Starkville
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Re: Starkville
von Zeynep am 30.04.2025 09:10"Uh ja, gerne! Meine Gewürze sind schon seit einer Weile zuneige gegangen." Wenn man nur an einem Ort blieb, fand man in den umstehenden HÄusern irgendwann nichts neues mehr und irgendwann war es auch aufgebraucht. NAtürlich hatte Zeynep noch ein paar Gewürze, aber sie gebrauchte sie so selten udn so wenig wie möglich. Man gewöhnte sich an alles, selbst wenn Fleisch oder Eintöpfe aufgrund fehlender Gewürze einfach nur fad schmeckten. Es war Essen, und mit essen überlebte man. Essen gab einem Energie. Das reichte, da musste es nicht besonders schmecken.
Doch heute würde es das vielleicht. Eine schöne kleine Freude, um ihr Wiedersehen zu feiern. Sie beobachtete, welche Gewürze Adria aus ihrer Tasche herauszog und fügte zum Essen ein wenig Salz und Pfeffer und Paprikapulver hinzu. Basilikum, welchen sie selbst gepflückt und gehackt hatte, war bereits drin. Er wuchs in einem Garten hinter einem nahen Haus wild. Die Blätter waren nur klein und gelb-grünlich gewesen, wegen des fehlenden Sonnenlichts (der Himmel war nach wie vor 24/7 von der Aschewolke des damaligen Vulkanausbruchs bedeckt), aber dennoch essbar.
Während sie den Eintopf also würzte und umrührte, stellte sie Adria die Frage, wie es ihr ergangen war und lauschte ihrer Antwort. Das lautlose Seufzen am Anfang konnte Zeynep nur zu gut nachfühlen. Ja. Diese Zeit war... gelinde gesagt eine beschissene Zeit zum Leben. Mehr als einmal fragte sich Zeynep, wie wohl das Leben in London war. Ob dort auch eine solche Apokalypse herrschte wie hier? Oder ging das Leben dort ganz normal weiter? Sie wusste es wirklich nicht... doch da sie keine Möglichkeit hatte dorthin zu kommen (zumindest keine, die ihr einfiel), war es eigentlich auch fruchtlos, darüber nachzudenken. Dennoch kehrten ihre Gedanken immer wieder zu dieser Frage zurück.
Überrascht blickte Zeynep auf, als Adria von dem Ort mit vielen Überlebenden berichtete, den sie jedoch schnell wieder verlassen hatte. Gesellschaft gab man in diesen Tagen nicht leichtfertig auf (vielleicht dachte sie auch nur, weil sie nun schon monate- oder sogar jahrelang in Einsamkeit einging). "Was ist passiert?", fragte Zeynep einfach und holte zwei Schüsseln heraus, um das Hühenrfrikassee mit einem Schöpflöffel in diese hineinzufüllen. Irgendetwas musste passiert sein, sonst wäre Adria sicher in dieser Gemeinschaft geblieben...
Re: Starkville
von Adria am 08.05.2025 21:11Während Adria die Gewürze ausgepackt hatte, hatte sie Zeynep dabei beobachtet, wie diese dann den Eintopf mit ein paar eben dieser nachgewürzt hatte. Mit Gewürzen musste man in diesen Zeiten äußerst sparsam umgehen, da der Nachschub nicht gesichert war. Deshalb aß man nur noch sehr selten und eben zu besonderen Anlässen gewürzte Speisen. Aber das war in Ordnung, daran war die Brünette - deren Haare inzwischen fast schwarz wirkten - schon lange gewöhnt. Und an die Einsamkeit, das Verstecken und das Töten um zu überleben auch...
Früher in New York wäre das für sie noch ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, besonders da sie Krankenschwester hatte werden wollen und überhaupt Pazifistin gewesen war. Aber nach dem Vulkanausbruch hatte sich alles geändert, nachdem die Apokalypse ausgebrochen war, denn da hatte man sich entscheiden müssen: sich anpassen oder sterben. Und Sterben wollte nun mal niemand. Dennoch war Adria nicht herzlos, hatte aber schnell begriffen das man nicht alles zu nahe an sich heran lassen sollte. Und dennoch...
Gerade nach der Gegenfrage von Zeynep war das Bild wieder vor ihr inneres Auge getreten. Von der Szene die sie beobachtet hatte, dabei aber eigentlich gar nichts gesehen hatte. Da hatte Adria vermutlich überreagiert aber es hatte sie einfach wie ein Blitzschlag getroffen. Kurz atmete sie tief durch und lächelte dann schwach. „Es war vermutlich gar nichts, ich hab wahrscheinlich überreagiert. Ich habe meinen Ex-Freund gesehen. Also.. im Grunde ist er gar nicht mein Ex oder ich habe eher keine Ahnung was wir sind. Schließlich haben wir uns seit Beginn der Apokalypse nicht mehr gesehen." Kurz räusperte Adria sich und hatte dabei einen verwirrten Ausdruck im Gesicht. „Er war nicht alleine, eine Frau war bei ihm. Sie haben sich nicht geküsst oder sonst was, wirkten aber schon vertraut. Was ich ihm ja auch nicht vorwerfen könnte, wenn die beiden zusammen wären. Könnte schon längst tot sein und das sind harte Zeiten. Und vielleicht hab ich mit alles auch nur eingebildet aber.. es tat trotzdem weh.", hatte sie leise berichtet und dann mit den Schultern gezuckt.

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Re: Starkville
von Zeynep am 02.07.2025 11:48Während sie ihr Essen mit der Schöpfkelle in Schüssel füllte, und Adria ihre Portion reichte, lauschte sie ihrer Geschichte, warum sie den Ort von den Überlebenden verlassen hatte. Sie zog sich die Maske ab (mit Maske konnte man schlecht essen) und legte den Kopf leicht zur Seite. Als Adria endete, zuckte ein leichtes, fast gequältes Lächeln über Zeyneps Gesicht. "Mit Ex-Freunden kenne ich mich auch. Ich hatte schon verdammt viele und hatte auch schon verdammt viele irrationalle und manchmal dämliche Gefühle wegen denen. Hab oft überreagiert."
Sie nahm sich einen Löffel und aß einen erste Bissen. Das Fleisch war zäh, wie häufig heutzutage, weil die Tiere auch nichts mehr zu fressen fangen und deswegen meist abgemagert waren. Aber dennoch war es geschmacklich sehr gut. Das Beste, was sie seit langem gegessen hatte. Immer wieder erstaunlich, was so ein paar Gewürze ausmachten. Nachdem sie hinuntergeschluckt hatte, blickte sie wieder auf.
"Ich kenn deinen Ex nicht, also kann ich dir nicht sagen, was zwischem ihm und ihr ist. Aber aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass man sich ohne genügend Informationen oft in die schlimmstmöglichen und häufig falschen Gründe hineindenkt. Vielleicht war das Mädel seine Schwester, Cousine oder sonst irgendeine Verwandte. Vielleicht auch einfach nur ne Freundni-" Wobei sie sich bei diesen Worten durchaus bewusst war, dass bereits 'Freundin' bei ihr ausgereicht hätte, um ihre Eifersucht wieder hochkochen zu lassen. Und die Eifersucht war leider schon immer eng mit ihren Aggressionen verknüpft gewesen. "- however, es muss nicht sein, dass sie zusammen waren. Dennoch kann ich gut verstehen, dass allein der Gedanke wehtat."
Sie aß weiter und dachte dabei etwas nach. Eine Idee kam ihr. Sie wusste nicht ob die klug war oder hilfreich, aber... dennoch... "Dieser Ort von den Überlebenden... ist der weit weg von hier?", fragte sie mit ihrer rauen Stimme und sah wieder zu Adria.
Re: Starkville
von Adria am 02.07.2025 20:14Nachdem Zeynep den beiden von dem Essen in zwei Schüsseln getan hatte, nahm Adria eher automatisch die Schüssel entgegen, aß aber nichts davon sondern starrte kurz in die Schüssel. „Mein Ex oder vielleicht nicht Ex...", murmelte die Brünette und seufzte im Anschluss fast tonlos. „Ich möchte auch nicht ausschließen, dass ich in der Situation ganz klar überreagiert habe." Wie könnte sie das auch? Immerhin war sie total selbstvergessen aus dieser sicheren Unterkunft abgehauen.
Während Zeynep dann von dem Eintopf oder Hasen-Ragout, wie auch immer man das nun auch nennen wollte, probierte, stellte sie ihre eigene Schüssel auf ihrem Schoß ab und tat einen tiefen Atemzug. Und als Zeynep dann weiter sprach, musste sie automatisch leicht Lachen, was aber definitiv ziemlich freudlos klang. „Ja, vielleicht war die andere Frau eines dieser Dinge. Und ich habe total überreagiert aber vielleicht sind meine Befürchtungen die Realität, dass kann ich schlecht Wissen...".
Schließlich konnten weder Zeynep noch sie in die Zukunft schauen - was vielleicht besssr so war, manchmal vielleicht aber manchmal auch ganz nützlich wäre - vielleicht wäre die beste und einfachste Lösung einfach sich in dieser Frage Gewissheit zu verschaffen. Aber auf diese Idee war die Brünette bisher noch nicht gekommen und wollte es vielleicht zum Teil aus Angst auch überhaupt nicht. Dennoch sah sie nachdenklich zu ihrer alten Freunden oder Verbündeten und überlegte. „Also.. ein paar Tage würden wir auf jeden Fall brauchen bis da hin. Eine Woche ungefähr ist da mit Sicherheit realistisch auch wenn ich nicht genau darauf geachtet habe." Immerhin war sie nach ihrem Aufbruch doch sehr durch den Wind gewesen. „Wieso fragst Du?", setze sie dann noch stirnrunzelnd nach.

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Re: Starkville
von Zeynep am 17.07.2025 21:32Ein paar Tage. Nun, für eine solche Reise würde man sich auf jeden Fall vorbereiten müssen. Aber machbar wäre es - und sie käme nicht nur endlich mal aus diesem Gebiet hier raus, sondenr würde auch mal wieder andere, lebende (!!!) Menschen treffen! Allein das wäre ihr diese Mühe schon wert. Mehr als wert sogar.
"Naja... wenn du willst, könnten wir dort gemeinsam hin. Und dann finden wir raus was diese Frau ist oder nicht ist von ihm." Sie aß noch einen Löffel von dem Ragout und fügte anschließend noch mit einem kleinen schrägen Lächeln hinzu: "Und sollte sie doch mit ihm zusammen sein, dann gehen wir halt zusammen ein paar Zombies oder so erschießen." Aggressionen loswerden konnte man kaum besser als diese Dinger zu erschießen - die Erfahrung hatte sie auch schon gemacht, nachdem Diego sie verlassen hatten. Vielleicht war es auch leichtsinnig gewesen, aber sie hatte es gebraucht, sich komplett verausgabt und es hatte verdamm gut getan. Auch wenn die Einsamkeit danach umso härter zugeschlagen hate.
Während sie das sagte, stieß sie Adria leicht mit der Schulter an, um ihr ihren Beistand zu demonstrieren. Dann aß sie erneut etwas von dem Ragout. "Was hältst du von der Idee? Wir müssen es ja auch nicht jetzt sofort machen. Wir können erstmal hier sein und uns vorbereiten oder du was zur Ruhe zu kommen kannst oder so."
Und falls sie nicht wollte? Würde Zeynep alleine zu dieser Oase der Überlebenden? Sie wusste es nicht... sie wusste es wirklich nicht... aber irgendetwas in ihr wollte dorthin. Zog sie. Verutlich wirklich einfach die monatelange, vielleicht sogar jahrelange EInsamkeit...
Re: Starkville
von Adria am 19.07.2025 21:15Nach dem Vorschlag von Zeynep musste sie zunächst einmal gut Nachdenken, die Pro's und Contras sorgfältig gegeneinander auf- oder abwiegen. Während Adria das tat aß sie dann auch endlich richtig von dem Ragout das Zeynep netterweise mit ihr teilte. An sich war das Gericht wirklich sehr gut und gewürzt war sowas schon definitiv ein Highlight in der Realität die sie geraten waren. Der Vulkan war ja durchaus aus heiterem Himmel ausgebrochen, wobei die Katastrophe an sich vorhersehbar gewesen war. Schließlich hatte die Umwelt schon zuvor Warnzeichen gezeigt oder gegeben, die man eben besser nicht hätte ignorieren sollen. Aber jetzt war es eh zu spät und die Zombies betrieben sowas wie eine Auslese, denn die Apokalypse würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die gesamte Erdbevölkerung überleben.
Adria leerte ihre Schale und kaute den letzten Bissen, bevor sie dann endlich wieder das Wort ergriff. „Lass mich eine Nacht drüber schlafen und mich erstmal Ausruhen, okay?", bat sie schwach lächelnd. Aber vermutlich da würde die Brünette sich schon wieder mit ihrer alten Freunden auf den Weg machen. So ein sicherer Ort und dann auch noch mit den anderen Überlebenden, war definitiv eine gute Sache. Ganz egal was sich bei den Nachforschungen der zwei ergeben würde, diese Chance auf Sicherheit und so etwas wie Normalität könnte sie nicht einfach so aufgeben. Verletze Gefühle vergingen und auch gebrochene Herzen heilten. Den Tod könnte aber nichts und niemand rückgängig machen und den riskierte man, wenn man ganz alleine war immer... „Wäre es okay, wenn ich mich dann bald hinlegen würde? Je früher ich etwas Schlaf hatte, umso schneller kann ich dir meine Entscheidung mitteilen." Diese hatte sie zwar praktisch schon getroffen aber sie hatte Kopfschmerzen und die wollte sie unbedingt los werden!

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Re: Starkville
von Zeynep am 09.08.2025 14:57Sie ging - mit Mundschutz - wieder nach draußen, löschte das Feuer und nahm den Topf mit dem Essen rein, wo sie das Essen in einem Tupper verstaute. Dann ging sie wieder in den Garten, grub an der üblichen Stelle ein Loch in den Boden und stellte das Tupper rein. Dann bedeckte sie es wieder mit der Erde. So blieb es am kühlsten und es wurde ihr nicht geklaut.
Sie räumte die Feuerstelle auf, ging wieder nach drinnen und legte sich nun ebenfalls auf ihr eigenes Bett, welches sie sich früher mit Diego geteilt hatte. Sie dachte an ihn. An Energys. Und vor allem an Zigaretten. Die letzten Kippen hatte sie vor einem Monat oder so geraucht. Sie hatte das ganze Dorf hier auf den Kopf gestellt, aber keine mehr gefunden. Hoffentlich würde es im nächsten Ort - diesem Ort der Überlebenden - welche geben, sonst würde sie durchdrehen.
Seufzend legte sie sich auf die Seite, starrte eine Weile lang noch die Wand an und fiel dann irgendwann in einen unruhigen Schlaf.
Re: Starkville
von Adria am 22.08.2025 18:37Natürlich hätte sie sich auch davor drücken und es ablehnen können, zurückzukehren an den Ort der Überlebenden. Aber was hätte es ihr schon groß gebracht? Sie würde sich nur immer wieder fragen, wer diese fremde Frau war und was Ezra mit ihr verband und er eventuell für sie fühlen könnte. Aber diese Frage könnte nur Ezra ihr beantworten - und ihr Kopf könnte und würde sich vermutlich nur noch Horrorszenarien ausmalen, die die Realität vermutlich noch weit übertreffen würden. Und Alpträume oder die kreisenden Gedanken hatte die Brünette ohnehin schon. Wozu die Lage also noch unnötig kompliziert und unschön gestalten? Wenn sie doch nur einmal ins kalte Wasser springen oder in den sauren Apfel beißen und über ihren Schatten springende müsste, um Gewissheit zu haben und dann ggf versuchen zu können nach vorne zu schauen. Oder zu versuchen ihre Liebe wieder aufleben zu lassen - obwohl es auch nicht einfach sein könnte, dies zu tun - denn immerhin hatte die Apokalypse sicher beide verändert. Da war noch nicht gewiss ob beide noch zueinander passen würden...
Adria hatte sich dann im Haus - nachdem sie ihren Rucksack zu Boden gestellt hatte - dann auch direkt auf ihr altes Bett gelegt und war dann auch schnell eingeschlafen. Ihre Alpträume würden sie ohnehin nicht lange schlafen lassen, wie immer. Aber der Marsch vom Ort der Überlebenden ganz bis zurück nach Starkville hatte schon an ihren Kraftreserven gezehrt, vor allem da sie keine Pause gemacht hatte. Zuerst hatte sie noch überlegt Zeynep ihre Geschenke zu geben, die sie ihr noch mit gebracht hatte aber das hielt sie dann doch für keine gute Idee. Denn der Weg zum Ort der Überlebenden wäre lang und Adria wollte nicht das ihre Freundin dann mitten auf dem Weg keine Zigaretten mehr hätte zum Beispiel. Wobei dies nicht das einzige war, dass sie mitgebracht hatte.
Als Adria ihre Augen wieder öffnete - diese hatten mit diffusem Licht schon lange kein Problem mehr - wusste sie zunächst nicht wie viel Zeit vergangen war. Und auch nicht ob Zeynep noch oder wieder wach war, sie wollte aber auch nicht nach ihr rufen, falls ihre Freundin gerade erst eingeschlafen war. Stattdessen setzte sie sich auf, fuhr sich kurz durch ihr Haar (welches mal wieder eine Wäsche und einen Schnitt nötig hätte, aber wer scherte sich in dieser Zeit schon um Äußerlichkeiten? Vielleicht einer der wenigen Vorteile der Apokalypse.) Langsam stand die Brünette auf und bewegte sich dann nach unten, um einen Platz zu suchen an dem sie vielleicht kurz zur Ruhe kommen könnte und an der es wenigstens etwas so etwas ähnliches wie frische Luft zu finden...

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Re: Starkville
von Zeynep am 10.09.2025 13:26Zeynep schlief unruhig, wie immer. Immer wieder schreckte sie auf, wälzte sich auf dann auf die andere Seite, nur um sich nach einer halben Stunde mir rasendem Herzen und kaltem Schweiß auf der Haut wieder zurückzudrehen. Es war immer das gleiche: die sie verfolgenden Zombie-Horden. Mal war Diego darunter, mal ihre ehemaligen Tänzer und Tänzerinnen, mal ihre Familie. es war immer schlimm und es wurde nicht besser. Sie träumte von wiederauferstehenden Leichen, vom Vulkanausbruch, davon, wie die Dunkelheit sich alle snahm und nichts als Tod und Leid zurückließ.
Aufwachen war nicht viel angenehmer. Dann kam immer die Gewissheit, dass sie diesen Alptraum im Moment ihr Leben nannte. Und auch den rest ihres Lebens noch ihr Leben nennen würde. Warum genau musste sie ausgerechnet zum Zeitpunkt der beschissenen Apokalypse leben??
Irgendwann machte es schlichtweg keinen Sinn mehr. Getrieben von der sie ständig begleitenden Unruhe stand sie auf und tigerte in die Küche. Sie sah Adria mit ihren zerzausten Haaren an der Theke stehen - sie war auch eben erst aufgestanden. Zeynep hatte sie gehört. Es juckte sie in den Fingern, sich eine Zigarette anzuzünden, aber es gab keine mehr. Stattdessen nahm sie sich also eine der Flaschen Wasser, welche sie regelmäßig im nahen Fluss auffällte (und vor dem Trinken abkochte um alles mögliche abzutöten), goss sich das Wasser in ein Glas und trank ein paar große schlucke.
"Auch so beschissen geschlafen?", fragte sie endlich mit ihrer rauen Stimme als Morgengruß, doch dabei klang sie fast sanft. "Schätze, das ist das neue Los von jedem, der noch lebt." Sie seufzte, goss ein zweites Glas Wasser ein und reichte es Adria. "Keine Sorge, ist abgekocht.", fügte sie hinzu.
Re: Starkville
von Adria am 11.09.2025 23:38Ariadna hatte absolut Bescheiden geschlafen, hatte die Latina schon vor der Apokalypse getan. Die Alpträume waren schon immer (oder zumindest den größten Teil ihres Lebens, ihr stets präsenter Begleiter gewesen.) Die Apokalypse und all das was sie erlebt hatte und hatte tun müssen um zu überleben (wieder einmal) störte ihren Schlaf erheblich. Der zuvor schon nicht der Beste gewesen war. Also hatte die Dunkelhaarige nach mehreren vergeblichen Versuchen erholsam zu schlafen die Flucht aus dem Bett angetreten.
Nicht sehr viel später als Ariadna hatte dann auch Zeynep ihre Versuche zu schlafen aufgegeben und hatte sich zu ihr in die Küche gestellt. Kurz warf sie einen Blick in die Richtung ihrer guten Freundin und lächelte schwach, sagte zunächst aber gar nichts. Stattdessen versuchte Adria ihre zerzausten Haste zu richten. „Mein Schlaf war auch vor der Apokalypse eine um es nett auszudrücken, verzweifelt erträumte Illusion. Solange bis ich Ezra traf, in seinen Armen konnte ich immer friedlich schlafen. Wer weiß also ob ich jemals wieder eine Nacht durchschlafen können.", meinte die Latina mit einem kleinen Schulterzucken und einem schmerzhaften Schatten im Blick. Gedankenverloren griff sie nach dem Glas, nachdem Zeynep ihr mitgeteilt hatte dass es abgekocht war. „Vielleicht sollten wir Nachts einfach anfangen Brettspiele zu spielen...", schlug sie mit einem schiefen Lächeln vor. „Falls wir welche auftreiben können in diesem beschissenen Chaos natürlich."

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