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Erworbene hämolytische Anämien
Arzneimittelindu-zierte autoim-munhämolyti-sche Anämie
D59.0
=> Ursache durch Medikamente (z.B. α-Methyldopa, Penicillin, Chi-nidin)
=> Abbau der roten Blutkörperchen
=> Symptome: Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Kopf-schmerzen, Belastungsatemnot, Herzrasen, Schwindel, Blut im Urin, ...
  TRASHkind
D59.1 - Sonstige autoimmunhämolytische Anämien

=> ~ 20% aller Patienten mit autoimmunhyämolatischer Anä-mie betroffen
=> Kälte als Auslöser
=> unterteilbar in akute & chronische Form
=> akute Form 2-3 Wochen nach Infekt (meist Mykoplasmen) & nach 3-4 Wochen geheilt
=> chronische Form meist im Zusammenhang mit B-Zell-Lym-phomen
=> v.a. ältere Menschen betroffen
=> Symptome: blaue Finger/Zehen, Rauynaud-Syndrom, Mü-digkeit, Kopfschmerzen, Belastungsatemnot, Herzrasen, Schwindel, bei kaltem Verzehr Schluckstörungen, Fieber, Nie-renversagen, Gelbfärbung, teilweise Quaddeln, netzartige Hautzeichnung, Gewebeabsterben
Kälteagglutinin-krankheit [CAD]
Primäre autommunhämolytische Krankheit vom Kälteautoantikörper-Typ
D59.10
Sonst. autoim-munhämolyti-sche Anämien
Kälteagglutinin-Hämoglobin-urie, Kälteaggluinin-Syndrom ...
D59.18
Weitere Blutarmut, welche durch körpereigenen induzierten Abbau der roten Blutkörperchen entsteht und bisher noch nicht genannt wurde, wie z.B.:

Autoimmunhämolytische Krankheit - gemischter Typ: ca. 10% aller autoimmunhämolytischen Anämien | meist Kindern & Ju-gendlichen | Ursache i.d.R. Virusinfekt | rascher & plötzlicher Beginn mit sponanter Heilung
Autoimmunhämolytische Krankheit - Kälteautoantikörper-Typ sekundär: ca. 20% aller autoimmunhämolytischer Anämi-en | Ursache i.d.R. durch Grunderkrankung | Symptome: Ab-geschlagenheit, Müdigkeit, Leistungsminderung, Kopfschmer-zen, Herzrasen, Schwindel, Blut im Urin, blaue Finger/Zehen
Autoimmunhämolytische Krankheit - Wärmeautoantikörper-Typ sekundär: ca. 70% aller autoimmunhämolytischen Anämi-en | Ursache i.d.R. durch Grunderkrankung | Symptome: Ab-geschlagenheit, Müdigkeit, Leistungsminderung, Kopfschmer-zen, Herzrasen, Schwindel, Blut im Urin
Autoimmunhämolytische Krankheit o.n.A.
Kälteagglutinin-Hämoglobinurie: Kälte als Auslöser | Symp-tome: blaue Finger/Zehen, Rauynaud-Syndrom, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Belastungsatemnot, Herzrasen, Schwindel, bei kaltem Verzehr Schluckstörungen, Fieber, Nierenversagen, Gelbfärbung, teilweise Quaddeln, netzartige Hautzeichnung, Gewebeabsterben
Kälteagglutinin-Syndrom [CAS]: Kälte als Auslöser | Sympto-me: blaue Finger/Zehen, Rauynaud-Syndrom, Müdigkeit, Kopf-schmerzen, Belastungsatemnot, Herzrasen, Schwindel, bei kal-tem Verzehr Schluckstörungen, Fieber, Nierenversagen, Gelb-färbung, teilweise Quaddeln, netzartige Hautzeichnung, Gewe-beabsterben
  TRASHkind
=> Medikamente als Auslöser (z.B. Primaquin bei Glukose-g-Phos-phat-Dehydrogenase-Mangel oder Dapson & Sulfasalazin)
=> Abbeu der roten Blutkörperchen
=> Symptome: Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Leistungsminderung, Kopfschmerzen, Belastungsatemnot, Herzrasen, Schwindel
Arzneimittelind. nicht autoim-munhämolyti-sche Anämie
D59.2
Hämolytisch-urämisches Syndrom
D59.3
=> selten (1-1,5:100.000)
=> v.a. < 16-Jährige betroffen (insb. 2-3-Jährige)
=> unterteilber in infektiöse (v.a. nach mehrtägiger blutiger Ma-genschleimhaut-Entzündung) & nichtinfektiöse Form (ausgelöst durch Medikamente, Vobalamin-C-Mangel, Schwangerschaft oder andere Grunderkrankung
=> Symptome: Fieber, Blässe, Herzrasen, Lethargie, Gelbfärbung, vergrößerte Leber & Milz, (Schleim-)Hauteinblutungen, blutiger Stuhl/Urin, Bluthochdruck, z.T. Nierenversagen (v.a. bei Kindern)
=> kann tödlich enden (ca. 5%)
Weitere bisher nicht genannte Blutarmut, welche durch äuße-re (nicht körpereigene) Ursachen bedingt ist, wie z.B.:

mechanische hämolytische Anämie: Ursache der Zerstörung von roten Blutkörperchen z.B. künstliche Herzklappen, Kunst-herzen, Dialyse oder starke körperliche Belastung
mikroangiopathische hämolytische Anämie: Ursache der Zer-störung von roten Blutkörperchen Erkrankung kleinster Blut-gefäße
toxische hämolytische Anämie: Ursache der Zerstörung von roten Blutkörperchen Gifte o.ä.
Sonstige nicht autoimmun-hämolytische Anämien
D59.4
Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie
Marchiafava-Micheli
D59.5
=> sehr selten (1/100.000-500.000)
=> genetische Ursache
=> meist 25-45-Jährige betroffen
=> unterteilbar in primäre (ohne Knochenmarkstörung), se-kundäre (mit Knochenmarkstörung) und subklinische (symp-tomlos) Formen
=> Symptome: Blutarmut mit wiederkehrenden Krisen (Abge-schlagenheit, Müdigkeit, Leistungsmindeurng, Kopfschmerzen, Belastungsatemnot, Herzrasen, Schwindel | Fieber, Schüttel-frost, Schwäche, Bluthochdruck, Bauchschmerzen, Rücken-schmerzen, Blut im Urin), Thrombosen, Geschwüre in Mund-schleimhaut, diverse Entzündungen, Furunkel, Lymphknoten-schwellung, Eiterbeulen, (Schleim-)Hauteinblutungen, Nasen-bluten, Zahnfleischbluten, Blutergüsse, ...
Blut im Urin, durch Zerstörung der roten Blutkörperchen durch weitere bisher noch nicht genannter äußerer Ursachen, wie z.B.:

Belastungs-Hämoglobinurie: Blut im Urin durch zu große Belastung
Marsch-Hämoglobinurie: Blut im Urin durch starke körperli-che Belastung (insb. schwere Fußmärsche)
paroxysmale Kälte-Hämoglobinurie: häufigste autoimmunhä-molytische Anämie im Kindesalter | ca. 10% | v.a. Kinder < 10 Jahren betroffen | Entstehung meist akut nach Lungeninfekt | Symptome: schlagartige Blässe, hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Übel-keit, Erbrechen, Durchfall, Blut im Urin (tiefrot)
Hämoglobinurie durch Hämolyse
infolge sonstiger äußerer Ursachen
D59.6
Sonstige erworbene hämolytische Anämien
D59.8
Weitere bisher nicht genannte erworbene Blutarmut, die durch Zerstörung der roten Blutkörper entstanden ist.
...
Erworbene hämolytische Anämie
nicht näher bezeichnet
Idiopythische hämolytische A., ..
D59.9
  TRASHkind
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Erkrankte

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   Quelle: Septomics