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Joanna

46, Weiblich

FSK 18 Mensch neutral bisexuell biromantisch Geübter erfunden

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 24.02.2022 19:24

Gehst du denn schlafen? Ein bitteres, sehr bitteres Lächeln schaffte irgendwie den Weg auf ihre Lippen. Sie fühlte sich gerädert. Müde, depressiv und gleichzeitig ein wenig angetrunken, fast schon als würde ihr Kopf schwanken. Sie wusste nicht was sie denken, sie fühlen sollte. Alles war nur beherrscht von einem dumpfen Schmerz, der alles andere unmöglich machte. Sie schüttelte den Kopf, öffnete die Tür nun richtig und lehnte sich gegen den Türrahmen. Er war noch angezogen, hatte sich nicht fertig gemacht, während sie unten auf der Suche nach Alk gewesen war und diesen vernichtet hatte. "Nein.", antwortete sie dann auch verbal auf seine Frage. "Ich könnte eh nich schlafn, also was solls." Sie wünschte sie könnte die Zeit vorspulen. Bis um 10 Uhr, wenn der Alk-Laden aufmachte. Fuck.
Sie beobachtete wie er sich aufs Bett setzte, seufzte und folgte ihm dann, um sich neben ihn zu setzen. Sie stützte die Ellbogen auf den Oberschenkeln ab, nach vorne gebeugt und betrachtete ebenfalls die Plakate an den Wänden. Die hatten ihre Eltern früher in den Wahnsinn getrieben. "Stimmt", meinte sie dann zu James und spürte, wie ein gewisser Druck in ihrem Hals zunahm. Wie es wohl wäre, wenn es anderrum wäre? Wäre es für Lis genauso unerträglich gewesen dieses Zimmer zu betreten, wie es das für Joanna war, das Zimmer von Lis zu betreten? Sie schwieg, ihre Gedanken trieben in dem dumpfen Schmerz dahin, richtungslos. Ohne es geplant zu haben sprach sie wieder - selbst jetzt mit der üblichen Tonlosigkeit. "Die Monate die ich hier war, bevor ich zu dir kam, hab ich hier oben nicht getrunkn. Nur unten." Sie wusste nicht, warum sie es erzählte. Es kam einfach raus. Distanziert, als wäre es nicht sie, die das erzählte oder getan hatte. "Ich war Abends meist zu drunk um es die Treppe hochzuschaffen, also hab ich die ersten Stunden auf dem Sofa gepennt und bin dann erst irgendwann mitten in der Nacht hoch hier ins Bett." Sie starrte auf einen unsichtbaren Punkt, den nur sie sehen konnte und wiederholte: "...hier oben hab ich nie getrunkn.." Hier oben würde sie keine verbliebenen Flaschen finden.

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 23.02.2022 16:08

"Ich... bin mir zurzeit bar gar nichts sicher", murmelte Joanna wahrheitsgemäß und zuckte mit den Schultern. Ein Lächeln brauchte sie gar nicht erset versuchen, das wusste sie. Ohne abzuwarten was er tat, ging sie in dei Küche um sich auf die Suche zu begeben nach dem alkoholischen Glück, welches sie gerade unbedingt, mehr als alles andere brauchte. Der Alk-Laden in diesem Dorf würde erst um 10 Uhr aufmachen. Es war noch so lange hin. Fuck, so lange würde sied efinitiv nicht aushalten. Verzweifelt suchte sich Joanna durch die Schränke, doch es war fast alles weg. von ihr selbst vor Monaten vernichtet, oder gestohlen. Zumindest vermutete sie das. Dann jedoch fand sie in einem ganz hinten noch eine volle Flasche Gin. "Yes!", murmelte sie leise, öffnete sie und nahm gleich mehrere große Schlucke, leerte die Flasche so fast zu einem Viertel. Sie süprte das Brennen in ihrer Kehle und die gleichzetiige kurze Hitzewelle, die durch ihren Körper zog. Mit geschlossenen Augen lehnte sie sich gegen die Theke und nahm gleich noch zwei große Schlucke. Sie öffnete die Lider nicht. Bewegte sich auch nicht oder sonst etwas. Sie atmete einfach, versuchte an nichts zu denken und egenoss einfach die Flüssigkeit, nach welcher sie so gedürstet hatte.
Wenige Minuten später war die Flasche leer. Joanna fühlte sich, als würde sie von innen glühen, durch die Geschwindigkeit in welcher sie den starken Alkohol getrunken hatte - und das auf praktisch nüchternen Magen - spürte sie diesen bereits jetzt schon in ihrem Schädel anklopfen. Ein ungeheur angenehmes Gefühl. Sie stellte die leere Flasche beiseite und suchte weiter. Als sie in der Küche durch war, im Wohnzimmer. James war nirgends zu sehen. Vermutlich oben. Im Wohnzimmer fands ie nur angebrochene, bereits geöffnete Flaschen, wo der Inhalt - egal was es war - irgendwie staubig schmeckte. Aber das war hr egal. Als sie auch hier alles abgesucht hatte, blickte sie zur Treppe. Da oben lag James. Sie schluckte schwer, erinnerte sich an das letzte Mal da sie gemeinsam hier gewesen war, und zwang sich dazu tief ein und auszuatmen. Damals hatten ihre eltern noch gelebt. Lis noch gelebt. Sie war ein so wundervoller Mensch gewesen... Ein stechender Schmerz zog durch ihren Brustkasten. Ihre Augen brannten, doch sie wusste, dass sie keine Sekunde würde schlafen können.
Kurz entschlossen ging sie auf die Treppe zu und die Stufen langsam hinauf. Dann klopfte links direkt an ihre eigene Tür. Ganz leise nur. Sie wartete einige Augenblicke, ehe sie die Tür zu ihrem alten Zimmer einen Spaltweit öffnete. Sie konnte das Poster der verschiedenen Genres die es gab über ihrem Bett erkennen, welches sie damals aufgehangen hatte. In einem gefühlt anderen Leben. "Gute Nacht Schatz", flüsterte sie leise. Sie wusste nicht, warum ihr das ein Bedürfnis gewesen war. Vielleicht einfach als Vergewisserung, dass sie hier nicht gänzlich allein war. Egal wie schrecklich der Tag werden würde - und das würde er (bereits jetzt blutete ihr Herz und wenn sie wollte, könnte sie den Tränen freien Lauf lassen) - diesmal war James da. Das... war doch schonmal was..

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 22.02.2022 15:05

Sie konnte die Abneigung James' nahezu spüren und fragte sich unwillkürlich, was sie hier eigentlich tat. Ob das richtig war. Sie hatte das miese Gefühl, ihren Mann gegen das Dorf aufzuetzen. Letztendlich hatte das Dorf das doch absolut nciht verdient, oder? Immerhin waren sie hier die geschädige Partei. Lis war immer gut hier ausgekommen, auch mit den Leuten, auch ihre Eltern. Nur Joanna hatte hier immer Probleme gehabt. Nur Joanna war hier nie wirklich zurecht gekommen. Sie war doch das Problem, nicht das Dorf. Oder?
Sie schluckte, spürte den Kloß in ihrem Hals und sehnte sich einmal mehr nach etwas zu trinken. Sie sah zu James. Noch immer hatte er sich offenbar nicht entschieden, wo er schlafen wollte. Ihr Blick fiel auf die Couch und ihre Entscheidung fiel in Sekundenbruchteilen. Sie würde die Nacht doch ohnehin nicht schlafen können. Oder wenn von noch grausameren Träumen geplagt werden. Außerdem hatte sie verfickten Durst und irgendwo würden hier ganz sicher noch volle Flaschen herumstehen. "Hey... penn doch einfach in meinem Bett, okay?", schlug sie vor und zuckte mit dem Kopf nach oben. "Ich bleib hier und sollte mir iwann doch nach schlafn sein, dann... kann ich ja immer noch nach oben kommen." Das sagte sie nur, um ihn zu beruhigen. Sie würde ganz sicher weder im Bett ihrer Eltern, noch in dem ihrer Schwester schlafen. Das würde alles nur noch schlimmes machen, ihr ohnehin schon in Fetzen liegendes Herz nur noch mehr zerreißen.
Sie verzichtete darauf ein Lächeln zu versuchen (war doch eh fürn Arsch), stellte ihre Tasche neben die Couch und ging dann in die Küche, um einen Schrank nach dem anderen zu öffnen. Sie kannte immerhin ihre Orte, wo sie ihre Alk-Großeinkäufe immer gebunkert hatte. Sie würde definitiv etwas finden.

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Re: Steve & Joanna ~ What Did You Saw?

von Joanna am 21.02.2022 12:44

Joanna hatte alles und jeden ignoriert. Weder auf die Landschaften war sie eingegangen, noch auf kurze Gesprächsfetzen, noch auf sonst irgendetwas. Stoisch hatte sie die ganze Fahrt über aus dem Fenster gestarrt oder die Augen geschlossen gehabt, derweil das Verlangen nach Alkohol in ihr mit jederversteichenden Minute wuchs. Nur jede Stunde griff ie in ihre Tasche, um sich eine weitere der Paniksenkdenen Pillen in den Mund zu schieben, um in diesem Auto nicht völlig durchzudrehen. Um sich abzulenken versuchte sie sich auf die leise Musik im Radui zu konzentrieren. Versuchte so schnell wie möglich die Lieder zu erraten, auf die Texte und die Kompositionen zu achten, auf Dinge die man vielleicht hätte verbessern können. Als es spät, spät in der Nacht wurde spürte Joanna, wie ihre Augen zu brennen begannen. Im Sekundenschlaf nickte sie immer wieder weg, nur um durch einen imaginären lauten Knall beim Aufprall wieder hochzusckrecken. Scheisse. Die nächsten Tage und Wochen würden ne einzige Qual werden. Das wusste sie jetzt schon.
Sie schlief die Nacht kaum. Die Alpträume, die Flashbacks, hinderten sie daran. Dennoch hielt sie die Augen die meiste Zeit geschlossen, einfach weil sie sonst so höllisch brannten. Und vielleicht war ihr erschöpfter Alkdürstiger Körper tatsächlich kurz weggenickt, sie konnte es nicht sagen. Sie sah nur schon wieder die rote Ampel, spürte wie ihr Fuß das Gaspedal durckdrückte, die Kreuzung, die Autos und...
Sie schreckte aus dem Schlaf. Mit weiten Pupillen starrte sie aus dem Auto und schon spürte sie wieder die Panik in sich hoch steigen. Unendliche Panik. "Ich werd nie mehr in ein verficktes Auto steigen.", waren ihre brüsken ersten Worte zu Steve. Sie schnallte sich ab und sprang raus. Am Horizont stand die Sonne tief am Himmel, tauchte den Himmel und die Welt in rosanes Licht. Sofort entnfertne sie sich mehrere Schritte von dieser Höllenkarrte. Ihr Herz raste, ihre Hände zitterten. Mühsam atmete sie durch und kramte in ihrer Tasche nach den Pillen. Ihr war es scheiß egal wie viele man am Tag von denen nehmen durfte. Extreme Autofahrt erforderte extreme Maßnahmen. Erst nachdem sie sich erneut eine (oder waren es zwei gewesen?) eingeworfen hatte, traute sie sich ein wenig durchzuatmen. Auch wenn sie sich der Karre ganz sicher nicht nähern würde. Sie blickte sich um. "Ich muss nicht schlafen.", sagte sie etwas steif in Stevens Richtung, wenn auch ruhiger als zuvor. Sie hatte seine Worte über Lis weder vergessen, noch vergeben. "Könnte ich eh nicht.", fügte sie wahrheitsgemäßi hinzu. Einer der vielen vielen Gründe, weshalb sie Alkohol trank: Besoffen schlief es sich zumindest etwas besser.
Mit den zitternden Händen fuhr sie sich kurz übers Gesicht. Noch ehe sie sich hatte zurückhalten können, war die Frage draußen. Sie wollte einfach nur sichergehen, derweil sie das Safe-House betrachtete. "Lass mich raten: Alk gibts da drinnen wahrscheinlich nicht, oder?" Und selbst wäre es vermutlich nicht genügend, um ihren Durst zu stillen. Obwohl sie gerade wirklich alles nehmen würde.

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Re: Skylar & Joanna ~ Own Special Hiding Place

von Joanna am 20.02.2022 16:06

Jo wusste nicht genau, wie lange sie vor ihrem Haus gesessen und getrunken hatte. Aber sie glaubte nicht, dass es wirklich lange war. Die Vodka-Flasche war erset halb gelert - okay, fast drei Viertel - und sie trank schnell. ihr Kreislauf schrie nach dieser Flüssigkeit. Ihre zitternden Hände warena uch bereits beruhigt, eine gewisse ganz seichte leichtigkeit in ihrem Schädel angekommen die nur alllzu angenehm war und die Joanna auch nicht mehr hergeben wollte.
Die vorbeieilenden Leute ignorierte sie dabei gekonnt, ebenso deren hin und wieder gerufene Beleidigungen und Aufforderungen, sie solle verschwinden. Oder die heuchlerischen Nachfragen, was sie hier tat. Joanna sagte kein Wort. Bis sie aufblickte und Skylar dort stehen sah. Sogleich stand Joanna auf. Wegen des rasch getrunkenen starken Alkohols auf nahezu nüchternen Magen, ergriff sie kurz ein Schwindel, der sich jedoch sehr schenll schon wieder gelegt hatte.
"Hey", sagte sie tonlos und hob zur Begrüßung die Hand. Nein, für Emotionen hatte sie bei weitem noch nicht getrunken. Aber dafür hatte sie sich ja genügend Vorrat besorgt. Sie winkte ab bei Skylards Dank. "Kein Ding. Das Haus steht eh leer, wird sich freuen wieder bewohnt zu sein.", meinte sie nur nüchtern, drehte sich um und schloss auf. "So lang hab ich auch nicht gewartet, also keine Sorge. Komm rein."
Sie trat beiseite um Skylar reinzulassen und folgte ihr dann hinein in den Flur. Die schützende wundervolle Tür schloss sie hinter ihnen.
Es war kalt - was Joanna bereits wunderte. Und als sie dann weiter hineintraten, blieb Joanna angewurzelt stehen. Kurz schloss sie die Augen. Das war doch nicht derne verfickter ernst!! Das Fenster in der Küche links von ihnen war offenbar mit einem großen Stein eingeworfen werden. Gleiches für das Fenster im Wohnzimmer zur rechten. Allerhand Blätter waren hereingeweht worden, etliceh Tiere würden sich sicher schon ihr Zuhause hier gesucht worden. Es war dreckig, überall lagen die Spuren Joannas vergangenen wirkens herum: leere Flaschen, die kreuz und quer über den Boden verstreut lagen und alles nur noch viel mehr verwahrloster aussehen ließe, als ohnehin schon.
"Fuck.", murmelte Jo. Sie trank einige große Schlucke aus der Vodkaflasche, ohne sich um Skylar und was sie darüber denken mochte zu kümmern. Kaum hatte sie mit leicht verzogenem Gesicht geschluckt nickte sie der Frau zu. "Nur damit du Bescheid weisst: wir kriegn das hin. Ich bleib hier solang mit dir bis das bewohnbar is, ja? Geht ja gar nich ey..."
Sie schüttelte den Kopf. "Schaun wir mal, ob wenigstens die Schlafzimmer intakt sind."
An Skylar vorbei - die Tasche mit dem Alk ließ sie einfach neben der Treppe klirrend auf den Boden sinken, kletterte sie die Stufen nach oben. "Hies is mein Zimmer", sie deutete auf die erste Tür links, das da-" Die zweite Tür links "- is das andre Einzelzimmer, das gehörte meiner Schwester und hier rechts is das Schlafzimmer meiner Eltern. Die da-" Die zweite Tür rechts. "-is das kleine Badezimmer obn. Unten is nochn weiteres größeres Badezimemr mit Badewanne auch. Im Keller is mein altes Musikstudio, was ich ne Weile genutzt hab." Die Zeit nach dem Knast. Das musste sie Skylar aber nicht auf die Nase binden. Gedankenverloren nahm sie noch einen Schluck Vodka und rieb sich mit den Knöcheln über die Stirn. "Okay, ich werd mal versuchn ob ich irgendwen wegen den Fenstern erreich, ja? Wir kriegn das schon hin, versprochn."

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Re: Elva & Joanna ~ The First Case could change Everything.. (2015)

von Joanna am 20.02.2022 14:51

Joanna nickte nur schweigend. Stimmt. Es war deren Job. Auch wenn der Sinn dahinter Joaaan gerade trotz allem verborgen blieb. Wie ironisch. Normalerweise waren Anwälte dafür da, um die geringstmögliche Strafe für ihre Klienten herauszuhauen. Das war es, wofür man Geld zahlte. Um gut vertreten zu werden. Was war, wenn man das Gegenteil wollte? Was, wenn sie ihre Anwältin und deren Assistentin darum bat, sie bitte so schlecht wie möglich zu verteidigen, damit sie auch die höchstmögliche Strafe bekäme? Aber dann blickte Joanna wieder in Elvas Gesicht und verwarf den Gedanken. Ihr Herz wurde schwer, in ihrer Kehle entstand ein Kloß. Irgendwo erinnerte Elva sie ein wenig an ihre Schwester. Nur ein wenig, aber dieses Mitgefühl, dieses junge, irgendwo naive und doch bestimmte... shit. Fuck. Joanna wandte den Blick ab und rang mit sich. Ganz ruhig, ermahnte sie sich selbst in Gedanken. Irgendwie würde das schon werden.... irgendwie...
Das Atmen fiel ihr schwer, als würde ihr jemand die Hand auf Nase und Mund pressen oder als würde ein Tuch ihr Gesicht bedecken. Wieder nickte sie nur, als man ihr mitteilte, dass man sie auf dem Laufenden halten werd eund auch, dass die Assistentin - also Elva in wenigen Tagen erneut zu ihr kommen und die Aussage aufnehmen würde. Joanna war es gleich. Letztendlich würde sie doch eh nur ehrlich erzählen, was geschehen war, oder nicht? Wie lange es wohl bis zur Verhandlung dauern würde? Doch das Interesse dafür war nicht groß genug, um zu fragen und selbst wenn: da waren die Anwältin plus Anhängsel bereits aus dem Raum gegangen. Langsam stieß Joanna die Luft aus, wandte ihren Blick todunglücklich an die Decke und wünschte sich erneut einfach nur den Tod herbei...

Sie wusste nicht, wie viele Tage vergangen waren und es war ihr auch egal. Die Heilung von dem Trümmerbruch ihres Beines ging voran. James war auch angereist. Nachdem er sich erstmal sorgenvoll nach ihrem Zustand erkundigt hatte, war es schnell in einen Streit ausgeartet. Joanna hatte keine Ahnung ob er noch im Dorf oder schon zurück in Vancouver war. Und sie hasste es. Sie hasste die Situation und sie hasste sich. So sehr dafür. Für alles. Schien ganz so, als hätte sie mit diesem verdammten Scheiß nicht nur ihre Familie, snodern womöglich auch ihren Mann verloren... sie hatte einfach alles verloren.
Das einzig Positive waren die Nachrichten ihrer Kollegen, die ihr wirklich Mut machten, sie aufheitern und einfach mal kurzfristig auf andere Gedanken bringen konnten. Die Zeit im Krankenhaus wrude nachezu unerträglich. Joanna wollte raus hier, auch wenn ihr klar war, dass es draußen noch unerträglicher sein ürde. vor allem im Dorf. Sie würde nach Vancouver in ihre Wohnung zurückkehren. Falls James es ertragen konnte mit einer Mörderin unter einem dach zu leben. Ansonsten hatte mAria ihr schon eine Schlafstatt angeboten. So oder so, es war...
Doch bevor Joanna den Gedankengang zu ende bringen konnte öffnete sich die Tür. Herein kam nicht James oder ihre Anwältin: es war elva. Ach ja. Sie hatte ja heute kommen wollen wegen des Gesprächs. Hatte sie ganz vergessen. "Hey", begrüßte Joanna das junge Mädchen mit leicht rauer Stimme und drückte die Knöpfe, um den Rücken ihres Bettes langsam in eine richtige Senkrechte fahren zu lassen, sodass sie mehr saß als lag. War besser für ein solches Gespräch... oder?
Nicht, dass sich Joanna da groß drum scherte... "Ich hoff, du hast keinen Ärger bekommn, wegen mir?", fragte Jo in einem kurzen Input als ihr einfiel, wie Larissa ihre Assistentin immer und immer wieder gemustert hatte. Ein offenes Ohr war immer gut. Vor allem für andere. Denn dann ging es auch um die Probleme der anderen und nicht einfachen. Und das.. war.. besser...

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 18.02.2022 12:17

"Wen denn?", erwiderte Joanna in ihrer emotionslosen Stimme und schüttelte leicht den Kopf. "Wir wissn doch nich wer das war und man kann schlecht das ganze Dorf verklagn." Zumal sie auch niemanden verklagen wollte. Das kam ihr falsch vor. Immerhin war sie hier die Verurteilte. Nicht umgekehrt. Sie schüttelte den Kopf, die Gedanken zu verjagen. Wenigstens für den Moment.
Bei seiner Nachfrage ob das früher schon war schüttelte sie den Kopf. "Nein. Nein, das is neu. Während ich hier war habn sie kein Fenster eingeworfn. Obwohl einmal habns welche glaub ich versucht, aber die Steine warn zu klein gewesen und so. Da waren nurn paar Katschen gewesen." War ja im Grunde genommen auch egal und es spielte auch keine Rolle. Sie waren nicht deswegen hier und bald würde sie hier auch wieder weg sein.
Wegen seiner Überlegung jemandn anzurufen wollte sie erset ablehnen. Andereerseits... vielleicht wurde es wirklich mal an der Zeit das Haus dann zu vekraufn. Und dafür sollte es besser in gutem Zustand sein. Sie seufzte. "Ja. Wär vielleicht besser. Danke." Aber sie würde nich bei helfen können. Sie würde den morgigen Tag aufm Friedhof verbringen. Bei ihren Eltern. Ihrer... Schwester.
Ihr Herz versetzte ihr einen äußert schmerzhaften Stich. Der Kloß in ihrem hals war dick. Ihre Hand zitterte stärker denn je. Ob hier irgendwo noch volle Flaschen waren? Mussten eigentlich, oder?
Außer natürlich die waren geklaut worden...
"Ich teil dir gar nichts zu, James...", sagte Joanna leise, ließ vorsichtig seine Hand los (wobei ihre verkrampften Finger sich kaum von den seinen lösen wollten) um die Treppe hoch zu den Schlafzimmern zu gehen. "Du kannst schlafn wo du magst, ich... will dich zu nichts zwingn. Oder dich störn." Für den Fall dass er wirklich bei ihr pennen würde. Sie war fast nüchtern. Wenn sie nicht noch irgendwo etwas Alk auftrieb, würde sie diese Nacht genau gar nicht schlafen. Dabei war sie schon völlig übermüdet.

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 02.02.2022 12:39

"Ja, das stimmt. Über fünf Jahre", stimmte sie ihm zu. Das letzte Mal musste er nämlich vor dem Unfall dagewesen sein. Danach hatten sie keinen Grund gehabt hierhin zu fahren. Und sie war damals allein hergefahren um ihrer Schwester bei den Vorbereitungen für die Hochzeit zu helfen, weil James noch hatte arbeiten müssen. Er hatte aber am Tag der Hochzeit dann kommen wollen. Seltsam, dass sie sich an all das noch so genau erinnerte.
Sie seufzte leise und ließ ihn ein.
Das Innere... sah nicht gut aus. Es war kalt wegen der eingeworfnen Fenster und dreckig durch die dadurch hineingewehten Blätter. Aber immerhin das Licht funktionierte noch, als sie es anschaltete. Sie schloss die Tür. Der Flur ging noch halbwegs doch im Wohnzimmer konnte man das Desaster sehen, in welchem sie nach ihrer Entlassung aus dem Knast gelebt hatte. Die verstaubten leeren und vereinsamten Flaschen standen und lagen überall rum. Einige Tiere schienen es sich hier unten mittlerweile auch gemütlich gemacht haben. Nicht nur Spinnen.
"Ich hasse dieses Dorf... echt.", murmelte Joanna leise. Sie verstand ja, dass die Dorfbewohner sie hassten- aber sie hätten es wirklich nicht mit Steinen bewerfen und so demolieren müssen. In erster Linie war es noch immer Jahrzehntelang das Haus ihrer Eltern gewesen, nicht ihres. Und ihre Eltern waren hier gut integriert gewesen. Also warum?
"Oben wirds besser aussehn." Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie beim Reingehen ins Haus mit ihrer kalten Hand die Hand James umgriffen hatte. Sie hielt sie noch immer fest. Ihr Herz machte einen kurzen Satz. Fuck. Wollte er das? War sie zu schnell? Was...
"Wie wolln wirs machn?", fragte sie ihn dann leise. Sie selbst würde wahrscheinlich eh kein einziges Auge zutun. Vielleicht würde sie hier in den Flaschen irgendwo noch ein paar Reste finden.. oder ein paar volle. "Wir habn das Schlafzimmer meiner Eltern mit dem Doppelbett zur Verfügung, oder das Zimmer von mir und das von meiner Schwester, jeweils mit nem Einzelbett." Ihre Schwester zu erwähnen tat weh. Eine kalte Gänsehaut bemächtigte sich ihrer, ihr Herz stach beim Kopfen. Aber sie hielt es zurück. Versteckt. Weg damit.

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Re: Steve & Joanna ~ What Did You Saw?

von Joanna am 01.02.2022 21:22

Joannas einzige Reaktion war ein Schulterzucken. Dann war sie eben auf einem Selbstmordtrip. Und? Wen kümmerte es. Mit ihrem Mann hatte sie schon seit über fünf Jahren nicht mehr gesprochen, ihre Familie war tot. Der Alk half ihr im Moment, und sollte er sie irgendwann ins Grab bringen, fuck it. Dann war es halt so. Der Tod schreckte sie nicht ab.
Kurz darauf geriet es endgültig aus dem Ruder. Beide Seiten, er wie sie, von Wut und Zorn erfüllt. Warum konnte er es nicht sein lassen??! Er sollte seinen beschissenen Job machen und nicht immer und immer wieder in ihren Gefühlen und Wunden herumstochern, als wäre es irgendein verficktes Essen auf seinem Teller! Das war nicht sein verdammter Job und er sollte damit aufhören. Es waren ihre Gefühle, ihre Vergangenheit und fuck, das ging auch nur sie etwas an!!!
Fest presste Jo die Kiefer aufeinander und wandte den Blick ab. Sie würde zu dem ganzen Scheiß nichts mehr sagen. Es ging ihn nichts an. Nein, es hätte nicht jeder am Steuer sitzen können. Andere hätten sich vermutlich an die Verkehrregeln gehalten. Andere hätten diesen verfickten Unfall nicht gebaut. Aber sie hatte es getan. Und als er es dann auch noch wagte, ihre Schwester zu nennen, schloss sie die Augen, schaffte es gerade noch so den Impuls zu unterdrücken, ihre Faust gegen seinen Kiefer fliegen zu lassen. Ich kenne deine Schwester nicht, werde sie auch nicht mehr kennenlernen. Fuck, tat das weh. Genauso gut hätte er ihr ein Schwert durch den Brustkorb rammen können, es wäre das gleiche Ergebnis rausgekommen. Tränen begannen unkontrolliert über ihre Wangen zu rinnen. Als sie sprach, war ihre Stimme leise. Leise und so voller Zorn, so voller Schmerz, dass sie zitterte, dass sie mehrmals im Satz sogar einfach wegbrach. "Wage es ja nicht über meine Schwester zu reden." Sie sah ihn an, voller Hass, aus vor Tränen glänzenden, rot umrandeten Augen. Er war zu weit gegangen. Er hatte die endgültige Grenze überschritten. "Wage es nie mehr über Lis zu sprechen."
Ein dicker Kloß in ihrem Hals, der unglaubliche Schmerz in ihrer Brust machte jedes weitere Wort unmöglich. Sobald er seinen Griff auch nur ein wenig gelockert hatte riss sie sich los und stürmte davon. Sie würde jetzt was trinken und es war ihr Scheiß-egal, was dieser Kerl davon hielt.

Noch immer schweigend folgte sie Steven durch das Gebäude, in den Fahrstuhl hinein und zu dem großen schwarzen Auto. Komplett schwarz, selbst die Scheiben, als wäre er geradewegs einem Agentenfilm entsprungen. Joanna sagte nichts, stieg noch immer schweigend an und tat wie ihr geheißen: sie setzte sich und schnallte sich an. Dem Agenten der sie begleiten würde, nickte sie nur mit unbewegter Miene zu. Obgleich ihr Herz ihr bei seinem Namen einen kurzen Stich versetzt hatte. Beth. Es erinnerte sie an ihre Schwester. Auch wenn sie sie immer Lis genannt hatte, so war ihr ganzer Name doch Lisbeth gewesen...
Sie sah kaum hin, als er erklärte, wo was war. Es interessierte sie nicht. Nur als er kurz etwas zu trinken erwähnte, folgte ihr Blick seiner Hand. Kurz beugtet sie sich vor um reinzuschauen. Wasser und Saft. Kein Alk. War ja klar, was hatte sie erwartet? Sie schloss die Klappe wieder, wich seinem Blick aus, antwortete nicht auf seine Frage ob sie bereit war und starrte aus dem Fenster. Sie sollten losfahren, wenn sie es doch so verdammt eilig hatten..

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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)

von Joanna am 19.01.2022 15:44

"Hab ich dir das gestern nicht gesagt?" Joanna konnte sich ernsthaft nicht daran erinnern. Sie dachte sie hätte es erwähnt, als sie bei ihm auf der Polizeiwache gewesen war, aber offensichtlich hatte sie das nicht. Scheiß Gedächtnis. Sie schluckte. "Tut mir leid, wirklich. Aber hat ja so noch geklappt." Auch wenn sie innerlich zugegeben etwas traurig darüber war, dass sie ihn nicht hatte wecken können. Vielleicht hätte das... naja. War ja auch egal..
Sie folgte ihm in die Küche hin zum bereits bereiteten Frühstück, was sie überhaupt nicht wahrgenommen hatte. Er war immer so vorbereitet. Das Gegenteil von ihr, was... nicht gerade ihr Selbstbewusstsein oder ihr positives Selbstbild stärkte. Im Gegenteil. Fuck, mittlerweile hasste sie sich echt einfach nur noch. Ganz einfach.
Mühsam versuchte sie diesen bitteren Geschmack nach Galle aus ihrer Kehle zu verdrängen und mischte sich ihren Irish Coffee, ehe sie sich dann auch ein Sandwich nahm. Frühstück musste wohl sein - auch wenn sie absolut keinen Hunger hatte. Aus dem einfachen Grund, dass ihr fast schon übel war bei dem Gedanken was morgen... egal. Der Tag heute in dem verfickten Dorf, morgen einmal zum Grab, und dann würden sie sich schon wieder in den Zug zurück setzen konnen. Die Karten hatte sie noch nicht gebucht. Sie wusste nicht wann. Sie.. wusste nicht in welcher Verfassung sie sei würde.
Seit der Beerdigung vor ihrer Verurteilung war sie nicht mehr dort gewesen. Sie... fuck. Sie hatte Angst, wie es aussehen mochte. Wie es sein würde. Aber sie konnte es auch nicht ignorieren. Das war sie ihren Eltern und vor allem Lis mehr als schuldig.
Ein Blick auf die Uhr nachdem sie ihr Sandwich aufgegessen hatte zeigte ihr, dass sie los mussten. "Dann wollen wir mal", murmelte sie. Sie putzte Zähne, packte Zahnbürste und Pasta zu ihrer Tasche, wo sie die wenige Kleidung für morgen hatte, hing diese sich um, zog sich die Jacke an und nahm die Schlüssel. Die Tickets befanden sich in ihrem Handy. Ganz modern. Als James auch da war verließen sie gemeinsam die Wohnung. Kurz überlegte Joanna die Hand ihres Mannes zu nehmen, dann jedoch traute sie sich nicht und trank stattdessen einen Schluck des Kaffees aus der Themoskanne. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauchten sie nicht lange bis zum Hauptbahnhof, wo ihr Zug auch schon bereit stand. Sie stiegen in das entsprechende Abteil und fanden ihre Plätze. Sie am Fenster, seiner neben ihr. Eine Weile sah Joanna nur aus dem Fenster, während die Leute einstiegen - die Tasche hatte sie unter ihren Sitz geschoben, hin und wieder nahm sie einen Schluck des Kaffees. "Wir fahren 16 Stunden kommen also erst nachts an. Aber dafür ist mein Haus nicht weit von der Haltestelle entfernt, also.. das passt." Und schon war sie wieder verstummt.
Sie sah aus dem Fenster in dem Wissen, dass sie in diesem Zug nicht so viel Alk würde trinken könnenwie normalerweise... dass sie komplett nüchtern dort würde ankommen und daher einfach alles der einzige vollkommene Horror werden würde...

Zu Mittag und zu Abend aßen sie im Zugrestaurant und die ganze Fahrt über trank Joanna immer mal wieder einen Wein. Ihren Durst stillte das nicht im mindesten, aber sie traute sich nicht mehr zu bestellen. Sowohl der Zubegleiter wegen, aber vor allem auch wegen James. Der morgige Tag würde anstrengend genug werden. Da wollte sie ihm nicht auch noch auf die Nase binden, wie viel sie trank...
So war sie, als sie schließlich mitten in der Nacht und in vollkommender Dunkelheit endlich in Valemount ankam, fast nüchtern. Nicht so nüchtern dass sie Entzugserscheinung gehabt hätte, aber doch... tja. Der Weg bis zu ihrem Elternhaus war kurz und menschenleer und verlassen. Das Haus wirkte verlassen. Zwei Fenster waren in den Monaten, seit sie das letzte Mal hier gewesen war (das musste jetzt auch schon wieder 5-6 Monate her sein - Wahnsinn, wie die Zeit verging) wohl mit Steinen eingeworfen worden. Sie seufzte. "Okay, hier sind wir", sagte sie. Weißter Atem erschien vor ihren Lippen. "Oben sind die Schlafzimmer, ich hoffe die werden halbwegs warm sein." Mit kleinen Schwierigkeiten schloss sie auf und öffnete die Tür um auch ihn einzulassen. "Komm rein.."

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.02.2022 12:26.
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