Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023] [BEENDET]

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Nadja
Gelöschter Benutzer

Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023] [BEENDET]

von Nadja am 07.11.2023 13:49

Nadja hielt den Jüngling noch ganz dicht bei sich. Ihr Plan, ihn zu foltern bis er ein wenig über seine kleine Heldentruppe sang hatte sich nicht geändert (schließlich waren Informationen immern gut), doch dann geschah etwas, womit sie nicht gerechnet hatte. Der Junge in ihren Armen hatte wohl doch mehr drauf als sie gedacht. Als von draußen das Bersten von Glas und ein Unheil ankündigendes Zischen ertönte, blickte sie auf. Sofort roch sie den Brand. Das Feuer. Sah die Funken spritzen und den organgenen Schein, der nun in den Raum fiel.
"Ah, so willst du das, hm?", murmelte sie mit ihrer rauen Stimme leicht angepisst in sein Ohr. Und doch breitete sich nun ein erneutes Grinsen auf ihren Lippen aus, während sie beobachtete, wie das Feuer näherrückte. Bereits jetzt konnte sie die Wärme auf ihrer leicht gebräunten Haut spüren. Viel Zeit um abzuhauen würde ihr nicht bleiben. Aber sie brauchte auch nicht viel Zeit. Dann schiss sie eben auf den Jungen und seine Informationen. Es wäre schön gewesen sie zu haben, aber sie waren im Augenblick nicht weiter notwendig. Sie stieß ihre Geißen von sich auf den Boden. Mit drei großen Schritten war sie bereits bei ihren Instrumenten und Waffen, hatte sie sich sich umgehängt und sah nochmal kurz zum den Jungen zurück. "Hey, sieh es positiv: Jetzt stirbst du wenigstens den Heldentod, ohne deine kleinen Freunde verraten zu haben. Und? Gutes Gefühl?"
Sie grinste ihn an und formte ihre Lippen kurz zu einem Kussmund. "Genieß es. Ist nämlich das letzte." Und damit war sie bereits aus der Tür raus. Wahrscheinlich würde er hier jetzt sterben. Fürde in den Flammen verbrennen. Aber ihr Problem war das nicht. Nur eine weitere Leiche, zusätzlich zu dem Mädchen auf dem Dach. Sollte die Gemeinschaft um den Jungen trauern, ihr Problem war das nicht. Und sollte er doch irgendwie überleben... tja. Hoffentlich hielten sich die kleinen Scheißer dann aus ihrem Kram raus. Solange sie das tun würden, würde sie sich auch aus deren Angelegenheiten raushalten.
Aber wenn nicht... dann würde das Konsequenzen haben.
Sie rannte durch die warmen, brühenden Gänge und war schließlich endlich wieder draußen auf der Straße an der frischen Luft. Sie sah nach oben, wo bereits Flammen aus den Fenstern schlugen, schulterte ihren Rucksack und ging ihres Weges. Zurück zu ihrem allerliebsten Daddy, um ihre Belohnung für den erledigten Auftrag abzuholen. Und vermutlich noch etwas für seine Befriedigung zu sorgen. Ach, wie sehr sie es doch verabscheute...



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Jamie
Gelöschter Benutzer

Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Jamie am 02.11.2023 14:39

Viel hatte mir meine Magie ja nicht gebracht, außer dass ich erst einmal nicht mehr gefesselt war. Wieso muss das Manipulieren der Realität aber auch so schwer sein? Gerade weil man fast freie Hand hatte, die Umstände zu verändern, war es unglaublich kompliziert – es gab keine Stützräder, nichts, was sich dann schon regelte, wenn man nicht daran dachte, es nicht mit in den Zauber einband, dann geschah es auch nicht. Auch die Schlangen würden sich nach einiger Zeit dort draußen einfach wieder in Luft auflösen...oder wieder zu Seilen werden, ich wusste es nicht mal – aber hauptsächlich, weil ich nicht darüber nachgedacht hatte. Mit den Naturgesetzen zu spielen, war eben kein Zuckerschlecken.
Und so fand ich mich nach allem doch wieder in ihren Fängen wieder.
Ich würgte und krächzte. Zaubern war mir nicht mehr wichtig, als ich den Boden unter den Füßen verlor. Ich konnte nicht atmen, nicht klar denken. Konnte sie es nicht einfach zu Ende bringen, rauschte mir der Gedanke durch den Kopf. Ich wusste nicht einmal, was ich ihr sagen sollte, was wollte sie wissen...? Ich konnte es ihr nicht sagen...wir waren zwei dumme Teenager gewesen...mit Superkräften, die von irgendwelchem kriminellen Scheiß erfahren hatten...wir waren jung, idealistisch. Die Welt war es nicht...Doch niemand hatte uns geschickt, wir hatten nur etwas bewirken wollen...
Langsam wurde mir schwarz vor Augen.
Wie oft waren wir gewarnt worden, nicht blindlings loszurennen, vorsichtig zu sein – neben unserer Intuition auch auf unseren Verstand zu hören...
Nun würde mir mein Idealismus das Leben kosten...und eventuell auch den anderen. Mein scheiß Leben wieder...
Meine Fingerspitzen kribbelten, auch meine Beine...meine ganzen Arme. Ich wollte hier nicht sterben. Ich war doch nur ein dummer Teenager mit Kräften. Aber das hier war leider kein Comic, keine Zeichentrickserie, das war das Leben. Und hier konnte das Leben enden. So einfach war das.
Ich konnte nicht mehr gegen sie ankämpfen, konnte nicht mehr zappeln. Ich hatte keine Kraft mehr. Und doch fühlte sich mein Körper seltsam warm an, prickelnd, glühend vor Energie.
Ich bekam nur noch mit, wie vor meinen halb geschlossenen Augenlidern die Lampe zu flackern begonnen hatte, ehe sie funkensprühend zerbarst und der kleine Raum nur noch von zuckenden blauen Blitzen erleuchtet wurde – für einen kurzen Zeitraum fühlte ich mich, als würde ich schweben, ehe ich hart mit den Knien auf den Boden aufschlug. Nach Luft japsend versuchte ich mich zu orientieren, auf Händen und Knien stehend wollte ich mich umsehen, konnte nur in in kurzer Entfernung einen Körper ausmachen, leicht zuckend, sich dann aber sofort wieder fangend.
Dann wurde es dunkel. Die Blitze waren verschwunden, die letzte Energie aus meinem Körper gewichen, in einem letzten, unbewussten, verzweifelten Versuch, mich zu befreien. Diese Kräfte hatte ich ewig nicht mehr benutzt. Ich hatte Angst vor ihnen – denn ich hatte einmal fast mit ihnen getötet. Doch ich war am Ende...
Aber dann...ein helles Flackern schuft Licht – ein paar Dinge im Flur hatten durch die Funken aus der geborstenen Lampe Feuer gefangen – und es breitete sich aus.
Ich auf meinen Knien, die Frau in der Hocke nur zwei Meter von mir entfernt...doch keiner schien in der Lage zu sein, die Flucht zu ergreifen. Nun, für sie wäre es wohl die perfekte Gelegenheit, mich loszuwerden, würde dann jedoch ihre wertvollen Informationen nicht bekommen, die ich ihrer Meinung nach haben sollte...
Und ich...ich war einfach nur müde. Meine Beine zitterten, meine Arme waren wie Wackelpudding. Ich hatte Angst, dass ich, wenn ich mich auch nur einen Zentimeter rührt, vollkommen zusammenbrechen würde...
Mit letzter Kraft versuchte ich, eine Beschwörung zu murmeln, doch ich hatte keine Stimme und auch nicht die Luft, die es brauchte, um auch nur ein Wort zu formen. Stattdessen starrte ich die wachsenden Flammen nur erschöpft an und hoffte auf ein Wunder, das ich trotz jeder Magie nicht würde vollbringen können...

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Nadja
Gelöschter Benutzer

Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Nadja am 18.09.2023 17:14

Noch immer versuchte er es zu übertünchen, noch immer versuchte er den starken Macker zu spielen, der er nicht wahr. Die starke, unerschrockene Seele aus irgendwelchen Kinofilmen, die er sicher gesehen hatte. Doch die Relaität sah anders aus und in der realität lief so etwas anders ab als in Filmen. Das würde diesen armen naiven Jungen auf dem Stuhl bald nur allzu schnell klarwerden. Sie hörte die Angst in seiner Stimme. Sie hörte dieses leise Zittern, als er sprach, auch wenn er das nicht wahrhaben wollte. Sie hörte es.
Und warum auch nicht? Niemand verlor gern seine Finger und nadja war alels andere als zimperliich. Es war nicht das erste Mal, dass sie jemanden folterte, um an Informationen zu kommen. Sie hatte auch schon jüngere Menschen gefoltert. So war es nun einmal, wie das Leben als Auftragskillerin spiel. Man durfte keine Skrupel haben und ihr waren schon von Kleinauf alle ausgetrieben worden. Für Schwäche war da kein Platz.
Und so wandte sie sich mit der rasiermesserscharfen klinge in der Hand wieder zu ihm um. Trat langsam auf ihn zu, jeder schritt berechnend, um seine Angst, diese innerlich brodelnde und noch krampfhaft zurückgehaltene Panik langsam aber sicher aeuf seinen Höhepunkt zu bringen. Wenn man einen Menschen nr lange genug der folter aussetzte, die Schmerzen groß genug waren - dann zwitscherten sie. Alles was man wollte, wahrheit und Lüge. Sie war hierbei aber auf die Wahrehit aus. Mal sehen sie hoffte, es würde nicht allzu lange dauern bis er brach. Man mochte von Nadja denken was man wollte, aber sie empfand keine Freude daran, Menschen zu foltern. Sie tat es ohne mit der Wimper zu zucken, wenn es sein muss, hatte kein schlechtes Gewissen und keine schlechte Träume deswegen. Aber ihre Lieblingsbeschäftigung war es wirklich nicht.
Sie stand jetzt vor ihm. sah in seine geweiteten Pupillen, die seine Angst herausschrien, konnte die leichten Schweißtropfen erkennen, die sich gebildet ahtten und sah sogar den flatternden rasenden Herzschlag an der dünnen Haus seines Halses. Udn grade als sie ihn fast erreicht hatte, grade als sie seine Hand mit der ihren fest umschließen wollte, um sie ruhig zu halten, geschah etwas, womit sie nicht gerechnet hatte.
Er schaffte es doch tatsächlich seine Kräfte einzusetzen.
Die Auftragskillerin trat einen kleinen ruhigen Schritt zurück und beobachtete mit ihren modifizierten schnellen und klaren Augen, wie die Fesseln lebendig wurden, sich in Schlangen verwandelten, auf den Boden klatschten und sich zischelnd über den Boden schlängelnd davon machend. Ihr Blick wandte sich zurück zu Wiccan, der aufgesprungen und zurückgewichen war.
Sie lächelte.
"Netter kleiner Trick, Wiccan, aber das wird dich auch nicht retten.", sagte sie und trat auf ihn zu. Sehr langsam. Und dann mit einem Mal blitzschnell, täuschte sie zur linken Seite an, um dann auf die rechte zu springen, sodass er bei seinem Fluchtversuch gradezu gegen sie prallte. Ihre arme umschlangen gleich die Seinen, ehe ihr einer Arm hoch zu seinem Hals fuhr, um ihm die Luft abzuschnüren - noch unterstützt davon, dass sie ihm die Beine wegtrat und ihr Arm so für einen MOment sein ganzes Gewicht hielt - Gewicht, dass direkt gegen seinen Hals, direkt gegen seine Luftröhre presste und ihn Japsen ließ. "Warum machst du es dir so schwer, hm?", flüsterte sie leise und strich mit der Klinge des Messers an seiner Ohrmuschel entlang. Auch ein Körperteil, das man nicht zwingend zum Leben brauchte. "Warum sagst du mir nicht einfach was ich wissen will und wir unterhalten uns wie ziviliserte Menschen?" Ihre leise Stimme, fast etwas mütterliches, hätte gleichzeitig doch wohl kaum tödlicher klingen können.

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Jamie
Gelöschter Benutzer

Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Jamie am 01.09.2023 23:20

So langsam musste ich gestehen, dass mir die neunmalklugen Sprüche ausgingen – und ihr Lächeln versprach nicht unbedingt großes Verständnis. Meine Lage wurde nicht besser – und schon gar nicht, wenn ich noch länger hier fest saß. Irgendetwas musste es geben, das ich tun konnte. Noch immer feilte ich an einem Spruch, um Hilfe zu rufen, doch an wen sollte ich mich wenden? Kate...Gott, ich wusste nicht mal, ob sie bereits von diesem Dach heruntergekommen war, ob sie bereits medizinisch versorgt wurde. Teddy war nicht auf der Erde – und er würde sich ohnehin zu große Sorgen machen – und America war eben in einer anderen Dimension, so weit würde meine Magie nicht reichen...Also würde sich in nächster Zeit kein weißlich blaues Portal in Sternenform öffnen, das kurz darauf von einem ihrer Punk-Stiefel gesprengt wurde, um sich einen Weg in den Raum zu bahnen.
Vorsichtig versuchte ich auf etwas zu lauschen, das in ihrem Kopf vor sich ging, das nützlich sein könnte, doch es war nicht leicht, sie zu verstehen; ihre Gedanken waren wild und dennoch taktisch. Sie folgten einer Logik, die sich mir nicht ganz erschließen wollte...noch nicht. Vielleicht, aber nur vielleicht, konnte ich den Code ja noch knacken.
„Es hat ja niemand gesagt, dass ich der Rekordhalter bin", schoss ich schließlich mit einem frechen Grinsen zurück, doch mittlerweile war uns beiden klar, dass es nur Fassade war – was sollte es in dieser Situation auch sonst sein. Und natürlich wurde es nicht besser – die Bilder, die sich in ihre Gedanken schlichen, als sie sich kurz zu ihrer Tasche aufmachte, jagten mir einen eiskalten Schauer über den Rücken. Doch ich versuchte weiterhin, so ruhig wie möglich zu bleiben – auch wenn sich mir die Nackenhaare bei ihren Worten aufstellten.
„Das kommt wohl ganz darauf an, um welche es da geht...", erklärte ich so leichthin wie möglich und kam dennoch nicht umhin, das Messer die ganze Zeit anzustarren, als sie damit wieder zurück zu mir kam. Aber mir wollte noch immer nichts einfallen, wie ich aus diesem Raum kommen und von ihr so schnell wie möglich flüchten könnte – also...na ja, für das letztere hatte ich eine Idee, ich könnte mich einfach weg teleportieren, doch dazu musste ich erst einmal loskommen. So langsam konnte ich meine körperlichen Reaktionen nicht mehr zurück halten – mein Herz raste schneller denn je und der Puls rauschte mir in den Ohren; die Panik loderte in meinem Bauch hell auf. Doch je nervöser und ängstlicher ich wurde, umso weniger konnte ich einen klaren Gedanken fassen. Sonne Scheiße! Da war man schon eine Hexe und konnte damit immer noch nicht alles tun, wonach einem der Sinn stand – oder was einem helfen konnte, seinen eigenen Arsch zu retten! Nicht dass ich die Kräfte nicht hätte, doch ich konnte ohne den passenden Gedanken und die Formel keinen Gebrauch davon machen!
Ich wusste genau, dass die Panik bereits in meinen Augen zu sehen sein musste, als sie immer näher trat, das Messer zwischen den Fingern drehte damit spielte, und es damit immer näher und immer bedrohlicher zu mir brachte. Meine Gedanken drehten sich wild – keine Möglichkeit mehr, über irgendetwas nachzudenken, sich bewusst mit meiner Lage auseinanderzusetzen. Das war´s, tobte der erste erschütternde Gedanke durch meinen Kopf. Sie würde mir nach und nach Körperteile abschneiden und meine Einzelteile irgendwo in einem Fluss oder einer Baustelle entsorgen und niemand würde je wissen, was mit mir geschehen war. Der seltsame Billy war eines Tages einfach verschwunden. Und die Young Avengers, keine Ahnung, dieser Wiccan, den gab es doch schon lange nicht mehr...
Mein Herz hämmerte schmerzhaft in meiner Brust und ich stemmte mich gegen die Fesseln. Keine Fassade könnte mich jetzt noch retten, also weg damit! Und dann...
Dann war es, als würde etwas Klick machen. Ins Leere starrend, hatte ich den Mund schmal geöffnet, flüsterte Worte vor mich hin. „KeineFesselnSondernSchlangenKeineFesselnSondernSchlangenKeineFesselnSondernSchlangen." Immer und immer wieder, ein blauer Schimmer in meinen Augen und im Raum, als sich die Fesseln um meine Arme zu winden begangen, aus dem Seil glatte Schuppenhaut einer Schlange wurde, bis sie sich von meinen Armen lösten, von meinen Beinen, von meinem Körper; fünf Schlangen, die mir über den Körper krochen, ehe sie jeweils mit einem dumpfen Bampf auf dem Betonboden aufschlugen, sich um unsere Beine schlängelten. Dass sie sie angreifen könnten, war in diesem schnellen und wenig durchdachten Zauber nicht inbegriffen gewesen, stattdessen waren sie zu überrascht, lebendig zu sein – ob sie sich an ihre Zeit als Seile erinnern konnten? – und suchten stattdessen lieber das Weite.
Die Realisation, dass ich frei war, traf mich allerdings etwas später, als ich dann vom Stuhl aufsprang und erst einmal gegen die entgegengesetzte Wand fiel, mich daran halten musste. Meine Arme und Beine zittrig vor Aufregung und Angst. Ich musste mich zusammenreißen! Ich atmete tief, biss die Zähne zusammen. Meine Entführerin, scheinbar selbst etwas perplex, brauchte zu meinem Glück auch einen Moment, sich zu fassen – nur leider nicht ganz so lange, weshalb sie mir schon wieder näher war als es mir lieb war. Doch sie würde mich nicht wieder fangen! Allerdings hatte sie noch immer dieses bedrohliche Messer in der Hand...

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Nadja
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Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Nadja am 29.08.2023 10:58

Er hatte Mumm, das musste sie ihm lassen. Er gab nicht klein bei, im Gegenteil klopfte auch noch so eine lauten - wenn auchsehr dummen - Sprüche. Damit würde er seine Lage nur noch vertrackter machen, als sie ohnehin schon war. Und mehr Informationen würde sie ihm dazu auch nicht geben. Sie lächelte ihn daher nur kalt an und verzichtete daraufihn darübr zu informieren, dass ihr halber Körper aus Titanplatten bestand und ihr Schädel entsprechedn sehr viel robuster war als der normaler Menschen. Nein, solcherlei Dinge brauchte er wirklich nicht zu erfahren und sie würde ihm die Informationen auch nicht geben. 
Stattdessen hatte sie ihren Stuhl richtig positioniert, sich vor ihm niedergelassen und wartete auf die ersten Antworten und darauf, dass dieses kleine nette Gespräch endlich mal in Fahrt kommen würde.
"Trainierst du damit wirklich deine Fähigkeiten? Oder nur die deiner Freunde und bringst sie mit jeder deiner Gefangenschaften in Gefahr?", stellte Nadja die psychologische Gegenfrage. Ja, sie wollte ihn in seinem Selbstbewusstsein schwcähen. Wollte ihn nach und nach abschaben, bis er bereit wäre zu reden. Doch schon bald sollte ihr auffallen, dass dieser Weg bei ihrem Gefangenen wohl zu viel Zeit beanspruchen würde. Mehr Zeit, als sie hier in diesem kleinen netten lauschigen Plätzchen wohl haben würde.
Sie hob die Augenbrauen. Sie konnte die Lüge in seinen Augen und seinem Gesicht erkennen. Das Zucken dieser winzigen kleinen Muskeln, über die man keinerlei Kontrolle hatte - und die sie mit ihrer verschärften Sicht fast mühelos wahrnehmen konnte.
"Tja.", sagte sie laut, stand auf und ging zu ihrer Tasche. "Ich dachte wirklich wir könnten uns hierhin setzen und einfach nett ein wenig miteinander halten, aber angelogen werde ich nicht gerne. Sag mal Wiccan..." Sie warf ihm einen Blick zu und kehrte mit dem Messer in der Hand langsam zu ihm zurück. Ihr Lächeln war gnadenlos. "Wie wichtig sind dir eigentlich deine Finger, hm?"

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Jamie
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Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Jamie am 12.08.2023 13:23

Ich konnte ehrlich nicht leugnen, dass mir mulmig war – okay, das war wohl sehr untertrieben, wenn ich ehrlich war, dann hatte ich eine Scheiß-Angst. Doch ich wusste auch – von den langen Drills und den langen Stunden Training, dass ich das nicht zeigen durfte. Mir war sehr wohl klar, zwar, dass sie erahnen konnte, was in mir vorging, doch ich musste nicht noch Öl ins Feuer geben. Also wollte ich wenigstens so cool sein wie ich konnte – und sie eventuell noch etwas hinhalten. Ich musste es nur schaffen, mit jemandem Kontakt aufzunehmen – also Hexe sollte das zwar kein Problem sein, aber sie sollte es auch nicht mitbekommen. Ich wollte eigentlich mit Teddy Kontakt aufnehmen, auf der anderen Seite fürchtete ich, dass er sich nur zu viel Sorgen machen würde, unüberlegt handeln würde, denn immerhin wussten wir gar nicht, mit wem wir es hier zu tun hatten, ob sie allein war, oder ob sie jemandem angehörte, Hydra, A.I.M. oder Gott weiß wem...Es gab ja gefühlt täglich irgendjemanden neues, der auf der Weltbühne der Superhelden- und Schurken mitreden wollte...ermüdend. Auch wenn ich und die anderen Young Avengers da vermutlich nicht ganz ausgeschlossen waren – immerhin waren wir auch als Ersatz für die richtigen Avengers in Erscheinung getreten, nicht? Und außerdem war Teddy momentan gar nicht auf der Erde – er hatte...Familienangelegenheiten zu klären.
„Tja, dann nicht", erwiderte ich bemüht beiläufig und zuckte so gut mit den Schultern, wie es die Fesseln eben zuließen. „Aber sind Fesseln wirklich die richtige Idee? Was wäre, wenn ich zum Beispiel mit einem bestimmten Ton deinen Schädel platzen lassen könnte oder so?", überlegte ich dann laut und sah mich im Raum etwas um. „Vielleicht kann ich ja auch einen auf Schneewittchen machen und mit einem geträllerten Lied springen gleich sämtliche Tiere des Waldes hier heran und trampeln dich nieder...?" Auch Witze und schlechte Sprüche würden mich hier nicht herausbringen...und mir stellten sich die Nackenhaare auf, als ich ihre eiskalte Stimme hörte.
Und doch konnte ich den nächsten Spruch auch nicht sein lassen. Ich wollte nicht herausfinden, was geschah, wenn ich sie zu sehr reizen sollte, doch vielleicht machte sie dann auch einen Fehler, wenn ich sie zu sehr frustrierte – oder sie schnitt mir einfach die Kehle durch...Das war wohl ein Risiko, das ich eingehen musste, hu?
„Vielleicht lasse ich mich ja auch immer fangen – ist immerhin ein gutes Training." Ich schenkte ihr kurz ein schiefes freches Grinsen.
Nun, allerdings sollten Bröckchen nicht schaden, oder? Nur, damit sie mich nicht doch auf der Stelle umlegte, sobald sie merkte, dass das hier zu nichts führte. Also verriet ich ihr wenigstens meinen Decknamen – sollte sie doch damit anstellen, was sie wollte. Dazu hatte man schließlich einen Decknamen, nich?
Ich beobachtete, wie sie ihre Position veränderte.
„Wer sagt, dass ich nicht allein bin? Hexen und Magier sind lieber solo unterwegs.", warf ich den Ball zu ihr zurück. Immerhin gab es viele, die ganz allein für dich dort draußen waren – Captian Marvel, Die Scarlet Witch und viele mehr. „Und das Mädel? Kenn ich nicht. Sie ist auf mich zugekommen, weil sie Hilfe brauchte. Eine Söldnerin oder so, hm? Keine Ahnung, wie sie mich gefunden hat und was genau sie eigentlich vorhatte." Ich legte den Kopf schief und erwiderte starr ihren Blick. Mich kriegte sie nicht so schnell klein! Gleichzeitig drehten sich in mir meine Gedanken, versuchte eine Formel, einen Spruch zu entwickeln, um jemanden zu rufen, ein Zeichen zu schicken. Sicher, ich konnte mir auch selbst etwas ausdenken, doch wie oft hatte das bereits unerwartete Konsequenzen gehabt, weil Wunsch und Formel nicht genug aufeinander abgestimmt waren, ich mich nicht genug auf mein Ziel konzentriert hatte. Also am besten nicht einfach unüberlegt etwas flüstern und daher zaubern.

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Nadja
Gelöschter Benutzer

Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Nadja am 19.07.2023 14:06

Nadja legte den kopf in den Nacken und lachte. Es war wirklich süß, wie der Junge sich zu wehren versuchte. Versuchte auf ihr Ego anzuspielen, ihren Stolz oder was auch immer. Versuchte, sie zu fehlern zu verleiten. Aber so leicht würde sie ihm das ganz sicher nicht machen. Ja, Nadja konnte durchaus ein impulsiver Mensch sein und manchmal mit dem Kopf durch die Wand gehen - aber nicht in ihrem Job. In ihrem Job war sie gut, denn sie war von Kleinauf dafür ausgebildet worden. "Netter Versuch.", sprach sie ihre Gedanken aus, noch immer ein leichtes Lachen in der Stimme und fixierte ihne rneut mit ihrem Blick. Ein Blick, der ausgesprochen scharf und klar war - viel schärfer und klarer als es eigentlich mit einem rein menschlichen Auge sein könnte. Wenn sie sich anstrengte, konnte sie auf dieser Entfernung und in dem schummrigen Licht sogar die kleinen Fastern an der kKleidung des Jungen erkennen. Jedes einzelne Haar, jeden Schweißtropfen. So viel Scheiße ihr vater an ihr auch herumgeschraubt hatte - das hier war zumindest eine der wenigen innovationen, die ihr zuweilen tatsächlich gefiel. "Aber so leicht kriegst du mich nicht. Du magst vielleicht schmächtig sein, aber du wirst Kräfte haben. In dieserm Berufsbild ist Vorsicht besser als Nachsicht, alsooo-" Sie sah ihm direkt in die Augen und lchelte ein kaltes, fast berechnendes Lächeln, welches sich auch in ihrer Stimme widerspiegelte. Eisenhart. "...bleibst du erstmal hübsch da wo du bist." Ewig würde sie ihn hier nicht halten können und das hatte sie auch nicht vor. Spätestens wenn die Cops eintrafen, wäre sie hier weg. Oder wenn der Junge ihr genügend brauchbare Informationen gegeben hatte.
Sie neigte den Kopf leicht zur Seite. Sie hatte die verborgene Botschaft verstanden, dass der Junge sich wohl nicht das erste Mal in einer solchen Situation befand. "Klingt, als solltest du dann mal ein wnig an deinen Fähigkeiten arbeiten.", bemerkte sie sachlich und zuckte leicht mit den Schultern. Wenn er sich so oft gefangen nehmen lassen wollte... das war nicht ihr Problem.
Sie überging die Fragen, die er ihr stellte. Sie war hier diejenige, die Fragen stellte und diejenige, die Antwortun und Informationen bekommen würde. Das würde er noch früh genug merken. Wenn Nadja es an etwas mangetle, dann waren es Skrupel. Sie hatte wirklich keine Skrupel dafür das zu tun, was sie tun musste um an ihre Ziele zu gelangen.
"Wiccan.", wiederholte sie die erste vernünftige Antwort die sie von ihm erhielt. Nun, fürs erste würde das ausreichen. Es würde ihr bereits ermöglichen mehr herauszufinden. Viel mehr. "Sehr schön." Sie stellte den Stuhl anders hin, mit der Lehne in seine Richtung, setzte sich breitbeinig auf die Sitzfläche und legte ihre Arme auf der Rückenlehne ab, ihn so fixierend. "Was ist mit dem Namen deiner Begleitung auf dem Dach? Und dem Rest deiner kleinen Superhelden-Freunde?"

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Jamie
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Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Jamie am 15.06.2023 15:24

Die Stille, die sich immer wieder mal über diese seltsame Lage legte, war mir unheimlich und mir stellten sich die Nackenhaare auf – diese Momente, in denen nichts geschah und die einzigen Geräusche von ihr kamen, wenn sie sich im Raum bewegte, oder sich auch nur auf ihrem Stuhl umsetzte...Oder ich wieder mit einem Ruck versuchte, aus meinen Fesseln auszubrechen, doch weiterhin ohne Erfolg.
Auf der anderen Seite...vielleicht war auch ganz gut, dass es so still war...Mein Kopf brachte mich immer noch um. Ich wusste nicht, womit sie mich getroffen hatte, um mich niederzuschlagen, aber es musste heftig gewesen sein. Schon allein die Bewegungen, während ich versuchte, mich zu befreien, jagten immer ein heftiges Ziehen durch meinen Schädel. Ich seufzte leise.
Doch ich sah sie weiterhin herausfordernd an. „Davor hast du Angst?", stichelte ich. „Dass dich ein schmächtiger Kerl wie ich K.O. schlagen könnte? Das zeugt von keinem sehr großen Selbstbewusstsein..." Ich grinste schief, frech. Einer der wenigen Coping-Machanismen, die ich im Leben entwickelt hatte, die mir in einer Lage wie dieser tatsächlich helfen konnten, statt mir das Leben noch schwerer zu machen. Natürlich könnte mich das genauso gut meinen Kopf kosten, das war wohl wahr, aber dann lieber mit einem frechen Spruch auf den Lippen gehen als weinerlich in der Ecke kauernd...nicht? So sicher war ich mir da natürlich nicht. Und Angst machte sich wieder in mir breit – doch ich versuchte, sie runterzuschlucken und meinen sich verkrampfenden Magen einfach zu ignorieren...was natürlich nicht so einfach war. Aber für diese Situation wohl sehr wichtig; ich musste einen kühlen Kopf bewahren, um eventuell doch ein Loch in ihrer Deckung zu finden, und die Lage zu meinem Gunsten wenden zu können.
„Tja", sagte ich dann, immer noch mit festerer Stimme, als ich es von mir selbst erwarten würde. „Du bist immerhin nicht die erste, die einen Fetisch dafür hat, Teenager an einen Stuhl zu binden." Äh, ja, sollte sie damit machen, was sie wollte. Aber ein gewisser Fakt war, dass ich nicht das erste Mal in einer solchem Lage steckte – vielleicht nicht so direkt, aber wenn man anfing, sich als Superheld zu engagieren, wurde man schnell Opfer...vor allem, wenn man eigentlich noch ein Teenager war.
Schließlich kniff ich die Augen zusammen und sah sie scharf an. „Und das willst du genau aus welchem Grund wissen?", hakte ich nach. Ich sah eigentlich keinen Grund, aus dem sie das interessieren müsste...Sie hatte ihre Mission doch erfüllt und mich als Geisel genommen...wofür es eigentlich auch keinen Grund gab. Sie hätte mich dort auf dem Dach töten können, wie sie es auch mit Kate beinahe getan hatte. Was sollte also das Ganze? Meinte sie etwa, dass sie systematisch verfolgt wurde? Dass es jemand auf sie abgesehen hatte, wusste, was sie hatte tun wollen – und sie verfolgte? Nun, dem wäre es wohl eigentlich nicht zuträglich, mich dann auch noch gefangen zu nehmen, oder? Aber...vielleicht wäre es eine Möglichkeit, etwas mit ihr zu spielen. Sie musste ja nicht unbedingt hören, dass eigentlich nur Kate und ich hinter ihr her gewesen waren, weil erstere Missionen über einen Anschlag erhalten hatte. „Wiccan, aber der Fairness halber würde ich gern dabei bleiben – nur Freunde dürfen mich bei meinem richtigen Namen nennen. Und...na ja, sei mir nicht böse, aber meine Freunde binden mich nicht an einen Stuhl, wenn sie sich mit mir unterhalten wollen." Ich zuckte soweit ich konnte mit den Schultern.

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Nadja
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Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Nadja am 15.02.2023 11:41

Wieder musste Nadja grinsen. Mumm hatte der Junge wirklich. Was war es gewesen, dass ihr Vater ihr einst als kleines Mädchen indoktriniert hatte, während sie auf seinem Schoß saß (wo sie schon damals sein steifes Glied unter ihrem Arsch gespürt hatte)? Angst zu haben ist natürlich. Das hat jeder. Doch nur in diesen Momentan kannst du am mutigsten sein. Und ich erwarte von dir, dass du immer mutig sein wirst, egal was ist? Kannst du das für Daddy tun? Bei den Gedanken wurde das Lächeln in ihrem Gesicht für einen Moment fast bitter. Oh ja. Sie hatte es getan. Viele viele Male hatte sie es getan. Immer hatte sie es getan. Am allerhäufigsten wann immer sie ihrem Vater ins Gesicht sah.
Sie schüttelte den Gedanken ab und fokussierte sich wieder auf ihre kleine mutige Geisel, die alles versuchte, sich seine Angst nicht anmerken zu lassen. Ein Unterfangen, das sise wahrlich respektierte. Mit so etwas konnte sie bedeutend besser umgehen, als mit flennenden, schluchzenden Puppen, die kaum mehr Herr ihrrer Sinne waren.
"Wenn ich mir sicher sein könnte, dass du mir dann keine über die Rübe haust und einfach abhaust, würde ich das tun.", erwiderte sie mit einem Lächeln, zog sich einen kleinen Tisch heran - wo auch eine Wasserflasche drauf stand, setzte sich dann wieder auf ihren Stuhl und positionierte ihre Beine auf der Tischpaltte. Schön entspannt zurückgelehnt. "Aber solange ich mir da nicht sicher sein kann, bleiben die Fesseln wo sie sind. Aus Sicherheitsgründen. Das verstehst du sicherlich." Sie zwinkerte ihn an. Etwas Wut konnte häufig auch nicht schaden, wenn man an Informationen kommen wollte. Wobei das tatsächlich von Typ zu Typ unterschiedlich war. Aber irgendein Ansatz funktionierte in der Regel immer und sie hatte gerade genügend Zeit sie durchzuziehen. Und wenn nicht bleib immer noch die letzte option. Darum wäre ihr Vater ihr auch nicht böse, so viel wusste sie. Eine Leiche mehr oder weniger machte den Braten dann auch nicht mehr fett.
Sie beobachtete den Jungen genau. Kurz blitzte etwas in seinen Augen auf. Die Lieder hoben sich, die Pupillen stellten sich neu ein. Es war... nein, Panik war nicht das richtige Wort. Aber Verzweiflung traf es. Fast eine Art gewisse Weiste von Stolz richtete sich in Nadja ein. Sie konnte ihren Job tatsächlich.
Wieder lachte sie, als er sie anfuhr, nahezu anblaffte. "Du hast wirklich Mumm!", sprach sie, noch immer mit einem Lachen ind er Stimme, beugte sich nach vorne um die Wasserflasche zu ergreifen und selbst ein paar ausladende Schlucke davon zu nehmen. Dabei ließ sie ihre Augen jedoch nicht von ihrem liebevollen Gefährten.
"Es ist nicht viel was ich wissen möchte. Nur ein paar kleine Informationen. Fangen wir damit doch mit etwas ganz einfachem an: deinem Namen. Gerne deinen richtigen, wie auch deinen Superhelden-Namen. Wenn du so etwas hast." Wieder zwinkerte sie leicht, ehe sie den Kopf leicht zur Seite neigte und auf eine Antwort wartete. Auch wenn es sie absolut nicht wundern würde, wenn stattdessen noch mehr Beleidigungen kämen. Sollte er seine Grenzen ruhig austesten. Irgendwann würde er merken, was ihm das einbringen würde. Und wie skrupellos sie sein konnte.

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Jamie
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Re: Billy & Nadja ~ Life Is a Dangerous Game [2023]

von Jamie am 03.02.2023 15:05

Die Stimmung in dem kleinen Gewölbe änderte sich schnell – und ich hatte nur den Hauch einer Ahnung, woher der plötzliche Wandel kam. Hatte sie eben noch gelacht und war spöttisch gewesen, erschien sie auf einmal regelrecht freundlich.
Ich musterte sie aus schmalen Augen, argwöhnisch. Das war alles nur ein Spiel, da war ich mir sehr sicher, auch wenn ein Teil von mir sich danach sehnte, ihren Worten nachzugeben. Doch ich wollte stark bleiben – das konnte nicht ernst gemeint sein, nichts davon. Sonst wäre ich wohl nicht noch immer gefesselt an einem Stuhl in diesem Keller gefangen, nicht wahr?
Mit leicht geneigtem Kopf und der spärliche Rest eines frechen Grinsens, das ich mir abverlangen konnte – und bei dem es wieder besorgniserregend in meinem Kopf dröhnte – sah ich sie schließlich an. Noch immer prickelte die Angst mir unangenehm unter der Haut – meine Handflächen schwitzten und mir war furchtbar warm. Doch ich konnte jeden Ton davon aus meiner Stimme fernhalten – jedenfalls für diesen Augenblick, als ich sagte: „Wenn du mir etwas Gutes tun möchtest, dann tu mir doch einen Gefallen und löse diese Fesseln für mich, ja?" Noch immer hatte ich das freche Grinsen auf den Lippen, das ich geradeso hatte zusammenkratzen können. Doch ich war mir sicher, dass es seinen Sinn nicht unbedingt verfehlen würde, sollte es doch nur eine Stichelei sein.
Ich veränderte meine Position ein wenig, um es mir so bequem zu machen wie ich es eben konnte – die Seile schnitten wieder ein wenig und zum ersten Mal beneidete ich Teddy um seine Stärke...und um die Fähigkeit, seine Gestalt zu verändern. Er wäre hier in Nullkommanichts draußen und wieder zu uns gestoßen – niemand konnte ihn so schnell aufhalten. Ich hingegen...war ein kleiner Spargeltarzan, der Blitze schleudern und etwas Magie wirken konnte...
Verzweiflung machte sich in mir breit, doch ich bemühte mich, sie nicht nach außen dringen zu lassen, die Schultern nicht zu sehr hängen zu lassen. Ich wusste immerhin noch nicht mal, was sie von mir wollte – hätte sie mich nur aus dem Weg räumen wollen, wäre ich gar nicht erst aufgewacht, denn sie hatte viel Zeit gehabt, wenn sie mich hier runter schleppen und fesseln hatte können. „Ich will nichts zu trinken", blaffte ich schließlich. Nicht von ihr und auch von niemandem sonst. Ich wollte hier einfach nur raus. „Und bevor du weiter zu schleimen versuchst, sag mir doch einfach, was ich hier soll und was du von mir willst, damit wir es hinter uns bringen können. Hätte ich Smalltalk gewollt, hätte ich dich auf dem Dach auf einen Kaffee eingeladen." Ich wusste, dass ich niemals so taff war, wie ich vielleicht gerade klang, doch ich musste gestehen, dass meine Angst mich auf Hochtouren trieb – und gleichzeitig war ich von meiner Unfähigkeit unglaublich genervt. Ich wollte, dass das alles endete, auf welche Weise auch immer – und wenn sie mir eine Waffe an die Stirn hielt. Vielleicht konnte ich die Kugel noch aufhalten, vielleicht konnte ich mich irgendwie retten, mich aus der Sache herausreden...Doch selbst wenn ich nun meine Fesseln...So war sie doch gleich wieder neben mir – und bei jeder Bewegung meines Kopfes, herrschte wieder für einen Augenblick dieser furchtbare Druck, der mir die Sicht nahm und mich Sterne sehen ließ. Würde ich auch nur einen Schritt wagen, so fiel ich vermutlich nur vom Stuhl und würde dort liegen bleiben bis sie mich wieder auflas und zurück auf den Stuhl verfrachtete, sie Seile wieder festband und ich wieder beim Anfang war...Es war aussichtslos, vorerst. Ich musste wohl noch abwarten – und in der Zeit konnte sie mir genauso gut verraten, was sie von mir wollte. Wie hieß es so schön? Geduld war eine Tugend.

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