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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Cleo am 28.03.2025 20:36Es war sehr angenehm sich mit jemandem zu unterhalten, der noch keine Meinung von einem hatte und sich auch nicht herausnahm zu denken, er wüsste bereits alles über einen. In gewisser Weise war Cleo aber selbst daran Schuld, denn niemand zwang sie schließlich dazu hier in London zu Leben. Sicher wäre ein Umzug mit einer Umgewöhnungsphase für Tommy und Rosie verbunden aber angesichts deren jungen Alters, wäre es wohl trotzdem ohne größere Schwierigkeiten möglich. Und dann wäre die Psychologin diese Sorge dann zumindestens schonmal los... Aber darüber würde sie wohl erstmal ausführlich mit ihren Kindern sprechen und könnte sich dann noch immer darum bemühen ihren Patienten einen würdigen Nachfolger zu hinterlassen...
Dies wäre dann wohl nur eine weitere Herausforderung, die Cleo meistern und daran wachsen könnte. „Das ist wahr und ich scheue Herausforderungen durchaus nicht. Allerdings kann es genauso klug sein, seine Herausforderungen und 'Schlachtfelder' weise zu wählen. Je nachdem, ob man noch etwas erreichen kann oder eben nicht." Eine Herangehensweise die einem im Zweifelsfall helfen konnte Zeit und Energie zu sparen. In gewisser Weise konnte dies genauso wichtig sein, wie einen geeigneten Ausgleich zwischen Privatleben und Beruf zu haben...
Cleo leerte ihre Tasse und lächelte dann leicht. „Naja mein Name ist ja nicht Cleopatra sondern Cleophea aber ich denke mit dem Spitznamen Cleo habe Ich dann ja auch eine Möglichkeit gefunden oder eher einen Kompromiss, der mit kurz genug ist.", gab sie dann schließlich zurück, bevor dann auch schon ihr Handy klingelte und sie sich aus der Konservation mit Kiran erstmal notgedrungen zurück ziehen musste.
Das Telefonat hatte sie dann auch zu Ende geführt, wobei es ihr durchaus unangenehm war, jemandem der Hilfe suchte abweisen zu müssen. Allerdings war es tatsächlich nicht ihr Fachgebiet und daher hätte sie die Dinge mit einer Zusage durchaus noch sehr viel schlimmer machen können... Kurz etwas von seinem Kommentar überrascht, blickte die Brünette dann wieder zu ihrem Gegenüber auf. „War es in gewisser Weise auch nicht. Allerdings ist auch niemandem damit geholfen, wenn ich jemanden Hilfe zusagen würde, für dessen Probleme ich nicht die richtige Ansprechpartnerin bin. Denn das würde sicherlich noch mehr Leid verursachen auf lange Sicht.", meinte sie nachdenklich und blickte dann auf ihre Uhr.
„Halte ich Sie denn eigentlich wirklich von Nichts ab? Denn das wäre mir äußerst unangenehm." Nicht das Cleo es eilig hätte, das Gespräch mit Kiran zu beenden - im Gegenteil! Und da ihre Kinder noch in der Schule waren, hatte sie selbst auch noch ausreichend Zeit. Allerdings waren die Regenpausen in London äußerst selten und wenn man nicht aufpasste, dann konnte man durchaus sehr schnell bis auf die Knochen durchnässt werden - ein Schicksal vor dem sie Kiran doch sehr gerne bewahren würde, wenn sie seinen Fluch aktuell schon nicht beheben konnte...

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Cleo am 26.02.2025 19:56Bei Kiran's Worten nickte sie nachdenklich aber auch durchaus zustimmend. Solche Gruppen waren definitiv eine gute Sache, nur leider kam so etwas nur noch äußerst selten vor. Nicht das Cleo grundsätzlich bezweifeln würde, dass es heutzutage noch viele solche Leute gab. Die Frage war nur ob diese dann auch tatsächlich zusammen finden würden und sich dann auch vernünftig organisieren könnten. Und dann spielte auch noch der Mut all dieser Personen eine entscheidende Rolle. Also da müsste man wohl abwarten, wie sich das alles in Zukunft entwickeln würde...
Die Unterhaltung schien mittlerweile nach dem eher stockenden Start endlich Fahrt aufgenommen zu haben und es war schön so hier zu sitzen und einfach eine angenehme Unterhaltung zu führen. Gleichzeitig fühlte es sich aber auch falsch an und es war ihr dann doch unangenehm, sich einfach unbeschwert mit Kiran zu unterhalten, in dem Wissen das sie es war, die ihm Unrecht getan hatte und dafür verantwortlich war, dass er noch immer litt. Besonders da Cleo aktuell absolut Nichts daran ändern konnte, außer ihr Leben zu beenden und das könnte die Psychologin ihren Kindern wiederum nicht antun... Also versuchte sie sich weiter auf das Gespräch zu fokussieren.
„Da haben Sie wohl Recht und ich schätze mich sehr glücklich zu den wenigen zu gehören, die dies von sich behaupten können. Deshalb könnte ich meine Patienten auch niemals im Stich lassen, egal wie groß die Herausforderung auch manchmal sein oder vielleicht noch werden mag.", sagte sie ehrlich, bevor sie ihm dann erstmal wieder zuhörte. „Inzwischen habe Ich meinen Ausgleich ja zum Glück gefunden und achte besser darauf, dass es zu so einem Burnout nicht nochmal kommen kann." Schließlich hatte Cleo inzwischen ja auch mehr als nur eine Verantwortung und musste deshalb ganz besonders auf der Hut sein.
Einen weiteren Kommentar zu den Blicken der Leute verkniff die Dunkelhaarige sich dann lieber einfach. Zum einen könnte Sie es ohnehin nicht ändern und zum anderen, wenn die Leute ihr eigenes Leben nicht interessant genug fanden, dann sollten sie halt über sie reden. Solange sie Reden könnten stellten sie auch hoffentlich nichts schlimmeres an. Bei den nächsten Worten des dunkelhaarigen zu ihrem Namen musste sie dann aber sogar Lachen. „So habe ich das tatsächlich noch gar nicht gesehen. Ich schäme mich aber auch nicht für meinen Namen, ich finde ihn sehr schön. Manchmal etwas lang vielleicht und nicht unbedingt schön, wenn man ihn nicht richtig aussprechen kann aber einfach Cleo funktioniert zur Not ja auch."
Gerade hatte sie noch etwas hinzufügen wollen, als plötzlich ihr Handy klingelte. Nach einem Blick auf das Display, entschuldigte sie sich bei Kiran und nahm dann das Gespräch an. „Ellington, Hallo?" Aufmerksam hörte sie zu, während sich auf ihrer Stirn nachdenkliche Falten bildeten. „Ich verstehe nicht...", begann sie und schwieg dann erneut kurz, „... und was soll Ich da nun ihrer Meinung nach tun?" Nach erneuten 5 Minuten nickte sie sachte, sah aber nicht unbedingt glücklich dabei aus. „Ja, ich verstehe schon. Dafür bin ich aber leider die falsche, tut mir aufrichtig Leid. Es ehrt mich ja aber ich muss ablehnen. Bitte! Rufen Sie nicht wieder an.", sprach sie in den Höhrer und beendete dann das Gespräch.

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Cleo am 04.02.2025 16:34„Da haben Sie Recht. Wenn sich viele solche Leute zusammen tun, dann können diese in der Gemeinschaft sehr viel erreichen." Der Wille vieler Gleichgesinnter konnte Berge versetzen, wenn dann auch noch Tatkraft hinzu kam. Nicht alle Maßnahmen waren dazu geeignet um Aufmerksamkeit zu erregen aber nun ja da konnte man nicht immer was gegen tun. Und die meisten waren ja doch eher vernünftig unterwegs, selbst wenn diese sich auch an Demonstrationen beteiligen.
Cleo freute sich in gewisser Weise auch sehr darüber, dass sich jemand für ihren Beruf interessierte. Denn die meisten hatten zwar eine Vorstellung von diesem Beruf aber wenn dann falsche Vorstellungen bestanden oder es um das Thema psychischer Belastungen ging, dann hatten viele auch Vorurteile oder gar Berührungsängste. Fragten aber auch nicht nach aus Scham, Angst oder was auch immer. Da war ihr diese Variante dann doch deutlich lieber und bot auch ein interessantes Gespräch, im Gegensatz zu Smalltalk.
„Es ist definitiv eine Herausforderung sich in diesen Berufszweig zu begeben. Aber trotz allem, würde ich es niemals anders haben wollen. Denn ich bin glücklich wenn ich helfen kann und da nehme ich es auch in Kauf, hin und wieder den Kopf etwas schwerer wieder frei zu bekommen." Das war ein notwendiges Übel in diesem Fall aber ein erträgliches.
Kurz folgte Cleo dem Blick von Kiran und kurz neigte sie ihren Kopf leicht schief. „Ja gut.. es kommt schon öfter vor, daß die Leute sehr an meinem Privatleben interessiert sind. Oder auch mal aufnerksamer hinschauen, wenn ich mich mit einem Gentleman unterhalte." Sie blickte die Leute kurz mit hochgezogenen Augenbrauen an, welche dann auch direkt den Blick senkten. „Aber das ist wohl nicht böse gemeint.", fügte die Brünette noch schief lächelnd hinzu. Dann musste sie auch leise Lachen und zuckte leicht mit den Schultern. „Meine Eltern waren sehr große Ägypten Fans, ich glaub daher kommt das eher zu dem ungewöhnlichen Namen. Aber ich mag ihn trotzdem sehr, obwohl ich mich nicht unbedingt mit Cleopatra vergleichen würde." Das wäre ja auch etwas sehr arrogant oder gar anmaßend von ihr.

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Cleo am 20.01.2025 21:42Aufmerksam und zugleich nachdenklich sah Cleo ihren Gegenüber an, während sie seine Worte in ihrem Kopf nochmal Revue passieren ließ. Kiran hatte natürlich Recht, Menschen waren von der Meinung anderer Abhängig und wollten sich nur selten die Blöße geben, sich gegen die etablierten Handlungsweisen aufzulehnen und seinen eigenen Weg zu gehen. Und ihre Überzeugungen und Ideale gegen alle anderen Meinungen und aller Widrigkeiten zum Trotz zu verfolgen. Ihre Träume zu versuchen zu verwirklichen war ein ähnliches Problem... Da musste man auch echt hart im Nehmen und Selbstbewusst sein. „Den Mut zu finden kann wirklich schwer sein, ich bewundere Menschen die das schaffen aber sehr. Denn genau diese Menschen sind es, die wir brauchen um einen Wandel herbei zu führen." Veränderungen begannen oft bei einem selbst, denn die wenigsten konnten die Welt zwar im Alleingang retten aber einer musste ja den Anfang machen und vielleicht würden sich dann mehrere Gleichgesinnte anschließen...
Zu dem Thema mit dem Wachsfigurenkabinett sagte die dunkelhaarige dann gar nichts mehr, denn solange noch nicht klar war ob er sich das anschauen würde, wollte sie da auch nichts vorweg nehmen oder so.
Als Kiran dann auf ihre Patienten und ob sie das dann auch belastete zu sprechen kam, nahm sie einen Schluck ihres Milchkaffee's um noch einen Moment zum Nachdenken zu haben. Und es überraschte Cleo auch ein wenig, da es schon ein relativ deepes Gespräch für ein erstes Treffen war. Denn es war ja auch eine Zufallsbegegnung gewesen und ihr erstes offizielles Treffen. Dennoch wollte sie auch nicht unhöflich sein. „Es ist schwierig.. mir ging das schon sehr nah in der Anfangszeit vor allem. Aber deshalb bin ich in psychiche Betreuung gegangen, nachdem ich einen Burnout hatte. Und seitdem versuche ich auch nach Feierabend meinen Kopf auch auf einen Freizeitmodus umzustellen." Sie redete eigentlich nicht gerne darüber aber es so kurz zu umreißen war noch in Ordnung.
Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr und lächelte schief. „Ich würde jetzt nicht direkt sagen, dass ich eine Berühmtheit bin. Aber kann schon gut sein, dass es was mit einer gewissen Sympathie zu tun hat. Ich meine in der Stadt werde ich wohl immer auf gewisse Weise wahrgenommen werden. Ich muss nur daran arbeiten, dass es mich nicht mehr stört an manchen Tagen.", sagte sie nachdenklich.
Als er sich ihr offiziell vorstellte, bildete sich ein kleines Lächeln auf ihren Lippen. „Freut mich sehr, Kiran Lancaster. Mein Name ist Cleophea Ellington, mit Cleo bin ich aber auch sehr einverstanden. Das ist auch leichter von der Aussprache her, find ich." Jetzt biss sie dann doch in ihre Zimtschnecke und schloss kurz genießend ihre Augen.

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Cleo am 16.01.2025 17:50Nachdenklich nickte sie bei seinen Worten und seufzte kurz tonlos. Natürlich war dieses Personen in Klassen unzerteilen, in gewisse Schubladen zu stecken und oberflächlich sein nicht richtig, nur war es weitestgehend so in der Gesellschaft und den Köpfen der Leute etabliert. Muster aufzubrechen und gegen den Strom zu schwimmen war einfach schwer und kostete viel Überwindung - denn jeder hatte diesen inneren Schweinehund und wenn man sich und etwas verändern wollte in der Welt, musste man diesen bezwingen. „Es ist eben schwer, sich anders zu verhalten als die Mehrheit der Bevölkerung. Denn wir haben alle unsere Instinkte und sind 'Herdentiere'. Wir haben kein Problem unseren eigenen Stil zu finden und dazu zu stehen aber unser Verhalten richtet sich nach dem der Mehrheit in unserem Umfeld. Weshalb zum Beispiel Zivilcourage auch so selten ist, weil wir dazu erst unsere ureigenen Instinkte überwinden müssen.", meinte Cleo sinnierend.
Während der kurzen Unterhaltung über die Westminster Abbey hatte die Brünette sofort das innere der schönen Kirche vor ihrem geistigen Auge und lächelte unwillkürlich. Es war zwar nicht so, dass Cleo ständig in der Kirche wäre aber manchmal.. da tat es dann einfach unglaublich gut einen stillen Moment in einer solchen Umgebung zu verbringen. In gewisser Weise gab es einem inneren Frieden. Auch wenn man jetzt vielleicht nicht wirklich so übertrieben religiös war. Es gab bezüglich ihrer beider Wesen und Kirchen gewisse Vorurteile aber gut, die würde es auch immer geben wahrscheinlich...
„Also das kann Ich wirklich empfehlen, es ist super interessant und zugleich faszinierend. Außerdem kann man sich über bekannte Leute informieren ohne sich da zu stark in diesen Medien-Kosmos zu begeben, der halt in den seltensten Fällen objektiv ist." Denn es konnte einem schon ganz schön die Laune verhageln wenn man sowas zu intensiv immer dann konsumierte.
„Der Beruf kann definitiv auch eine sehr große Herausforderung sein an manchen Tagen aber wenn man anderen helfen kann und dann einfach Fortschritte sieht und neue Lebensqualität die, die Patienten gewonnen haben dann ist das einfach wunderschön." Denn genau das war ja als Psychologin ihr Ziel ihren Patienten zu helfen in ihrem Leben neue Freude zu finden und besser mit sich und dem Leben das sie führten zufrieden zu sein.
Cleo leerte ihren Milchkaffee und bestellte sich noch einen zweiten, bevor sie auf Kiran's Worte einging. „Selbst wenn Sie etwas gesagt hätten das mir nicht passt, müssten Sie sich nicht entschuldigen. Denn jeder hat ja ein Recht auf seine Meinung." Kurz zuckten ihre Mundwinkel und die Brünette überlegte dann. „Meine Reaktion hatte auch nichts mit Ihnen zu tun. Es ist einfach nur anstrengend, wenn jeder der dir auf der Straße begegnet, meint er wüsste genau wer und wie Du bist. Nur weil die meisten deine Familie kannten oder irgendwas in der Zeitung über dich gelesen haben." Bei ihr war das mit Sicherheit nicht so extrem wie bei den Hollywood-Stars aber ihr Leben gehörte oft einfach gefühlt manchmal nicht mehr ihr... „Ich bin dankbar für meine Kinder und das es mir im Vergleich zu anderen relativ gut geht. Den Eindruck wollte ich bei Ihnen keinesfalls erwecken." Sie war privilegiert in gewisser Weise und spendete deshalb auch viel und half auch regelmäßig in Suppenküchen aber es war gefühlt einfach nicht genug manchmal. „Wie ist Ihr Name eigentlich?", fragte sie dann um die Aufmerksamkeit etwas von ihr fort zu lenken und er kannte ihren Namen immerhin schon. Gut, sie seinen im Grunde auch aber das wusste er in diesem Moment ja nicht.

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Cleo am 15.01.2025 21:55„Vermutluch kann man das Salopp schon so sagen, so war das vermutlich auch schon zu den Zeiten von Jack the Ripper. Es gab eben schon immer Stadteile oder Städte und Länder die sicherer sind als andere." In der heutigen Zeit spielte aber vermutlich wirklich nur noch das Vermögen eine Rolle - was traurig war. Denn so hatte sich die soziale Ungerechtigkeit und das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich immer mehr verbreitet und verschlimmert. Der Graben war immer größer geworden und jetzt gab es wohl kaum noch ein zurück... „Die High Society hat sich schon immer gerne abgegrenzt, denn da war das alles ja noch viel wichtiger. Und noch viel versnobter.. wobei es das stellenweise heute immer noch ist. Weil England ja als eine der wenigen Länder noch eine Monarchie hat, genau wie die Niederlande oder Monaco." Mit all dem wollte Cleo allerdings nichts zu tun haben und hatte es glücklicherweise genau wie ihre Kinder nicht! Oder in ihrem Fall nicht mehr, denn der Rest ihrer Familie war tot. Da wurde sie akzeptiert und respektiert aber auf ihren Wunsch hin auch nicht belästigt und behelligt in irgendeiner Weise - außer von der Presse.
„Ich mag die Westminster Abbey.. sie ist so ruhig und friedlich, wenn man allein dort ist.", sagte die Dunkelhaarige ehrlich. Trubel war definitiv auch nicht so ihr's. Sie machte gerne Sport oder auch etwas mit ihren Kindern als ins Theather zu gehen oder ähnliches. Sie war keine Eigenbrödlerin unbedingt aber ihr war ihr Privatleben und ihre Privatsphäre oft lieber als zu gesellschaftlichen Events zu gehen. „Ja das sind so Wachsfiguren von berühmten Persönlichkeiten, Musikern und sowas. Ich bewundere aber daran eher wie die Figuren mit so viel handwerklichem Geschick gefertigt wurden." Künstler, Handwerker und einfach Leute die mit ihren Händen etwas schafften, hatten sie schon immer fasziniert.
„Mein erster Berufswunsch war es eigentlich Krankenschwester oder Forscherin zu werden. Die Fastination für die Psychologie hatte sich erst im Laufe des Medizinstudiums entwickelt. Sogar Pathologie fand ich interessant aber letztlich.. wollte ich Leuten lieber helfen, bevor sie in Krankenhäusern, Anstalten oder im Grab landen.", erklärte sie mit einem kleinen Lächeln, nachdem sie seiner Erklärung gelauscht hatte. „Es war also nicht schon immer mein Traum aber es wurde, auch nachdem eine Jugendfreundin von mir ihren Bruder an Depressionen verloren hatte, eine Passion und Mission für mich."
Kiran's nächste Worte ließen Cleo kurz etwas nachdenklich werden und sie schürzte leicht die Lippen, oder zog eher eine Grimasse. Sie trank dann aber zunächst einfach ihren Milchkaffee und drehte die Zimtschnecke auf ihrem Teller etwas Lustlos hin und her. Der Appetit war ihr für den Moment vergangen und Cleo schüttelte den Kopf. „Nein. Wir sind nichts besonderes, der Großteil meiner Familie ist tot, mit der Monarchie haben wir nichts zu tun. Wir haben einfach nur Geld, sonst sind wir nicht besser oder schlechter als irgendwer anders.", entgegnete sie trocken und sehr leise. „Ich möchte meinen Patienten helfen und meinen Kindern eine gute, alleinerziehende Mutter sein. Und Ihnen den gleichgültigen und fehlenden Erzeuger ersetzen. Wenn ich könnte, würde ich all das Vermögen meiner Familie geben um diese Welt für alle zu einem sichereren und gerechteren Ort zu machen." Das sagte sie keineswegs um sich gut darzustellen, sondern einfach weil es ihr tatsächlich größter Herzenswunsch war. Neben dem Wunsch Kiran von ihrem Fluch wieder zu befreien...

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Cleo am 15.01.2025 15:54Nachdenklich blickte Cleo ihren Begleiter an und schüttelte nachdenklich den Kopf. „So würde ich das nicht unbedingt sagen. Also Mayfair ist schon eine der nobleren Viertel in London, weshalb es sehr ruhig ist. Weil hier eben nichts sehr viele Menschen wohnen von daher ist es automatisch ruhiger hier. Aber es ist auch nicht ganz Preiswert hier zu leben. In Soho bekommt man zum Beispiel ein schönes Feeling. Vor allem in Chinatown und der Hyde Park ist einfach nur wunderschön. Auch wenn er natürlich künstlich angelegt ist, hier in Mayfair ist die Natur halt wirklich unberührt." Soweit ihr erster Erklärungsversuch auch wenn sie nicht sicher war ob dieser auch wirklich etwas taugte... „Waren Sie schonmal in dem Wachsfigurenkabinett oder in der Westminster Abbey?", fragte Cleo dann einer spontanen Eingebung folgend.
Seinen Ausführungen hatte sie aufmerksam Gehör geschenkt und nickte schließlich mit einem minimalen Lächeln auf den Lippen. „In manchen Fällen gelingt das aber oft nicht und dann werden alle Probleme, die sich in der Kindheit entwickelt haben bis ins hohe Alter übertragen und es wird immer schwerer die Probleme dann noch zu beheben...", meinte sie nachdenklich. Kurz sah sie in seine blauen Augen und dachte einen Moment nach. „Ich wollte es nicht unbedingt immer schon zu meinem Beruf machen. Aber mir wurde schon relativ früh klar, dass in jeder Kindheit oder in jedem Leben an einem bestimmten Punkt ob in der Kindheit oder später Dinge geschehen können, mit denen man alleine nicht fertig werden kann. Weil man einfach nicht weiß wie oder wo man anfangen soll. Und da wollte ich einfach helfen.", versuchte sie knapp in Worte zu fassen wie ihre Entscheidung gefallen war. „Es gab nicht wirklich einen Wendepunkt aber es muss ja nicht mal etwas Schlimmes oder traumatisches passiert sein und es hat sich vielleicht auch nicht direkt beschäftigt oder belastet aber dann merkst Du irgendwann plötzlich vielleicht: Hm.. irgendwas hat das aber mit mir gemacht."
Die Unterhaltung mit Mary war ihr schon ein wenig unangenehm, denn jeder behandelte sie wie einen Stammgast oder die beste Freundin aber das war Cleo de fakto einfach nicht. Ihr Kind war Patient bei ihr und sie war hin und wieder hier im Café und das war's. Als Mary dann weg war und sie Kiran's Worte hörte, lächelte sie knapp. „Nein eigentlich nicht. Es liegt wohl eher daran, das meine Familie die Adelsfamilie von Mayfair war oder ist. Daher fühlt sich fast jeder hier, als würde er mich kennen.", meinte sie sehr leise und biss sich dann leicht auf die Unterlippe. Zwar waren sie nicht gerade die Royals aus dem Buckingham Palace aber die Aufmerksamkeit war schon hoch in manchen Vierteln von London...

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Re: Mayfair, Greater London [England, United Kingdom]
von Cleo am 14.01.2025 18:40„Naja.. das kommt ein wenig darauf an wofür Sie sich interessieren. Wir befinden uns ja noch innerhalb von London. Aber wenn Sie es nicht so mit Menschenansammlungen haben dann könnte ich Ihnen ganz verschiedene Orte nennen. Und hier in Mayfair ist es eben sehr still und ruhig, man kann viel Natur sehen oder auch Sport oder sowas machen. Wenn es Dunkel ist kann man hier zum Beispiel die Lichter vom London Eye sehen. Für Museen oder sowas wäre London aber definitiv besser." Kurz überlegte Cleo ein wenig und tippte sich dabei nachdenklich gegen das Kinn, das war so eine kleine Macke von ihr. "Also jeder Bezirk hat seinen eigenen Charme aber so ohne weitere Informationen kann ich da nichts wirklich empfehlen. Weil ich oft auch nur bei der Arbeit oder Zuhause bin."
„Viele wollen einfach nur Verstanden werden, nicht nur Kinder oder Jugendliche sondern auch manche Erwachsene." Eigentlich wollte jeder verstanden werden oder sich auch selbst verstehen. Denn wenn man Heranwuchs und dabei gingen Dinge schief, dann gab es verschiedene Möglichkeiten wie die Psyche darauf reagierte und da gab es dann je nachdem verschiedene Ansätze. „Wie meinen Sie das? Dazu, dass dieser Beruf nötig ist oder wie ich dazu kam mich für diesen Beruf zu entscheiden?", fragte die Brünette freundlich und neugierig zugleich.
Während Kiran einen Blick in die Karte warf, kam die Kellnerin bereits zu ihrem Tisch und begrüßte sie erstmal. „Hey Cleo, das Gleiche wie immer? Wie geht's Tommy und Rosie? Kann ich Montag anrufen, wegen einem Termin für Jane?" Unwillkürlich musste sie in diesem Moment ein Augenrollen unterdrücken. Dennoch hatte sie die Fragen freundlich beantwortet und hatte Mary kurz nach gesehen, nachdem sie gesagt hatte für die Bestellung ihres Begleiters käme sie gleich wieder. Etwas unnötig aber naja...
Als Kiran dann wieder etwas sagte, blickte sie in seine Richtung und lächelte sanft. „Die Auswahl überfordert einen auch nicht, dass finde ich persönlich auch gut. Und die backen ja auch mehrmals täglich frisch, da ist das dann schon ganz praktisch." Mary brachte ihr dann auch schon ihren Milchkaffee und ihre Zimtschnecke und fragte Kiran dann auch direkt freundlich ob er schon wisse, was er wollte. Cleo nippte währendessen bereits an ihrem Getränk.

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Re: Mayfair [England, United Kingdom]
von Cleo am 13.01.2025 19:28Aufmerksam hatte sie Kiran's Worten gelauscht und konnte ihm da auch nur in vollem Umfang zustimmen. Die Gründe und Ursachen mochten so vielfältig sein wie die Menschen selbst aber die Konsequenz meist die gleiche: Es fehlte einfach an der Erholung, die der Schlaf eigentlich mit sich bringen sollte. Und in vielen Fällen war dieses Defizit nicht einmal mehr zu beheben oder irgendwie auszugleichen, was ein großes Stück der Lebensqualität einfach wegbrechen ließ...
„Sollten Sie doch noch länger hier bleiben oder eben in der Gegend, gibt es sicherlich die ein oder andere schöne Sache, die Sie noch entdecken können. Viel Natur wohl in der Hauptsache aber auch Kunst und Kultur." Falls er denn an sowas Interesse haben sollte, denn schließlich hätte sich in all der Zeit dann ja auch einfach eine Menge verändert haben können. Cleo würde sich jedenfalls niemals der Illusion hingeben, Kiran noch immer zu kennen. Man entwickelte und veränderte sich eben zwangsläufig durch seine Erfahrungen, das Umfeld und solche Dinge. Sie war ja auch nicht mehr dieselbe wie früher.
Bei seiner sehr treffenden aber wohl auch naheliegenden Vermutung, schlich sich dann doch kurz ein Schmunzeln auf ihre Mund. Da diese zwar als Frage formuliert gewesen war aber mehr wie eine Feststellung geklungen hatte, war sie darauf dann auch gar nicht erst eingegangen. Bei der Nachfrage bezüglich ihrer Fachrichtung zögerte Cleo dann jedoch kurz, wieso wusste sie selbst nicht so genau. Es war an sich ja überhaupt nichts dabei und spätestens in dem Café wüsste es außer ihm ohnehin jeder. „Ich bin Psychologin mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychiatrie.", antwortete sie ihm knapp. Sollte er noch Fragen haben könnte er die gerne stellen aber Langweilen müsste sie ihn ja auch nicht gerade.
Als Kiran ihr die Tür aufhielt, bedankte sie sich und trat, nach seiner Zustimmung dann auch direkt den Weg zu dem Fensterplatz an. Dort angekommen, hing sie dann ihren Mantel über den Stuhl und stellte die Aktentasche gegen die Rückenlehne. Erst dann setzte sie sich selbst und nahm eine der Speisekarten zur Hand. Diese reichte die Brünette jedoch ihrem Begleiter, nachdem er sich ebenfalls gesetzt hatte. Cleo nahm ohnehin fast immer das gleiche, wenn sie in dem Kaffee vorbeischaute...

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Re: Mayfair [England, United Kingdom]
von Cleo am 13.01.2025 12:05(War ja nur eine Kleinigkeit :3)
Zustimmend nickte Cleo. „Manchmal ändern sich solche Schlafgewohnheiten ja auch im Laufe des Lebens. Oder es gibt auch Leute die plötzlich eine psychische Erkrankung bekommen und dann Schlafstörungen dazu. Oder auch Kinder haben Alpträume oder sonst was. Es gibt ja meistens einfach dann Ursache und Wirkung." Bei letzteren Sätzen war dann wohl die Psychologin in ihr durch gekommen aber das passierte eben mal, das konnte sie dann nicht steuern.
Das mit seinem alten Dorf wusste Cleo durch ihre Ahnen tatsächlich nicht, da wäre sie wohl unter der Last ihres Gewissens zerbrochen. Denn so etwas hatte sie ihm mit ihrem Fluch nicht antun wollen, zumal sie in dem Dorf selbst gelebt hatte und die Menschen gekannt und gemocht hatte...
„Sehr gerne doch Ich finde die Sachen auch selbst sehr lecker und kann die wirklich ganz ehrlich empfehlen." Sich so etwas zu gönnen tat hin und wieder ja auch einfach mal gut. Oder auch wenn man es einfach mal auf den Bereich Hobbys übertrug, dann war das ein schöner Kontrast und Ausgleich.
Interessiert hörte die Brünette ihrem Begleiter zu und nickte dann sachte. An Spontanität war ja überhaupt nichts auszusetzen - gut das er das gar nicht selbst entschied wusste sie in dem Fall nicht. „Ja, ich habe eine Praxis hier und lebe auch schon seit meiner Kindheit hier.", erzählte sie ruhig und öffnete dabei die Tür des Cafés. Da die beiden den Weg schon hinter sich gebracht hatten. Sie hielt ihm die Tür auf und deutete dann auf einen Tisch am Fenster. „Wollen wir uns da hin setzen oder doch lieber woanders?", fragte Cleo lächelnd.

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