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Elzay
Gelöschter Benutzer
Re: Elzay und Malachai
von Elzay am 16.11.2020 21:27Elzay gefiel ihre neue Wahlheimt. Hier kannte sie kaum einer und das war auch gut so. Diejenigen, die sie kannten waren nett zu ihr und wusste nichts von ihrer schlimmen Vergangenheit. Sie konnte dementsprechend ein normales Leben führen und sich glücklich schätzen, dass sie nun wirkliche Freunde hatte, auf die sie sich verlassen konnte. "Gut, dann lass uns laufen" sagte sie lächelnd und lief langsam los. Für die Blondine war es schon zum Alltag geworden, normal zu gehen und normal zu sein, selbst einkaufen war vom bitteren Alptraum zu einer schönen Realität geworden und sie war froh darüber. "Also dort drüben" somit zeigte sie auf eine Kirche "Dort singe ich Sonntags im Chor, während der Messe und hier links" sie zeigte auf eine Bücherei "Leihe ich mir Bücher aus, um am Wochenende zu lesen, machmal arbeite ich auch da" sagte sie freudig und versuchte Kai's Emotionen diesbezüglich genaustens zu beobachten. Sie scherzte nicht, sondern war wirklich zu einem langweiligen Menschen geworden, die sie früher gehasst hatte. "Ich arbeite und verdiene mein Geld ganz normal, dann gehe ich einkaufen und koche zu Hause. Mensch zu sein scheint nun normal für mich zu sein" erklärte die Blondine, als sei es das normalste der Welt. "Es kann sein, dass dich das abschreckt, aber ich trinke nur selten Blut damit ich nicht austrockne und esse ganz normal wie Menschen eben. Ich gebe meiner Vampirseite nicht so viele Freiheiten mehr, seitdem ich hier wohne, sondern versuche mich meiner Umwelt anzupassen. Es kann schon sein dass dir das nicht gefällt, aber mir schon" sagte sie sanft und versuchte Kai damit nicht auf den Schlips zu treten. Immerhin kannte sie ihn noch nicth so lange, dass sie ihn genaustens einschätzen konnte. "Für mich ist dieses langweilige Leben nun Realität, seitdem ich mein Gedächtnis verloren habe" fügte sie hinzu und lief weiter.
Rosie
Gelöschter Benutzer
Re: Haus von Rosie & Seth
von Rosie am 16.11.2020 21:15Am Anfang war sie noch leicht genervt, dass ihre Eltern ihr einen Bodyguard ans Bein gebunden hatten, doch mittlerweile verstand sie ansatzweise warum. Sie ging davon aus, dass sie diese Schlafwandlerei früher schon hatte und stets jemanden brauchte, der sie davon abhielt zu sterben. Es wirkte fast so, als hätte sie einen Todeswunsch, doch das war nicht so. Der Grund dafür war schlichtweg ein Meerbewohner, der sie sehen wollte. Er sang ihr im Schlaf ein Lied, welches sie dazu brachte aufzustehen und fort zu gehen, doch bisher hatte er es nicht geschafft sie ins Meer zu bekommen. Und auch heute nicht, wo sie beinahe von einer Klippe gesprungen wäre, doch bevor dies geschehen konnte, rettete sie Seth.
In seinen starken Armen verließ sie die Trance und öffnete nach dem kalten Gefühl des Windes an ihren Beinen ruckartig die Augen um sich umzusehen. Sie verstand noch nicht ganz, was passiert war, aber dass sie das Meer riechen und auch hören konnte machte ihr große Angst. Als Seth sie hochheb, legte sie ihre Arme um seinen Kopf und beobachtete die langsamen Schritte, die er zurück legte, als er sich von den Klippen weg bewegte. Ein stummes Nicken kam von Rosie's Seite, als er anmerkte sie nach Hause zu bringen. Sie konnte nicht viel sagen, war ziemlich unterkühlt durch den Wind und lehnte sich an ihren Retter heran. In ihrem Kopf schien es gerade nur zu rauschen, sie konnte keinen klaren Gedanken fassen und war verwirrt. Was genau wollte sie dort oben und wieso heute? An den anderen Tagen kam sie nicht so weit, wahrscheinlich weil Seth schnell zur Stelle war, aber dieser Gedanke machte ihr Angst. Vielleicht musste sie in eine psychatrische Eintrichtung in der sie auf Herz und Nieren geprüft wurde oder ihr Kopf sollte mal richtig untersucht werden, denn dieses Verhalten empfand sie keinesfalls als normal.
"Es tut mir leid" waren es die Worte von Rosie, die sie quälend über ihre Lippen brachte. Sie konnte die Besorgnis in seiner Stimme hören, doch wie sollte sie ihr Verhalten ändern, wenn sie nicht mal wusste wie. "Ich mache das nicht mit Absicht" gab sie kleinlaut von sich, als er sie runter ließ und die Tür vom Haus wieder verschloss. "Vielleicht sollte ich einfach nicht allein schlafen" dabei seufzte die junge Frau schwerenherzens und sah traurig auf den Boden. Sie wusste die Sorge von ihrem gegenüber durchaus zu schätzen und sie wollte sich so gerne ändern, allein schon weil auch Seth endlich eine Nacht durch schlafen konnte, aber sie wusste eben nicht wie. Die Lippen der Blondine zogen sich immer mehr nach unten und sie konnte einen dicken Kloß in ihrem Hals spüren. Es war nie ihre Absicht gewesen, dass sich jemand ihretwegen solche Sorgen machen musste und jetzt hatte sie es bei ihrem Bodyguard geschafft für den sie heimlich Gefühle hegte. Sie konnte nicht anders und schloss Seth in ihre Arme. Krallte sich fest in sein Sweatshirt, vergrub ihr Gesicht in seiner Brust und begann zu weinen "Es tut mir leid, dass du dir Sorgen machen musst" schluchzte sie und ließ ihrer Angst freien Lauf. "Ich habe Angst, Seth. Angst zu sterben und dich nie wieder sehen zu können" mit diesen Worten sah sie ihn an, während die Tränen weiter ihre Wangen nach unten liefen.
Rosie
Gelöschter Benutzer
Baby
Gelöschter Benutzer
Re: Triggerwarnung (Brutalität) 18+ | Riley & Baby | you always meet twice
von Baby am 16.11.2020 20:56Baby rannte sicher schon seit einer halben Ewigkeit einfach durch den Wald. Sie wusste nicht, wohin sie rannte, doch die Hauptsache war, dass sie Abstand zu den Leichen, dem Wagen und vor allem den Kameras gewann. Sie hoffte, ihre Spuren ein wenig verwischen zu können. Ihr war klar, dass sie nicht viel Zeit hatte. Doch sie wollte diese Chance nutzen, Spaß haben und wahrschienlich einfach bald von der Polizei erschossen werden. Aber hey - sie würde nicht durch eine beschissene Spritze sterben, nur weil der Staat das so wollte. Nein, nein. Sie würde es denen schön schwer machen. Also rannte sie, sang dabei verschiende Lieder, hüpfte wie Wild und im Rausch umher, bis sie irgendwann das Ende des Waldes erkennen konnte. Es war mitten am Tag, die Sonne blendete sie, während sie nach oben blickte. ''Menschen, fuck wie geil!'' Ihr Anblick musste furchterregend sein, so voller Blut und in dem orangenen Outfit. Sie musste erst einmal sehen, dass sie sich etwas anderes anzog. So würde ja wirklich jeder vor ihr flüchten. Sicher würden bald überall Bilder von ihr gezeigt werden und dann würde sie sofort auffliegen. Zumindest so.
Am Ende des Waldes angekommen blickte sie sich um, es war noch immer nur eine Straße, die aber in einen Ort zu führen schien und dahinter ein Feld. Scheinbar eher ein kleines Örtchen. Perfekt um sich frisch zu machen. So trat sie an die Straße, auf welcher kaum ein Auto langzufahren schien und setzte sich einfach auf die Fahrbahn, mit dem Blick zum Dorf weg. Die Sonne strahlte sie an, wärmte ihre blasse Haut und sie schloss ihre Augen, während sie wieder anfing zu singen.
''When I look out my window
Many sights to see
And when I look in my window
So many different people to be
That it's strange, sure is strange
Oh no, must be the season of the witch
Must be the season of the witch, yeah
Must be the season of the witch
When I look over my shoulder
What do you think I see?
Some other cat lookin' over
His shoulder at me
And he's strange, sure, he's strange''
Als sie ihre Augen öffnete sah sie ein Auto immer mehr auf sie zufahren, der Fahrer hatte bereits einige Male gehupt, doch sie rührte sich nicht, legte ihren Kopf nur schief, während ihre mit Blut verschmierten Haare über ihre Schulter wanderten. Eine junge Frau war langsam hinter der Scheibe zu erkennen, die kurz darauf besorgt vor Baby stehen blieb. Noch immer blickte sie schweigend zu dem Auto, beobachtete wie die Frau langsam ausstieg und sie ansah. ''Geht es Ihnen gut? Kann ich ihnen helfen?'' Langsam trat die Frau immer näher, traute sich aber nicht wirklich an sie heran zu treten. ''Oh, Darling. Du kannst mir helfen und du wirst es auch tun.'' Fast schon liebevoll sah Baby die Fremde an, stand langsam auf und lächelte noch immer, als wäre die Welt blumig und bunt. Wie eine Katze begann sie langsam um die Frau herum zu tänzeln, warf dabei einen Blick in die Fenster um zu sehen, ob sie allein war und als sie sich dessen sicher war, packte sie wie aus dem Nichts nach den Haaren der Frau, riss sie zu sich und daraufhin auf den Boden, ehe sie mit einem lauten Lachen einfach anfing sie auszuziehen. Allerdings nur, um ihre Kleidung schließlich anziehen zu können.
Die nun deutlich verstörtere Frau rappelte sich auf und versuchte zu ihrem Auto zu gelangen. Doch kam ihr die Blondine dazwischen, trat ihr in den Rücken und ließ sie heftig gegen die noch halb offene Wagentür knallen, die daraufhin zuknallte. ''Na na, Süße. Ich bin noch nicht fertig.'' Noch immer war ihre Stimme liebevoll, als würde sie gerade mit ihrer Tochter sprechen und während sie sich umzog, tanzte sie ein wenig um sie herum. ''Wieso hast du denn solche Angst? Ich habe dir doch noch gar nichts angetan!'', kichernd beugte sie sich zu ihr und leckte ihr über die Stirn, welche durch den Aufprall an der Tür des Autos aufgeplatzt war. Daraufhin packte sie die Frau wieder an den Haaren und packte sie in den Kofferraum des Wagens. ''Wenn du schreist, wird es nur umso schlimmer mit dir Enden, okay?'' Grinsend zockte sie mit ihren Schultern und nickte heftig, ehe sie die den Kofferraum schloss und sich auf den Fahrersitz setzte.
In dem Ort angekommen stieg sie aus (wissend, dass sie noch immer überall Blut an sich hatte und lief zu einem Geschäft. Dort stolzierte sie hinein, zog dem Besitzer eine über und schnappte sich einige Sachen, die sie in einen der Rucksäcke dort packte und verschwand wieder. Relativ schnell hatte sie ein Motel gefunden. Dort konnte sie duschen gehen. Mit Wasser aus einer Flasche reinigte sie die Stellen ihres Körper, die man sehen konnte und spülte das Blut ein wenig aus ihren Haaren, ehe sie zur Rezeption ging und sich dort ein Zimmer holte. Der Typ blickte sie zwar komisch an, doch scheinbar war noch kein Foto von ihr herumgewandert, zumindest konnte sie auch nichts in dem Fernseher sehen, der in der Ecke eines des Raumes hing.
Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin betrat sie so wenige Minuten später das Zimmer und sperrte ab. ''Wie gut, dass man hier in den Motels nichts vorzeigen muss, um ein Zimmer zu bekommen, oder?'', kicherte sie abermals begeistert und schmiss die Frau zu Boden, ehe sie sie mit einem Tritt an den Kopf K.O. schlug. Vorsichtshalber zog sie sie mit ins Badezimmer, ließ sie dort auf dem Boden liegen und spang unter die Dusche. Nachdem sie sich gesäubert hatte und die Kleidung der Fremden wieder anhatte, legte sie sie in die Wanne, welche gleichzeitig auch eine Dusche war und wandte sich zu dem Spiegel. Dort sah sie kurz noch einmal nach, ob auch alles aus dem Haar draußen war, ehe sie sich das Handtuch um die Hand wickelte, den Spiegel einschlug und sich eine Scherbe mit dem Handtuch schnappte. ''Nun wird es Zeit zu schlafen, süßer Engel.'' Baby wusste selbst nicht immer, wie sie auf diese ganzen Ideen kam, theoretisch hätte sie auch einfach so verschwinden können. Aber sie wollte töten. Daher schnitt sie der Frau beide Handgelänke auf und ließ das Blut in die Badewanne laufen. ''Wir sehen uns vielleicht bald wieder.'' Baby drückte ihr einen Kuss auf den Kopf und verschwand aus dem Badezimmer.
Als es langsam dunkel wurde, stieg sie wieder in den Wagen um ein wenig unerkannter zu verschwinden. Relativ vorsichtig fuhr sie zu der Straße, auf welcher sie die Frau aufgeschnappt hatte und überlegte einen Moment, wohin sie fahren konnte. Letztendlich entschloss sie sich einfach für eine Seite und fuhr los. Das Radio drehte sie dabei auf volle Lautstärke und sag einige Titel mit, bis eine Eilmeldung durchkam. ''Oh, das bin ich! Ich bin Ellen Hudley!'' Nun wurde es also Zeit für den richtigen Spaß! Und so fuhr sie weiter, sang und lachte. Baby wusste nicht wie lange sie fuhr, doch irgendwann fiel ihr auf, dass eine Leuchte am Wagen angegangen war. ''Fuck ey, wisst ihr eigentlich wie lange ich kein Auto mehr gefahren bin?'', fluchte sie das Auto und alle Menschen auf der Welt an und seufzte. Sie hatte keine Ahnung, was das Zeichen bedeuten sollte und kurz darauf blieb sie stehen. ''Toll. Kack moderne Teile.'' Jetzt musste sie wohl zu Fuß weiter ...
Als sie eine Stimme hinter sich hörte, war sie bereits wieder einige Zeit unterwegs gewesen, hatte schon ein gutes Stück hinter sich gebracht und eigentlich hatte sie gar nicht damit gerechnet, hier einen Menschen anzutreffen. Die Stimme ... sagte ihr etwas. War das nicht ... diese Riley? Überrascht drehte sie sich um und erkannte die Gestalt fast sofort. ''Oh Riley Baby! Du Süße! Lange nicht mehr gesehen, hm?'', rief sie ihr entgegen, als wären die beiden beste Freunde und streckte ihre Arme weit auseinander. ''Umarmung?'' Ihre Frage war so langweilig gewöhnlich, dass sie seufzend ihre Augen verdrehte. ''Keine Ahnung, ich glaube fünf. Willst du die sechste Person sein?'' Dank ihr war sie so lange in Einzelhaft gewesen. Dank ihr hatte sie diese Scheiße durchmachen müssen! Hätte sie sich einfach mal umbringen lassen! Aber hey, vielleicht war die Zeit ja jetzt gekommen. ''Was führt dich denn hierher? Bist du nur wegen mir hier? Wie aufregend! Aber was will eine kleine Hackerin von mir?''
Nick
Gelöschter Benutzer
Re: Bellevie & Nick | The Beauty and the Beast
von Nick am 16.11.2020 20:44Salazar
Gelöschter Benutzer
Re: Reggie's Loft
von Salazar am 16.11.2020 20:04Merlin sah wie Salazar auf ihn zu kam. In Zivilkleidung, die grüne militärische Tasche trug er über die Schulter. Er sah angeschlagen aus, und humpelte stark. Sein Gesicht war im Takt geblieben, vermutlich hatte er die Kratzer magisch verborgen oder magisch heilen lassen. "Wie fühlst du dich?" wollte der Anführer von Septem Ageless sofort wissen, es kam ja nicht jeden Tag vor, dass man einen Freund und Mitstreiter in einem militärischen Krankenhaus abholen musste.
"Mein Bein tut schlimmer weh als mein Kopf, und mein Kopf fühlt sich an als wäre ne Herde Thestrale drüber gelaufen", sagte Salazar müde, er hatte nicht die Energie, seinen Boss anzulügen, was Merlin überraschte. Sogleich nahm der bekannteste Zauberer aller Zeiten dem Parselmund die Tasche ab, ohne auf dessen Proteste, ihm würde es gut gehen und er könnte seine Sachen auch alleine tragen, einzugehen. Merlin musterte ihn einen Moment, sah wie Salazar die Hände an den Hinterkopf legte und sich weg drehte, vermutlich kurz einen Moment zum Sammeln benötigte, ehe beide Männer zusammen das Krankenhaus verließen.
"Nein, es ist keine gute Idee", sagte Salazar einfach nur und drehte die Tasse in seinen Händen, welche leer war. "Aber ich muss mit meinen Vorgesetzen sprechen. Allein schon wegen Jeremy. Ich bin ihm schuldig, seine persönlichen Sachen zu seiner Familie zu bringen, die er noch nicht aus seinen Quartier mit nach Hause genommen hat." Es könnte auch jeder andere machen, klar. Aber Jeremy war sein Kumpel gewesen. Sein Freund. Jeremy, welcher noch im Kugelhagel Witze gemacht hatte. Jeremy hatte die Zeit im Einsatz versüßt, dann war er verletzt worden und war nach Hause geschickt worden. Vor fast zwei Jahren. Es schien alles in Ordnung gewesen zu sein. Jeremy war Vater geworden, hatte geheiratet, und doch schien die Erlebnisse und der Krieg ihn all die Jahre verfolgt zu haben. So sehr, dass er sich das Leben genommen hatte, weil er so nicht mehr weiter machen konnte. Salazar presste die Lippen zu einen schmalen Strich zusammen. "Sie treffen sich immer Montags und Mittwochs", sagte er und zuckte die Achseln, die genaue Uhrzeit war ihm entfallen. Dafür müsste er die Emails nochmal lesen. Doch im Augenblick hatte er andere Probleme. Seine Gedanken kehrten zu Jeremy zurück.
"Du blutest, ich blute!" schrie Salazar in Kriegslärm zu seinen Kameraden. Jeremy hatte es ganz schön erwischt, eine Granate war kurz vor diesem explodiert. Er trug ihn auf seinen Schultern, in Richtung Schützengraben, um in Deckung zu gehen. "Lass mich zurück, Sal", flüsterte Jeremy halb bei Bewusstsein. Salazar schulterte ihn erneut und lief weiter, während Granaten neben ihn hochgingen und Schüsse rechts und links herum wirbelten. "Nur über meine Leiche, Jer. Ich lass dich nicht zurück. Den Fehler habe ich schon einmal gemacht, den mach ich nicht noch einmal."
"Du bist verrückt", flüsterte Jeremy, bevor er das Bewusstsein verlor.
Sand wirbelte in seinen Kopf herum, Schüsse klingelten in seinen Ohren. Und dann zuckte er zusammen, als urplötzlich das Radio anging. Salazar duckte sich leicht, bedächtlich und ängstlich lauschte er den Radiosprecher, welcher sonniges Wetter ankündigte. Erst als er sicher war, dass vom Radiosprecher keine Gefahr drohte, entspannte er sich wieder und seine Augen huschten zu Regulus. "Wo- Wo waren wir noch gleich?" fragte er, weil er nicht mehr wusste, worüber sie genau geredet hatten.
Dann fiel es ihm wieder ein und er nickte. "Ja, Merlin weiß als einer der Wenigen Bescheid. Er war es, der mich aus dem Militär-Krankenhaus abgeholt hat. Und das ist auch der Grund, warum ich für Septem Ageless nicht mehr so viel mache. Und du hast mich begleitet, weil er Angst hat...dass ich.."
Er hörte auf zu Sprechen. Dass es ihm zu viel wurde. Dass irgendetwas ein Flashback auslöste und er nicht allein wieder ins Hier und Jetzt kam. Dass dies dazu führen könnte, dass er starb. Merlin hatte Regulus mit geschickt, aus eben diesen Grund, dass Salazar es nicht vergeigte oder dass er nicht allein war, wenn ihm irgendetwas triggerte.
"Du warst das Bindeglied", sagte er gedämpft. "Der Anker. Wenn ich es vergeigt hätte, weil mich was triggert. Nicht mehr fähig bin zu agieren, dann hättest du die Suche ohne mich weitergeführt. Du warst sozusagen Merlins Rückversicherung, dass der Auftrag gelingt. Hätte er mich alleine geschickt, hätte er diese Gewissheit nicht gehabt."
Riley
Gelöschter Benutzer
Re: Triggerwarnung (Brutalität) 18+ | Riley & Baby | you always meet twice
von Riley am 16.11.2020 20:00Frustriert warf Riley ihre Tasche in die Ecke.
Schon wieder eine verdammte Absage! Es war der erste Regierungsjob seit langem, bei dem sie endlich wenigstens zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden war - bis der werte Herr Vorgesetzte während ihres Gesprächs einenw ichtigen Anruf bekommen und sie daraufhin hinausgeworfen hatte.
Wie sie es hasste!
Missmutig griff Riley nach den Chips, knipste den kleinen Fernseher an der Wand an und öffnete mit einem lauten Rascheln die Packung.
Es war einfach alles den Bach runter gegangen. Die Phoenix Foundation gab es nicht mehr. Das Team hatte sich aufgelöst. Mac und Bozer und Desi und Matty hatte sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen - sie schrieben sich vielleicht allerhöchstens mal ne WhatsApp und Jack war nach wie vor auf seiner Mission den Terroristen zu jagen verschollen. Sie hätte alles dafür gegeben, mit ihm reden zu können, etwas Zeit mit ihm verbringen zu können. Seine lachende Stimme zu hören, die dumme Filmzitate zum Besten gab und wäre gerne mit ihm Skiball spielen gegangen und hätte Pizza mit ihm verdrückt.
Aber es war nur lächerliches Wunchdenken. Immerhin hatte sie ihre Mum noch. Regelmäßig traf sie mit ihr und sie war momentan echt ihre Stützte. Riley verzweifelte immer mehr: wenn sie nicht bald mal nen anständigen job finden würde, dann...
"Und hier eine wichtige Meldung: Die Behörden warnen, dass eine junge Frau aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Californien ausgebrochen ist. Sie ist des mehrfachen Mordes und schwerer Körperverletzung schuldig und ausgesprochen gefährlich. Jeder Hinweis auf den Verbleib der Verdächtigen kann unter folgender Nummer..."
Es rauschte in ihren Ohren.
Rileys haselnussbraune Augen waren starr auf das Bild der Gefangenen im orangenen Oberteil gerichtet, welches von dem Fernseher ausgestrahlt wurde. Die blonden Locken... das erhobene Kinn... der erhabene Blick...
Und Riley geschah etwas, was ihr seit langem nicht mehr passiert war.
Sie wurde, an hellichtem Tag, bei geöffneten Augen, bei vollen Bewustsein - hinein gerissen in den Alptraum...
Verschwommen sah sie Babys Gesicht vor sich. Das verrückte Lachen drang in ihren Ohren. Der Faustschlag traf sie unerwartet, Riley brach zusammen keuchte, schnappte nach Luft. Sie spürte, wie man ihr die Luftzufuhr abschnürte. Sie trat, sie biss, sie kämpfte, Schreie, so viele Schreie. Blut, sie schmeckte Blut. Und dann waren da harte Hände, rissen sie zurück, drückten sie gegen den Boden. Die Wand. Kaltes Metall. Kälte. So kalt. Schmerzen. Überall. Wieder Babys Gesicht. Ihr Blick, der ihr folgte, als sie in ihr Bett kletterte. Sie legte sich zunächst mit dem Rücken zum Raum. Fühlte sich beobachtet. So unsicher. Unsicher. Hilflos. Drehte sich um. Da war sie wieder. So nah, direkt vor ihr, Centimeter vor ihrem Gesicht. Grinste dieses Grinsen, dieses Grinsen, dieses...
"...Nein...", hauchte Riley. Tonlos. Wie paralysiert. Begann langsam den Kopf zu schütteln, kaum wahrnehmbar erst, dann stärker. "Nein, mhm, nein, auf keinen Fall. Nein!" Sie blinzelte - und sie war wieder da. Die Nachrichten waren schon alnge vorbei, abgelöst von irgendeiner Doku über das Amazonas-Gebiet. Riley sprang auf. Sie zitterte, kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn. Nein, Baby konnte nicht entflohen sein, bitte nicht, nein!!
Sie sah noch ganz genau vor sich, wie Baby diesen anderen Gefangenen da umbgebracht hatte, wie sie ihn kaltblütig ermordet hatte, vor allen anderen, ihn gebissen und gewürgt und mit einem Besser - gott weiß wo sie es herr hatte - auf ihn eingestochen hatte. Und Riley war direkt daneben gewesen. Und Riley war mit ihr in einem Zimmer gewesen. Direkt bei ihr, ständig, immerzu, nicht auszuhalten. Sie war ständig da gewesen, ständig da, dieses Kichern, die Schreie, das Gebrülle, ihr Grinsen, diese fürchterliche, fröhliche, alles aufsaugende Art. Sie fühlte sich, als wäre sie wieder im Knast, fühlte sich wie damals.
Die Nachrichten hatten nicht einmal ansatzweise beschrieben, wie gefährlich dese Frau war. Nein! Sie musste wieder hinter Gitter! Auf der Stelle! Sofort! Und siew ürde verdammt nochmal dafür sorgen. Für all das, was Baby ihr angetan hatte, ürde sie sich revanchieren, würde sie zurück in den Knast schaffen, wo sie hingehörte.
Wenn die Phoenix noch existieren würde, würde sie sich natürlich sofort bei Matty melden, doch man hatte ihnen sämtliche Rechte entzogen. Es gab keine Phoenix-Foundation mehr, keine Geheimorganisation mehr und sie hatten auch alle keine Regierungsposten mehr. Nein, sie musste das hier allein durchziehen.
So wie damals. Nur sie und Baby.
Der Magen drehte sich ihr um. Ihr wurde schlecht.
Riley setzte sich an ihren Schreibtisch, klappte ihren Laptop auf, der sofort aus seinem Schlummermodus erwachte und ihr entgegenstrahle. Mit einem Klick hatte sie das Terminal geöffnet. sie würde das hinkriegen. Sie war nicht mehr die unerfahrene, leichtsinnige Hackerin von damals. Sie war eine ausgebidlete Geheimagentin, hatte mehr Nahtod-Erfharungen hinter scih gebracht, als sie zählen konnte, hatte Kampfunterricht bekommen, so unendlich viel Leid gesehen, hatte sogar selbst einen Menschen erschossen...
nein, sie war stärker geworden, viel stärker. Unds ie war bereit, sich Baby zu stellen. Ein weiteres Mal. Und zu triumphieren. Sie würde sie wegsperren. Und vielleicht...vielleicht würde sie mit diesem Sieg endlich darüber hinweg kommen. Vielleicht würde sie den Knast dann endlich endgültig hinter sich lassen können, der sie heute noch oft genug in ihren Alpträumen verfolgte.
Ihre erste Tat bestand darin, sich in die Kameras des Hochsicherheitsgefängnisses von Californien zu hacken. Es war schwieriger als damals, als sie es bei der Mission hatten tun müssen, als Mac als Gefangener dort eingeschleust worden war, weil ihr nicht mehr das Netzwerk der Phoenix-Foundation zur Verfügung stand. Doch nach ein paar Stunden war sie drin und scuhscuhte die Aufzeichnungen nach dem Ausbruch - zunächst fand sie nichts. Aber: sie fand Baby, wie sie aus ihrer Zelle und zu einem Gefangenentransport geführt wurde. Shit. Natürlich.
Daran hätte sie denken müssen.
Netterweise konnte sie das ennzeichen einsehen, sodass es ein lecihtes war, durch die Verkehrsüberwachungskameras den Weg des Transporters zu verfolgen - bis suie schließlich an der Kamera einer Tankstelle war, wo er anhielt und nach kurzer Zeit auch Baby hineuasgeführt wurde. Riley beugte sich vor, ihre Augen auf das minimalste Detail verschärft. Lange Zeit passierte nichts. Sie spulte ein wenig vor. Und dann sah sie Baby - alleine!! - aus der Tankstelle gerannt kommen, ein breites Grinsen auf dem Gesicht und...und... war das Blut?
Rileys Herz machte seinen Satz nach unten. "Oh Fuck." Sie hätte hundert Dollar darauf gewettet, dass diese Frau die Wärter, welche sie hineingebracht hatten, umgebracht hatte. Hundert Prozent. Scheiße, scheißescheiße. Sie schluckte, schnitt sich das Bild des Gesichtes von ihr aus und öffnete die ShodenMap, wo sie das Gesicht durch die Kameras laufen lassen ließ in ganz Californien. So lange waren diese Aufnahmen noch nicht her - etwa einen Tag - und so weit würde Baby hoffentlich noch nicht gekommen sein. Nicht, wenn alle Geheimdienste und Polizeistationen nach ihr suchten - und nun auch öffentlich fahndeten.
Während das Programm lief und versuchte, Treffer zu finden, tigerte Riley unruhig in ihrer Wohnung auf und ab. Fuck, das konnte einfach nicht wahr sein, das durfte einfach nicht wahr sein, Nein!! Sie presste sich dei Finger an ihre Schläfen, zwang sich stehen zu bleiben, zwang sich tief ein und auszuatmen. Verdammt, ey.
Ja, sie würde das hinkriegen. Sie musste das hinkriegen.
Ihr Laptop gab einen Ton von sich. Ein Treffer!! Riley stürzte an ihren Laptop. Da! Sie war am Highway 101, in der kleinen Gemeinde Hoppaw! Abgelegen, sicher vor den meisten Kameras. Sicher woltle sie sich dort erstmal einkleiden und ausrüsten. Scheiße ey! Diese Frau dürfte auf keinen Fall an Waffen kommen.
Sie musste jetzt los! Jetzt sofort!
Riley sprang auf, packte in ihre tasche nur das nötigste - ein wenig Kleidung, Zahnbürste, Zahnpaste, packte ihren Laptop in ihren Rucksack und war schon mit Geld, Portmonaie, Handy und Schlüssel aus dem Haus. Rannte zum nächsten Zug. Sie musste sich beeilen. Scheiße, sie wünschte sie hätten noch die Privat-Jets der Phoenix zur Verfügung. So ein verdammter Mist!
Es brauchte Stunden, bis sie endlich in Hoppaw angekommen war. Sie hatte Baby durch die Kameras von Bankautomaten und Überwachugnskameras aus Geschäften ein wenig verfolgen können, doch natürlich hatte sie Hoppaw schon vor Stunden wieder verlassen. Anders gekleidet und mit Waffen. Und sicher hatte sie auch die ein oder andere Leiche hinter sich gelassen, oder?
Riley schaffte es, sich ein Mietauto zu ergattern und brauste damit nun den Highway hinunter. Ihr Laptop stand neben ihr auf dem Beifahrersitz, wo sie immer mal wieder drauf spinkste. Und dann legte Riley eine Vollbremsung hin.
Da auf dem Feld, links von ihr... da!!!
Ihr raste das Herz in der Brust. Tief atmete sie ein. Einmal. Zweimal. Dreimal.
"Du kannst das", flüsterte sie sich selbst zu. "Du kannst das. Keine Panik. Du kriegst das hin."
Sie simste Mac ihren Standort (inklusive des Bildes von Baby, damit er wussten, worum es ging) und stieg aus dem Wagen. Die Geheimbehörden konnt sie nicht einschalten. Schließlich dürfte sie nicht für die Regierung arbeiten und auch wenn das hier nicht offiziell war...es kam aufs Gleiche raus, oder? Nein. Sie wollte wirklich kein Risiko eingehen.
Sie wollte nicht nochmal in den Knast. Egal wofür. Unter keinen Umständen.
Nochmal atmete sie tief durch. Sie packte ihren Laptop in ihren Rucksack ein und machte sich in großen Schritten über das Feld auf den Weg hin zu dieser Gestalt. Hin zu dieser Gestalt, die nichts weiter war als eine Ausgeburt der Hölle.
Hart wie eine Mauer. Hart wie Stein. rief sie sich in Erinnerung. Die Worte, die im Knast zu ihrem Mantra geworden waren.
"Hey. Baby!", rief sie der Frau zu, als sie schließlich in Hörweite war. Die Handschellen, die sie sich eingesteckt hatte, waren kalt und hart in ihrer Hosentasche. Ihr Herz raste, doch sie dürfte sich keine Nervosität anmerken lassen. Keine Angst. Das roch diese Frau. Und sie nutzte es gnadenlos aus. "Wie viele Menschen hast du seit deinem Ausbruch schon wieder auf dem Gewissen?"
Rachel
Gelöschter Benutzer
Re: Rachel & Sharon ~ Friend To You All (2018)
von Rachel am 16.11.2020 18:32Rachel war doch ganz froh darum, dass sie mit sich allein war und nicht viele Persönlichkeiten in ihrem Körper durch die Welt trug. Für sie erschien diese Vorstellung schon wie eine Last. Auch wenn sie es sich nicht mal Ansatzweise vorstellen konnte, wie es wirklich war Tag für Tag damit zu leben. Das Thema an sich war schwer zu begreifen und noch schwerer war es damit umzugehen. Aber es gab immer Menschen, die sich bemühten und nicht mit negativen Absichten in das Leben von anderen traten. ''Ich hoffe wirklich, dass die schlimmste Zeit hinter euch liegt.'', meinte sie ehrlich und mit ruhigem Ton. ''Auch wenn das Leben nicht immer schön ist, so sollte es doch niemals so sein, wie für euch vor einigen Jahren.'' Oh, es gab so viel Leid. So viel Elend. So viel Armut. Die meisten Menschen konnten sich das kaum wirklich vorstellen, sie waren verwöhnt von der 'Normalität' und Blind für alles andere geworden. Jeder, der nicht dem Muster entsprach, wurde aussortiert und verurteilt, ausgeschlossen oder schlimmeres. Das war nicht fair. Doch so funktionierte diese Welt, das wussten Sharon und die anderen wohl besser als Rachel.
''Interessant. Es ist sicher schwierig den perfekten Namen für einen selbst zu finden, oder?'' Wenn man so gar keinen Anhaltspunkt hatte, wenn man wie ein neugeborenes Baby als neuer Alter entstand und plötzlich da war. Naja, plötzlich war gut. Aber Sharon verstand sicher, was sie meinte. Rachel fand nur gerade nicht die richten Worte, um sich richtig zu erklären. ''Oh nein. Versteht mich nicht falsch. Ich meinte für andere, nicht für euch. Andere Menschen sehen es als etwas schlechtes an, gerade wenn sie nicht verstehen was genau bei euch los ist und wie es dazu kam. Ich glaube die wenigsten Menschen kennen wirklich jemanden, mit merheren Personen in sich vereint. Es ist unbekannt und das Unbekannte wird oft als feindlich angesehen.'', entgegente sie sofort entschuldigend, schließlich wollte sie damit keine Gefühle verletzen. ''Aber das ist nicht euer Fehler und auch nicht eure Schwäche.'', fügte die Brünette mit einem sanften Lächeln hinzu, wobei sie jedoch merkte, wie Sharon immer weniger wirklich zuhörte. War das ein schlechtes Zeichen? Hatte sie etwas falsches gesagt?
''Schon gut. Wenn es gerade nicht so gut ist, kann ich auch gerne gehen. Ich wollte niemand triggern ... oder wie man das nennt.'' Sie fühlte sich gerade ein wenig schuldig. Sicher war das Thema gerade bei einigen anderen Alter nicht so beliebt und vielleicht wollte deshalb nun jemand anders das Wort übernehmen. Ob das gut oder schlecht war, wusste sie natürlich nicht. ''Mach dir keine Sorgen, ich weiß ja bescheid.''
Baby
Gelöschter Benutzer
Re: Triggerwarnung (Brutalität) 18+ | Riley & Baby | you always meet twice
von Baby am 16.11.2020 14:11Baby starrte leise summend an die Decke ihrer Zelle, während sie mit dem Rücken auf dem kalten, nackten Boden lag und ihre Hände vor der Brust miteinander verschrnkt hatte. Die Sonne ging langsam auf, wovon sie allerdings nicht viel sehen konnte, da das winzige Fenster nicht viel von dem Ausblickt nach draußen offenbarte. Lediglich der langsam heller werdende Raum verriet ihr, wie spät es etwa sein musste. Heute war ein wichtiger Tag, das hatte man ihr nun oft genug gesagt. Denn heute stand ihre Verlegung in das Staatsgefängnis von Huntsville, dem Texas State Penitentiary at Huntsville, in Texas an. Ihre Heimat, in welcher sie in einigen Monaten hingerichtet werden sollte, nachdem sie selbst im Gefängnis mehrere Verbrechen begangen hatte, Wärter angegriffen und Mitinsassinen getötet hatte. Nun war sie bereits seit einigen Jahren in Einzelhaft (man mochte glauben, dass die Menschen doch noch aus ihren Fehlern lernten) und freute sich auf die Abwechslung, die ihr heute geboten wurde.
Eine Weile noch lag sie nur da, starrte vor sich hin und summte Lieder, die sie früher viel Zuhause gehört hatte. Ihre Mutter und sie hatten immer so unglaublich gerne gesungen, ganz egal in welcher Situation. Auch heute noch tat sie das einfach (selbst, wenn sie nichts zum hören von CDs oder Sticks in ihrer Zelle hatte (dort stand nur ein Bett, eine Toilette und ein Waschbecken) fand sie immer die Motivation dazu einfach loszusingen und Stimmung ins Haus zu bringen! ''Aufstehen!'', rief ein Wärter und riss die Blondine damit aus ihren Gedanken (die meistens mehr wirr als alles andere waren). Langsam legte sie ihren Kopf in den Nacken und blickte zu der Tür, welche sie aus diesem Blickwinkel falsch herum sah. ''Sofort!'', ertönte es hinter der dicken Tür erneut und mit einem Seufzen rappelte sie sich auf. Es ging also los. Es. ging. los. Wie toll! Endlich! Eine kleine Klappe öffnete sich, wodurch Baby ihre Hände strägte. Sie kannte das Ganze nun schon so gut und im Gegensatz zu sonst, hatte sie richtig Lust auf den Tag und stellte sich dementsprechend noch nicht allzu quer.
Nachdem der Wärter ihre Hände mit Handschellen gesichert hatte, trat sie von der Tür weg, während der Wärter diese öffnete. Allein dafür brauchte er sicher eine halbe Minute, da es (ganz offensichtlich) nicht nur eine Verriegelung hab. Während sie wartete legte sie ihren Kopf ein wenig schief und fing wieder an zu summen. Für die Wärter hier war ihr Verhalten nichts neues, im Gegenteil. Manchmal fing sie einfach scheinbar ohne Grund an zu schreien, gegen die Wände zu hauen oder zu lachen. Natürlich wusste Baby die meiste Zeit über was sie tat und verhielt sich absichtlich merkwürdig, einfach weil es Spaß machte. Doch manchmal gab es Phasen, in denen sie nicht sie selbst war, Dinge sah, hörte oder erlebte, die nicht real waren. Doch gerade in diesem Augenblick war ihr Verstand (soweit das möglich war) klar. ''Ich wünsche einen wunderschönen guten Morgen!'', grinste die Psychopathin die Wärter an, die sich ihr nun offenbarten. ''Ich hoffe, Sie haben alle schon gut gefrühstückt. Es wird eine lange Fahrt!'' Insgesamt mussten die Wärter und Baby fast 35 Stunden fahren, was an einem Stück kaum möglich war. Daher wurden zwei Zwsichenaufenthalte geplant. Einmal im Arizona State Prison Complex in Perryville, Arozona und in Penitentiary of New Mexico in Santa Fe County, New Mexico.
Mit einem breiten Grinsen blickte sie zu ihren Beinen hinab, welcher der Wärter ebenfalls mit Fesselungen schmückte und letztendlich ihre Hände und Füße mit einer weiteren Sicherung verband, sodass sie kaum einen Schritt vor den anderen machen konnte, niemanden angreifen konnte oder gar beides. Das machte natürlich einiges unglaublich schwierig, doch änderte das nichts an ihrer Laune. Nein, davon ließ sie sich von ihrer Idee, in den nächsten Tagen (während der Fahrt) irgendwie auszubrechen. Sie würde jede Gelegenheit nutzen und bei dem Gedanken schien ihr Grinsen nur noch mehr zu wachsen. Ja! Sie würde bald wieder frei sein, selbst wenn sie dabei draufgehen würde. Sie wollte in Freiheit sterben, vielleicht noch den ein oder anderen mitnehmen ... Das klang toll. ''Na dann auf!'' Sie war entschlossen!
Der Weg durch das große Gefängnisgebäude zog sich ewig hin, besonders da Baby einfach unglaublich langsam war. Doch irgendwann (sie wusste nicht genau, wie lange es nun gedauert hatte), kamen sie auf einen der hinteren Höfe, wo bereits ein Gefangenentransporter stand. Ihr Ziel war so nah ... Bald. Bals wäre sie frei. Die frische Luft ließ ihren Wunsch danach nur noch mehr steigen, trieb den Gedanken daran nur noch mehr in den Vordergrund. Für einen Moment schloss sie die Augen, während sie ohnehin von den Wärtern an beiden Armen zum Wagen geführt wurde und atmetete einige Male tief ein und aus. Gott, wie sie diese Luft gerade genoss. Der frische, kalte Wind an ihrer Haut. Fuck, sie wollte frei sein. Ein letztes Mal. ''Fick dich!!'', überkam es sie, als sie plötzlich förmlich in den Wagen gestoßen wurde und dabei mit dem Gesicht auf dem Boden aufschlug (sie konnte sich immerhin nicht abstützen). ''Reiß dich zusammen ... alles ist gut...'', murmelte sie leise zu sich selbst, während sie wieder auf die Beine gehoben wurde, nur um kurz darauf auf einen der Sitze gepresst zu werden. ''Sei still!'', sprach noch immer der selbe Wärter zu ihr zu befestigte Ihre Fesselungen an der Wand hinter ihr.
Zwei Wärter setzten sich zu ihr in den hinteren Bereich, wärend einer vorne einstieg um zu fahren. Baby hatte nichts bei sich, also würde sie sich irgendetwas einfallen lassen müssen um letztendlich die drei Muskeltiere überwältigen zu können und die Fesseln loszuwerden. Aber alles zu seiner Zeit. Nun erst einmal würde sie ruhig sitzen bleiben, überlegen, eine Gelegenheit abwarten. Ganz in Ruhe. Sie hatte noch einige Zeit übrig. Oh ja. Sie war sich sicher, dass ihr Plan aufgehen würde (auch, wenn sie noch gar keinen hatte).
Sie waren nun bereits bestimmt schon seit fast zwei Stunden unterwegs, als der Wagen an einer verlassenen Raststätte anhielt, da einer der Wärter scheinbar dringeng zur Toilette musste. Genervt blickte Baby an die Decke des Wagens, welche sie schon jetzt in und auswendig kannte. Vielleicht bot sich ja nun eine Gelegenheit zu fliehen? ''Ich muss auch mal für kleine süße Mädchen.'', sprach sie daher und blickte wieder zu den Wärtern, die wenig Begeisterung zeigten und schon versuchten, sie zu ignorieren. ''Es ist mein Reeeeecht.'', piepste sie fast beugte sich ein wenig nach vorne. ''Ich kann es auch einfach hier laufen lassen, mir macht das nichts.'' Mit einem provokanten Grinsen wechselte ihr Blick von einer Person zur anderen, bis diese letztenlich anfingen sie von der Wand zu befreien. ''Na geht doch!'', begeistert erhob sich Baby von dem Sitz, noch immer grinsend.
''Es ist ja fast ein Wunder, dass ich nicht auch noch aus dem Wagen gestoßen wurde! Ihr seid zuuu lieb zu mir, thihi.'' Die exzentrische Art von ihr war das, was viele besonders nervte. Sie liebte es einfach den Menschen um sich herum so sehr auf die Nerven zu gehen, bis jemand es wagte einen Schritt gegen sie zu verrichten. Allerdings liebte sie jedes Mensche solcher Spielchen, solange sie nicht das Opfer davon war. Das war definitiv nicht ihre Rolle! Noch ein Grund mehr endlich aus dem Loch rauszukommen und das Leben wieder zu genießen! Einer der Wärter lief vor ihr, während ein anderer hinter ihr hertappte. Vor einer der Türen blieben sie stehen und öffneten diese. Allein würde man sie sicher nicht hineingehen lassen, aber das war gerade auch gut so. So hatte sie erstmal nur einen, um den sie sich kümmern musste. Dann kam der zweite, der vorne stand und wartet und dann der Fahrer, der irgendwo zur Toilette gegangen war und in der zwischenzeit sicher wieder seinen Platz eingenommen hatte. Ja, das klang gut ... Das würde schon klappen. Hoffentlich.
Sie trat in die Kabine und drehte sich zu dem Mann um, während sie an sich herunter deutete um ihm klar zu machen, dass sie sich selbst wohl eher nicht entkleiden konnte. Entweder würde er ihre Fesseln abmachen (was sehr unwahrscheinlich war) oder selbst Hand anlegen (was sehr wahrscheinlicher war), so musste sie nur kurz abwarten um zu wissen, wie sie ihn umbringen würde. Der Wärter beugte sich nach vorne und mit einer geschickten Bewegung legte sie ihm die Handschellen um den Hals und drückte ihn mit ihrem Körper gegen die Wand, während ihre Hände fest nach vorne drückten. Es machte ein wenig Lärm, doch drückten die beiden Körper die Tür zu, sodass der Wärter nicht in die Kabine kam. Nach und nach spürte sie, wie der um sich schlagende Körper des Mannes immer schwacher wurde und letztendlich immer schwerer wurde. Mit ein wenig Anstengun versuchte sie wieder in den richtigen Stand zurück zu kommen, bekam dabei die nun aufgehende Tür ins Gesicht (erneut) und stöhnte dabei vor Schmerz auf.
Wut erfüllte ihren Körper, musste das ernsthaft sein?! ''Meine verfickte Nase du Penner!!'', fluchte sie, während der Mann sich auf sie stürzte und die beiden gemeinsam nzu Boden gingen. Ohne nachzudenken biss sie ihm mit voller Kraft und entschlossenheit in den Hals, spürte wie sie nach und nach Schichten der Haut mit ihren Zähnen durchbohrte, hörte den lauten, schmerzerfüllten Schrei direkt neben ihrem Ohr und schmeckte binnen Sekunden das Blut, welches ihr in den Mund lief. Wahrscheinlich aus Affekt heraus begann er mit sein Händen ihren Kopf nach unten zu drücken um sie von seinem Hals zu lösen, jedoch verbiss sich Baby nur umso mehr im Fleisch des Wärters und stieß ein verrücktes Kichern aus, als sie letzendlich ein Stück des Fleisches aus ihm herausriss. Blut spritzte durch die ganze Kabine, über die Leiche des anderen Wärters, über sie und schreiend drückte er nun seine Hände voller Verzweiflung auf die klaffende Wunde.
Während der Mann noch um sein Leben kämpfte, versuchte Baby den Schlüssel für die Fässeln bei einem der zwei Männer zu finden und schließlich irgendwie an das Schloss damit zu kommen (was sich wirklich nicht als einfach herausstellte). Nach einigen Versuchen jedoch hatte sie genau das geschafft. ''Du bist jetzt dran, mein Schatz!'', schrie sie voller Euphorie als sie die immer näher kommenden Schritten des dritten und letzten Mannes hörte. Mit nun freien Händen und Armen erhob sie sich, öffnete die Tür (so gut es möglich war) und stieg über die zwei Leichen. Übersäht mit Blut und einem breiten Grinsen auf den Lippen trat sie dem Mann entgegen, welcher bei ihrem Anblick innehielt und blass wie eine Leiche wurde. ''Lust auf ein Spielchen?'' Er jedoch schien gar nicht begeistert zu sein. ''Umarmung?'' Schließlich waren gerade zwei seiner Kollegen gestorben, sicher brauchte er ein wenig Trost ... ''Nein? Auch gut...'', murmelte sie, griff nach einem der Schlagstöcke der Wärter und fing an in seine Richtugn zu rennen.
Es dauerte nich lange, bis die Blondine den Mann eingeholt hatte, welcher letztendlich versucht hatte zu fliehen. Mit einem festen Schlag auf sein Schienbein, brachte sie ihn dazu zu Boden zu gehen. Ihr nächster Schlag zielte direkt auf seinen Kopf, welchen sie mit einigen Schlägen nahezu unerkänntlich schug. Dabei schrie und lachte sie noch immer voller Freude und Aufregung, bis sie letzendlich mit schwerem Atem neben der Pfütze seines ehemaligen Gehirns für einen Moment Platz fand. ''Verdammt, Jungs! Das war funny!'' Sie war frei! Endlich frei... Doch musste sie nun von hier weg. Ehe ihre Flucht auffiel, wollte sie einen möglichst großen Abstand zwischen dem Ort und ihr bringen. Einen sehr großen ...
Baby
Gelöschter Benutzer
Triggerwarnung (Brutalität) 18+ | Riley & Baby | you always meet twice [CUT]
von Baby am 16.11.2020 13:58

Riley Davis kann ihren Augen nicht trauen, als sie in den Nachrichten erfährt, dass die Hochsicherheitsgefangene Ellen Hudley, als "Baby" bekannt bei einem Gefangenentransport ausgebrochen ist. Die ehemalige Phoenix-Agentin macht sich sofort auf den Weg, Babys Aufenthaltsort herauszufinden und sie zu verfolgen. Denn obwohl ihr eigener Gefängnisaufenhalt bereits 3 Jahre her ist, hat sie in keienr einzigen Nacht die Mater vergessen, welche sie durch Baby erfahren hat. Riley hat nur ein Ziel: Baby wieder hinter Gitter bringen. Und Baby? Sie will nur ihren Spaß haben...
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