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Claire
Gelöschter Benutzer
Re: Claire & Felix ~ Beginning Of a Patchwork-Family | Triggerwarnung
von Claire am 25.09.2020 12:47Unwissend in welche Gedankengänge sie die Person gerade gedrängt hat, wartete sie gespannt auf den Namen. Zunächst schien sie zu zögern, was bei Claire eher den Eindruck erweckte, dass ihr noch nicht genug Vertrauen für den Namen entgegengebracht wurde. Doch das konnte sie verstehen, ja, und wie sie das konnte. Doch dann ... sprach sie Worte aus, die ihr sofort ein wenig Klarheit verschafften. Felix? Ein Name für das männliche Geschlecht. So wandte sie ihren Blick von der Natur, von Yelva und all dem ab und blickt nur zu Felix. ''Dann werde ich dich Felix nennen.'', nickte die junge Frau mit einem ehrlich liebevollen Lächeln. Sie war absichtlich zu dem du gewechselt. Für sie lag in dieser Tatsache absolut kein Problem. Sie war also ein er und das war okay. ''Felix?'', fragte ihre Tochter kurz nach Claires Worten neugierig. Für sie war es ein wenig schwieriger zu begreifen, doch glaubte Claire keine Sekunde daran, dass sie ein Problem damit haben würde, sobald sie verstanden hatte, was die Worte von ihm zu bedeuten hatten. Spätestens nachher - wenn alle bei Claire angekommen waren und es sich gemütlich gemacht hatten - würde sie Yelva einmal zu sich holen und ihr die Sache ein wenig erklären. So wusste sie schließlich nicht, ob Felix schon bereit dazu war, das alles von sich aus zu erzählen und unangenehm sollte ihm das Thema nun wirklich nicht sein.
Froh darüber, dass Felix so ehrlich zu ihr war und ihr auch einen kleinen Vertrauensvorschuss schenkte nickte sie letztendlich auf die Frage. ''Nur zu, nur zu!'' Claire hatte schließlich selbst eine Tochter, wusste was gemeint war und sofort kam ihr der Gedanke, dass es sicher ein merkwürdiges Gefühl für ihn sein musste, sein Kind wie eine Frau (was der Körper schließlich war) zu sättigen. Zu stillen. Daher ließ sie die beiden für diesen Moment allein, half Yelva dabei sich fertig für das Bett zu machen und schickte sie daraufhin schon ins Badezimmer um ihre Zähne zu putzen. Ein kurzer Blick reichte aus um ihr zu zeigen, dass der kleine Mann fertig war und so trat sie wieder in den Raum. ''Ich würde schnell das kleine Reisebett aus dem Kellerraum holen. Yelva möchte nichts mehr essen, deshalb ist sie schon im Bad. Aber wir können gerne gleich noch etwas essen, wenn du hunger haben solltest?''
Sharon
Gelöschter Benutzer
Re: Charlie & Sharon ~ Party Named Life
von Sharon am 24.09.2020 12:46Sharon konnte es immer noch nicht glauben.
Sie hatte tatsächlich die Klausur über 'altenglische Sprache' direkt beim ersten Mal bestanden! Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen las sie immer und immer wieder ihre Note im Computer, wo stand: B+. Es war unglaublich. Echt einfach unglaublich!
Ihr Blick flog zum unteren rechten Bildschirmrand, wo ein paar weiße Ziffern ihr die Uhrzeit anzeigten. In einer Stunde war es soweit. Zur Feier des Tages wollte sie mit einigen anderen Literaturstudenten feiern gehen. Nicht schickimicki, wie man es von Literaturstudenten wohl erwartete, sondern richtig in die Clubs der stadt. Seit Sharon hier in Oregon City lebte, war sie noch kein einziges Mal feiern gewesen. Zumindest nicht so. Sie war aufgeregt. Und Ruby war das auch, sie spürte sie ganz nah. Aber das wunderte Sharon nicht. Feiern...feiern, das war genau Rubys Stichwort.
Tja, wenn sie rechtzeitig da sein wollte, wurde es höchste Zeit, sich fertig zu machen. Mit einem kleinen Freudenlaut stand Sharon auf und marschierte ins Badezimmer.
Sie blickte in den Spiegel, ind ie Augen, die nicht so gänzlich die ihren waren, und spürte, wie ihr Schädel von beiden Seiten wie von einer Müllpresse zusammengedrückt wurde. Ihre Finger umklammerten das Waschbecken. Sharon versuchte ruhig zu atmen. Einatmen. Ausatmen. Einatmen.
Das Gefühl verschärfte sich. Ihre ganze Sicht verschwamm, wie als wäre ein weißer, leicht durcheinender Vorhang vor ihr zugezogen worden und schon konnte sie sich gegen den extremen, von innen kommenden Sog nicht mehr wehren...
...und verschwand.
Ruby
Ruby öffnete die Augen, sofort ein strahlendes, anzügliches breites Lächeln auf den Lippen. Oh, sie wusste was war. Oder? Es war doch heute, nicht wahr?
In wenigen Schritten hatte sie das Badezimmer verlassen und ihren gemeinsamen Terminkalender in der Hand. Ja! Es war genau jetzt. In einer Stunde, wie der Blick zur Uhr zeigte. "Feiern mit den Freunden!", jauchzte sie mit höher werdender Stimme und absolut begeistert kehrte sie ins Badezimmer zurück.
Dafür musste sie sich jetzt erstmal absolut schick machen! Sie trug Konturpurder und Highlighter auf, um sich hohe Wangenknochen und ein mysteriöses Aussehen zus chminken, gefolgt von dezent lila braunem Lidschatten, kräftiger Wimperntusche, einem deutlichen Lidstrich und kräftigen, dunkelrotem Lippenstift.
Bald darauf war sie fertig, musterte sich kritisch und zwinkerte sich selbst anschließend aufreizend zu. Ja, so ließ sich etwas machen. Im Schlafzimmer durchforstete sie die Schublade, in der ihre Sachen lagen und entscheid sich für eine knappe zerrissene Hot-Pen in ausgeblichenem Jeans-Style, ein weißes Top - über dem Bauch zerfranst, sowie einem genauso auf Brusthöhe abgeschnittenen schwarzen Lederjacke, welche sie vorne mit dem Reißverschluss leicht zumachte, sodass es ihre Brüste ein wenig einengte und nach oben drückte. Es folgten schwarze High-Heels und noch einmal musterte sie sich im Ganzkörper-Spiegel.
Fast.
Mit den Händen fuhr sie sich durch die langen, dunkelbraunen Locken und legte sie sich alle zusammen aufreizend über eine Schulter. Ja... das musste gehen. es war zwar nicht so gut, wie ihr eigener Körper in der Inner World, aber immerhin war er auch hier draußen alles andere als hässlich.
Zufrieden mit sich schnappte sie sich also noch ihre eigene kleine Handtasche, auf der mit falschen Brillanten ein verschlungenes R draufgeklebt war und machte sich auf den Weg. Sie genoss es, wie auf den Straße, wo langsam die Sonne unterging, die Blicke ihr folgten. Die Blicke, die auf ihren Brüsten und ihrem Arsch lagen, und die Pfiffe, die sie begleitete. Sie atmete tief die kalte Nachtluft ein, grinste breit und betrat die Straße, wo ihr Ziel lag. Vor dem Club konnte sie bereits zwei oder drei andere stehen sehen. Sharons Kommilitonen. Zwei davon kannte Ruby, mit denen war sie schon einmal aus gewesen.
"Na ihr. Hi!" Sie grinste sie an, begrüßte sie,w ährend die anderen sie mit leicht offenen Mündern anstarrte. Ruby zwinkerte. "Auf gehts."
Sie vernahm Kichern. Gemeinsam betraten sie das heiße, stickige Innere. Oh, wow, genauso liebte sie es!
Es dauerte nicht lange, bis Ruby sich von den anderen Langweilierinnen absetzte. Sie war hier um Spaß zu haben! An der Bar bestellte sie sich den ein oder anderen Drink oder Shot und merkte, wie sie immer lockerer wurde. Und auch heißer. Sie wollte an dem Abend hier auf keine Fälle leer ausgehen.
Willig ließ sie ihren Blick über die tanzenden und trinken Leute in dem düsteren, bunt flacekrnden Licht schweifen und blieb schließlich auf einem jungen Mann hängen, der offensichtlich auch schon ein wenig etwas intus hatte. Diese Locken, seine Bewegungen, das Gesicht... er war süß, keine Frage. Kurzerhand leerte Ruby in einem Schluck ihren Gin Tonic, richtete sich auf und bewegte sich elegant zu ihm hin.
"Hallo Sweetie", lächelte sie ihm verführerisch zu, ihre roten Lippen ganz nah an seinem Ohr, damit er sie verstehen konnte. Ihre Stimme war tief, hatte etwas raues und rauchiges. Sie sprach langsam, aufreizend. Sie blickte ihm in seine wirren Augen. Ob er noch mehr als nur Alk intus hatte? Ihr war es ganz ehrlich egal. "Möchtest du tanzen, oder einen Drink?" Sie lächelte ihn leicht verführerisch an. Oh, er hatte wirklich etwas...etwas, das ihr gefiel..
Sharon
Gelöschter Benutzer
Charlie & Sharon ~ Party Named Life
von Sharon am 24.09.2020 12:16

Sharon Hollt, oder besser gesagt, ihr Sexual Alter Ruby ist mit ihren Kommilitonen in einem Club ihre bestandenen Prüfungen feiern. Dort fällt der hypersexuellen Ruby der vom Unglück gejagte Charles Linden ins Auge, der an diesem Abend bereits einiges intus hat. Gemeinsam mit dem Alkohol kommen sie sich schnell gegenseitig näher... und merken auch schnell, dass der jeweils andere deutlich kaputter ist, als es von außen den Anschein hat...
Felix
Gelöschter Benutzer
Re: Felix Li (alias Dania Covault)
von Felix am 23.09.2020 19:12Machen wir einfach erstmal gute Freunde in der Zukunft - ich glaub, das passt am ehesten
Wenn Felix mal mit Max in Boston Urlaub macht oder so 
Felix
Gelöschter Benutzer
Re: Claire & Felix ~ Beginning Of a Patchwork-Family | Triggerwarnung
von Felix am 23.09.2020 17:42Felix nickte. Er war erleichtert, dass der Weg nicht mehr weit sei. Sehr erleichtert. Er hatte nicht das Gefühl, dass seine zittrigen erschöpften Beine ihn noch lange tragen würden. Mal ganz davon abgesehen, dass Max offenbar gestillt werden wollte - und gleichzeitig wollte er natürlich die junge Mutter und ihre Tochter, die so unfassbar freundlich zu ihm waren, nicht aufhalten.
Nachdem er also seine Geige aufgezogen und Max sicher in seinen Armen hatte, ging es los. Diese unglaublich hifsbereite jugne Frau stellte sich als Claire vor, ihre kleine Tochter als Yelva. Zwei wunderschöne Namen. Felix lächelte. "Es freut mich sehr euch kennenzulernen", sagte er ehrlich. "Ich bin..." Er stockte. Gebürtig hieß er Daina. Und sah natürlich auch nach einer Daina aus. Weiblich nunmal. Aber auf der langen Reise hierher hatte er sich überlegt, dass er - sobald er eine Unterkunft gefunden hatte, irgendeinen Ort, wo er und Max leben konte - seinen Namen ändern wollte. Er wollte gerne Felix halten. Felix. Glück. Denn Himmel, das konnten er und sein Junge gebrauchen.
Und doch rumorte es in seinem Magen unangenehm. Er hatte keine guten Erfahrungen gemacht bezüglich seines Geschlechts. Er konnte sich noch gut an das katholische Waisenhaus damals erinnern. Wie man ihn behandelt hatte.
Wie hoch standen die Chancen, dass ihm das jetzt wieder blühen würde? Er holte tief Luft. Und zögerte erneut. Er wollte Felix heißen, oder nicht? Er wollte sich ändern. Er wollte Felix heißen, aber hieß Daina. Er dachte an die Engel. An die Aetherianer. Die Wahrheit war wichtig. Wahrheit war eines des heiligsten Guts der Engel. Nochmal holte er Luft, und diesmal sprach er es aus, obgleich sich einen Ballen der Angst schwer in seinem Magen befand. "Ich wurde als Daina geboren, aber...es wär mir lieber, wenn man mich Felix nennt." Er lächelte die Frau schüchtern, fast schon ertappt und beschämt an und wandte seinen Blick dann gen Boden. Sein ganzes Leben praktisch kannte er es nur, dass die Leute nicht mit ihm, wie er sich in Wahrheit fühlte - als Mann - nicht klarkamen. Immer hatte man es ihm austreiben wollen. Immer. Die einzige, die ihn je in seinem Leben verstanden hatte, wirklich verstanden, war seine Zwillingsschwester Dawn. Wie es ihr wohl erging? Oh Engel, er hatte seit Ewigkeiten nicht an sie gedacht!
Wie auch immer. Trotz seiner durchweg schlechten Erfahrungen, trotz der Tatsache, vermutlich von einem Dämon besessen zu sein, wollte er... er selbst sein. Wollte er sich nicht verstecken,s ondern die Wahrheit sagen und das hatet er getan.
Schweigend gingen sie dahin.
Claire hatte recht, der Weg war wirklich nicht weit gewesen. Dennoch quengelte Max mittlerweile deutlich, als sie die Haustür erreichten. Seine durchgelatschten, kaputten und dreckigen Schuhe zog er nur zu gerne im Flur aus und betrat das innere der kleinen Wohnung. Hier traf definitiv der Spruch 'klein aber fein' den Nagel auf den Kopf. "Stört es Sie, wenn ich kurz...?" Er deutete auf den quengelnden Max und dann auf seine Brust und als man ihm das Einverständnis gegeben hatte, ließ er sich vorsichtig (nachdem er den Geigenkoffer abgestellt hatte) auf dem Sofa nieder, mit dem Rücken zum Raum, entblößte seine Brust und gab sie seinem Sohn,w elcher sogleich begann begierig zu trinken.
Felix hasste das Gefühl. Es fühlte sich einfach nur falsch an. Doch sein Sohn brauchte die Muttermilch und für seinen Sohn würde er einfach alles tun...
Claire
Gelöschter Benutzer
Re: Claire & Felix ~ Beginning Of a Patchwork-Family | Triggerwarnung
von Claire am 23.09.2020 16:35Claire erkannte das Erstaunen in den Augen, die sie anblickten. Scheinbar waren ihre Worte das letzte, womit sie gerechnet hatte. Eine traurige Tatsache, so wusste sie wie schmerzhaft es war sich von allen abgestoßen zu fühlen. Unerwünscht. Überflüssig. Es nicht wert, beachtet zu werden. Fast schon rechnete sie mit Widerworten, hoffte dennoch nicht darauf. Es war spät, dunkel, kühl. Sie wollten sicher alle unter eine warme Decke schlüpfen. Doch es kam alles anders. Keine Widerworte, keine Ausreden, keine Sorgen, nichts. Sie nahm das Angebot an, zum Glück! Gott sei Dank! Was hätte sie nur getan, wenn es anders gekommen wäre? Wahrscheinlich wäre sie ihr Lebtag nicht mehr froh geworden. ''Sehr gerne.'', strahlte die junge Frau fast schon zu sehr über die Worte und nickte leicht. Yelvas Hand hatte die ihre Gesucht und so drückte Claire diese sanft. Sie wusste, dass ihre Tochter nach Hause wollte. So wie alle. ''Nein, nein. Es ist wirklich nicht weit. Vielleicht noch fünf Minuten.'', beruhigte sie die Sorgen und deutete in die Richtung, in welche sie gehen mussten. Man konnte das Haus in dem sie wohnten theoretisch schon sehen, nur eben von der falschen Seite. ''Ich bin Claire und das ist Yelva, meine Tochter.'', stellte sie die beiden noch kurz vor, ehe sie sich abwandte und loslief.
Mit ihrer Tochter an der Hand und den zwei fremden an ihrer Seite lief sie den Weg zu dem Haus. Es war wirklich nicht weit, sie musste nur in zwei Straßen hinein und um ein Haus herum, schon waren sie da. Zwar mitten an einer Hauptstraße, dennoch war es in der Wohnung relaltiv ruhig. Vielleicht war es ein klein wenig naiv einfach jemanden mit sich nach Hause zu nehmen. Doch ihr Herz ließ nichts anderes zu, sie hätte sich alles andere niemals verzeihen können und musste einfach diesen Schritt wagen. Helfen. Was wäre sie sonst auch für ein Vorbild für Yelva? Ihre Tochter sollte einmal ein guter Mensch werden. Das war Claire wichtig. ''Nur ein paar Stufen hoch.'', sprach sie nach einer Weile des Schweigens als sie die Tür zum Haus aufsperrte. Sie führte die beiden Gäste den Hausflur zu den Treppen und hinauf zu ihrer Wohnung. Dort sperrte die die Tür ebenfalls auf und es offenbarte sich eine kleine, aber feine Wohnung. Sie standen direkt in einem kleinen Flur. ''Einfach reinkommen. Die Schuhe können dahin.'', sie deutete in eine Ecke in der noch einige andere Schuhe von ihr und Yelva lagen und schloss die Tür hinter allen.
Felix
Gelöschter Benutzer
Re: Claire & Felix ~ Beginning Of a Patchwork-Family | Triggerwarnung
von Felix am 23.09.2020 16:18Schweigend blickte Felx die Frau an. Max regte sich leicht in seinen Armen, doch wachte er nicht auf. Er war ebenso erschöpft, wie er selbst es war. Müde und ausgelaugt und erschöpft. Er wünschte, er könnte es Max ersparen, das wünschte er wirklich. Aber so war es noch immer besser, als die Alternative es gewesen wäre: in der Sekte zu bleiben. Nen, was sie dort seinem kleinen Sohn ahtten antun wollen.... nein. Nein, es war richtig gewesen zu gehen.
So lauschte er den Worten der jungen Frau und blickte sie ruhig an. Unwillkürlich musste er leicht lächeln. Max war praktisch noch ein Neugeborener. Zwar eingepackt in Decken, aber noch klein, nur wenige Wochen alt. Und dann...dann kam die Frau zu dem Punkt, auf welchen sie offenbar hinausgewollt hatte und sein Herz wollte in seiner Brust schier stehen bleiben.
Er wusste nicht, was er erwartet hatte oder womit er gerechnet hätte. Aber...damit ganz sicher nicht.
Einige Sekunden lang konnte er nichts anderes tun, als die Fremde anzublinzeln. War es möglich...konnte es tatsächlich sein...?
Ein erleichtertes Lächeln erschien auf Felix Lippen. Mit so einer Freundlichkeit, so einem Entgegenkommen, das Menschen ihn sogar bei sich schlafen lassen würden, hätte er in hundert Jahren nicht gerechnet. Womöglich...womöglich blickten die Engel mittlerweile doch auf ihn herab. Womöglich...hatten sie ihn tatsächlich auserwählt. Auserwählt, als sie ihm Max schenkten und auserwählt, als sie sie fliehen ließen.
Zumindest hofft er es. An eine Falle wollte er nicht glauben. Und selbst wenn...er war zu verzweifelt, um solche Sorgen zuzulassen. Max brauche ein Dach über den Kopf und ein Sofa oder gar ein Bett wäre auch für seien Knochen eine reine Wohltat... Er konnte es sich nicht leisten, ein solch großartiges und großzügiges Angebot auszuschlagen.
"Wow, ich..." Seine weibliche Stimme war kratzig, rau, aufgrund der langen langen Reise. "...ich...danke. Wirklich!"
Mit einem hohen quengelnden Laut wachte Max auf und regte sich in seinen Armen in den Decken. "Sch", machte Felix liebevoll, lächelte seinen sohn an und gab ihm rasch einen Kuss auf die Stirn. "Sch, alles gut. Bald sind wir im Warmen."
Er stand auf und schulterte seinen Geigenkoffer auf dem Rücken. Seine Füße protestierten schreiend, dass er sie schon wieder belastete, doch anders ging es nicht. Max wimmert eimmer wieder in seinen Armen. Nicht lange und er würde schrien. Er hatte Hunger, das spürte Max.
"Ist es weit bis zu Ihnen?", fragte Felix. Andernfalls würde er Max jetzt noch schnell stillen, bevor er die halbe Nachbarschaft aufweckte.
Claire
Gelöschter Benutzer
Re: Claire & Felix ~ Beginning Of a Patchwork-Family | Triggerwarnung
von Claire am 23.09.2020 16:03Der angespannte Köper der Person schien sich nur noch mehr anzuspannen. Angst, Panik. So wirkte es. Und dann schlugen die Augen auf, Claire entfernte ihre Hand. Nicht aus Angst, sondern mehr um der Frau (was Felix zu diesem Augenblick für sie nun einmal war) nicht zu nahe zu treten. Ihr besorgter Blick ruhte noch immer auf den beiden, sie war leise. Sie wollte nichts falsch machen. Doch dann sprach sie mit ihr, zum Glück. ''Es tut mir leid.'' Gott, sie wollte doch wirklich niemanden erschrecken. Zum Glück war das kleine Kind nicht aufgewacht. ''Ich ... wollte Sie wirklich nicht erschrecken. Aber ich habe Sie hier gesehen und ... ich konnte nicht einfach wegsehen.'', meinte sie ehrlich, versuchte dabei nicht zu viel von dem Mitleid zu zeigen, welches sie verspürte. So wusste Claire, dass es vielen eher unangenehm wäre.
Yelva stand weiterhin hinter ihr, sah die Frau mit dem Baby an. Sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Daher blieb sie wohl neutral. Vorsichtig. Claire drehte sich kurz zu ihr, schenkte ihr ein beruhigendes Lächeln. Sie sollte keine Angst haben, dazu gab es gerade keinen Grund. ''Alles gut, Schatz.'', sprach sie leise zu ihr und drehte ihren Kopf darauf wieder zu den zwei Fremden. ''Es ist schlimm genug, wenn ein erwachsener Mensch kein Dach über dem Kopf hat. Aber ein Kind. Ich würde Ihnen gerne helfen. Ich kann verstehen, wenn sie das Angebot nicht annehmen möchten, immerhin kennen Sie mich nicht. Aber ich würde Ihnen gerne meine Couch anbieten. Ich habe auch noch ein kleines Reisebett im Keller.'' Kurz deutete sie zu dem Jungen in ihren Armen. Sicher war das deutlich besser als hier auf der Bank zu schlafen, doch war es auch verständlich, wenn das Vertrauen einfach nicht groß genug für diesen Schritt wäre.
Felix
Gelöschter Benutzer
Re: Claire & Felix ~ Beginning Of a Patchwork-Family | Triggerwarnung
von Felix am 23.09.2020 15:49Er träumte von der Sekte.
Er lag in seinem Bett, als heißes Wachs von der Decke tropfte, geradewegs auf seine nackte Haut, auf seine Brust, auf seine Augenlider. Er schrie, wollte es wegstreichen, doch seine Fäuste waren angekettet. Er wollte die Augen aufmachen, doch sie waren vom heißem Wachs verklebt, unfähig, bewegte zu werten. Seine Brust hob und senkte sich schnell, er war vollkommen hilflos, blind, den anderen ausgeliefert, als er etwas spürte. Zwischen seinen Beinene twas spürte, spürte, wie jemand in seine trockene Mitte eindrang. Schmerzen zogen sich durch seinen Unterleib, Felix biss die Zähne so fest wie er konnte zusammen, die Muskeln an seinem Hals spannten sich an. Er schrie.
"Sch", machte jemand und jetzt kontne Felix die Augen öffnen. Er blickte in das Gesicht von Jeremy, einer der Aetherianer im Rat. "Wir haben doch was für dich.", flüsterte er. "Komm zu den Engeln" Und er hielt zwischen seinen Fingern eine kleine bunte Pille, eine Stimulanz. Felix' trockene Lippen öffneten sich leicht und das kleine Ding wurde ihm auf die Zunge gelegt...
Etwas berührte ihn.
Schlagartig riss Felix die Augen auf.
Alle seine Muskeln hatten sichs chlagartig angespannt, waren zusammengezckt. Er spürte den Geigenkoffer zwischen seinen Beinen überdeutlich, hart und kalt, Max in seinem Arm, den er instinktiv noch näher an sich heran gezogen hatte - glücklicherweise war der Kleine dadurch nicht aufgewacht. Sein rechter Arm kribbelte und war taub vom Gewicht seines Kopfes.
Sein Herz raste und er blinzelte nach oben. Für einen winzigen Moment war er sich sicher, die Aetherianer hätten ihn gefunden, doch dann erkannte er das Gesicht einer jungen, ihm unbekannten Frau. Er blinzelte. Und dann erkannte er hinter ihren Beinen noch jemanden. Ein kleines süßes Mädchen. Ihre Tochter wahrscheinlich, oder?
Oh.
Felix untedrückte ein Gähnen und zwang seinen müden, erschöpften Körper dazu, sich aufzusetzen, wobei er Max ganz vorsichtig auf den Arm nahm, um ihn nicht zu wecken.
"Entschuldigung. Hallo", schwach lächelte er die beiden an. Wie spät es wohl wahr? Er hatte absolut jegliches Zeitgefühl verloren. "Haben...haben sie was gesagt?" Er hatte zwar unruhig, aber dennoch tief geschlafen. Nicht, dass er eine Frage der Frau überhört hatte oder dergleichen...
Claire
Gelöschter Benutzer
Re: Felix Li (alias Dania Covault)
von Claire am 23.09.2020 15:48Ich weiß nicht, was fändest du denn passend? 
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