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Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 16.04.2022 10:30Einen Augenblick lang war Joanna sich sciher, dass ihr Mann ablehnen würde. Dass er, mit einem Blick auf sie sagen würde Besser nicht, sich umdrehen und gehen würde. Und sie hätte es sogar versetanden. Es hätte weh getan, aber es wäre... es wäre okay gewesen. Doch entgegen ihrer Vermutung stimmte er zu, und so rutschte sie etwas Beiseite um ihm Platz zu machen. Da das Tuch um ihre Rippen kalt war und sie nun oberkörperfrei hier saß, bildete sich eine kalte GÄnsehaut auf ihren Armen und sogar auf ihrer Brust. Nachdem sich James auf das 1-Mann-Bett gelegt hatte, ließ sich auch Joanna zur Seite sinken, bettete ihren Kopf aur seiner Brust und legte ihren kühlen Arm auf seinen warmen Körper, der für sie gerade fast ein wenig wie eine Heizung fungierte.
Sie lauschte seinem gleichmäßigen Herzschlag und für einen Augenblick vergaß sie die Zeit. Für einen Augenblick fühlte es sich für sie so an, als wären die letzten Jahre nie gewesen, als wären sie noch immer Ende zwanzig udn einfach nur glücklich. Die Musikorudzentin und der Polizist.
Sie spürte, wie sie in Erinnerungen verloren ging, immer mehr in dieser Zeit wegdriftete. Sie sah sich wieder, wie sie mit James ihre Eltern und ihre kleine Schwester besuchen war. Sie begrüßen, sie gemeinsam Essen. Leise Musik hörend. Eine andere Zeit. Und dann waren da die Hochzeitsvorbereitungen. James war nicht mehr da. Sie fuhren einkaufen. Die ltzten paar Last-Minute-Einkäufe. Es war dunkel. Sie hatten noch etwas gegessen, jetzt sollten sie zurückfahren. Joanna setzte sich hinters Steuer. Ein ungutes Gefühl beschlich sie. Sie wusste was geschehen wollte. Sie wollte schreien. Sie wollte aussteigen. Sie wollte es nicht erleben, nicht schon wieder. Sie versuchte die Augen aufzuschlagen, verzweifelt aufzuwachen, doch es nützte nichts. Ihr Fuß drückte das Gaspedal durch,s ie rasten die Landstraße entlang. Sie sah das Geschwindigkeitsschild. Sie ignorierte es. Sie sah die Kreuzung kommen. Sie sah dir rote Ampel vom Weiten.
Sie ignorierte sie.
Und da waren die Scheinwerfer. Die hellen Scheinwerfer, ein Blenden - KNALL.
Unter Schmerzen und Keuchen schreckte Joanna auf dem Schlaf. Blonde Haare hingen in ihrem Mund, ihr Gesicht war nass, ihr ganzer KÖrper schmerzte als wäre sie tatsächlich wieder in jenem Auto gewesen. Ihr war eiskalt, obwohl sie zugedeckt gewesen war, wie die Decke bewies die ihr gerade von den Schultern gerutscht war. Ihr Herz raste. Zitternd strich sich Joanna mit den Fingern über die Augen, schluckte schwer und versuchte verzweifelt, mühsam und erfolglos die Erinnerungen zu verdrängen.
James war nicht mehr da. Hinter dem Fnester konnte sie sehen, dass es bereits dämmerte. Es musste Abend sein. Joanna leckte sich über die Lippen, schwang die Beine aus dem Bett und richtete sich auf. Ihr war schwindelig - safe der Restalkohol in ihrem Blut. Und ihr war schlecht. Nicht kotzübel, aber schlecht. Jede Faser ihres Körpers schmerzte, vor allem Arme und Knie. Vorsichtig legte sie das nicht mehr kalte Handtuch um ihre Rippen beiseite, verzichtete auf den BH und zog sich einfach ein weites Shirt über. Dann nahm sie sich eine Flasche aus der Tüte mit dem Alkohol, den sie gekauft hatte. Mit geschlossenen Augen lehnte sie sich an den Schrank und nahm ein paar Schlucke von was-auch-immer. Es tat gut. Mühsam atmete sie durch. Zwang sich ruhig zu atmen. Nach zwei weiteren Schlucken verschwand die Flasche zurück in die Tüte und sie machte sich vorsichtig auf den Weg die Treppe hinunter um zu sehen, was ihr Mann so trieb. Ob die Fenster bereits ersetzt worden waren?

Re: Delio & Joanna ~ Fateful Party
von Joanna am 12.04.2022 18:15Allmählich füllte sich auch der Innenraum etwas. Joanna hatte etwa die halbe Flasche Sekt geleert, als sie sah, wie sich ein unbekannter Mann näherte. Er sah gut aus. Kurz geschorene dunkle Haare, gebräunte Haut und schalkhaft funkelnde Augen. Vor allem die Tätowierungen die seinen Körper zierten sahen verboten gut aus.
"Hola", erwiderte auch Joanna mit einem leichten Lächeln, neigte den Kopf zur Seite und betrachtete ihn. Jep, sie war leicht angeschwippst. Aber nur leicht und es war ein Schwips, den sie definitiv über den Abend hinweg noch beabsichtigste zu verstärken. Mit einem Kopf nicken wies sie auf den freien Platz neben sich. "Möchtest du dich zu mir setzen?", fragte sie mit einem leichten Lächeln und goss sich unterdessen ungeniert ein weiteres Glas Sekt ein. Sie hatte nicht gezählt das wievielte es nun war. Es spielte auch wirklich keine Rolle, oder?
"Joanna.", stellte sie sich selbst vor und musste sich einen kurzen Moment zurückhalten um ihren richtigen Namen zu sagen - viel zu oft wollte sie noch den Namen ihres Ex-Mannes verwenden... "Joanna Companion. Und mit wem habe ich das Vergnügen?", fügte sie an und musterte den Fremden fragend mit leicht zur Seite geneigtem Kopf, sodass ihre Haare eine Art kleinen blonden Vorhang bildeten und sie an ihrem auch von Tätowierungen verzierten Arm kitzelten.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 09.04.2022 12:51"Hey", ihre Stimme war etwas kräftiger, etwas bestimmter. Sie drückte seine Hand etwas um ihn zum stehen bleiben zu bewegen und stellte sich dann vor ihn, um ihm in die Augen sehen zu können. "Es ist nich deine Schuld James.", sagte sie ernst, ohne den Blick von ihm zu nehmen. Sie wusste wie schmerzhaft Schuldgefühle sein konnten. Sie wusste es nur zu gut. Und sie wollte nicht, dass James diese ertragen müsste. Zumal es wirklich keinen Grund gab. "Wenn überhaupt isses meine oder Damiens. Aber nicht deine." Das Verlangen ihn zu küssen war stark. Doch sie unterdrückte es. Wollte es ihm nicht aufdrängen. Sie hatte ihm bereits genug Schwierigkeiten eingebrockt und mehr als genug zum nachdenken. Sie... sollte ihn wohl nicht überfordern.
Zu den Verletzungen konnte Joanna nichts weiter sagen. Sie glaubte nicht, dass sie innere Verletzungen hatte. Würde sie das nicht merken? Außerdem hatte sie ja versucht sich mit ihren Armen zu schützen. Vielleicht etwas spät weil sie dank des Alks langsamer in ihren Reaktionen geworden war, aber trotzdem. Das mit Abstand meiste hatten ihre Arme und vielleicht auch Knie abbekommen. Wobei sie sich fragte, ob sie wirklich so übel aussah, wie er sagte. Ihre Mundwinkel zuckten leicht zu einem angedeuteten Lächeln, doch sie sagte nichts. Später.
Müde nickte Joanna als sie Daheim angekommen waren und es nun um den Fenstermann ging. Sie war ihm dankbar, dass er sich darum kümmerte. Denn trotz allem war das hier der Ort wo sie aufgewachsen war. Und sie hatte auch viele schöne Stunden und Tage hier erlebt. Sie hasste es, das Haus in einem solchen Zustand zu sehen. "Hoffen wirs...", murmelte sie leise. Auch wenn sie - ganz ehrlich - nicht dran glaubte.
Ohne etwas zu sagen ließ sie sich von ihrem Mann verarzten. Hin und wieder presste sie die Kiefer zusammen wenn es begann gehörig zu brennen, wenn er die Salbe auf eine Wunde schmierte, doch kein Laut entkam ihren Lippen. Joanna zögerte nur kurz, dann zog sie sich auf seine Bitte ungeniert auch ihr Shirt über den Kopf und nach kurzer Überlegung löste sie auch ihren BH. Dann käme sie noch besser an ihre Rippen. So mit nackten Oberkörper vor ihm sitzend nahm sie das kalte Tuch, zuckte kurz zusammen, legte es sich dann aber um die Rippen. Sie begegnete seinem Blick. Seiner sanften Berührung. "Danke...", flüsterte sie. Sie war so müde. Sie wartete. Einige Augenblicke verstrichen. Doch sie war sich sicher. "Legst du dich noch etwas zu mir?", fragte sie ihn dann bittend. Sie wollte nicht allein hier im Bett liegen. Es mochte zwar eng sein, war es doch ihr eigenes altes, aber... sie wollte gerade einfach nicht allein sein.
Sie wollte bei James sein...

Re: Delio & Joanna ~ Fateful Party
von Joanna am 09.04.2022 11:36Joanna döst evor sich hin, als der Flieger im heißen Kolumbien landete. Allerdings schreckte sie sofort auf, als ihr Kollege Hammer sie vorsichtig am Arm berührte. Jo rieb sich über ihre brennenden Augen, entknotete ihre Beine und setzte sich etwas auf um aus dem Fenster zu blicken. Ihr Kopf fühlte sich matschig an, wie immer wenn sie im Halbrausch wegen ihres chronischen Schlafmangels wegnickte. Sie bemerkte auch die Blicke, welche ihr ihre Kollegen und früheren beste Freunde zuwarfen. Sie war ja nicht blind. Es waren Blicke des Mitgefühls, der Angst und vor allem des Unbehagens. Ja. Sie, Joanna Companion, bereitete ihren (ehemals) besten Freunden Unbehagen. War das nicht großartig?
Sie waren über das Rollfeld an der Endstation angelangt. Ohne ein Wort zu sagen stand Joanna elegant auf, hielt sich dabei mit einer Hand fest, während sie mit der anderen ihre Tasche von der oberen Gepäckablage herausholte. Sie schulterte sie und folgte dann den anderen der Crew nach draußen.
Sie freute sich darauf, raus zu kommen. Sie freute sich darauf, neues zu sehen, sie freute sich darauf, Musik zu hören, Musik anderer länder, ein Festival, womöglich neue Kontakte zu knüpfen und was nicht alles. Und vor allem freute sie sich natürlich auch auf die Party, die mit dem Festival verbunden sein würde. Und auf den Alkohol, der dort fließen würde. Viel Alkohol.
Sie konnte einfach nicht mehr ohne.
Der Alk war eines der vielen Themen, welcher sich wie eine Mauer zwischen ihr und ihren Kollegen aufgebaut hatte. Nach etwa einem Jahr hatten sie herausgefunden, dass Joanna während ihres Homeoffice - und dennoch während der Arbeit - trank. Und nur ihrer Freundschaft war es zu verdanken, dass sie es nicht gemeldet hatten. Aber seitdem lagen sie ihr damit sätndig in den Ohren. Joanna war genervt. Wollte es nicht hören. Es war ihr verdammtes Leben, also auch ihr Scheiß-Problem, oder? Nicht das von denen. Sie hatten sich da nicht mit einzumischen. Sie hatten einfach keine Ahnung, wie gut der Alkohol ihr tat.
die heiße kolumbianische feuchte Luft traf sie wie ein Schlag als sie ausstieg. Es war ein so krasser Unterschiedzu dem kalten Kanada, dass Joanna tatsächlich einige Sekunden brauchte, um überhaupt die gefühlt viel dickere Luft atmen zu können. Dann breitete sich ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen aus. "Krass. Hab ich das vermisst.", meinte sie. Und gemeinsam machten sie sich auf den Weg um die Koffer abzuholen und dann zum Festival gebracht zu werden.
Das Festival fand auf einem großen Gelände statt, auf welchem sich auch mehrere große Gebäude befanden - zum Feiern und nach drinnen zurückziehen, sollte es draußen regnen, inklusive einiger kleinerer Unterkünfte für angereiste. Joanna und ihre Leute hatten ein kleines Haus gemietet, wobei Marya ein Zelt gekauft hatte und fest entschlossen war zu campen. Noch immer versuchte sie Jo zu überreden mit zu machen. Aber Jo interessierte nur eins. Und sie war auch die erste, die es fand: die Bar. Sie schnappte sich den Willkommens-Sekt, hatte ihn eine halbe Minute später bereits in zwei großen Zügen geleert und machte sich jetzt auf die Suche, ob es nicht irgendwo gleich die Sektflasche gab. Sie hatte keine Lust auf die Blicke, wenn sie sich ständig eines von diesen kleinen Gläschen holte. Konnte sie nicht gebrauchen.
Und sie hatte Glück. Drinnen fand sie die Getränkewagen die vorbereitet wurden und die verschiedenen Mix-Stände und was nicht alles versorgen sollten. Sie stibitzte sich ungeniert eine Flasche, ließ sich damit an einem der (noch) vielen leeren Tische nieder und sah sich um. Betrachtete die (noch) leere Bühne, die Aufbauten der Musikboxen und alles mögliche. Viele Künstler würden auftreten udn viele internationale Musikfirmen würden zugegen sein um die Künstler zu bewerten und zu entscheiden, ob sie ihnen einen Vertrag anbieten wollten oder nicht. Außerdem würde es auch einen guten Austausch zwischen den Musikfirmen ermöglichen für mögliche Kooperaetionen. Gut dass Joanna für sowas nicht zuständig war.
So saß sie da, trank ihren Sekt, beobachtete und sorgte einfach nur dafür, dass ihre Gedanken & Gefühle wie so oft einfach wegfliegen und ertrinken würden. So, wie es sich gehörte...

Delio & Joanna ~ Fateful Party [ZWANGSCUT]
von Joanna am 09.04.2022 11:22

Zwei Jahre sind vergangen seit Joanna Officer (née Companion) aus dem Gefängnis entlassen wurde. Durch ihre 5-Jährige Haft ohne Kontakt zu ihrem Mann hat sie sich von diesem getrennt, ihren Mädchennamen angenommen und weiter in ihrem Heimatdort gelebt, welches sie erfolgreich noch weiter zugrunde richtete, als sie es dank des Unfalls ohnehin schon war. Sie hat ihre Arbeit als Musikproduzentin in Fernarbeit wieder aufgenommen. Nun findet ein großes Musikevent im fernen Kolumbien statt und da ihre Bewährungsstrafe abgelaufen ist, kann Joanna erstmalig wieder verreisen. In Kolumbien trifft sie dann auf den kolumbianischen - sehr bekannten - Sänger Delio Lazcano, welcher sofort von der blonden kanadischen Schönheit fasziniert ist. Und es soll ein Abenteuer zwischen ihnen beginnen, mit dem keiner von beiden gerechnet hat...

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 08.04.2022 10:29"Es... ist nicht so schlimm.", versuchte sie ihrem Mann zu versichern, der aber was das Thema anging ganz offensichtlich nicht mehr mit sich redn lassen wollte und den kleinen Umweg zur Apotheke in Kauf nah, ehe sie sich auf den Heimweg machten.
Während sie also dorthin unterwegs waren, hörte sie seine leisen Worte und schüttelte müde den Kopf. "Du konntest es doch nich wissn. Es isn Wunder dass du überhaupt so früh aufgetaucht bist.", meinte sie und schaffte tatsächlich irgendwoeher ein kleines Lächeln hervorzuzaubern. Sie war ihm wirklich dankbar, dass er aufgetaucht war. Obwohl ein gar nicht mal so kleiner Teil von ihr sich trotzdem fragte was gewesen wäre, wenn sie allein geblieben wär. Ob sie dann jetzt schon bei Lis wäre? Oder auf dem Besten weg zu ihr? Sie bezweifelte es. Sie glaubte nicht, dass Damien sie umgebracht hätte. Aber krankenhausreif? Alle mal. Vielleicht... doch Jo verbat sich die Gedanken. Fuck sie sollte so nicht denkn. Das wusste sie doch.
An der Apotheke angekommen blieb Joanna draußen stehen und wartete auf ihren Mann. Sie hatte keine Kraft dort hinein zu gehen. Sie hatte keine Kraft den genugtuenden Blick dann wieder zu ertragen, oder irgendeinen spöttischen Kommentar. Sie... sie wollte einfach nicht mehr.
Sie wollte nicht mehr.
Als James dann mit ener Tüte voll was wusste sie schon herauskam, begann er schon wieder mit dem Thema Arzt. "Es waren nurn paar Schläge und Tritte. Nichts weiter.", versuchte sie ihn zu beruhigen - und wusste doch, dass sie genauso gut gegen eine Wand hätte anreden können. sie war froh, als sie ihr Elternhaus erreichten. Tatsächlich fühlte es sich wenigstens hier noch ein klein wenig wie Zuhause, wie... Heimat an. Hier könnte sie sich ausruhen. Sich erholen. Sie müsste sogar noch ein paar Flaschen in ihrer eigenen Hand haben. Doch ehe sie ins Wohnzimmer abbiegen konnte, wurde sie von James, der sein Telefonat beendet hatte, nach oben geführt. Sie nickte nur als er von dem Fenster erzählte, das ausgetauscht würde. "Danke, dass du dich darum kümmerst", murmelte sie ehrlich und fuhr sich nun mit einer Hand übers Gesicht.
"Wie du willst... aber es is nichts schlimmes", versicherte sie ihm, zog unter seinem Blick aber dennoch ihre Jacke und Pulli aus, sodass ihre lädierten Unterarme zum Vorschein kamen. Dumpf sah sie die Verfärbungen an und die hier und da etwas blutigen Stellen. "Ich brauch keine Schmerztablette. Ich spürs kaum", murmelte sie wahrheitsgemäß. Sie saß einfachh nur teilnahmslos da, starrte auf ihre Arme.. und wollte nur noch schlafen. Einfach nur schlafen. Ewig schlafen...

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 07.04.2022 15:44Der Weg zum Ende des Friedhofs kam ihr ewig lang vor. Sie fühlte sich wie paralysiert, nicht Herr über ihre Sinne. Alles war seltsam, unzusammenhängend. Der Rausch verschwunden, obgleich der Alkohol natürlich dennoch in ihrem Krislauf zirkulierte. Als James sie zum Stehen brachte und ihr so besorgt in die Augen sah, konnte sie den Blick kaum erwidern. Allerdings schüttelte sie dann langsam den Kopf, als er fragte ob sie zum Arzt müsse. Sie wollte keinen Arzt. Sie wollte einfach... sie wusste selbst nicht, was sie wollte. Am liebsten zu Lis, aber das war unmöglich. Das wusste sie.
"Es geht schon", sagte sie endlich. Tatsächlich fühlte sie sich hauptsächlich betäubt. Ob aufgrund des Alks oder des Schocks vermochte sie nicht zu sagen, jedenfalls waren die Schmerzen noch eher dumpf. Weit weit in der Ferne. "Meine Rippen schmerzen etwas, aber das vergeht." Und sie wollte nicht wissen wie ihre Arme vermutlich aussehen mochten, mit denen sie versucht hatte sich vor den Tritten zu schützen. Ihre Hände waren an der Seite blutig aufgeschürft - das sah sie jetzt erst. Den Zustand der Arme würden sie wohl auch bald genug herausfinden.
"Lass uns... einfach nach Hause gehen", bat sie. Sie war erschöpft. Körperlich und vor allem seelisch einfach nur erschöpft. Zuhause in den vier Wänden dort... würden sie alles weitere planen können. Die Abreise und... was sonst alles noch so anstehen mochte. Für den Moment war sie einfach nur noch fertig mit der Welt.
"Ich hoffe, wir begegnen niemanden sonst mehr auf dem Rückweg." Und wenn dann... würde alles weitere nur erneut in den dunklen Abgründen ihrer selbst verloren gehen. Es war genug. Sie war gerade... einfach nicht mehr aufnahmefähig. Sie konnte nicht mehr. "Danke dass du da bist...", sagte sie leise und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. Was wohl geschehen wäre, wäre sie alleine hierher gefahren?
sie wusste nicht, ob sie es wissen wollte...

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 03.04.2022 16:45Es geschah so schnell, dass Joanna es kaum mitbekam. Schwankend und mit Mühe stand sie da, als sich James mit einem Mal wieder von ihr löste, Damien packte, wegzerrte. Sie konnte kaum verarbeiten was hier gerade geschah, der Alkohol der alles irgendwie schwammig gemacht hatte, schien mit jeder verstreichenden Sekunde, jedem gesprochenen Wort irgendwie mehr zu verdunsten, mehr aus ihr rauszusickern und sie wieder fast nüchtern zurückzulassen. Sprachlos sah sie zu, wie James Damien traktierte, wie er sie... verteidigte. Sich für sie einsetzte. Scham quoll in ihr über - und Liebe. Liebe für James. Unendliche Dankbarkeit. Mit zwar etwas wackeligen, aber dennoch sicheren Schritten ging sie langsam auf James zu. Sie hatte nie daran gedacht, dass er als Cop ganz genau wusste, wie es im Knast war. Stellte er sich das alles vor? Dass sie... all das erlebt hatte? Stellte er sich vor wie sie... vergewaltigt worden war?
Vorsichtig legte sie eine Hand auf seine Schulter. Gerade wollte sie nichts anderes mehr als mit ihrem Mann allein sein. Ihm zu zweigen, wie... dankbar sie einfach dafür war, dass er da war. "Lass ihn...", bat sie ihn leise. Ihre Zunge fühlte sich nicht mehr ganz so klumpig an. Sie sprach verständlicher.
Sie drehte sich um, legte ihre Finger erst an ihre Lippen, dann auf die Grabsteine. Ihr Herz blutete. Gerne hätte sie den ganzen Tag hier verbracht, doch Damien... sollte wohl auch seine Zeit zum Trauern bekommen. Zusammen wars undenkbar. "Machts gut. Ich liebe euch.", murmelte sie - und Lis Grabstein nochmal viel leiser. "Ich liebe dich..." Das hatte sie immer getan. Sie hatte sie immer beschützen wollen. Und dann in den Tod geführt. Sie war awhrlich die schlechteste Beschützerin aller Zeiten...
Dann kniete sie sich hin um die leeren Flaschen zurück in die Einkaufstüte zu tun, richtete sich auf und nahm James bei der Hand.
Damien funkelte sie finster an und erst in dem Augenblick da sie an ihm vorbeiging, konnte sie ihn noch knurren hören: "Ich hoff du säufst dich ins Grab." Sie antwortete nicht drauf, sondern drückte nur leicht James' Hand, um mit ihm vom Friedhof zu gehen. Ihr Kopf fühlte sich seltsam klar an, dafür dass sie vor wenigen Minuten noch volltrunken gewesen war. Was für ein beschissener Tag.
Vielleicht... war es doch ein Fehler gewesen, hierher zu kommen.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 28.03.2022 12:40Die ganze Welt drehte sich um sie. Ihr Kopf dröhte. Die Übelkeit und der Geschmack des Blutes vermischten sich nicht gerade elegant in ihr - aber zumindest fühlte sie sich nicht mehr komplett besoffen. Dafür hatte das Adrenalin in ihrem Körper gesorgt, die zugleich die Schmerzen in ihrem Kiefer, in ihrem Magen und ihren Armen etwas betäubten. Doch mit einem Mal spürte sie, die wie die Tritte aufhörten und ein wütendes Brüllen zerriss die Luft.
Mit einem fallen Herzschlag und einem ungeahnten plötzlichen Gefühl von Liebe blickte siea uf als sie sah, wie sich James - mein Mann, dachte sie - des Angreifers annahm. Weg von meiner Frau!, hatte er gebrüllt. Ein lockeres kurzes unzusammenhängendes Lächeln zuckte kurz über ihre aufgeplatzte Lippe. Sie versuchte aufzustehen, doch der Alkohol der noch in ihrer Blutbahn zirkulierte ließ sie nicht. Also blieb sie einfach sitzen, starrte mit unglaublichen Schuldgefühlen weil sie so verdammt unnütz war und es schon wieder übertrieben hatte, wie James mit Damien rang.
Der spuckte aus.
"Ihre Frau...!", zischte er mit wütend funkelnden Augen und deutete mit einem zitternden Finger auf Jo am Boden. "hat meine Verlobte umbgebracht!! Klar?? Sie hat kein Recht hier zu sein!! Nicht hier!!!" Das letzte Wort war fast schon ein Heulen. Jo suchte ihre Willenskraft zusammen und schaffte es auf die Füße. Die Welt drehte sich um sie - ihr schmerzender Kopf machte das nicht gerade einfacher. Dennoch sah sie zu Damien. "Es tut mir leid...", sagte sie leise und ihre eine Hand fand James Schulter um sich daran abzustützen. Ihre Kleidung war dreckig, ihre Hose aufgerissen, doch sie merkte es nicht. "Ich kann es nicht rückgängig machen. Ich würde sofort, aber ich kann nicht..."
Damien lachte bitter. "Das bringt mir Lissie auch nicht zurück, du verlogene Hure!! Du hättest lebenslänglich bekommen sollen und das weißt du genau!!"
Jo sagte nichs dazu. Ja, sie erinnerte sich daran. Damien hatte vor Gericht darauf plädiert. Und er hatte ja nicht Unrecht. "Lass uns gehen...", murmelte sie sehr sehr leise zu James. Bittend. Sich noch immer an ihm absütztend.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 27.03.2022 18:38Bei seinen nächsten Worten lächelte sie schwach. "Ja. Genau das mein ich." Unmittelbar nach dem Unfall hatte er es nicht getan. Ebenfalls vereständlich. So als Poliist. Immerhin trug sie die alleinige Schuld. So einfach war das. Aber es war nichts, an was sie jetzt denken sollte. Es... war ja jetzt anders. Und sie war ihm dankbar dafür. Das war sie wirklich.
Ansonsten schweigend frühstückten sie zu Ende. Bezahlt war bereits, so konnten sie danach die Bäckerei sogleich verlassen und Joanna konnte sich endlich - endlich - auf den Weg zum Spirituosenladen machen.
Das eindecken mit Alkohol ging schnell, wobei sie sich auch hier vom Ladenbesitzer natürlich einiges anhören durfte. Es wudnerte sie nicht. Nach dem Knast asr sie hier - und in der Bar, genauso wie er - Stammkunde gewesen. Entsprechend wusste er, wie viel sie trank, kannte ihr Problem (so wie dadurch auch das gesamte verdammte Dorf) und ließ nicht locker damit. "Ein Wunder dass du noch lebst", war seine charmante Begrüßung gewesen. "Schade dass dich der Alk immer noch nicht geholt hat." Sie hatte auf nichts davon reagiert, einfach die Flaschen gekauft und anschließend die klirrenden Tüten zum Friedhof getragen. Es dauerte nicht lange, bis sie das Grab ihrer Eltern und ihrer Schwester gefunden hatte. Es war sehr schön gemacht. Helle Steine mit dunkler eleganter Gravur. Sogar kleine Bilder hatte man dazu gestellt, welche Joanna sofort wieder die Tränen in die Augen stiegen ließen. "Fuck...", murmelte sie leise, setzte sich im Schneidersitz davor in das feuchte Gras, nahm sich blind die erstbeste Flasche und nahm gleich mehrere lange Züge. Die Beete waren sehr hübsch hergerichtet, das Dorf kümmerte sich gut darum. Vor allem das Grab von Lis war mit sehr viel Liebe gepflegt worden. Rosen sprossen und kleine Veilchen - die ihre Lieblingsblumen gewesen waren. Unter der roten Kerze war ein Brief und als Joanna nach zwei Stunden danach griff um ihn zu lesen wusste sie, dass es ein Liebesbrief war. Von ihrem Verlobten. Also... damaligen Verlobten. Wieder rannen Tränen über Joannas Wangen, allerdings vollkommen stumm.
Am frühen Nachmittag war Joanna bereits sturzbetrunken. Sie wiegte sich leicht hin und her, während sie ein wenig lallend zu den Grabsteinen sprach. James hatte sie noch nicht angerufen, obwohl sie wusste, dass er das noch tun wollte. Aber dann hörte sie Schritte auf dem Kiesweg. Im ersten Moment lächerlicherweise sogar fast überzeugt, dass es Lis sein würde, blickte sie auf. Natürlich war es nicht Lis.
Es war Damien. Lis damaliger Verlobter. Und seine Miene war wutverzerrt und bevor Jo sich versah, hatte er ihr auch schon mit der Faust gegen den Kiefer geschlagen. "Wie KANNST du es wagen hier aufzukreuzen??", schrie er sie an und Speichel flog ihr ins Gesicht. Durch die Wucht des Schlages war Joanna nach hinten gefallen, dank des Alkohols und dem Schmerz im Gesicht war ihr schwindelig, übel sogar. Sie schmeckte Blut. "Wie-kannst-du-es-nur-wagen??!" Fußtritte trafen sie in den Magen. Jo stöhnte und rollte sich instinktiv zu einer Kugel zusammen, versuchte ihren Kopf zu bedecken und wünschte sich einfach mit jeder Faser ihres Seins James herbei...









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