Mabuz & Alex ~ The Sea Heals the Deepest Wounds (Juli 2024) [ZWANGSCUT]
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Alex
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Mabuz & Alex ~ The Sea Heals the Deepest Wounds (Juli 2024) [ZWANGSCUT]
from Alex on 09/03/2024 06:15 PM
Frane Matej "Mabuz" Velimir & Alexandra Ceadda Warren

Quelle: Instagram Quelle: Instagram
Die letzte Mission war schwieriger, als Alexandra "Alex" Warren es gewohnt war. Mit schweren Verletzungen - die für die Halbgöttin tatsächlich selten sind - schleppt sie sich an das nächste unberührte Gewässer: das adriatische Meer. In dem Meer kann die halbe Nymphe ihre Wunden heilen. Doch sie ist nicht so alleine wie sie es gedacht hätte. Der seit kurzem von Gedächtnislücken geplagte Frane "Mabuz" Velimir ist ebenfalls in der Bucht. Und da sich Alex noch nie zu schade war, andere anzusprechen, ergreift sie gleich die Initiative...
Alex
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Re: Mabuz & Alex ~ The Sea Heals the Deepest Wounds (Juli 2024)
from Alex on 09/03/2024 06:28 PMIhre Schulter brannte quälend und sie musste eine Hand darauf drücken, doch unter ihren Fingern pulsierte dennoch immer wieder das Blut hervor. Auch in ihrer war sie mit der verdammten Waffe geschnitten worden, dank der sie auch humpelte, weil ihr linkes Bein echt nicht mehr so wollte, wie es sollte und sie es leicht lahmend nach sich ziehen musste. Ihre blonden langen Haare waren von Schmutz und Blut verklebt und durch einen Riss über ihre Augenbraue lief ihr ebenfalls ständig Blut über das Auge, sodass sie hin und wieder kaum was sehen konnte. Von der Wunde in der Bauchregion fing sie mal gar nicht erst an. ABER: sie hatte das Arschloch erwischt, welcher sich leider als ein Dämon aus der Unterwelt herausgestellt hatte. Ein Fakt, den ihr Auftraggeber bequemerweise vergessen hatte zu erwähnen. In ihrem dröhnenden und pochenden Schädel hatte Alex die böse Vermutung, dass dieser Auftrag in Wahrheit der Versuch gewesen war, sie loszuwerden anstatt des Dämons. War sie wirklich schon zu unbequem geworden? Auf jeden Fall war es ein Gedanke, den sie näher verfolgen würde - sobald sie sich um ihre verdammten Wunden gekümmert hatte.
Sie verließ die ohnehin nicht asphaltierte Straße, um auf sandiges Terrain abzubiegen. Das machte ihr Vorankommen noch schwierieger, aber es würde sie einen schmalen Weg hinunter dorthin führen, wo sie hinwollte: zum Wasser. Genauer gesagt dem adriatischen Meer, aber das war nur eine unbedeutende Randinformation. Wichtiger war, dass es ein natürliches Gewässer war. Mehr brauchte sie nicht.
Das Meer kam in Sicht - auf der schwarzen Oberfläche brach sich das Licht Mondes und färbe die vielen kleinen Wellen weiß. Das gleichmäßige Rauschen und das Brechen der Wellen war Musik in ihren Ohren, ebenso wie der Salzgeruch sich in ihrer Nase und auf ihrer Zunge festsetzte, sich wie Heimat anfühlte. Alles in ihr zog sie in diese Richtung. Ihr Humpeln wurde schneller, sie biss die Zähne zusammen um die Schmerzen mehr zu ertragen, und als sie auf der gleichen Ebene mit den Wellen war, lief sie fast. Ihre Füße berührten das Wasser und endlich nahm sie die Hand von ihrer Schulter, streckte ihre Hände nach vorne und warf sich in einem perfekten Kopfsprung geradewegs in die Fluten.
Das Wasser umspülte sie kühl und wundervoll. Sie spürte, wie es in ihre Wunden eindrang, an ihnen entlangstrich und es kitzelte, als sich Haut und Muskeln mit dem Saltz verbanden und ihre Wunden rasch schlossen. Sie machte ein paar tiefe Züge, schwamm hinunter auf den Grund und beobachtete von unten die fernen schwachen Strahlen des Mondest, die sich an der Wasseroberfläche brachen. Die Luft unter Wasser ging ihr nicht aus. Sie konnte hier genauso normal atmen wie oben. Nur dass es eben... etwas flüssiger war. Der Gedanke dass Menschen das nicht konnten, war ihr schon immer schwach vorgekommen. Und sie öffnete sie ihren Mund, ließ das Wasser in ihre Lungen strömen und wieder hinaus und lachte, was einige Blasen hervorblubbern ließ. Sie fühlte sich wunderbar!
Nach unbestimmter Zeit - unter Wasser konnte man das nie so genau sagen - machte sie ein paar kräftige Züge zurück an die Oberfläche, stieß dabei das Wasser wieder aus ihren Lungen und als ihr Kopf mit den nun dunkel gefäbrten nassen blonden Haaren die Wasseroberfläche durchstieß, atmete sie wieder die frische, substanzlose Luft. Sie zog ein paar Bahnen, ließ sich von den Wellen mitnehmen, als sie am Strand eine einsame, verloren aussehende Gestalt sah.
Sie zog leicht die Augenbrauen zusammen. Dies war ein den Menschen normalerweise unbekannter und unberührter Strand. Insbesondere Nachts. Warum...?
Neugierig - und weil es einfach ihre Art war - schwamm sie aus ihm zu. Sie spürte den Boden unter ihren Füßen und stellte sich auf. Ob er schon da gewesen war, als sie angekommen war? Hatte er sie gesehen? Oder war er nachträglich gekommen? Wegen ihrer Verletzungen hatte sie nicht auf ihre Umgebung geachtet. Schlimmer Fehler.
Wo vorhin auf ihrem muskulösen Körper noch tiefe Risse und Wunden gewesen waren, war nun wieder glatte, teils tätowierte Haut gespannt. Sie strich ihre nassen Haare beiseite. Ihr weißes Shirt klebte an ihr. Dabei trug sie eine nun ebenfalls durchnässte schwarze Leder-Weste und eine dunkle Hot-Pen, die an ihren Beinen klebte, was sie grade kirre machte. Genauso wie ihre Stiefel. Sie musste sich gleich erstmal ausziehen. Bzw. zurück in ihrem Hozelzimmer umziehen.
"Hey!", rief sie dem Fremden jetzt zu und blieb zwei Meter entfernt von ihm stehen. "Was machst du denn hier?" Sie machte ein paar weitere Schritte auf ihn zu. "Menschen sieht man hier nicht so oft. Vor allem um diese Uhrzeit."
Nikolai
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Re: Mabuz & Alex ~ The Sea Heals the Deepest Wounds (Juli 2024)
from Nikolai on 09/05/2024 12:21 PMUnruhig war ich auf und ab gegangen – immerzu an den verhangenen Fenstern der alten Hütte entlang. Ich hatte kein Auge zugetan. Nicht nur aus dem Hunger raus, sondern auch aus Aufregung und...Angst. Ich hatte bisher noch nie allein das Anwesen verlassen – und schon gar nicht so weit gegangen; vielleicht durch die angrenzenden Wälder, aber nicht viel darüber hinaus. Und nun stand ich hier, vor den Toren einer unbekannten Stadt in einem verlassenen Holzverschlag an einem Waldweg. Hier hatte ich den Tag verbracht, ehe ich in der Nacht weiter reisen wollte. Catina hatte vor ihrem Verschwinden gesagt, dass sie nach Rom hatte reisen wollen – aus familiären Angelegenheiten. Gerade die alten Vampirdynastien untereinander pflegten einen engen Kontakt, waren sie doch die Elite unter den Untoten...Also war das mein Anhaltspunkt.
Es verging noch einige Zeit, die ich mit rasenden Gedanken und endlosen Fragen verbrachte...wie zum Beispiel, wie die Ionescus reagieren würden, wenn sie erfuhren, dass ich verschwunden war, mich auf die Suche nach Catina gemacht hatte, über deren Verschwinden sie selbst keineswegs erstaunt oder besorgt gewesen waren. Doch ich hatte es gespürt, erschrocken war ich aufgeschreckt aus einem unruhigen Schlaf und sie hatte über mir geschwebt, das Gesicht vor Angst verzerrt. Das war mir ein Zeichen gewesen, dass ich sie finden musste, dass etwas nicht stimmte.
Vor den Fenstern war es mittlerweile dunkel geworden. Vorsichtig näherte ich mich einem der verschlagenen Öffnungen und schielte nach draußen – die Sonne war verschwunden und der Mond war aufgestiegen. Perfekt! Es konnte weitergehen.
Ich kletterte elegant durch die halb aufgerissene Wand auf der Rückseite des Verschlages und wandte meine Schritte Richtung Stadt. Dort musste es eine Möglichkeit geben, das Gewässer zu überqueren, um nach Italien zu kommen. Sicher schritt ich voran, auch wenn es mir eine vollkommen fremde Begegnung sein würde – ich hatte mit Menschen bisher nie ein Wort gewechselt, geschweige denn war in einer solchen Masse auf sie getroffen! Wieder war da Angst, Angst um Catina, die sich so oft unter den Menschen aufhielt, wenn sie auf Reisen war, aber auch Angst um mich selbst – würden sie wissen, was ich war, mich als Vampir erkennen, und würden sie mir womöglich etwas antun? Ich erinnerte mich an die Geschichten der Ionescus, von Menschen, die mit Fackeln vor den Toren ihres Landsitzes gestanden hatten, damals, vor Jahrhunderten. Die Menschen hatten heute viel von ihrem übernatürlichen Wissen eingebüßt, waren weniger wachsam geworden, hatte Avram es immer verlauten lassen. Doch galt das auch für einen Vampir, der bisher nie persönlich und allein unter ihnen unterwegs gewesen war...?
Doch meine Gedanken wurden jäh unterbrochen; meine Nackenhaare stellten sich auf und mir lief ein kalter Schauer über den Rücken...dieser Geruch! Ich hatte schon oft menschliches Blut gerochen, doch das hier...das roch so anders – die Spur zog sich mehr oder weniger durch den Wald bis hinunter zum Meer. Ich kniff die Augen zusammen. Etwas an dieser Fährte jagte mir eine Heiden Angst ein – doch das war es auch, was sie so interessant machte, dass sie anders war als alles, was ich bisher gerochen...oder gekostet hatte.
Auf dem Waldboden fand ich schließlich auch den Auslöser für diese Witterung: Eine frische Blutspur, der Saft noch nicht ganz im Moos versickert. Mir zwei Fingern fuhr ich vorsichtig darüber, hob sie dann vor mein Gesicht. Es war so rot wie jedes Blut, das ich bisher gesehen hatte, doch eine seltsame Süße lag im Geruch, jetzt, wo ich so dicht bei der Nase hatte. Sacht tippte ich mit der Zungenspitze gegen die Tropfen an meinen blassen Fingern...und musste auch gleich ausspucken. Ich hustete. Es schmeckte ganz und gar nicht wie es der Geruch versprochen hatte! Nein, es brannte in meinem Mund wie Salzwasser und reiner Alkohol. Ich verzog das Gesicht und sprang gleich wieder auf die Beine. Ich musste wissen, wer dieses Blut verloren hatte!
So folgte ich dem Geruch weiter durch das Waldstück hinunter zum Wasser bis sich...die Fährte im Meer verlor. Es ging noch eine schwache Spur in der Luft, süß und einladend, doch abstoßend, weil mir mit jedem Atemzug der Geschmack wieder in den Sinn kam. Bäh!
Es schüttelte mich leicht, während ich ein Plätschern zwischen den Wellen beobachtete. Also schwamm hier tatsächlich jemand! Ob er des Blutende war?
Durch die Gläser meiner runden Sonnenbrille sah ich zu dem Treiben im Wasser, aufrecht stehend, kerzengerade, schwarze Shorts und Hemd vollkommen regungslos in der nächtlichen Brise.
Schließlich erhob sich eine muskulöse Frau aus den Fluten, die blonden Haare dunkel vor Nässe und der Körper tropfend. Im ersten Moment erkannte ich nicht, dass sie mit mir sprach, denn erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, dass wir beiden an diesem abgelegenen Strand ganz allein waren. Vielleicht lag es daran, dass sie mich für einen Menschen hielt oder aber, dass ich es nicht gewohnt war, von Fremden direkt angesprochen zu werden, ohne dass sie sich vorher an die sehr viel respekteinflößendere Catina gewandt hatten, die allein durch ihr hohes Alter ehrfurchterbietend über alles hinwegstrahlte.
„Ich habe Blut im Wald gefunden und mich gefragt, wohin die Spur führen würde", antwortete ich ehrlich. Man sollte mit Menschen nicht offen über die Geheimnisse der Anderswelt sprechen, war mir erklärt worden, doch das hier...das war kein Mensch. Nicht nach dem Blut, das sie verloren hatte – und das sie nun, als sie aus dem Wasser getreten war, nicht hatte geblutet haben können...ihre Wunden waren verheilt, sollte sie je welche gehabt haben. Ich runzelte die Stirn. Etwas stank an ihr, und zwar gewaltig. Meine Nackenhaare stellten sich schon wieder auf, als sie näher trat. Doch ich wich nicht zurück und blieb, wo ich war. So leicht starb es sich als Vampir nicht. So reckte ich sanft das Kinn, wodurch sich nun das silberne Mondlicht in meiner Brille spiegelte.
Alex
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Re: Mabuz & Alex ~ The Sea Heals the Deepest Wounds (Juli 2024)
from Alex on 09/07/2024 11:32 AMAlex musterte den jungen Mann vor ihr. Trotz der nächtlichen Stunde trug er eine Sonnenbrille - was nicht das einzige ungewöhnliche war, was ihr bei näherem Hinschauen auffiel. Er wirkte auch unglaublich blass (krankhaft blass, würde sie sogar sagen). Leicht zog sie die Augenbrauen zusammen und ihr Blick fiel in Richtung seines Mundes. Sie wollte auf seine Eckzähne achten, wenn er sprach. Es war nur eine Vermutung,a ber Alex war noch nie auf den Kopf gefallen gewesen, und die nächtliche Stunde, der ungewöhnliche Ort, das Aussehen seiner Haut... nun, es musste nicht sein, aber Hinweise waren es definitiv. Und dann sprach er auch schon vom Blut.
Sie zögerte. Aus Erfahrung - oder besser gesagt aus den Warnungen ihrer Mutter - wusste sie, dass es am Besten war vor den Menschen geheim zu halten was man war. Aber wenn ihre Vermutung der Wahrheit entsprach, dann wäre es an dieser Stelle nicht nötig. Sie würde es riskieren. Und sollte sie falsch liegen... nun, dann konnte sie ihn notfalls immer noch eliminieren. Das sollte nicht allzu schwer sein, jetzt wo ihre Wunden wieder geheilt waren.
"Ja, richtig. Das war ich.", gab sie also zu. Sie hatte eine für eine Frau recht tiefe und fließende Stimme. Sie mochte das. Sie hatte immer das Gefühl, dass es ihren Charakter und ihr Wesen irgendwie repräsentierte. Mit dem Finger tippte sie demonstrativ auf die Stellen, wo eben noch Wunden geklafft hatten. "Du bist kein Mensch, richtig?", ließ sie gleich die Katze aus dem Sack - dei Halbgöttin war niemand, die ein Blatt vor den Mund nahm. In der Regel sagte sie immer gerade heraus, was sie dachte. Das konnte anderen gefallen, oder auch nicht. War ihr egal. "Du turnst hier nachts mit Sonnenbrille herum und - sorry das zu sagen - aber du schaust echt krank aus, so blass wie du bist. Ich tippe auf... Vampir?" Sie lachte leicht. "Oder du hältst mich jetzt für einen Voll-Psycho, auch möglich." Sie hatte sich nie Gedanken darumg emacht, wie Götterblut wohl für Vampire schmecken musste. Ob es sie wohl stärker machte? Ihnen neue Fähigkeiten gab? Hm... das wäre natürlich ungünstig. Genug Blut vergossen hatte sie ja immerhin. Aber zunächst musste sie ohnehin erstmal rausfinden, ob ihre Theorie der Wahrheit entsprach.
Nikolai
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Re: Mabuz & Alex ~ The Sea Heals the Deepest Wounds (Juli 2024)
from Nikolai on 10/19/2024 12:32 PMNoch immer seltsam steif an Ort und Stelle – die Füße in den Stiefeln dicht beieinander und mit geradem Rücken, wie es mir beigebracht worden war – wartete ich auf eine Reaktion.
Jetzt, wo sie etwas näher war, das Wasser etwas mehr im Hintergrund, hörte ich erst, wie tief ihre Stimme war. Es hatte etwas seltsam furchterregendes, auch wenn das wohl das falsche Wort war...es regte sich eher eine gewisse Ehrfurcht in mir. Und das hatte nicht mal nur etwas mit ihrem stabilen und starken Körperbau zu tun. „Freut mich, dass sie verheilt sind", gab ich zurück, mit einem ernst gemeinten Lächeln. Innerlich konnte ich nicht leugnen, dass es mir ein wenig Angst einjagte; die Menge an Blut, die sie verloren hatte und nun war ihr Körper vollkommen unberührt, keine Verletzung in Sicht.
Bei ihren Worten sah ich kurz an mir herunter. Na ja, für jemanden, der selbst kein Mensch war – oder zumindest Ahnung von den anderen Dingen in dieser Welt hatte – war es wohl leicht zu erkennen, wenn jemand nicht „normal" war. Die meisten Menschen allerdings halten unsereins jedoch nur für...schrullig. Stiefel, kurze schwarze Hosen und ein schwarzes Hemd mit weißer Bestickung, Sonnenbrille in der Nacht. Nun, unauffällig war ich nicht. Doch mir war immer gesagt worden, dass die meisten Menschen die Wahrheit gar nicht sehen wollten.
Ich schaute wieder zu ihr auf – sie war immerhin auch ein Stück größer als ich – und erwiderte mit einem frechen Grinsen: „Du kannst recht haben und ich kann dich dabei trotzdem für einen Voll-Psycho halten." Ich zuckte mit den Schultern und schwieg einen Moment. „Aber...da hast du mich wohl ertappt. Allerdings bin ich nicht zum Essen hier." Vermutlich würde ihr das nur bedingt Entwarnung suggerieren. Aber sie hatte mich schon so weit durchschaut, wieso also nicht gleich mit offenen Karten spielen und wissen, woran man war? Allerdings beruhte eine solche Haltung nur auf Gegenseitigkeit – und ich tappte momentan noch etwas im Dunkeln was sie anging. Ich wusste nur, dass sie kein Mensch war. Und dass sie roch und ihr Blut schmeckte wie nichts, das mir bisher jemals begegnet war. Wenn ich jedoch mal etwas genauer über meine Ausbildung nachdachte...sie hatte sich im Wasser geheilt und war zu neuer Stärke gelangt. Das war mitunter eine Eigenheit von Nymphen – im Bezug auf ihr jeweiliges Zuhause, ihr Element. Aber Nymphen hatten einen süßlichen, gar betörenden Geschmack und ihr Geruch war gerade zu bezaubernd. Bei ihr...war etwas anderes davor. Wieder stellten sich mir die Nackenhaare auf, als ich noch einmal nach witterte.
Schließlich schenkte ich ihr erneut ein freundliches Lächeln. „Aber dann wäre es nur fair, wenn ich auch wissen dürfte, mit wem ich es hier allein am Strand zu tun habe." Ich machte eine angedeutete Verbeugung wie zur Unterstützung meiner unverborgenen Bitte, ob sie mir diese Ehre wohl erweisen könnte...denn ich konnte nicht leugnen, dass ich noch immer sehr neugierig darauf war, es zu erfahren, und sie endlich irgendwo sie einordnen zu können.
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