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Re: Übersicht vom Stand der "Erkrankungen"
von Selena am 04.07.2021 22:13Kapitel B (Fertig)
- B00-B09 "Virusinfektionen, die durch Haut- und Schleimhautläsionen gekennzeichnet sind"
(inklusive Infektionen durch Herpesviren [Herpes simplex], Varizellen [Windpocken], Zoster [Herpes zoster], Pocken, Affenpocken, Masern, Röteln [Rubeola] [Rubella], Viruswarzen, Sonstige Virusinfektionen, die durch Haut- und Schleimhautläsionen gekennzeichnet sind, anderenorts nicht klassifiziert, Nicht näher bezeichnete Virusinfektion, die durch Haut- und Schleimhautläsionen gekennzeichnet ist) - B15-B19 "Virushepatitis"
(inklusive Akute Virushepatitis A, Akute Virushepatitis B, Sonstige akute Virushepatitis, Chronische Virushepatitis, Virushepatitis) - B20-B24 "HIV-Krankheit (Humane Immundefizienz-Viruskrankheit)"
(inklusive Infektiöse und parasitäre Krankheiten infolge HIV-Krankheit, Bösartige Neubildungen infolge HIV-Krankheit, Sonstige näher bezeichnete Krankheiten infolge HIV-Krankheit, Sonstige Krankheitszustände infolge HIV-Krankheit, Nicht näher bezeichnete HIV-Krankheit) - B25-B34 "Sonstige Viruskrankheiten"
(inklusive Zytomegalie, Mumps, Infektiöse Mononukleose, Viruskonjunktivitis, Sonstige Viruskrankheiten, anderenorts nicht klassifiziert, Viruskrankheit nicht näher bezeichneter Lokalisation) - B35-B49 "Mykosen"
(inklusive Dermatophytose, Sonstige oberflächliche Mykosen, Kandidose, Kokzidioidomykose, Histoplasmose, Blastomykose, Parakokzidioidomykose, Sporotrichose, Chromomykose & chromomykotischer Abszess, Aspergillose, Kryptokokkose, Zygomykose, Myzetom, Sonstige Mykosen, nicht näher bezeichnete Mykose) - B50-B64 "Protozoenkrankheiten"
(inklusive Malaria tropica durch Plasmodium falciparum, Malaria tertiana durch Plasmodium vivax, Malaria quartana durch Plasmodium malariae, Sonstige parasitologisch bestätigte Malaria, nicht näher bezeichnete Malaria, Leishmaniose, Afrikanische Trypanosomiasis, Chagas-Krankheit, Toxoplasmose, Sonstige Protozoenkrankheiten, nicht näher bezeichnete Protozoenkrankheit) - B65-B83 "Helminthosen"
(inklusive Schistosomiasis [Bilharziose], Befall durch sonstige Trematoden [Egel], Echinokokkose, Taeniasis, Zystizerkose, Diphyllobothriose & Sparganose, Befall durch sonstige Zestoden, Drakunkulose, Onchozerkose, Filariose, Trichinellose, Hakenwurm-Krankheit, Askaridose, Strongyloidiasis, Trichuriasis, Enterobiasis, Sonstige anderenorts nicht klassifizierte intestinale Helminthosen, nicht näher bezeichneter intestinaler Parasitismus, sonstige Helminthosen) - B85-B89 "Pedikulose (Läusebefall), Akarinose (Milbenbefall) & sonstiger Parasitenbefall der Haut"
(inklusive Pedikulose & Phthiriasis, Skabies, Myiasis, Sonstiger Parasitenbefall der Haut, nicht näher bezeichnete parasitäre Krankheit) - B90-B94 "Folgezustände von infektiösen und parasitären Krankheiten"
(inklusive Folgezustände der Tuberkulose, Folgezustände der Poliomyelitis, Folgezustände der Lepra, Folgezustände sonstiger und nicht näher bezeichneter infektiöser & parasitärer Krankheiten) - B95-B98 "Bakterien, Viren & sonstige Infektionserreger als Ursache von Krankheiten, die in anderen Bereichen klassifiziert sind"
(inklusive Strepto- & Staphylokokken, Sonstige näher bezeichnete Bakterien, Viren, Sonstige näher bezeichnete infektiöse Erreger) - B99 "Sonstige Infektionskrankheiten"
(inklusive nicht näher bezeichnete Infektionskrankheiten)


The predator wants your silence. It feeds their power, entitlement, and they want it to feed your shame.
Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 03.07.2021 16:00Ein selbstbewusstes und zufriedenes Lächeln trat auf Selenas Lippen und sie nickte zufrieden. "Sehr gut. Dann komm.", sagte sie und richtete sich auf. "Im Rudel haben wir einen ausgebildeten Heiler. Er wird sich um deine Verletzungen kümmern können. Für die Wunden die du dir zugefügt hast, habe ich auch etwas." Es war in der Zaubererwelt nicht bekannt. Severus hatte es erfunden und es stets geheim gehalten. Allein Selena wusste davon und allein ihr hatte er es beigebracht, den Trank zu brauen.
Gemeinsam traten sie wieder nach oben hinaus aus dem Schuppen, wo sie bereits von den Weasleys und dem Potterjungen erwartet wurden. Verächtlich hob Selena die Augen. "Seht sie euch an. Seid ihr stolz auf euch?"
"Aber... Aber wir haben doch...", stammelte Arthur besorgt.
"Ihr einen Wolfsbanntrank gegeben?", schnaubte Selena verächtlich. "Tja, es gibt nur wenige Zaubertrankmeister die ihn wirklich richtig brauen können. Offensichtlich seit ihr an einen nicht so guten Brauer geraten. Ginny wird mit mir kommen. Sie ist ein Werwolf. Und ich werde ihr beibringen wie. Ihr werdet uns nicht aufhalten." Ihr durchdringender Blick glitt von einem zum nächsten.
Sie sollten nicht so dumm sein zu versuchen, sie aufzuhalten..


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Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 01.07.2021 20:45Irritiert zog Selena leicht die Augenbrauen zusammen. Ginny hatte Wolfsbanntrank bekommen? Aber weshalb hatte sie dann die Kontrolle verloren? Normalerweise bewahrte der Trank einem das menschliche Gewissen, sodass ein Einsperren nicht mehr nötig wurde. Selena hatte es sich fast über ihre gesamte Zeit in Hogwarts zu nutze gemacht (sobald der Trank erfunden worden war) - und er hatte ihren Auftrag für den dunklen Lord wirklich sehr erleichtert.
Anderereits war der Trank ausgesprochen schwierig zu brauen. Einer der wenigen, die es gekonnt hatten, war Severus und er war tot. Womöglich hatte sie einen fehlerhaft gebrauten Wolfsbanntrank bekommen. Oder sie hatte ohn nur in der Nacht vorher und nicht - wie es sollte - drei Tage vorher genommen. Oder sie hatte ihn wegen der Bitterkeit mit Zucker gemischt. Das machte die Wirkung ebenfalls zunichte.
Was auch immer der Grund war - es spielte keine Rolle. Das geschehene hier war einfach nur verdammt ätzend. Aber: es spielte Selena auch absolut in die Finger. So nickte Selena schließlich und beugte sich ein wenig vor.
"Das was dir hier angetan wurde - das ist es, wie die Gesellschaft mit Wölfen wie uns umgeht. Sie sperren uns weg, weil sie uns für gefährlich halten, weil sie Angst vor uns haben, weil sie es nicht verstehen. Aber so muss es nicht sein. Ein Werwolf zu sein bedeutet Freiheit. Es ist ein großartiges Gefühl, ein berauschendes Gefühl! Ich weiß, das fällt dir schwer zu glauben, erst recht nach dieser Nacht. Aber ich versichere dir: jeder meiner Wölfe dachte anfangs wie du jetzt - und mittlerweile liebt jeder von ihnen, wie alle, die Vollmondnächte, fiebern sogar darauf zu, denn das ist es, was wir sind. Und ich kann es dir beibringen. Ich kann dir beibringen, ein Wolf zu sein. Ich kann dir zeigen, wie frei du sein kannst, was für Möglichkeiten dir jetzt zur Verfügung stehen!" Selenas schwarze Augen funkelten. Man sah die Begeisterung, die Leidenschaft darin. "Also willst du aus diesem Gefängnis ausbrechen, aus das, was die Gesellschaft, ja sogar deine Familie mit dir tun will? Willst du mit mir kommen und lernen?" Ein leichtes Lächeln zierte Selenas Lippen.
Sie erwartete eine Zusage.


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Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 29.06.2021 11:37"Das werden wir Ihnen nicht sagen!", entschieden stellte sich Arthur Weasley, der Vater dieser jämmerlichen Bagage, vor sie. Selena stieß ein verächtliches Schnauben aus und stieß den Mann vor sich. Sie hatte keine Zeit für diesen Mist!
"Ihr alle-", begann sie und fixierte einen der Weasleys nach dem anderen. "Habt keine Ahnung, was ihr getan habt!! Ihr habt noch nicht einmal den Hauch einer Vorstellung!! Ihr glaubt ihr geholfen zu haben, ja?! Glaubt ihr wirklich, ihr geholfen zu haben, indem ihr sie einsperrt!!"
Selena ließ niemanden zu Wort kommen, sondern trat auf die dicke Mutter zu, funkelte sie aus schmalen Augenschlitzen von oben herab an. "Ich bin mein Leben lang ein Werwolf gewesen! Ich weiß besser wie jder andere, was einen Werwolf ausmacht und wie man es schafft, dass die Vollmondnächte nicht zu einer Qual werden! Oooh, ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich eingesperrt wurde, eingesperrt in diese verkommene mistige Heulende Hütte. Und ich sage euch, das war die schlimmste Nacht, die ich je in meinem Leben erleben musste und genau DAS habt ihr eurer Tochter angetan!"
Selenas Ausdruck war grimmig. Jeder schwieg. "Ihr hättet sie zu mir lassen sollen."
"Damit sie Menschen umbringt?" Der Potterjunge war mutig vorgetreten, die Fäuste geballt. Sie wandte sich ihm zu, ihre Augen blitzten gefährlich.
"Ja, Potter. Es mag dir nicht gefallen, es mag euch allen nicht gefallen. Aber Werwölfe sind Raubtiere! Das ist es, was wir sind, und Ginny hat es diese Nacht gespürt, Ginny ist diese Nacht durchgedreht, weil sie den Blutdurst verspürte, den Drang zu jagen und das einzige, was sie jagen konnte SIE SELBST WAR!!!"
Und da war er. Der Schock und die Sorge in den Mienen von ein jedem in diesem Raum. Selena kochte vor Wut. Bill rannte nahezu zur Tür, doch Selena hielt ihn mit einer entschiedenden Geste davon ab.
"Oh nein", zischte sie. "Ihr werdet jetzt nicht zu ihr gehen. Ich werde zu ihr gehen. Oder glaubt ihr wirklich, dass sie ausgerechnet EUCH, die sie eingesperrt haben, die sie diese Qualen haben erleiden lassen, sehen will?" Sie selbst hätte Dumbledore damals am liebsten die Kehle zerfetzt, war nicht einmal im Ansatz mehr Herr ihrer Sinne gewesen.
Selena wirbelte herum und verließ den Fuchsbau. Sie hatte gemerkt, wo Bill hatte hinstürmen wollen, hatte die Blicke gesehen.
Keiner kam ihr nach, wie Selena zur Zufriedenheit feststellte. Gut so. Und wenn sie ehrlich war spielte ihr das Vorkommnis hier direkt in die Hände. Jetzt wäre es ein leichtes, Ginny auf ihre Seite zu ziehen. Sie betrat den Schuppen neben dem Fuchsbau, entzündete die Fackeln und schritt die Treppe hinunter in den Keller.
Und hier war sie, mit hervorgezauberten Gitterstäben in dem kleinen Raum eingesperrt. Alles was heir mal gestanden hatte war zerfetzt, Ginny selbst von blutigen Kratzern nahezu übersät, weil sie sich in der Nacht auf der so verzweifelten Suche nach Erlösung, nach Blut, nach Fleisch angefangen hatte, selbst zu kratzen und beißen.
Selena kannte das.
Mit einem Schwung ihres Zauberstabs ließ sie das Gitter verschwinden und kniete sich vor sie. Eine Weile lang betrachtete sie sie einfach nur, bis sie schließlich die Lippen wieder öffnete. "Nicht jeder Vollmond ist so", sagte sie dann schließlich schlicht. Es war wichtig, dass Ginny das wusste.


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Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 26.06.2021 17:04Ginny war nicht gekommen.
Selena war rasend. Sie hatten wie üblich ihre auserkorenen Opfer in der Vollmondnacht gejagt - und auch wenn der Vollmond selbst natürlich wieder einmal überragend gewesen war (die Freiheit die man besaß, das einfache Gefühl auf vier Pfoten durch den Wald zu laufen, dei Geräuche, die Geräusche), so wagte es niemand ihrer Wölfe sich auch nur zu nähern. Sie alle kannten Selena, kannten sie sogar sehr gut - und waren wohl diejenigen, welchen Selena am wenigsten etwas antun würde. Doch wenn sie diesen Blick hatte, diesen unterdrückten Zorn, dieses gefährliche Glitzern in den Augen - dann wagte sich selbst ihr Rudel nicht mehr zu ihr hin.
Und das war auch gut so. Sonst würden sie leiden. Leiden dafür, dass Ginny nicht aufgetaucht war, auch wenn sie natürlich nichts dafür konnten - aber es spielte keine Rolle.
"Ihr bleibt hier", fauchte sie die anderen nur an, welche es nicht wagten zu widersprechen, ja es noch nicht einmal wagten sich zu rühren, während sie beobachteten wie ihre Alpha herumwirbelte und aus dem Wald stürmte.
Ja, Selena kochte vor Wut. Niemand hielt einen Wolf ihres Rudels von ihr fern! Niemand!! Bereits nach kurzer Zeit war sie beim Fuchsbau angekommen. Diesmal klopfte sie nicht.
Mit gezogenem Zauberstab sprengte sie die Tür mit einem stummen Bombarda nahezu aus den Angeln und trat herein. Sogleich kamen etliche Rotschöpfe angerannt. Ginny natürlich nicht. "Wo ist sie?!", knurrte Selena nur und ihre dunklen Augen glitten von einem zum nächsten. Ihre Aura, ihr Zorn, beherrschte den Raum nahezu. Hatten sie Wolfsbanntrank auftreiben können? Er war verdammt schwierig zu brauen. Selena wusste nur von Severus (und sich selbst, selbstverständlich), dass er es konnte - und Severus war tot. Gut möglich, dass sie ihn nicht holen konnten. Selten, schwer zu brauen und teuer war er. Also falls sie keinen Wolfsbanntrank zu sich genommen hatten, mussten sie versucht haben, sie irgendwo einzusperren. Das tat diese verfluchte Gesellschaft doch mit den 'niederen Werwölfen'.
Und wenn es wahr war - wenn Ginny eingesperrt worden war... dann würde sie eine verflucht schreckliche Nacht hinter sich haben.
Selena erinnerte sich nur zu gut an ihre eigene erste Nacht in der Heulenden Hütte. Nie würde sie es vergessen. Nie. "WO ist sie?!"


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Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 25.06.2021 14:37"Sie ist meine Freundin", erwiderte Harry heftig und fixierte mit seinen grünen Augen. Selena verdrehte die Augen und schüttelte leicht den Kopf. Sie blickte auf Ginny hinunter.
"Du hast noch einen Monat Zeit. Verbringe sie, wie es dir beliebt. Und am nächsten Vollmond wirst du zu uns kommen. Wir werden im Wald auf dich warten. Komme einfach dorthin - wir werden dich finden." Mit diesen Worten drehte sie sich um und verließ den Fuchsbau ohne ein weiteres Wort. Jetzt käme sie dort ohnehin nicht weiter. Nicht mit Harry.
Früher hatte sie sich immer die Heulende Hütte zu nutzen gemacht, um ihren neuen Wölfen zu beweisen, warum es besser war, frei zu sein (selbst wenn das Menschenopfer bedeutete), als eingesperrt zu sein. Bei Ginny würde sie das anders angehen müssen - aber sie hatte ja noch einen Monat Zeit, um sich darauf vorzubereiten. Wehe den Blutsverräterin, sollten sie Ginny nicht kommen lassen sondern einsperren!
Es war einen Monat später. Selena war mit ihrem Rudel erneut quer durch Großbritannien gezogen, nun jedoch waren sie wieder im Wald nahe des Fuchsbaus. Es war später Nachmittag. Die anderen unterhielten sich, zogen sich gegenseitig auf, lachten und freuten sich auf den kommenden Vollmond. Selena stand am Rand des Lagers, die Arme verschränkt, mit der Schulter gegen einen Stamm lehnend und wartete. Wartete auf einen Geruch oder das Knacken eines Astes unter einem Schuh, dass ihr zeigte, dass Ginny auf dem Weg war. Allmählich wurde es Zeit.
Oder würden die Weasleys und Potter sie wirklich einsperren? Oder gar den Wolfsbanntrank geben? Kurz schloss Selena die Augen. Hoffentlich nicht. Ginny sollte nicht bei Verstand sein als Wolf - nicht beim ersten Mal. Innerlich verfluchte sie sich selbst. Warum hatte sie nicht daran gedacht?! So viel Erfahrung und dennoch unterliefen ihr solche Anfängerfehler. Bei Merlins gottverbranntem Bart! Tja. Blieb nur zu hoffen, dass sie den Trank nicht intus hatte. Ansonsten würde sich alles nur verkomplizieren... wie sie das hasste.


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Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 24.06.2021 12:38Vollkommen unbeeindruckt hob Selena ihre Augenbrauen und verschränkte ihre Arme vor der Brust. "Hör zu: anders als die meisten andren in meinem Rudel warst du nicht geplant. Du warst diejenige, welche meinte bei Vollmond in den Wald kommen zu müssen. Es war nicht geplant, aber es ist passiert. Find dich damit ab." In ihrer Stimme war nichts von Wärme zu spüren. Es war nur Direktheit. Bei Merlin, sie hatte vergessen wie anstrengend neue Werwölfe sein konnten. "Vielleicht kannst du es jetzt noch nicht glauben, doch ich verspreche dir, dass es das Beste ist, was dir geschehen konnte. Du wirst es noch lieben, ein Werwolf zu sein." Ein Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab. "Ich werde es dir beibringen."
In diesem Augenblick hörte sie Schritte auf der Treppe und sah, dass der Potter-Junge geradewegs auf sie zukam. Mühsam unterdrückte sie ein genervtes Augenverdrehen. Den Typ konnte sie gerade ja echt nicht gebrauchen. "Was willst du hier?", fragte sie offensiv, ohne zurückzuweichen. "Ich habe gesagt, dass ich alleine mit Ginny sprechen muss." Ihre Stimme duldete keinen Widerspruch.


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Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 23.06.2021 19:41Unbeeindruckt hob Selena eine Augenbraue und verschränkte die Arme. Es war ewig her, seit sie solche Gespräche gefüht hatte. Damals in Hogwarts war es stets zweimal in seinem Schuljahr gewesen, aber seitdem hatte sie niemand mehr in ihr Rudel aufgenommen. Ginny war die erste wieder. Nun, es spielte keine Rolle. Letztlich hatte sich wirklich nichts geändert. Es war immer nur um ihr Rudel gegangen. Um die Werwölfe.
"Ich bin ein Werwolf und habe dich gebissen, was dich ebenfalls zu einem Werwolf macht. Du weißt genauso gut wie ich,d ass es dafür keine Heilung gibt, also find dich damit ab. ABER:" Ein leichtes Lächeln zuckte über Selenas Gesicht. "ein Werwolf zu sein ist nicht so schlimm, wie es dir die Gesellschaft glauben machen will. Noch nicht einmal ansatzweise. Ein Werwolf zu sein bedeutet Freihheit. Wenn man sie nur zulässt. Es bedeutet Teil vone twas Großem zu sein, Teil eines Rudels - meines Rudels. Jeder hält zu jedem. Ehemaliger Blutstatus spielt keine Rolle, wir sind Wölfe und wir sind alle gleich. Wir ziehen gemeinsam umher, wir helfen einander, jagen gemeinsam. Ich habe bereits viele Werwölfe ausgebildet und ich kann auch dir damit helfen. Ich kann dir helfen, deine Sinne zu verwendne, ich kann dir helfen mit dem zurecht zu kommen, was du bei Vollmond wirst. Keine Angst davor zu haben. Ich kann dir zeiten was der Mond dir schenkt." Ihre schwarzen Augen glänzten. Sie sprach voller Inbrunst. Mit Leidenschaft. Ihr Atem ging schnell. Unbewusst hatte sie sich ein wenig vorgebeugt um Ginny anzustarrten, nun erhob sie sich jedoch wieder. "Bis zum ersten Vollmond wirst du wohl nicht viel merken. Aber wenn der Vollmond da ist, wirst du dich verwandeln. Komme vor Mondaufgang zu uns. Du wirst die Nacht mit uns verbringen."


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Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 23.06.2021 17:39Die Tür öffnete sich und eine dicke rothaarige Frau machte ihr auf. Die Mutter. Die Mörderin von Bellatrix. Selena hatte ihre Gesichtszüge bestmöglich unter Kontrolle. Es war gut, dass ihre Mutter tot war - dennoch war es befremdlich, vor deren Mörderin zu stehen. Auch die Mimik der Blutsverräter-Mutter erhärteten sich sofort. Hm. Wie sie wohl reagieren würde, wenn sie wüsste, dass Selena 2 Jahre im Orden des Phönix gewesen war? Undercover? Damals war Molly immer übelerregend mütterlich zu ihr gewesen.
"Was willst du hier?", fragte sie mit einem harten herrischen Ton, von dem Selena sich nicht im mindesten einschüchtern ließ. Der Blick ihrer schwarzen Augen glitt an Molly vorbei ins Innere, wo sie Ginny im Wohnzimmer sitzen sah.
"Ich bin hier um mit Ginny zu reden", erklärte Selena mit einer Stimme, die keinen Widerspruch zuließ. Hoch erhobenen Hauptes drückte sie sich an Molly vorbei hinein ins Wohnzimmer, die zwar noch versuchte ihr den Weg zu versperren, jedoch erfolglos. Ein Blick in die Gesichter der Umstehenden und sie konnte sehen, dass sie alle Bescheid wussten, was geschehen war. Die Wahrheit wäre die beste Methode.
"Mein Rudel und ich haben diese Nacht im Wald in der Nähe verbracht. Es war nicht unsere Absicht, über Ginny herzufallen, allerdings hatten wir keinen Wolfsbanntrank." Und zugegeben - vermutlich wäre sie selbst mit dem Trank auf Ginny losgegangen. Die Herausforderung wäre zu verlockend gewesen - und es wäre eine gute Übung gewesen. Aber das Detail ließ sie geschickt aus. "Es ist aber geschehen und niemand kann jetzt noch etwas daran ändern. Sie ist nun ein Werwolf. Es gibt einige Dinge, die Ginny wissen muss. Dafür muss ich mit ihr reden. Allein." Ihre schwarzen Augen funkelten.
Wutentbrannt und in großen ausladenden Schritten stürmte der Auserwählte fast auf sie zu. Selena regte sich nicht einmal einen Millimeter nach hinten.
"Und woher sollen wir wissen, dass du ihr nichts antun wirst?! Dass du nicht hier bist, um ihr noch den Rest zu geben?!"
Selenas Augenbrauen wanderten in die Höhe. "Sie ist ein Werwolf", wiederholte sie kühl und schneidend. "Ich tue meiner Sorte nichts an. Falls du dich daran erinnerst, ist genau das der Grund, weswegen ich im Kampf um Hogwarts schließlich die Seiten gewechselt habe." Sie ließ ihren Blick herrisch durch das unordentliche und chaotische Haus schweifen. "Ich werde ihr nichts tun. Geht jetzt."
Ihre Aura und ihr Ruf - oder was auch immer - reichten aus, damit sie gingen. Selena wartete, während einer nach dem anderen die schrägen Treppen nach oben verschwand, um schließlich nacheinander in einem der Zimmer zu verschwinden. Wären sie nicht gegangen, hätte sie auch den Imperius verwenden können, aber so war es wirklich bedeutend einfacher.
Als sie sich sciher war, dass sich alle Weasleys in ihren Zimmern befanden und nicht lauschte, schritt Selena langsam auf Ginny zu, blieb schließlich vor dem Sofa stehen und sah zu ihr herunter. Ein weicherer Gesichtsausdruck war nun zu sehen - einen, den Außenstehende sonst von ihr nicht kannten.
"Es ist, wie ich bereits sagte.", erklärte sie, den Blick nicht von Ginny nehmend. "Du bist nun ein Werwolf. Ich habe dich gebissen. Und somit gehörst du jetzt zu uns."


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Re: Friend or Enemy? ~ Ginny & Selena
von Selena am 22.06.2021 16:38In jenem Augenblick, da die Alpha-Wölfin sich in die Schulter des rothaarigen verweinden Mädchens verbissen harte, drang ihr ein anderer Duft in die Nase. Blutgeschmack, herrlicher heißer Blutgeschmack füllte ihr Maul. Hungrig leckte sie sich über die Lefzen. Ihr Magen knurrte, ihre Augen funkelten in der Dunkelheit. Ihre langen Klauen bohrten sich in den Körper unter ihr, während ihre Augen dem näherkommendem Geruch entgegenblickten. Ein Mann. Ein tiefes Knurren drang aus ihrer Kehle. Auch die anderen wandten sich dem Neuankömmling zu.
Das würde ein Festmahl werden...
Am nächsten Morgen erwachte Selena mit diversen Schmerzen mitten im Wald. Langsam richtete sie sich auf und strich sich einige Blätter aus ihren langen schwarzen Locken. Sie erinnerte sich sofort an die Nacht. Anders als in der Volksmeinung verbreitet vergaß man nicht, was in einer Vollmondnacht geschehen war. Zumindest nicht, wenn man sein inneres Biest zuließ, anstatt dagegen anzukämpfen. Wenn man es genoss was man war.
Genervt verzog sie die Lippen. Sie hatte das Blutsverräter-mädchen angegriffen und der Potterjunge war gekommen. Er war klug genug gewesen, sich auf keinen Kampf mit einem ganzen Werwolfrudel einzulassen, hatte sich selbst stattdessen nur mit Schutzzaubern geschützt, hatte sich auf das Mädchen gestürzt und war disappariert. Wobei er dennoch ein paar Flüche hatte abgeben müssen. Selena spürte die Blessur am Rücken, als sie gegen einen Baum geschlagen war. Es war ihr egal.
Auftrag beendet oder nicht: das Blutsverräter-Mädchen war nicht länger eine Blutsverräterin. Sie war jetzt ein Werwolf. Sie bräuchte eine Lehrerin.
Elegant erhob sich Selena und richtete sich hoch erhobenen Kopfes, eindeutig als die Anführerin auf und beobachtete, wie sich ihre verstreuten Rudelmitglieder ebenfalls nach und nach aufrpapelten und zwischen den Bäumen hervorkamen. Sie alle blickten erwartungsvoll zu ihr, warteten auf die übliche Besprechung nach einem Vollmond. Doch dafür hatten sie heute keine Zeit.
"Ginny Weasley hat sich diese Nacht hier aufgehalten", teilte sie ihrem Rudel mit lauter gebieterischer Stimme mit und ihre dunklen Augen flogen von einem zum nächsten. "Ihr wisst was das heißt."
Überrascht runzelte Ganja die Stirn. "Hast du deinen Auftrag nicht erfüllt? Der dunkle Lord ist doch tot." Noch immer hatte sie einen leichten russischen Akzent. Selena lächelte schmal.
"In der Tat. Nichtsdestotrotz ist Ginny nun ein Werwolf. Keine Blutsverräterin mehr oder was auch immer sie mal gewesen sein mag. Letztlich ist es doch nie um den Auftrag oder den dunklen Lord gegangen. Sondern um uns. Um uns Wölfe. Um unser Rudel. Es hat sich nichts verändert." Sie verbannte den Stolz nicht aus ihrer Stimme und der gleiche stolz der aus ihr sprach, den sah sie auch in all den Augen vor ihr. Sie waren sich einig.
"Dann sind wir beiden endlich nicht mehr die einzigen Reinblüter hier!", grinste Alex zufrieden mit verschränkten Armen.
"Sollen wir mitkommen? Oder hier warten?", fragte Sven. Selena schüttelte den Kopf.
"Ich geh allein." Und damit wandte sie sich bereits ohne weitere Worte ab und schritt von dannen. Hinter sich hörte sie Sven noch leise sagen. "Tja: dann bauen wir mal unser Lager auf." Selena lächelte zufrieden. Sie hatte ihre Wölfe gut erzogen. Sie wussten, wie es lief.
Sie musste nicht allzu lange gehen, bis sie den Wald erreicht hatte und den Fuchsbau erblickte. Sie konnte ihn bereits riechen. In großen Schritten ging sie den Hügel hinunter darauf zu, an die Tür und klopfte. Sie wartete. sie wusste, dass ihr Aussehen für Entsetzen sorgen würde. Bis auf ihren einen verstümmelten Arm glich sie ihrer Mutter von außen komplett. Und die mutter diese Familie hatte ihre Mutter (Bellatrix) immerhin umgebracht. Aber es spielte keine Rolle. Selena war, wie er war. Und darauf war sie stolz.
So wartete sie, bis sich die Tür öffnete..


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