
Andere Verhaltens- & emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit & Jugend
TRASHkind
Funktionelle Enuresis, Nichtorganische primäre oder sekundäre Enuresis, Nichtorganische Harninkontinenz, Psychogene Enuresis
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Enuresis nocturna
F98.00
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=> wiederholtes unwillkürliches Einnässen nachts (mind. 1x monatlich)
=> 10% aller 7-Jährigen betroffen => Jungen 2x häufiger betroffen => Beginn ab 5 Jahren => Entstehung durch Genetik, Psyche, soziale Belastung, ver-zögerte Reifung der Blasenkontrolle und häufigen nächtlichen Harndrang => Dauer oft über Monate bis Jahre => Symptome: unwillkürliches Wasserlassen im Schlaf, ggf. Scham, Rückzug, Hyperaktivität, Depressionen oder Schulpro-bleme |
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=> wiederholtes unwillkürliches Einnässen tagsüber (mind. 1x monatlich)
=> ab Alter von 5 Jahren => ca. 3-4% der 7-Jährigen betroffen => Mädchen etwas häufiger als Jungen betroffen => Entstehung durch Genetik, Psyche, soziale Belastung, ver-zögerte Reifung der Blasenkontrolle und häufigen Harndrang => Dauer häufig Monate bis wenige Jahre => Symptome: unwillkürliches Wasserlassen tagsüber (oft mehrfach wöchentlich), plötzlicher Harndrang, nasse Kleidung/auffälliger Geruch, Scham, Rückzug, ggf. Depression |
Enuresis diurna
F98.01
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Enuresis nocturna et diurna
F98.02
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=> Wiederholges Einnässen nachs und tagsüber (mind. 1x monat-lich)
=> ab Alter von 5 Jahren => Jungen etwas häufiger betroffen => ca. 1-2% aller 7-Jährigen betroffen => Entstehung durch Genetik, Psyche, soziale Belastung, verzöger-te Reifung der Blasenkontrolle und häufiger Harndrang => Dauer häufig mehrere Jahre => Symptome: unwillkürliches Wasserlassen, Scham, Isolation, ggf. Depression |
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Diese Kategorie dient der Kodierung von Formen des Einnässens, die weder eindeutig als ausschließlich nächtlich noch ausschließ-lich tagsüber auftreten und nicht in die spezifischen Unterkatego-rien eingeordnet werden können.
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Sonstige nichtorganische Enuresis
nicht näher bezeichnet
F98.08
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TRASHkind
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Nichtorganische Enkopresis
Funktionelle Enkopresis, Nichtorganische Stuhlinkontinenz, Psychogene Enkopresis
F98.1
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=> wiederholtes unwillkürliches Einkoten (mind. 1x monatlich)
=> ab 4 Jahren => ca. 1-3% der 4-12-Jährigen betroffen => Jungen 3-4x häufiger betroffen => häufig einhergehend mit Bettnässen => Entstehung durch psychische Faktoren, misslungene Sau-berkeitserziehung, Rebellion, Belastungssituationen, ... => unterteilbar in primär (nicht sauber > 4 Jahre) und sekundär (sauber gewesen, dann wieder einkoten) => Symptome: unwillkürliches Einkoten, unangenehmer Ge-ruch, Verschmutzung, Scham, Rückzug, Hänseleien |
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=> Essstörung mit bewusstem Hochwürden & Wiederkäuen der Nahrung
=> sehr selten => Beginn meist im Säuglings-/Kleinkindsalter => Jungen häufiger betroffen => Entstehung z.B. durch gestörte Mutter-Kind-Beziehung/frü-he Vernachlässigung, psychische Belastungen, Isolation, Fehl-ernährung, ... => Dauer Wochen bis Monate; in schweren Fällen chronisch => Symptome: wiederholges bewusstes Nahrungs-Heraufwür-gen & erneutes Kauen/Ausspucken/Schlucken, Nahrungsver-weigerung, ggf. Gedeihstörung, ggf. Gewichtsverlust, Mangel-ernährung, Austrocknung, Unruhe, Rückzug, Depressionen |
Fütterstörung im frühen Kindesalter
Rumination im Kleinkindalter
F98.2
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Pica im Kindesalter
F98.3
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=> wiederholtes zwanghaftes Essen ungenießbarer Substan-zen
=> selten (~0,3-1% der Kinder) => Entstehung z.B. Vernachlässigung, Missbrauch, familiäre Belastungen, psychische Belastungen, Bindungsstörungen, ... => häufig Mineralstoffmangel (daher Verzehr der ungenießba-ren Substanzen) => Dauer über Monate bis Jahre; unbehandelt oft chronisch => Symptome: wiederholter Verzehr ungenießbarer Substan-zen (z.B. Erde, Dreck, Steine, Abfall, Exkremente, Papier, Stoff, Kreide, ...), ggf. Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Zahnschäden, Infektionen, Vergiftungen |
TRASHkind
Stereotypie/abnorme Gewohnheit
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=> Wiederholung gleichbleibender zweckloser Bewegungen oder Lautäußerungen
=> ca. 3-4% aller Kinder => Beginn meist zw. 2-5 Jahren => jungen etwas häufiger betroffen => Entstehung z.B. durch Stress, familiäre Belastungen oder psychische Konflikte => Dauer Monate bis Jahre => Symptome: stereotype Bewegungen (z.B. Händeflattern, Hin- & Herwiegen, Kopfschütteln, Fingerverdrehen, Klatschen, Trommeln), stereotype Sprachmuster (z.B. Wortwiederholun-gen, Lautwiederholungen, Wortketten), motorische Besonder-heiten (z.B. langes Verharren in starrer Körperhaltung, wäch-serne Biegsamkeit) |
Ohne Selbstverletzung
F98.40
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Mit Selbstverletzung
F98.41
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=> Wiederholung gleichbleibender zweckloser Bewegungen mit Selbstverletzung
=> selten (1-3% betroffen) => Beginn zw. 2-5 Jahren => Entstehung z.B. durch gestörte Selbstregulation, Stress, emotionale Belastungen oder tiefgreifende Entwicklungsstö-rungen => Dauer chronisch, über Jahre anhaltend; verstärkt durch Stress-/Belastungssituation => Symptome z.B.: rhythmisches Schaukeln/Schleudern, Schlagen, Beißen, wiederholtes Kopfstoßen, ggf. Hautverlet-zungen, Hämatome, Zahnverletzungen, Narbenbildung |
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Diese Kategorie kodiert für stereotype Bewegungsstörungen, bei denen (bisher) nicht näher angegeben ist, ob eine Selbstverletzung vorliegt.
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Ohne Angabe einer Selbstverletzung
F98.49
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TRASHkind
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Stottern [Stammeln]
F98.5
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=> Störung des Redeflusses
=> ca. 5-10% aller < 5-Jährigen betroffen (meist zw. 2-7 Jahren) => Männer 3x häufiger betroffen => insg. ca. 1& der Bevölkerung => Entstehung z.B. durch Genetik und/oder Koordinationsstö-rung im Sprachzentrum => häufig selbstlimitierend (bei ca. 75%), aber bei 25% chro-nisch/bleibend => Symptome: Wiederholungen von Lauten/Silben/Wortteilen, Lautverlängerungen, hörbare Blockierungen, abgebrochene Wörter, Einschieben von Lauten/einsilbigen Wörtern, ggf. Ver-meidungsverhalten, Flüstern, Schweigen, Wut, Scham, Sprech-angst, Isolation, Blickkontakt-Vermeidung, auffälliges Sozial-verhalten, Kopfnicken, Augen zukneifen, Mundaufreißen, Stampfen, Herzrasen, Schwitzen, Schnellatmung |
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=> Unregelmäßig beschleunigtes Sprechen
=> selten (< 1% der Bevölkerung) => Jungen häufiger betroffen => Erkennbar häufig ab Schulalter => oft einhergehend mit Legasthenie, ADHS oder anderen Sprach-/Lernstörungen => Dauer variabel, oft chronisch => Symptome: überhastetes unregelmäßiges Sprachen, Wort-/Silbenverschmelzen ("Wortverschlucken"), Laut-/Wort-auslassungen, Satzteil-/Phrasen-Wiederholungen, unklare ver-waschene Aussprache, falsche Grammatik/Satzstruktur, häufi-ge Füllwörter |
Poltern
F98.6
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TRASHkind
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Aufmerksam-keitsstörung o. Hyperaktivität
mit Beginn in Kindheit und Jugend
F98.80
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=> Dauerhafte Aufmerksamkeits-/Konzentrationstörung
=> ca. 2-4% aller Kinder betroffen => Mädchen häufiger betroffen => Erkennbar meist ab Grundschulalter => Entstehung z.B. durch Genetik; verstärkt durch familiäre Belastungen/Stress => chronisch (bis ins Erwachsenenalter bestehend) => Symptome: Unfähigkeit des Fokussierens, schnelle Ablenk-barkeit, Tagträumen, Fixierung auf bestimmte Gedanken/Inhalte, Aufmerksamkeitsschwankungen, Wahrnehmungstäu-schungen, Vergesslichkeit, Organisationsprobleme, langsames Arbeitstempo, Schulprobleme, oft Frustration, Rückzug & Unsi-cherheit |
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Weitere bisher nicht genannte Verhaltens- & emotionale Stö-rungen mit Beginn in Kindheit, wie z.B.:
• Daumenlutschen: > 3. Lebensjahr | 5-10% der Kinder > 4 Jahren | Entstehung durch selbstberuhigendes Verhalten/as Bewältigungsstrategie (z.B. bei Stress, Unsicherheit & fehlende Zuwendung) | Dauer über Jahre, oft selbstlimitierend | Symp-tome: Daumenlutschen (oder andere Finger), sichtbare Horn-hautschwielen, Deformationen/Hautreizungen am Daumen, später ggf. Zahn- & Kieferfehlstellungen (z.B. offener Biss, Schneidezahn-Rückbildung), Kieferdeformationen, Sprachent-wicklungsstörungen (z.B. Lispeln/Artikulationsprobleme) • Exzessive Masturbation: Übermäßig häufige/zwanghafte Selbstbefriedigung | selten | Jungen etwas häufiger | Entste-hung z.B. durch psychische Belastungen, Vernachlässigung, Missbrauchserfahrungen, Stress, Langeweile, fehlende Sozial-kontakte | oft selbstlimitierend | Beginn meist im Kleinkind-/frühen Schulalter | Symptome: sehr häufige Selbstbefriedi-gung (mehrfach täglich), Rückug, Vernachlässigung von Schule/Freunden, Hautreizungen, Genitalverletzungen, Scham, Schuldgefühle, Ängste • Nägelkauen: häufig (ca. 20-30% der Kinder; 15% der Jugendli-chen; 5-10% der Erwachsenen) | Beginn meist z. 4.-5. Lebens-jahr, am häufigsten zw. 8-10 Jahren | Entstehung z.B. durch Stress, Nervosität, Angst, Konflikte, Langeweile/Gewohnheit, ungünstiges Vorbildverhalten, ... | oft einhergehend mit ADHS, Zwangsstörungen, emotionalen Störungen | Dauer Monate bis Jahre, z.T. bis ins Erwachsenenalter | Symptome: wieder-holtes Nägelkauen (auch Nagelhaut/Fingerkuppen), dadurch oft Nagelbettreizungen, Blutungen, Entzündungen, Infektio-nen, Nagelwuchsstörungen, Warzenbildung, Scham, Rückzug, Hänseleien • Nasebohren: selten (ca. 5-10% aller Kinder betroffen) | Be-ginn meist im Vorschul-/Grundschulalter | Entstehung z.B. durch Stress, Nervosität, Langeweile, Gewohnheit | Dauer oft Monate bis Jahre; abgeschwächte Form bis ins Erwachsenenal-ter | Symptome: häufiges/zwanghaftes Nasebohren, ggf. Na-senschleimhautreizungen, Nasenbluten, Krusten, kleine Verlet-zungen, Hänseleien, Scham; in schweren Fällen chronische Entzündungen & Vernarbungen |
Sonst. Verhal-tens- & emotio-nale Störungen
Daumenlutschen, Exzessive Masturbation, Nägelkauen, ...
F98.88
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TRASHkind
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Verhaltens- o. emotionale St.
mit Beginn in Kindheit und Jugend
nicht näher bezeichnet F98.9
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Diese Kategorie kodiert für Verhaltens- und emotionale Störungen im Kindes- oder Jugendalter, die (bisher) nicht spezifisch klassifi-zierbar oder unzureichend beschrieben sind.
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TRASHkind
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