einen angespitzten Pfahl durch die Brust zu rammen. Das Atmen fiel ihr plötzlich schwer - noch schwerer als zuvor. "Unsinn...", sagte sie leise und hob dennoch eine leicht zitternde Hand, um ihm diese sanft an die Wande zu lesen. "Du hättest doch noch deine Eltern. Deinen Bruder..." Sie wusste, dass das nicht mehr Punkte und sie hatte verstanden, was er hatte sagen wollen. Und sie war dankbar dafür. Wirklich dankbar.
Und das zeigte sie ihm auch, indem sie sich gegen das Gästezimmer entschied, ihn sanft umarmte und ihm versprach zu bleiben. Zu bleiben und dass sie keinen Suizid begehen wollte. Bei seinen einfühlsamen, wunderbaren liebevollen Worten lächelte sie schwach. "Und ich liebe dich, James. Daran hat sich nie was geändert.", flüsterte sie leise. Ihre eine Hand war in seinen Nacken gewandert, sie löste sich etwas, lehnte ihre Stirn gegen die Seine. Und dann einen Moment später, küsste sie ihn auf die Lippen. Sie wollte ihn zu nichts zwingen. Sie wollte ihn nicht überfordern oder irgendetwas übersetürzen. Aber gerade fühlte es sich einfach...
...einfach richtig an..

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 29.09.2021 10:52die Konversation, während James auf sie einsprach, spielte sich in ihrem Kopf wie ein Dialog ab. Ein makaberer innerer Dialog, nach außen hin nur sichtbar dadurch, dass neuerliche Tränen über ihre Wangen liefen, während sie gleichzeitig lächelte. Jo, du bist kein Monster. Doch. Du killst keine Leute einfach so. Was war es denn dann gewesen? Es war ein Unfall. Ihre Lippen zuckten zu einem stärkeren Lippen und größere Tränen entstanden. Darauf konnte sie nichts erwidern. Man tut Sachen ohne das man wirklich denkt, dass irgendwas passieren könnte. Fuck ja. JA, das tat man! Aber warum? Wa-rum?! Warum war sie so dumm gewesen, warum hatte sie nicht auch nur eine Sekunde nachgedacht bevor sie gefahren war??! Das Leben ist eben nicht immer fair. Fuck, wie recht er hatte. Aber du hast noch eine Chance bekommen. Was für eine? Was war die überhaupt wert? Was war diese Chance wert, wenn dafür Lis tot war, wenn dafür fünf unschuldige Menschen krepiert waren und nur SIE die Verursacherin überlebt hatte. Was für eine verfickte Chance sollte das denn sein?? Vielleicht hätte es dich wohlt reffen sollen, aber das tat es nicht und weißt du was? Darüber bin ich sehr froh.
Schon wieder kamen neue Tränen. Sie spürte praktisch den Druck, James grade ansehen zu müssen, doch sie konnte es nicht. War zu schwach dafür, wandte den Blick ab. Sie hatte es vergessen, wie lieb er war, hatte ihn so lange vor sich gestoßen nach all dem Streit den sie nach dem Unfall gehabt hatten, all dem Z wist und den Spannungen. Und jetzt war er hier und... erstand einfach...
Was war in den fünf Jahren geschehen? Warum war sie so dumm gewesen? Wieder einmal? Warum konnte sie in ihrem Leben scheinmar ALLES nur kaputt machen? Ihre Familie, ihr Kind, ihre Ehe...
Sie konnte nichts sagen zu seinen so lieben Worten und doch waren sie tatsächlich wie Balsam für ihre Seele, die gerade zum ersten Mal seit ewigkeiten offen lag. Sie war unfair zu ihm gewesen mit ihren Anschuldigungen. Das wusste sie. Und sie wusste auch, dass sie nicht mehr wie früher war, aber fuck, wie sollte sie das noch sein? Wie sollte sie noch begeisterungsfähig und fröhlich in der Weltgeschichte herumspringen, wenn sie doch ihre Familie umbgebracht hatte? Ihre kleine Schwester, mit der sie ein so enges Verhältnis gehabt hatte??
Aus irgendeinem Grund erwischte seine Sorge sie unvorbereitet. Unsicher blickte sie zu ihm. Wischte sich zum wiederholten Mal die Tränen von den Wangen in dem Versuch, ihre Fassung wiederzuerlangen. "Ich weiß, man sieht es vielleicht nicht so... aber ich habe nicht aufgegeben." Irgendwie fand ein gequältes Lächeln den Weg auf ihre Lippen. "Ansonsten wäre ich nicht hier." sie hätte schon lange tot sein können. Am einfachsten im Knast, aber auch später. Allein kein Problem. Aber sie lebte trotzdem weiter. Von Tag zu Tag zu Tag. Der Alk half dabei, mochte man von denken was man wollte. Sie hatte sogar auf James Nachricht geantwortet, mit ihm geschrieben, sich mit ihm getroffen. War hergekommen weil sie eine Scheidung... fuck. Das hatten sie doch schon. Weil sie ihn nieinfach nicht auch noch hatte verlieren können. Sie hatte sich eine verfickte Therapeutin gesucht, dank der sie hier grade stand und dieses Gespräch mit James führte.
Das alles hätte sie nicht getan, wenn sie aufgegeben hätte. Auch wenn jeder verfickte Atemzug schmerzte und die Schuld Tag und Nacht wie ganze Gebirgsketten auf ihrem Verstand lasteten.
Sie war im Begriff in ihr Zimmer zu verschwinden, sich zusammenzukugeln, sich zu betrinken und irgendwie zu versuchen ihren Schutz wieder aufzubauen. Doch dann spürte sie James Griff um ihr Handgelenk und sie drehte sich wieder zu ihm um. Sah ihm aus ihren verquollenen Augen in die Seinen. Die sie so liebte. Glaubst du, das würde was bringen? "Meine Familie würde noch leben.", antwortete sie wie aus der Pistole geschossen. Ihre Schwester hätte heiraten können, das Dorf sich nicht missmutig das Maul zerrissen, wie schrecklich sie war und fünf 'gute' Dorfbewohner behalten und nur die ohnehin unbeliebte Rebellin verloren. Es wäre für alle besser...
Du sagst du willst mich nicht verletzen, aber so tust du mir weh. Aber das macht mir nichts, weil ich dich hier hab. Und ich will dich weiterhin hier haben. Und da war er. Und sie verstand ihn. Und für einen Moment tat Jo alles was sie gesagt hatte, einfach nur leid. Unendlich leid. Sie ließ die Klinke des Gästezimmers los, umstattdessen ihre Arme um seinen Hals zu schlingen. "Und ich will hier bleiben", flüsterte sie, ihren Kopf auf seiner Schulter gebettet, mühsam ruhig (alerding snoch immer oft mit Zittern versetzt) atmend. "Ich werd nicht gehen. Und ich hab nicht vor zu sterben, okay?" Zumindest nicht selbstverursacht. Ganz sanft löste sie sich um ihm einen ebenso sanften Kuss auf die Wange zu geben, ehe sie ihn zurück in die Umarmung zog.
Er konnte sich nicht ansatzweise vorstellen, wie wichtig er ihr war.









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