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Joanna

46, Weiblich

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 12.01.2022 13:23

Unwillkürlich zuckte James zusammen, als seine Stimme plötzlich hinter ihr ertönte. Sie drehte sich um. Sie hatte absolut nicht gemerkt, dass er bereits aufgestanden war. Oder hätte sie es merken müssen? Jetzt rückblickend betrachtet war der Boden der Dusche tatsächlich bereits feucht gewesen - und generell hatte feuchte Luft im Badezimmer geherrscht, als wäre bereits geduscht worden. Und das Rumpeln, welches sie auf die Rohre zurückgeführt hatte.
"Wow... bist du schnell.", sagte sie leise und zwang sich zu einem leichten Lächeln. "Du Ninja." So rasch sie das Lächeln hibekommen hatte, so rasch war es auch wieder verschwunden. Sie folgte ihm in die Küche, wo sie der frische Kaffeegeruch empfing. "Danke dir, fürs Frühstück machen.", sagte sie leise, aber ehrlich, trat an ihm vorbei und goss sich den Kaffee ein. Sie zögerte nur eine Sekunde, dann griff sie auch nach dem Whiskey. Fuck it. Heute war es ihr egal. Heute und morgen war es ihr fucking egal, auch wenn James etwas davon mitbekam.
Nachdem sie ihren Irish Coffee produziert hatte lehnte sie sich gegen die Küchentheke und trank einen Schluck. Sie sürte wie sich der nasse Fleck auf ihrem Shirt- verursacht durch ihren nassen Zopf - allmählich den Rücken hinunter arbeitete. "Der Zug geht um kurz nach halb sieben.", antwortete sie ihm und nahm direkt noch einen kleinen Schluck ihres Kaffees. Sie stellte den Becher neben sich ab und nahm eines der fertigen Sandwiches. "Also wir solltn so inner Viertelstunde los." Immerhin mussten sie auch noch zum Bahnhof. Aber das sollte in einer halben Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu schaffen sein.

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 11.01.2022 16:25

Die ersten drei Stunden schlief Joanna ruhig. Sie bemerkte weder James Heimkommen, noch dass er das Gästezimmer betreten und zu ihr gekommen war. Erst dann begann der Wahnsinn der Nacht. Um kurz nach 1 Uhr schreckliche sie auf, mit rasendem Herzen und zitternd. Sie drehte sich auf die Seite - ihr war richtig schwindelig - und versuchte es zu ignorieren. Die Augen zu schließen und wieder einzuschlafen. Doch jetzt waren die Bilder wieder in ihrem Kopf, einschlafen nahezu unmöglich. Erst um zwei döste sie wieder ein, schreckte nach einer dreiviertel Stunde wieder auf, nur um sich erneut eine halbe Stunde herumzuwälzen.
Um fünf Uhr schließlich klingelte leise ihr Wecker und riss sie aus einem dösigen, wimmernden Halbschlaf. Ihre Hand schlug auf das Handy. Mit einer Hand fuhr sie sich über das erschöpfte Gesicht und seufzte. Sie fühlte sich schwer. Als hätte man Blei in sämtliche ihrer Extremitäten gegossen. Als wäre sie ein Golem, kein Mensch. Die Depression drückte sie nieder, eins chwarzes schweres Tuch, welches unmöglich abzuschütteln war. Das Zwitschern der Vögel, rief sich Joanna in Erinnerung und damit die Übung verfolgend, welche sie mit Leyna zurzeit durchführte. Kleine Dinge aufzählen, die sie erfreuten. Die sie mochte. Musik aus dem Radio. Vinyl-Platten. Sie schluckte schwer, kämpfte sich irgendwie in eine sitzende Position. Eine Viertelstunde war bereits vergangen seid ihr Wecker geklingelt hatte. Duft von Kaffee. Frischen Brötchen. Sie atmete tief durch, unglücklich. Traurig. Schuldig. Mit einer Hand fuhr sie sich durch ihre blonden Haare. James Lippen auf meinen., dachte sie dann und ihre Mundwinkel zuckten zu einem schwachen Lächeln.
Sie fand die Kraft aufzustehen - eine halbe Stunde später nach ihrem Wecker nun insgesamt - zog ihre Sachen von gestern aus, die sie noch immer trug und warf sie in die Wäsche. Sie stanken nach Bar und Rauch und Alk. Dann nahm sie frische Sachen, verließ leise ihr Zimmer und trat in die dunkle Wohnung. Barfuß tappte sie zum Bad. Sie duschte schnell - sie hatten nicht so viel Zeit, ihr Zug ging bereits um 6:32 Uhr. Als sie fertig war, war es viertel vor sechs. Mit noch nassen Haaren, welche sie aber in einem Pferdeschwanz gebunden trug, sodass es nur dort von der Spitze immer wieder tropfte und ihr dunkelgrünes Oberteil durchnässte, klopfte sie an seine Schlafzimmertür. Sie wartete einige Augenblicke, ehe sie öffnete und ihr ehemals gemeinsames Schlafzimmer betrat. "James?", fragte sie leise. Wie gerne würde sie zu ihm gehen. Sich zu ihm auf die Matratze setzen.
Aber sie wollte seine Privatsphäre nicht verletzen. Sie wusste ja, dass er Zeit brauchte... sie schlief immerhin nicht ohne Grund getrennt von ihm, nicht wahr? "Bist du wach?"

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 10.01.2022 18:24

Joanna nickte, als James sagte, dass er mit seinem Boss reden würde. Sie würde einfach auf seine Nachricht warten und je nach Antwort alles Weitere regeln. Das würde sie schon hinkriegen. Bevor sie sich verabschieden konnten kam dann auch schon eine andere Frau schnellen Schritteres herein, hielt dann aber inne. Joanna sah sie mit diesem ausdruckslosten Gesicht an, welches sie sich zu eigen gemacht hatte und lauschte dem Gespräch der Beiden. Rasch schüttelte sie dann den Kopf. "Nein, is okay, wir sind fertig. Geh schon - schnapp dir den Kerl.", sagte sie und küsste auch James zum Abschied aus die Wange. Sie beobachtete, wie die beiden gemeinsam nun das Gebäude verließen und ihrem Tipp nachjagten.
Irgendwie... fühlte sie sich verloren. Verloren, beschissen und wie ein Arschloch. Ganz leise seufzte sie, nickte dem Kerl am Empfang zu und trat dann aus dem Polizeipräsidium heraus.
Das erste was sie tat, als sie an der frischen Luft war, war einen großen Schluck Vodka aus der getarnten Wasserflasche zu nehmen. Sie blickte die Straße rauf und runter und sah dann auf die Uhr. Es würde sicher noch dauern, bis sich James meldete. Genug Zeit, um sich nochmal inne Bar zu setzen und dann erst nach Hause zu gehen.
Und so machte sie sich auf den Weg.

Etwa 3 Stunden später war sie betrunken. Leicht schief auf der Bank sitzend, mit Tequila vor sich - pur, so wie sie ihn meistens trank - blinkte ihr Handy auf. Mit zusammengekniffenen Augen entzifferte sie, was er geschrieben hatte und nickte - bis ihr einfiel, dass er das ja nicht sehen konnte. ok. ich klär das. tippe sie zurück, verzichtete dabei - wie immer wenn sie drunk war - auf Groß- & Kleinschreibung und öffnete die Seite der Bahn. Da ihr die Online-Buchung gerade echt zu doof war, tippte sie auf die unterstrichene Nummer und rief einfach an - wo sie tatsächlich dann noch ein Ticket im gleichen Abteil bekam, den Platz neben ihr. Konnten sie sich streiten, wer am Fenster saß.
Nachdem das erledigt war trank Jo ihren Tequila aus. Ehe sie realisieren konnte, dass sie nach Hause sollte - immerhin würde James jetzt sicher auch bald kommen - hatte man ihr schon nachgeschenkt. "Ich würd gern sahln.", rief sie dem Barkeeper etwas verwaschen zu. Sie reichte ihmd ie Scheine, die sie ihm schuldig war, trank auch den letzten Shot und stand auf. eine Hand an der Theke wartete sie, bis sich das Schwanken des Raumes und des Bodens ein wenig beruhigt hatte, dann ging sie nach Hause.
James war noch nicht da (zum Glück). Sie räumte noch einige Zeitschriften weg, die einfach so rumlagen, machte sich einen Wein auf, überlegte kurz ihn in ein Glas zu schütten und entschied sie sich dagegen. Sie machte sich Musik an, leerte die Flasche Wein und schmiss sie dann einfach in ihren Müll, ehe sie sich dann unsicheren Schrittes - die Musik lief nach wie vor - in Richtung des Bettes bewegte. Sie ließ sich, angezogen wie sie war, hineinfallen und schloss unter einer weiteren Schwindelattackte die Augen. Gut, dass ihr Magen auf Schwindel nicht empfindlich war..

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 07.01.2022 18:29

Joanna nickte leicht. Eigentlich hätte sie es denken sollen. Seit sie wieder mit ihm zusammen lebte wollte er immer für sie da sein, ihr immer zeigen, auf sie aufpassen. War derart verständnisvoll - eine Eigenschaft an ihm, welche sie über die Zeit im Knast, die Zeit nach dem Unfall - als das Verständnis am meisten gefehlt hatte - fast vergessen hatte.
Er hatte sich rasch entschieden und... auch diese Entscheidung hätte sie eigentlich nicht wundern dürfen. Seit... langem schienen ihre Gedanken auf Sparflamme zu laufen. Immer in den gleichem schwarzen zähflüssigen Massen. Und sie hasste es. Sie hasste es wirklich. Ein Gefühl, welches sie wohl ebenfalls den Depressionen zu verdanken hatte, laut ihrer Therapeutin. Je mehr Joanna über diese Erkrankung an sich selbst lernte, desto mehr hasste sie sie. Undd ennoch konnte sie kaum etwas dagegen tun. Sie... wusste nicht wie. Auch wenn sie in der Therapie natürlich (unter anderem) daran arbeiteten.
"Okay.", antwortete sie also, als James sich dazu entschied mit ihr mitzukommen. Hatte sie ihn verletzt? Sie wusste nicht wie - aber es klang so. Sanft und kurz griff sie nach seiner Hand. "Ich hab da kein Problem mit.", sagte sie ihm also in ihrer ein wenig wie Tod klingenden Stimme, aber dennoch ehrlich.
Dann ließ sie ihn wieder los. "Sag mir einfach Bescheid, sobald du sicher weißt ob du frei bekommst oder nicht, ja? Dann werde ich dir auch noch ein Bahnticket holen, dass wir zusammen fahren können." Die Bahnfahrt würde ewig lange dauern und vermutlich würde sie viel zu nüchtern schließlich in Valemount ankommen. Aber fuck... war immer noch besser als eine 7-stündige Fahrt im Auto hinter sich zu bringen. Allein der Gedanke daran war... Nein. Einfach nur nein.

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 20.12.2021 15:05

Joanna nickte ebenfalls, als James meinte, er würde schauen wie es im Fall voranging und seinen Boss fragen, ehe er ihr zu- oder absagen konnte. Das hatte sie fast vermutet. Sie hätte nicht erwartet, dass er mitwollte. Eigentlich - ursprünglich - war sie nur hierher gekommen um ihm zu sagen, dass sie eben einfach das Wochenende wegfahren würde. Und aus welchem Grund. Jetzt hiermit hatte sie echt nicht gerechnet. "Ja klar, ist doch logisch. Kein Ding", sagte sie direkt und fügte hinzu. "Wenn ihr beim Fall aber noch Zeit braucht is das auch okay. Das geht vor. Ich komm ja schon klar." Sie hatte immerhin dort gelebt. Einige Monate sogar, ehe James dann Kontakt zu ihr aufnahm und sie sich getroffen hatten. Was sie nun hierhin führte zu dem Versuch ihre Ehe zu retten. Unglaublich, dass sie nun schon wieder einige Monate bei ihm lebte. Wie die Zeit verging...
Dann kam seine direkte Frage. Typisch James. Er fragte immer und bei allem. Eine Eigenschaft, die Joanna an ihm sowohl liebte, als auch nervte. Kam auf ihren Tag und ihre Verfassung und natürlich auch den Grund der Nachfrage an. Hier jedoch konnte sie es selbst nicht sagen. Sie zuckte mit den Schultern. "Mir ist es egal. So wie es dir lieber ist."
Sie stellte es sich vor, wie sie mit James dort auftauchen würde. Wie viele hasserfüllte Blicke sie treffen würden. Hoffentlich würde James dann die Ruhe bewahren. Joanna hatte keinen Bock auf Stress, während sie da war.
Aber das würde schon alles irgendwie werden. Irgendwie würde es schließlich doch immer.
So sah sie ihn abwartend an, ob er denn tendentiell mitkommen wollte oder nicht. Dass die endgültige Zu- oder Absage später kommen würde war ihr klar, aber das würde sie auch mit den Zugtickets dann schon hinbekommen. Kein Problem.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.01.2022 18:16.

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Re: Steve & Joanna ~ What Did You Saw?

von Joanna am 19.12.2021 19:37

Es behagte ihr nicht, dass Steve so in sie hineinbohrte, immer mehr in ihre Privatsphäre eindrang. Ihre Gefühle waren ihre Sache. Schon immer hatte sie die lieber unabhängig verwaltet, für sich selbst. Auch früher, vor dem Unfall. Selbst wenn es ihr beschissen gegangen war- wie beispielsweise als Jugendliche, wenn sie von ihrer Grandma geschlagen worden war, oder auch später, die Zeiten die sie auf fder Straße verbracht hatte - hatte sie sich das nach Außen hin nciht anmerken lassen. Sie war dann die begeisterungsfähige, fröhliche und abenteuerlustige Joanna gewesen, die einfach ihr Ding durchzog und einen Scheiß dabei auf die Meinung von anderen gab. Die mit keinem Wort die roten, blutigen Striemen auf Armen, Arsch, Beinen oder Handinnenflächen erwähnte. Oder den Hunger, die Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen. Als sie ihren Mann kennenlernte, hatte sie ihm nicht viel von ihrer Familie erzählt und wie sehr es sie doch irgendwie belastete - dieser Gedanke von ihnen gehasst zu werden. Sondern hatte mit ihm stattdessen ein Abenteuer nach dem anderen übernommen. So war sie eben einfach. Ihre Gefühle waren ihre Sache. Und der Einzige, der (neben ihrer Schwester, die sie wirklich irgendwie wie ein offenes Buch lesen konnte) irgendwann eine kleine Tür in ihre Innenwelt gefunden hatte, war ihr Mann gewesen.
Sie war eben eine fucking Einzelkämpferin. Auch wenn es vielleicht selbstzerstörerisch sein mochte. Was daran war so schwer zu verstehen??
"Ich... rede einfach nicht gerne über meine Gefühle", teilte Joanna ihm mit und sah Steve an. Sie wusste was er hier versuchte, aber es war ihr egal. Sie biss sich auf die Zunge um die Worte Dann geh ich eben unter zurückzuhalten. Obgleich sie sich die anderen leisen Worte dann doch nicht verkneifen konnte. Es war halt so. Sie hatte die Hilfe nicht verdient und überhaupt... fuck, wie sollte man ihr helfen? Niemand konnte ihre Familie wieder zu Leben erwecken. Absolut niemand. Also was spielte es für eine Rolle?
Joanna war drauf und dran sich zu verabschieden und endlich in die Bar zu verschwinden, als sie plötzlich heftig und schmerzhaft am Arm gepackt wurde. Mit einem Ruck versuchte Joanna sich aus dem Griff zu befreien - erfolglos. Seine Finger bohrten sich in ihren Arm. Das würde sicher blaue Flecken zurücklassen. Sie drehte sich zu ihm um. Sie wiederholte es nicht, obgleich er fragte und sah ihn einfach noch an. Allerdings verursachten seine Worte Risse in ihrer Mauer. Risse die sie da nicht haben wollte. Es wurde zu viel. Sie spürte nahezu, wie ihre Augen begannen zu glänzen von zurückgehaltenen Tränen. "Nicht?", fragte sie dann. "Wer außer mir kann was dafür, hm? Wer hat dieses beschissene Auto gefahren? Wer ist bewusst zu schnell gefahren, wer hat die rote Ampel ignoriert? Wer ist dadurch letztlich in dieses Auto gekracht?" Ihr Atem ging flach und schnell. Ihre Stimme zitterte nun leicht. "Wer ist schuld am Tod, dieser fünf Menschen. Meiner Familie?" Sie trat noch einen Schritt vor, ihr Gesicht nur knapp vor dem seines, ihm aber direkt und geradewegs in die Augen starrend. "Das war ich." Ihre Stimme verriet ihren Selbsthass, doch im nächsten Augenblick schon war sie kalt und bestimmt. "Lass mich los."  Alles was sie gerade noch wollte, war weg hier. Einfach nur weg.

Joanna könnte kotzen. Nicht nur, dass sie jetzt doch von Steve in der Bar beim Trinken erwischt hatte (wo sie die Wut in seinen Augen aufblitzen sehen konnte), nein, sondern sie sollte auch noch den Laptop hier lassen und das war es, was sie wirklich ankotzte. Ihre Arbeit, sich um die Künstler die bei ihnen unter Vertrag waren oder bei ihnen unter Vertrag wollte zu kümmern und die Songs abzumischen war das einzige, was sie wirklich ablenken konnte. Musik irgendwo natürlich auch, aber lange nicht so effektiv. Dazu würde es im Safe-House sicher keinen Alk geben. Was für eine verfickte Scheiße.
"Schön.", sagte sie nur kurz und verbittert und legte den Laptop der ihr in der Zeit hier echt ans Herz gewachsen war, auf die Theke. Und weil sie wusste, dass Steve früher oder später darauf ebstehen würde, stellte sie die Flasche Alk daneben - nachdem sie noch einen weiteren großen letzten Schluck genommen hatte.
Die nächste Zeit würde echt heftig beschissen werden.
Schweigend folgte sie seiner Armbewegung und ging los. Sie hätte nicht gedacht, diesesn Gebäudekomplex hier dann mal zu vermissen. Aber tatsächlich war es so. In der Zeit die sie hier gewesen war, war es fast wie zu ihrem Zuhause geworden. Und sie wusste, dass das bei dem Ort, zu welchem sie unterwegs waren, definitiv nicht so sein würde...

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 19.12.2021 18:26

Er wusste es nicht mehr. Sie sah es ihm an, wie er nachdachte und überlegte - udn wie ihm dann das Licht anging bei seinem leisen Oh.... Sie machte ihm deswegen keinen Vorwurf. Sie hatte es fast vermutet. Er war nicht direkt involviert gewesen. Nur eher von Außen. Quasi. Durch sie, aber letztendlich nicht direkt mit dem Unfall an sich. Ihren Eltern.. ihrer wundervollen kleinen Schwester. Joanna atmete tief durch, um sich selbst innerlich stabil zu halten, irgendwie.
An keinem einzigen Todestag ihrer Familie hatte sie bisher das Grab besuchen können. Natürlich war sie da gewesen. Bei der Beerdigung kurz vor ihrer Verurteilung und nachdem sie auf Bewährung wieder aus dem Knast entlassen worden war. Zwar nicht oft, aber dennoch. Die Gräber waren gut gepflegt gewesen. Von den Dorfbewohnern. Nicht von ihr. Eine Tatsache die sie geschmerzt hatte, an welcher sie aber nichts ändern konnte. Ihre Schwester war beliebt gewesen. Auch ihre Eltern. Nur sie selbst war die Verhasste.
Es würde schwer werden. Sehr schwer. Das wusste Joanna jetzt schon. Aber wie bekam das schon irgendwie hin. Bisher hatte sie doch noch immer alles irgendwie hinbekommen, oder nicht? Vorsichtig sah sie zu ihm auf und griff - genauso zögernd und vorsichtig nach seiner Hand. "Wie... wie du möchtest. Ich weiß, du hast hier viel zu tun. Ich möchte dich nicht von deiner Arbeit abhalten." Sanft strich sie mit ihrem Daumen über sein Handgelenk und schluckte. "Du kannst mir ja Bescheid geben. Dann hole ich notfalls noch ein zweites Zugticket, dass du mitfahren kannst."
Ja, mit dem Auto würde es schneller gehen. Es wären immer noch einige Stunden Fahrt, aber schneller als Zug. Aber das war keine Option. Außer sie würde sich mit den Tabletten gegen ihre Panikattacken absolut zudecken und... wenn es nicht gerade um die Kopfschmerztabletten gegen den Kater ging, war Joanna nicht gerade ein großer Tablettenfreund.

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 18.12.2021 09:52

Die Zeit des Wartens kam ihr ewig vor - so wie es wohl immer war, erest recht in solchen Einrichtungen. Auch wenn sie immerhin gerade keine Handschellen oder sowas trug. War doch schonmal was... Gedankenverloren rieb sie sich ihre Handgelenke, wo so dermaßen oft Metall auf Haut gescheuert hatte. Öfter, als sie szählen konnte. Es waren fünf lange, sehr lange Jahre gewesen. Auch wenn das kanadische Rechtts- & Gefängnissystem deutlich humaner war als man es häufig aus Amerika hörte oder in Dikumentationen oder FIlmen sah... Knast war beschissen. So war es eben. Ganz einfach.
Wie gerne würde Joanna den Wodja leeren, doch ihr war klar, dass man es würde riechen können, dass in ihrer Wasserflasche keineswegs Wasser war. Und sie wollte nicht schon wieder Stress mit den Cops. Zumal sie ja noch auf Bewährung war..
Und dann - nach einer für sie gefühlten Ewigkeit, auch wenn es in Wirklichkeit gar nicht so lange gedauert hatte - tauchte James aus einer Tür.
"Hey", begrüßte Joanna ihn,s tand auf und umarmte ihn zur Begrüßung. Hoffend, dass das in Ordnung und für ihn nicht unangenehm war. Hier, auf seiner Arbeit. Ob seine Kollegen von ihr wussten? Was machte sie sich eigentlich vor. Das hier waren Freunde und Kollegen von ihrem Mann. Einem Polizist. Natürlich würden sie den ganzen Scheiß mit der Anhörung und allem damals mitbekommen haben. Sie fühlte sich noch unwohler. Fuck.
"Es tut mir leid, dass ich dich störte. Ich wollte nur Bescheid sagen, dass ich vorhab am Wochnende nach Valemount zu fahren. Ganz früh morgen früh will ich in den Zug steign. Die Fahrt is lang. Es ist... du weisst was übermorgen für ein Tag ist, oder?" Wusste er es? Er war damals nicht dabei gewesen. Hatte nachkommen wollen weiler noch arbeiten musste. Und danach war alles so schwierig zwischen ihnen gewesen, so beschissen.. erinnerte er sich üebrhaupt an den Tag, an welchem sie den Unfall baute? Egal, er würde es sich schon denken können.. "Ich möchte ihr Grab besuchen.."

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 17.12.2021 09:09

"Es sind meist volle Tage", nickte Joanna. Irgendetwas gab es immer zutun, und wenn es nur den Haufen an täglichen Mails zu beantworten galt. Und das waren wirklich einige. Anfragen, ihren Künstlern helfen bei was für Fragestellungen auch immer. Bei der Frage die James ihr stellte musste sie ernsthaft nachdenken. Ihr Blick driftete leicht ab. "Die Zeit im Tonstudio, würd ich sagn.", sagte sie dann und sah zu ihm zurück. Ihre Mundwinkel zuckten leicht. "Wo wirklich die Musik dann entsteht und aufgenommn wird nach all der Planung und Probn der Künstler und so. Und man an den letztn Sachn nochmal vor Ort feilen und rumprobieren kann. Aber die Musikaufnahmen da danach dann abzumischn is auch cool." Das würde gleich ihr zweiter Platz sein, schätzte sie. Vor allem müusste sie sich dafür dann nicht einmal von ihrem Computer erheben.
Sie nickte, als James ihr erzählte, was bei ihm heute auf der Arbeit so anstellen würde. Sanft legte sie ihre kalte Hand auf seine Warme. "Ich hoffe es", sagte sie dann ehrlich. Sie würde es wieder gut machn. Einen heißen Kakao mit Sahne und Simt machen oder sowas, Kerzen, Musik. Vielleicht ein Film. Irgendien schönes Willkommn heut Abend nach... nach diesem..
Kaum hatten sie jedoch aufgegessen, da klingelte sein Handy. Ein ungutes Gefühl mischte sich in Joanna zu dem ohnehin dreckigen Gefühl,w elches sie noch immer erfüllte. Sie beobachtete wie er dranging. Sie konnte es an seinem Gesicht sehen und als er schona ufsprang wusste sie, dass es so war. Seine Worte bestätigten es.
"Mach ich", versprach sie. "Pass du auch auf dich auf", fügte sie ebenso ehrlich hinzu und schon war er aus der Tür gesprungen. Und sie alleine. Sie schloss die Augen atmete tief durch und begann den Rest aufzuräumen. Ihr Blick fiel auf den Whiskey neben der Kaffeemaschine. Wie gerne würde sie...
Letztendlich machte sie wie schon beim Frühstück nur einen kleinen Schluck in die Thermoskanne, welche sie dann mit schwarzem Kaffee auffüllte. Dann machte sie sich fertig und selbst auf den Weg zur Arbeit...

~ 3 Tage später ~

Es war Oktober. Der 1.10.2021.
Joanna stand vor der Polizeistation in der James arbeitete. Sie hatte lange überlegte was sie tunw ollte. Aber jetzt wusste sie es. Natürlich hatte sie die letzten zwei Tage über wieder mehr getrunken. Sie hatte nicht lange durchgehalten in ihrem Beschluss, es nicht mehr so zu übertreiben. Aber sie achtete darauf, es nicht mehr so offen zu tun. Generell nicht. Dass James es nicht mitbekam. Was... leicht war, denn schon wieder war er kaum Zuhause. Auch jetzt hatte sie ihn kaum gesehen.
In Joannas Kehle befand sich ein Kloß. Sie hasste Polizeistationen mittlerweile. Es waren keine guten Erinnerungen. Sie war ne Verbrecherin. Sie war im Knast gewesen. Sie alle hier... Nochmal atmete sie tief durch, trank einen schnellen Schluck Wodka, der in einer Wasserflasche getarn war und trat dann auf die Tür zu. Ein Cop erschien hinter der Glasscheibe.
"Ich möchte mit James Officer sprechen. Er... ist mein Mann", rief sie ihm durch.
"Einen Moment", sagte er, verschwand kurz und schien einige Leute zu informieren und nachzufragen. Joanna schluckte nervös, wartete. Dann erschien er wieder. "Na gut. Sie können rein kommen, er wird informiert."
Es surrte, Joanna betrat die Station wurde durchgeführt und setzte sich auf einen der Stühle dort. Den Kopf nach hinten gelehnt schloss sie die Augen. Und versuchte nicht innerlich durchzudrehen bei dem Gedanken, was in zwei Tagen wieder sein würde...

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 15.12.2021 11:09

Sie nickte bei seinem Dank zu dem Kaffee, ohne etwas dazu zu sagen. Einen Moment starrte sie auf ihr Brot, dann nahm sie nach einigen Momenten die Butter, um das Brot dünn damit zu beschmieren. Sie fühlte sich fast wie ein Roboter. Nur nicht aufsehen. Nur nichts tun. Nichts verjagen. Nicht aufschauen. Nicht die Enttäuschung oder... oder was auch immer in seinem Blick sehen. Einfach normal verhalten, obwohl sich einfach alles gerade vollkommen anders als normal anfühlte.
Bei seiner Frage nickte sie aber. "Ja, klar.", antwortete sie. Einen Augenblick hielt sie inne, aber dann schaute sie doch auf zu ihm. Sie hatte sich geschworen, das nicht zu verkacken, oder? Zeit, dass sie sich daran hielt. "Ja, ich geh hin. Wir haben da wieder so einige Aufnahmen die ich abmischen muss und ein paar Künstler wollten auch ihre Ideen mit mir besprechn und die ersten Sachn vorstellen und so. Viel zu tun." Wie meistens, inbseonsdere ind er Produktionsphase. Aber das war auch genau richtig. Joanna war es lieber, wenn sie etwas zu tun hatte. Wenn es irgendetwas gab, mit dem sie sich beschäftigen konnte.
"Musst du denn auch wieder zur Arbeit oder hast du nach diesem riesigen Fall jetzt endlich mal ne Verschnaufspause?", fragte sie ihn. Sie hoffte es. Sie... wollte es wiedergutmachen. Das von gestern.. oder dieser Nacht, besser gesagt..

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