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Re: Steve & Joanna ~ What Did You Saw?
von Joanna am 09.05.2022 19:55Joanna schwieg, obgleich sie gut hören konnte, wie genervt Steven war. Aber sie hatte keinen Bock auf diesen Streist. Sie hatte keinen Bock auf nichts. Sie wollte einfach nur von allem und jedem in Ruhe gelassen werden. War das denn wirklich zu viel verlangt? Ja?
Sie presste die Kiefer bei seiner Auflistung fest aufeinander. Sie hasste es. Sie hasste es so sehr. "Schlagt mich K.O. und verfrachtet mich unaufällig ins Auto. Oder gebt mir halt diese beschissnen Schlaftabletten, is mir egal. Is alles besser als so." Ihre Stimme war distanziert und kalt. Sie wollte nicht mehr. Würde sich jetzt hier spontan ein Grab auftun - sie würde sich spontan freiwillig reinlegen. Sofort und ohne zu zögern.
Ohne ein weiteres Wort betrat sie das Innere des Hauses und machte sie auf die bereits im Vorhinein zum Scheitern verurteilte Suche nach Alkohol. Ihr war klar gewesen, dass sie nicht fündig werden würde - aber sie hatte es dennoch versuchen müssen. Mit einem Drink würde das hier alles viel leichter von der Hand gehen. Würde ihr dieser ganze verdammte Scheiß viel leichter fallen. Ein Drink nur. Vielleicht auch zwei.
Ihre Hände zitterten.
Dann kam auch direkt der nächste Schlag. Sie und Steve also nach außen hin ein Ehepaar? Wirklich? Kurz musterte sie den Agenten der geradewegs wie aus einem Men-in-Black-Film entsprungen aussah und lächelte bitter. "Nein, ist schon okay. Hassen uns doch schon genug ohne was schauspielern zu müssen." Sie nickte zu dem Agenten hin. "Und nur mal so aus Interesse - ist der für unsere Tarnung nicht ein wenig auffällig?" Vielleicht würde sie oben noch ein wenig Alk finden. In irgendwelchen Schränken. Oder hinter Schränken. Oder unter einem Bett. Vielleicht unter Dielenbrettern wo irgendjemand vor Urzeiten etwas versteckt hatte...
Joanna lächelte ein schwaches bitteres Lächeln. Aber du bist wichtig für uns, du bist wichtig für die Sache. Das war der Knackpunkt, nicht wahr? Sie war zu irgendeiner beschissnen Schachfigur in ihrem beschissnen Spiel geworden und wurde hierhin oder dorthin gezogen, ganz so wie diese Typen es wollten. Und dabei war Joanna schon immer ein Mensch gewesen, der seine Freiheit schätzte brauchte und sie sich nahm. Wen wunderte es, dass sie das ganze hier mehr und mehr verabscheute?
"Schön.", meinte sie nur distanzeirt auf seinen kleinen Monolog. Sie hatte es ja kapiert. "Aber streich das unschuldig." Und sie ging. Sie wollte sich kein weiteres Wort mehr anhören. War doch schön, wenn der Wintersoldier sich dann ausnahmsweise einen schuldigen Menschen schnappen würde. Hätte doch auch mal was.
Als erstes klapperte sie auch die oberen Zimmer nach Alk ab. Natürlich ohne Erfolg. Auch keine Geheimfächer oder sonst was. Dabei würde ein Drink so verfickt gut tun... aber immerhin fand sie einen CD-Player in einem der Schlafzimmer, zusammen mit einer kleinen Sammlung an CDs von denen Joanna sogar ein paar nicht kannte. Sie legte die erste ein, schloss die Tür und legte sich ins Bett. Ihr ganzer Körper war schwer, fühlte sich an als wäre er mit Granit gefüllt. Vielleicht wegen ihres Verlangens, vielleicht wegen der Schuld, vielleicht auch wegen den nahezu inhalierten Paniktabletten. Wer wusste es schon. Sie schloss ihre wie so oft vor Müdigkeit brennenden Augen (da sie schon seit längerem am chronischen Schlafmangel litt), lauschte vertrauten und unvertrauten Klängen und Tönen und analysierte sie.
Nach 1 1/2 Stunden war die CD durch - und Joanna zu depressiv um aufzustehen und eine neue reinzutun. Langsam dämmerte sie in einen Schlaf weg. Einen unruhigen Schlaf, der nur eine Stunde andauern sollte. Ein Schlaf, in welchem sie wieder in einem Auto saß. Die rote Ampel aufblitzte.
Und ihr Fuß aufs Gaspedal drückte...

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 03.05.2022 16:45{Alles gut!! :3}
Sie lächelte leicht als er dem Rotwein tatsächlich zustimmte, gab ihm einen leichten Kuss auf die Wange und trotte anschließend die Treppe hinauf zu der gekauften Tüte. Es war mehr leer als sie erwartet hatte. Hatte sie auf dem Friedhof doch so viel getrunken, bis Damien aufgetaucht war? Leicht schüttelte Joanna den Kopf, verscheuchte die Gedanken und griff nach einer Flasche, die ganz nach Rotwein aussah. Es war ein billiger, der sicher nicht ansatzweise so gut schmecken würde wie das Essen, welches James aus dem nichts gezaubert hatte, aber hey.. immer noch besser als nichts.
Sie widerstand dem Drang direkt einen Schluck daraus zu nehmen und ging wieder hinunter, zurück ins Esszimmer. Zwei Weingläser waren schnell rausgeholt und sie schenkte erst ihm und dann sich ein. Den linken Arm hatte sie dabei unterbewusst in einer schonenden Haltung platziert. Atmen fiel ihr schwer, ihre Rippen schmerzten höllisch. Von ihren Unterarmen mal ganz zu schweigen. Vermutlich hatte sie sich die Rippen geprellt.
Nachdem sie eingeschenkt hatte, setzte sie sich und griff nach dem Glas. Ihre Hand zitterte. Sie drehte es leicht. "Ich möchte etwas sagen.", sagte sie leise, ohne James anzusehen und hob dann das Glas. "Auf Mathis Michael Companion, den gottesfürchtigsten Mann im Dorf und dem besten Bäcker. Auf Embrace Wann Companion, deren Liebe stets den Tieren, der Landwirtschaft und dem Dorf galt. Auf... Lisbeth Evernie Companion. Ein Sonnenschein für Mensch und Tier, die jeden Raum erhellt hat. Und auf Harry und Samantha Rochester, die wie die anderen zu früh sterben mussten." Sprechen fiel ihr zunehemend war. Es war, als würde eine unsichtbare Klaue ihr die Kehle zudrücken. Ihr Herz zerquetschen. Die letzten Worte waren mehr gehaucht als gesprochen: "Ich werde euch nie vergessen."
Ihre Gesicht verzerrte sich zu einer Fratze als sie versuchte zu lächeln. Der Klang, als sie sich zuprosteten hallte in ihren Ohren wieder, verstärkt und misstönend. Sie nahm einen viel zu großen Schluck Wein und stellte es wieder beiseite. Mit den Gedanken bei den Toten. Bei den Menschen, die wegen ihr hatten sterben müssen.
"Guten Appetit, Schatz.", sagte sie leise und tonlos und begann zu essen, ohne nochmal aufzusehen.

Re: Suzuki & Joanna ~ There's Coldness Inside Me
von Joanna am 26.04.2022 11:24Die Aussage verwirrte Joannas betrunkenen Kopf. Wieder neigte sie den Kopf leicht, kniff die Augen noch weiter zusammen und versuchte in dem Wolf einen Hund zu sehen. Aber so richtig wollte es einfach nicht funktionieren. "Sieht aber auss wien Wolf", beharrte Jo als sie plötzlich ein Zerren an ihrem Arm bemerkte. Und die Hitze von Körperwärme. Überrascht wendete sie ihren Blick (erneut verschwamm die Welt für einen Moment in farbigen Schlieren ehe es sich wieder fokussierte) und sah zu ihrer Überraschung die kleine Frau, die eben ganz sicher noch weiter weg gesatanden hatte. Oder? Wie war sie jetzt so schnell so nah gekommen?
Bei den Worten winkte Joanna achtlos ab. "Es is hier nich gefährlich.", beharrte sie, und lehnte sich etwas mehr gegen den Baumstamm hinter sich. "Es is schön und einsam." Weit weg von irgendwelchem anderen Scheiß an welchen sie sich gerade dankenswerterweise absolut nicht mehr erinnerte. Ein schönes Gefühl.
Doch dann sagte die Fremde etwas anderes, das die Musikproduzentin aufhorchten ließ. Sie blinzelte und dachte nach. Um sie herum hatte sie zwar noch ein paar Flaschen, ja - aber sie wusste nicht wie lange sie noch in der Lage wäre sie zu öffnen oder wie lange sie noch reichten könnten. Doch der ausschlaggebendste Grund war das, was sie danach sagte. "Hey! Hey, keine Polisei, okay?" Es war ein Aufruf von ihr, sie stützte sich auf dem kalten harten Boden ab. "Ich brauch keine Bullen...", murmelte sie. Für einen winzigen Moment kehrten die dunklen Wolken vor welchen sie doch eigentlich fliehen wollten wieder in greifbare Nähe. Ihr stockte der Atem. Tränen brannten, doch der Name verflüchtigte sich dankenswerterweise wieder ehe sie ihn zu fassen kam und zurück blieb das kreiselnde orientierungslose Gefühl des Alks.
"Okay okay.. is gut...", murmelte Joanna. Eine Hand klammerte sich an den Stamm hinter ihr, mit der anderen packte sie die Schulter des Mädchens und schafft es so irgendwie in eine senkrechte Position. Die Welt schwankte um sie, der Boden schien heftig hin und her zu beben, sie musste unwillkürlich lachen und klammerte sich dabei für einen Moment an den Baum um nich direkt wieder zu Boden zu gehen. Allmählich jedoch wurde es etwas weniger, sie gewöhnte sich an das Schaukeln. "Okay okay... auf gehts. Wo lang?", fragte sie und verließ sich dabei nun voll und ganz auf ihre Begleitung. Sie selbst bekam eh nichts mehr geschissen.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 26.04.2022 11:05Chancenlos musste sie es zulassen, dass er sie zurück auf die Couch bugsierte. "Okay...", gab sie sich schließlich geschlagen als sie nun vor dem seit langem leeren riesigen ehemaligen Aquarium saß und zu ihm schaute. "Aber wenn ich doch irgendwas tun kann, sag Bescheid.."
Sie beobachtete noch, wie er zurück in die Küche zu dem brutzelnden Fleisch verschwand. Dann legte sie sich hin und schloss die Augen. Wenn das Essen fertig war würde sie schauen, ob oben in der Tüte noch ein Rotwein dabei war. Bestimmt war da einer. Dann würden James und sie sich noch einen schönen Abend machen und könnten Zugtickets zurück nach Vancouver buchen - morgen früh. Sie gähnte und spürte, wie die verhasste Dunkelheit sich um sie verdichtete, sie in einen unruhigen grausamen Schlaf zog, in welchem sie in einem Auto saß.
Es war Nacht. Es war dunkel. Die rote Ampel näherte sich. Ihr Fuß drückte aufs Gaspedal. Zu schnell. Über rot. Scheinwerfer die sie blendeten.
KNALL.
Joanna schreckte von der Couch auf, schweißgebadet und zuckte zusammen als sie ein Stechen in der Rippenregion spürte bei dieser heftigen Bewegung. Ihre ewit geöffneten Augen begannen nach und nach ihre Umgebung wieder zu registrieren - und sie starrte ins Esszimmer, wo sie sah, dass der Tisch bereits gedeckt war. Das Essen musste fertig oder so gut wie fertig sein. Mit einer zitternden Hand fuhr sich Joanna über das Gesicht, ihre tote Schwester noch hinter ihren Augenlidern sehend, wann immer sie diese für einen kurzen Moment schloss. Und selbst so schwebte ihr Gesicht vor ihr, ihr Unterbewusstsein fabrizierte schreckliche Bilder ihrer Leiche.
Sie schluckte schwer, erhob sich und tappte zum Tisch. "Das riecht wunderbar", sagte sie ehrlich und bemühte sich das kontinuierliche Brennen ihrer Augen zu ignorieren. "Wie wäre es mit nem Wein zum Essen? Ich kann schauen ob ich oben noch einen hab."

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 24.04.2022 09:13"Danke..." Sie wusste nicht ob sie gerade die Kraft gehabt hätte, wieder nachd raußen zu treten. Alaso wenn sie hier komplett alleine leben würde wie die wenigen MOnate nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis... dann ja, klar. Dann würde sie ihre Mauer hervorkramen, ihre EInläufe erledigen und innerlich sterben. Aber jetzt... jetzt gerade wo es eine mögliche Alternative gab, wollte sie einfach keinen Schritt mehr vor das Haus setzen.
"Wie zerschlagen.", antwortete sie wahrheitsgemäß und vollkommen erschöpft auf seine Frage. Und doch musste sie leicht lächeln, schloss sogar für einen kurzen Moment die Augen um seine Berührung zu genieen. Eine Berührung, welche sie für einen winzigen Moment um JAhre zurückschleudeterte. Wie sie es vermisste. Ihre selbstverständliche Intimität, Vertrautheit. Doch dann waren seine Finger schon wieder verschwunden und der Moment war vergangen. Die harte dunkle Gegenwart wieder Realität.
Sie wartete im Wohnzimmer während sie hörte wie er schränkte und Truhe durchforstete, dabei versuchend dem Drang zu widerstehen sich zu erheben und sich von oben eine Flasche zu holen. Andererseits... zu einem Drink zum Essen konnte niemand nein sagen, oder? "Klingt gut", rief sie zurück. Einige Augenblicke blieb sie noch ini hrer Position, ehe sie sich langsam wie eine gebrechliche alte Seniorin erhob und in Richtung Küche ging. Im Türrahmen blieb sie stehen und beobachtete, wie James sichs chon die Sachen am zusammensuchen war.
"Kann ich dir irgendwie helfen?", fragte sie müde.

Re: Suzuki & Joanna ~ There's Coldness Inside Me
von Joanna am 23.04.2022 21:25Joanna hörte etwas. Ein leises Rufen. Worte, auf welche sie sich keinerlei Reim machen konnte. Sie blickte auf. Blinzelte. Was...?
Und dann erblickte sie den Wolf. Joanna neigte den Kopf zur Seite wodurch es sich anfühlte als würde die gesamte Welt kippen. Tatsächlich fiel Joannas Oberkörper auf den Waldboden und sie musste sich wieder hochdrücken. Wieder starrte sie auf den Wolf. Verlor sie jetzt allmählich wirklich den Verstand? Aber dann lächelte sie das Tier an und streckte einen Arm nach ihm aus.
"Hey...", flüsterte sie leise und ihr alkoholisierter Atem bnildete einen weißlichen Dunst in der kalten stehenden Luft. Wieder ertönte eine Stimme, wieder dieses Wort. Doch diesmal kam danach noch mehr. Worte die Joanna verstehen konnte. Und sie kamen sicher nicht von dem Wolf. Jetzt konnte sie auch Schritte wahrnehmen. Die Welt verschwand in Schlieren als Joannas Blick hin und her glitt auf der Suche nach dem Ursprung der Stimme. Dann glaubte sie was zu sehen, versuchte zu fokussieren. Mit zusammengekniffenen Augen konnte sie eine verschwommene Gestalt ausmachen. Es schien eine junge Frau zu sein. Schwarze Haare. Freundlich.
Joanna lächelte sie an. Besser sie ging. Also die andere. sie winkte ab mit ihrem tätowierten rechten Arm udn verlor daraufhin fast erneut ihr Gleichgewicht, konnte sich diesmal aber in ihrer sitzenden Position halten. "Ich komm schon klar. Is okay..:", nuschelte sie undeutlich und schmeckte den Vodka schwer auf ihrer Zunge. Apropos. Sie griff nach der Flsache und tat einen neuerlichen großen Zug. Ihr Blick hatte wieder den des Wolfes gefunden. "Iss das dein Wolf?", fragte sie, erneut lallend und zugegeben neugierig. Nur wenige Leute hatten Wöle als Haustiere. Würde sie behaupten.

Re: James & Joanna ~ Do You Still Love Me? (2021)
von Joanna am 18.04.2022 11:52Joanna stand noch komplett neben sich. Zu teilen aufgrund des Restalkohols in ihrem Blut, zu Teilen aufgrund des nur kurzen und mehr schlechten als rechten Schlafes und zu Teilen wegen der Verletzungen, die sich nun da sich das Adrenalin und große Teile des Alks verflüchtigt hatten, doch deutlich bemerkbar machten. Dennoch fiel selbst ihr auf, dass es nun im Wohnzimmer doch schon bedeutend wärmer war - und als sie bei James Worten aufblickte konnte sie sehen, dass die kaputten Fenster tatsächlich ersetzt worden waren.
"Du bist ein Schatz... wirklich.", murmelte sie. Langsam und behutsam weil sich ihr Körper wirklich nicht wie ein Teil von ihr anfühlte und schmerzte, bewegte sie sich auf ihn zu und setzte sich langsam neben ihn. Sie fühlte sich wie zerschlagen, wie überfahren. Zombie-mäßig. Ja, das passte. Sie war ein Zombie. Lis hätte der Vergleich gefallen...
Sie ignorierte den Schmerz in ihrer Brust so gut es ihr möglich war und rieb sich leicht über den Schädel, in dem Versuch sich zu konzentrieren. "Haben... wir noch irgendwas zu Essen da?", fragte sie langsam. Seit heute morgen hatte sie nichts außer dem Alkohol zu sich genommen und jetzt machte sich ihr Magen doch deutlich bemerkbar. Und auch nach den Zugtickets zurück würden sie wohl Ausschau halten müssen. Der desaströse Todestag ihrer Familie war bald vorbei und Jo wollte zurück nach Vancouver. In die Stadt die sie liebte, weg aus dem Dorf in welchem sie aus gutem Grund vor allem an diesem heutigen Tag verhasst war...

Re: Suzuki & Joanna ~ There's Coldness Inside Me
von Joanna am 17.04.2022 22:25Die Welt war weiß.
Ironisch wie etwas so schön und so kalt und traurig zugleich sein konnte. Weißer Nebel bildete sich vor Joannas bläulich gewordenen Lippen. Es war November, doch bereits mal wiede runglaublich kalt in Kanada und der erste Schnee bereits gefallen. Der Boden und die Bäume weiß. Es war keine dicke Schneeschickt, aber vorhanden.
Die Musikproduzentin lehnte gegen einen Baum, saß im Boden - ihre Jeans an Arsch und Beinen komplett kalt durchnässt, der Schnee unter ihr auf welchen sie sich gesetzt hatte geschmolzen. Um sie herum lagen Alkoholflaschen. Bereits zwei leere, mehrere volle, eine angebrochene befand sich in ihrer einen klammen Hand, eine halb heruntergebrannte Zigarette in der anderen. Sie nahm einen tiefen Sog, stieß den Rauch in die Luft und sah ihm hinterher. die Tränen waren bereits getrocknet und hatten nichts als leichte Eisspuren auf ihren Wangen hinterlassen.
Sie wusste nicht wie lange sie bereits hier draußen saß und es war ihr auch egal. Ihre Gedanken verweilten bei ihrem Mann. Ex-Mann. James Officer. Fuck, sie vermisste ihn. Sie erinnerte sich an ihre Hochzeit. Wie sich geschworen hatten zueinander zu stehen. In Guten wie in schlechten Zeiten. Und sie hatte es zerstört. Nur sie allein. Letzten Endes... hatte er nichts falsch gemacht. Es war ihre schuld gewesen. So wie immer.
Allein ihre Schuld.
Sie lachte bitter und die Zigarette fiel ihr aus den klammen Fingern auf die dünne Schneeschicht zu schon so manch anderen. Ihr war nicht kalt. Tatsächlich glühte sie vor innerer Hitze und überlegte schon, ihre Hacje vielleicht auszuziehen. Die Welt drehte sich um sie.
Joanna beugte sich nach vorne und verbarg ihr Gesicht in ihren schmalen Händen. Alle Menschen die sie in ihrem Leben geliebt, die ihr was bedeutet hatten, hatte sie verloren. Und an allem war nur sie allein verloren. Sie hatte James verloren. sie hatte ihre eltern velroren. Und Lis. Letztere drei durch diesen verfickten Unfall den sie gebaut hatte, an dem sie Schuld war. Und James durch die Nachfolgen.
Sie lachte bitter, trank einige Schlucke Vodka und legte den Kopf erneut ind en nacken, wodurch sich der Schwindel wiederum verstärkte. Zu was für einem Arschloch war sie eigentlich geworden?
Kurz entschlossen begannen ihre tauben Finger an ihrer Jacke zu spielen, öffneten den Reißverschluss und sie zog die Arme heraus. Sie schwitzte. Zumindest fühlte es sich so an. Sie begann die Ärmel ihres Pullovers hochzurollen. Kalte Luft traf auf kalte Haut, die sich innerlich heiß anfühlte. Das Knacken in der Nähe als jemand sich näherte hörte sie nicht...

Suzuki & Joanna ~ There's Coldness Inside Me [ZWANGSCUT]
von Joanna am 17.04.2022 22:00

Die Scheidung ist durch. Nach Monaten der Anwälte und Treffen ist die Scheidung nun tatsächlich durch - und Joanna Companion, ehemalige Officer, am Arsch. Um einen freien Kopf zu bekommen begibt sie sich im Winter verschneiten Kanada in die Wälter, bewaffnet nur mit Zigaretten und Alkohol und ist bereits nach kurzer Zeit unterkühlt - eine Tatsache, die sie gar nicht bemerkt. Da wird sie von der jungen Frau Suzuki Hirono entdeckt, welche sich gerade einen traum erfülllt und Kanada erkundigt. Schnell wird klar dass beide Frauen, trotz des Alkohols, mit unglaublich viel zu kämpfen haben...

Re: Steve & Joanna ~ What Did You Saw?
von Joanna am 16.04.2022 11:55Joannas Launa sank noch weiter, wenn das überhaupt möglich war. Also würde sie früher oder später wieder eine Autofahrt erwarten. Geil. Wirklich geil. Sie wusste nämlich wirklich nicht wie er etwas anderes brauchbares organisieren sollte und wie das angenommen werden sollte. Ein Motorrad mit Beifahrer fiel schließlich auch auf und war wohl auch für eine etwaige Verfolgung alles andere als geeignet. Müde strich sich Joanna mit einer zitternden Hand über die Augen, ehe sie antwortete. "Wenn nichts geht, dann schlagt oder macht mich irgendwie voher bewusstlos. Dann krieg ich eh nichts mit." Und für jede Minute die sie nicht mitbekam, war sie so oder so dankbar. Eine der vielen Dinge, die sie auch am Alk so mochte und schätzte: er ließ sie - wenn auch nur für kurze Zeit - vergessen. Und verschaffte ihr wenigstens 3 Stunden ruhigen Schlafes.
Für einen winzigen moment zuckten Joannas Mundwinkel bitter. Sie konnte auf seinen Satz nichts antworten. Echt nicht. Geil wenn man mit einer Person in einem Haus eingepfercht war, die man mehr und mehr zu hassen begann. Das würde eine Scheiß Unendlichkeit da drinnen werden und Jo hatte keinen Bock sich anzuhören, dass es für alle schwer war. Für diese Kerle war es doch deren Scheiß-Job, oder? Sie hatte es sich am wenigsten ausgesucht.
Fuck, nein. Sie würde jetzt ganz sicher nicht mit kindischem Selbstmitleid anfangen. So tief war sie noch nicht gesunken. Wollte sie nicht gesunken sein.
Drinnen war sie auf ihrer Alk-Suche natürlich nicht fündig geworden und so zu Steve im Wohnzimmer zurückzusein. Als sie seine neue Ankündigung hörte, stieß sie ein einziges trockenes und unglaublich bitteres Lachen aus. Sie konnte nicht anders. "Was? Und wir sind das Pärchen?" Tja, zumindest hasste sie ihn schon wie man einen Ehepartner hassen konnte, oder?
Und wieder so ein Scheiß-Kommentar. Er konnte es nicht lassen, oder? "Ich habe gar nichs erwartet.", sagte sie kalt. Sie hatte Scheiße erwartet und Scheiße bekommen. Alles wie immer. "Und du bzw. ihr alle scheint euch viel mehr um mein Leben zu kümmern als ich." Wenn sie starb, starb sie und hätte endlich das bekommen was sie verdiente.
Sie hatte keine Angst vor dem Tod.
Ohne ein weiteres Wort an die beiden Männer zu verschwenden ging sie an Steve vorbei und die Treppe hoch, um die Zimmer auf der Suche nach einem CD-Player zu durchforsten. Denn irgendwo in diesem beschissnen Safe-House, musste es doch Musik geben!!









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