
Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache
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Artikulations-störung
Dyslalie, Entwicklungsbedingte Artikulationsstörung, Funktionelle Artikulations-störung, Lallen, ...
F80.0
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=> Sprach-Entwicklungsstörung bei der einzelne Laute/Laut-verbindungen nicht korrekt gebildet werden
=> ca. 2-3% aller Kinder im Vorschulalter => Jungen häufiger betroffen => Auffälligkeit meist ab 3.-4. Lebensjahr => z.B. durch Lippen-/Kiefer-/Gaumenspalten, Zahnfelstellun-gen, Zahnverlust, verminderte Zungen-/oder Lippenmotorik, Koordinationsstörungen, Hörminderungen, gestörte Wahrneh-mungsfähigkeit im Mund, Gesichts-Lähmungen, nachahmen-des Fehllernen, psychische Faktoren => Symptome: falsche/fehlende Lautbildung (z.B. Substitution (bspw. Tatze statt Katze), Auslassung (z.b. ane statt Banane), Distorsion (verfremdete/unverständliche Lautbildung), Additi-on (Einfügung überflüssiger Laute), reduzierte Sprachverständ-lichkeit |
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=> Schwierigkeiten eines Kindes, Gedanken sprachlich auszu-drücken
=> ca. 3-5% aller Vorschulkinder => Jungen häufiger betroffen Auffällig ab 2.-3. Lebensjahr (v.a. bei verzöterter Sprache/ex-trem langsamen Wortscharzerwerb) => Ursache genetisch bedingt, durch Entwicklungsstörungen (z.B. Down-Syndrom, Autismus, ADHS), Hirnschädigungen, Lähmungen, Epiplepsien, Hörprobleme, Mittelohrentzündun-gen, Schwerhörigkeit, Frühgeburten, psychische Faktoren => Symptome: begrenzer Wortschatz (sehr langsam wach-send), vereinfachte/verkürzte Satzstrukturen, Wortfindungs-störungen, Umschreibungen, Erzähl-Schwierigkeiten, häufige Grammatik-Fehler, Kommunikationsfrustration, oft Artikulati-onsstörungen, motorische Ungeschicklichkeit, emotionale Pro-bleme (z.B. Rückzug/Wutausbrüche) |
Expressive Sprachstörung
Entwicklungsbedingte Dysphasie oder Aphasie (expressiver Typ)
F80.1
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TRASHkind
Angeborene fehlende akustische Wahrnehmung, Entwicklungsbedingte Dysphasie/Aphasie (rezeptiver Typ)/Wernicke-Aphasie, Worttaubheit
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Auditive Verar-beitungs- & Wahrnehmungs-störung [AVWS]
F80.20
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=> Schwierigkeiten, des Kindes, akustische Informationen zu verarbeiten/Gehörtes zu verstehen
=> ca. 2-5% Vorschul- & Grundschulkinder betroffen => Jungen häufiger betroffen => auffällig meist zwischen 3-5 Jahre => vermutlich durch genetische Faktoren, neurologische Stö-rungen, häufige Mittelohrentzündungen, Geburt-Komplikatio-nen, ggf. Autismus/ADHS => Symptome: Schwierigkeiten des Sprachverständnis (v.a. in lauter Umgebung), Probleme bei Unterscheidung ähnlicher Laute/Wörter, Schwierigkeiten Gehörtes zu behalten, verzö-gerte Reaktionen auf akustische Reize/Aufforderungen, beein-trächtigte Richtungshören/Lokalisierung von Schallquellen, Sprachauffälligkeiten (eingeschränkter Wortschatz, unvollstän-dige Satzbildung, Grammatikfehler), verzögerte Sprachent-wicklung => unbehandelt langanhaltende Sprach- & Lernprobleme |
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Diese Kategorie dient der Kodierung von Formen der rezeptiven Sprachstörung, die nicht durch eine zentrale Hörverarbeitungsstö-rung (F80.20) oder spezifische andere Ursachen (F80.21) erklärt werden können, sondern unter „sonstige“ Einordnungen fallen.
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Sonstige rezeptive Sprachstörung
F80.28
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TRASHkind
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Erworbene Aphasie mit Epliepsie
[Landau-Kleffner-Syndrom]
F80.3
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=> Kinder, die plötzlich oder schleichend Sprachverständnis/-ausdruck verlieren, meist mit epileptischen Anfällen
=> sehr selten (va. 1:1 Mio Kinder) => Beginn meist zw. 3-7 Jahren => Jungen häufiger betroffen => Ursache vermutlich durch genetiksche Faktoren & epilepti-sche Aktivität => Verlauf über Jahre, z.T. bleibende Sprachdefizite => oft gemeinsam mit anderen Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Hyperaktivität, Aggressivität, Autismus, Angststörungen, ...) => Symptome: plötzlicher/fortschreitender Verlust des Sprachverständnisses, Fähigkeitenverlust der Sprach-Produkti-on, epileptische Anfälle (70-80%; v.a. in Pubertät, v.a. Nachts) |
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Weitere bisher nicht genannte Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache, wie z.B.:
• Lispeln: sehr häufig bei Vorschul-/Grundschulkindern | z.B. durch Zahnfehlstellungen, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, zu kurzes Zungenbändchen, ungünstige Zungenlage, einge-schränkte Zungen-/Lippenbeweglichkeit, häufiges Daumenlut-schen/Schnullergebruch, Mundatmung, Hörstörungen | Auf-fälligkeit ab 3-4 Jahre (spontane Korrektur oft zw. 5.-6. Lebens-jahr) | unterteilbar in verschiedene Unterformen | Sympto-me: Fehlbildung des S-Lautes 8z.T. auch z, sch, ch), einge-schränkte Sprachverständiglichkeit |
Sonst. Entwick-lungsst. d. Spre-chens/Sprache
Lispeln
F80.8
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Entwicklungsst. des Sprechens o. der Sprache
nicht näher bezeichnet
Sprachstörung o.n.A. F80.9
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Diese Kategorie kodiert für nicht näher bezeichnete Entwicklungs-störungen des Sprechens oder der Sprache, z. B. wenn eine Sprachentwicklungsstörung zwar vorliegt, aber nicht eindeutig einer spezifischen Unterform (Artikulations-, expressive oder re-zeptive Störung) zugeordnet werden kann.
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TRASHkind
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