Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

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Cleo

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FSK 18 Hexenwesen Anderes Wesen neutral demisexuell Librafeminin demiromantisch Profi erfunden Apokalypse

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Cleo am 05.08.2025 11:23

Cleo sah weiter aus dem Fenster und dachte darüber nach, ob London wirklich der richtige Ort für sie war. Jetzt nicht nur wegen dem Regen - denn natürlich regnete es auch andernorts - aber die Brünette war auch einfach schon verdammt lange in dieser Stadt. Was nicht per se etwas schlechtes war aber ein wenig sehnte sie sich schon nach Veränderung. Aber mit all den Dingen die daran hingen: Ihre Patienten, das vertraute Umfeld für die Kinder und natürlich auch das Anwesen und die Angestellten, war das alles nicht so einfach. Kurz seufzte sie tonlos und schüttelte sachte den Kopf.
Was Kiran gesagt hatte und das er sie angesehen hatte, hatte sie trotz allem registriert und nickte nachdenklich. „Stimmt, nicht immer ist Distanz eine bewusste Entscheidung.", stimmte sie zu. Denn immerhin hatte sie auch nicht immer bewusst entschieden, die Patienten so nah an sich heran zu lassen. Oft hatte es sich mit der Behandlungsdauer auch einfach so über die Zeit entwickelt. „Weder Distanz noch Nähe sind ein Fehler. Oder automatisch gut oder schlecht, sie sind.. gegeben. Haben sich entwickelt so.", äußerte sie nachdenklich.
Ordentlich stellte die Brünette ihr Geschirr zusammen und sah zu Kiran auf, als er sich bei ihr bedankte. „Sehr gerne doch. Es ist auch nicht wichtig zu definieren, was genau das eben war." Die beiden könnten es einfach als Moment abhaken, ein Augenblick im Alltag, der schön gewesen war. Eine Abwechslung oder Ausnahme von der Regel. „Bist Du eigentlich satt geworden oder wollen wir uns noch den Nachtisch teilen?", fragte sie interessiert nach. Nicht nur um das Thema zu wechseln, sondern weil es sie ehrlich interessierte. 

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Kiran

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Kiran am 04.08.2025 22:51

Er wandte seinen Blick wieder zu Cleo, sah sie für einen Moment einfach nur an. Nicht, weil er eine Antwort suchte, sondern weil er sie sah – so wie sie wirklich war. Nicht als Psychologin. Nicht als jemand, der andere analysierte oder half. Einfach als Mensch.
„Du sprichst von Distanziertheit, als wäre das etwas, das man bewusst entscheidet. Vielleicht tun das manche. Manchmal ist es dann doch als Schutz, was vermutlich dann doch die meisten Psychater wählen."immerhin machte es Sinn,wenn man nicht zu tief von einerm Patienten wusste. Denn dann könnte man nicht ausschalten und würde immer an die Geschichte denken. Oder die Sache ging einem unter die Haut und es beeinflusste einen irgendwie auf einer Weise. Er selbst wüsste nicht, ob er diesen Job tun könnte. Aber ein GLück musste er das auch nicht.
Kiran folgte ihrem Blick nach draußen, wo der Himmel sich grau verfärbte, als würde selbst der Tag zögern, wohin er wollte.
„Regen passt irgendwie gerade", murmelte er schließlich, beinahe mehr zu sich selbst als zu ihr. Es war diese Art von Wetter, die nicht zwingend traurig war, aber irgendwie... ehrlich. Nichts wurde versteckt. Keine Sonne, die etwas beschönigte. Nur die Wahrheit, ungeschönt und klar. Vielleicht mochte er Regen deshalb. Dabei war er früher kein Fan davon gewesen, weil es ihn immer mehr betrübt hatte. Mittlerweile konnte er Regen gut leiden und er fand etwas postives dabei. Aber natürlich hatte er auch nichts dagegen, wenn die Sonne mal schien.
Sein Blick wanderte wieder zum Fenster. Die ersten Tropfen zeichneten feine Linien auf die Scheibe.
„Vielleicht hast du recht. Vielleicht geht es wirklich nur um Gelegenheiten. Die kleinen. Die stillen. Nicht immer um große Entscheidungen oder ein dramatisches Ende oder Anfang." Er atmete langsam durch.
„Also... was auch immer das hier gerade war – Gespräch, Zwischenstopp, Madelaine-Moment... danke dafür." meinte er dann ehrlich und nahm sein Glas um etwas daraus zu trinken. Da er nicht gerade viele Gespräche führte oder zumindest sich nicht extra mit jemand traf um etwas zu unternehmen, würde das in seine Erinnerungen bleiben.

 
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Cleo

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Cleo am 04.08.2025 22:34

Ganz ungezwungen und natürlich, hatte Cleo ihre Gedanken geäußert und fühlte sich sicher dabei. Über ihre Arbeit zu sprechen, gab zwar schon einiges über ihr Leben Preis, in gewisser Weise aber es verriet gleichzeitig nichts über ihre Vergangenheit. „Ich denke nicht, das andere Psychologen ihre Patienten oder Mitmachen bewusst täuschen. Sie versuchen nur.. distanziert zu sein, weil sie denken so könnten sie den Job länger machen." Schließlich, konnte nicht jeder diesen Beruf ausüben... Und auch nicht jeder liebte ihn so sehr, wie sie. „Man kann nicht automatisch sagen, dass diese Psychiater es verkehrt machen. Sie machen es nur.. anders." Manche Leute konnten aber auch mit genau solchen Psychatern etwas anfangen, die eher 'distanziert' waren.
Während Kiran dann auf ihre Aussage reagierte, lächelte sie nach wie vor und nickte. „Ganz genau. Nicht jede Gelegenheit muss in Gesellschaft ergriffen werden." Klar war Gesellschaft meist schöner.. aber je mehr man gemeinsam unternehmen würde, umso schwerer würde es auf Distanz zu bleiben. Und das wollten oder sollten zumindest beide wohl nicht riskieren. „Alleine zu sein ist nicht immer schön aber manchmal, muss auch das sein. Um wieder Energie zu tanken." Auch Cleo leerte ihren Teller und richtete ihren Blick dann aus der verglasten Front des Restaurants. „Sieht mal wieder nach Regen aus..", sagte sie dann nachdenklich und seufzte. Sonne tanken wäre vermutlich eine gute Idee, ob jetzt in Marseille oder woanders. Hauptsache raus aus dem Regen und dem Alltag... In kleinen Schlucken leerte die Brünette ihr Getränk und drehte dabei die Tasse leicht in ihren Händen. 

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Kiran

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Kiran am 04.08.2025 22:07

Er hörte ihr zu, während sie sprach – ihre Stimme war ruhig, fast schon sanft, aber die Worte trugen eine unerwartete Tiefe in sich. Es beeindruckte ihn. Dieses Gleichgewicht zwischen Stärke und Verletzlichkeit, das sie offenbar ganz natürlich in sich trug. Er fragte sich, wie oft sie solche Gespräche führte – mit Fremden, mit Patienten, mit sich selbst. Ihre Ehrlichkeit hatte ihn getroffen, auf eine Art, die ihm unangenehm vertraut war. „Du hast recht", sagte er schließlich leise, mehr zu seinem Teller als zu ihr. „Verstanden zu werden... das ist wahrscheinlich eines der seltensten Geschenke, die man bekommen kann. Und gleichzeitig eines der schwersten, das man geben kann, ohne sich selbst zu verlieren." Seine Stimme war ruhig, fast sachlich – ein bewusster Kontrast zu dem, was er eigentlich fühlte. "Und auch wenn es dein Beruf ist, da heißt das lange nichts. Ich mein... ich denke, dass es viele Psychatern gibt, die zwar zuhören aber dene ist es egal,wie es den Patienten wirklich geht oder die direkt verurteilen. Vielleicht lassen sie sich das nicht anmerken aber im inneren tun sie das und dementsprechend verhalten sie sich auch." er war dann schon sehr beeindruckt,wie ernst sie ihr Beruf nahm. Es war wohl wirklich ihr Ding.
„Madelaines allein zu genießen ist ein Anfang. Vielleicht geht es ja genau darum – Dinge nicht gleich zu groß zu machen. Nur... Gelegenheiten sehen, wenn sie sich zeigen." somit machte er nichts fest und sagte auch nichts zu. VIelleicht würden sie sich irgendwann in Marseille wiedersehen und vielleicht auch nicht. Kurz hatte  es sich für ihn alles normal angefühlt. Vielleicht hatte er deswegen kurz geflirtet. Aber das durfte er nicht. Es wäre sicherer für sie und sicherer für ihn,wenn diese Freundschaft oder Bekannschft nicht zu tief geht. Kiran ging doch extra den Leuten aus dem Weg,machte keine neue Freundschaften oder kam in keine Beziehungen. Er nahm den letzten Biss von seinem Teller,nahm noch etwas Brot und tupfte damit die Soße vom Teller aus und aß das dann. Als er fertig war lehnte er sich dann entspannt in seinem Stuhl zurück.

 
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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Cleo am 04.08.2025 21:49

Cleo warf kurz einen Blick auf die Gabel, die während dem sprechen in Kiran's Hand in der Luft verharte, bevor sie wieder in sein Gesicht sah. „Naja.. ich mache das ja auch schon lang, weil es einfach meine Berufung ist.", begann sie zögerlich. Sie tat es nicht nur, um Wiedergutmachung zu leisten, für all ihre Verfehlungen. Es tat auch gut, anderen zu helfen. Natürlich lenkte es auch von ihren kreisenden Gedanken ab, aber hauptsächlich half es. Personen, die sonst weiter leiden würden und vielleicht irgendwann, ohne Unterstützung einfach untergegangen und von dieser Welt verschwunden waren... „Es ist.. heilsam. Auch für mich. Klar gehen einem die ein oder anderen Leidensgeschichten auch mal selbst an die Substanz.", sprach sie leise, fast ehrfürchtig. „Aber sehnen wir uns nicht alle danach verstanden zu werden? Oder uns zumindest, in unserem Leid nicht so verloren zu fühlen?", kam es zum Schluss fast hauchend über ihre Lippen, während sie kurz beinahe völlig abwesend wirkte...
Sie lächelte sacht. „Man muss ja gar nicht immer feste Pläne machen. Mögliche Gelegenheiten können auch schon etwas gutes sein." Vermutlich, war es so sogar besser. Und selbst wenn beide sich nicht in Marseille treffen würden, könnte er das vielleicht dennoch irgendwann alleine Tun, um sich selbst etwas gutes zu tun. „Madelsines schmecken auch gut, wenn man sie alleine genießt. Und sich damit selbst einen schönen Tag bescherrt.", äußerte sie freundlich und widmete sich dann wieder ihrem Teller. Besser, sie hielten es oberflächlich. Dann wären wohl beide auf der sicheren Seite...

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Kiran

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Kiran am 04.08.2025 21:17

Als Cleo sprach, hielt Kiran unbewusst inne, seine Gabel in der Luft, und sah sie einfach nur an. Ihre Worte hatten Gewicht. „Das merkt man dir an, weißt du?", sagte er schließlich leise. „Diese Offenheit. Dieses Nicht-Verurteilen. Du sprichst davon, aber du bist es auch. Vielleicht ist das der Grund, warum Menschen sich dir anvertrauen – und warum du manchmal mehr trägst, als du eigentlich müsstest." Ein leises Bedauern schwang in seiner Stimme, nicht für sie, sondern aus tiefem Respekt. Sicher was das wohl auch ihr Job aber als Psychaterin muss man das auch wollen und auch genug Stark sein die Last der Patienten zu tragen. Da steckte so viel mehr als nur Zuhören und irgendwie helfen. Immerhin bekam sie so viele Geschichten mit,da konnte er sich nicht vorstellen,dass sowas nicht etwas mit ihr machte.
Dann aß ernochmal etwas von seinem Gericht und sah wieder zu ihr hin. „Marseille also?" Ein kleines Lächeln zuckte um seine Lippen, dieses Mal nicht ganz so zögerlich. „Das klingt fast nach einem Deal. Vielleicht... kein fester Plan wir werden sehen." Sein Blick wanderte kurz zu ihrer Hand, als sie sich die Haarsträhne hinters Ohr strich. Eine Geste, so schlicht – und doch hatte sie in diesem Moment eine seltsame Wirkung auf ihn. Nähe. Und Distanz zugleich. Distanz war ein gutes Stichwort gewesen. Er musste wieder in Distanz gehen.
Er selbst war etwas verwirrt gewesen von seinem Satz, dass für ihn dann doch fast nach flirten anfühlte. Er wusste, dass es falsch war. Er durfte das nicht. Er konnte nicht. Er darf keine Menschen nah an sich ran lassen. Es war einfach so locker mit ihr, auch wenn er sie an sich kaum kannte und irgendwie gefiel ihm ihre Gesellschaft. Vielleicht hatte er sich gerade zu gut gefühlt. Er musste auf jeden Fall aufpassen.

 
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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Cleo am 04.08.2025 13:33

Während Cleo genüsslich den ersten Löffel von ihrem Chicken Korma aß, spürte sie den Blick von Kiran auf sich aber es störte sie ja nicht. Besonders seine Aussage brachte sie dann zum Schmunzeln. „Da gebe ich dir völlig Recht, das sollte man definitiv öfter Tun. Es tut auf jeden Fall unglaublich gut und zählt, für mich als ehemalige Essgestörte auch zur Achtsamkeit." Essen war lange genug schwer für sie gewesen und eine Belastung, da wollte sie es jetzt auch richtig auskosten und eben endlich auch genießen!
Es freute die Brünette deshalb auch ganz besonders, dass sie Kiran offensichtlich das richtige Gericht ausgesucht hatte, denn er sah auch sehr zufrieden aus und hatte wohl auch gesunden Appetit. Seinen weiteren Worten konnte sie dann aber entnehmen das es offenbar nicht nur an ihrer Essempfelung lag. „Urteilen ist leichter als anderen Leuten tatsächlich zuzuhören und sich wirklich mit Ihnen zu beschäftigen.", sagte Cleo dann sanft zu ihm. Und dem war auch so, denn alle waren im Verurteilen schnell, immer schon gewesen. „Wie sagt man so schön: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." War nun vielleicht etwas altmodisch aber es passte heute wie damals noch. Und ohne Sünden oder Schuld war Cleo definitiv nicht...
Während Kiran dann so nachdenklich war und sprach, hörte sie aufmerksam zu und dabei aß sie in aller Ruhe weiter. „Verurteilung kann man auch nicht gebrauchen, wenn es darum geht sich jemandem zu öffnen. Wie sollte man sich denn dann jemals sicher oder verstanden fühlen? Deshalb, würde ich das niemals Tun. Weder bei meinen Patienten noch bei sonst irgendwem, man sollte möglichst offen sein und bleiben." Offenheit bedeutete ja nicht zwangsläufig das man jedem gleich seine eigenen Probleme oder Sorgen auf die Nase binden musste, sondern vielmehr das man in seinem Urteil anderen gegenüber nach- und umsichtig war und das Urteil eben nicht vorschnell über jemanden fällte!
Als ihr Gegenüber dann weiter sprach, war ihr Blick dann aufmerksam auf den Hexenmeister gerichtet und musterte ihn aufmerksam in all seinen Reaktionen. Dabei lächelte sie ihn an, war aber auch kurz überrascht. Flirtete er da gerade etwa mit ihr? Könnte das sein? Aber.. das war doch nicht möglich.. wieso sollte er..? Unmöglich. Dennoch lächelte sie unwillkürlich und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. „Mhh.. möglich. Das kann durchaus sein.", sie äußerte sich eher vorsichtig aber mit sanfter Stimme. „Vielleicht sollten wir das dann mal im Hinterkopf behalten.. oder gemeinsam nach Marseille reisen? Oder uns dort treffen dann zumindest?", schlug die Brünette ihm ganz behutsam vor und ihr Blick war sanft dabei. Signalisierte ihm, daß er auch ablehnen könnte, ohne das die es ihm verübeln würde. Es war womöglich keine gute Idee aber für diesen einen, kleinen Augenblick, war es ihr ausnahmsweise völlig einerlei. Wobei ihre vernünftige Seite wohl eher hoffte das er tatsächlich ablehnen würde. Denn ihre gemeinsame Vergangenheit würde wohl immer zwischen den beiden stehen. Zwar wusste er es im Augenblick noch nicht aber sie wusste es.. und sollte sich irgendwie etwas zwischen den beiden entwickeln, dann könnte sie es nicht über sich bringen ihre wahre Identität auf ewig vor ihm zu verbergen. War nun vielleicht etwas weit gedacht und evtl unwahrscheinlich aber Ehrlichkeit und Vertrauen gehörten in einer Freundschaft schon dazu und in einer eventuellen Beziehung erst Recht...

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Kiran am 03.08.2025 01:05

Er beobachtete einen Moment, wie Cleo genüsslich die Augen schloss, und konnte sich ein leises Lächeln nicht verkneifen. „Weißt du... genau deswegen sollte man sich öfter Zeit nehmen fürs Essen. Für solche kleinen Augenblicke, die irgendwie alles ein bisschen runder machen." Seine Stimme klang sanft, fast wie in Gedanken gesprochen, während er selbst erneut eine Gabel hob.
Sie hatte ihn wirklich das richtige Gericht empfohlen und er bereute es nicht, dass er sich dafür entschieden hatte.
„Was du gesagt hast... über das Nicht-Verurteilen – das hat mich getroffen. Im besten Sinne", meinte er nachdenklich, „weil du recht hast: Es ist so leicht, mit sich selbst hart ins Gericht zu gehen. Und oft verwechseln wir das mit Stärke. Dabei ist das Loslassen von Selbstverurteilung oft viel mutiger."fügte er noch leicht nachdenklich hinzu.
Er sah kurz auf seinen Teller, schob ein kleines Stück von dem Hähnchen zurecht.„Ich glaube, manchmal brauchen wir Menschen genau das: jemanden, der uns nicht verurteilt – nicht weil er alles gutheißt, sondern weil er versteht, wie schwer es ist, sich zu ändern." Dann sah er Cleo wieder an. „Du bist für viele genau so jemand. Nicht nur für die Kinder." meinte er. So eine Person war sie nun mal auch für ihre Patienten. Es war auch erst Recht ein Schritt nach vorne, wenn man sich Hilfe, in dem Fall eine Psychater, sucht. Erst muss man es wollen und erkennen und dann musste man sich überwinden das zu reden, was man vielleicht ungerne zugab oder überhaupt aussprechen würde.
Ein leichtes Zucken ging über seine Lippen, fast so, als würde er gleich wieder etwas lockerer werden. „Und was das Café angeht... wenn ich dir tatsächlich die Adresse nicht mehr nennen kann, dann ist das vielleicht ein Zeichen." Er zwinkerte. „Eine Einladung, es gemeinsam zu suchen – oder auf dem Weg ein besseres zu entdecken. Mit besseren Madeleines", fügte er mit einem spielerischen Ton hinzu. Das ging schon fast in Richtung Flirten wo sich Kiran dann doch etwas zurück halten musste.

 
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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Cleo am 03.08.2025 00:29

Sachte wiegte sie nachdenklich ihren Kopf hin und her, während sie über Kiran's Worte genau nachdachte. „Es ist sogar sehr schwer ja. Um echte Veränderungen erreichen zu können ist es definitiv der erste große Schritt. Aber weil es eben so schwer ist, würde ich nie jemand verurteilen der es nicht oder erst nach weit mehr als einem Versuch schafft.", äußerte die Brünette schließlich mild, beinahe nachsichtig lächelnd. Ehrlichkeit und Rücksicht schlossen sich keinesfalls gegenseitig aus, zumal um mit sich selbst Achtsam zu sein beides gehörte. Man sollte ohnehin nie zu hart mit sich selbst und anderen sein. Denn niemand war perfekt. „Es ist nicht immer einfach, nicht aufzugeben und in manchen Fällen, war auch mir schon nach aufgeben. Aber hätte ich es getan.. wäre ich heute nicht dort, wo ich bin.", sagte sie ruhig und ohne jede Spur von Stolz. Beinahe schon nüchtern, bevor sie lächelte. „Ja, Kinder haben oft einen besseren Instinkt als jeder andere.", stimmte sie ihm dann zu.
„Es ist definitiv kein schlechtes Ziel um den Kindern insbesondere auch zu ermöglichen ihr Selbstbewusstsein aufzubauen oder zu stärken." Auf Dankbarkeit kam es Cleo da definitiv nicht an, sondern nur auf die Gewissheit dass sie ihren Kindern alle Werte vermittelt hatte, auf die es im Leben ankam. „Ich hoffe doch sehr, das sie dass wissen werden, denn ich werde immer an sie glauben und auch nie aufhören sie zu unterstützen."
Bei seinen Worten zu dem Café schmunzelte die Brünette dann leicht und nickte. „Dann werde ich mich mal überraschen lassen ob es dir zuerst wieder einfällt oder ob ich das Café ganz alleine finden werde.", meinte sie mit einem kleinen fast frechen Grinsen. Aber ihr wäre beides Recht, denn so oder so gäbe es auf jeden Fall Madeleines für sie. Kurz musste sie dann leise Lachen. „Oh, Genuss ist ohne jede Frage eine Form von Achtsamkeit. Da gebe ich dir vollkommen Recht.", meinte sie amüsiert und lehnte sich zurück. „Und ich werde ganz sicher kein schlechtes Gewissen haben oder bekommen."
Während der Kellner ihre Teller abstellte und Kiran sich einen Moment nahm, um den Duft einzuatmen, legte sie sich die Serviette in den Schoß und bedankte sich bei dem Kellner. „Nun, wann immer du Marseille einen erneuten Besuch abstatten wirst, ich wünsche dir jetzt schon ganz viel Spaß." Als er sein Besteck nahm, nahm sie ihres ebenfalls und lächelte sanft. „Ich wünsche dir auch guten Appetit. Lass es dir schmecken." Dann fing Cleo auch schon an den ersten Bissen von ihrem Gericht zu nehmen und schloss kurz genießend ihre Augen. Essen war schon eine tolle Erfindung, besonders wewenn man verschiedene Küchen kostete...

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]

von Kiran am 31.07.2025 20:20

Kiran hatte ein Stück Brot porbiert und legte den Rest beiseite und sah Cleo mit offenem, ehrlichem Blick an. Ihre Worte hallten in ihm nach – besonders der Satz „sich selbst zu belügen hilft niemandem". Er nickte langsam. Wie oft lügte man sich selbst an? Er hatte das sicherlich schön öfters gemacht.Gerade wenn er sich nicht sicher war oder seine Entscheidungen irgendwie begründen musste.
„Du hast recht. Ehrlichkeit – auch sich selbst gegenüber – ist manchmal das Schwierigste überhaupt. Aber wahrscheinlich ist genau das der erste Schritt zu echter Veränderung, oder?" Seine Stimme war leise. „Und ja... du gibst wirklich nicht auf. Das merkt man dir an – und ich glaube, genau das macht dich so glaubwürdig in dem, was du tust. Die Kinder spüren das, auch wenn sie es oft nicht in Worte fassen können."
Er nahm einen Schluck, lächelte dann sanft. „Verantwortung lernen – das ist ein schönes Ziel. Ich glaube, viele unterschätzen, wie viel Sicherheit das Kindern geben kann. Zu wissen: Ich kann etwas tun. Ich habe Einfluss. Das ist enorm wertvoll." Einen Moment dachte er nach. „Und vielleicht geht's am Ende gar nicht darum, ob sie dir jemals danken. Vielleicht reicht es schon, wenn sie es eines Tages für sich selbst begreifen – dass sie jemand hatten, der an sie geglaubt hat." meinte er dann. Immerhin merkten es die Kinder dann doch nicht. Oder man selbst merkte es erst später.
Dann musste er grinsen. „Was das Café angeht... ich glaube, es war in der Nähe des alten Hafens – ziemlich versteckt, mit einem Schild, das fast abgefallen ist." Er lachte leise. „Wenn ich's nochmal finde oder mich erinnern sollte, bekommst du den Standort."
Auf ihre charmante Bemerkung hin, dass auch sie manchmal der Disziplin bei Eclairs erlag, hob er leicht die Brauen. „Na dann bin ich wenigstens nicht allein." Er zwinkerte. „Aber ich finde, Genuss darf auch einfach mal sein. Besonders, wenn man sonst so viel gibt. Vielleicht ist das auch eine Art Achtsamkeit – sich selbst etwas Gutes zu tun, ohne schlechtes Gewissen."
Als der Kellner die Hauptgänge brachte, nahm er sich kurz Zeit, den Duft einzuatmen. Es roch wirklich gut.
"Vielleicht wird es wohl mal wieder Zeit, dass ich Marseille besuche. Ist schon etwas her. Aber naja...wir werden sehen." wo auch immer ihn seine Hütte ihn hinführt.
Er nahm dann die Gabel in seine Hand. "Nun dann lass es dir schmecken." er tat etwas auf die Gabel und probierte. "Hmm..das ist echt lecker..."

 
KIRAN LANCASTER

   

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