Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung [ZWANGSCUT]

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Davin
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Davin am 04.01.2022 14:13

"Gut, great", lächelte Davin, ehrlich erleichtert. Er war froh, anscheinend doch keinen allzu negativen Eindruck bei ihr hinterlassen zu haben. Für ihn würde es immer ein Rätsel bleiben, wie die meisten Menschen so ohne Schwierigkeiten, mit einer so Selbstverständlichkeit einfach... normal sein konnten. Es fiel ihm so fucking schwer. Er versuchte es immer, versuchte sich in die Gesellschaft einzubringen, einfach einer von den anderen und doch war er so gänzlich anders... etwas, was er mit seiner Fluchtaktion mal wieder aufs weitere bewiesen hatte, von der Aktion danach ganz zu schweigen.
Er nickte verständnisvoll als Lydia so von ihrer Reise schwärmte. "Des glaube ich dir aufs Wort! Und ich freue mich, dass dir unser Städchen hier gefällt. Weißt du denn schon, wie lange du noch bleiben willst oder wohin genau du denn als nächstes willst?" Er wusste, sie hatten darüber bereits in dem Pub gesprochen, in welchem sie sich kennenglernt hatten, aber Davin musste zugeben, dass er es nicht mehr so genau im Kopf hatte. Manchmal konnte er schrecklich vergessen werden. Natürlich nur in normalen Situationen. Ihre Pläne bei Einbrüchen, die Abfolge dort oder auch all die Regeln und Verhaltensweisen ihrer Schwestern und worauf er achten musste hatte er fest im Kopf. Aaah fuck. Er würde das wohl nie hinkriegen.
Nach ihrer schnellen Entscheidung betraten sie also gemeinsam die Küche um dort etwas leckeres zu kochen. Währenddessen holte Davin eine Wasserflasche, welche unter der Spüle in einem Schrank fein säuberlich neben perfekt gefalteten Lappen stand, goss es ein und reichte es ihr. Ein vegetarisches schnelles Gericht wollte sie. Davin überlegte. "Well, wie wäre es denn mit einer Gemüsepfanne? Oder alternativ können wir auch Nudeln machen, mit Tomaten und Rührei oder whatever? Sollten für beide alles nötige da haben." Immerhin war er ja extra einkaufen gewesen, um ihr auch etwas anbieten zu können. Essen war immer so ein schwieriges Thema bei ihnen in der Familie.

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Lydia
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Lydia am 02.01.2022 15:12

„Mach dir keine Gedanken, ist schon gut. Wirklich", ich konnte ihm ansehen, dass es ihm unangenehm war. Zumindest irgendwas daran. Und ich ahnte, dass mehr dahinter steckte, aber mir war auch klar, dass er mir das nicht einfach so erzählen würde. Das tat man nun einmal nicht, wenn man eine Person noch nicht lange kannte, was auch verständlich war. Immerhin konnte er mich noch nicht einschätzen und wusste somit auch nicht, ob ich irgendwelche brisanten Informationen der Welt preisgeben würde. Letzteres würde ich niemals tun, egal worum es ging, aber er konnte ja schlecht meine Gedanken lesen. Darum wollte ich ihn viel lieber beruhigen und ihm zeigen, dass ich nicht sauer auf ihn war. Andernfalls hätte ich mich nicht mit ihm verabredet und wäre jetzt auch nicht hier.
„Definitiv, da kann ich dir nur zustimmen. Und das hat auch seinen Charme, ich bin froh, dass ich mich auf diese Reise gemacht habe. Es ist so schön neue Orte zu erkunden und das ganz ohne Zeitdruck", erneut schenkte ich ihm ein Lächeln und versuchte dadurch die Stimmung wieder etwas entspannter wirken zu lassen, auch wenn das gar nicht so leicht war.
„Ich komme gerne mit", auf meine Antwort ließ ich auch gleich Taten folgen, um ihm in die Küche zu folgen. Es wäre mir seltsam vorgekommen, wenn ich mich einfach irgendwohin gesetzt und nichts getan hätte.
„Still und Raumtemperatur geht in Ordnung", teilte ich ihm auch wenig später meine Entscheidung mit. „Gerne etwas vegetarisches, vielleicht auch eine Mahlzeit, die nicht sonderlich lange dauert. Ich kann dir auch gerne dabei helfen, kochen kann ich definitiv", fügte ich außerdem hinzu. Natürlich würde ich es auch akzeptieren, wenn er nicht wollte, dass ich ihm zur Hand ging, weil es seine Küche war, aber ich kannte mich inzwischen schon etwas aus und wusste wie man Gemüse zubereitete oder Reis kochte. Außerdem wollte ich mich gerne nützlich machen, anstatt dumm in der Gegend zu stehen.

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Davin
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Davin am 31.12.2021 09:42

Da war auch schon wieder das unangenehme Gefühl, dass ihn fast immer und in fast jeder Lebenslage begleitete. Davin lächelte ein auch etwas beschämt wirkendes Lächeln. "Ähm... yeah.. es ging leider nicht anders. Tut mir wirklich leid." Und das tat es ihm. Aber wenigstens hatte er es tatsächlich geschafft die Finger von ihr zu lassen, nachdem die Gedanken gekommen waren. Der junge Mann hatte dafür leiden müssen, but... well... Ohne es wirklich zu merken kratzte Davin bei diesen Gedanken über seine Narben, was einen leichten ziehenden Schmerz nach sich zog, insbesondere als seine Nägel an der noch bestehdenen Kruste rissen. Er schluckte und ließ davon ab. Er musste dringend seine Gedanken auf etwas anderes richten.
Was Lydia ihm zum Glück leiht machte."Yeah, des stimmt wohl. Egal wo, irgendetwas wird es immer noch zu entdecken geben", meinte er, das Lächeln zwar noch etwas erzwunden aber nicht mehr so beschämt. Wurde Zeit das hier auf irgendienen normalen Boden zu holen, verdammt! Da war er ja so gut drin..
Essen und Trinken! Immer eine gute Idee. Und so bot er ihr an etwas zu kochen und nickte. "Keine Sorge, ich werde uns etwas leckeres zaubern! Und des Glas Wasser kommt sofort. Setz dich oder komm mit... wie du magst!", bot er freundlich an, während er in die moderne Küche schritt, au sdem peinlichst und penibelst aufgeräumten Schränken ein Glas aus der perfekten Reihe von Gläsern herausnahm. "Möchtest du mit Sprudel oder still? Wir haben beides da. Und Zimmertemperatur oder kalt?"
Um das Wasser zu holen stellte er das Glas auf der glänzenden Anrichte ab und reichte es ihr anschließend gefüllt. "Was möchtest du denn Essen? Vegetarisch oder mit Fleisch? Oder doch lieber ein Dessert?" Er hatte alle Rezepte parat gut eingekauft und würde sich bemühen, sein Fehlverhalten letzter Woche wieder gutzumachen! Auch wenn der Gedanke an das Essen ihm nicht behagte, but... well. Es gab ja zur Not wenn es zu viel wurde immer noch den Ausweg namens Badezimmer.

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Lydia
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Lydia am 30.12.2021 12:07

Überhaupt ein schlechtes Gewissen zu haben war schon einmal gut, da man dadurch bereits wusste, dass man Fehler begangen hatte und diese sich selbst eingestehen konnte. Die gefährlichsten Menschen waren wohl die, die kein Gewissen hatten und so skrupellos waren, dass sie sich noch im Recht sahen, wenn sie anderen Menschen großes Leid zufügten. Diesen war dann erst gar nicht zu helfen. Trotzdem war es natürlich nicht das beste, wenn man ein Leben führte, in welchem man ständig irgendwelche Handlungen bereuen musste, denn das lag auch schwer auf den eigenen Schultern und zerstörte einen langsam immer mehr. Momentan konnte ich ihm jedoch schlecht helfen, da ich gar nicht wusste worum es hier eigentlich ging und mir war auch klar, dass mir Davin das nicht einfach so sagen würde.
„Es ist schon in Ordnung, ich bin mir sicher, dass du deine Gründe gehabt hast", ich winkte leicht mit der Hand ab, denn wenn ich eins nicht war, dann eine nachtragende Person.
„Ja, ich denke ich hab alles besichtigt, aber vermutlich gibt es noch eine ganze Menge mehr zu entdecken", auf meinen Lippen lag ein amüsiertes Schmunzeln, denn ich ging fest davon aus, dass man eine solche Stadt nicht innerhalb von wenigen Tagen komplett ansehen konnte. Aber dafür war ich auch nicht hier. Ich wollte nur einen allgemeinen Eindruck von der Welt bekommen, damit ich mich nicht nur durch Schulbücher bildete, sondern auch mit eigenen Augen sah was das Leben so zu bieten hatte.
Während ich ihm in das Innere des Hauses folgte fiel mir natürlich wieder die Narben und Verletzungen an Davins Körper auf, doch auch jetzt hielt ich es für keine gute Idee diese anzusprechen, wollte ich die angenehme Stimmung schließlich nicht sofort wieder ruinieren. Ich war mir nicht sicher ob ich ihm seine Worte direkt so abnehmen sollte, entschied mich aber dafür, dass ich nicht genauer nachfragte, dafür kannten wir uns schließlich auch zu wenig. Zwar kümmerte ich mich gerne um andere, kannte aber auch meine Grenzen, weshalb ich diese nicht überschritt.
„Na dann kann ich dieses Angebot nicht ablehnen. Aber du brauchst nichts kompliziertes zu kochen, ich bin eigentlich mit allem zufrieden. Und ein Glas Wasser wäre auch nicht schlecht", willigte ich in seinen Vorschlag ein. Für mich musste man sich wirklich nicht ins Zeug legen, auch wenn ich nicht gerade arm aufgewachsen war, so legte ich schon längst keinen Wert mehr auf zu viel Mühe, gerade, wenn es um Gastfreundschaft ging.

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Davin
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Davin am 19.12.2021 18:54

"Yeah?", lächelte Davon und sofort sprang sein schlechtes Gewissen an. Er hatte fast immer ein schlechtes Gewissen wegen irgendwas. So lief sein fucking Leben eben einfach. Er schien nicht für diese Gesellschaft zu geschaffen zu sein, so sehr er es auch wollte, so sehr er auch normal sein und hineinpassen wollte, so sehr er sich auch bemühte. Aber des waren keine Gedanken für jetzt. "Es tut mir leid, dess ich dich nicht weiter herumführen konnte. Aber es freut mich, dess dir Dublin gefällt! Unsere irische Hauptstadt! Hast du denn alle Orte gefunden die dich irgendwie interessiert haben oder fehlt noch etwas auf deiner Erkundungsliste?", fragte er sie lächelnd, während er sie den Flur hinunter geleitete. Es war nur ein kurzer Weg. Geradeaus ging die Treppe hoch in den ersten Stock. Links neben der Treppe führte der Raum unter der Treppe ins Badezimmer. Rechts war ein offenes großes gemütliches Wohnzimmer, inklusive großem Aquarium (vor der Treppe als kleine halbe Abgrenzung zum Wohnzimmer) und natürlich inklusive großen Fernsehers, links ging es ins Esszimmer und direkt nochmal links dann in die moderne Küche.
"Bei mir? Well, alles in Ordnung!", log Davin leichthin seine alltägliche Lüge. Natürlich trug er keinen Pullover oder lange Ärmel (in ihrem Haus war es immer warm, denn Selma war wirklich eine Frostbeule), aber des war okay. Seine Narben und Verletzungen waren etwas, was er weder im normalen Leben noch auf der Arbeit verstecken konnte, folglich wussten nahezu alle davon, die Davin kannte. "Möchtest du etwas essen? Ich koche dir gerne etwas, hab extra eingekauft! Und wenn du etwas trinken möchtest, sag einfach Bescheid. Ich habe Wein - Rot und Weiß - Prosecco, Likör, oder natürlich auch Anti-Alkoholisches, wie du möchtest!" Freundlich lächelte er sie an.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.12.2021 09:31.

Lydia
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Lydia am 19.12.2021 12:12

Ein Teil von mir warnte mich vor, dass Davin eine dunkle Aura umgab, doch noch konnte ich schlecht wissen um was es sich dabei drehte und eigentlich wollte ich das herausfinden, bevor ich über ihn urteilte. Deshalb war ich froh darüber, dass er einem neuen Treffen zustimmte und für mich war es auch kein Problem ihn zu besuchen. Notfalls hatte ich immer noch meine Kräfte, die mich schützten, sollte ich eine unmittelbare Gefahr von ihm ausgehend spüren. Und nicht nur das, hatte ich vor wenigen Jahren noch sogar Selbstverteidigung beigebracht bekommen, noch bevor ich den Banshee-Schrei perfektioniert hatte, damit ich mich auch gegen tollwütige Werwölfe wehren konnte oder Leuten mit Waffen. Ein normaler Mensch konnte mir inzwischen eher weniger etwas tun, zumindest solange ich die Gefahr vorher einschätzen konnte und reagierte, doch das sollte eigentlich für jedes Wesen gelten, schließlich hatten wir alle unsere Schwächen, die ausgenutzt werden konnten, wenn uns jemand besonders gut kannte. Das traf auf Davin jedoch nicht zu, denn ich bezweifelte stark, dass er überhaupt wusste, dass er sich mit einer Banshee traf. Natürlich könnte ich dabei immer noch falsch liegen, doch ich war bereit das Risiko einzugehen und den zweiten Versuch zu wagen, ganz egal was dabei rauskam.
Dadurch, dass er mir schon relativ zu Anfang seine Adresse gegeben hatte, und ich mein Handy zur Hilfe nahm, fand ich seinen Wohnort relativ bald und problemlos. Ich war sogar etwas früher dran, weshalb ich draußen noch etwas wartete, ehe ich pünktlich klingelte. Schließlich wusste ich, dass seine Schwester auch da war und ich wollte den beiden keine gemeinsame Zeit nehmen. Es war ohnehin schon überraschend, dass ich die beiden besuchen durfte, doch mich dagegen zu wehren kam mir gar nicht in den Sinn.
Ein Lächeln tauchte auf meinen Lippen auf, als Davin wenig später vor mir stand und mich begrüßte.
„Hi, Davin!", ich betrat das Haus und übergab ihm meine Jacke, ehe mich etwas umsah.
„Ja, bei mir ist alles bestens. Ich hab mich die letzten Tage noch etwas eigenständig in der Stadt umgesehen. Ist wirklich ein toller Ort hier. Wie läuft es bei dir?", gab ich ihm zur Antwort.

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Davin
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Davin am 17.12.2021 10:39

Es war fast eine Woche später.
Natürlich war es noch geschehen. Eine winzige Sekunde lang - eine winzige wundervolle Sekunde lang hatte Davin wirklich geglaubt, es zu schaffen. Geglaubt zum ersten Mal seiner verfickten sexuellen Fantasie widerstanden zu haben, in dem er ruckartig vor Lydia geflüchtet war. Er hatte sich weder bei ihr gemeldet, noch sie angerufen. Vermutlich würde sie ohnehin nichts mehr von ihm wissen wollen, was wohl definitiv besser so war. Aber besser sie hielt ihn für einen Weirdo, als dass... als dass er sie lebenslang verstörte, ihr ein Trauma bereitete und sie tief verletzte. But whatever. Anstatt sie hatte es diesen jungen Mann an der Bahnhaltestelle getroffen, dessen Name Davin noch nicht einmal kannte. Es war schnell gegangen. Nicht versteckt, ganz öffentlich. Der Junge war danach zusammengesunken und Davin war, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, schnell abgehauen. Er hatte die Blicke der Leute gespürt. Aber die Welt war ein ignoranter Platz. Und seine... seine Opfer gingen in der Regel nie zur Polizei. Die Scham war zu groß, gerade als Mann.
Davin hatte sich auf dem Weg noch mehrere Biere geholt und als er daheim war, keine Zeit vergeudet. Das Küchenmesser genommen und genau das getan, was er verdient hatte. Er hasste sich dafür. Er hatte sich so fucking sehr dafür, was er getan hatte. Die Schnitte waren tief, bluteten stark. Aber er ging nicht ins Krankenhaus. Im schlimmsten aller Fälle hatte er die Wunden sogar schon selbst genäht, aber in der Regel reichte desinfizieren und verbinden. Was er jetzt auch wieder getan hatte. Es wurde langsam, er musste den Verband nicht mehr tragen. Doch die Schnitte an seinem tätowierten Arm (die diesen Pulk an Narben eigentlich ein wenig kaschieren sollten) war nicht zu übersehen. Rechts hatte er auch schon wieder zwei neue, aber eher oberflächliche, nicht so ins Auge stechende.
Davin seufzte und riss sich von den Gedanken letzter Woche los. Warum auch immer wollte Lydia ihn noch einmal sehen. Und der einzige sichere Ort, der Davin in den Kopf gekommen war... war Zuhause. Er war sich ziemlich sicher, dass er keinen Scheiß anrichten würde, wenn Selma da war. Seine Schwester in der Nähe war, direkt bei ihm. No, es würde zu keinem Zwischenfall kommen solange sie bei ihm daheim waren, ganz sicher.
Und so machte Davin sich auf den Weg. Da er vermutete, dass Lydia vielleicht mit Hunger käme, kaufte er nochmal ein. Ihr Kühlschrank war für gewöhnlich sehr leer. Selma aß fast nichts (was Davin zunehemend Sorge bereitete.. sie war doch ohnehin schon so dünn) und er selbst... well. Lieber es war weniger da. Er aß zwar, aber manchmal hatte er da diese beschissenen Heißhungerattacken die er hasste. Deswegen beließ er es lieber bei wenig im Kühlschrank.
Nachdem er sich nun aber mit einigen Dingen eingedeckt hatte, kehrte er nach Hause zurück. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass Lydia auch bald da sein würde. Er begrüßte umarmte und küsste seine Schwester, versprach ihr das alles gut war und sie sich gerne zurückziehen könnte, wenn sie sich nicht sicher genug fühlte oder Lydia nicht kennenlernen wollte. Nach einigem Zögern und Vergewisserungen taten sie das schließlich. Sie kuschelten noch was, doch als die Klingel ertönte, richtete Davin sich auf. Er gab seiner Schwester einen sanften liebevollen Kuss und ließ seine Hand kurz auf ihrem Bauch ruhen in dem dieses wundervolle Etwas heranwuchs. Von ihnen beiden. "Wir sehen uns später, meine Kleine. Du kannst jederzeit kommen oder mich rufen, wenn irgendwas ist, ja?"
Es folgte noch ein Kuss auf die Stirn. Es klingelte ein zweites Mal. Davin stand auf, lächelte Selma nochmal an und schloss dann die Schlafzimmertür, ehe er auch schon die Treppe hinunterrannte um die Haustür aufzumachen. "Hey, Lydia!", lächelte er und trat beiseite um sie einzulassen. "Schön dich zu sehen, komm rein! Ist alles okay bei dir?" Er nahm ihr die Jacke ab um sie an den Haken aufzuhängen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.12.2021 18:45.

Lydia
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Lydia am 08.12.2021 09:57

Aufmerksam musterte ich Davin, da ich jetzt nicht mehr ignorieren konnte, dass etwas nicht mit ihm stimmte. Es schien ihm überhaupt nicht gut zu gehen. Doch bevor ich ihn noch hätte fragen können was los war rannte er auch schon weg. Ich sah ihm nach, darüber nachdenkend was hier gerade passiert war, und blieb allein zurück. Da ich ihn aber nicht bedrängen wollte beschloss ich mich später bei ihm zu melden.
Aus diesem Grund verbrachte ich noch etwas Zeit auf dem Friedhof, da ich den anderen Toten die Chance geben wollte mir ebenfalls eine Botschaft mitzuteilen. Ich war schließlich schon mal hier, da konnte ich mich auch um die Verstorbenen und ihr Anliegen kümmern. Das half mir zudem auch mir den Kopf über Davins Abgang nicht zu zerbrechen. Es brachte mich sowieso nicht weiter wilde Spekulationen zu haben, die alle vermutlich nicht stimmten. Nachdem ich mir sicher war, dass ich alle angehört hatte ließ ich diesen Ort hinter mir und machte mich auf den Weg zu meiner ersten Aufgabe. Alles zu erledigen dauerte zwei Tage, da ich mich nicht nur mit den Hinterbliebenen unterhielt, sondern auch zu bestimmten Zeiten an unterschiedlichen Orten sein musste. Das half mir zudem auch noch diese Stadt besser kennenzulernen, da ich mir sehr sicher war ohne diese unterschiedlichen Aufgaben überhaupt nicht zu den Plätzen gekommen wäre.
Am letzten Abend war ich logischerweise ein wenig müde und verbrachte meine Zeit im Bett des Hotelzimmers, welches echt nicht übel war. Ich konnte mich hier bestens entspannen und telefonierte wieder mit Jackson, da ich wollte, dass er sich keine Gedanken um mich machte. Mir ging es gut und das sollte er auch ruhig wissen. Auch meine Freunde und Mutter hielt ich auf dem neuesten Stand, wobei sich mir automatisch die Frage stellte wie lange ich noch hier bleiben wollte. Doch bevor ich in Betracht zog eine andere Stadt zu besuchen wollte ich zumindest versuchen mich nochmal mit Davin zu verabreden, vielleicht würde ich auch herausfinden weshalb er sich letztens so verhalten hatte. Darum schrieb ich ihm auch noch am selben Abend, um mich nochmal mit ihm zu verabreden.

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Davin
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Davin am 30.11.2021 18:37

Davin lächelte, wenn auch jetzt ein wenig gezwungen. Mit aller Macht versuchte er sich auf irgendetwas anderes zu konzentrieren. Auf etwas anderes als Lydias wundervolle rote Haare, ihr sanftes Gesicht, ihre schmalen Finger und samtene Stimme... "Fuck...", murmelte Davin erneut, diesmal eher zu sich selbst. Worüber hatten sie gesprochen? Verzweifelt versuchte er seine Sinne darauf zu konzentrieren, den sich aufabuenden Druck in seiner Hose zu ignorieren. Fatasie. Genau. Richtig! Das war es gewesen! "Yeah, des glaube ich dir. Selma hilft es viel, glaube ich. Sie war schon immer fucking kreativ." Bildete er sich das ein oder klang seine Stimme belegt? Sein Herzschlag beschleunigte sich ein wenig. Seine Handinnenflächen wurden leicht schwitzig. Und er ertappte sich dabei, wie seine Augen über das Friedhofsgelände huschten und die Lage auskundschafteten. Waren hier viele Menschen? Nein, die meisten waren weiter weg. Er musste sie nur packen, nur packen und dort hin zu dem Rand ziehen oder einfach direkt da, hinter dem großen Grabstein...
Davin stöhne leise.
Jetzt oder nie. "Yeah, ruf mich ruhig an, ist okay. Wann du willst!", rief Davin und ohne ihr auch nur noch einen weiteren Blick zuzuwerfen lief er los. Erst joggend, dann schneller, bis er fast rannte, die Tränen in seinen Augen brennen spürte, die einen Moment später fielen und in seinen Bart liefen. Fuck, fuck fuck. Irgendwo, an irgendeiner Straße brach er schließlich auf einer Bank zusammen, verschwitzt, schnell atmend, seine Hände zitterten und er verbarg das Gesicht in den Händen. Des war knapp gewesen. Des war fucking knapp gewesen. Und er wollte nicht daran denken, was für einen Eindruck er bei Lydia hinterlassen haben musste, er wollte nicht... er...
Lydias Bild kam ihm wieder ins Gedächtnis. Ihre wehenden roten Haare, ihr Lächeln, die faszinierenden Augen, ihre wundervolle Gestalt... Davin biss sich auf die Knöchel. Noch immer ging sein Atem schnell und dennoch spürte er, wie sich der Druck schon wieder in ihm aufbaute. Fuck, fuck fuck. Er blickte sich um. Überall Leute. Er erkannte wo er war. Er war praktisch am anderen Ende der Stadt. Er würde ewig bis nach Hause brauchen. Des würde er nie schaffen. Davin stand auf, entschlossen nach Hause zu gehen...
...und in diesem Augenblick kreuzte sein Blick den von dem junken schlaksigen Mann an der Bahnhaltestelle, dem die schwarzen Haare in die Augen fielen. Davin spürte wie der Druck in seiner Hose nahezu pulsierend zunahm... lächelte den Jungen an.. und überquerte die Straße...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.12.2021 10:20.

Lydia
Gelöschter Benutzer

Re: Lydia & Davin ~ Welcome to Dublin | Triggerwarnung

von Lydia am 28.11.2021 14:08

Egal um wen es ging, ich wünschte mir für andere Menschen immer das beste. Natürlich konnte sich das mal ändern, wenn ich wütend auf eine Person war, aber das traf auf Davin nicht zu, da ich ihn bisher als sympathisch empfand und ihm ansehen konnte wie wichtig ihm seine Schwester war. Das konnte ich auch als Einzelkind sehr gut nachempfinden, schließlich waren viele meiner Freunde ähnlich wie Geschwister, nur, dass wir unterschiedliche Eltern hatten und uns nicht unbedingt das gesamte Leben kannten. Vermutlich würde ich es zuerst gar nicht glauben, dass mein Gegenüber einiges verbrochen hatte, zeigte er sich hier und jetzt von einer ganz anderen Seite, aber man musste einen Menschen erst richtig kennenlernen, um Schlüsse zu ziehen, was mir aber vielleicht gar nicht gelingen würde, da ich so lange auch nicht auf der Insel bleiben würde. Dennoch konnte ich es mir natürlich aussuchen wie viele Tage ich in dieser Stadt verbringen wollte, da ich keinen genauen Plan hatte und mich immer spontan in ein Hotel einbuchte, wenn ich in der entsprechenden Stadt angekommen war, was seine Vorteile hatte, denn somit konnte ich immer frei entscheiden wann ich weiterziehen wollte und ich schloss es auch nicht aus an einem Ort bis zum Ende meiner Ferien zu bleiben, man sollte nämlich vorerst nichts für ausgeschlossen halten, wenn man sowieso keine Pläne verfolgte.
Ich war froh darüber, dass es Davin nicht schlecht aufnahm, dass ich ihm all das erzählte, auch wenn er natürlich nicht wissen konnte, dass das alles der Wahrheit entsprach. Um diesen Fall würde ich mich ganz allein kümmern, meine Freunde würde ich dafür auch nicht brauchen, da es nicht wirklich gefährlich sein würde.
„Mit etwas Fantasie macht sich das Denken auch etwas leichter und manchmal ist es sogar schön der Realität für ein paar Stunden zu entfliehen, da kann ich deine Schwester also bestens verstehen", noch immer lächelte ich, bemerkte dabei seinen Blick zwar, aber sagte nichts darauf, weil ich ihn einfach nicht deuten konnte. Die Haarsträhnen strich ich mir hinters Ohr, damit sie mir nicht wieder in die Augen fielen und nickte auf seine Frage hin.
„Ja, hast du. Darf ich dich auch wirklich anrufen? Störe ich dich dann nicht?", wollte ich ihm immerhin nicht zur Last fallen. Umsehen würde ich mich auch allein können, auch wenn es natürlich einfacher war, wenn einem einiges gezeigt wurde.

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