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Lewa
Gelöschter Benutzer

Re: Lewa & Rachel | I knew there was more

von Lewa am 22.10.2020 16:37

Lewa fühlte sich unwohl und nackt und dreckig. So fühlte sie sich schon immer, wenn sie ganz normal einkaufen ging - dann hatte sie immer das Gefühl, als würden alle Leute sie beobachten, ihr nachstarren, ganz genau wissen, was sie war und was sie tat und sie hasste dieses Gefühl der Durchscheinbarkeit. Eine der hunderttausend Sachen, die sie an ihrem Latop so vermisste. Wenn man in den Tiefen des Internets und Darknets unterwegs war, wusste niemand, wer du warst, wenn du nur gut genug deine Spuren zu verdecken wusstest. Und darin war sie schon immer recht raffiniert gewesen.
Scheiße.
Rachels Räuspern brachte Lewa zurück in die geradige Situation und sie schaute Rachel an, abwartend. Sie hasste es, dass sie jetzt wusste, was sie war. Sie hasste es einfach nur. Auf die Frage, die Rachel ihr stellte, stieß Lewa nur ein kurzes schnaubendes und verbittertes Lachen aus. "Weil es so ist.", antwortete sie nur. Warum sonst? Sie war eine verdammte Nutte. Eine Hure, eine Schlampe, eine Prostituierte, oder wenn man es ganz galant ausdrücken wollte, ein Freudenmädchen (obgleich sie den Begriff einfach nur hasste). Sie hasste alle diese Begriffe. Sie hasste dieses ganze Dasein, doch sie konnte nichts dagegen tun. Zumindest noch nicht.
Lewas Mundwinkel zuckten unwillig und sie schüttelte nur den Kopf. Sie glaubte Rachel nicht. Zu wissen, das jemand das hier tat, veränderte automatisch das Bild von einem, immer. Und derjenige würde es auch nie wieder vergessen. Das war vorbei.
Zögernd öffnete Lewa den Mund und kämpfte zeitgleich gegen die Tränen an, was ihr Gott sei Dank gelang. "Es war schön gewesen, mal für kurze Zeit jemanden zu kennen, der nicht weiß, was ich bin.", gestand sie. Konnte erneut die Verbitterung nicht aus ihrer Stimme streichen und wollte es auch gar nicht. Und dennoch waren es wahre Worte. Sie hatte den Nachmittag heute genossen. Das ungezwungene Eis essen mit Rachel.
Aber das war jetzt auch vorbei.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.10.2020 18:16.

Rachel
Gelöschter Benutzer

Re: Lewa & Rachel | I knew there was more

von Rachel am 22.10.2020 16:23

Es war wohl jedem klar, dass es keinem der beiden gerade gut ging. Aber sie wollte nicht, dass sich Lewa schlecht, schmutzig, erwischt oder sonst etwas in diese Richtung fühlte - besonders nicht wegen Rachel. Natürlich hatte Lewa ihr nichts von all dem hier gesagt, nichts davon, dass sie ihren Körper verkaufte und bisher hatte sie auch nie daran gedacht, das es hätte so sein können. Doch änderte ihr Beruf nichts daran, dass Rachel sie gern hatte und sich nun einmal jetzt auch verdammt nochmal Sorgen machte! Auch wenn sie sie kaum kannte, musste das ja nichts heißen und gewiss musste diese neue Information nun ein Aus für eine Freundschaft sein. 
Schweigend wartete sie einige Minuten in der frischen Luft, im Dunkeln und beobachtete die Leute dabei, wie sie langsam wieder ihre Tätigkeiten aufnahmen, weitergingen und -fuhren. Sie fühlte sich nicht mehr so beobachtet, immerhin. Und dann ... öffnete sich die Tür zum Wohnwagen. Sofort richtete sie ihren Blick aufmerksam in ihr Gesicht (der Rest interessierte sie schließlich gerade nicht) und war erleichtert, dass sie sie nicht einfach hatte stehen lassen. Mit einem kurzen Zögern folgte sie der Aufforderung und trat in den kleinen Wohnwagen ein. Zu ihren weiteren Worten nickte sie schwach und ließ ihren Blick umherwandern. Naja, es war halt ein Wohnwagen.
Die Art, wie Lewa sich beschrieb war nicht gerade das was Rachel hören wollte, weshalb sie ihre Augenbrauen sofort skeptisch anzog. So dachte sie von sich? Am liebsten hätte sie die junge Frau in eine Decke eingewickelt und mit sich nach Hause genommen. Weit weg von all dem hier. Rachel räusperte sich. ''Wieso sagst du das so?'' Sie sollte sich selbst nicht so runterputzen, selbst wenn sie eine Prostituierte zu sein schien (was sie wirklich nicht erwartet hätte!). ''Ich verstehe wieso du mir das nicht sagen wolltest. Aber das ändert nichts daran wie ich dich sehe.'' Das sollte doch wirklich mal klargestellt sein.

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Lewa
Gelöschter Benutzer

Re: Lewa & Rachel | I knew there was more

von Lewa am 22.10.2020 15:53

Geht es dir gut?
Die Worte hallten in ihrem Kopf nach und verursachten einend icken Kloß in ihrem Hals. Sie blickte an die Decke und blinzelte die Tränen aus ihren Augen. FUCK ey. War es denn wirklich zu viel verlangt, eine einzige vernünftige Bekanntschaft zu haben? Eine Bekanntschaft, die nicht wusste was sie war?? So eine verdammte Scheiße ey. Der Nachmittag hatte so gut angefangen und jetzt...jetzt alles fürn Arsch.
Lewa? Lewa reagierte nicht. Sie fühlte sich abgrundtief mies und schmutzig. Es war einfach nicht fair. Aber was hatte sie eigentlich erwartet? Das Leben war nicht fair, das war die knallharte Wahrheit. Das hatte sie doch schon lange gelernt. Aber selbst ein wenig Glück schien ihr wohl nicht vergönnt zu sein, verdammt.
Lewa legte den Kopf in den Nacken und atmete tief durch. Doch, dieser Kerl sollte an sie denken. Er hätte ihr sicher Kohle gebracht. Natürlich...solche Kunden konnten abgrundtief scheiße sein. Manche verletzten sie manchmal sogar oder missbrauchten sie, weil es ihnen so passte. Aber solange sie sie bezahlten, beschwerte sie sich nicht, schluckte allen Ärger und alle Pein herunter und machte weiter. Was blieb ihr denn eh anderes übrig?

Schließlich seufzte Lewa. Rachel hatte eine Erklärung verdient, nicht wahr? Jezt war ohnehin schon alles zu spät, viel zu spät. Und sie konnte es außerdem wirklich nicht riskieren, dass Rachel da draußen alle ihre Kunden vertrieb. Sie musste nunmal Kohle verdienen. Um sich minimales Gehalt selbst einzustecken, und um mit Abstand das Meiste ihrem Dad geben zu können, wenn er kam und es forderte. Und wenn sie seinen Anforderungen nicht entsprach, bekam sie ganz gerne mal seine Faust zu spüren. Darauf konnte sie wirklich verzichten.
Also rappelte sie sich auf und öffnete langsam die Tür. Da stand Rachel. Noch immer. Jetzt war sich Lewa ihres Outfits sogar noch mehr bewusst und fuck, sie hasste es. Sie fühlte sich einfach nur nackt. Bei Fremden oder Stammkunden, die zum Sex hier war, störte es sie zumeist nicht - da hatte sie sich schon lange dran gewöhnt. Doch vor Rachel...ach scheiße.
Sie zuckte mit dem Kopf nach drinnen. "Komm rein", sagte sie nur, wartete bis Rachel das Innere ihres Wohnwagens betreten hatte und schloss die Tür. "Warte einen Moment", bat sie, ging herum und zog überall die Vorhänge zu. Sie wollte nicht, dass ihr Dad sah, dass Rachel da war, das könnte ein übles Nachspiel haben. Auch wenn es bedeutete, dass sie wohl ein wenig aus ihrem Ersparten nehmen müsste, damit ihrem Dad nicht auffiel, dass sie ihm zu wenig Kohle gab.
Als sie fertig war, drehte sie sich wieder zu Rachel um, verschräntke die Arme um wenigstens ihre halb einzusehenen Brüste zu verdeckten und lehnte sich gegen den Schrank. "Bevor du fragst: ja, ich bin eine Scheiß-Nutte", sagte Lewa, ihre Stimme voll offener Bitterkeit.

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Rachel
Gelöschter Benutzer

Re: Lewa & Rachel | I knew there was more

von Rachel am 22.10.2020 14:53

Am liebsten hätte sie dem Kerl noch eine übergezogen, als er sie zwar noch geschockt, aber auch wütend ansah und dann von dannen zog. ''Arschloch.'', murmelte sie, hatte dabei Lewa gar nicht sofort erkannt und blickte erst richtig zu ihr, als diese anfing ebenfalls geschockt (das waren wohl nun alle drei) zu fluchen und ihr die Tür vor der Nase zu zuschlagen. Sie konnte den Windzug in ihrem Gesicht wie eine Wand fühlen. Okay, das würde sie jetzt nicht persönlich nehmen. Jeder der auch nur ansatzweise etwas von der ganzen Aktion mitbekommen hatte, blickte sie mit großen Augen an, was ihr doch sehr unangenehm war. Selbst schuld, oder? Einen Moment lang starrte sie nur an die geschlossene Wohnwagentür. Die Wut in ihr lichtete sich langsam, nun fühlte sie sich schuldig dafür, dass es Lewa scheinbar nicht gut ging. Wie auch? Sie wollte sicher nicht, dass Rachel hiervon wusste.
Seufzend klopfte sie vorichtig an die Tür. Sie war sich sicher, dass Lewa noch direkt dahinter war. ''Geht es dir gut?'' Rachel waren einfach die Sicherungen durchgebrannt. Sie konnte es einfach nicht hinnehmen, dass man Lewa so ausnutzte. Nicht, wenn sie gerade da war. Das konnte Rachel einfach nicht! ''Lewa?'' Was sollte sie denn nun sagen? Im Austeilen konnte sie wirklich gut sein, aber so eine Situation wie jetzt hatte sie bisher noch nie gehabt. ''Ich bleibe hier stehen, bis du mir die Tür aufmachst.'' Es war ihr egal, dass sie halb nackt war. Das interessierte sie gar nicht. ''Es tut mir leid ... Nein, weißt du es tut mir nicht leid. Der Kerl da sollte nicht mal an dich denken.'' Ja, was sagte man denn nun? Hätte sie einfach weiterfahren sollen? Vielleicht, aber hätte sie nicht gekonnt. Niemals. Nie. ''Hallo?''

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Lewa
Gelöschter Benutzer

Re: Lewa & Rachel | I knew there was more

von Lewa am 22.10.2020 14:37

Gelangweilt saß Lewa nach wie vor da und scrollte auf ihrem Handy herum. Bisher war nur ein junger dürrer Kerl, der offensichtlich drauf gewesen war, bei ihr gewesen - da er aber nur Oralsex gewollt hatte und das recht schnell vonstatten gegangen war, hatte Lewa ziemlich schnell wieder ihre Ruhe gehabt. So saß sie wieder auf ihrem Platz, die Vorhänge wieder aufgezoen, damit man sie schön begutachten konnte und besah sich die sozialen Medien. Zwischendurch hatte sie doch ma in den InternetChat geschaut, ob Rachel nicht zufällig bereits dort aufzufinden war, aber nein. Dennoch blieb sie nebenbei drin. Wer wusste, wann Rachel Daheim wär - womöglich käme sie ja doch noch kurz on.
Erneut starrte Lewa auf das spiegelnde Fenster. Sie bekam etwas Durst. Kurzerhand erhob sie sich von ihrem Bett, und ging den schmalen Gang entlang, um sich aus dem Winz-Kühlschrank unter der sogenannten 'Küchenzeile' eine Coladose rauszuholen. Sie nahm ein paar Schlucke des eisgekühlten Getränkes, als sie plötzlich laute Stimmen vor ihrem Wohnwagen hörte. Oh nein, bitte nicht zwei Freier, die sich stritten oder so ein Scheiß - dazu hatte sie jetzt gar keinen Nerv.
Da die Tür von hier aus gerade näher war, als das Fenster, öffnete sie sie kurzerhand. Kalte Nachtluft schlug ihr entgegen und ließ ihr auf ihrer nackten Haus eine Gänseheut entstehen. Sie war sich des Outfits, das sie trug, nur allzu sehr bewusst. Was man nicht alles für den Job tat, hm?
Ihr Blick fiel sofort auf den alten Kerl (den sie bisher noch nie hier gesehen hatte, also offenbar kein Stammkunde oder so), der gerade vondannen ging, als auch eine Frau mit langen braunen Haaren, die ihm gerade hinterherblickte. Was zum...?
Die Frau drehte sich um und Lewa gefror das Blut in den Adern. Sprachlos vor Entsetzen starrte sie sie an.
Es war Rachel.
"Nein, shit, fuck!!", fluchte sie, sofort schlug sie die Tür zu und rutschte zitternd an ihr herab. Nein, nein, nein!!! Fuck! Ey, das konnte doch echt nicht wahr sein, nein! Wie wahrscheinlich war es denn, dass ausgerechnet Rachel hier lang fuhr, sie auch noch erkannte, vor ihrem beschissenen Wohnwagen stand?!!

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Rachel
Gelöschter Benutzer

Re: Lewa & Rachel | I knew there was more

von Rachel am 22.10.2020 14:02

Es war scheinbar für beide eine willkommen Abwechslung in diesem Café zu sitzen und einfach über ganz banale, fast schon langweilige und unwichtige Dinge zu reden. Und auch wenn beide nicht unbedingt viel gemeinsam hatten, so konnten sie sich dennoch die ganze Zeit über unterhalten. Die Zeit verflog förmlich und ehe sie sich versah, war es bereits Zeit für Lewa zu gehen. Ein wenig an ihre Zeiten konnte sich Rachel schließlich erinnern und wollte sie die junge Frau auch nicht mehr aufhalten als sie es bereits getan hatte. Bei dem Schein musste sie lachend den Kopf schütteln, während sie nach ihm griff und in ihren Geldbeutel verfrachtete. ''Die 10 Euro hätten mich wirklich nicht umgebracht und in Schuld stehen sehe ich doch etwas anders.'' Aber sie konnte es verstehen, wahrscheinlich hätte sie genau das Gleiche auch getan und dafür konnte sie nun schließlich keine Szene schieben. 
''Ich werde mal schauen, was ich zeitlich alles noch schaffe.'', meinte sie dankend zu den Vorschlägen. Rachel war wirklich nicht gut in zwischenmenschlichen Dingen, weshalb sie ein wenig unsicher einfach die Entscheidung traf, Lewa eine kleine Umarmung zu schenken, bevor sie sich auf den Weg machen würde. ''Es hat mich auch gefreut.'', meinte sie letztendlich noch fast mütterlich und sah Lewa noch einen Moment nach, ehe auch sie sich abwandte und zu ihrem Wagen ging. Dort notierte sie erst einmal Salem Witch Museum, Salem Witch Trial Memorial, The Witch House und Count Orlok's Nightmare Gallery, bevor sie doch noch etwas davon vergessen würde. Kurz warf sie einen Blick auf ihr Handy, niemand hatte ihr geschrieben. Gut. Dann konnte es auch nirgendwo brennen.
Nachdem sie sich einen Plan gemacht hatte, was genau sie alles noch sehen wollte und schaffen würde, machte sich die Biologin auch schon auf den Weg durch die Reise durch Salem. Dadurch, dass sie schon immer viele Dinge alleine unternommen hatte, war sie sogar froh darum nun diesen kleinen Urlaub noch etwas für sich zu haben, ehe der nächste Morgen neue Arbeit mit sich bringen würde. Nach und nach klapperte Rachel alle möglichen Sehenswürdigkeiten ab und entschied sich erst gegen zehn Uhr langsam den Rückweg einzuschlagen, was sich als keine so gute Idee herausstellte, da sie zunächst einmal in einen kleinen Stau kam, der sie zwar nicht viel Zeit, dafür aber Nerven kostete und kurz darauf an einem Strich vorbeifuhr, den irgendwie gefühlt jeder Mann vor, hinter und neben ihr einmal begutachten musste, weshalb auch sie gezwungen war fast in Schrittgeschwindigkeit an diesem vorbeizufahren. 
Genervt davon versuchte sie zunächst absichtlich nicht zu den Wohnwagen zu schauen, die nur so danach schrien beachtete zu werden. Ihr war das dann doch eher unangenehm, selbst wenn sie wusste wie normal das hier für jeden war. Irgendwann jedoch fiel doch mal der ein oder andere Blick zu den bunten Farben und den Frauen, die sich wie darin umhüllt präsentierten. Es war wirklich alles zu finden, wohl sicher ein Paradies für jeden Mann und die ein oder andere Frau. Aber nichts für sie, nein. Das war nicht ihre Welt. Dann erledigte sie den Job der Befriedigung lieber selbst und nutzte dafür nicht die Körper anderer Menschen aus.
''Könnt ihr nicht mal hinmachen!'', fluchte sie und war kurz davor wirklich Stress mit dem Kerl vor sich anzufangen, als sie erkannte, wen genau er da gerade so ausgiebig beobachtete. Was? Moment. M-O-M-E-N-T! War das etwa Lewa? Nein, sie sah ihr sicher nur ähnlich ... Stutzig rutschte sie auf dem Fahrersitz nach vorne, blieb dabei mit dem Auto stehen (was sie gar nicht so wirklich bemerkte) und als sie sich sicher war, dass das ganz sicher die hübsche junge Frau von heute Mittag war, fiel ihr jeglicher Glaube an die Menschheit von den Knochen. Jetzt verstand sie so einiges!! Wirklich einiges! Und wollte der Typ da etwa gerade zu ihr? Nein, nein, nein! Sie wollte das gar nicht wissen! Ein alter, richtig alter Sack packte sich schon zwischen die Beine, bevor er überhaupt angekommen war.
Entschlossen fuhr sie mit dem Auto zur Seite (am liebsten wäre sie einfach auf der Straße stehen geblieben) und stieg aus, um dem Kerl zu folgen. Was glaubte er bitte was er da tun würde??? Alte Kerle die Frauen ausnutzten, die sich nicht anders zu helfen wussten als ihr Geld so zu verdienen (dass Lewa gezwungen wurde, konnte Rachel schließlich nicht wissen)! ''Stop, stop, Freundchen!'' Erneut fühlte sie sich ein wenig wie Lewas Mutter, die gerade entsetzt festgestellt hatte, dass jemand eindeutig Sex mit ihr wollte und das noch für Geld! Mit ihrer Zeitung bewaffnet deutete sie auf ihn, als er sich umdrehte um zu schauen, ob man mit ihm sprach. ''Genau du!'' Rachel war wütend, richtig wütend! Angekelt (nicht von Lewa, niemals doch von ihr, sondern von all den Männern hier) wütend!
''Sieh zu, dass du Land gewinnst bevor ich dir den kleinen Wurm abschlage!'' Mittlerweile war sie wie er fast an der Tür des Wohnwagens angekommen, an dem Preise für gewisse Tätigkeiten dran standen. Sofort warf sie einen Blick darauf. ''Zu viel Geld übrig, hm? Was wollen wir denn heute ausgeben? 20 Euro? Doch 50? Wenn du dein Geld unbedingt loswerden willst, lass die Scheine rüberwachsen und verschwinde! Würde mich mal interessieren, was deine Frau dazu sagen würde! Vielleicht sollte man vorher erst einmal den Ehering ausziehen!'' Ohne zu zögern zog sie dem deutlich geschockten Kerl eine mit der gefalteten Zeitung über und verpasste ihm damit ein paar kleine Kratzer an der Wange. ''Viel Spaß beim erklären und auf Widersehen!''

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Hazel
Gelöschter Benutzer

Re: Salvatore School | Zimmer von Lizzy und Josie

von Hazel am 22.10.2020 12:35

Wenn die Tribridin die Menschen um eines beneidet hatte dann darum, dass diese nur selten in die übernatürliche Welt hinein gezogen wurden. Natürlich passierte es hin und wieder schon einmal und war in der Vergangenheit beinahe ausschließlich tragisch geendet.. Aber inzwischen führten die beiden Welten eine Art friedliche Co-Existenz, denn die Salvatore School sorgte dafür das man als Kind von übernatürlichen nicht auffiel und ihre Gemeinschaft nicht aufflog. Die Menschen mussten sich in der Regel nicht mit Jahrhundertealten Feinden oder mit verfluchten Blutlinien herumschlagen. Man wurde in diese Welt hinein geboren und musste dann gegebenenfalls sein Leben lang versuchen das Beste aus einem meist dunklen Erbe zu machen, um das man sicherlich niemals gebeten hatte. War doch wirklich herrlich, nicht wahr? Wüsste man wer Hazels Eltern wirklich waren, dann wäre man sicherlich verwundert wie gut Hazel sich unter Kontrolle hatte. Doch selbst wenn der Verdacht vereinzelt bestehen mochte,  so konnte es doch niemand beweisen. Auch Hazel nicht, sie hatte nur ihre Fähigkeiten für die es logisch gesehen keine andere Erklärung gab und ihre verblüffende Ähnlichkeit mit Hope Mikaelson. Natürlich könnte sie noch versuchen den Zauber zu brechen aber das wäre gar nicht so einfach, ohne den genauen Spruch oder das Ritual zu kennen und wenn sie den gesamten Zirkel nicht gerade abmurksen wollte - was definitiv nicht der Fall war. Ganz davon abgesehen das die beiden Tribridinen ohnehin eine Laune der Natur waren. Aber sicherlich gab es einen Grund für deren Existenz und einen Zweck oder ein Schicksal das es zu erfüllen gab. Deshalb war Haze auch überzeugt davon das es einen Weg geben musste um Lizzie und Josie zu helfen, sie vor ihrem Onkel zu schützen und ein vermeintliches Schicksal zu ändern. Als Lizzie davon sprach keine Wahl zu haben, schüttelte Hazel entschieden den Kopf. "Man hat immer eine Wahl Lizzie, sein magisches Erbe - ob dunkel oder nicht, wofür man auch nichts kann - bestimmt nicht den Weg den das Leben zwangsläufig nehmen muss! Magie, ganz gleich wie alt oder ob gut oder böse, hat immer ein Schlupfloch. Es dauert vielleicht es zu finden und manchmal scheint es ausweglos. Absolut hoffnungslos aber ein Schlupfloch existiert in der Magie immer!'" Natürlich konnte Hazel nicht garantieren das dieses Schlupfloch kein Opfer fordern würde, doch vielleicht wäre das Opfer nicht so groß, wie das Los dass den Zwillingen sonst drohen würde. Hazel konnte verstehen das Lizzie verzweifelt war, besonders wenn es um Josie ging, denn sie wusste wie eng das Bündnis zwischen Zwillingen war, denn auch wenn Hazel und Hope nicht zusammen aufgewachsen waren, so hatte Haze doch schon öfter instinktiv gespürt wenn es Hope nicht gut ging. Also war die junge Frau mit den teils kupferfarbenen Haaren, besorgt aber umso erleichterter als ihre beste Freundin wieder optimistischer wirkte und klang. "Siehst du? Ich bin sicher, mit Vereinten Kräften kann uns nichts aufhalten. Sie können es versuchen aber sie werden kläglich untergehen!" Die Clique war sicherlich nicht allwissend und stand auch schonmal vor Herausforderungen, doch sie schreckten nicht zurück wenn es hart wurde. "Genau wenn wir zusammen halten, dann schaffen wir alles irgendwie.", bestätigte Hazel. Sie war erleichtert das Lizzie wieder hoffnungsvoller zu sein schien. Sie freute sich auch darauf Dampf abzulassen. Deshalb nickte Hazel nur auf Lizzies Worte hin und konzentrierte sich. Denn mit einem magischen Trick von ihrer blonden Freundin hatte sie schon gerechnet. Gut wenn sie das so spielen wollte, dann konnte die Tribridin das auch. "Immotus", flüsterte sie in Richtung ihrer verblassenden Freundin. Wenn Lizzie meinte sich unsichtbar zu machen, dann würde sie sich dabei zumindest nicht bewegen können. Und Hazel könnte ein paar Schläge und einen Tritt landen. Bis die Zauber abgeklungen waren und sie Lizzie schließlich endlich wieder sehen konnte. "Wenn wir wirklich Dampf ablassen wollen dann sollten wir auf magische Tricks wirklich verzichten. Schließlich möchte ich dir nicht weh tun." 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.10.2020 13:50.

Lewa
Gelöschter Benutzer

Re: Lewa & Rachel | I knew there was more

von Lewa am 22.10.2020 10:25

"Ja. Womöglich", erwiderte Lewa nur und lächelte schwach. Womöglich, womöglich aber auch nicht. Sie kannte noch nicht einmal ihre Eltern, hatte keine Ahnung, wer ihre Großeltern sein könnten - geschweige denn ob die noch leben - oder ob sie Geschwister hatte. Tanten, Onkeln? Sie wusste es nicht, sie hatte nicht den blassesten Schimmer und sie hatte auch aufgehört danach zu suschen. Letztendlich...war es wohl einfach nicht wichtig. Eines Tages ihr eigenes Leben leben zu können, das war wichtig.
"Na klar!", sagte Lewa sofort, auf Rachels kurze Nachfrage, weil ie aus Israel war und als Rachel dann erzählte, wie man sie aufgrund ihres Geschlechtes und ihrer Herkunft behandelt habe, schüttelte Lewa verständnlislos den Kopf. "Ich finde Israel auch unheimlich spannend. Nicht viele Länger können von sich behaupten, ein und den gleichen Wallfahrtsort für gleich drei verschiedene Religionen zu bieten. Es ist ech schade, dass man fast immer nur von Kämpfen in dem Gebiet hört", sagte Lewa und spielte damit natürlich auf Jerusalem an, wo einmal die Kirche stand, der Ort, wo Jesus Chistus begraben wurde und auferstanden ist und so weiter... dann natürlich die Klagemauer für die Juden... und nicht zuletzt die Große Moschee, die ein Wallfahrtsort für Muslime war. Lewa lächelte leicht. "Aber hey, vielleicht beruhigt es sich ja irgendwann alles und du kanns deiner Heimat nochmal einen Besuch abstatten, ich drück die Daumen."
Der Kaffee und das Eis waren gekommen und sie redeten ein wenig über ihre Familien, wobei weder Lewa noch Rachel beim jeweils anderen zu sehr nachbohrten, wofür Lewa wirklich ausgesprochen dankbar war. Sie mochte Rachel gut leiden und wollte nicht gleich ihr gesamtes Leben ihr gegenüber erlügen. Das wäre...ein denkbar schlechter Ausgangspunkt für eine mögliche zukünftige Chat-Freundschaft.
Unwillkürlich musste Lewa grinsen, als Rachel kurz von ihrem Bruder erzählte. "Tja, dann scheinst du dir die Lehrer-Mentalität deiner Eltern gekrallt zu haben und er hat sich mit anderem begnügt", meinte sie. "Es kann ja nicht jeder ein Streber sein", fügte sie zwinkernd hinzu und löffelte ihr Eis weiter. Sie selbst...war so ein halb-und-halb Ding. Sie hätte sich nie als Streber gesehen - dafür hatte sie viel zu viel Zeit am Computer verbracht, aber dennoch war sie nie unglaublich schelcht in der Schule gewesen, sondern hatte immer ihren Weg irgendwie durchgewurschtelt. Auch ohne allzu viel lernen. Sie hatte ihre Prioritäten von Afang an gesteckt und da war das Hacking stets vor der Schule gelandet.
Sie aßen, tranken und ihr Gespräch wurde ungezwungen über dies und das - das Wetter der letzten Wochen, mikrobiologische Projekte von Rachel ein wenig angeschnitten und Lewa erzählte ein wenig von ihrem Skateboarden und Breakdancen, was sie in ihren Jugend gemacht hatten. Als das Eis leer war (Lewa hatte sich noch einen zweiten Kaffee bestellt) unterhielten sie sich über Fernsehserien und Filme, die sie geschaut hatten und liebten - und es war wunderbar wohluend für Lewas Seele, so ungezwungen in der Öffentlichkeit zu sitzen, ganz normal, zu lachen, sich zu unterhalten...als wäre ihre Welt ganz und sie selsbt nicht nichts weiter als einer Hure.
Schließlich jedochw arf Lewa einen Blick und m usste feststellen, dass es bereits 17 Uhr war. Sie wollte noch im Haus ihrer dads duschen und ihre Haare glätten (darauf standen die Kerle), dann musste sie isch naürlich nochs chminken und so weiter, bevor sie dann gegen 10 Uhr (wo es bereits dunkel wurde) anfangen würde zu arbeiten. Hieß: sie musste unbedingt los!
Sie riefen den Kellner. "Ach was, nein - es war sehr serhs chön,v ielen Dank!", strahle Lewa breit und ehrlich und bückte sich zu ihrer kleinen Tasche, um ihr Portmonee herauszuholen. Als sie wieder überm Tisch auftauchte, sah sie, dass Rachel dem Kellner bereits die Scheine in die Hand drückte, sich bedankte und ging. Lewa starrte Rachel an.
Kurz entschlossen öffnete sie ihr Portmonee, holte einen 10€-Schein heraus (was ihrer Rechnung nach ungefähr passen sollte) und legte ihn zu Rachel auf den Tisch. "Nimm ihn.", sagte sie bestimmt und hatte ihr Potermonnee schon wieder weggepackt. "Ich steh nicht gerne bei anderen in Schuld." Außerdem hatte Rachel nur einen einzigen Kaffee getrunken, während Lewa ein großes Eis und zwei Kaffee getrunken hatte. Es war nicht fair, wenn Rachel das alles bezahlte. Das passte ihr nicht.
Sie stand auf und hängte sich ihre Tasche um. "Also, wenn du dich in Salem noch was umschauen willst: Ich empfehle das Salem Witch Museum, Salem Witch Trial Memorial, The Witch House...oh und natürlich Count Orlok's Nightmare Gallery", grinste Lewa leicht. "Karten mit Wegbeschreibungen findes du hier echt an jeder Ecke. Es hat mich wirklich sehr gefreut, Rachel" Sie lächelte sie ehrlich an. Sie verabschiedeten sich und Lewa drehte sich um und machte sich auf den Weg.
Auf den Weg zurück in ihr beschissenes Leben.

"Wo warst du?!", fragte ihr Vater misstrauisch, kaum hatte er die Tür auf ihr Klingeln hin aufgemacht.
Er bekam halt einfach alles mit. Sie seufzte. "Ich hab mich mit jemandem zum Eis essen getroffen, okay? Ist das jetzt etwa auch verboten?" Sie hatte keinen Bock auf diese Scheiße und wollte sich schon an ihm vorbei ins Haus drängen, als er mit knallhartem Griff ihren Oberarm packte und festhielt. So fest, dass es schmerzte, doch Lewa ließ sich nichts anmerken und blickte ihn an.
"Du hast..."
"Sie weiß nichts, klar?!", fauchte Lewa. "Glaubst du ich will, dass jeder weiß dass ich ne Nutte bin?" Ihre Augen funkelten. "Darf ich jetzt duschen?" Zögernd lockerte sich der Griff, Lewa entriss ihren Arm und schlug laut die Tür des Badezimmers hinter sich zu.
Fuck, wie sie das hasste.
Nach dem Duschen kehrte sie in ihren Wohnwagen zurück - ohne wietere Konversation mit ihrem Dad, obgleich sie innerlich immer noch kochte. Fuck, wie sie diese ganze Konversation einfach nur hasste!! Sie stöpselte Föhn und Glätteisen in die Steckdose , setzte sich vor ihren Spiegel und begann damit, zunächst ihre schwarzen Haare zu trocknen und anschließend, sie sorgfältig zu glätten.
Anschließend blieb ihr nicht mehr allzu viel Zeit. Sie zog sich ein freizügiges Outfit an, zog sich schwarze hohe Schuhe an (aus unerfindlichen Gründen standen die Kerle auch darauf) und dann ging es los. Sie zog die Vorhänge auf, knipste die Lichterketten an, welche alles in ein pinkes Licht tauchten (obgleich draußen auch noch ein paar wenige andersfarbige Lichterketten leuchteten...dominierend war aber pink) und ließ sich auf ihrem Bett und gleichzeitigem Sofa direkt vor dem großen Fenster nieder, sodass die vorbeifahrenden Autos sie einwandfrei sehen konnten.
Home, sweet home.
Mit einem genervten Seufzen griff sie nach ihrem Handy und begann lustlos, durch die sozialen Medien zu scrollen. Sie glaubte nicht, dass es sich lohnte, jetzt den Internet-Chat zu betreten. Rachel war sicher noch auf der Rückfahrt oder sogar noch in Salem selbst unterwegs, immerhin gab es viel zu sehen.
Zwischendurch blickte Lewa auf und versuchte durch die spiegelnde Scheibe etwas zu erkennen, sah wenn überhaupt nur schemenhaft dunkle Autos, die schnell oder langsam am Strich vorbeifuhren.
Mal sehen, wann der Erste für die Nacht käme..

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Alexej
Gelöschter Benutzer

Re: Hermine & Alexej | To be wanted by Friends

von Alexej am 22.10.2020 08:21

"Ach, keine Ursache. ich kann dich dpoch jetzt nicht einfach so bei deinen freunden stehen lassen" schmuzelte er dann mit einem leichten Lächelnzu Hermine. Er war schließlich kein unmensch und er kannte Herminme jetzt auch schon eine ganze weile. Der tee brauchte einige Zeit aber letztendlich kam Alexej dann auch in den nebenraum und trug eine Kanne tee mit sich. "Ich hab dir dieses mal einen schönen Früchtetee gemacht. ich hoffe, dass er dir schmeckt" lächelte er und stellte die Teekanne auf dem Tisch ab, wo auch drei stühle standen. Er zog einen Stiuhl vom Tisch weg und deutete Hermine, dass sie sich setzten konnte. "Setzt dich doch" meinte er mit einem lächeln zu ihr. "Alles gut, ih werde nur ab und an im Laden nachsehen müssen, aber Freddy, mein Hauself, ist ja auch noch da" schmunzelte. Freddy, der hauself von Alexej war ihm nicht mehr von der Seite gewichen nachdem er ihn gekauft hatte, da er ihn aus schlimmen Händen frei gekauft hatte und ihm ein deutlich schöneres zuhause gegeben hatte. "Das geschäft läuft ganz gut, aber der Absturm war bereits da" lächelte er und sah sich urz um

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Hazel
Gelöschter Benutzer

Re: River & Hazel - Oh no, not you again!

von Hazel am 22.10.2020 01:41

Bevor der Zirkel von Alecto die kleine Hazel entführt hatte, war die Welt noch in Ordnung gewesen - allerdings hatte die Brünette ja auch nicht wirklich was von der Welt gesehen. Bis Mystic Falls das neue Zuhause des Zirkels - und somit auch gezwungenermaßen das der Tribridin wurde - vergingen allerdings noch fast vier Jahre. Der Grund für dieses Risiko war wohl simpler Hochmut und abartige Genugtuung gewesen.. Inzwischen war natürlich die Salvatore Boarding School ihr Zuhause aber das hieß nicht das Haze Mystic Falls niemals verlassen hatte. Einmal war sie zum Beispiel in Arlington gewesen und hatte ein Sommerpraktikum in einer Buchhandlung gemacht. Der Sommer vor der Begegnung mit River war das gewesen. Oh und wie sehr die Tribridin sich darauf gefreut hatte die High School zu besuchen. Der erste Tag war komisch gewesen aber dann war die Zeit toll gewesen. Sie hatte es niedlich gefunden, wie der Werwolf so getan hatte als sei sie ihm egal. Aber auch wenn er versucht hatte ihr kaum Beachtung zu schenken, wenn er wohl annahm sie bemerke es nicht, hatte sie seine Blicke auf sich gespürt. Auch wenn man meinen könnte Hazel hasse River unglaublich, so hatte sie schon öfter Bedauern über das Ende der Beziehung empfunden.. Oh sicher hatte die Tribridin damals gesagt das sie ihn hasste und ihn nie wieder sehen wollte . Und damals war es ihr vollkommen Ernst damit gewesen! Aber mit der Zeit änderten sich Dinge eben. Vielleicht nicht grundlegend aber Emotionen schwächten ab. Und sicherlich war der Schmerz am Anfang allumfassend gewesen.. nach und nach drängten sich aber die schönen Erinnerungen in den Vordergrund. Zudem hatte Hazel sich bisher nicht die Mühe gemacht Rivers Seite der Geschehnisse anzuhören. Hatte auch keine Ahnung gehabt was er durchmachen musste, bei jeder Verwandlung.. dass alles stimmte die Tribridin milde. Er bedeutete ihr noch immer viel und sollte nicht Leiden müssen. Haze wandte sich mit sanfter Miene ihrem ehemaligen Herzblatt zu. "Nun ja, zum einen ist viel Zeit seitdem vergangen, ich habe mir deine Seite der Geschichte nie angehört und ich möchte nicht das du fürchterliche Schmerzen und Gedächtnislücken erdulden musst, wenn ich dir das alles etwas erleichtern könnte. Ich bin doch kein herzloses Monster." Kurz wandte sie ihren Blick ab und fügte in Gedanken hinzu: Zumindest möchte ich das nicht mehr sein und dir nicht länger womöglich Unrecht tun. Denn seit damals hatte sich eine Sehnsucht in ihrem Herzen ausgebreitet und nur River konnte diese Sehnsucht stillen. Das wusste Hazel, auch wenn sie nicht bereit war dies laut aus zu sprechen. "Es geht nicht nur darum was ich will, sondern auch darum was dir helfen könnte. Und ich will dir wirklich helfen, auch wenn ich dafür bei dir sein muss. Außerdem sagt man viel wenn man wütend ist.", milderte die Tribridin ihre Worte von damals ab. Sie war zu Stolz diese Aussage komplett zurück zu nehmen aber Gefühle konnten sich durchaus ändern. Und Hazel konnte sich durchaus eingestehen einen Fehler begangen zu haben - irgendwann würde sie es auch River gegenüber eingestehen können. "Tut mir leid wenn ich dir das Gefühl vermittelt habe, ich würde dich hassen." Denn inzwischen war sie sich nicht mehr sicher ob sie den braunhaarigen Werwolf jemals wirklich gehasst hatte. Sicher sie war stink sauer gewesen und hatte diese Wette absolut abscheulich gefunden aber Hass war schon ein starkes Wort.. Man sagte zwar immer das die Grenze zwischen Liebe und Hass ein schmaler Grat war - aber Hazel war der Meinung das man jemandem nur derart negative Gefühle entgegen bringen konnte wenn man keine - wirklich keine positiven sprich romantischen oder freundschaftlichen Gefühle mit jemandem Verband. Und das war bei River nie der Fall gewesen. Da war immer das Gefühl gewesen, an der Geschichte müsse noch mehr dran sein.. Und das ohne den gutaussehenden Brünetten etwas im Leben der Tribridin fehlte, dass sie ohne ihn nicht komplett war. Aber das spielte momentan noch keine Rolle, es war nur eine Gewissheit, ein Gefühl in ihrem Unterbewusstsein. Gerade versuchte sie River, der immer gedacht hatte sie wäre gewöhnlich und Umgekehrt, zu erklären was eine Tribridin denn genau war. Und natürlich war es schwer zu glauben das Hazel sich so gut unter Kontrolle hatte, doch es hatte ja auch lange genug gedauert. "Inzwischen habe ich es ziemlich gut im Griff, ja. Aber das dass lange gedauert hat, kannst du mir glauben, als kleines Mädchen hatte ich mit der Kontrolle sehr zu kämpfen.", gab sie leise zu. Twillight hatte ja wirklich ganze Arbeit geleistet was Vorurteile gegenüber Vampiren anging, oder vielmehr das Bild von Vampiiren. Weshalb sie kurz Lachen musste und den Kopf schüttelte. "Nein Vampire glittzern nicht in der Sonne, das ist totaler Quatsch was sich Stephenie Meyer da ausgedacht hat." Sie zeigte ihm ihre rechte Hand. "Ich trage einen Tageslichtring. Damit können Vampire gefahrlos in die Sonne.", erklärte sie ihm. "Aber ohne den Ring würden Vampire in der Sonne verbrennen, da hast du Recht." Augenscheinlich war River einverstanden, erstmal den Unterricht zu besuchen und dann irgendwann mit ihrer Hilfe zu recherchieren, was ein guter Anfang war. Natürlich konnte der Brünette nicht wissen wer Kaleb war, deshalb schüttelte sie nur sachte den Kopf. "Nein Kaleb ist ein Vampir, frag mich nicht wie er diese Gittarensolos erträgt." Hazel drückte kurz aufmunternd Rivers Hand, er würde das schon schaffen sich hier einzuleben, denn die meisten waren nett und hier würde ihn niemand verurteilen. Und Rafael erwartete nicht das seine Betas sich unterwarfen. Das würde River schon mit bekommen wenn sie endlich in der Sporthalle waren. Dagegen zusammen zu essen sprach ja eigentlich nichts, es war ja kein romantisches Candelightdinner oder so. Dazu hätte sie auch nicht ja gesagt. Das Geständnis das River seinen Werwolffluch auf einer Party ausgelöst hatte, kam überraschend aber Haze freute sich sehr darüber. Es vergrößerte ihr Vertrauen in den Braunhaarigen, dass er ihr eine so große Sache anvertraut hatte. Und zeigte ihr das River ihr noch immer vertraute, was ein gutes Zeichen war. Vielleicht gab es ja doch noch Hoffnung für die Beiden.. Die Gänge der Schule waren sehr verwirrend wenn man neu an der Schule war, deshalb bekam jeder neue Schüler in der Regel eine Karte der Schule. Hazel hatte sich angewöhnt immer eine verzauberte Karte für die Neuen bei sich zu führen. Zumindest ihre eigene, doch die benötigte sie nicht mehr nach all den Jahren. Also nickte die Tribridin und reichte ihm ihre Karte. "Hier du kannst meine alte Karte haben, ich kenne mich hier ja bestens aus und diese ist verzaubert, damit du deinen aktuellen Standpunkt sehen kannst, so siehst du wo du lang musst." Der Zauber war schließlich nicht an ihre Person gebunden. Der Beinahe-Sturz kam überraschend aber noch überraschter war sie, als sie Rivers Arm um ihre Hüfte spürte. Natürlich wäre es schmerzhaft gewesen hin zu fallen aber es hätte Hazel nicht so sehr aus dem Konzept gebracht wie die Situation jetzt.. "Ähm ja, danke. Das ist wohl besser.", meinte sie nachdenken während sie sich bei ihm einhakte. Kurz überlegte die Brünette ob es heute Burger mit Pommes gab und schüttelte sachte den Kopf. " Ich fürchte für Burger oder Pommes müssten wir in den Grill gehen, denn leider steht der heute nicht auf der Speisekarte." Bei der Vorstellung wie River beim Versuch etwas zu kochen die Küche abfackelt musste sie Lachen. "Ach komm, so übel wirst du schon nicht kochen können. Oder lässt du etwa auch Nudelwasser anbrennen?", wollte sie schmunzelnd wissen. Inzwischen konnte Hazel die Sporthalle bereits sehen und wusste das Rafael sie bereits riechen konnte, sowie auch sehen, sollte er zufällig aus einem der Fenster sehen. Hoffentlich hatte Rafael daran gedacht die anderen Betas zum Essden zu schicken, denn sie zog es vor ihm die neuen Werwölfe alleine vorzustellen. Denn meistens waren die Neuen nervös.. Kurz vor dem Geländezugang zur Sporthalle stoppte sie mit River. "Hör zu.. es wird wahrscheinlich so sein, dass du die Vollmondnächte im Verwandlungskeller der Schule verbringen musst. Damit dich niemand entdeckt, wenn du dich wieder.. sagen wir verläufst. Und die Werwölfe der Schule und die Vampire der Schule sich nicht versehentlich gegenseitig umbringen. Verstehst du?", fragte sie entschuldigend lächelnd. Sicherlich keine angenehme Sache aber immerhin mussten ja alle Schüler der Schule und auch die Bürger von Mystic Falls geschützt sein. Sowie das Geheimnis der Schule natürlich. "Aber ich werde dich nicht alleine lassen, versprochen. Ich werde in jeder Vollmondnacht bei dir sein.", versicherte Hazel ehrlich. Sie wollte wirklich das River an der Schule blieb und ihm geholfen wurde. Dafür würde die Tribridin beinahe alles Tun! Zuerst hatte sie River nicht hier haben wollen aber je mehr Zeit sie mit ihm verbrachte, umso dringender wollte sie ihn hier behalten. Und sie wusste das es vielleicht falsch war aber sie wollte ihn nicht noch einmal verlieren.. Auch wenn sie am ersten Mal selbst Schuld war. "Ich weiß das diese Vorstellung nicht schön ist aber es ist nur zu eurem Besten, immerhin soll sich niemand verletzen. " Hazel blickte kurz in die Sporthalle und konnte nur noch Rafael sehen. "Bist du bereit Rafael kennen zu lernen?", wollte sie sanft wissen. Hoffentlich würde River jetzt nicht doch noch reißaus nehmen und für ihn würde endlich alles gut werden und wer weiß vielleicht würde früher oder später auch zwischen den beiden irgendwann wieder alles gut werden. Zumindest wäre das doch irgendwie schön.. auch wenn sie diese Gedanken nicht haben wollte, so waren sie von ganz alleine auf gekommen.. Nicht das sie ihn jetzt abknutschen würde oder so aber man wusste ja nie was die Zukunft so brachte. Es war als würden zwei Seiten von ihr, einen Kampf austragen. Eine Hälfte, die ihm verzeihen wollte und ihn zurück haben wollte und der vernünftige Teil, der sie zur Vorsicht mahnte.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.10.2020 15:00.
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