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Joanna

46, Weiblich

FSK 18 Mensch neutral bisexuell biromantisch Geübter erfunden

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 23.10.2021 16:09

Sie erwiderte die Umarmung. Froh, dass er eine Möglichkeit fand diese seltsame Distanziertheit die doch noch so oft zwischen ihnen spürbar war, zu überbrücken. Nicht, dass sie sich über die unsichtbare Barriere wunderte. Immerhin war sie diejenige gewesen, welche sie mehr oder weniger erschaffen hatte. Oder zumindest aufgebaut hatte, nachdem sie gemeinsam die Grundsteine gelegt hatten... damals...
Sie verjagte es aus ihren Gedanken. Sie wollte sich aufs hier und Jetzt und den Abend mit James konzentrieren. So etwas hatten sie lange nicht mehr gemacht. Sie nickte als James ihr sehr kurz und bündig von der Beerdigung erzählte. Sie nickte. "Das freut mich. Dass du dich verabschieden konntest. Er hält jetzt bestimmt da oben die Stellung." Sie blickte kurz gen Himmel und ein schwaches Lächeln zuckte kurz über ihre Lippen. An für sich war sie nie ein sonderlich gläubiger Mensch gewesen. Die Toten waren tot - niemand wusste das besser als sie. Aber es schadete nicht, manchmal in Metaphern zu sprechen. Letzlich bedeutete es ja nur, dass James Freund ein guter Mensch gewesen war... so wie ihre Familie auch..
Sie nickte, als er fragte, ob sie los wollten. "Klar. Gerne." Sie gingen schweigend. Aber nach der Hälfte der Strecke fasste sich Joanna ein Herz und griff vorsichtig nach seiner Hand. Wenn er wollte, könnte er sie wegziehen. Sie würde ihm keinen Vorwurf machen.
Kurz danach waren sie auch schon auf einem Flohmarkt angekommen - und im Hintergrnd konnte sie sogar einen kleinen Rummel erkennen. Rasch schüttelte sie den Kopf bei James Nachfrage. "Nein, alles gut. Ich finds ne gute Idee." Sie bemühte sich motiviert zu klingen und wusste zugleich, dass sie dabei wahrscheinlich glorreich versagte. Aber immerhin schaffte sie ein leichtes Lächeln (darin wurde sie allmählich besser!) und begann mit ihm über den Flohmarkt zu streifen. "Vielleicht finden wir ja ein schöne Kleinigkeit für dich. Oder uns." Joanna hatte Flohmärkte schon immer gemocht. Vor allem die ganzen unbekannten CDs und Schallplatten aus längst vergangenen Zeiten die kaum einer kannte. Es war einer der wenigen Dinge gewesen, wo Joanna selbst in ihrer Jugend immer euphorisch mit ihrer Familie mitgegangen war. Flohmärkte verbargen immer ihre Schätze.

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 23.10.2021 15:20

Joanna nickte beeindruckt. "Vom möglichen Cop zum Automobilhändler. Ist ja auch mal ein Weg." Sie grinste leicht. "Aber was sag ich da schon. Bin ja selbst nicht besser!" Sie konnte gar nicht zählen wie viele Neben- & Teilzeitjobs sie gehabt hatte, während sie sich so verzweifelt darum bemühte, einen Fuß endlich in die Musikwelt zu bekommen. Aber hey! Jetzt war sie endlich angekommen! Und sie hoffte wirklich sehr für James Freund, dass dieser es beim Automobilhandel auch war.
"Ganz genau!", lachte Joanna, stupste ihn leicht an zum Zeichen, dass sie es so natürlich nicht meinte und beobachtete, wie ihr neuer Freund wegging um die leere Bierflasche gegen eine volle zu tauschen. Kurz musste Joanna an Lis denken und wie die ausflippen würde, wenn Joanna ihr heute Abend beim Telefonat berichten würde, was es alles neues gab. Obwohl... wahrscheinlich würde sie wohl doch eher morgen mit ihrer Schwester telefonieren, wenn sie sich mal so ansah, ws für eine gute Stimmung hier herrschte und wie schnell der Alkohol floss..
"Glaub mir. Ich genieß es!", lächelte Joanna glücklich. Denn das war sie. Ja, heute war sie einfach nur von den Zehen bis zu den Haarspitzen glücklich. "Du bist unmöglich!", lachte sie dann noch, als James ihr einfach ihren eigenen Plan abgenommen hatte und gerade die Grillteller für sie beide vorbereitete. Oder zumindest den Beilagenteller, denn in der Fleischschlange stand Joanna ja noch an.
"Nein passt. Dankeschön", lachte Joanna ehrlich und nahm ihren Teller entgegen. Bald waren sie dann auch endlich am Grill angelangt und sogleich schnappte sich Joanna eine Wurst, ein Spieß, Rippchen und legte sich auf den Salat noch einen Steak und ein Bauchspeck - weil sie sonst dafür keinen Platz mehr gehabt hatte. "Vielleicht wären zwei Teller doch praktischer gewesen.", grinste sie James an, ehe sie ihm jetzt Platz machte. "Ich setz mich schonmal hin und halt dir einen Platz frei!"
So ging sie vor, setzte sich und nahm zur Stärkung erstmal einen großen Schluck Bier. Ehe sie sowohl sich, als auch James noch einen leeren Teller hinstellte - das wäre dann vielleicht doch einfacher zu essen.
Sie wartete, bis er da war. "Guten Appetit", lächelte sie und begann dann sofort damit, endlich ihren enormen Hunger zu stillen.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.10.2021 11:05.

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Re: Steve & Joanna ~ What Did You Saw?

von Joanna am 23.10.2021 15:04

Schweigend lauschte Joanna der Diskussion zwischen den beiden Männern, ob man ihr nun einen Laptop für die Arbeit zur Verfügung stellen würde und wie dieser wohl am besten geschützt werden könnte. Joanna kannte keinen der beiden wirklich gut - nur das, was man eben so am Rande von den Medien mitbekommen hatte (was im Knast nochmal bedeutend weniger war), aber von außen schien es, als hätte Tony Stark da definitiv mehr Erfahrung als ihr hoffentlich Zeitbegrenzter Bodyguard. Zumal er gerade eh bei ihr Pluspunkte sammelte, indem er ihr all diese Freiheiten ermöglichen wollte, gegen die Steve eigentlich war. Nein... Tony Stark schien - wenn auch sehr von sich eingenommen - doch schwer in Ordnung zu sein.
Bei seinem Vorschlag, dass sie ihm einfach die Programme aufschreiben könnte, welche sie brauchte und welche er dann auf einem Blanko-Laptop herunterladen würde, nickte sie. "Kein Problem, das krieg ich hin." Wenn nicht das, was sonst? Noch bevor sie nach den Mails fragen konnte (was wirklich nicht ganz unwichtig war in ihrem Job) wurde ihr auch schon diese Frage beantwortet und sie nickte. Sie war zufrieden, mehr wollte sie doch gar nicht. "Perfekt. Danke.", fügte sie also hinzu. Und auch wenn man es aus ihrer emotionslosen Stimme vielleicht nicht so direkt heraushören könnte, meinte sie die Worte doch ernst. Wirklich.
Dann verabschiedete sich Steve auch schon, um mit einem 1A-Stereotyp-Geheimagenten (oder was auch immer) zu quatschen, der ausgesprochen ernst aussah. Und mit einem ähnlich ernsten (wenn nicht sogar noch schlimmerem) Gesichtsausdruck kam Steven schließlich zu ihnen beiden zurück. Das sah wirklich überhaupt nicht vielversprechend aus. Was würde jetzt kommen...?
Und dann ließ Steve die Bombe auch schon platzen. Und Joanna hasste alles. Sie hasste in diesem Moment wirklich alles und jeden. Sie wollte sich gar nicht vorstellen, wie ihr Haus und ihre Sachen gerade wohl aussehen mochten...
Sie nickte nur verbittert als Steve ihre Nachfragen beantwortete. "Ein Safe-House? Ernsthaft?", fragte sie. Eine Spur genervt. Was kam denn jetzt noch alles? Alter fuck. Nicht dass ihr Leben jetzt sonderlich witzig war, aber wenigstens hatte sie in ihrem Haus ihre Freiheit und konnte tun und machen - und trinken - was und wie viel sie wollte. Das letzte was sie wollte war wieder irgendwo eingesperrt zu werden. Es war was anderes als Knast, klar. Aber trotzdem gefangen. Und sie fucking hasste es.
Wenigstens schien ihre Wohnung halbwegs verschont geblieben zu sein. Sie nickte, als Steve anmerkte, dass ihre meisten Sachen schon wieder an Ort und Stelle stehen würden. "Danke." Auch das meinte sie ernsthaft. Ersparte ihr bestimmt so einiges an Nerven, sobald sie wieder zurück war.
Und dann... dann kamen die Briefe. Etwas, was Joanna tief tief tief innerlich fallen ließ. Sie konnte nicht mehr. Sie wollte nicht darüber reden. Sie wollte nicht, das irgendjemand davon wusste. Es ging verdammt nochmal nur sie etwas an. Niemand anderen. Ihre Wohnung hätte gar nicht erst durchsucht werden sollen!! Warum hätte sie irgendwelche Andeutungen machen sollen?! Es war ihr Leben, ihr Scheiß! Aber Steve schien das anders zu sehen. Mit verbissenen Kiefern starrte sie auf einen Punkt, den nur sie sehen konnte, während Steves Worte wie Nadelspitzen in sie eindrangen. Erst bei seiner ganz direkten Frage ("Hast du mit jemandem darüber gesprochen?") öffnete sie den Mund. Und als sie sprach, sprach sie ganz leise. Und für einen Moment lang konnte man erahnen, wie verletzt sie wirklich war, wie sehr in Scherben ihre Seele wirklich lag. "Nein. Hab ich nicht. ...Nie." Wieso auch? Es war doch verfickt nochmal egal...
Wenigstens Tony hatte keine Ahnung von den Briefen. Was in ihnen stand. Und sie war froh, dass er nicht nachhakte. Dankbar für die Ablenkung griff sie nach dem Block, sammelte sich innerlich und schrieb dann all die Musikprogramme auf, welche sie benötigte. Dann sah sie von einem Mann zum Anderen. Ihre Mauer war wieder da. "Darf ich jetzt gehen?"
Sie wollte nichts sehnlicher als in diese Bar, auf welcher sie auf dem Hinweg vorbeigekommen waren und sich betrinken...

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 20.10.2021 13:42

"War Cop-Sein also doch nicht so sein Ding?", vermutete Joanna breit grinsend und blickte dem Rotschopf hinter her, die grade auch in Richtung Grill eilte. Sie sah nicht schlecht aus und jäh fühlte sich joanna mehra ls nur geehrt, dass James ausgerechnet sie auserkoren hatte. Nein wirklich. Sie fühlte sich wirklich geehrt. Immerhin war er ein geiler Typ und hatte ja auch offenbar Mädels um sich rum. Mädels die er sicher hätte haben können.
Joanna verjagte die Gedanken und und grinste James schon wieder breit und schelmisch an, als dieser ihre leere Flasche entgegennahm und sich gleich zu beschweren begann. "Hey, wofür hat man denn nen Freund?", erwiderte sie frech und lachte. Während er also Bier-Nachschub holen ging, stellte sie sich schonmal an die gar nicht mal so kurze Schlange beim Grill an. Sie hatte echt Hunger und konnte es kaum erwarten endlich was richtiges zu essen. Wahrscheinlich war ihr Hunger auch nochmal vom Kiffen und vom alkohol gleichermaßen gar nicht mal so wenig gesteigert worden.
"Frag mich mal!", grinste sie also. Doch bis James neben ihr stand hatte sich die Schlange nur wenig nach vorne bewegt. "Definitiv!", antwortete sie sofort auf die Frage, ob ihr die Party gefiel. "Vielen Dank dafür, echt. Ich glaub, das war bis jetzt echt der geilste Tag meines Lebens." Und das war noch nicht einmal gelogen. Sie könnte grade nicht glückseliger sein.
Auch sie nahm einige Schlucke aus der neuen vollen Flasche und folgte der Schlange. "Hey! Ich wollte dir doch einen Teller machen!", rief Joanna aus, als James diesen Spieß gerade dabei war, umzudrehen. "Mach ein bisschen von allem", sagte sie nichtsdestotrotz. "Aber es mus snoch genügend Platz für genügend Fleisch drauf sein, ja?" Immerhin hatte sie Hunger und der musste jetzt endlich gestillt werden!

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 20.10.2021 13:29

James hatte nicht geschrieben was sie vorhatten. Lediglich eine Addresse hatte er ihr zukommen lassen.
"Okay. Ich bin dann weg.", verkündete Joanna in ihrer üblichen distanzierten Stimme. Ein großer Unterschied zu damals, als sie hier angefangen hatte, wo sie praktisch einer begeisterungsfähigen Gazelle mit Kaffee intus geglichen hatte. Sie hatten immer gelacht und Späße gemacht. Jetzt arbeitete joanna vor allem für sich. Sie konnte die Sorge in den Augen ihrer Kollegen und Freunde erkennen. Aber sie konnte nichts dagegen tun. Nichts... außer abzublocken.
"Alles klar! Wir sehen uns Montag!", rief Maria - die kleine Rothaarige - sprang auf und umarmte Jo zum Abschied. "Bau solange keinen Scheiß!", flüsterte sie Jo ins Ohr. Ein kurzes schwaches Lächeln zuckte über Joannas Lippen. "Ich doch nicht." Maria ließ sie los und Joanna damit gehen, wobei sie sich auch direkt von Hammer und Tom verabschiede, ehe sie nach draußen trat.
Der Straßenname sagte ihr was, auch wenn sie nicht genau wusste was da war. Sie ließ sich kurz den besten Weg von Google Maps anzeigen, ehe sie ihr Handy auch schon wieder wegpackte. Ihre ersten Schritte führten sie zu einem Kiosk. Der Irish Coffee war schon seit dem Mittag leer und sie hatte noch keine Möglichkeit gefunden, wie sie Weißwein trinken könnte ohne dass es ihren Kollegen auffiel. Obwohl... hm. Vielleicht könnte sie ja eine Saftflasche umfunktionieren und Rotwein hineinfüllen. Das könnte sie als Traubensaft oder sowas vielleicht verkaufen...
Während Jo darüber nachdachte kaufte sie sich eine 10er Packung kurzer, welche sie auf dem Weg zu James öffnete und alle paar Meter eine weitere leere Flasche entsorgte. Als sie an der Straße ankam blieb sie um die Ecke stehen, dass man sie noch nicht sehen konnte, trank die restlichen kleinen Fläschchen aus und warf sie ebenfalls weg. Der gerade getrunkene Alkohol schien ihre inneren Organe wenigstens minimal zum Anglühen zu bringen, ihr war warm. Ohne viel länger zu warten trat sie um die Ecke und sah auch schon James weiter entfernt an einer Wand lehnen. Ihre Lippen zuckten zu einem leichten Lächeln. "Hey", begrüßte sie ihn und trat auf ihn zu. Sie wagte es nicht ihn zu küssen. "Wie wars?" Sie meinte die Beedrigung. Sie... wusste, wie schwer sowas sein konnte.

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 17.10.2021 19:39

"Okay. Du kannst mir ja schreiben was wir dann machen.", sagte Joanna. Dann würde sie sich drauf einstellen. Oder ggf. sogar direkt von der Arbeit aus dahingehen oder... was auch immer. Zur Not würde sie ihre Tabletten gegen Panikattacken auch vorsichtshalber direkt mitnehmen. Falls sie von der Arbeit aus zu Fuß gehen würde und sie dann mit dem Auto nach Hause fuhren oder was auch immer.
Sie frühstücksten gemeinsam zu Ende. Auch Joanna trank ihren Irish Coffee aus. Während James abspülte, holte sie sich die Thermosflasche raus, füllte sich den Rest des Kaffees rein und danne in paar Schüsse von dem Whiskey, sodass das Mischungsverhältnis ungefähr passen sollte. Ein schwaches kurzes Lächeln zuckte über ihre Lippen, als James sie dann rasch auf die Schläfe küsste. "Immer doch. Du auch. Bis später.", verabschiedete sie ihn und einen Moment später war die Tür schon hinter ihm zugeschlagen.
Sie fühlte sich allein. Mit einem Seufzen wandte sie sich ab, putzte Zähne, stieg in ihre Schuhe rein und machte sich dann wohl oder übel ebenfalls auf den Weg. Mit der Bahn in Richtung der Plattenfirma zu ihrer Arbeit. Natürlich liebte sie ihren Job. Und immer noch würde sie niemals etwas anderes machen wollen. Aber manchmal war es leicht zu vergessen, wenn man sich innerlich wie tot fühlte. Zum Glück erinnerte sie die Arbeit selbst aber stets daran, warum sie es so genoss. Musik war einfach etwas großartiges. Sie arbeiteten gut an den Stücken weiter, sie machte sich daran ein neu aufgenommenes Stück abzumischen und machte sich gegen halb fünf schließlich auf den Weg, dabei auf ihr Handy schauend um zu sehen, was James ausgesucht hatte und wo sie sich wohl treffen würden...

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 17.10.2021 08:33

Grinsend beobachtete Joanna, wie James das Bier nun richtig in seinen Körper beförderte und dann kam auch schon der erretende Ausruf vom Grillmeister. Joannas Magen knurrte. Sie hatte schon die ganze Zeit Hunger und ja nur ein wenig von den Salaten stibitzt. Und da sie auf fast nüchternen Magen spürte sie den bisher getrunkenen Alkohol - den kleinen Sekt, das Bier - doch schon ein wenig in ihrem Kopf. Sie war angeheitert. Ja, so könnte man es sagen. Auch wenn sie wohl selbst ohne Alk angeheitert wäre, allein aufgrund der Tatsache dass sie nicht nur ihrem Traum einen riesigen Schritt näher war (endlich!) sondern auch noch einen neuen Freund hatte. Das war doch mal was!
Da gerade alle den Grill anstürmten warte Joanna noch (sie wollte James ohnehin fragen, ob er auch was wollte) und beobachtete, wie er ein paar weitere Freunde begrüßte. Oder Freundinnen, genauer gesagt. "Auch von der Polizeiakademie?", fragte sie ihn, als er zu ihr zurückkehrte. Bei seinen Worten mit Blick auf ihre Flasche musste sie lachen und exte rasch den letzten Rest davon. "Sehr gerne doch!", grinste sie ihm und hielt ihm die Leere hin, ehe sie ihm die Hand auf die Schulter legte. "Hey, ich wollt mir grad was vom Gill holen. Willst du auch was?" Sie würde ihm einen hübschen bunten Teller kreieren, wenn er wollte. Wenn schon denn schon!

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 17.10.2021 08:18

"Immer." Sie wusste, dass sie selbst alles andere als das Vorzeigebeispiel war, wie man mit schrecklichen Erinnerungen umgehen konnte. Sie wusste, dass man immer sagte, man solle mit anderen darüber reden, dann fühle man sich besser. Ihr fiel das nur eben schwer. Verdammt schwer. Aber deshalb konnte sie doch trotzdem ihre Ohren anbieten, wenn ihr Mann über seine Erfahrungen reden wollte. Wenn ihn etwas von damals belastete oder... was auch immer. Sie wäre da und sie würde zuhören.
Sie war schon immer besser darin, den Gefühlswelten anderer zu lauschen als von ihren eigenen zu berichten. Sie machte sowas eben einfach lieber mit sich selbst aus. Immer schon.
"Okay.", nickte Joanna als James ihr versicherte, dass er nach der Beerdigung nichts weiter bräuchte. Ansonsten wäre sie Zuhause geblieben. Hätt sich um irgendwas gekümmert. Ihre Kollegen hätten es sicher verstanden. Bei seinem Angebot dann etwas zu unternehmen seufzte sie. "Ich... muss leider arbeiten." Sonst wäre sie vermutlich noch viel länger im Bett geblieben. Wenn die Notwendigkeit aufzustehen nicht da war. "Aber ich werd so gegen 16 oder 17 Uhr Schluss machen. Dann können wir ja noch iwas machen, wenn du möchtest." Sie hatte nur keinerlei Idee was. Ihre Motivation für und Freude an Dingen hatte stark nachgelasen, seit... naja. Sie war die meiste Zeit eben antriebslos. Das war die einfache beschissene Wahrheit.
Vorsichtig löste sie ihre Hand wieder von seiner, um noch einen Schluck Kaffee nehmen zu können und sich wieder dem Frühstück zu widmen. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihr, dass sie bald los musste. Sie hatte wieder mal ne halbe Stunde zu lang gebraucht um aufzustehen. Das kam von der Depression meinte Leyna.
War doch beschissen.

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 15.10.2021 16:23

Sie hörte es an seiner Stimme. Vielleicht lag es daran, dass auch sie selbst etwas erlebt hatte, was sie verfolgte. In jeder einzelnen fucking Sekunde des Tages, in jeder einzelnen verdammten Nacht. Welches ihr ständig die immer und immer und immer gleichen Alpträume bescherte, die Erinnerungen die sie heimsuchten, leicht getriggert werden konnten, die immer da waren und ihr fast den Versetand raubten. Jedenfalls hörte sie an dem ganz ganz leichten Unterton - fast wie ein Knacken im Hintergrund - seiner Stimme, wie beschissen es wirklich gewesen war. Als Marine im Krieg zu sein. Nie im Leben hätte sie sich träumen lassen, dass er in den fünf Jahren, die sie im Knast verbracht hatte, in Afghanistan um sein und das Leben seiner Kameraden kämpfen würde. Dass er in den Krieg ziehen würde. Jäh schaltete sich das schlechte Gewissen in ihr wieder ein - das ebenso zuverlässig zu jeder Zeit des Tages da war, wie die Schuld auf ihrem Herzen und ihren Schultern, wie die Erinnerungen und die Alpträume des Nachts.
Hätte sie es zugelassen, dass er sie besuchte... hätte sie nicht solche Angst davor gehabt, was sie in seinen Augen sehen könnte und hätte sie ihn nicht vor dem Anblick von sich im Gefangenenoverall und allem ersparen wollen... hätte er das safe nicht getan. Da war sie sich sicher. Er wärde nicht abgehauen in fremde Länder um zu kämpfen. Noch etwas, woran sie schuld war. Indirekt vielleicht... aber dennoch war es ihre Schuld.
Sie mochte sich nicht vorstellen, was er dort alles erlebt haben musste.
Sanft drückte sie seine Hand, während auch er offensichtlich in seinen eigenen Gedanken daran verloren ging. "Hey... wenn du je über die Zeit redn möchtest oder so, bin ich da ja?" Sanft streichelte ihr Daumen über seinen Handrücken. "Ich bin da für dich." Ihr war es wichtig, dass er das wusste. Dass er auch mit ihr reden konnte. Dass sie offene Ohren hatte für ihn. So wie früher. So wie... immer..
Er war ein guter Mann. Es wird aber nicht die letzte Beerdigung sein, auf die ich gehen werde. Sie fuhr damit fort sanft über seinen Handrücken zu streichen. Es gab nichts, was sie dazu sagen konnte. Mitleid half nicht. Das wusste sie wohl besser als die meisten. "Wenn ich etwas für dich tun kann, sag es mir bitte." Ein Essen, etwas zu trinken oder... whatever halt. Sie würd ihm beistehen. So gut sie eben konnte. So gut ihre Kraft eben da war.

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Re: James & Joanna ~ And Then I Saw You... (2000)

von Joanna am 15.10.2021 16:11

Jo musste lachen. "Davon geh ich doch stark aus!", grinste sie, während sie gemeinsam zum Park zurückkehrten. Wobei man wohl zwei Dinge ganz klar voneinander abtrennen musste: sie war eine Rebellin, ja. Aber sie war keine Kriminelle. Das waren dann doch nochmal eindeutig zwei unterschiedliche paar Schuh. Zugegeben, sie konnte Schlösser knacken weil sie das super spannend gefunden hatte als Jugendliche und gern mal hier oder da an den Nachbarshäusern geübt hatte. Und jaaa, Gras rauchen war auch illegal. Aber das war eigentlich streng genommen auch alles an Gesetzesübertretungen, die sie sich geleistet hatte. Zumindest die meisten. Sie schwamm gerne gegen den Strich, aber sie wollte auch nicht im Knast oder sonst irgendwas landen. Ihr Verstand funktionierte ja schon noch, so war es nicht.
"Jep! Genau das!", stimmte Joanna James abschließend auch nochmal bei der Kinderfrage zu und ob man ihnen den Beruf des Elternteils mit auf den Weg geben sollte. Sie fands gut, dass er mit dieser Familientradition brechen wollte. Jeder hatte sein eigenes Leben und ejder musste entscheiden, was er mit diesem Leben anfangen wollte. Da durfte keiner reinpfuschen. Und Joanna hatte da auch nie jemanden bei sich rumpfuschen lassen- obwohl es nahezu alle in ihrer Umgebung die meiste Zeit ihres Lebens immer versucht hatten. Auf rabiateste Methoden teilweise.

Einige Zeit später war ihre mehr oder weniger spontane Party mit ihren Freunden richtig im gang. joanna genoss es, nun - abgesehen von dan - auch noch James andere Freunde und Kumpels kennenzulernen und sie waren eine lustige (wenn auch hauptsächlich männlich dominierte) Gruppe. Das Fleisch brutzelte, die Nachmtitagssonne schien auf ihren Köpfen, verschiedene Rauchsorten vermischten sich und der Alkohol floss sodass eigentlich fast alle ganz gut angeheitert waren - oder zumindest sein würden. Spätestens bei Abenddämmerung wären wohl die ersten von ihnen richtig betrunken. Würde bestimmt lustig werden. Und ein Desaster. Und lustig.
Und dann kam plötzlich die frage die Joanna zugegeben etwas unvorbereitet erwischte, obwohl sie es sich zugegebenermaßen selbst schon gefragt hatte. Und so schnell wie die Frage gestellt worden war, so schnell hatten sie sie auch gemeinsam vor allen Anwesenden geklärt. Und Joanna war glücklich. Überflücklich sogar. Der Job den sie immer gewollt hatte (zumindest der erste Schritt dahin), ein neuer Freund - fuck, wie viel besser konnte es noch werden? Bei Dans gerufenen Worten musste sie erneut unwillkürlich lachen und schlug ihm spielerisch, aber dennoch etwas feste gegen die Schulter - dabei breit grinsend.
"Na dann haben wir wohl zwei Sachen, auf die wir trinken können!", eröffnete sie und hielt ihre Bierflasche kurzerhand James an die Lippen um ihm etwas einzuflößen, wobei natürlich ein ordenrlicher Teil danebenging und am Kinn herablief, was sie erneut zum Lachen brachte.
Oh fuck, das konnte ja echt noch was werden!

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