June & Pagoma ~ Scientific Problems and Opportunities (2018) [ABGEBROCHEN]

Erste Seite  |  «  |  1  |  2 [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Älteste Beiträge zuerst ]


Pagoma
Gelöschter Benutzer

Re: June & Pagoma ~ Scientific Problems and Opportunities (2018)

von Pagoma am 09.02.2024 12:41

"Natürlich.", sagte Pagoma und neigte dabei leicht den Kopf zum Zeichen, dass sie den Wunsch der Frau ihr gegenüber respektierte. Tatsächlich freute sich Pagoma sogar über die Nachfrage. Siemochte das Feld in welchem sie arbeitete und auf welches sie spezialisiert hatte und klärte gerne andere darüber auf. Letzten Endes betrieben sie immerhins ehr wichtige Forschung und eine der wichtigsten Schritte, um diese Erde zu retten, bestand tatsächlich aus Aufklärung (auch wenn die Frau vor ihr ihr schon recht gebildet vorkam). "Die Villum-Forschungsstation ist eine Forschungseinrichtung auf dem militärischen Außenposten Station Nord in Nordgrönland. Die Station ist eine wesentliche Erweiterung einer bestehenden Luftverschmutzungsüberwachungsstation auf Station Nord. Wir liegen in der nordöstlichen Ecke Grönlands, auf der kleinen Halbinsel Princess Ingeborg Peninsula. Betrieben werden wir von der dänischen Universität von Aarhus. Wir beherbergen einzelne wissenschaftliche Projekte mit Schwerpunkt auf atmosphärischer, mariner und terrestrischer Forschung. Darüber hinaus sind wir eine beständige Basis für ein umfangreiches Langzeitüberwachungsprogramm, dessen Schwerpunkt auf der Luftverschmutzung liegt, aber auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die marinen und terrestrischen Ökosysteme der Arktis umfasst. Insgesamt beherbergen wir in der Regel 10-14 Wissenschaftler, wobei ich ganzjährlich dort zu finden bin - es sei denn ich nehme an wichtigen Konferenzen wie dieser hier teil." Sie lächelte die ältere Frau leicht an, ein Zeichen dafür, dass sie gerne bereit war weitere Fragen zu beantworten - sollten denn weitere kommen. Es war eine gute Vorbereitung wenn sie nachher mit dem großen Publikum sprach.
Anschließend lauschte sie aufmerksam den Fachgebieten ihres Gegenübers. Botanik. Nun, dann kannte sie sich definitiv auch mit den Auswirkungen des Klimawandels aus. Während Tiere - zumindest manche Arten - noch versuchten sich anzupassen und ihre Routen anpassten, mussten Pflanzen zwangsläufig dort stehen wo sie Wurzeln geschlagen hatten. Sie blieben von den Wetterumschwüngen nicht verschont. "Renaturierungsökologie?", fasste Pegoma das Wort auf, welches ihr am meisten sofort ins Auge gesprungen war. "Das ist eine sehr wichtige und fortschrittliche Arbeit. Welche Gebiete versuchen Sie wieder fruchtbar zu machen und zu bepflanzen?" Bekanntermaßen speicherten Pflanzen ungemein viel CO2 ein. Sobald ein Gebiet jedoch einmal in seinem Ökosystem umgekippt ist und zur Wüste wurde, würde sich dies auf natürliche Art und Weise nie wieder erholen. Es wieder befruchtbar zu machen war ein unglaublich schwieriges und kostspieliges Unterfangen. Aber auch unendlich wichtig für den Erhalt der Erde und den Kampf gegen den Klimawandel. Auch galt es andere Gebuete - wie beispielsweise Feuchtgebiete wie Moore und Sümpfe mithilfe der Botanik und richtigen Bepflanzung zu erhalten (auch diese speicherten sehr viel vom Klimagas und waren nicht ersetzbare Ökosysteme).

Antworten

June
Gelöschter Benutzer

Re: June & Pagoma ~ Scientific Problems and Opportunities (2018)

von June am 06.02.2024 21:45

June nickte zu Pagomas Worten. Natürlich waren auf diesen Konferenzen auch viele Menschen, die schlicht ihr Wissen erweitern wollten und nicht nur diese, die etwas vorzutragen hatten. Wie es schien hatte ihre gegenüber aber eine ganze Menge an Wissen, dass sie weitergeben wollte. June grub in ihrem Gedächtnis, aber leider kam ihr weder der Name Station Nord, noch Villum Research Station bekannt vor. Sie hatte zwar auch diverse Kenntnisse, was den Naturschutz, die Klimaveränderungen und vieles mehr anging, aber eher in Bereichen, die noch als unkonventionell angesehen wurden.
"Die Villum Research Station ... mit was genau befasst sie sich, wenn Sie die Frage erlauben oder gar einen kurzen Moment zur Erklärung haben. Ich möchte ihre Zeit nicht unnötig beanspruchen, sicher haben sie noch Vorbereitungen zu treffen."
Sie hatte eine leise Ahnung, dass es eventuell um das Klima gehen könnte und wie 'Station Nord' schon verriet, ging es vielleicht sogar um den nördlichsten Teil der Erdhalbkugel. Was Junes Vermutung bestätigte, dass die Professorin ihr gegenüber auch eher aus dem nördlichen Bereich der Erde stammen könnte. Als Pagoma den Flyer rausholte, der ordentlich in ihrer Aktentasche gesteckt hatte, nickte June nur. Natürlich hatte sie ebenso einen, nur steckte ihrer, wie ein krasses Gegenteil, unordentlich zusammengefaltet in ihrer Hosentasche, weshalb sie ihn nicht heraus nahm. Und dann kam diese Frage, was denn ihr Bereich oder Fachgebiet war. June sprach ungerne von sich selbst. Vielleicht von ihren Fachgebieten, aber sie bezweifelte, dass ihre gegenüber sich mit Botanik oder gar Metaphysik auskannte. Sie nahm kaum merklich tief Luft und verschränkte ihre Arme hinter dem Rücken. Sollte sie einfach sagen, dass sie lediglich eine Blumenfarm betrieb, was nicht gelogen wäre, oder sollte sie sie die Wahrheit offenbaren? Warum eigentlich nicht, als verrückt wurde sie ohnehin oft bezeichnet. Wobei sie die Metaphysik vielleicht erst einmal nicht erwähnte.
"Nun, ich bin im botanischen Bereich tätig. Unter Anderem sind meine ersteren Spezialgebiete die Morphologie und Physiologie der Pflanzen sowie die Geobotanik und Feldbotanik. Im Laufe der Zeit habe ich mich auch in der medizinischen Botanik oder auch Heilpflanzenkunde genannt, weitergebildet und arbeite vereinzelt mit ein paar Organisationen in der Renaturierungsökologie zusammen, wobei sich mein zweites Fachgebiet im Falle eines Falles bereits auf Xenobotanik bezieht."
June war sich sicher, damit war es doch Grund genug solchen Konferenzen beizuwohnen. June lächelte. Ihr war schon klar, dass Pagoma nicht allzuviel mit Pflanzen am Hut hatte, sonst hätte sie June vielleicht aus einer Dokumentation, aus Zeitschriften oder von einem ihrer Bücher oder zumindest von ihrer Floristik oder der Heilpflanzenpharmazie her kennen können. In ihren jungen Jahren war sie selbst immer eine Sprecherin auf Konferenzen gewesen, aber das hatte sie letztlich an den Nagel gehängt. Ihre Studenten, Angestellten und Touristen reichten ihr vollig.

Antworten

Pagoma
Gelöschter Benutzer

Re: June & Pagoma ~ Scientific Problems and Opportunities (2018)

von Pagoma am 27.01.2024 15:16

"Nun, die Konferenz ist ja auch des Lernens um des Fortschrittwillens gedacht.", antwortete Pagoma darauf, dass ihre neue Bekanntschaft - June Sandoval - der Konferenz zwar beiwohnen, jedoch nicht aktiv daran teilnehmen würde. Ihr Blick folgte dem der Älteren zu ihrer beigen Aktentasche, welche sich auf dem äußeren Sitz der zweiten Stuhlreihe befand und nickte anschließend zu dem Schluss, welchen Mrs. Sandoval offenbar daraus gezogen hatte.
"Das ist richtig.", bestätigte sie also die Vermutung mit einem kleinen Nicken. "Ich bin die neue wissenschaftliche Leiterin der Station Nord, genauer gesagt der Villum Research Station. Abgesehen davon um mich selbst forzubilden und die neuesten Kenntnisse der Wissenschaft bezüglich des Ökosystems Erde zu erfahren, werde icha uch selbst unsere neuesten Resultate und Messungen mitteilen, sowie die Erkenntnisse, welche wir aus diesen ziehen können."
Sie öffnete den Reißverschluss an der Seite ihrer Tasche und holte dort den Flyer heraus, welcher das Programm des Wochenendes darstellte. Kurz überflog sie ihn. "Um 12 Uhr ist meine erste Präsentation. Ich nehme an, Sie haben diesen Flyer bereits." Sie hielt ihn hoch, lächelte leicht und packte ihn ordentlich wieder zurück in ihre Aktentasche, ehe sie sich wieder an ihre neue Bekanntschaft wandte.
"Darf ich fragen, in welchem Feld Sie tätig sind?" Kontakte zu knüpfen, konnte stets früher oder später hilfreich sein, egal wo auf der Welt man sich befand (und erst Recht in Ländern wie Australien, die Pagoma ganz sicher nicht jemals von sich aus besuchen würde).

Antworten

June
Gelöschter Benutzer

Re: June & Pagoma ~ Scientific Problems and Opportunities (2018)

von June am 24.01.2024 22:38

Eine Klima- und Ökologiekonferenz. Kein Gebiet, in dem June unbedingt tätig war und doch müsste sie eine blinde Botanikerin sein, um nicht zu merken, dass die Erde langsam, aber sicher auf ihr Ende zu steuerte. Immer schön hatte sie sich dafür interessiert, wie es klimatisch und ökologisch auf der ganzen Welt aussah, welche neuen, großen und kleinen Katastrophen geschehen waren und wie die wenigen Menschen, die im Naturschutzgebiet tätig waren, glaubten dies in den Griff zu bekommen. Vor allem aber interessierte sie, ob sich langsam eine Veränderung in der Denkweise der Menschen einstellte und ob viele vielleicht allmählich aufwachten und vielleicht könnte June so das ein oder andere Projekt in diesem Rahmen entdecken, dass sie zukünftig unterstützen konnte.
Eigentlich war der Besuch dieser Konferenz gar nicht geplant gewesen und sie wollte schon wieder längst von ihrem zweiwöchigen Urlaub in der Nähe Scones nach Hause geflogen sein, aber ihre Tiere waren in guten Händen und ihre Blumen- und Heilpflanzenfarm war beinahe ein Selbstläufer, wie auch die alte Blumenfarm ihrer Großmutter, die sich ausschließlich auf die Wildblumen Australiens spezialisiert hatte. Ab und an jedoch stattete June der Farm, die nach dem Tod ihrer Mutter in ihren Besitz übergegangen war und die sie die meiste Zeit von Arizona aus managte, gerne persönlich einen Besuch ab. Wie auch dieses Mal. Und wenn sie schon in Australien, ihrem Geburts- und alten Heimatland war, dann konnte sie auch eine solche Konferenz besuchen, obwohl es nicht gerade ein Katzensprung von Scone nach Melbourne war.
So kam es, dass sich June viel zu früh in dem vorgesehenen Konferenzsaal befand, aber das war ein willkommener Vorteil. Es gab keine Platzanweisungen oder gar Nummerierungen und so konnte sie sich einen guten Platz aussuchen, bevor sie alle weg waren. Es dauerte nicht lange, da tauchte eine Frau neben ihr auf. Jünger als sie, aber das war mit ihren 68 Jahren ja nun auch keine Kunst. Dennoch war die Fremde auch so ein ziemlicher Kontrast zu ihr. June bemerkte gleich ihre helle, fast blasse Haut, die eisblauen Augen und die blonden Haare. Sicherlich war das keine gebürtige Australierin. Vielleicht eine Schwedin, oder Norwegerin, rätselte June vor sich hin, während sie ihre olivegrüne Bluse, die in einer beigen Cargohose steckte, zurecht zupfte. Unter der Hose kamen dunkelbraune Schuhe zum Vorschein und es war schwer zu sagen, um welche Art Schuh es sich handelte. June hingegen wusste, dass es Stiefel waren. Ihren Look vervollständigte ein alter, dunkelbrauner Hut im Cowboystil und definitiv keinerlei Schminke. In dem Fall war nicht nur das Aussehen ein krasses Gegenteil zu der jüngeren Frau, sondern der gesamte Stil und sie hatte wirklich nicht damit gerechnet von jemandem wie ihr hier angesprochen zu werden. Schon gar nicht in Englisch oder in so gutem Englisch. Doch entgegen aller Erwartungen, wurde ihr auch noch die Hand entgegengestreckt. Einen Moment war June vollkommen perplex, dann begann ihr Hirn wieder zu arbeiten und sie nahm die Hand der Frau in die ihre.
"Guten Tag."
Gab sie zögerlich von sich und nickte anschließend leicht lächelnd.
"June Sandoval, es freut mich, Sie kennenzulernen, Dr. Lyberth. Ich werde tatsächlich die Konferenz das Wochenende über besuchen, auch, wenn ich nicht aktiv daran teilnehmen."
Tatsächlich ließ June ihre Titelbezeichnungen eines Doktors und Professors weg. Für sie war es einerlei, sie alle waren nur Menschen. Unweigerlich waren June die Unterlagen Dr. Lyberths aufgefallen und sie zog ihre Schlüsse daraus.
"Wie es aussieht, werde sie jedoch Recht aktiv daran teilnehmen, wenn ich mich nicht irre? Auf welchen Vortrag darf ich mich diesbezüglich freuen?"

Antworten

Pagoma
Gelöschter Benutzer

Re: June & Pagoma ~ Scientific Problems and Opportunities (2018)

von Pagoma am 24.01.2024 11:33

Nein. Australien war definitiv zu heiß, beschloss Pagoma, als sie aus dem Flugzeug stieg und in großen Schritten über das Rollfeld schritt. Sie hatte einen großen Strohhut auf, trug nicht mehr als eine dünne weiße Bluse und eine kurze hellblaue Jeans, sowie dünne Schuhe, und dennoch schlug ihr heiße schwüle Wind ins Gesicht, die Sonne knallte ihr auf die Haut und ließ sofort überall einen rötlichen Ausschlag etnstehen. Als Eis-Fee war sie für solche Regionen und solches Wetter einfach nicht geschaffen. So schnell wie möglich suchte sie ins innere des Flughafen-Terminals zu kommen, von wo aus sie mit einem Shuttle abgeholt und zu dem großen Luxus-Hotel in Melbourne gebracht wurde, welches sich gleich neben der Universtität befand, wo die ökoligische und biologische Fortbildung stattfinden sollte und wo Pagoma selbst tatsächlich sogar einige Vorträge halten würde. Die Aufzeichnungen und Notizen für ihre Präsentationen befanden sich alle in ihrer beigefarbenen Kunstlder-Aktentasche, die sie mit sich trug. Sie war nicht nervös - sie war eine Meisterin auf ihrem Fachgebiet, dessen war sie sich bewusst, und freute sich tatsächlich sogar darauf, diese neue Tätigkeit aufzunehmen. Wäre nur dieses schwüle Wetter nicht.
Sie seufzte, pries die Klimaanlage im Hotel und duschte sich erstmal eiskalt, um sich frisch zu machen. Dezente schminke, einen Anzug inklusive weißem Hemd und Krawatte. Sie wollte nicht nur professionell sein, sondern auch professionell erscheinen. Nachdem sie sich ihre blonden Haare hinten noch in einem Dutt nach oben zusammengefasst hatte, verließ sie das Hotel (nur um in der Sonne gefühlt erneut fast zu sterben) und betrat die Universität. Hier war die Luft nicht besser. Es war heiß. Sie holte sich eine große Flasche Wasser, trank diese fast in einem Zug leer, so ausgetrocknet fühlte sie sich, und betrat dann den Konferenz-Raum, wo sie alle in einer Stunde willkommen geheißen werden sollten. Einige wenige saßen bereits auf den Manege-ähnlichen Plätzen oder standen an der Seite, um sich zu unterhalten. Langsam schritt Pagoma mitsamt ihrer Tasche die flachen Stufen zum Podium hinunter, wo sie an der Seite eine andere ältere Frau mit roten Haaren stehen sah. "Guten Tag.", begrüßte sie die Dame und legte ihre Tasche auf dem Tisch von einem der vordersten Plätze ab, ehe sie der fremden Frau eine schmale blasse Hand entgegenstreckte. "Ich bin Prof. Dr. Pagoma Lyberth. Sie nehmen also auch an diesem Wochenende teil?", leitete sie sogleich ein Gespräch ein. Zum Glück war wenigstens dieser Saal belüftet und klimatisiert. Ansonsten hätte sie nicht gewusst, wie sie es durchstehen sollte. Später würde sie sich auf jeden Fall ein paar Eis-Kaffee zur Gemüte führen.

Antworten

Pagoma
Gelöschter Benutzer

June & Pagoma ~ Scientific Problems and Opportunities (2018) [ABGEBROCHEN]

von Pagoma am 24.01.2024 11:25

Scientific_Problems_and_Opportunities_-_Schrift.png
June Sandoval & Pagoma

Scientific_Problems_and_Opportunities__Pagoma.gif   Scientific_Problems_and_Opportunities__June.gif
Quelle: Tumblr                                                                   Quelle: OmyGod

In der University of Melbourne findet für Ökologen, Biologen und Klimaforscher eine Forbildung sowie Konferenz statt, zu welche natürlich ebenfalls die neue wissenschaftliche Leiterin der Villum Research Station in Grönland - Pagoma Lyberth - eingeladen wurde. Auch die aus Australien stammende Botanikerin und Metaphysikerin June Sandoval ist anwesend - und die beiden Frauen lernen sich kennen. Ein intellektuelles Treffen voller Höhen und Tiefen, welches womöglich sogar eine nachhaltige Freundschaft zugrunde haben kann...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.06.2024 11:32.
Erste Seite  |  «  |  1  |  2

« zurück zum Forum